Skip to main content

Full text of "Oberbayerisches archiv für vaterländische geschichte"

See other formats








14 HAUVAii/j^ 

Vy I.— 




IN COMMEMORVTION OF THE VISIT OF 
FI IS ROYAL HICHNESS 

PRINCE HENRY OP PRUSSIA 

MAKCII S1XTH.1902 

ON BEHALF OF HIS MAJESTV 

THE GERMAN EMPEROR 


ASSISTANT PROFESSOR OF IIISTOKY 


FROM THE LIBRARY OF PROFESSOR KON RAD VON MAURER 


OF MUNICH. 


. Y'P 


m 


i 




Digltized by Google 



I 


I 

I 


r 


9 


i 


i 


\ 


i 

j 


i 




Digrtized bv Google 


Dlgitized by Google 


I 


•O&erkiKtifc&eS ' 

für : 

uatcrlänfcifcbc 03cfd)id)tc, 

» 

|>eraiif(jC 0 ebeit 

oon dem 

i 

IjiftoriCrljen tiereine 

von und für 

©berbfltjern. 


Neunter ®oub. 



*to m 


Jttündjtn, 1848. 

ftrad «nb ©erlag »on örorg ftranj. 



Digitized by Google 


t 






l ' 


' / 

II / 


*1 


\ 


* 


f * » I !. 
Vot. 
l*.l‘ ci 
J. 





I 


0 



V 


\ 


I 


t 




t 


Digilized by Google 


* 


\ 


/ 


^ntiolt de« neunten Sanfte*. 




<Erfte$ $eft. 


«ritt 


I. ©e fepiepf e bei gcPlofTee ® eefelb. ©on friebritb^öpftr.' 8 

II. ©atpriepfen Aber %tca\i Slnbreal ©epega, eputbaperifepen $ofs 

mebaiUeur in ©iüneOen, nnb Seftpreibung btt ton ipm Der fers 
tigten ©febaiHen. ©on 3* V- ©ei er (ein 80 

III. fcnorbnungen Aber ben perjogliepen £ ofpalt in OTundpen »äprenb 

be$ feebgepnten 3<*prpunbtr«- ttul ber #aitbfeprifteufammlung 
bei piflorifepen ©ereinl oon unb für Oberbapern in Vulgägen 
mitgctpcilt Don Cuftot' Springer 97 

IV. SWiOceßen: * 

1- Sroei bilper ungebruefte Urfunben Eubmtg’A bei ©apern. Vul 
©riginalien bei f. SReieptarepiol mitgetpeilt ddr Sr iebr icp 

Töpfer • • • . • 189 

2. ©crjeiePnifi Don $anbfepriften gur baperifepen ©«((piepte, 

»elepe in ber V öffentliepen ©ibliotpef ga Stuttgart auf* 
beroaprt werben- ©titgetpeilt oou 9H fl t p ial Jt o <p. . 141 




/ 


3tt>eitel $eft. 

V. ©eftpiepte ber gräfliep Sörring’fePen eepföffet unb $ofmarfe* 


SBinbering, frauenbiibl# ©urgfneb, ttrbing nnb SOBafbberg, naep 
ben ©ofumenten ber gräfl- ttbrring’feptn fcrepioe bearbeitet oon 

Sriebrieb töpfer iit 

VI. Urtanbliepe ©eiträge gur Cpedalgefepiepfe ©apernl- ©on 9Utp 

’$er. Kv(te Lieferung • 197 

Vll- $ie Stammburg ber Srauenberger unb ipre $aulbomaine. ©on 

Dr. 9H- V- ©ogel, Kooperator in $eimpaufen .... 909 

VIII. ©eiträge gur altern itopograppie oon ©tänepen- ©on Dr. £>• 5T- 

©agier. Krffe Eieferung . . . tu 

IX. Kprotiif bei ©farrfprengell ©äpi, f. Sanbgerieptl SEBeUpeftn. 

©on 3of- % Srenner, ©farrer in ©äpl 919 

X. ©ic #ofmart flau (ring», ©farrborf am 9eep- ©on 30 a tp im 

©eil in g er, ©fairer unb Kämmerer in SBtfKing • ... 984 


1 


/ 


► 




Digitized by Google 


> ' \ 

9 ©ritte« £eft. 

XI- Die ^efmarf Kaufrinfl, ©farrborf am fi e<b (fforffepuna unb 
©*ru§). fflon 3oa<b- 2>cCfingcr, Pfarrer unb Jammeret in 

9B'6ling 

Xll. ©eitrige |ur 8ebenifler<bi<bfe $erjog 8u bmig’i bei »Reuten, 
neb(l ungebrueften Kegelten unb einem 3fi»eratium betreiben- 
©on fcrnff ©ei§, ©eneffjiafen bei 6 t- <lMer in SRüudjen unb 
Kaplan am f- ©iititir «Xranfentaufe bafeibft . . . 


I 


✓ 


\ 


4H8H* 


o 


«eite 

289 

853 


Digitized by Google 


^erbapertfcfoeS 3(rcf)tt) 



^eratif 0 e 0 (btn 

i 

\ 

uon dem 

• ' ' . 

' > 

!) iftoriCc l)cn Ö er eine 

\ 

•0tt und für 


<8> b * r ba 9 e rn. 

' K 


Neunter 23anb. 
©rfte* jg>eft. 




✓ 


\ 


/Hnndjeti, 1847 . 

®tö(f und ©erlag »on @eorg ftranj. 


V 





\ 


•’f ‘ I 


• f 


lu i «• Ji .< i« 




t % 

V 


**. 

*1 


'* 


ft 


J 


i 


( 


- CI - . . 

ft# * ^ * ft ft * 


f 


v> 




* * 

i •• ♦ 


\ 


* < * 


Digilized by Google 


1 f ' 

• i 4 s I 


I »m 


<$cftyi$te 

• • *be8 **•' ** • 

* ** * ‘-Xl * t»! i»' * ^ «» ’ i- * "< i 

# 4); Lfl ff * ft ST ft ft f ft l fr- 


1 * 1**1 

r.: j" i(t r\ 

i i.ir#i n .j; i »* 


• j Ml« *♦ 

i ' •» 


Wir 

i <,,r, -**' - . "'f<< i] t*f*“ * «i 

«'& . / i , ivj, , 


23on 


nwr 


fl.V 


i** i *■ 


•* i » 


ift «£S nr:. ‘ 5* 4* 

nw ßterMern# fnb in n«uererj«tt feiwW 

ISfrbfiWte fllftufftftM* fMrger* unb f&fmUMtlt Wfto<t>fn4 f# 
tyß*ßü b 9t ßMUfoütäA F ae»orb*n, alf JbOÄim SnnJ^ 

ÄfFjty # 0 t> ;fow .AfrfMlting afUgfiu grAfli* 

tynhVr fiju? itbmMnbigen ; <5ntffrnung typn b** 
&}**##*$ W# M,£tf.8?4kf M ft iaWrei0 WtCtyO #«* 

<4ol *nbt<&*, wlr-eto .oo&tta bir 
WN«# el1 ..«!>** 4i «Wicbft«,; für Sherman« Affenttt ©4 r *** 

HW* *«S WteW 0*6 öU«r B«i, y . . 

u - mS** ^#ipl ffM Ml m^feit. ^tberl GAf&U «ppb&fWi# 
ÜWP fffliftftoMl £ügiel, betfeii Warbffite pp« 

MW iltfff* jfcfWwbl <&*8 re tyt »irb «m über bie fine- 82 9uf bPbf 
$J44ft}i{h4fltl iMfetni, fScb/of .. ob« Oetcuomiebof 
Wp« ßebterfr ift »über burd) einen 30 5 tiefen, jebocb fünft» 

getwen**- in bei; «wn leier 
ffl 1 ^ ie>t;,abe* über eine fltinen«« ©rücfe 

ns« na$ y} t*-fi*2v« ‘ •» «..'•? •* -f* k\’ : 

rtiüi^i M :®<WpfFtb «rbftbt 0<b §un» ®<bu$e b$0 

%m**vW »«Mdiitr ^wret «U ber ültefUn geU, Neffen 


I 


# 



4rfc{)tri)tt 

\ 


unterer 3fcei( von einem Einbau M vorigen S^brbunbert« ver* 

* < » ^ 

becft ifl. -2öie hier, fo jeigt (leb überhaupt am ganzen ©'hlofle 
feine Einheit beö 93auftpU0 # inbem fcfi jeber STbeil beffelben iu 
einer anberen 3eit unb in anberem ©efehraaef erbaut ifl, fo baf, 
wäbrenb man in ber altertümlichen Jürnij mit ihren tyfeilevn 
unb ©ewolben baö ©rrf beö 12ten ober 13ten 3ahrbunbert* er» 
tennt, ber franjäfifche 2)acbflubl mit feinen flflanfarben auf ber 
»Horb* unb 2Bcftfeitc an jbie.3eiten £ubmig* XV. erinnert. 
2)a6 ^pchlofl befi^t eine fchäne ÄapeUe auö bem löten Sahrhun» 
bert mit einem foftbaren ‘2i(tarbilbe (einer Sftabonna), unb tn 
einem Einbau auä bem vorigen Sahrhuubert überrafcht ein jiem* 
lieb grofeti ^ut eingericbteteO Theater/ wo önf! Sapern'5 Ehur* 
fürfien fröhlich« ©tunben Verlöten. 2)ie ©ängc unb 3immer 
, beö <Echlofl>$ ftnb voll von Porträten feiner früheren Sefiper, 
ju beren EebenöbefcpreibUngen baO jmecfmäjjig georbnete 9tr(f>tt» v 
reichlichen @tcff liefert. 


0ar lieblich erhebt (ich ba* @cblofj auf feiner Oft* unb SSBeft* 

, * 9 r * 

feite auf Anlagen von buftenben ©träuepern unb ©patiiren von 


Weben, $ftrficben unb 9lprilofen , ’ welche woblthuenb bie naeften 
Söänbe betleiben. 9(n ben mit Obfibäumen bepflanzten ©chloj« 
berg fcbliefen fleh jwei weitläufige ©ärten an /‘Wovon ber eine 
(ber engfifepe ©arten) jum (See unb feinem $afen , • ber anbere > 
in entgtgengefepter (Richtung (ber Sabgarten) nach bem ©alb 
hinführti Bepterer ift ein gar’ fteunb lieber far! mit $ügel unb 
SXhal Itrtb Von einem goreflenbacb burchfchnitten, ber, ©eiher unb 

©aflerfälle bilbenb, halb bunt fotmige liefen, halb im ©chatten 

• • 

bichter Säume ober am tybpange einet Serge* babineilt. 91m 
meiften überrafcht hier rin auf ber £äh« erbautet > van Säumen 


unb ©träuchern verflechte* 2>6rfcben mit feinem $errenhau*, 'JCas 
pelle, SauftnhauO, Sägerpau* u; f. w. „E i n tr a <hth aufen" 
Wirb -<e* genannt, unb° geigt noch voUftänbig bie Einrichtung ber 
gimmeiv bie e* hatte, alf fein Erbauer, ©raf Element von $or* 
ring, ef jährlich mit feiner Samilie im £bthforamer bewohnte. 

- v, ! . SBaf aber bie wettere Umgebung betrifft 4 # fo wirb bie Stirn* 
fleht gegen Offen unb ©eflen befcbränlt, bort von bem Serg* 
juge , * welcher bie ©afferfcheibe jwifchen ; btt «mber unb ©ürm 
bilbet, hier burep bte;£albmfel;, welche 1 mit ihrer @pipe beim 




\ 


/ 


Digitized by Google 


»*• 5e*gl>. 


romantifcb gelegenen (Rieb enbigt nnb ben ©eefelber* oom Wmmerr 
fee trennt, Wogegen, genieft matt gegen korben , bie ^uefubt in 


bab etwa eine ©tuabe lange, von einer ftyonen (Sicbenallee bureb* 
febnittene 3fbacbtba(, bejfen $öben tion herrlichen ©ucbenmdlbern 
begr&n|t {tnb unb in toelibem |Ut> bie Jtircben $eUing, Weiltng 

unb Oberalting gar freunblicb mit ben Oitfcbaften gleiten Wa» 

* ■ * 

mene erbeben. ©egen ©üben aber erblicft man ftundcbg ben ^iU 
fm* Aber ©eefclber*©ee, linfb oon wattiger Jg>6be, aub beren ©u» 
iben unb Siebten romantifcb ber Ätrcbtturm oon 2öibb erbberg, 
MO eing eine gol|t ©ege geganbm, b«räu*f<baut, f , reebtb non 
SDÜibern unb grünen Watten begränjt, über welch en bab <Pf arr* 
borf $6cbenborf mit feinem weifen Jtircbtturme unb feinem neuen 
$farrbofe mir aub einem flSDalbe oon Obgbdumen geh erbebt. 
BBeiter gegen ©üben erblicft man ben nur bureb bab eine b^lbe 
©tunbe lange $erfcbinger Wloob Dom ^ilfenfee getrennten Wm* 
perfee, non hegen rechtem lifer bab uralte Jtloger liegen her* 
übermalt, unb in beffen Slutben ficb ber im f>ini{rgtunbe geb 
erbebetibe $eifenberg friege.lt, Wajcgdtifcb begrdnjen enblicb 
bit Hochgebirge non ber ©ene bittenwanb , bem 2Betterge\n,. ber 
3«tgfpifc* *** gnm ©duling bei £obenfcbwangau . bab liebliche 
©ilb,bab jebem Waiurfreunbe . einen unaubl6fcbli(h«n ©inbruef 
gurücfloffen »irb. ; ,* / <t„ir . / .. - x -• -o <T.. $. 

ir 3Dtc gang berfchttben bitroen ig bagegen bie Sagt beb ®or* 
feb ©eefelb in $prol, bejfen mir . gar nicht : er»p4bg<n würben. 
Wenn eb nicht ip gefcbtcbtUcb«m 3ufammenbange l( mit unferem 
Ceefelb gu geben febiene. .. . s:u <;, .. . H 

-Wmf** -Äwl.^pfetb, an her ( #oggrafe gmifeben . Wittenwgfb 
anb giert} CWI lefterem 2% ©tunben entfernt), lifgt auf einer 
febr falten nun «milbigen Gebirgen emgefcblcffenen Hochebene, auf 
her fein anberer Dbgbaum, alb bji.e .Rirfcbe, unb felbg biefe nur 
mr einigen wÜTnwen ©teilen unb nicht r «>PC bem tD^nat Slugug 
ihre Srucbt gur {Reife bringt. Seinen Warnen -frbj elf eb non gmfi 
in her W4>e gelegenen , , non henen b*r grffierj, md<h*f 
% ©tunben im Umfang hielt/ im Sabre 1807 aubgetroefnet 
purbe. ©egen Worben, etwa y 4 ©tunbe auferhalhheb 2>orfeb, 
fNbt 

Mt«.b 


'an *rr'$e#fira|eaiif «mir Hetntn Wnbötjt, Seren ffleflfeite 
einem ji&en unb tiefen «l^ana gefcfriiffift*', &jif ««fallen« 


Digitizsd by Google 


0 • 

i r 

SUflt ©cbtofbetg ■ ober Piermebf Aar n6» ; eWe OTitib btflVWW, 1 
t#ei<b* MW OTänWtfrt an UW«nM» «BJMtd ttirfWft: A 1 ”< v 
' ,,5>ie Waueril liegen 'nieder, W ©allen (fAP- jer(Wrt, • v -‘ r,ä 
„mt ritte M« ©lute jetgt m perWtoundUer ©radlt; 1 ’ ' 1 
„Bürb biife Won geborfien, fanrt (tönen übef’TOrtbt'' ; v* 
®iefe »efl* fdtl einfl ni<bt ©ibi*tbir£; WHWrM ©ii* 
feit äftetytn bdketi und dir 2BUge »Hl edle* ©eftblecbre» 
dir Jpertn Bon ©eefeld gewefert fein; - Erefe ©ieiriung gW 
winttt ni<bt geringe SBadtWeinlicbt.-if, rBertri ftlir Mett; traf ©rdf 
®i«<btMd »efr «nbrtb«; a» er c. H50 dem Älofttr ©«rtebtif? 
Muern (M/ b. VB 56) einen SM« Md fflaldtf Hf 6er @<ddrhr$ 
dort eiten Hd ©edel» ') fWenhe; mit bet ©inoritUlottitrig beflelderi 
#errn Eegenbatb B. ©eefeld beauftragte; toaMftbeitfficd HW di* 
fein (al« nä<b(»eni Wacbt-ar) babutrb bli #änbe jü birtden. ' 

©rft natbbim die $reit>etrri p. 6eefeld du* dem 9?a(f>Iaf der 
©rdfen *onr 'irribetb* urid burtb »etbeirätbung tieft ©rttecbWr« 
du* den ©ef4lf%tetn der ©rafen von e|tb«nlBbe und Srt Qtüiii 
Herrn Volt SBeildeim fcfcöne ©iSter int 2 (Wie bet Cdifafef» urid j#U . 
ftbtn dem ©ibrTg Und flmmlrfei ettborbett Hrifttn-/ dtriieffn fi< 
ibre raube £eithdtb urid baUlerf die litdlteb g«ie§en« ©efle ©«et 
feld dm 'Pilfenfee. 9}»« grifete SB'dbrfrbelniidjRH gewinnt dleft 
Sebauptung barau*, daf £einri(b von ©eefeib itff gaffte 1608 
MW Siftbdf <5nltb Pen Sreiilng «Be«, 1 tPa« e« a« OeUteH und 
©tJtem oberhalb flu Hinauf bi« a« ©Wicfberg, «hb'’ittt 3a6rt 
1322 d«m Äcnig $einri(b Pete ©dbmert ©fiter JU 2 elf*, Iw grifft 
tdale und ju ©cbloliberg eerlaufte. EemHhgeatb»« gebuttert ne<b 
(W 15. 3abrdUHdert eederigtWer Im 3htrtbalr hWWenH«£ jU Blauer, 
lirig bei 3iW. ,: jU : Unferem Sdberifcbei* ©eefeld >•’ VW Vitf rti«i 
unerwähnt bleiberi, daf iiri©aalbu(be ttn|Wed ®*efiW» *PW Jjaf« 
1363 nut Wenige Utbargüter au* den nf««fl gelegenen Orlfibnfteft 
Uttjeitbuet firid/'ttädrentf e« neuen bet tteitew rtteW an« d*e ©e» 
gend jViftbeW dem ©ebirge ‘Urid dem f(m Met 1 , und äOirrtifte 
etltffäli. cndlitb Weint fBgat der (Haute b«tt©efte ©ebiPfbeVJ 

L • k . I * - _ ^ 


I) m Cod. Beerfdkfctb. ilb &tübiar*)(t fn got^* MJft 1 

blt •»Anicj» gmjfrt ©ftfrlt» f»i Terafttea noator ftfrer Bereit. „ A ifp* 
taroBübtch oaqae id ripia h»fcnb»oh et © Meaniio aeper jacoilli. aoitii aaqoe 


k 


v r m xm*. t 

4 

Bfl|M I« BAiWliv Ft Wif «d* fetttftioH eltfii tt¥f4tftnMt 

©Utrtp* etbAUt ttbttlM; vmt btfti littet 6ft»atrf<ttinli® ifl, b*| 
H büiftWeA 9taAtn; tot« Bbt in Bit 3Mb* gtfigittl 24 Pf ielfttb 
fsftrtt. m Sif« m wiAtiget ««tojftiA ti, tMt ftt 

1«: 3i»rB«HNtt «A gcffy bei Bbrt teSijtrn , riHWt fit 

1860 4h bl« Vtrjfof Mn ßefltfieb äHtarth. Bbrf brlfeh toflltft 
btt« abtilgt ©ifAHAI btt Wilftf batrtit tel<|M ) bä« WIUb«M 
«NHIr, 'JlöWihB DBtodtb, (1380 »IMitUfftalig jh VeA SBfmbtt gab, 
Afltb«» btt ÄitAt Steftlb f» btftbWI gtmiW «1; »ItfW OÖUfH 
btt; iri jttMf ©gfoiflttt iii btt JWM* jü Hfett, b« vtfte äbrfgfrfl 
biflotifaM «mfftWtthgM Ai «eblbgWtg trtrbrWrgt; fi bag Bit Cfi 
(fefjierrftr St ©MAtfit«, betati* fegt big 93«|tt tiiib ebfAarf (**1401 
bt«g, fb AK tfe 'Pfarrei ©tefHb gebirt; ÜH« jthftlt« (\tM~4BMi 
tkt nlittt iiffi tiH Alt**«* eUicffalftt fit« 1 »effgäng ju erjjAgi 
IM toägterf. 

• «tftyt aifth, ©«Irgbtrg ftp tfifWtb bit ©ttmrhblfle b« 
«KtttH «ff ©«felb, iiüAetbln bffitl Unfet «eefllb oA VilfigfH 
«Mt fcrAltt fcettg; die f«MI (tttjelUt ibtil« Ipre* ©AUt* «*t|J 
H HÜ bffenWt g«b«t UV «h>f»<bM MleflM» 1H lab 13. 34|tt 
bunbcrt, ba f&on 1302 bit 33<fle ©Alogberg urlunbUA ttf<B«nt? 
«Mb tfl triebt fix AbttfcbM, tif jiMt in fehlt gtfäntiiHgbur« 
Mf Bl Sit «tbfln »Blf «tibi*« Uli», Held* Bit trfft ©tV«iMP‘ 
ftfns ja bb’iger ©«baupfuttg gibt; heit $efhl Stgenb'orb «tf 
eitftfb Au * glUgWi tut btt tflAfWh ttmp>äB§ big mwm 
ÄffMiAWt («ügtlriA «. «tihgflf; ©»Bilb’ 4; ©«trbHfAftlri, «rifef 
ä. gtMWigtn, Säf* 4/ ©Hielt) | Ad AblfBWiipt tit« nf4Afb«t f H 
unb uaibcr »orjubringen »Art. 

«Mhf» mäg t« uttentf<bit««n Bletteti; tb’ flfrf« fefltff ,\i4eoa, 

eftfl «iefltf» SuüBliMn («. •}, A4 ©fffgbf UHST WH 

tfüglMng Mi gaffte «M «n JWifhr OH* Mil ftiheM Mflfibfert. 
(Men ©ebne Snbstf serfibnte, unftt @teftlb,'jentb in $prol el« 
ti« Ort M ©«iMbtit ft WrtWtn <W.‘ 

«•'{'* *e I ,, t| ;,(«'• / i ' .. 

%. z. 

Wf &Mtm fMftttftaff b# 

«m^ilfenfte jene« fret^errltc^e @cfc^(ect>t bejfittncn, fjftott 

t) 0«r«l« 1. 4ML ^ ^ 


V 


f 


4 


* 


8 


' * i 


•rüc^idjtf 


in Alttfler Seit bei ben ©erhanblungen bet JUoflcr £egernfee, 
SBeffobrunn, 2)ieffen, ©enebiltbeuern, ©cheftlarn u. f. w. unter 
bem tarnen Nobiles de Seveld (Sevelt, Seefeld), unb häufig im 
befolge bet mächtigen Grafen bon 28olfrat$haufen unb >2lnbe<b* 
erfcheint *). 5lu« ihren (Stiftungen unb ©ermäcbtniffen an Jtir? 
(ben unb 5t töfier erfleht man , baf fl e reich begütert waren $u 
Unering, (Sauerlacb, Wiking, Eching, ©runn, SÄacbtelflng u. f. w. 

3m 3«bre 1286 tbeilte jperr Heinrich »;;@eefelb feine 
©eftyungen unter feine ©ähne jp e i n r i <b unb © r i m o 1 1 , weß« 
halb feit biefer 3«it jwei' Linien biefeö ©efcblechtb ju unterfcbei» 
ben flnb, A 3)<r jüngere Heinrich würbe ©tammoater ber § r e u 
berrn 9. ©eefelb auf $eifenberg, welche unferer >21 uf* 
gäbe fremb bleiben müffen, ba fle mit ©eefelb in (einer »efentli« 
eben ©erbinbung mehr fleben. ©eraerten woßen wir noch* baß 
ber le^te männliche ©proffe biefer Üinie, $err SDilhelm t>on 
©eefelb, am ©t. Stemigiubtage 1303 im Alofier Höfling mit 
©cbilb unb |>elm begraben würbe. 2)a mit ihm ber Sftanneftamm 
ferne* ganzen £aufe* erlofcb, fo würbe alleinige ©rbjn feiner 
©üter feine (Schwerer $lgne$, ©eraahlin f>errn ©berharb'* 
9. Sr e ober g. % . . ' v; ir. r /. j 

, . f>err © r i m o 1 1 , alleiniger ©eflper ; ber ©efte ©eefelb unb 
©rünber v ber £inie ber $reiherrn 9on ©eefelb auf 
©eefelb, fl 9erfaufte (oor 1295) an $einri# 9qg ©acbfenhaufen, 
gewefenen ©tjebom am SfheiQr einen f>of gu Brunnen nebfl bem 
28alh> genannt jpohcnrain 4 )> unb überlieb (6. Wug. 1279) mit, 
©ewißigung feine* t ©ruhir* J&einrich bem ©tfcbof 9» Slugeburg 
eine £ube ju ©hingen *)• , : », ' i *» 

©r wgr oermühlt mit % S re hin 9* ,fca ge ln, ; be* ©tfcbof* 
SRarquarb 9. ©icbfiätt ©cbwefter, von welcher er bei feinem $ohf 
(t nach 1312) eitlen einten (Sohn, Sfamen* 2Äarquarb, hinter#^ 
ließ. i • * * 7 , •• •* ’’ . .“■» 

jperr üftarquarb erbte ni$t.blo* fein** ©ater* ©üter,, fon* 
bem auch 9on feinem Oheim, bem ©ifc&of, 100 $fb. *pf., wofür 

1L : * 

^,1 9) »(tat. Mmu boic. bcf. r«l. TI. . V1L, VU1. IX. X. XXII. vmb XXXltl. Ref.boic. 

Vol. Ul. unb IV. * . , , . 

r • .‘.»Kit, ?.u 

5 ) R. !»♦ IV. TTJ. 4*» j .1.0 ,f 


Digitized by Google 


«fM drtfrll. 


, <• 

ihm babi £o<hflift Ofegenbtmr/j bi« Surg 9fä$$enfelb Mf 
pfänbete (2. Dec. 1818) •). *u$erbem fcfyufbcte ibm JCöifet £ub* 
wtg noch 400 Wfb. Wf*> maprfchetnltcb »egen beö ©cpabenb, beif 
er in ber ©cplacht bei Empfing erlitten, wo er unb fein Setter 
Serchtolb 9* ©eefelb wacfer raitgelämpft Ratten. Cben fö 
biente er feinem Jtaifer wäbrenb beb Sriebenb alb treuer Otath, 
alb weither er bei allen wichtigen Serbanblungen beteiligt war, 
namentlich beim Sertrag ju W«bia (4. 9!uguftl329) 7 >- 3 a wir 
fehen ihn fogar alb Wräßbenten beb faiferlicbcn $ofgeri(fctb am 
6. $lug. 1342 £u München •) , unb am 17. 3än. 1346 ju v J?ürn^ 
berg •) an feineb Jperrn, beb jtaiferb ©tatt ju Bericht fipen. 

2J?it feinen Settern auf bem Wellenberge blieb £err Wlar*. 
quarb anfangb in freunblichen Scrbälinijfcn , benn er bermachte 
ihnen (1317) für ben §aH , bap er ohne männliche Dfacbtommen 
fterben würbe, feine 3 Steile an ber einträglichen Sogtei über 

# * i # m. , * 

b ab Cborherrnftift ju Däbach. Dem ungeachtet begann fein Setter 
Heinrich bon ©eefelb uub beffen ©ohn SBalram wegen biefer. 

Sogtei unb beb Kirchenfapeb ju 3ffelborf gegen ihn einen hart*, 

» » ¥ »• * ♦« 

nädigen ©treif, welcher jwar (8 ‘JWai 1329) burch Sermittelung 
jperjog Otubolphb 9 . Sapern beigelegt würbe ,0 ), aber bie frühere 
greunbfehaft für immer $erfl6rte. $ucb waren eb wohl mehr feine 
Settern, alb $err SWarquarb felbft, welche burch ihre Sebrücfun* 
gen' bie Chorherren bou £äbacb jur Klage über ihre ©chirmbogte 
bet bem Kaifet Cubwig beranlaften, fo -bat ber Katfer im Serettr 
mit bem Sifchbf Ulrich 9. Wugbburg am 1. SRai 1332 iv ) fämmt# 
liehe $errn 9 . ©eefefb für unwürbig erklärte, noch länger bie- 
©chirmbogtei über £äbach ju führen, unb biefelbe mit einem 
iäbriichrn Crträgnif bon 24 ©tut £aber unb 12 Sämmern bem 
©teifter feineb neu errichteten Klofterb Cttal übertrug, ©egen 1 

— ( i : ' — T—T — - — - ~ ~ » 

•) B» b. IV. «Dtarquarb b. hageln roax 1333 Bifäof ju (St<$|l4tt, ein ankern 
SRatquatb non hageln war 1315 bli 5. ®Ui 1334 Xbt ». 6t. Ulrich au Xuaftbuta. 

7) n. b. v. ne. 

. 8) R. b. VI. 360. . . . . i . r; - : »>•« J « 

' I) R. b. VII. IT», 343 U. a. ' 

]•) Mio. 4?off». Cod. bav. 2297 p. 358. beugen: 5Bet<btI)olb e. ©rai4ba<&, genannt 
e. fteiffen, ©etcfctfcalb ber SEtwtfefl non ÄuHenbach , J&e inri$ bet ©umpptnberge r, Bi|* 
t&nra, 4?«twrict) bet tpteiftnget ju 2BoHenja$, »et<bt&olb t>on 6eefetb (4?efnti<h$ S ruber), 
Äbowan t>. BrreunbSbftg unb Ott bet ©reif. 

. II) Dnt. Auf tut» in di« «pp. Philipp, «t Jic. 1311. (Cop. 6eef . 7M>.) , 


<0 




bufe <5ntfe*ung althergebrachter ©erethtfdme proteflirten ^mt 
aüe f>erren von @eefelb>* aber nur Marqudtb fcbeföt Shre Ungei 
vechtigleit gegen feine «Perfon erwiefen ju haben; beiMwir ffnbm 
* wenig* 3«hr« fpAter nur ihn allein »«btt im SBefty ber etitrrfpu 
nfo SÖogtei, welch« ’ frühem noch fafl jwei 3abrbuuberte fang beti 
^effpern ber 23e(te ©eefelb verblieb» • •- ,r. 'o 


/ 

' * link riwdigc Qfrbflreltigfeirin hoch feinem &obe $ii verhindern, 
etHipUte £err SBafcfiidrh v. ’&eefelb mit ^efiebnitgung (einer 
Öefoablin tt n H a , bereit ©efchUcbtShariie unbekannt ijt, am 
5. #öv. 18 22 >*), in welchem kr feine fcocbrir r$a r e*‘ 
tb« ah $errn £ilpbli 9. 6*n Süngerh verbeira* 

tbM/ ein Steftantent, Worin er PeAVbnetÜ, bä# alle feine ßihber ju 
gUi^ert feilen erben füllen, Ausgenommen ÖieÖogtei über baS Shor^ 
ffift $Aha<h, bao feurig ja ©fch^nfoh^ 6eft halten mü$fo (3*ieg- ' 
. f Ü), bie pfanbfchaft, Reiche er hont Ädtfetf Cuhwig für dÖO fyb- 1 
Pfthnigt inne b«fte, ferner Öltlingen, OHingSn, beh #of ju til* 
nteiingen («ftirtjf) unb bie SBogtei Ju Pfaffenhofen am pafberge. 
Oriit biefen ©üterii brhielt er ftcb vor, bei feinen liebsten hach 
©efdllen briffigen Ju tonHfn, wAbrinb er in attern Uebrigen gebün* 
bett fepn Wolle, ohne Öertebniigüng (einer iöchtei «föfargaretbe imb 

i$beb ©triidbl* nicht* tu Anbern. 

r,. 0 * ‘ 


2) er einige Monate fpAter erfolgte $ob feiner @emah(in «Inn« 
unb eine zweite 23ermAblung mit (flifabetbr beren ©efchlecbt**; 
name glei<hfott* unbefannt ifl , bewogen {ternt SWarquarb an»; 
2a 3uni 1824 ,f ) fein erjie* Seflament bahin abjuAnbern, ba$ 
für ben §afl, wenn er (einen ©ebn hinterlaffen würbe, bie tiefte 
©eefelb mit aQer, BugehSrung , feiner Tochter Margarethe unb. 
ihrem ©emabl« al* (Sigentbum jufallen foQe. 9?ur tie 93ogtei 
über #Abach , ba* >3urggefA$ ju (Jfchenlohe, ber halbe muchfee, 
bie taifevliche Pfanbfcpaft, Otilingen> Oflingin unb <bet $of ju 
«ImetHipr foöe feint ©eittdbfin <?lifdb*th l'eben^Anghch tri ffü* 
niefung behalten unb bie Wogtet $u Pfaffenhofen am Pafbtrg 


• • . , ■ • » 

1») Orig, ft. X. StAblngrr; SRarquart t». $agel, awumtym gt XCdftet unf pfit* 

ge« bef goftbaMuet t* 4peinvtd> brv alt «an mut» ©ttfrieb t>. Otthtgen, Ulrty 

#, 4?of(lett<n, ^ilpranb ». mar, all* JRitt«. 

11) Orig,' §4 Big* Cerf. Xl€+‘ ^ • ‘ •**" 




Digitized by Google 


M SrYfcft. 


iV 


ftineM £<$h?tege rfbbrft 51 r n o t'b voh^^ffehidufefi Mjtn' 
ttümlicb geboten, ber borubcr Griffe boh ibm feabe. 

^crtn Ü7lhrqüdrb'i& 2oc$t#, foelcbe an 5Jrnelb »oir tDidflenbouf 
fen oerbeirafbet mdr, foQ Ofanna gebeten haben unbbeiben $(?* 
minitanern ju l*anbebut (1346) begraben fc^n. c 3nbeJ borf hiebt 
unberaerft bleiben, baß in ber *Pfhrr!ird)e Ju ENdfleribauftn ficb 
tln ©rabftein befinbet mit ber Srihfcbfift : „ Anno Ä1C0£XXXV1. 
öbiif Calharina dd Seevfcld XVIII. Raffend. Deb.“ ,4 )t (feinet! frdth* 
dien <£iim beffdbrte Jperr STtarquarb babureb, baß et bttW JUoftet 
tybUtng (1S&4) einigt Üeibeigthe frbentte 15 ), onb mit feintrt 
festem 93ert6lb, ffialrab, 5Dernbart ithb £>eirtricb bon ÖeeftfB 
b*em Äloffet @4(ebtiorf (22. 9Woi 1347) eine £ubt ju ffieit i\fr 
nete ,e ). 3n <&ee(tib aber begann er einer alten 5luffcbreiburt'g 
gemäß unten im Jpof, bem jtefler gegenüber, eine .Kapelle Ju tü 
bauen, btren 93oflenb'ung et jebo<!& hiebt mehr etfebte. 2üann er 
geworben, ifi n'tcbt Üiit (Sewißbeit ju fagen, bo<Jb (Jefcpäb eb niebt 
bot 1351, btnn drtt 5. 5luguft biefe* 3abred febloß er noeb mit 
6er fBebtiffin be$ &t. ßldra jtfofierß ju Dtfüncben einen Vertrag 
ir egen bc6 £eiratb*n$ ihrer beiberfeifigen Ceibeigehert n ). 

2)d er feinen ©obri binterließ, fo erlofeb mit ibm betflfiännß* 
(lamm ber $reifeerrn oon <£eeft!b auf <&eefelb, urtb bab jii $ün!f 
fleh feiner Soctter Üflargatetbe errichtete 2eftament ttat min .in 
bolle .Kraft. 


(a:i.H twt k Xrf ti/ /. dns tu »of iwo 

vto r fx4 f - ’nimirv.* : • I t j • thr' •>*•»•. »# 

Nt£r*** cJeefelb unter ben #reiberfch oön ©teitn 1 *1 

*»• »» n t ,^vi 


1351 — 1384. 


m'f 1 


5. 3. 


Um $rbe« ficter £U fepn, batte £err Jpilpolt t »on 
©tYin nv$ bet liebsten feine« @ct>ffiegefpattr# beffen 93er* 


-r~ 


rt 


Ui D9 Mwtr. Ir*. B». ITv fi 4M fl pi*b, «««•*» ««6 h ITfc 
1») Plfilii fcof». ▼. 644. . I . v > ■ * i i ' • • * 

’ IV) R. to FHL tM. «tt(b eetsMf n am*. 9&nnrt 1*47 fftv f Htif ßtttn* 
m&nUrt. ftaWäOt M |U W, fort ft* 6eM 6t>fRft tt* Qfit )V 

^ctsri««bofni txrtaaft ftattrfe. MMi C4d. Mhr. Ufo. 1»*7 p. IM." 

w li) M. I. xm. iw. . . u. / ,j j: v 


Digitized by Google 


t K 

müchtnif vom f atfer Cubwig *•) unb fpüter Von beffen ©6pnen, 
b«n Jperjogen fiubwig ») unb ©tepban M ), fiep betätigen taffen^ 
linb trat baber nach Jperrn ÜKarquarOO SLob« ohne Anfechtung ber 
Sreiperrn von ©eefetb auf $eifenberg in ben Q9cü^ Oer 93e|U, 
©eefetb unb beren 3ugep6rungen. 

An 4>iIpott von ©tein befaf ©eefetb einen $crrn, auf 
ben e* mit Wecpt ftolj fein tonnte» benn abgefepen von feinent, 
Weicptbum, mit Oem er niept fetten feinen dürften in ihren ©elb* 
Verlegenheiten half» jeiepnete er (ich Our<b ©eift unb Sbütigteit 
in bem 27lafe au6, baf er nicht nur ftett an ber ©pipe beO bape» 
rtfehen AbelO auftrat unb an fafl allen wichtigen (Jreigniffen 
in feinem ©atertanbe bebeutenOen Antbeil nahm» fonbern baf 
auch fein Warne jenfeit6 ber baprifchen ©rängen mit Achtung ge* 
nannt würbe. 

• 4 * • t 

Wach bem fcobe Jtoifer Cubwig* fpiette er eine wichtige Wolle • 
bei ben ©erbanbtungen, burch welche baV jpau* 28ittelObacp, fei* 
nem $auptfeinb, bemK&nig Jtarl v. ©obmen» juwiber, ben @ra* 
fen ©üntper von ©chwar^burg auf ben beutfehen Jtonigotpron 
erhob ÄI J. Aber bennoch tief ihm König Kart, a(6 er Kaifer ge* 
worben, e* nicht entgelten, fonbern ertbeitte ihm fogar (24. Aug. 
4368) ba* Privilegium, baf Weber er noch feine (Jrben vor ein 
anbereO ßanbgericpt gefaben werben burften, ato worin fle wohn* 
baft fepen **). Ob pierburep ber liftige Kaifer ben cinfTufteicpen 
ÜÄann für feine feinbfetigen piüne gegen baO £aub 3Bittel0bacp 
ju gewinnen verfuept habe , läft fiep nur vermutben, baf er aber 
. feinen 3^ecf niept erreicht bot, tann mit ©ewifpeit behauptet 
werben, benn für CeptereO fpriept bah ehrenvolle ©ertrauen, 


18) R. b. trab Jtop. ©fef. d. d. ©ptre Freitag nach U. 8. granentag je ßH&tmrfs 

fett (I. 8»*t.) 1348. * 

19) Orig. ©eef. Xrp. Dat. Eonblftut am ©amflag na# XUetbeÜigen 1347. 

SO) Orig. ©eef. Xt<S). 8r#taq na# TCUerbeflfgen 1347. 


11) QHu pauptbeweid baf&r ifl ^mn pilpolfd Reperd bei Falkeceteis Antiqo, 
Nord. 11. p. 284; „3# pilbpolt t>on ©tein betenne unb neriete mit biefrm »rief, baf 
1$ bem ttbelen ©lanne, Wraf ©üntbern non ©#warjbutgf bem (Sltern ja Irnöflebe, in 
treuen getobt habe, unb gelobe bad p«fÜ0C 9tet<p etnjuantworten, wo er binnen fr$dSBo« 
«ben, bie na# einanbec lommen, na# ©age ber »riefe , bie it)m ber boebgeborne gürfl 
mein Pert ber HXarfgraf oow »ran benburgtb barumb. gegeben bot, etw&tyt wirb. Unb 
an# ob ei mir eingeontwortet wirb. ffiirb ed mir nit eingeantwertet, fo folle i$ ibm 
barumb nit gebunben fein. Dat, 134s iDonnerdtag vor £ucid, " • 


11) R. b. IX. >05. 


*/. J H. .11 - 


) 


Digitized by Google 


t 


'■ \ 


H* Bittto. 


% 


welch eä ihm feine Sürflen 'fort unb fort f4>ertlten. ©cbon itn 
3abre i353 ernannte ihn fcerto 9 ßubwig t um Sanbebhauptmann 
unb Pfleger oon Oberbapern mit bitter unerhörter Vollmacht, 
aöe ©tcöen unb Remter j u befepen unb entfeptn *•). v 2)of er 
aber biefe ‘IBacht nicht mißbraucht hat, erlernten »ir barau*, baf 
jperjog griebrich, alb er feinem Oheim, bem £erjog Otto, gegen 
bte Sommern tu Dilfe eilte, ihn unb $errn #anu« oon ttben*« 
berg in feiner Wbwefen'heit abermale jum £anbe*oer»efer (3. gebr. 
4870 ernannte **). 






1J £dnger jeboch bei ber intereflfanten $<rf6nl«bleit biefe* SÄan- 
neb |u oertoeilen, tourbe unb tu »eit oon unferem 3»cde abfüh* 
ren, unb »ir begrünten unb baher blob auf bab , »ab $err 
fjilpolt für @cefilb gethan. 


- ij J« » 4 i 


iltJ 


• » eüi 


<5r ooUenbete ben ; oon fernem @ch»iegeroater begonnenen 
95au ber ©cploflapelle ju ©eefelb, fo baf fle im 3ahre 1365 &u 
©hren Johanni* beb äduferb eingewciht »erben tomrte M ), unb 
toahrfch ein lieh oerbanlt fle ihm bab fchdne 2lltarbilb • ( eine ÜÄa* 
bonna), oon »elchem äunfllentjer behaupten, eb gehöre ber bp* 
jantinifepen @<pule unb bem 14. ober 13. Japrpunberte an. 

©eine Jperrfcpaft ©eefelb oergroßerte er fehr bebeutenb baburch, baf 
er 1362 oon Wibrecht bem 3ant, »eilanb ©cpultpeißen t« Oie* 
genbburg, bie nah bei ©eefelb gelegene 23efte unb £ofmarl 233 i b* 
herbberg erlaufte, »eiche ber Sertdufer oom äRarlgrafen Üub« 
wig oon Sranbenburg pfanbweife befaß **). 

(fine noch »tätigere Erwerbung aber »ar bie ber SB e fle unb 
$ofmai;! Eintel b ach ql ), »eiche er fammt bem jtircpenfap 
am 10. Sdnner 1367 oon $<rrraann bem Jubmdnn unb 
beffen Jpauefrau Jta I h ar in a für 900 $fb. ftegeneb. JpeQer an 


»i 




ft 


. * t % *• t * 

>. I J 


m .. * f.u 

II) 91. X. ®et ibfflaQungöbttrf fagt : „5Bit Gaben angefeften ben grofen fumer 
«nb gebteiften Den tnfet gant »nb Xrmtut ®ett>einc(i<G in DGetbaiern non mangrr^aiib 
fatfcc »egen Ubent onb bulbtnb »nb Gaben haftet ben Deans Ran pilpolt o. QCain ge« 
nominal onb gemaeftt je Jftauptmann onb je pfleget bei Dotg. onfttl ganbet Dnb geben 
3m doQc gemalt Dnb maiftt aSc Xmpt, ®erf<ftt, 9>fleg Dnb aUe Ding Dnb fa<fte je f «ftU 
den je Ganbeln, je Dcrttcten, je Detmefen tnb je Detft&rn." 

15) R. I? IX. ISS 

16) Xlle Xuffcftreibung im 6eef. Xr<ft. 

SS) 9t. X. Rarlgraf gubtoig gab bajn feine (ShtwiUignng. Dal. Uluncften VfHiJ's 
tag tot Sonntag Subica ISil. 

IT) Orig. «. X. 


>o .intpx/t 


/ 


t 


Digitized by Google 


✓ 


& 




Ort) bw$*e. Mwfofcem fr uft* tf %rjl lH?q ei^en £$j; ^ 
n & Mm <to feurjNrMr W* &rta.uj$ ; te 

^t ^Jfifliitt^ ffiner. ^wallio ffitffcM J*n*. /eine# %kwf 
-4MftJ»I.t ^«n f*ni gelegnen £*f ,#i 28« üigMI* 38e ; il iU- 
#¥ni 4371) #K<to»;8>l*P0 l>«i*wrt> »*ß n M KW 

ftp# J&of Im W*ing ^|. ;;. . ... , 

,i u dagegen p«rminbrii« er fei« feeftlfcejr Ifr&lcijMeb«»* inbfm er 
(26, 3 jjü 4M3K Pie. OÄ ü ble $u fy a runt ir<* «fl *•).# Wto <C?& 
Wpril 1367) een 3«b«nt au* brei $uben ju Oettfjiflg Mnbi®fr 
4er §u £i«H«ifl*ff, ä?pf«rt> urtb . fM.tpo tttl ;b«m ^4oflcr 
.feAbpcb «jgflfclefl*)» •' •• *< >• »I \ - •'» ,. «, n 

i. #ur Jfcilpplt,, bem fein* Qemabli* Margaretbe JMfl ®««W$ 
fctjon lange in* 3<nfeii* borau*gegaogeo ®ar ; ftajb .brcfcbety&t 
Am 3#br« 137Ö .«fcif 1880, feine i»eiu ©eroabliit, ©.«* fca <**>« 
^berM^e ibn nom fiel« 3o|>r«r; flnb bpuftr gfpßtoücb.^uf b«* 
jö&O« $baiwba.4f«n, »«lebe fte pon ihrem €ti*ffobn #1* SBitfip««' 
Ä| , :e^*tteu 'jb# 4 lt *5 > ' ’ *• ) ti« f : ' •••'• » ’s -i *• ; 5 1 * • .•.',»•? >m 

jtd 'IjO «j _* i !r i •? 'i ,f 4 * **'* **’ ’ , ’ r ' i ' ,,f 'H ,f ••* » * »* *1 

•r».i Mjianatfiw, -i i • -•» -11 j* •» •• *: * ^t*,. m 

*,.* : ,W. *‘f $ MM ‘* 

|?5W‘T. ffP{§' , : !fe“l$9 ° IeMMM« b ‘ n 

.*H‘P tf 

kefrteMgen, würfe ity? ^Q'W.PffiT gtter, p<Stgrit^n gtüte^ 

fyft f#«inf 

ff" I» HVfr,»fwJ? « in «m ^jtufffen^ **). (7., ; 9»»l> ^3) um 

m wbfftfb $ för f,in " ? 

if$ W0 ^ >u pp!‘, 2 9? %fi 

<Pf. fcpulbig ju fepn „um feine $>ienfi, bi er »n* ein ganjjeÄ 3«^ 

» * • — - ♦ .« m 1 ■ -' ■ • • 

tun foO gein ben tepfer von Der tduff wegen, bi wir pe^unb mit 

m «fä*JF >* htsm. .«U®, M *f : poti «t*.’® m.«w 


-t- 


in » ilti 







— ■.■■.—■LJ 


*M . 

_Jj 




• Oefe ' . . •'•(» V ! •«-**' * ' 4 " *' ,v * 

;A, ,*?) • g, ' 5 ;, : J '.Jo -H* .:...* 

29) Orig. C. X. , ...„ „,.. 


» ■• . • j 


■■ 

". 11 ‘in 

^ . • ■? 
r» 


H) ©et SBafaO Gontab SBei« ^atte biefe *Rubte ju einet fwtßej» SD^effe bff Jtitdbe 


|a pattenftnften tjerfdjafft. 

^11) Ori*. St. 7L 
*" ä) R. b. II. 218. 


... ! ». 


II) Da* fX&ntyen. Orig. 9 t. I. 


.T /. « <... . nv.* «»<>' «* 

• J: K t • i- • >»,»'• ’5 lW -I ’• 

e . < m)I '.Ur^ y .Uli«...- ”.t , «ij 

.> .S;. r,»*o »< 


* !■ 


V 


I 


tqtt Jiffrlb. 


M 


fpf bi f tlb oef \ pafer offen jpau* onb oeft fein foi px 
bcofelPen onfern (Kriegen önb bac^q martent fein mit 10 erbärgtn 

biner» mit gttftit. ff i , **i m i :: ., 1R .* r . ... 

; tyugcr Ui $err J£>ilpoU >lt (ft. Oll. 1883) bem Jtlofter 
r N<b ben 3ebmli ju Ceipeltlperg fcpenftt H\ gefcpctp unter 
ihm weiter nicfotl iBcnerfdilttintiiee für ©eefelb. . (Jr fiarb am 
18. 3uii 1385 all ber legte männliche ©proffe 1 feine! «Kamen* 
linb Stamme*. !:. ; „• v ' » I t /X », 


M . 


# •* * * t . 


rK * 

| 


( I '# fl* V 


1 * *. 


* 


♦ t ' ) 


«I i 


I,. 

m*. n VI t 

> *• f" .•:* . ' 14o0* -'/l* 




t* 0 i'j j jij.ir 


' 1 *. >' f i* 1 ’j » j < 

. ** ' : :: S« 3»:. 11 *■ - r • />*». 

®Wl Wif h°^ ®ut« $e(cpt*. ber ; junge #eer Jpilpoltpon 
fttWIt 9fftfn binttfite?* beim e* btftanfc i« btn h*tb<n 
ßAMl# Sreiflatt, Un Örflm niehlr* Sofopiug, 

Weinberg unb äbannbaufen, bar $fnnbf<paft 
MtaßeMfe- he« fcfkfcrn SnlterUhaftn, Herfenboftn, $trm*‘ 
« jJfMIherlppfejif f £itter$pofeii, Ottenhofen, Stambaira u. f. .p, 
«Ufer be* (JrblajferÄ Stiefmutter ©ertbo , «siUher bie ,$cftc 
'fn i f 3ug<bPrungen a(* l&tttwenjTp ottgeteiefen mürbe, 
ntfHW Wfh#«te .ibtfprA©ei auf bieft: ©«riaffiiifthaft^m 
5! &itpoM* SöitttM;* SHargawth* 0 . gteroltAegg, unb 
*R$ffc§jih r W^jlMr^dJlwIlcrti uitb bereu (Sthen, nämlich 1) Jjtjl* 
$• $Qh«ftC# iw 'Äanwn ferner, feiigen 9Äuüer^2) 

% R-. ®¥#bc Ifing fce* 'Weitere unb fein ©obn Schwert» ber 3ftn* 
ÄWf W ?kmn ibwr QUwabUti; tutb aftutler, 3bi$tariin fDißfjfi 
\i¥ Sä.W\* iw feiner Oemnbliq; unb 4). Sdlpar, Sftil* 

bei, feiigen Söeibdm o. iorring : ^u SUrrrng 
m ihren mttn > (Slifabetb. r , . 

WftlfiF ^W^Weljinft bec ^erjoge §rübrt 4 ) M«b ©tepban wn 

©opern Pergticben (icp bie (frben ber Pier Scpjoeflcro mit ber 
aßtüme Margaret pe (25 Oft. 1385) bapin, ba| ßegtere fitp 




W) Orig. r. x. 


r Tft .? .« fl {*- 

t f,W !%.,«*- Tr 

/■ « u 




Digitized by Google 


*16 


♦efctytlj« 


mit 4000 ff. ungr.- jufmben «rtlürt«, wofür ff« btc 23efle ©ee* 
tifiC b vmtl att«n 3uge|>6rungen Pfanbweife fffcWt •*). fci*ra#f 
würben ju lianbbbut im »«fa« 6 “ $ er i c 9 Ä w,i,m 

Unterbnnblungen jwtfcicn ben ©rben ber »ier ©<b»effern gepflo- 
gen, in golgt beten Wart in Börtftb alb Slntbeil bie Beffe 
!$opnb«rg (©eunberg) betam “) , eie ‘unmünbigen Äinber -6 ab» 
,p at , 2BUbelm unb Cler« •*. Sorr.ingen abet auf «Maria* 
tfcen iflre* Botmunbeb unb B«tteib Dbwalb be& Serrin« 
ger« jum Stein unb beb #erjogb Sriebricb (16. ®ec. 1385) 
gegen baareb @elb ihre ©rbcpffptütbe an fcilpolt »on £o- 
benfeib unb an ©Zweiter «. Ounbolfing ben älter« 
unb jüngeVh überliefien *’)• ■' flejtere »ertauften faon im foU 
genben Sabre (1388) bie beiben ©täbte £ilpoltflein unb Srei» 
flatt für 23,000 fl. an bie $>erjoge griebtieb unb Sbbann, unb 
entlebigten fl<b baburtb ber aub ber Uebernabnte bet ©üter entflan« 
nbenen ©«bulben. ' '■ üBit einem 2btil - beb erhaltenen Kauf, 

< ftbifling« liflen auch bie beiben @<b»eiter »on ©unbolflng bie 
»efte ©eefelb aub ber «PfanbWaft (1386)1 woburtb fle nun aflei. 
i migt. $erren berfelben würben ‘ grau Margarethe aber, §errn 
«itpoltb »on ©tein ffiittwe; »erheirathete fl<b »um »weiten Male 
•mit $etrn £«nnb bem ©reifen, ©efljet ber nabgelegenen 

»®efle ©teifenberg. •• 

Um »or jebet «Infeebtung fleber »u fe»n, »erfebafften fl(b 

•«(bweiterber ältere unb S<h»eiter ber jüngere »on 
©un bol fingen am 21. SBec. 1386 »on ben £erjogen Stephan, 
gtiebriebunb Sobann einen ©ebirmbrief “), worin afle feit beb jüngern 
Jpilpolt’b Sob* ‘ wegen beb ©teinif<b«n @rbeb gegen beibe Sehwei- 
te erhobenen Älagen für maebtlob ertlärt würben, unb bie £er. 
,toge getobten, biefelben im äJefif ber Beffe ©eefelb unb infonber. 
beit beb Dflingtt Sbalb, ber Bogtei über bab ©Hft £übacp, ber 
-©eenlim ©unbergau unb afleb bebjenigen ju ftbirmen, wab bie 
bie Werten »on ©tein bei ©eefelb genoffen batten. 3ugleicb' er. 
t heilten bib •f)*rjoge ihnen bi« ©nabe, „baj! wir inen fütbab W* 



t. v » 


.f 96) ©Hg. Ä. t. Je” 

36) R. b. X. IW unb SW. ' . 

17) 3«>fi Ur!. Orig. R. X. 

39 ) Orig. ©eef- DU. 8anb6l)ut. 


w: 




i 


♦ 




#•# Btrfelt. 


17 


nerle^ Umgelt, ober Steuer nemen foflen noch »ollen, 2Bir reben 
benn mit Jnen, bad ed Jr wiße fe»." Oiefed wichtige q)ri»ile* 
gium war »ießeicht beim Verlauf ber Stabt Jpilpoltfiein jur 93 e* 
bingung gemacht worben, ober auch ein Wft ber (Srfenntlichfeit 
bafür, baf bie Herren »on ©unbolflng £ilpoltflein an 93a»ern 
unb nicht an anbere dürften »erlauft batten, Sctytered ifl »abr* 
fcheinlicher, benn bie Jperjoge fagen felbft : „ffiir haben 3n afl 
obgenannte gnab getjan , barumh bad Sp und bed 3ren gunbt 
haben für anbere lüpt." 


§. 6 . 

$err Schweiler »on ©unbolfing ber Heitere ge/ 
wann feine neue 93efipung fo lieb, baf er fortwäbrenb bie 93efle 
Seefelb bewohnte unb »iel ©elb auf Erwerbung nahgelegener ' 
©üter »erwenbete. 

93om SfUtter £annd bem ©reifen $u ©reifenberg laufte er 
für 117 fl. bad bemfelben »om Jjperjog Johann »erpfänbete 2)orf* 
gerecht, grofe ©ericht unb ©ipthumamt in ben beiben 2>6rfern 
^erfching unb Sriebing, unb erhielt barüber (14. 7?o». 1394) 
ben 93efldtigungdbrief »om £erjog Johann. S9 ) $a er aber bem 
©rafen £annd »on ßBartflein (17. Juni 1394) anflatt bed $>er< 
jogd eine Schulb »on 400 fl. befahlt batte 40 ), fo »erpfdnbete ihm 
£epterer (25. 2Rail395) bafür bie 93efle Sßibberdberg mit ihren 
3ugehorungen, fo wie Wßed, wad er in ben Dörfern #erfching 
unb griebing befag, fainrnt bem ©iptbumamt 4I ). Wuch befldtigte 
ihm £er$og Johann (3. Oft. 1395) bie tyfanbfchaft unb ©riefe 
über bie ©efle 2öi b be r db e rg, bie er »on {jilpolt »on. Stein 
bem Weitem ererbt hatte 48 ). 

ferner laufte er ben 3*h*nt, welchen bad Älofler ©ene* 
biltbeuern *u £erfching befaf, unb (1. 9?o». 1408) »om Älo, 
flet 2>ie(fen bieniebere Äircpe, benJtircpenfap unb ben 


S9) Orig, JR. Tt. Dal. *Dlun<bctt. 

40) R. b. s 

41) Orif. K. X. Dal* 2R&n$en. 

41) Vld. Ä. X. Dat. ©tunken. ©pit« würben tÖtbberÄ&erg, -pcrfölng unb gtU* 
S«a un btn •»»iogcn wtcbrr «ulgclbß unb b»m Jtloft« Xnbr$l g*f$«ft. 

IX. 2 


18 •eM}icl)U 

( 

onbrrn S^eil 3*bent ju £erfcbing 4a ). ßu Srtebing abtr faufte 
er (12. SWdrj 1411) bon Gonrab tri Werfen Gfiben einen 
Jpof u ) unb (7. CJpril 1415) bon ber Äirche ju ©auerlacfc ein 
©ütc&en 45 ). 

i 

S3om 93ifcbof bon ©icbflätt erwarb er bureb 2aufcb bie Ce» 
■ benfefcaft über ben CI u fee (CO 6 r t & fee), womit er (25. 9?ob. 
1414) ©eorg ben Äapmair belehnte 48 ). 

ßu CB c (Hing taufte er (21. 5cbr. 1410) bon £einricfc unb 
Sßercbtbelb ©raf Clecfer, CBiefen unb ©ürten 47 ). bom CIbt 3<>haHn 
ju 0t. Ulrich in Clugbburg (28. 2W<S r$ 1410) ein ©ut 48 ), unb 
bon£ann$bem Cöilbecfer ju Geling (27. 5ebr. 1411) 
beflen 0ee, eine $ube unb eigene Beute 49 j. 

ferner erwarb er bon ben ©ebrübern Gonrab unb Otto ben 
üfleilingern (18. 2 )ec. 1395) einen £of ju £ocbenborf 60 ), unb 
bon (öfterem (22. 3uni 1395) noch ein Behengütcfcen &u 3« ; 
ning 51 ). 

CBeiter taufte er (20. SWürj 1403) eine halbe $ube $u 
©^lagenbofen unb einen Clnger ju SL oettern (Otaufcb) 62 )> 
bann (10 Cfob. 1404) neun Eagwert CBiefen ju Jpocbjlatt M ), 
bon ©eorg $ofer ^utn Bobenftein unb bejfen Spauöfcau Beatrix 
(29. 0ept. 1408) einen £of $u CJl ei ling 54 ), (15. Suni 1410) 
bon Ddroalb tyien&enauer ju ßinneberg eine Oogtei &u CI nt fl elf 
ten, welche jährlich 5 0äcfe Daher eintrug 65 >, unb (4. SOTdrj 
1411) bon Heinrich Cöolf, Bürger ju Cflüncfcen, ein ©ütc&en $u 
Preßling M ). 

(Snblicb bermebrte er ben ©runbbefty feiner Dofmart 2-injel* 
bacb babureb, baß er (6. Clug. 1361) bon CBielanb bem (Swelfcer 
unb helfen ©emablin CInna ein ©ut $u 3 eil bei Slin^elbacb iT ) 
unb (19. Cftdr& 1394) bon ben ©ebrübern Jpeinrid?, Stephan unb 
COilbelm ben 0micbern bie C3ogtei über einen Älofler Oenebitt* 
beurifeben £>of ju (Jglingen unb bie SBogtei aub beb ©otteb* 
haufeä Jpof ju Dieffen erfaufte 68 ) 


43 — 58) Orig. C»ef. Hrd». 

51 __ 57) ©ifbrn Driginaltauflrirft iu 
68) Dfcer&aor. 7Lx4). U. p. 270 unO 277. 


m ittUNt, 


it 


dagegen perfaufte er (28« SRai 1401) an ©tepbän ©mietet 
ju 0d>mi(ben 5 £6 fe, bie 2afern unb jwei Söogteien ju ©glin* 
gen mit 23orbebalt beb SBiebertaufrecbteP M ). 


$. 7. 

©ine grofe 2Bobltb«t erzeigte ©cbweifer pon ©unbolftng ber 
Umgtgenb Pon 0eeftlb babureb, baf er bie JjJerjoge ©rnft unb 
SBiltelm bewog (29. 27?ai 1403J, bem 2>orfe Oberalting 4 »ei 
3abrmdrfte (0t. 9>eter. unb VauWtag unb 0t. ©atbreintag) 
unb einen 2Bocbenraartt (je über 14 Sage am Sftcnbtag) ju 
Oerleiben •% wobureb feinen Untertbanen ber gelb* unb jeitrau* 
benbe ©infauf ihrer SSebürfniffe auf ben ferner gelegenen dürften 
erfpart mürbe. 

©benfo würbe er ein grofer ÖBobltbüfer ber jtirebe $u Ober* 
alting, inbem er ihr (11. 9?op. 1404) bie ju £ocbftatt erfauften 
, 9 $agwerf 2Biefen fünfte «) , unb (29. ©epf. 1409) auf ben 
SWonbtag na(b 0t. @aüi einen ewigen Sabrtag mit einer ©penbe 
für bie ganje Pfarrei flifftetf, wofür er bem Pfarrer bie b eiben 
Streben unb ben 3eb«nt beb 2>orfeP Der febing über* 
lief •»). 

£err 0cbweifer jlarb am 15. jünner 1421, unb würbe ju • 
Oberalting begraben, wo fein ©rabflein mit felgenber 3nf<brift 
noch brüte ju feben ifh 

Anno domini MCCCCXXI obiit Schweiker de 
Gundolfingen baro in die Mawri abbatis. 

©r binterlief breiÄmber: 0(bweifer, ©eorg unb 2lrtna,wel<b« 
lejtere an $boma* »on $rep(ing jura Äürnfhin perbeiratbet wai*. 

5 . 8 . 

1 

93eibe Srüber , ©Zweiter unb ©eorg pon ©unbol* 
fingen batten noch bei £ebpiten ihre* 23aterP ibc mutter* 
UdeP ©rbe getbeilt, wobureb $ecr ©eorg bie 2)e ( U unb 
^ofmart ©reifenberg erhielt, welche wabrfcpeinlicb Pon £errn 


2 * 


59) JDbfriatjr. TfrJp. II. p. ITO asb >77. 

W — 51) JDtei CtiflinalurlKQbni *» WtffHfe 


20 






/ 


* 


£onnö bem ©reifen für «inen 2hetl be* au$ b«m 23erfauf ber 
0tetn»fd)en ©üter g*lofhn ©elbeä perpfänbet worben war.' 
£ann$ ber ©reif würbe aber nach bei unglücflicben Schlacht 
bei 9?itopolid am 26. 0ept. 1396, old ber Cefcte feinet ©efcblech* 
te$, Por ben klugen beö SultanO ©ajajeth enthauptet, nachbem 
er feinen jitternben Mitgefangenen noch bie troftenben 5Borte &u* 
gerufen: „<£o l<bt beim wohl, ©rüber, auf balbige* ©teberfehen 
in ber anbern ©eit! Unfer Q3(ut fließt für baö Oleicb ©otte*, 
unb nach biefen paar ftnflern Wugenblicfen flnb wir alle auf ewig 
feine hinrniiifcpen Äinber." £ie Äunbe pon feinem Üobe war 

♦ V 

jwar fchon bamalö nach kapern gefommen, ba man aber nicht 
wußte, ob fle fleh betätigen würbe, fo mußte $err ©cbweifer pon 
©unbolflngen feinem ©ruber (13. Cec. 1404) einen Oteperä aud« 
(teilen, baß ihre $h'i(ung ungültig fein folle, wenn £ann6 ber 
©reif jurücffehren würbe, unb man genötigt fei, ihm ©reifenberg 
jurücfjugeben 6a ). 

9?icbt lange blieb jebocb f>err ©eorg pon ©unbolftng ©«ftper 
ber ©efle ©reifenberg; benn grau Margarethe, Jpann* be$ ©rei» 
fen ©ittwe, hatte burch ein Slcflament (27. 3uli 1400) **) ihr 
£eirath$gut unb bie pon ihrem erflen ©emahl, £ilpolt pon 0tain, 
erhaltene ©iberlage ihren ©rübern ßonrab unb Walther pon 
©erolteecf unb ihren Oheimen ©chweifer unb ©eorg pon ©un* 
bolflng permacht. >2116 baher nach ihrem 2obe ihre ©erlaffeufchaft 
getheilt würbe, fo befriebigten bie ©unbolftngifchen ©rüber ihre 
Miterben baburch, baß fte ihnen bie ©efle ©reifenberg überließen, 
welche jetod) Jperr ©eorg Pon ©unbolftng am 27. M<Sr$ 1428 
pon ©alther P. ©eroltäecf unb beffen ©ettern Heinrich. Oleinolt 
(2)omherr ju Mugeburg), (Sonrab unb ©eorg pon ©eroltäecf f5 ) 
wieber erfaufte. 

©epor jeboch bteß gefchah, Jaufte £err ©eorg p. ©unbolftng 
auf ber ©efle ©olfflein an ber Sfr*/ welche ihm £er$cg $etn* 
rieh übergeben batte, bamit er, wie ein alter Öhronifl fagt flG J, pon 
ba au$ ben £er$og ßubwig um bie ©chulb betriegen tonnte, bie 


83) Orig. 9t. X. 

64) R. b. 

6b) Orig. »t.*. 

61; 0. Stipberg, $ffi. ®<$t. I* p. 134. 


v 


i 


I 


•*it Beefelft. 


21 


ihm £erjog ©tephan war fchulbig geworben. 3>ag er £erjog 
Subtvig* Untertanen hart jugefe$t hoben muß, gebt au* beffert 
Älage auf bem (Sonett ju (Scnfianj hervor, wo er feinen ©etter, 
ben £erjog Jpeinrich, beghalb einen Stäuber nannte, weil er benen 
Aufenthalt gewähre, bie ihn unb fein Sanb täglich beraubten. 
2>ie $olge biefer entehrenben Scheltworte war ba* befannte meus 
chelmorberifche Attentat Jperjog Heinrich* auf feinen fetter Cubs 
wig, alb Ce^terer benfelben Abenb- in feine Verberge reiten wollte. 

Unter ben SWorbgefeöen war aber, wie befannt, £err Schweis 
fer von ©unbolftngen, welcher wahrfcheinlich an jenem Abeube 
bie ©efchirapfung feine* ©ruber* blutig rächte f7 ). 3 war entfa* 
men bie SWovber burch bie flucht, aber Künig Siegmunb brohte 
ihnen mit ber Acht unb mit ©eftrafung an £eib unb Sehen, wenn 
#erjog Subwig gerben foflte. Bum ©lücf für fic genug Cegterer, 
aber bennoch brohte £errn Schweizer bie ©efahr, a(* dürften* 
morber betrachtet unb feiner ©üter verlugig erhärt ju werben; 
ftiertuich fah er (ich bewogen, noch bei Sehweiten feine* ©ater* 
bie ihm in ber brüberlicben Slheilung jugefaöenen ©eften See. 
felb unb Üin je Ibach mit allen 3ugehorungen (24. Jänner 
,1420) an feinen ©ruber ©eorg ju. verlaufen M ). 9lur allein bie 
Sehenfchaft, welche $ann* ber jtagmaier von ihm befug (Aufee 
ober SBorthfee), behielt er fleh vor. Um vor £erjog Subwig* Stäche 
ftcher ju fein, begab er fleh nun ju feinem Sreunb, bem $erjog 
Heinrich, nach Sanbbhut, wo er unb feine ©emablin Katharine 
(1421) bei ben ©urfügern einen üuatemberjahrtag gifteten unb 
bafär bem JUoger ihr neu gebaute* $au* vermachten 69 ). (St 
fiarb am 25. Sebruar 1424 ohne äinber, weghalb fein ©ruber 

s \ . 

©eorg ihn befrbte. 

§. 9 . ^ 

SBuhrfcheinlich, um feinem ©ruber ben bebungenen Äaufpret* 
für Seefelo unb fcinjelbach ju bejahten, fah geh £err ©eorg 

% ■ 

6?) Sie Herren non ©unbolfing laben von ie|rr ein mirberKdeS ©ilwert geführt. 
Gclweifet von ©unbolfüngen, bet ©rofoater beß obigen, wirb befcfeulbigt, 1346 griebrf(| 
ben Wautner unb >35*2 ben ffonrab o. STetf erraotbet ftu laben* SQergC. 4?unb, ©tommb. 
I. US. 

68) Orig. ©eef. Kr<|. 

69) #unb, Gtammb. 1. 117. 2fn mehreren Urfunben wirb feine ©emallfn Barbara 
genannt. 


22 •tfcpWjw 

✓ 

von ©unbolfingen genötigt, (80. Sunt 1420) bie 23effe unb 
£cfmarf ©reifenberg nebff ben beiben 2>orfgericpten ju 

i 

©chonborf unb Ebing an turjog ErnffO von 93apern ©emap» 
lin, Elifabetb, für 2900 ungr. ff ju verlaufen 70 ). 

dagegen vermehrte $err ©eorg bie £errf4>«ft ©eefelb burcb 
neue Erwerbungen in ben jundtbff gelegenen Ortfcbaften / unb 
A»ar taufte er (18. ©ept. 1411) von Ulrich Ebran ju SBilben* 
berg baO ©ut Eperfllo (Äerfcblncp) im $äler unb 29ei(beimer 
©erlebt 7 *), von tyeter SRofenner, Äirthberr ju ©apenbofen, unb 
Hermann üttaier (27. $Jpril 1430 unb 27. 9Äärj 1435) einen $of 
ju ©teinebaep, ferner ber £offnerin ©ut (25. 2lpril unb 23. ©ept. 
1433) ju Et terfcb lag , ein ©ütchen (29. Suni 1440) unb ein 
$au6 (19. 2fpril 1449) au Oberalting, baß 93rucf leben 
(29. 9?cv. 1449) ju Wieberalting, A»ei ©ütepen (23. OflärA 
1448) au ÜTta d) t o l f ing, bie niebere £ube (28. Sänner 1437) 
AU >21 e.f cp e ring, ein ©üteben au Snning, eine SOiefe au 
»I llbach von ©eorg bem Submann, unb von ©eorg bem 
iRapben, ©üter unb 3fpenten au tyepenbofen, Egling, Sföittelffet* 
ien, 2)iejfen unb guitenbang, enblicp von Jpannß Otamung eine 
©ilte ©auraolß, welche jäprlicp ber Siebter au SÄittenwalb au 
bienen batte, unb bie geben war vom Jpocpffift Sreijtng 7a ). 

Sntereffant iff ber Slußgang feineß «J>ro^effe6 gegen ben ftiff« 
ler Sacob ©cpmoper von Eitting, welcher alß ©eefelbifcper £eib« 
eigener in 2lugeburg baß ^Bürgerrecht erlangt batte, unb ben er von 
ber©tabt reflamirte. Ein©cpiebßfprucp beß SBürgermeifferß Eonrab 
935ge(etn unb beb ©urgerß ©abriel Kiebler entfepieb (29. ©ept 1442), 
baf ^>err ©eorg feine Slnfprücpe auf bie $erfon beß ©cpmoper 
aufgeben, gepterer aber ipm bafür 12 Sapre nach einanber 
jährlich 1 tyfb. Sngwer Aaplen folle 78 ). 

9Iuch wegen beß ©eriepteß a u £äbacp gerietp er mit bem 
©tift bafelbff in ©treit, gab aber noch vor bem tnblicpen ©pruep 
feine Qlnforberungen von felbff auf 74 ). 


70) Orig. 9t. K. 

71) Dctto. 

77) Originalurfuitbcn beS ©«» f. Xr$. 
7t) Orig. 9t. X. 

74) -fcunb, ©tammb. I, 117. 


•Ott 


23 


' ttuferSeefelb unb einem D<mb iitbetSörfl<tifelb<r®flfl«ju?D?ön^ 
cbm bcfog £crr ©eorg Pon ©unbolflng noch bie 23 e fl e $£auf# 
tircben, welche feine ©emablin ©iburg, Jpannfen beb Kraun* 
bergerb ju Sauffircben Socbter, nach bem Sobe ibreb ©ruberb 
Seig ererbt unb 1435 ibrem ©emabl gu lebenbldnglicber Wu^nie* 
fung permacbt hatte. üDiefeb ©erindcbt.iijj focht gwat 2Bilpe Im 
ber $rouenberger ju Saberweinting an, ba aber©eorg 
non ©untoljtng nacpwieb, ba§ er för feine £aubfrau 30HÖ ff. 
Schulten auf ^auffircben befahlt habe, fo entfcbieb (5. 2lpril 
1449) eitt Spriuh beiberfeitiger Sreunbe, ba$ er IZBitbfim bem 
Kranenberger noch 8000 fi. erlegen/ bafur aber im ©eftp beb 
^4>leffeb bleiben fofle; nach feinem 2obe tonnten eb bann bie 
fttttenberger um 4000 fl. non feinen Cfrben läfen. 3ug(eich 
aurbe aubgemacpt, ba§ Krau ©iburg bab flflecbt habe, 10 tyfb, 
Sanbbbuter $f. Jährliche gewiffe ©ilt auf ben Gütern im SDorfe 
3ü(bterf (3ufiorf, Sanbgericbtb Gtrbing) gu ihrem Scelenheile gu 
oerfcp affen ’ 5 ). 

§. 10 . 

©en feinem Oteicbthum machte $err ©eorg non ©unbolfhtg 
einen rühmlichen ©ebraucp, intern er fein tynbenten burcb eine 
grefle Slngabl frommer Stiftungen Verewigte. 2lm meiflen be* 
bacbte er bab ibm nahgelegene $farrborf Oberalting , in beffen 
Jtircbe lab (frbbegrdbnif feiner 23orf«|ren war. £ier fiiftete er 
fcbon im fcobehjabre |eineb 23aterb (29. Sept. 1421) ein ewi^eb 
Sicht 7i ), unb im Sobebjahre feineb ©ruberb (5. 3dnner 1124) 
ehr twigeb Opfer von einem ©ulten w ), wogu bab Stiftgelb 
eineb ©ftfoenb gu Utterfcblag perwenbet werben feilte. Kerner 
(liftete er (2. 3uni 1448) bafelbft eine ewige IZBocbenmeffe, 
an je bem SRonbtag auf U. fi. Kr. Slltar gu halten 7# ), 
unb im folgenben 3ahre (29. Sept. 1444) fepentte er ber JUrcbe 
pon 40 $fb. Münchner $f., pon beffen 3ntere(Jen 


TS) Vidi«, de »e. 1419. ©. X. ©pru$teuie Cvalm 3>repfinger, Jtammernteifter, -Panne 
graunterger brr junglie, gefeffen ju ©läffenbaufen, Sljomag prepftnger ju 2BoUenja<fc, 
fiflOrlm Xtöpergct, 8ienf>art Xf$perger, Cincetij tfrauenberger jumpubenßeln.SBilbflm 
SrudJtUnger, ©er^ab von 2uca« brl fctauenberger* frei. JCtnbern. Gfrroätjnt werben nod> 
©il&elra, Sorg, «partffal unb Sien&ari bie Xidjpetger ©ebruber, Xnna bie $>tepfingerin, 
Ptinrip notp&aft unb era4ra ©efbeTftorfer fei. 

Tg — Tg) Dotumente bt* ©cef. Yr$. 



t 


24 #fWjtrl)tt 

jährlich a ct> t jweipfünbige Äerjen angefauft »erben foü« 
ten, von benen täglich vier jur Eiligen SOTeffe angejünbet werben 
muffen „ob bem ©tein in ber Kirche ju Gilling vorn auf bem 
§hor, barunter bann ich &nb meine vobern Saliger gebächtnu** 
ir ©rabnu** höben'' 79 )« , - ' 

Vebeutenber war bie (Stiftung eine« Venefijium* auf 
©t. (5ath arinen*9l It ar (6. gebr. 1424), beflen Verleihung er 
fleh vorbehielt 80 ), unb womit er (6. Slpril 1440) bie Äircpe 
unb ben Behent ju Preßling in ber Slrt vereinigte, baß ein 
jeweiliger «Pfarrer von Preßling zugleich Veneftciat ju Oberalting 
fei 81 ). Vifchof «Peter von 2Jug*burg betätigte biefc Vereinigung 
am 9. SWai 1445 82 ). 

2)a ferner feine Gemahlin ©iburg, wahrfcheinlich auf bem 
Äranfenbette (15. 3uni 1443) ihm fcpriftlicb bie Vollmacht er* 
tbeilt hatte, bie oben erwähnten 10 «Pfb.ßanb*huter «Pfennige au* ben 
©ütern ju 3ufiorf nach feinem ©utbünfen $u einer ewigen «Dlefie 
anjulegen 83 ), fo erfüllte er (30. 3änner 1445,) ben 2Bunfch fei» 
ner feligen ©eraablin in ber SJrt, baß er &u obiger ©iltrnoch 
einen $of unb ein £au* ju Oberalting legte , unb bamit ein 
Venefijium auf bem heil, ©eiftaltar ftiftete 84 ). 2)arait 
vereinigte er bie Kirche unb ben Behent $u Meiling 
in berfelben 2Beife wie beim St. ^atharinemVeneftcium erwähnt 
würbe. 2>ie bifchofl. Veftätigung erfolgte gleichfall* am 9. «fltai 
1445 86 ). 

Jßohlthätiger aber a(* alle biefe Stiftungen würbe bie ©rün* 
bung eine* Spitale* $u Oberalting auf acht arme «Perfo* 
i nen 8# ) (22. Slug. 1439), wofür #err ©eorg von ©unbtrtftng nach 
einer neuen Dotation 87 ) (17. SWärj 1441) von £erjog Wibrecht 
einen Schirmbrief erhielt (1. Slug. 1441) 8i ). 

Entlieh ftiftete er in ber «Pfarrfirche $u Sinjelbach (4. gehr. 
1442) ein ewige* Sicht vor St. 9?iclau*altar 89 ). 

§. ü. 

„ * £err ©eorg von ©unbolfing, früher in bifchäflich freiftngifeben 
Äienften 90 j, bann eine lange Oleihe von 3 fl hren ber £er$oge 

-w — — — — — — — — ^ 

79 — 89) Dofumente bti ©eef. 21 t<&. 

SO) 5G3ftbrf<&einU<& war er Pfleger ton SBetbenfel«, in wtlQti ©<$(of er auf 
nunQ bei SBiföof* eine anfe$nli$e Summe ©elb «erbaute. 


9 


.t 


9«n Serfrlb. 85 

(?rnfl unb Wibrecht von 93apern £ofmeifter, ftorb, wie fein @rab* 
ftein ju Oberalting und lehrt, am Sonntag Subica (22. üttürj) 
1450 finberlod unb ald ber fiepte feined frei^errlidpeu ©efchlett*» 

i ,, I * I, V J* 4 b •%. ft», .> t? 

— lf. 3 J* t 

. ^ i . , * 

III. jün^S hÜ 

Seefelb unter ben Herren von $ rep fing. 

f< ? ' ' , . 1450 — 1472 . 


9?acb £errn ©eorgd von ©unbolftng $obe ^atte 9?iemanb 
nähere 5Jnfprüche auf feine Berlaffenfchaft , ald feine Schwefier 
SInna, welche feit bem Sabre 1396 mit £errn Sbomad Von 
^repfing ju bem Äürnftein verheiratet mar 01 ). 2)a aber 
§rau 5Jnna unb ibr ©emahl (t 1415) fepon früher geftorben 
waren/ fo gingen ihre Rechte ohne 2Biberfpruch auf ihre beiben 
Jtinber ^bomad unb Barbara über. 

£>err $ h o in a d von ^repfing ju^Bollenjach, Dlitteo 
fepte ftcb fofort in ben 93eflp von feined Dbeimd reicher 23erlaffen* 
fchaft, feine Schweftcr Barbara aber/ welche feit 1422 mit 
2Silbelm bem Sorringer $u Settenbach verbeiratbet 
war, lebte bamald nicht mehr, unb ihre Sohne ©eorg, ©ei$ 
unb SBilbelm bie jungen 2o rr in g er hüteten ffch wohl, 
ihren linberlofen Obeim burch 5lnfprüche auf ÜTtiterbfchaft mif* 
gunftrg gegen ftch ju ftimmen. 

So blieb benn £err 2bomad von tyrepffng im alleinigen 93e« 
(ip her 23eflen Seefelb unb $in$elbach, welche er jeboch nicht be# 
wohnte/ inbem er gewöhnlich ju 2BoHenjach häufte unb Seefelb 
burch Pfleger verwalten lieg. v 21ld folchen ftnben wir namentlich 
Ulrich ben £offtetter , bem £rrr $homad wegen eined 2>arlebend 
Von 900 ff. rh. am 20. Gept. 1460 einen Otevcid audffeflte, ihn 


91) 9ta$' einem Orig, fm 8t. TL roiberlegt unb vertreibt if>r Sbomaft v.fJtebftng 
PeiratMgut (UM fl. ungr.) am ffltontag na<$ 6t. SJlartinetag H88 auf IBoOrniaO). 
>«* «t von feinem Bat** ererbt unb auf ben (Dörfern Segernbo# unb gernbaft.— SKf. f. 
Brabet JfrtnriQ, fein (Detter Gonrab ber Preßfinger, Bi$tbum in Dberoapern, unb 
Neffen Brüher Stubolf. 


I 


26 ' 

btv «Pflege ift$t eher §m entfejen, <rfb bi* ble ©chnlb 
befahlt fei "*). / 

*' Bob SBichtigfle, wo* unter ihm für ©eefelb gefcbab, ift ein * 
Baufcb mit bem Äiefter Slnbcchb ( 2 . 3uH 4456)/ woburch er fei? 
tien halben fRiegfee famnit Qlecfcrn unb SBiefen unb bem fragen 
$of bafelbjt/ bie Bogtei auf einem ©ute ju Sriebing,, unb Slfleb, > 

, wab er an ebenen, Bogtei* ober Sehngütern, ju Erling unb SBib* 
berbberg befafj, bem Älofter abtrat, unb bafür mit Bewilligung 
IU $erjogb Sllbrecht beb Älofterb jwei Sehen im gilben fee 
fammt ben £offlätten ju £erfching erhielt ”). 94uf tiefe 
SDeife erhielten bie Beftper beb ©cbloffeb ©eefelb bab alleinige 
Sifchr ectt auf bem Wen* ober ©eefelber 'Btt, welche* fie früher 
mit ben Burgherren bon sffitbberbberg unb bann mit bem Älofter 
Sltibechb getheilt hatten. 

Saut beb ©aalbuch« bont 3 a&rc 1447 hatte jeher Beftyer her 
Befte ©eefelb bab {Recht, jährlich born JUofter Bernrieb alb 
Bogteigilt j »ei $ i l j f cp u he, unb wenn er in eigener tyerfon 
bahinfam, äße ©chlüflel ju iUften unb fledern ju bedangen. 
Beibe ©erechtfame »erweigerte tropft 3ohann feit ©eorgb bon 
©unbolfing Bob, bib auf Bhomab beb tyrepflngerb fllage ein 
{Rechtbfpruch beb S>erjogb 3<>bann bab Alofter bon neuem ju obigen 
SReichniffen berppicfttete ( 27 . Bec. 1462 ) M ). 

SJuch allobiftcirte £err Shomab bie Baumolgilt/ welche jeher , 
{Richter bon Blittenwalb JU geben hatte/ unb bie bibher bif<h6fl. 
§rei(ingifcheb Sehen war w ). Bagegen berlaufte er ( 1459 ) ©rünbe 
ju Binjelbach unb <5gling, ©iefen unb £ofjlätten *u Snning, 
ben fchonen Jpof {Rieben (am ©taffelfee) unb bie ©etwaig S o b* . 
borf ober auf bem So gborf. Sin ben Slbt SBilhelm bon Bene« 
tiftbeuern bertaufchte er ( 14 . 9?ob. 1453 ) feine £ube ju lieber« 


. 91) Orlf. 8t. *. 

93) Detto. 

94) Detto. Da5 eaalfeu<ft faßt: 3n ferm Hoffet ju »ermirfe &afeen 3<f> tmfe mrh» 
frfem fei« rrefet. mann mit feafrlben tynfomen »nfe feo fein, feaj man tmd all ((bluffe l jro 
laffrs onfe HUetn antwutie» (»>tt auf feen aifcfc nnfe feann fo mißen wir tmfern t«<bt »w 
Mtferrn »nfe nemen aud feem fettet onfe f affen, ®et ßrißinalfpru^btief Im 

99) ölgnungöbtief fee« »fflbof* Sodann. Dnt. S*eifmß ö»$tag »ot «•4iei$uo»4* 
tag 1450. 

/ 

* 

\ « 


Digitized by Google 


«fit Satt». 


i 


W 


fecbering gegen be* Älofter* Oebt, genannt ber $u$berg #i )> 
welchen er am *ftonbtag nach St. @aUi (20. Oft. 1455), an 
Welchem $age man |u Oberalting ben 3abrtag feine* fetigen 1 
ftrofnater* Schweiler non Sunbolftng beging, bem non feinem 
öbeime gegifteten Spitale fgenlte ® 7 ). 


- §. 13. 

£err Sbotna* n. tyrepflng $u SJoflenjacb unb Seefelb ftarb 
linberlo* ju Anfang be* 3^hre* 1466, unb ehe feiner Schweflet 
Jtinber, bie Sorringer auf 3*ttenbacb, banon Ofacbricbt erhielten, 
fegte ft<b febon fein 23etter |>ann* n. tyrepfing, $err ju 
ffiottenjacb "), in ben ^Seftg non Seefelb unb ber übrigen Ser# 
laffenfebaft. dagegen proteftivten ©eorg, Seij unb SDilbelm 
bie Körting er auf 3ettcnbacb ale Scbwefterlinber be* @rb« 
taffer*, wogegen ber tyrepftnger fein nähere* Otecbt baher leitete, 
baß er bem tarnen, Stamm, Scbilb unb £elm nach ber näcbft* 

t ' 

geftppte $reunb feine* finberlo* nerfierbenen Setter* 2homa* fep, 
Sergeben* nerfuebte £erjog ©iegmunb eine gütliche Sermittelung; 
bie Sorringer fahen ficb genötigt, ihre .Klage an ba* herzogliche 
J^ofgericbt ju München ju bringen, welche* (J29. Senner 1467) 
ihr Segehren um <£rbeinfe$ung abfeblug unb (te mit ihren $or* 
berungen an bie ßanbgericbte nerwie*, in benen bie (triftigen 
©üter lagen ••). 

Serfehen mit einer Sollmacbt tM ) non feinen Srübern Sei| 
unb 2Bühe!m (25. Suttner 1466) ritt nun $err ©eorg ber 2ot« 
ringer nach SBeilheim, wo er nor bem Canbricbter £ann* J£>effe« 
lober bie .Klage gegen 3°& ann n. tyrepflng anhängig machte. 
Sein unb feiner Siüber nähere* (Erbrecht grünbete er barauf, baß 
ihre SRutter bie leibliche Scbwefter be* nerftorbenen Shoma* non 


96) Orig. ©. X. 

97) Detto. 

98) ftittee goban« »0« J>*ebfmg ift jener tapfere gelbbauptmann, welket fern 
4t affet griebritb IM. fo mutbfg unb glfcdflftfc »ertbeibfgte , aI6 ifin bie ©jener in friner 
gofburg (1461) belagerten, wofür et tom banfbaven hälfet ben greiberrnftanb, baS 
$)rtuiiegium , mit rotgem 8Ba<b$ ju flegeln, unb mehrere geeiterten fit ben SRarft . 
SBoUenjad) erhielt. 

19) Orig; ©. X. 

IN) Oolto. 


/ * 


I 


28 #c fcl)trl)tf * 

9>repflng gewefen fei, welcher ja auch Ferrit ©ecrg bon ©unbol* 
fing gerabe au* bem ©runbe beerbt habe, weil biefer ber ©ruber 
feiner Sftutter war. Sßenn aber Sodann bon tyrepfing fein <5rb* 
recht bem Warnen, (Stamm, Scpilb unb $>elm herleiten wolle, fo 
fei barauf ju erwibern, baß ja bie ©üter, welche fte anfpräcpen, 
nicht bon ben tyrepfingern, fonbern bon ben ©unbolpngern \)tt* 
flammen, unb bafj £err ©eorg bon ©unbolftng, ber fiepte feine* 
Stamme*, ihrer Qlhnfrau ©ruber gewefen fei. ^ucp hätten fle 
feit ©eorg* b. ©unbolftngen 2obe nie ©erdicht auf beffen ©er* 

• laffenfcpaft geleiftet, fonbern mit Wecpt bom fei. $hotna* b. tyrep* 
fing gleichen Slntheil baran forbern fonnen , wa* nur au* befon* 

berer Freunbfrpaft nicht gefcbehen fei. 2>tefeö ©rbe aber auch in 

/ 

ber fremben &anb £errn 3°fc ännö bon ^prepftng ju laffen, feien 
fte nicht gefonnen. 

2 >a Johann bon tyrepftng gegen biefc einleuchtenben ©rünbe 
nichts ©Sichtige* borjubringen bermochte, fuchte er ben ©ang be* 
tyrojeffe* $u pftnrnen unb baburch ftch länger im ©efip ber@üter 
ju erhalten, ©oretfl behauptete er, eine ©erantwortung nicht 
fcpulbig ju fein, weil er nicht ben Freiheiten be* Eibele entfpre* 
chenb gelaben wäre. 2>a ber fianbricbtet biefen Fehler nicht juge* ' 
flehen wollte, fo appeflirte ber ©repfinger an ba* ^er^ogltc&e £of* 
gerecht, welche* (15. Slpril 1468) bem fianbriepter bie ©Seifung 
' ertheilte, fiep fünftig beffer nach ben Freiheiten be* ©bei* $u 
richten. 2>ie ©roffnung biefe* Urtbeil* berjog ftch wieber bi* $um 
1. 3uni 1468, unb al* nun ber recht gelabene Freiherr feine ©er* 
antwortung ju ©rotofoH geben foQte, erbat er (ich flatt beflen 
eine lange Frtfl jur 3ufammenbringung ber notbigen 2>ofu* 
mente. Sein ©erlangen würbe ihm (1.3unil468) gewährt 101 )/ 
worauf im folgenben 3*hre bie ©erantwortung erfolgte, welche 
aber fo unhaltbar au*ftel, baß ben 2orrtngern ba* ©unbolftn* 
gifche ©rbe bom fianbgericht jugefproepen würbe.’ 

dagegen appedirte Jperr Jpann* ber ©repftnger an ba* her» 
jogliche £ofgericht, welche* erft am 11. ©pril 1470 m ) ben 
Spruch be* fianbriepter* betätigte, ©om |)ofgericpt*urthei( aber 


10t) Orig. ©. *. 
102) Deilo. 


Digitized by Google 


I 


I 


ii» JfefftU. ’ 


* M 


% 

appeflirte ber ^repflnger an ben Äaifer, ton bem er fleh ein 

um fo günfltgereb Uribeil entartete, je bober ibra tiefer terpfiicb* 

tet war. 3wet 3abre waren fcbon wieber terfloffen, unb trop aller 

©emübungen ton Seiten ber 2*orringer war noch leine (JntfcbeU 

bung beb Kaiferb erfolgt, alb {>err 3obatm ton ^repftng am 

6. ©oi 1472 ui ©eefelb ftarb. 

^ > 

2>a er blob jmei Siebter bint erlief, welche nicht btefelben 
{Rechte beb ©anneflammeb, wie ibr ©ater torfchüpen' tonnten, 
fo trat fein ©ruber ©eorg ber ^repitnger,^ 2)omberr $u 
{Regeneburg unb lebtet männlicher ©profle ber ^repftnger $u 
©oflenjach, mit (Srbanfprücben an feineb ©ruberb ©erlaffenfchaft 
auf, terglich ftch aber fchon am 8. ©ai 1472 mit ben ©ebrübern 
©eorg, ©ei$ ünb ©ilbelm ton Sorring babtn, baf er * ihnen bie 
©eften ©eefelb unb Sinjelbacb mit allen 3ugeborungen unb ben 
©unbolfinger £of $u ©uneben überlief, wogegen biefe auf beb 
fei. $bomab Slntbeil an SBoflenjacb unb anbere prepjlngifcbe 
6üter berichteten li# ). 

3u bemerfen ift hier noch, baf Sobann ton tyrepfittg ttäbrenb 
feineb ©eftheb bie ©aumälgilt ju ©itten w a lb, ' bie 
©chwaig ju $Ifd>au, jwei ©ogteien ju $ a rtentireb en 
unb bie ©üble &u (5f<b en lobe an bab jUofier (Jttal, fo wie 
bab ©iebertaufbrecht auf bie ton Sboraab ton ^rtpfing berfauf* 
ften ©üter $u Egling, Sinjelbach/ {Rieb unb Cobborf te.äuferte, 
wofür ben Sorringern eben fo wenig ©ebabenerfap geleitet würbe, 
alb für ben ©erluft einer fecbbjäbrigen {Rente unb ben ^lufwanb 
bebeutenber ^rojeffoflen. 


IV. 

ber $erren üon £orring, Settenba^er 8inie. 
1472 — 1555 . 



§. 14. 

®urch ben erwähnten ©ergleich tom 8. ©ai 1472 traten bie 
bret ©rüber ©eorg, ©ei$ unb HOilbelm bie Sorringer 

j . . i --i - - - - — i i — i -- i- -__i ii 

103) Orig. S. 8. 3fet örtter «eorg #. 2orring jum Stein, pfleget ju StttbMb* 


i 


80 

ju 3ettenb«act> in ben Befty t^rer mütterlichen Erbgüter ©ec» 
felb unb Sinjelbacb, bie fte gemeinfchoftlich berwalteten bi« jum 
3ahre 1478, wo fytxx Wilhelm, bem noch $lu*fterben ber dlteflen 
ßinie ber fcorringer ju 2orring unb Süffling (1460) bi« Befte 
unb £ofmarf $e tenflein nebp einem $ritth«il an ben £>ofmar!en 
Slorring unb 2engling ^gefallen war, feinen $lntheÜ an ©eefelb 
unb Sinjelbach ben beiben Eltern Brübern überließ, bie ibm ba# 
für 3500 fl. unb ihre $wei 2)rittheile an ben ©tammgütern 2or* 
ring unb Sengling gaben 104 ). 

$a ber ältefte Bruber ©eorg burch einen früheren brüber« 
lieben Vertrag alleiniger Bef^er be* alten ©tammhaufe* Setten« 
bacb war, unb feine ©emahlin Barbara bon Slauffirchen ba* nabe 
bei ihrem bäterlichen ©chlofle ©utenburg gelegene 3«tt«nbad) 
wahrfcheinlich nicht gern berlafien mochte, fo bejog Jperr ©ei$ 
ober 6ei f r ie b bon £o rr in g allein bie Burg ©eefelb, unb 
übernahm bafelbft bie Verwaltung be* ©ute*, bat er unb fein 
IBruber (8. October 1477) nur unbebeutenb burc b Anlauf einer 
Jfccfftatt unb eine* ©arten* $u § r i e b i n g bergrof erten 106 > 

* dagegen bertheibigte Jperr ©eifrieb mit Erfolg feine {Rechte al* 

* 

©ericbt*berr $u Snning gegen bie Übergriffe be* Canbgericbt* 
Weilheim 166 ) unb eben fo bie Wechte feiner Untertanen ju 3n* 
ning, al* ihnen ba* ßloftcr Steffen ihre |>ol$* unb Weibegerecptigs 
feit im fcohenrain flreitig machen wollte 107 ). 

2)a* ©chlof ©eefelb berbanft £>errn ©eifrieb feine heutige 
Jtapclle, benn er ließ bie alte, „weil fte an einem ungelegenen 
Orte flanb," mit Bewilligung be* Bifchof* 3°h<inn bon 
8ug*burg abbrechen, unb erbaute bafür eine neue, „in bie £ohe" 
gwifeben bem boebern £burm unb ber {Ringmauer. 2)ie (Jinraei* 
hung gefchah am unfchulbigen Äinbleintag ju Weihnachten (28. 
2)ec. 1479) $u (Jbren 3^hann be* Xdufer* burch ben Weipbifcbof 
bon $lug*burg, Ulrich Bifchof bon ^brumet, welcher ihr jugleich 


1*4) Cr H aoittuogjo I« ®ref. Er*. «) Dat. Sonntag na* Ccnli 1418, 5) Dat. 
tSü^taSi rot Ofltt Suffatrttaa 141*4 c) Dat. Ttonbtag na* SR*miniec«e 1119. 

105) Orig. S. TL 

106) Detto. ©frl*t5bri«f dal. Ortfttroo* na* ©»baflfart 1489 
101) Datio. 9ffi*tlbrt(f d*t. y ffngfUaa na* SRarU QMn xt 159t. 


t 


Digitized by Google 


« 


mn Setbetl, 


/ * 


reichlichen oerlifh unb bi« jährlich« Kirchweih auf bet) 

crflen itflonbtng nach <£t. (Jlebethtag feftfe$te. 

2 )a aber bie Kapelle an ber norboftlicpen, alfo gerabe an bet 
gegen einen feinblicben Angriff am wenig fl gefcbüpten ©eite ber 
23urg erbaut mar unb bi« Süertheibigung beb Scblojfeb burcfc 
Aufführung beb h* *‘l- ©ebdubeb, melcheb natürlich leine Schieß* 
fcbarten batte, je$t noch mebr etfchmert mürbe, fo fab ftch £«rr 
Seifrieb genötigt, tiefe @cfe burd) Aufführung eineb $hurmb 
ju fcbüpen, melcber heute noch befiehl. 

' 3u gleicher 3<>t erbaute er eine neue Küche im Stoffe 
unb ein Speifegemo'be unter ber Kapelle. 

gum SBegräbniß für ficb unb feine ©emahlin ®orothfa, 
geb. P. £ ofen fl ein, erbaute er auf bem heil. S3erg Anbeebb bie 
St. SebafUanbtapeUe) unb fliftete bafelbfl (1495) ein emi* 
geb liebt, jwei 2Boch«nuieffen unb einen 3ahrtag auf St.fficlaubi 
tag 108 ). 2>a$u febenfte er bem Klofler einen £of ju Perchting, 
ein ©ut ju Utting, genannt ber Aicbpücbel, nebft einem «nbem 
©üteben unb einer SBogteigilt bafelbfl. 

3u Seefelb mahnte jeboeb £err Seifrieb nur fo lange allein unb 
ungeflort, alb fein 93ruber ©eorg (f 1485) lebte, benn beffen Sohn 
23 eit, alleiniger @rbe ber odterlicben ©über, befuebte bie febon 
gelegene 23efl«^ bie ihm $ur £älfte gehörte, häufiger alb fein 23a* 
ter. 2)iefe Sefucbe aber mürben bie 23eranlaffung ju bielfachen 
Streitigkeiten, betten beibe baburch ju entgehen fuebten, baß fte 
fomohl bie 3iuimer beb Scbloffeb unb bie übrigen ©ebdub«, alb« 
auch fdmmtliche $u Seefelb gehörigen ©üter, Salbungen unb 
©erechtfame (22. $ec. 1492) theilten ,0 °). 2)a jeboch £err 23eit 
rnerfte, baß fein finbcrlofer Dhcim bamit umging, ben ihm juge* 
faUenen $heil $u oet laufen, fo fuchte er bieß baburch ju oerbin* 
bem, baß er bie Slheilung für ungültig erfldrte, mohl miffenb, 
baß oon ungetheiltem ©ut ohne 23emiÜigung beb flWitberecbtigten 
niebtb oeräugert merben burfte. $err &eifrieb beflanb jeboch auf 
ber oorgefebriebenen Sheilung, unb founte erfl durch bie Sermitte* 
lung beb $erjogb Albrecht unb bureb große 23ortbeile davon ab* 

108) Orig 6. 9L Xevni brö ttbtS 3obann, dat. SRoaMog «er ©t ©rbaftio« 14». 

109) Qetio 3n b»#f»»n intrrrffanten SQriUibtfU mttttn alle RAame b*l 0$loff«d 
aamenttl$ angeführt, eben fo bte SBalbungcn unb Btttfm. 

/ 

* 

% « 9 


Digitized by Google 


•eCc^tf 


gebracht »erben. Wm 15. Oftober 1493 würbe ihm bureb einen 
Vertrag no ) bewilligt, bafl er ©chlofi unb £errfcbaft ©eefelb 
allein beftyen unb verwalten, feinem 9?eff*n Seit aber bie £dlfte 
ber tyfennigflift unb ©etreibegilt geben foQe. gut bie Mühe ber 
Senraltung würben ihm fdmmtlicbe SBiefen, bie Sifcperei,* ber 
(leine 2)ienfl, bie ©erichtSwdnbel unb Caubemien überlaffen, wo* 
gegen er, beit neuen Turmbau ausgenommen, baS ©cplofl auf eigene 
Jtoftcn baulich ju halten berfprach- @nblich mufte er flcb Derpflichteri, 
nichts oon ben Gütern ju Derpfdnben ober $u Derdugern, auSge# 
nommern für 2000 fl. $u feinem ©eelenheile. 

9luf biefe 2Beife erkaufte £err Seit bie Hoffnung, etnfl ©ee. 
felb ungeteilt unb ungefchmdlert ju bejt^en, fehr theuer, ja um 
fo theurer, weil er früher als fein Oheim (1504) Derfcpieb. 

£err ©eifrieb aber, welcher noch faft 15 Jahre ©eefelb un* 
geftort befaf unb ein folcheS Filter erreichte, bafl er, wie eS hfiflt/ 
„wieber jum Ä in b erwürbe, fiarb am Ojtertag 1508 unb 
würbe in ber von ihm gebauten .Kapelle ju SlnbecpS begraben, wo 
ein fcpdner ©rabftein mit folgenber Jnfchrift fein Slnbenfen Der# 
ewigt: 

|>ie (igt fei# Don bering pu fefelt 

Dnb fein haus fraw geporn Dom lofenftain. 

* " i 

§. 15. 

2>a $err ©eifrieb (inberloS geftorben war * 111 ), £err Seit aber nur 
eine Tochter Ma rga re the unb 'einen ©ohn Johann hinter# 
laffen hatte , fo würbe Unterer alleiniger £err Don ©eefelb unb 
^injelbach , aufler benen er noch bie (Schlöffet unb £ofmarten 
JSettenbach, Megling, Slfcpau, 2orring unb Sengling befafl. 9luf 
alle biefe ©üter leiflete für ihn unb feine mdnnlichen Qrrben feine 
©chwefter Margarethe Serjicpt, als (te fleh (1517) mit ihrem Set# 
ter Caspar Don Sorring jum (Stein, Wifling unb 
$ertenjtein Dermdhlte. 


118) Orig. ©. X. ' 

111) ©etfrieb'6 lungeret SBruber, ©il&elm Slorringer ju 9>ertenflein, war 148t mit 
JDinterlafiung eine? einzigen ©ol)neS, Gljrißoplj, geßorben. gestern ftarb fdjon 1496, 
unb -Oerr ©rifrieb erbte baburc* nadj langem 9>rojef mit feinem Oteffen Seit bie Outet 
yertenßein, üorring unb Mengling. ?)ertenflcin fcfcenfte er 1498 feinen Settern 6ei| 
trab Kbara ben Sorringem jum 6tein. t 


I 


Mi StfCrlfc, 33 • 

$cr beim 2obe fernem ©roßoheim* Seifrieb jwolfjährige 
$ann* verlebte feine 3ugenbjeit al*(Jbel(nabe am er^bifd>6f(t d>ea 
J£>ofc ju Salzburg, währenb feine Vormünber Slmbro* v. §r ep; 
bürg ju Äammerberg, Veit v. Seibolt*borf $u Schentenau unb 
Vernharbin von Slrenbach ju 53urgfrieb bie Vormunbfcbaft unb 
Verwaltung feiner ©üter führten/ bi* am 21. * Qlprtl 1511 feine 
(luge unb vortreffliche Butter SJtagbalena, geb. v. Sann* 
berg, mit ihren Veiftänben Sci$ v. 2orring $um ©tein unb 
Shrifloph V. ßaiming ftch biefer OTübc unterzog. 5ßie auegejeich* 
net biefe herrliche grau bie Vormunbfcbaft über ihren Sohn ge« 
führt/ bavon gibt bie torringifche $>au*gefchicbte laute* 3«ugniß, 
wie fte überhaupt 'auch fchon bei ihren 3eitgenoffen gebührenbe 
Slnertennung gefunben haben muß, benn Dr. Jpunb ntnnt fte in 
feinem Stammbuch „ein waefereö 2öeib*bilb." 

>211* £crr Jpann* münbig geworben war# jog feine Butter' 
nach 3ettenbact>, welche* ft« nebft ben ©tammgütern Sorring unb 
SLengling bie ju ihrem Sobe (1553) verwaltete; er felbft aber be; 
wohnte unb verwaltete feitbem Seefelb, wohin er am 14. Sflai 
1515 bc* (lugen Jpieronpmu* von Stauf Tochter Barbara al* 
£au*frau heimführte, 

SBäbrenb feiner üttinberjährigteit würbe in Solge eine* tyro* 
jeffe* mit bem #erjog SBolfgang (1508 — 1514) ber Seefelber 
3agbbogen um einen großen $b«il gefchmälert m ), unb ben lang* ' • 
wierigen tyrojeß gegen ba* ßborflift £äbach entfehieb Jper^og 
2öilh«lm (21. <J?ov. 1519/ gleich faß* nicht ju feinen ©unften, fo 
baß feit biefer 3eit bie bebeutenben Vogteierträgniffe für Seefelb 
Verloren gingen n *). 

' Slußerbem verringerte er felbft feine jährlichen (Jinfünfte burch 
ben Vertauf eine* Jpofe* ju Äempfenhaufen (26. 3uli 
1538) lM ), jweier Scheffel $aber vom Schmibt unb Kuhhirten 
ju Eching (1539) n5 ) unb ber Schwaige Jpocfc en leite n, welche 
jährlich 40 fl, 10 tyf. Stiftgelb, einen Zentner ©chmalj unb . 


112) Bit. hn 6. *. 

113, Orig. 3t. V. 

114) En Ulti$ Stabler, bodi mit »orbetolt bet jdl)tl. 4 $fb. ?>f., wel$e baö ©f, 
öatbar^Senefij. ju Dberaltinß barau8be|egen. <5op. ©. X. 

115) En ben $errn non fJetfall auf QJteifenberß. 

ix t 3 

X 


Digitized by Google 




34 . 

gegen Ofletn jebed 3ahr 2 Siebten nnb ein ©uebenßtoß nach 2Rün# 
eben geben mußte ,1Ä ). ferner febenfte er bem tyantbaleon 
Brunner, ber 2lr$nei Doctor unb furfUicben ßeibarjt, (Rieben 
am ©taffelfee unb (14. 3uli 1533) feine S3ogtei ju ©cbwaig* 
5lnger m ) „in (Bebacbt ber ßiebe unb Dienft, bamit ibm obgenann* 
ter Brunner bidber gutwillig erftbienen ift unb hinfüran feine® 
erbieten^ noch tbun foH unb mag." 

dagegen vermehrte er feinen ©runbbefty bureb Anlauf eine® 
Slcferd ju 9* auf# (22. Dct. 1509), einer f)ube ju SO? eil in g »ora 
Klofler ^Inbecb® (4. 2Rai 1533), einer $offtatt mit ©arten ju 
Snning (10. 3uni 1540), 7 3u#art Slcfer, 10 Dagwerf 2öiefen 
unb etne® ©artend ju (Preßling 14. 3ulil551), eined 5lntbeild 
an ber Seichten ju £ocbenborf (9. Dct. 1552), einer »om« 
©#loß ©eefelb ju £eben rübrenben £ube ju ©ünt bering 
(30. 9?o». 1553) unb 5 Dagwerf liefen am £arb gen 2Rei* 
ling wärtd (10. 3uni 1546) 11S ). 

9ln ben 2lbt 3obann P. ©t. Ulrich pertaufebte er (11. 3««» 
1528) ein $aud unb ©tabel ju üRittelftetten gegen jwei 3u* 
ebart 2lcfer bafelbft 119 J, unb an ben SProbfl Sobamt Pon Dieffen 
1% Dagw. Siefen ju ©olb gegen $wei ©radflecfe bei ber <5rtl* 
rnüble $u (Raifiing (13. ©ept. 1544) 1M ). 

Jperr jpannd erbaute )U ©eefelb eine neue ÜRüble, welche 
ihr 2Bafler bureb ben bon Sibberdberg berabtommenben 23acb er* 
hielt. Da aber bad Älofter Slnbecbd bierbureb feine üftüble im 
naben 2Bibberdberg beeinträchtigt glaubte, fo fuebte ed bie neu 
erbaute bureb @ntjiebung bed SBafferd unfcbäblicb ju machen, in* 
bem man einen großen Seiber oberhalb ber BBibberdberger ÜRüble 
audgrub, bureb einen hoben Damm ben Abfluß hemmte unb bad 
©ießbrett hoher fieKte. 5lld aber bieß ben ermünfebten Erfolg 
nicht hotte, begann bad iUofier noch einen ^weiten SBeiher ober* 
halb bed erftern anjulcgen, wad jeboeb POtn berjogl. f>ofgericbt 
»erboten würbe, wäbrenb zugleich (21. 9?op. 1550) eine facbPer* 


116) @attlbu$ d. a. 1555. , 

117) Orig. St. V. 

118) ©{eben Drtß.sUrf. M ©eef. Utfy 

119) Mon. boic. XXII. 655. 

129) ©. X. 


Digitized by Google 


w« Sttftlfr« 


35 


flänbige ßoramiffion ben 2JbflujJ be* erflen SDBet^erd jum 93 or* 
i&eil ber ©eefelber üfluble regelte lal ). » 

3ur ©ujme eine* auß jugenblicpem Ceicptftnn an feinem vetfl« 
gen Knecpt Epriftian ßeitgeb begangenen SWcrbeß erbaute |>err 
£annß am SBege von Geefelb nach Oberalting eine Heine Kapelle, 
wo er unb feine Untertanen auf ibrern Kirchgänge für bie ©eele 
* beß Entleibten beteten. 2)iefe Kapelle ift erfl ju Anfang biefeß 
3oprpunbertß abgebrochen morben. 

£err £annß, melcpcr mit feiner ©emaplin 93arbara in fo 
unglucflicper Ehe lebte , baf er fiep von ihr trennte, ftarb finber* 
foö im 60. Üebenßjapre am 20. Oct. 1555 unb mürbe ju OberaU 
ting begraben, mo fein feponer ©rabftein noep peute eine Bi'fbe 
ber Kircpe ift. 



©eefelb im söeftpe ber Herren von Lotung, Steiner 2inie, 


unb 3 uglci$ 


©tammhauß ber gütigen (Brafen von $otting«©eefelb. 

1555 — 1847. 


§. 16. 

2)a mit $errn £annß v. 2orring ber SWannßfiaram ber alten 
ßinie 3«tt«nbacp*©eefelb erlofcpen mar, fo fepten fiep feiner fei. 
©cpmefter SWargarctpe ©öpne ©eorg, 21b am, $annß 93 eit unb 
£a nnß Silpelra fogleicp in ben 93eftp feiner 93erlaflenfcpaft, 
ieboep niept opne SOiberfprucp von mehreren ©eiten m ). 2110 


in) ©. «. 

112) JDfe ©rben bet Qatborine », ©tauf unb bet Utfula oon $)f<njenau (jwei Sa« 
tertföwrflfrn br$ frei. 4?annö) forbrrten % ber Söerlaffenfc&aft , würben ieboep na<& lan- 
gem 9>rojefi> bur<$ 83ergleic6 d. d. Uprtl 1590 unb 28. SJtai 1594 mit 60,590 fl. abgefers 
tigt. 2)ie ©<&weftet obiger bier SSruber aber, SÄarie SHagbatena, ©emablin beS gr eis 
b*«n ©eorg ton SEfjanfjaufen, erhielt laut Vertrag d. d. 12. JDee. 1553 für ihre Sin« 
ptu<$e 20,000 fl. unb flott beten b ie 4?ofmatlen Sijing unb SJlurring fammt bem 2Jlar* 
fbolt&of. 

3 * 


\ 


36 




/ 


I 


ber alte Jperr (Salpar ö. 2orrtng feine ©ohne all Herren fo 
vieler unb großer ©titer fab/ überließ er ihnen noch bei feinen 
Cebjeiten auch feine ©chlÖfTer unb $ofmar!en @iein, tyertenftein 
unb SijjHng, unb brachte/ weil ber jüngfle ©ohn blobfinnig roar, 
unter Vermittelung be6 {>er$ogd Wibrecht am 8. üJlärj 1557 ju 
München einen ^^eilpertrag jwnehen feinen brei älteren lohnen 
ju ©tanbe, fraft beffen ber dltefle ^ ©eorg, bie ©cblöfler @ee*' 
felb unb Slinjelbach, ber jweite, 5lbam, bie ©chlöjfer unb ©üter 
©tein unb tyertenftein, ber brttte /. f>annö Veit, bie Schlöffet 
unb ©üter Liebling, Settenbach unb Üftebling erhielt. Nur bie 
©tammgüter Sorring unb Mengling blieben unoertheilt in gemein* 
fchaftlichcr Nupnießung, fo tote bie umgehenben ©tammlehen ftetS 
nur bonbem getieften beö ganzen Jpaufeä berliehen mürben. 2>urch 
biefe 2beilung biCbeten ftch brei neue fiinien be6 $orringifchen 
©efchlechtel/ bon benen und hier nur bie ©eefelbifcbe unb aud ihr 
wieberum nur biejenigen ©lieber befehligen/ welche im Vefty 
bon ©eefelb gewefen ftnb ,M ). 


, , §. 17. 

Jperr ©eorg b. Sorring würbe/ wie gefagt, burch Vertrag 
mit feinen Vrubern (8. 9Wär$ 1557) alleiniger Veftyer ber $>err* 
fchaft ©eefelb unb ©ränber b er C ini e $orring*@eefelb. 

2>amal$ gehörten ju feiner neuen Veftyung noch bie Dofmar# 
len £injelbacb, Naifting/ Mitling, 3«n!enhaufett/ Äerfchlach unb 
Sifchen, welche fpäter bon ihm unb feinen Nachfolgern größten* 
theilö gegen nähere ©üter bertaufcht worben flnb. 

Ntit ihm beginnt für ©eefelb eine neue $eriobe ber Verwal* 
tungöart/ inbem tr, ben ©taatlbienft berfchmähenb, 3*it unb 
2hätig!eit allein ber Verwaltung feiner ©üter wibmete/ unb nicht 
bloö jufrteben war/ bie jährlichen 2)omini!alrenten nach jwecfmä* 
ßig angelegten ©tift* ober ©aalbüchern einjunehmen, fonbern 
auch feinen Salbungen pflege unb 9lufficht angebeihen ließ unb 
bie bisher berpachtete ©chloßöfonoraie in eigene Vewirthfchaftung 


123) ©a fiiet (eine iottingfföe .£>au6gffcfii<fite gegeben »erben foll, eine foltfi* aut !fi 
ftfion alS ÜJlanufcrfpt In ben .fcänben ber Kamille ift/ fo »erftefit fi$ non felbft , ba|h fiter 
tfon ben aefaern ©eefelb’S nur baf erjdfilt wirb, »ad auf baS ©tfilof unb feine gugefifis 
rungen »ejug fiat» 


soll ärefclb. 


37 


f 


# * 

nahm. IRdchftbem formte er hauptfäcplich für Slrronbirung feiner 
©efaungen, wobei er nicht feiten große Opfer brachte, um $u fei« 
nem 3^ecfe $u gelangen. 

So Pertaufcpte er lft4 ) (5. 2lug. 1561) feine ganje £ofmart 
Mitling,' ausgenommen ben ßircpenfah unb bie leibeigenen 
bafelbft, an baS ßlofter ©enebictbeuern gegen bie nur eine ©tunbe 
von ©eefelb gelegene ©cpwaig Siefenbrunn, welche er in 
eigene ©ewirtpfcpaftung, unb jwar nach 2lrt ber heutigen holfiet« 

I V 

nifchen Äoppelwirtpfcpaft jog. ' ferner oeranlaßten ihn Perbrieß# 
liehe Sagfrftreitigfeiten mit ben ©eftpent ber eine halbe ©tunbe 
non ©eefelb entlegenen Jpofmarl Helling, Slleranber unb 
©eorg ©cpottel, Bürger unb Trümer ju München, baß er (22. 
3uni 1580) biefe Meine, noch obenbrein Pom £erjogtbum 
©apern lehenbare Jpofmarf nebft bem halben 3«h«nt ju 
Oberpfaffenhofen, bem #of unb 6ee ju ©cpluifelb 
unb fünf ©ütern &u (5 1 1 erfcp la g gegen feine brei £ofmarfcn 
3an!enhau fen, §ifcpen unb Äerfcplacp pertaufcpte unb 
außerbem noch 8300 fl. baareS @elb barauf jaulte. 9?ur bie bis« 
her ^ur Jpofmarl §ifcpen gehörige ©ügengerecptigleit im 
^Immerfee behielt er fiep oor. 

(5ben fo peranlaßten ihn ©treitigfeiten mit bem Jpocpftift 
Augsburg ju einem Saufcpe. Sie ade frühem ©eftper ©ecfelbs 
hatte auch £err ©eorg P. Sorring bie ©ogtei über baS Älojler 
#äbacp, ein Sehen $u Augsburg bei ber ©traße, ein Sehen an ber 
©urg ju Sengcnfelb unb ben ßircpenfap ber ^farrÜrcpen ?Ilting 
(fammt ben 26cpterMrcpen ©teinebaep, £erfcping unb Unering) 
Slitling, SfFelborf unb (Jrpfbing Pom ©ifcpof ju Sehen erhalten, 
fanb jeboep halb, baß bie (Sporberrn ju £äbacp, gefügt auf ben 
mit feinem Oheim £annS gefcbloffenen Vergleich, bie ©ogtei 
nicht anerlannten, baß ferner baS fiepen an ber ©urg Sengenfelb 
gar nicht &u erfragen war, unb baß ©ifcpof Heinrich (1512) ben .Kirchen« 
fap ju (Srpfbing bem $annS ©aumgartner, «Pfleger ju Arnberg, 
geeignet hatte. Um einen langwierigen $ro£eß wegen (Jntfcpübi* 


124) Ditfer Sauföbrlef, fo wie «Ue folgenben grunbs ober geri^tötimlitfee 50 er; , 
b&ltniffe betreffenben 9la<&rf<&ten ftnb aul b«n BoJumenten bei <S>eefelber *rc&toel ent* 
nommen. 


i 


Digitized by Google 


« 


38 

s 

gung ju vermeiben, ertöt flcf> Jperr ©eorg, du $ auf bie übrigen ' 
ßehen $u verlebten, wenn ihm ber Sifcbof bab tyräfentationbreebt 
unb ben Ätrcbenfab ber tyfarrfirebe Oberalting famrnt ihren ob- 
genannten Filialen alb Qfigentbum überliefe. ßejtereb gefebab 
am 9. S0?ai 1560 bureb Vifcbof Otto unb mit (Sonfenb beb 2)e* 
ebantb (Sbriftopb V. Srepberg im tarnen beb 2)omfapitelb. 

@in im üanbgericbt ©cbwaben gelegeneb ©ut ju Pliening 
vertaufebte er (3. 3uni 1574) gegen ein ©ut im naben SrejJ« 
ling. SJebnlicbe Saufcbbanblungen bewerffteHigte er )u 3nning, 
Oberalting/ Srefjling unb ©teinebacb, welche ade bi« auf&ufüb* 
ren ju weitläufig wäre. 

2>iefe beffere unb felbfttbätige Verwaltung, verbunben mit 

4 

vernünftiger ©parfamfeit gaben $errn ©eorg bie Mittel, ni<bt 
nur fämmtlicbe übernommene ©cbulben abjujablen, fonbern auch 
feinen Veftyfianb bebeutenb $u vermehren. 

©cbon am 10. SWai 1567 erfaufte er für 18000 ff. von 2 (Ha* 
tbiab öiaibt bie % ©tunben von ©eefelb gelegene Jpofmatf 
2Bortb, beren ©eftanbtheile waren: ber döorth* ober Slufee, 
mit bem 1446 von SWartin .ftapmair auf ber 3nfel beffelben er* 
bauten ©cblofle unb bem tyräfentationbreebt auf bab Äa^mairifcbe 
Veneftrium bafelbft, bie ©cbwatg Obernborf, bie Oorfei äs 
(bem unb <P u cb, mehrere ©üteben $u 3 n n i n g unb © cb l a g e n* 
bofen unb nicht unbebeutenbe Salbungen. 

Serner erfaufte er (11. gebruar 1559) einen £of ju $r eßs 
ling, ben britten $beil SOiebmab, genannt bie Reichten jn Jp 6» 
(benborf famrnt bem barauf jtebenben Jpolj (15. Slug. 1555), 
ein £aub, £offtatt unb ©arten ju 3nning (3. §ebr. 1575) 
unb ein £aub, ©tabel, Jpofftatt unb ©arten $u Oberalting 
nebft 6 Sagwerf dBiefen (30. Senner 1579). 

9?ur ben entfernten £of ju 2Jli ttcl jtetten (ßbg. 2)acbau) 
verfaufte er an SWarfub ©tromair, unb (1569) bab £ol$ am 
©cborn an bie ©emeinbe Snntng. 

©eine Otecbte alb ©runbberr bewahrte er bei aller ©üte 
gegen feine Untertanen auf ftrenge 2Beife , wie bab bie wiber» 
fpenftige ©emeinbe Sinjelba# erfahren mußte. <£bert fo bulbete 
er von ben in feinem gefeffenen abeligen ©utbbeftpecn 


Digitized by Google 


1 


9tn BttUi*. 39 

I 

ju 2Balchftatt, £erfching unb Oeding leine Eingriffe in feine 
©erecptfarae, weßbalb er in t>ie(fad>e ^rcjeffe verwicfelt würbe. 

23on großer Siebe $u feinem Jpaufe befeelt, bem er (3. 3uni 
1136) vom Äaifer Marimilian 11. bie Erhebung in ben greiberrn« 
fianb erwirfte, bewog er feine beiben trüber (21. 3uli 1579) aul 
ben ülteften ©tammgütern $orring unb Mengling ein $ibeilom^ 
miß ju ©unften bei Mannlflammel ju errieten, nachbem er 
felbft fcbon am 21. 3uü 1561 bie le$twidige Verfügung getroffen 
batte, baß ©eefelb unb ade feine übrige $abe unb ©üler nur 
adein fein ©obn Eufiach unb beffen männliche dtachtommen, 
nach beren Wulfterben aber ftetl ber Sleltefte ber beiben anbern 
Sinien erben fode mit fletern Slulfchluß aller weiblichen Erb* 
folge. 

Mit bem träjtlichen ©efuble, fein £aul woblbcfteHt unb viel 
©utel gewirft ju haben, flarb Freiherr ©eorg v. 2orring am 
14. 9iov. 1589 unb würbe $u Oberalting begraben, wo neben ihm 
feine beiben ©emablinnen, £clena v. b. 9ilnt unb Margaretha 
v. Sftecbberg ruhen. 

§. 18. 

2Bal Freiherr ©eorg begonnen, fe$te fein einiger ©obn unb 
Univerfalerbe (5 u fl a ch fort , welcher eine vodftänbige ©efchreU 
bung fdmmtlicber von feinen Untertanen befeflenen ©rünbe an* 
fertigen lief unb jur Erweiterung feiner Gchloßofonomie in 2>el» 
ling bie greiftiftlgerechtigfeit auf einem £of bafelbft erfaufte. 
Ebenfo erfaufte er 1597 bie $reiftiftlgerechtigfeit auf ber ©chwaig 
©chluifelb, welche er von nun an felbft bewirtbfrhaftete. 

2 )a er außerbem burch feine Mutter £elena nach 5luifterben 
bei ©efchlechtel von ber 9Um bie ©chloffer Dieburg unb Sar* 
mach nebft ©ütern ira Sichtenberger, 3eder, JRaurifer, Oachfens 
bacher, Softer unb Mitterfiderer ©ericht geerbt hatte, fo befaß er 
Mittel genug, feine ©fiter um ©eefelb ju vermehren, wal er 
auch f<hon bei Sehweiten feinel ffiaterl that. 

Oie wichtig#* Erwerbung war bie bei Ebelmannlfipel 
unb ©utel Malcbftat t, bei Ofterb oljelunb ber ©chwaig 
3lr&la, welche er (16. ©ept. 1606) von Sllexanber £unbertpfunb 
für 13,500 fl. erfaufte. 2)a aber bie ©chwaig Slr^la, welche er 


i 


■ 


Digitized by Google 


/ 


K, 


40 •tfcl)!cl)U % 

% 

♦ 

gleichfalls auf eigene Otecbnung Oerwalten lief, brperifcbeS 93ei* 
te'Qehen war, fo aflobiftcirte er bie r elbe (13. April 1607) baburcb, 
baf er bem £er$og SWarimilian feine fiebengerecbtigfeit auf einem 
£of ju ßlefheim (Sbgrcbt. Starnberg) unb auf bem britten 
$beil 3«h«ntinber ^farvei 2Balb fircben (ßbgcbt. Aibling) 
taufcbweife überlief, ferner brachte er theilS burd? .Rauf, ibeilS 
burcb kaufet) alle noch übrigen ©üter unb ©rünbe ju 2Balcb* 
flott an ftcb, fo baf er im 3ah** 1609 alleiniger ©runbherr be$ 
ganzen 2>orfeS mar. 

3u 3nning erfaufte er eine beträchtliche Anzahl Käufer, 
©ärteti, Aecfcr unb liefen, begleichen ju §riebittg, Röchen* 
borf, ©ünthering, Auing, Oberalting, (Jtterfch lag, 
unb Unering. 

4 

Seine ^Salbungen, aus benen er ben eigenen Untertanen 
bie Klafter £ol$ auf bem ©tamm für 15 fr., ben fremben aber 
um 24 fr. überlief, vergrößerte er burcb ben bei SSalcfeftatt gele* 
genen 2Dolb ul lach, ben er (16. Oftober 1599) oon £ann6 
©cbottel, Sifcber ju Stegen, für 1175 fl. erfaufte. 

• 9 

Seine au$ ber Almfcben 23erlajfenfcbaft geerbten ©üter oer« 
taufte er (1599) für 24,000 fl., nämlich ben Si$ unb jpof gar* 
mach an £annd 3«b«ntner unb bie oerbrannte Sßefte Jpieburg mit 
allen bn$u gehörigen im (Jrjfiift Salburg gelegenen ©ütern an 
(Sbriflcph Äbuenburg 2)afür erfaufte er im folgenben 3ah*e 
bie beiben febonen £ofmarfen 9?eufircben unb (Jijing 
(übgrebt. 23rounou), welche er (1617) burcb bie oom Jpocbjtift 
tyaffau üeben gebenbe £ofmarf 2Bippenbeim unb mehrere 
lebnbare ©üter unb 3t«nten im Dtieber unb Scbärbinger Canb« 
gerid)t oermebrte. 

✓ 

2>er oortrefflicbe UWann, welcher fo rühmlich feine eigenen 
Angelegenheiten leitete, erwarb fleh überall Achtung unb 23er« 
trauen, fo baf ihn bie @r$bifcb6fe oon Salzburg ju ihrem gehet« 
menOlathunb Sftarfcbafl, ber (Jr^herjogSeopolb^uSnfprucf ju feinem 
Oberflfämmerer, bie £erjcge oon ©apern, benen er bereitwillig 
mit feinem fteicbtbum aus ©elboerlegenheiten half, &u ihrem 
Olath unb Kämmerer ernannten. 3a $er^og SWoximilian gewählte 
ihm unb feinem ganzen f)aufe fogar baö feit $a*par bem 2*or» 


Digitized by Google 


90 U £rrfrlb. 


41 


ringer (1429) entzogene (Jrblanbjügermeifter*Slmt wieber (18. 3uli 
1607). 

SJm 16. 9?op. 1615 folgte greiberr (Juftacp non Oorring feiner 
©emablin (Satbarine, geb. greiin P. Vemelberg (f 11. 3uni 1612) 
in’6 3 c nfeit6 nach/ fein ßeiepnara aber würbe in ber gamilien* 
gruft ju Oberalting beftattet. 

^ ‘ ^ ^ H, ' * f ’ 4 rw mm •!« . 

§. 19. 

9?acp bem Oobe bed greiperrn (Juftacp pon Oorring teilten 
feine beiben Sohne ©eorg ßonrab unb gerbtnanb 1. bie 
pdterlicpe Verlaffenfcpaft (9. Oec. 1615). Oa (Elfterer blöd 
vier Oocpter, Cepterer aber jwei Sohne ^>atte , fo würbe bad 
Stammbaud Seefelb mit ben $ofmarfen Oeding, Otaifting unb 
2in$elbacp, baju bad Jpaud auf bem Singer in üTlüncpen, bem 
Sreiperrn gerbinanb, obgleich er ber jüngere 99ruber war, übers 
loffen, ©eorg ßonrab aber erhielt bie £ofmarfen 9?eufircpen unb 
Gijing mit bem paflauifepen üeben Sßippenbeim u. f. w.; baju 
bie ron feinem 25ater unb @ro()pater neu erfauften ©üter SDortp, 
©alepflabt unb Slrjla, ferner bie Cebenfcpaft über bie 32 Seen 
ju 3ffelborf, ein bei ber Canbfcpaft aufliegenbed Kapital pon 
20,000 fl., unb enblicp eine Scpulbberfcpreibung feined Vruberd 
über 26,000 fl., wovon ßepterer jährlich 2000 fl. abjujahlen fiep 
verpflichtete. 

greiberr gerbinanb I., auf Uniperfltäten unb Steifen in Oeutfcps 
lanb, granfreiep unb Stellten gebilbet, behielt gleich feinem ©rofl* 
vater unb 23ater bie Vorliebe für bad 2anb, unb vernichtete gern 
auf oHed Jpof* unb ©tablleben. Oaburcp gewann er auch 3eit 
genug für bie felbfltpätige Verwaltung feiner weit audeinanber 
liegenben ©üter. Üflit feiner ©emaplin Slnna dttgria, geb. Vetter 
ven ber£iljen, patte er nepmlicp bie jpofmarfen Oberfoln ba cp, 
Slu unb SIffing erbeiratpet, pon benen erÜeptere (2. Oft. 1621) 
jur Abführung ber barauf laftenben Scpulben an ©eorg griebriep 
son Staubing für 32.000 ff. verkaufte. 

9?acp bem Veifpiele feined Vaterd lief er bie Scplofolonomie 
ju Seefelb unb Oeding unb bie Scpwaig Oiefenbrunn auf eigene 
Rechnung bewirtschaften, legte einen neuen 3i*9*lflaö«l an unb 
erbaute bad SJräupaud ju Seefelb. Seine ©albungen lief er 


42 ittc^u 

\ 

Don neuem oermarfen unb betreiben, unb feinen ®runbbeflß Der» 
großcrte er burch Slnfauf (15. 3uni 1621) be« SlumüHer’fcpen . 
£ofed ju (Jcping unb »ergebener @rünbe ju Friebing, £ er * 
fcping, 3nntng unb 5luing. 

tiefem (ebenen beginnen fepte ber 2ob f(bon am 8. Slpril 1622 
ein 3i<l» Freiherr Ferbinanb würbe neben feiner erften ©emablin 
5lnna üTlarie (+ 26. SWai 1612) in ber Familiengruft ju Oberal- 
ting begraben; über feine 8 ätnber aber, au* erfler unb zweiter 
(5b«/ führten bie näcpften Verwanbten bie Vormunbfcbaft, wdb« 
renb feine 28ittwe Renata, geb. ©räftn D. ©cp Warzenberg, 
bie 5lbrainiftration ber ©üter übernahm. Selten b at wohl ein 
SEDeib mit rajHoferer Sbütigfcit unb mit glüeflieperem Erfolge 
einer großen ©utäoerwaltung Dorgefhmben, als Frau (Renata, 
worüber noch beute bie Dorbanbenen Oefonemie», Vrdubauä-, 
3iegleU, Fifcbereu, £au6wirtbfcpaft6» unb Forftrecpnungen reich* 
lieben Sluffcpluß geben. Für baS Scploß Seefelb befonberö be- 
merfen wir, baß fte ben 5Jnbau an bie Kapelle machen lief, 
welcher ba6 Stiegenbauä unb bie Safriflei bilbet. 

5116 ibr ältefter Stieffobn Ferbinanb II. münbig geworben 

V 

unb oon feinen (Reifen in Stalien unb ftranfreiep jurücfgefebrt 
war, Deranlaßte fle, um ber großen Üftübe unb Verantwortung 
überboben ju werben, eine <5rbtbeilung ihrer ßinber (l.Sept 1629), 
woburch ben Szeptern eine ftanbeSgemäße £eimfteuer feftgefept 
würbe, bie @üter aber ihren beiben Stieffobnen allein oerblieben 
unb &war in ber 23eife, baß ber jüngere Vruber £abiölau$ 
Silbe cf bie @üter Oberfölnbacp unb 51 u mit ihren Buge- 
borungen, bet ältere Ferbinanb II. aber Seefelb mit ben £of- 
marfen 2)eHing, (Raifting unb £inzelbacp, nebft ber Don feiner 
Stiefmutter wieber ertauften ßebenberrlicpfeit über bie 32 Seen 
&u SfFelborf erhielt. 


§. 20 . 

Freiherr Ferbinanb II. übernahm mit feinen Gütern zu- 
gleich bi« für bamalige Seiten fepr große Scpulbenlaft Don 60, 000 fl., 
welche er größtenteils feinen Schwerem unb feiner Stiefmutter 
ZU bezahlen batte. Schon biefer Umftanb, DieHeicpt aber noch 
mehr bie burch ben breißigjäbrigen Ärieg oerurfachte Vergrößerung 


Digilized by Google 


' 9011 


43 


«Bet Saflett unb Steuern fotrotjl ber ©utaherrn al* ber Vauerrt, 
erheifchten bringenbe ©parfam&tt unb vernünftige felbfhhdtige 
Verwaltung, wenn Freiherr Serbinanb ben großen Qfnforberungeti 
an feine ©utdrente genügen wollte. Srop feiner 3 i* 9 <nb kannte 
er aber feine Sage genau, unb fafte beflbalb mit männlichem 29H* 
len ben regten tentfchlufj, ja er unterlief fogar mehrere 3af?re 
bie Annahme be* ©rafentitel* ,26 )> weil er glaubte, ber ©rafen* 
jtanb flehe jebem fchlecht an , ber nicht auch bie Mittel habe alb 
©raf §u leben. 9lur bie Bitten feine* Schwager*/ be* Sürften 
Stenrab von fcohenjollern, bewogen ihn fpäter jur Annahme. 

Enter tiefen Umftänben war e* eine befonbere Fügung ©ot< 
te*, baf ber bamalige [Richter von Seefelb, Ulr i<h£ai b>em 
ebenfo erfahrener al* treuer Wiener war, ber mit Siebe unb $ifet 
ben Vortheil feine* £ernt wahrte unb reichlich erfe$te, wa* biefem 
bei feiner 3ugcnb an äenntniffen unb (Erfahrung mangelte. 2)a 
ferner ©raf Serbinanb fleh mit QHifabeth/ Tochter be* $tei« 
herrn ©eorg Siegmunb von Samberg auf Stoctern unb 
ttrarang (23. Februar 163i) vermählte, unb baburch mehr al* 
20/000 fl. erheiratete, fo vereinigte fleh offenbar Viele*/ um ben 
gewohnten SBohlftanb in ©eefelb jn erhalten unb ba* Soo* feine* 
Vcftper* ju einem glücklichen ju machen. 

Slber bie Sage be* ©lüefe* vergehen oft fchneßer, al* fte tom* 
men. Schon im typril be* 3ah^e* 1632 brachen bie Schweben 
unter ihrem jtünig ©uflav 5Jbolph in kapern ein, woburch fleh 
©raf Serbinanb genötigt fah / bem Veifpiele be* übrigen $lbel* 
}u folgen/ unb mit §rau unb Äinb nach ©raunau ju fliehen/ wo 
fein Äurfürft mit bem gan|en £of fleh befattb. SOTit fleh hatte er 
feine foflbarften Sachen geführt unb nur bie wichtigen 2>ofumente 
feine* Archive* in einer eifernen Sruhe nach Salzburg in ba* 
jtfofter St. ?>eter* &ur Verwahrung gefchieft. 3)ie Vefchirmung 
unb Verwaltung feiner ©üter blieb bem treuen (Richter überlaffen, 
i Seit bem <?in$ug ber Schweben in $ug*burg (10. $pr» 1632) 
unb ber <§iftnahme von Sanb*berg (4. 2ftai 1632) würben bie 
$ofmariesi Sinjelbach unb Olaifling burch [Raub/ ©ranb unb 

116) JCafftt getbinaub n. er&ob am 21. Olt. 1610 auf bem Reistag ju Regen!« 
Ul tg bie greiberrn von Sotring in ben (Swfenfianb, beffen bantalS, bie ©rafen von Drtens 
mifmmmmt fco® feine* bet feigen ®rafengef$le$tet Boperttl ft® erfreute. 


Digilized by Google 


1 


44 • €«f(t)id)U 

Kontributionen fo fehr ju ©runbe gerichtet, baß an feine ©ut«, 
rente in oielen 3ahren mehr ju benfen war. Kin gleiche6 ©cbicf* 
fal erfuhren halb bavauf auch bie £ofmarlen ©eefelb unb Delling, 
ttttgemein wirb behauptet, baß berFreunb nicht geringem Wntheil 
am [Ruin behLanbrnanneh hotte, al6 berFeinb. Den fchwebifchen 
Kontributionen folgten !urfür|lliche Äriegbfteuern, neue Gruppen# 
au^hebungen unb Beitreibung oon Arbeitern an beit ©Chancen 
Von Lanbhberg. Dreitaufenb baperifche [Reiter, welche oom 7. 

' M 10. Sluguft ihr Hauptquartier ju Starnberg hotten unb in 
bie umliegenben Ortfcpaften »ertheilt waren, nahmen bei ihrem, 
2lbftuge alle* Bieb mit (Ich fort unb »erübten noch graufame 
Freoel an ben ORenfchen felbft. 3n Perchting tobteten fte einen 
SRann, ber {leb fein Bieh nicht nehmen taffen wollte, unb einem 
anbern fchnitten fte [Rafe unb Chren ab. 

9?ur baO ©(bloß ©eefelb entging ber tylünberung, weil ber 
fluge [Richter fleh fchon am 7. ttuguft eine Salra guardia, be= , 
(tehenb au6 jwei [Reitern üerfchafft hotte, benen monatlich neben 
ihrer Berpflegung noch mehr ald 100 fl. baare* ©elb gezahlt wer* 
ben mußte, bie Lieferungen an SBilbpret unb ©eflügel für ben 
Herrn Oberften nicht gerechnet. 

Da aber feiten ein Unglücf allein fommt, fo erfolgte burch 
bie eiftge Äälte im ÜRai (1633) unb bie barauf folgenbe 2rocfen* 
heit eine gänzliche üRißernte, fo baß oiele ÜRenfchen {ich mit&rdu* 
tern unb Kleienbrob fättigten. 3a fegar baö jpinauöfübren beO 
$u München theuer erfauften ©ctreibeh war mit großer ©efahr 
perbunben, wegen ber jahlreich herumfchwdrmenben Freibeuter. 
Dieß erfuhr auch ber forgfame Ulrich *>aib, welcher $ur Linberung 
ber allgemeinen [Roth ©etreibe ju München erlauft hatte, unb 
. baffelbe am 15. Dej. nach ©eefelb führen laffen wollte. [Rieht 
weit oon ber ©tabt würben feine Leute oon einer ©chaar [Reiter 
angefaQeu, unb mußten alle 2Bägen unb 5 tyferbe im ©tiche 
laffen. Die flüchtigen Unechte brachten bie traurige [Rachricht 
nach ©eefelb, wo ber [Richter fogleich 50 Bauern bewaffnete unb 
* in ber [Rächt nach 2lfchering führte, weit man erfahren hatte, baß 
hier bie [Räuber übernachteten. Der Hunger gab ben Bauern 
3Wutb# fte überfielen bie Bunbe, erfchlugen beren Anführer, unb 
führten bah ©etreibe unb bie $ferbe alh ©ieger nach ©eefelb. 


Digitized by Google 


mr Brt&ld. 46 

• / 

Schrecklicher noch alg bie Schweben unb bie Freibeuter ^au6« 
fett bie' faiferlichen Gruppen, welche ju (Snbe beg 3«hreg 1633 in 
bie Umgegenb von ©eefelb rückten unb anfangg ibr Hauptquartier 
ju Starnberg (Herzog von Feria) unb tyercpting (General Citrin* 
ger) batten. 21m fchlechteffen betrugen 6$ bie Spanier, 
welche in ben $u ©eefelb gehörigen Ortfcbaften einen Schaben 
von 6338 ff., nach ber von bem Äurfürffen verlangten Scpüpung 
anricbteten. 2)ag Dorf £erfching plünberten fte rein aug, in 
Sflaifltng aber brannten ffe einen £of nieber unb beraubtere bie 
St. 9iemigiuö' unb St. Sflargarctbenfirche oder .Reiche, 2lllar* 
tücper unb SJteffgewänber. 3<* fogar noch bei ihrem 3lbmarf<be 

9 

(25. ‘Zluguff 1634) verliefen 5 Spanier ihren 3ug, ritten nach 
Oberalting, plunberten bie Stampfmühle unb nahmen ein $ferb 
mit ftcb fort. 

9lucb bie turfürff lieben Dragoner, welche bie Slmperbrücfe bei 
Stegen befept hielten, betrachteten bie Umgegenb alg ihre Seute, v 
tnbem ffe ungeffort plunberten unb bie Sftenfcpen miffbanbelten. 

(Sine Slbtbeilung von ihnen, welche fepon Pfaffenhofen auggeraubt 
unb ben Herrn von £>&rwartb bafelbff big aufg £emb auggejogen 
hatte, brang auch in bag Schloff Seefelb unb ffng an ju plün* ' 
bem. 2lber ber wackere dichter Ulrich Haib bewaffnete fogleich 
mehre $lltinger. unb $refflinger Säuern unb wiberfepte ffch mit 
©ewalt bem eprlofen beginnen. 3m Sefecpte würbe ber brave 
2Rann burch ben Fuji gefepoffen, wag feine Säuern ffatt $u ent* ' f 
mutpigen, fo wüthenb machte, baff ffe einige Dragoner auf bem. - , 

i 

Plape erfcplugen, bie anbern aber in bie Flucht jagten. (Sine ✓ 
anbere 2lbtpeilung beg ju 3nning ffepenben furfürfflicpen 9tegi« 
mentg, nepmlicp 14 Leiter, brachen am 12. 3än. 1634, wüprenb 
bie Salva guardia im Scploffe beim (Sfien war, in bie Schloff» 
rnüple unb fingen hi« an Setreibe unb Wehl h u plünbern. 23on 
ber Salra guardia aber unb einigen Scploffleuten verjagt, jünbeten 
ffe aug Uiacpe auf ihrem Stückige bie 6 3opre früher neu erbaute 
Hartmühle an, welche ganj verbrannte. 2>er SWüder ffarb nach 
wenigen SDocpen an ben Folgen erlittener SWiffpanblung, unb 
pinterlieff eine broblofe Söittwe mit 8 Rinbern. 

£ie 9?oth flieg im Frühjahre 1634 fo hoch, baff viele ©Jen« 
f(pen ihre £eiraatb verliefen , unb bie Felber wegen Mangel au 


v 


« 


Digilized by Google 


46 




, t / » 

$ferben unb ©amengetreib nicht befteflt werben tonnten. Stele 
Säuern nährten ft$ hoher blo$ burch Buführen be$ <Probiante6 
jur 5trmee,'ober burch Sohren be* ©aljeS nach ber ©cpweij. 
5lber auch biefer (Erwerb horte batb auf, weit fte burch h<rum* 
ßreicpenbe Freibeuter ihre $ferbe berloren. 2)eßhalb fchrieb ber 
bortrefflicpe Ulrich £aib feinem Herrn nach Vraunau: „flflannigs 
lieh hat ju ©ott ain Hoffnung gefepöpft, weitn ber ßöaßflain, ber 
e6 bor biefem raoepts berpengt haben, fcingericht worben, <£S moept 
an 3«p* m Köpern hofier Regiment unb bem armen *Pauer$mann 
$u wiber erpauung ber Selber etwas bofferer fepup gehalten wer« 
ben. ßöeiln aber folche Hoffnung auch in ^rönnen feit br.b jept 
bie arm 2eutp fchier pbler traltirt werben, ifi bie große. Sepforg, 
eS werbe baS ©licfp auch barnaeh h^rgehn. ©ott wolle, baß ich 
nit wahr hob.'' 

©raf Srrbinanb erwirfte hierauf jum ©chupe ©eefelbS eint 
am 14. 9Wär$ 1634 bom ßurfürften ju Vraunau. auSgeßeßte 
Salva guardi«, welche jwar biet ©elb tofiete (inbern außer ber 
freien Verpflegung wöchentlich für jebeS gefepüpte spferb 20 fr., 
unb für jebeS ©tuet tBinbbiep 10 tr. befahlt werben mußte), aber - 
hoch für ©eefelb unb bie Umgegenb eine große ßöopltpat geworben 
ift; benn burch fte biente baS ©cploß bieten SJtenfcpen unb ihrer 
Habe jum ©cpup, ja fogar bat Jtlofier SlnbecpS brachte (2. bis 
26. Ölugufi) fein Vieh bahin in Sicherheit unb bie ©etreibefuhren 
für bie ©tabt ßöeilheira fanben gewöhnlich auf ihrem 2Bege bon 
München wäprenb ber ßtaept bafelbfi fepüpenbe Aufnahme. 

5) er ©ieg ber faiferlicp * baperifchen 5lrmee bei 9torblingen 
(6. ©ept. 1634) befreite Vapern bon ben ©chweben, bemunge« 
achtet berfepaffte fleh ber tpätige dichter am 2. Ottober bom 
laifert. unb turbaperifepen Setbmarfchattlieutenant Soacpim Shri* 
flion Sreiperrtt bon SBapl in feinem Hauptquartier ju aflopring 
eine Safoa guardia, traft beren ©eefelb unb afle baju gehörigen 
Drtfcpaften bon aßet (Jinquarttrung, ©etberpreffung, ^lunberung 
u. f, w. berfchont unb befepüpt fein faßten. 

51 m 13. ÜJtärj 1635 berloren bie ©cpweben 5lug6burg, unb 
bamit fcpwanb boflents gänzlich bie Surcpt bor bem Stinbe. $6 
teprte jeptiRuhe unb Orbnung jurücf, unb es blieb nur ein Uebet 
£* bettagen, nepmfiep bie Wrmutp, Äeine Lebensmittel, lein Vieh, 


«in JfffffcW. ' '41 

» \ 

/ 

fein Samenget reibe, nic^t einmal bie nothwenbigen ttcfergerütb« 
befaf ber auOgeplunberte Sanbmann mehr, ja oiele entbehrten fo» 
gar ber SEDohnungen. 2>oju bie größte Neuerung aller 2>inge 
unb «egen ber nur wenigen befieflten Selber leine Su*ffcht auf 
eine reichliche lernte. ^ 

2>i e oom Stichler Ulrich $aib »erfaßten Tabellen über bie 
$errfcbaft Seefelb geben ein traurige* 93ilb fchrectlicher S3crfcee» 
«mg; benn nach ihnen befanben fleh 1632 por bem fchttebifchen 
Unfälle in ber ganzen £errfchaft: 

2913 aftenfehen, 836 9>ferbe, 2913 ©tücf »inboieh, 1346 
Schweine, 1572 (Schafe, 1784 @4nf e, 1897 $ühner. 2>aoon 
waren im Sahre 1633 noch übrig; 979 Sföenfchen, 146 $ferbe, v 
92 Stücf Stinboieh/ 6 Schweine unb 58 $ühner. 3n brüthalb 
Sohren berlor alfo bie £errfchaft Seefelb: 1936 SRenfchen, 690 
Werbe, 2823 Äüh«# 1340 Schweine, 1573 Schafe, 1784 Sünfe 
unb 1839 $ühner. 

2 >agu rechne man ben Verluft an allen Vorräten unb be* ’ 
größten Slbeile* oom £au*rath unb $lcferger5tbfchaften unb bie 
Stenge ber niebergebrannten unb ruinirten Käufer! 2)amt erft 
wirb man e* begreiflich ftnbett, bafj oon ben 78 gangen, 75 halben 
Sauernhofen unb 342 Selben, worau* bte Jg>errfchaft bcfhrnb, im , 
3ahre 1633 beren 29 gange, 52 halbe Vauernhäfe unb 200 S6l» 
ben theil* perhrannt, theil* berlaffen waren, unb ba§ bon ben 
2482 Sucher! Seefern, welche imSahre 1632 angebaut waren, 2173 
Sucher! unbebaut lagen, auf welchen Oiftetn unb Unlraut fo arg 
wucherten, bafj im Srübjahr man fleh nicht anber* al* burch Sn« 
günben ber bürren Stengel helfen lonnte, woburch gange Seuer« 
«eere in ber Stacht lichtbar würben unb hie unbba 285lber in 
Srano gerieten. 

alle bem lam noch eine erfhmnliche Vermehrung be* 
Silbe*, befonber* ber SBilbfchweine, welche bie eingebauten Selber 
«erwüfteten unb ba* (£rf<hemen einer grofen SOtenge SBölfe, bie 
noch manche* Stüct be* übriggebliebenen Viehe* raubten. 

9ttgwtf$en halte auch gu Vraunau ba* Unglüet ben Qrafen 
fetbtnanb h^imgefucht ; benn feine Gemahlin ©lifabeth ftarb ba« 
felbfl an ben Solgen einer gu frühen Seburt (27. Ott. 1633). 
Sit feinem laum gmeitfhrigen Sohn lehrte er im Srühfchre 1635 


\ 


Digilized by Google 


I 


48 #efrl)wf)tf • 

v 

nag ©eefelb jurücf, wo er mit rafllofer 2Rühe unb grofen Opfern 
bie gefglagenen 2Bunben ju heilen fugte. 

deinen Untertanen gab er ©amen unb ©peifegetreibe, Bieh 
unb ©eräthfgaften, bamit fie ihre @üter bon neuem bebauen 
tonnten, unb Vernichtete babei gerne auf BJiebererftattung unb 
jahrelang auf bie grunbherrligen Dienten. 

Unter tiefen Berbdltniffen fab er fig genötigt,. auf anbere 
SOeife ftg Aintünfle jur Bejlreitung ber gewöbnligen Cebenebe* * 
bürfniffe ju berfgaffen, woju er ale Mittel ben betrieb feiner 
Ökonomien ju ©eefelb , . Diefenbrunn unb Delling betrachtete. 
Um leptere ju erweitern, taufte unb taufgte er bie $u beding 

borhanbenen hier Bauernhöfe , unb errichtete baburg bie heutige 

/ 

©gwaige Delling. Damit berbanb er ^ugleig ein fleine* ©cs 
ftüt in bem nah gelegenen Attenhofen, wclgee er (1616) bom 
Klofter Benebittbeuern unb bem Pfarrer bon Oberpfaffenhofen 
teil* bürg Daufg, teil* bürg Kauf an ftg bragte. 

©eine jweite Bermäblung (1637) mit Sfabella ©era* 
phica, Dogter be* greiberrn Aonrab bon Bcmelbcrg, befreite 
ihn ben ber Idjligen ©orge um bie eigentlige £au*wirthfgaft 
unb gab ihm mehr 3*it für bfe ötonomifgen ©efgäfte. Slug 
tarn er baburg in ben Beftp neuer Kapitalien,* bürg welge er 
bie ungefiümften @(£ U biger befriebigen tonnte. 

. Den ©runbfdpen feiner Borfahren folgenb, ertaufte er 
(14. 3anuar 1642) bie früher ju ©eefelb gehörige Jpofmarl 
2Borth für 21,200 fl. bon £ann* 2öoIf Sreiherrn bon $aum* 
garten, unb beräuferte bafür (9. 3uni 1643) an ba* Klofter 
Diesen bie fern gelegene £ofmart Sftaifting um 12,150 fl. 

3ehn 3 oh« hotte ©raf $erbinanb feit feiner Olücffehr mit 
rühmliger Dhdtigteit unb Ainftgt ju ©eefelb gewaltet, unb fgon 
begann flg fein unb feiner Untertanen SBoblftanb wieber ju 
heben, al* (1646) ein neuer fgwebifger Ainfatt unter bem 
©eneral Sßrangel ihn $ur §lugt nötigte. 2B4hrenb er mit fei» 
ner ©emahlin unb Kinbern fammt bem geflügteten Bieb unb ben 
toflbarflen Jpabfeligteiten im ©glofle Difling (15. ©ept. 1646 bi* 
28. §ebr. 1647) ein Slfpl fanb, fgüpte wieberum ber treue unh 
unerfgroefene Dligter Ulrig $aib ba* berlaffer.e ©eefelb. 

. Ae wäre $u weitläufig, bie neuen Berwüftungen unb $lün* 


> 


Digitized by Google 


90U tfttftlö. 


berungen ju fcpilbern, bcnen entließ ber Dom Äurfürflett SRaximi» 
Hart mit ^ranlreicp unb ©cpweben gefcplofiene 2DaffenftiHflanb 

(1647) ein £nbe machte. 5116 aber ber Kurfürft fiep von neuem 

* 

an ben Kaifer anfeploß, braep (1648) ein fran^oilfched Jpeer unter 
Surenne in Vapern ein. Ungeheure ©ranbfepapungen würben jept 
auägefcprieben. ©eefelb allein füllte bem ßeibregiment Surenne« 
200 0 9leicp«tpaler erlegen. Vergebend bot ber Olicpter 600 ff. al« 
5lbftnbung6fumme, bie Antwort war eine Slnbropung flrenger 
(Jrefution. <5^)c biefe erfolgte, überfielen 600 Schweben unb 
Sranjofen am 4. Oft. 1648 ba$ ©cploß unb plünberten e« rein 
au«, weshalb ber Oberftlieutenant 9?icolau« 5lnberfon $«*3**/ 
(Sommanbant be« ßeibregimente«, (ich enblicp mit 1000 ff. Gon* 
tribution begnügte. SGBenige Sage fpäter (24. Oft. 1648) ert6nte 
enblicp bad Srtebenäwort, welche* bem breifigjdhtigen Kriege ein 
&nbe machte. 

3<&t lehrte ©raf $erbinanb wieber nach ©eefelb jurücf, orb* 
nete von neuem feinen $au6ha(t unb ^alf burch 93orfcpüffe, ©es 
fepente unb SJfacplajfung ber jährlichen Abgaben ber 9?otp feiner 
Untertanen ab. Sßa« ber eble üttann auf biefe SGOeife ©ute6 
getan, lohnte ihm ber Fimmel mit reichlichem ©egen bei Sittern, 
wa6 er unternahm, burch ein lange« Ceben, burch hie Siebe feiner 
Untertanen unb burch hoffnungsvolle Kinber, beren 9?acplommen 
noch heute fein Slnbenfen ehren. 

©raf Serbinanb befuepte niept häufig bie ©tabt, bie 93er* 
waltung feiner ©uter unb bie 3agb waren feine licbflen unb faft 
einigen Vefcpäftigungen. 2)arum oerfepmäpte er auch jeben 
6taat6bienjl, ber ipn bleibenb von ©eefelb entfernte unb nahm 
von allen angebotenen lurfürfUicpen ©naben nur bie pflege 
©cpärbing unb, weil übereinjlimmenb mit feiner Neigung, ba« 
2Jmt eine« wirklichen Dberftjägermeifter« an. 

Srop feiner vielen Kinber unb ben 93erpeerungen be« Kriege« 
verfepaffte fiep ©raf Serbinanb burch jweefmäßige Verwaltung 
feiner Veltpungen balb Mittel genug, um Jtacp unb naep ©eefelb 
von ber großen ©cpulbenlaft ju befreien, unb burep neue grwer# 
bungen feinen @runbbe|lp $u vergrößern; ja er hinterließ fogar 
bei feinem Sobe noch fepr bebeutenbe Kapitalien. / 

Slußer ber ©cpwaig dttenpofen unb ber £ofmarl ttöhrth, 
IX. 4 


90 

erfaufte er (14. 3anner 1648) um 4200 fl, Pon ©eorg ©altbafar 
Vartb bie ©chwaig 5lrjla, welche metft jur tyferbejucht Per# 
wenbet würbe, ferner eine grofe SJnjabl ©üier ju £erfching, 
Sriebing, Oberalting unb 2Ba Ichftatt, unb (19. 3uli 
1666) ba* SJMnbclfche £auö im £ r o ten tba le $u SW ü neben 
für 6364 ff. ?Ju4> erhielt er Pom £ocb(tift tyafiau bie £ofmart . 
SBippenbeim wieber ju Ziehen. 

3u 2)eUing erbaute er einen neuen (Stabet unb ViebßaH, ju 
©eefelb (1656) ben ©ang jur Äapelle, (1667) ein Safanenbau*, 
(1674) bic hobt äußere 23rücfe unb (1678) ba* jc^ige SJlichterbaud. 

Um ©eefelb mit aßen Bugeborungen für immer feinem £>aufe 
ju erhalten unb bie oerberblichen drbtbeilungen ju perbinbern, 
errichtete er au* (einen ©ütern (19. ©ept. 1666) ein Sibei* 
tommiß für ben SWanndftamm feiner £inie unb nach beffen dr> 
lofchen in gleicher 28eife für bie beiben anbern gräflichen torringi* 
fchen fiinien ju ©tein unb 3«Uenbach. 

^ochbetagt ftarb ber oerbienflpcHe SWann am 31. 2)ej. 1681, 
nachbem er ©eefelb länger al* 52 3ab« befeffen batte. ©«in 
ßeichnam ruht in ber 2orringer .Kapelle ju 5Jnbech*, wohin er. 
noch am dnbe feinet hebend mit 4000 ff. eine tägliche SWefle unb 
ein ewige* Eicht gegiftet batte. • 

* 

§. 21 . 

2)em ©rafen Serbinanb II. folgte al* Veftjer be* neuen 
* gibeitommiße* fein ältefter ©obn SWay Serbinanb, au* ber 
. erften db« entfproffen. 2)a fein Vater auch im bob*n Filter noch 
ein rüjtiger unb tbätiger SWann war unb ber Verwaltung feiner 
©üter porfteben tonnte, fo wibmete jtch ©raf SWar Serbinanb, 
nachbem er feine ©tubien ju ©aljburg mit Otubm befchloffen 
batte, betn ©taat*bienft. ©ein bob*r Verjlanb unb feine au*« 
gezeichneten Kenntnifle Perfchafften ihm fchon (30. 3uli 1671) im 
SOten £eben*jabre bie ©teile eine* £ofratb$präfibcnten, 
bie er (30. ©ept. 1674) mit bem Jpofmarfchallamt ,per* 
taufchte. 51 m 21. 5fpril 1677 jum wirtlichen geheimen 

3tatb ernannt, würbe er am 15. 3«li 1680 Oberfltämmerer, 

V* , 

al* welcher er feinen jungen £errn ben Kurfürften S War dmanuel 

im'©eptember 1683 auf feinem Selbjug gegen- bie Gürten be» 

« 

/ 


Digitized by Google 


Ml 0*rfirlb. 


i 


fi 

gleitete. 9?ad> glücflicber (Entfetyung 2Dien6 erfranfte bet bor* 
trefflitfce Slftann unb flarb fcfcon na# wenigen Sagen (25. ©ept. 
1683) jum uncrfe^Uct>cn 23erlufie feiner ^interlflffenen fflittwe 
Sinn« SOTaria geb. SW a r # e f e bi ©. ©ermano unb feiner 
öielen unmünbigen Äinber. 

©raf SWax Serbinanb batte »on feinem Sßater ©parfamfeit 
unb fluge 2Birtbf#aft gelernt unb beflbalb nod) bei beflen £eb* 
jeiten feine künftige 23cfi{jung bur# ben Qlnfauf (16. SWai 1669) 
ber beiben £ofmarfen Petting unb (Eiterbofen 1B6 ) (£bgd)t. 
Cecnäberg unb ©traubing) unb ber bei ©eefelb gelegenen £of* 
marf 2Bald>ft«tt ,a7 ) (4. Oct. 1681) bergrofjcrt. Sluferbem 
batte er ben ©rafen b. 2Bartenberg 55/000 fl. auf #r ©ut Siß* 
ling geliehen, wofür ibm bie gefreite Jperrfdjaft 2Balb berpfdnbet 
worben war. 

9?ad> feined 23aterö Sobe £err ber fcbulbenfreien Jperrf#aft 
©eefelb befldtigte er bur# ein Seftament (1. ©ept. 1683) ba$ 
bdterlicpe gibeifommif , bem er feine neuen (Erwerbungen einber* 
leibte. 9Ju# bertauf#te er (23. 3uni 1682) feine £ebnberrli#feit 
über bie 32 ©een ju Sffclborf «n bao iUojter ©efjobrunn 
gegen bret £ 6 f e $ u $1 i # , r i t r i # i n g unb 3 * f f * n* 
»ong unb (7. 'J?ob. 1682) feine £ebenbcrrli#feit über ben 3*' 
bent ju £ugolfing an ba$ Älofier Jolling gegen einen Jpof 
ju tyepcnbnufen. 

2Bie biet bdtte biefer ausgezeichnete SWann für ©eefelb gelei* 
jlet, wäre ibm ein längere^ £eben belieben worben! 

§. 22 . 

Wn# bem Sobe be$ ©rafen 9Wax Serbinanb würbe fein dl* 
tefhr ©ebn Serbi.nanb 3<>fepb Seltner beö SibeicommiffeS 
unb Uniberfalerbe ber bebeutenben SlHobialberlaffenfcbaft. £eiber 
ftarb biefer IjoffnungeboHe 3üngling im 18. £eben$jabre fln ter 

2Bafferfu#t . (6. 2fldrj 1687) unb ibm folgte baber be$ ©rafen 
2Äax §crbinanb zweiter ©obn SWaximilian (Sajetan (geb. 
2.3uni 1670) im 2)efty be6 SibeicommifleS. Unter tiefem gefebofr 
biel SUterfwürbigeS für ©eefelb« 

126) Orig. &. 2£. 83 on Simon JpöUtr, SSürgetnmfifr ju Straubing für 85tt. ff. 

127) Petto. 83on Unna Sftati a, 2Bittwe bei StiafHan SBattfc ju Harmating f&t 
U75 fU 

. 4L* 


\ , 


/ 


Digitized by Google 


62 . * •rfdjifljtr 

N , 

2)ie ©etwaigen 5Xr j l a unb $iefenbrunn lief er ganj neu 
erbauen/ bad ©chlof ju SBalcpftatt nieberreifen unb bafür einen 
Oefonomiebof bafelbj), von ben überfläflfigen (Steinen aber ju 
©eefelb ein ©ommerbau* Ünfd von ber ©träfe nach Jperfcping 
berftetten. 9Rit grofen Sofien errichtete er baö heutige VrdubauS, 
ben ÄübftaH, ben ©tabel unb ben (Springbrunnen in ber 
STOitte beö dufern ©cploßbofed ; ferner bie ©dgmüble unb ben 
Äüchengarten mitten im SBeiber. 2)ie innere ©chlofbrücfe würbe 
gleichfalls (1732) von ihm gan$ neu erbaut/ unb als in ber 
Diadjt vom 21. auf ben 22. 3uni 1736 ein ßöolfenbruch ba$ 

4 

£borbau6 unb ben baran flofenben ^feiler ber bob«n duferen 
Vrücfe nieberrif, baute er beibe nur fchoner unb jwecfmdfiger 
auf. 2>aS neue gerdumige 2botban6 entbdlt jept eine (Sammlung 
von 3 afib 9 «ätben, worunter namentlich bie ©ewebre in einer 
Oteibenfolge feit ber dlteften 3«* 5« feb«n ftnb, bann ein Vnb* 
jimmer unb bie aus ben frühem ©efdngniffen angelegte ©chwei» • 
jerei. 2)ie ©chloftapefle verfaß er mit einem beiligen Äreujpar* 
titel unb einer Orgel (1734), unb errichtete (1701) bie ©chlof* 
laplanei, mit ber er baS Veneftjium im SBortbfee vereinigte. 3ur 
(Sicherung ber Otechte unb beffern Ueberftcht über bie $ominifa(* 
renten lief er ein neues ©aalbuch anfertigen unb zugleich baS 
©chlofarchiv orbnen. VefonberS verbienflvoß würben aber bte 
mit grofen Soften angeführten Vermeflungen fdmmtlicher b*t** 
fchaftlichen SBalbungen burch ben gefehlten ©eometer ©lieber. 

97lit bem ©rafen fflax Kajetan beginnt für ©eefelb eine neue 
tyeriobe ber ©utsverwaltung, benn er, wie feine Nachfolger tra* 
ten in ©taats*, £of* unb ÄriegSbienfte unb überliefen bie eigen!« 
liehe Verwaltung ihrer Vejtyung ©erichtSs unb Oefonomie*Veam* 
ten, über welche fte nur bie Oberaufftcht führten. 2)a f biefeS 

SJufgeben ber unmittelbaren Verwaltung burch bie Vortbeile tc6 
©taatSbienfteS nicht entfehdbigt würbe, beweift einfach bie 2b<rt* 
fache, baf feit bem Sabre 1700 ber bewfchaftlicbe ©runbbeitp fi# 
eher verminbert, als vermehrt bot. ©chon ©raf 2Rar (Sajetatr, 
burch bie Vetrügereien eines Veamten von ber eigenen Vewirtb« 
fchaftung abgefchrecft, verfaufte 1702 bie faum erfl neu erbauten 
©chwaigen Siefenbrunn unb 20alchftatt unb verpachtete bi! 
©chwaig Obernborf. 


* 


» f 


Digitized by Google 


( 


•01» 0ftfrlb. 5g 

/ \ 

©eine Vermählung (8. SWürj 1692) mit ber fronen 91 bei# . 
h eib Sei icit ad SWarchefe bi Sa ttc f f a entfernte ihn pom 
Leben unb Treiben feiner Slhnen unb feffclte ihn mehr an bie 
Stabt unb ben £of. Bum Kammerherrn unb £auptraann ber 
Leibgarbe ernannt, begleitete er feinen Shurfürften in bie Dfiebev* 
lanbe unb oon ba 1696 nach 9OTüncf>en juruef. Jpierauf reifte er 
mit feiner ©emahlin nach Stalien unb erhielt bei feiner Otücffehr 
bad 2)iplom jum wirllic&en ©eneralwachtmeijtev unb (1. §ebr. 
1703) bad Seljtfche 2)ragonerregiment. Sein rühmlicher 9lntheil 
an ben Schlachten bei f)6chüdbt unb am ScheOenberg, fo wie bie 
Streue, mit ber er nach ber unglüeflichen Schlacht bei Vlinbheim 
feinem flüchtenbcn ßurfürften in bie 9?ieberlanbe unb Sranlreich 
folgte, würben in ben klugen bed Äaiferd Verbrechen, fo bafj am 
27. ÜJlai 1705 feine fämmtlichen ©üter conftöcirt unb pon einer 
laiferlichen Kommiffion in Vcfty genommen würben. Vergebend 
erinnerte bie jurücfgelaffene ©räftn an bie Unterthandpflicf)t ihred 
©atten, Pergebend an ben 2ob ihred SchwiegerPated, bed ©rafen 
2ttax gerbinanb, ber für bad SBohl bed ßaiferhaufed bei ber Qrnt* 
fepung 2öiend fein Leben Perlor, pergebend bewied fie ihre unb 
ihrer zahlreichen Äinber grojje 9?oth, — bie einzige ©nabe, welche 
fie erlangte, waren jährlich 600 ff. unb einige Vittualien, bie 
unter grofjen Vcrationen ihr oon Seefelb gereicht würben. 

So blieb Seefelb taiferlicbed ©ut bid jum Jahre 1714, wo 
ber Otaftabter Triebe bem Äurfürften fein Vapern, tem ©rafen 
SJlax Sajetan aber fein Seefelb wiebirgab. Oer Sinjug ber ®ra» 
fin in Seefelb (14. Olt. 1714) würbe für alle treuen Untertanen 
ein großer ^reubentag. 

2Benig Srfa$ für ben Vevluft einer 9j%igen S^cntc gewährte 
bem ©rafen flflax Sajetan bie oom Äonig oon Spanien (25. 5e* 
bruar 1706) erlangte Ernennung jum Dtittcr bed golbenen Vlie= 
jed unb bie Pom Kurfürften ihm z u $heil geworbenen Veforbe* 
rungen jum OberfthofmarfchaH (1. Juli 1707) unb wirtlichen 
©tneralfelbmarfchaö * Lieutenant (20. üflai 1710). 

gbenfo wenig . Permochten feine fpätern Vefärberungen zum 
Oherfthofmeiftec (3. ÜJtärz 1726) unb zum ©eneralfelbzeugraeifter 


Digltized by Google 


t 


54 #f(cljidjt» 

* 

1 ^ 

mit beti bebeutenben Vefolbungen ba« ju erfepen , mi er burch 

* * 

bie Slbwefenpeit bon feinen Gütern Verlor. 2>te unausbleibliche 
golge babon waren neue Gchulben, mit benen Seefelb fogar trop 
ber bebeutenben Vergrößerung feiner 2)omtnilalien belaftet würbe. 

3lu$ erheblichen Urfacben unb in 3lnfepung ber bom ©rofen Ütfar 
gerbinanb , welcher bei ©ntfepung ber fajferlichen Stabt 2öien 
ba$ Ceben berlor, bem Kurbaud geleiteten 2>ienfte hatte nämlich 
Kurfürfi üRax ©rnanuel am 8. 2Wä rj 1692 eine nicht geringe 31 tu 
jahl lurfürftlicper ©ericht^holben in ben um Seefelb gelegenen 
Ortfchaften bem ©rafen üttar Kajetan gefchenft unb bem Sanbgut 
Seefelb incorporirt. 3luch hatte ©raf SWar Kajetan fchon am 
12* 3Jpril 1696 bon ben ererbten Kapitalien ben a bei igett © i p 
unb Wafern ju £erfcbtng für 13400 fl. erlauft unb bem 
. Verläufer Philipp £>ocpenleitner wieberum gegen ©ring bon 
3000 fl* freiftiftdweife überlaffen. 2 )aö Vräupau« $u Seefelb 

aber/ welchem ein lurfürftiicpe« 2)efret (8. SJtärj 1692) tad Diecpt 
ertheilte/ bad Vier anf ber obern ©icr boch allein mit ©erfle 
ohne d&aijen ju brauen / aud&ufcpenlen unb ohne Vefcpränfung 
abjugeben, hatte bamald einen folchen 3lbfap, baß fogar in 2Beil* 

i 

heim nur Seefelber Vier getrunfen würbe unb bie Vräuer bafelbft 
in ben lläglicpften Vutbrürfen ben ©rafen fchriftlicp baten, ihrer 
&u fchonen, ba fle fonft ade an ben Vettelfiab fämen. 

3u bemerlen ift noch, baß ©raf 2ttar Gajetan feiner ©emab* 
lin (1704) ein Schlößchen $u Vogenhaufen erbaute, woju er ben 
©runb unb eine Keine Oelonomie tbeild burch Kauf, tbeild burch 
Vertaufcpung eine* Jipofed ju ©ilßing an bie Kirche $u 3tam* 
merdborf fleh berfchaffte. 2)em Klofter 2)iefien, welche« wegen 
feiner $afern ju ©rafrath (ich ber ©rrichtung einer Vierjdpflerei 
ju Unteralting wiberfepte, überließ er (1755) für feine Vewidi» 

' gung bie jährliche Erhebung bed 3oll* unb Stanbgelbed 
am Philipp i* unb3acobi*3ttartt $u ©ra fra t h mit bem 
Vorbehalt, baß ber 28irtb ju Seefelb an genanntem dRarfttage eine 
Vierfcpenle unb Kochhütte auffcplagen unb ber Väcfer bon Un* 
teralting einen döagen bod Vrot bafelbft $od* unb ftanbfrei ber« 
laufen bürfen. ©nblicp erbte er nach bem 2obe feiner SRutter 
beren Schloß unb $ofmarf £aibpaufen bei SWünchett 
(1729)* 


Digitized by Google 


oos fttifftl. 55 

©raf 9Wa* ©ajetan flarb am 28, 3uni 1752 in einem QUter 

X 

' von 82 3abren unb würbe in ber Familiengruft ju Oberalting 
beigefc$t. 

§. 23. ' 

2)c$ ©rafen üttar ©ajetan Fibcifommifjs9?acbfolger würbe 
fein 0obn ©lerne nß ©aubenj, weld;er fc!>ori alö Unioerfals 
erbe feiner üflutter (1737) 112/000 fl. geerbt batte, mit betten er 
grojjtentbeilß bie ©cbulben feineß ÜBaterß tilgte. 33on 3ugenb 
auf ©olbat, bann Diplomat batte er weoer bie Äenntniflfe »on 
einer ©utß&erwaltung nod) bie £uft ba$u, wepbalb er, bern Söei« 
fpiele feineß 23aterß folgenb, Gcefelb nur ju feinem Vergnügen 
befugte unb bie meiflc 3eit in 5ftünd;en »erlebte, wo feine Qln« 
tocfenb^it alß Oberjlbofmeifler ber oerwittweten jtaiferin OTario 
timalia (1755 — 1762 J unb fpdter alß Oberftbofmarfd)aH beß 
Äurfurftcn Eftar Sofepb (1762 — 1766) notbwenbig war. 2)ar« 
auß ifl eß auch erfidriicb, bajj unter ibrn für ©eefelb nicbtß be* 
fonberß 2)enfwurbigeß gefcbal;. 

©r war »ermdblt mit Cucretia, geb. SWarcbefe QlngelellbQJIaU 
&«iji (T 30. ©ept. 1755) unb ftarb 10. SWdrj 1766, ©ein üeicb- 
ttam rubt ;u Oberalting. 

§. 24. - 

2)a beß ©rafen ©lemenß ©aubenj älterer ©obn Sftaximi« 
li an wegen feineß binfcnben Fujjeß gleich bem berühmten SLal» 
lepranb auf baß priir.ogeniturrecht »erlebten nutzte, fo würbe 
ber jüngere ©obn, ©raf Ql n ton, 3nbaber beß Fibeicommiffeß. 
Slucp er batte jtch in feiner 3ugenb bem ©olbatenftanb gewibmet 
unb war bann nach feiner 58ermdblung mit ©manu eie, geb. 
©rdfin ©eblinijjfi alß OberfiaHmeifiev am £>cf beß SBifchofß »on 
r Srepftng in SDienfte getreten. 9?acb feineß JBaterß 2obe ging er 
in baprifche ©taatßbienfte, fiel aber halb in bie Ungnabe beß 
Xurfürften 5)lar 3ofepb/ welcher ibn auf feine ©üter »erwieß. 
jpier befchdftigte ftch ber geiftig unb torperlich frdftige 9)2ann 
bauptfdchlich mit ©efcbid)te unb 9faturroiffenfcbaften unb erwarb 
ßth in biffen Fächern fold>e dtenntnifTe, baß er eine lanbwirtb* 
fcbaftliche Preisfrage über ben £opfenbau lofle unb mehre ge* 
fthuhiltche unb otonomifebe 23orträge in ber Qlfabemie ber 2Dif* 


56 ’ 6t(rlprl)tf 

' 

fenfcbaften hielt. Von mehreren gelehrten unb lanbwirtbfcboftlt* 
eben ©efedfebaften jurn SWitglieb erwdhlt, würbe er (1780) 93 U 
ceprdflbent unb (1793) wirflicber tyrdftbent ber 5lfabcmie ber 
9E8iffenfcbaften ju aftüneben. 

Unter einem folcben Spanne burfte ©eefelb mit S^ecbt ffcb 
©roßeS erwarten , adei«, ber neue Äurfürft jtarl Sbeobor entjog 
ibn bem engen Äreife einer gutsberrlicben 93erwaltung, inbem er 
ihn (1779) jum geheimen Jflath unb beoodindcbtigten ©efanbten 
beim griebenScongreß $u Slcfd^en ernannte. 

9llS ihm aber ber Äurfürft (3. Senner 1785) fogar bie ©teile 
eines #of!ammerprdjibenten unb (4. 2Hd rj 1785) bie Olefpicirung 
aller baperifeben unb oberpfdljifcben jtammeralsöommercial* unb 
fonftigen ofonomifeben ©egenftdnbe übertrug, glaubte er nicht $u* 
gleich auch tie Verwaltung feiner ©üter führen $u fonnen unb 
übertrug bober biefe feinem ©ohne (Siemens, welcher flcb in 
hemfelben 3«hre mit3ofepho ©rdfin Ütfinucci oermdhlte. 

Erft naebbem ©raf 9Inton (11. SDec. 1787) baS 2)irectorium 
beS ginanjminifteriumS niebergelegt hotte unb fpdter als OberfT# 
bofmarfebad, bann Oberftfdmmerer unb enblicb Cberflhofmeifter 
mehr 5Ruße gewann., fleh feinen frühem fiicblingSbefcbdftigungen 
wieber jujuwenben, unterftüpte er feinen ©obn gern im febmieri* 
gen 93erwaltungSgef<bdft. VcfonberS benfwürbig aber bleibt bie 
Errichtung einer gelbbau* unb 3ogbfocietdt, welche namentlich 
feinen Untertanen Gelegenheit jur Erweiterung ihrer Äenntniffe 
geben, babei jur 93erbefferung beS 9lcferbaueS unb ber SOiefen* 
(ultur, jur Belohnung beS gleißeS unb einer cbrifUicben £auShol* 
tung bienen fodte. £eiber löfte ftcb bie ©efedfepaft wegen gar 
gu frembartiger Elemente febon im 3oh re 1807 auf, naebbem fle 
ohne 93erfcbulben ihres eblen ©tifters in feiner 33e$iebung ihren 
3wed erreicht hotte. 

2)ie wiebtigften Ereigntffe für ©eefelb unter bem ©rafen 
9lnton waren, baß Äurfürft Äarl $heobor es am 15* 3uli 1785 
$ur gefreiten $crrfcbaft erhob unb baß ©raf ainton 
(21. 3uü 1803) bie Sei bei genf ebaft mit aden ihren anfleben* 
ben 99ürben, £eib$inS unb SWortuariin unentgeltich aufhob. 

2>aS ©ebloß felbft oerbanft ihm ben 2lnbau an ber 9?orb* 
feite linfs oon ber imtern 93rücfe (ber Neubau), bie ßapede eine 


Mn Scrfrl&. . 




m 

ooOftSnbige • Oteftäuration unb bie ©chwaig Selling eine neue i 
&tr<be. gerner * lieg er einen 1 3ie^cfflcbel am £arb erbauen, 
pffangte bie fcbone (SichenaHee non ©eefelb na<b Selling, per« 
fucbte einen $b«il beb 2lbacbthaleb ju entmäffern unb urbar $u 
machen unb errichtete flott beb ©cbmarjwilbparteb jwifchen £6. 
chenborf unb ©reitbrunn einen ©ocbmilbpart im ^üblaich. 

Sllb bie franjofifche Oteoolution im beginn beb 19. 3ahr*> 
bunbertb auch in Seutfchfanb ihren (Einfluß übte unb bie befie» 
henben SBer^ltniffe in kapern burch rafch aufeinanber folgenbe > 
(Jbicte umgeftaltet mürben, beforgte ©raf ttnton, baß ber alte 
©lang feineb Jpaufeb burch bie Aufhebung ber gibeicomraiffe unb 
bwrcfr unaubbleibliche @rbthei(ungen gefdbrbet »erben tonne, 
©em oorgubeugen föentte er fchon am 7. CWSrg 1808 feinem ©ob» , 
filemenb fein gangeb liegenbeb unb fahrenbeb, je^igeb unb tfinfti* 
geb ß)erm5gen , »oburch er allen (Srbanfpruchen feiner Tochter 
nach feinem Sobe ein %it\ fepte. 

t> ©er cbfe SWann ftarb in golge eineb IBeinbrucheb am 6. gebr. i 
1812 in einem ©Uer Pon 87 3ahren. 

$• 25. 

' ©raf (Slemenb, fchon feit 1785 3lbminifirator ber österlichen 
©fiter unb feit 1808 unbefcprSntter ©igenthfimer berfelben, trug 
»iet $ur 23erfch6nerung ©eefelbb bei, namentlich burch bie fBer* 
befferung unb neue Einlage beb englifchen unb ©ab*©artenb : 
(1803 — 1806) , in welchem festeren er flcf), unb feiner Familie 
gum Vergnügen ein ©orfchen oon fünf tleinen $Sufern erbaute 
(1822), toelcpeb 9intrachtbhaufen genannt »irb. ferner lief er 
bie &aftanien« unb $appelaHee pon ©eefelb nach ©üntbering unb 
bie Obfibaumaßee pon ber ©Sgmfible bib jur ©c^tffhütte anlegen. 
3n bem an ben englifchen ©arten anfloßenben gafangarten er« 
baute «t ein neueb gafanhaub unb betrieb bie Sucht biefeb geben 
ferilbeb fo großartig, baß eineb Sageb binnen g»ei ©tunben 300 
©Sbne gefcpofien »erben tonnten. 2 )a aber bie gafanerie bie 

gange gorflrente oergehrte, »urbe ber gafangarten burch höhere 
©ingSunung in einen Werter für einige ©tßcf £ocpwilb per» 
»anbeit. 

2fn ben ©chloßgebSuben felbft oerSnberte ©raf (Stemenb fcf>r 
oieleb. ©en großen ©aal auf ber 9?orbweftfeite perwanbelte er 


j 


Digitized by Google 


tefrijulfu «*n 0*frlir. 


in «inen ©ang'unb brei 3immer, unb butcb Stoffefcung e«n«6 
franjoftfcben 2)acbjUibleS gewann er eine ganze Oteibe bon 3itn* 
mern. ferner erbaute er ben (Sommer feiler, ben SDtafhuebflaH, 
bin bcrrfäcftticben ^ferbftaU unb ben Oelonomiezugbiebftall, fo 
wie bie gegenüberfiebenbe Söagenremife, ben §lügel beS äufjern 
©cblof bofeS , welker bem IBräubauS gegenüber {lebt unb enblich ' 
baS Sweater, welche^ (13. Suni 1789) in ©egenwart beö Kur* 
fürften unb vieler höben $errfcpaften mit ber Oper Orpheus er* 
öffnet würbe unb fpäter noch oft frobe ©tunbcn gewährte. 

2)abei würbe jeboch auch ber ttrmen nicht oergeffen, benn 
©raf (Siemens gränbete burch Slnweifung eines tbeilS ber guts* 
herrlichen Stenten einen QlrmenfonbS unb erweiterte baS ©pital 
$u Oberalting burch bie fogenannte flementinifche (Sboleraftiftung. 

(Srbanfprücbe feiner ©chwefter« oeranlafjten ben ©rafen (Sie* 
menS $ur SÖeräuferung feines SlntbeilS an bem ©Ute Steufabrn 
unb an ben $ofmar!en Petting unb (Siterbofen. (Sbenfo nötbig» 
ten ihn bie folgen ber fchweren Kriegöjabre unb bie Erhaltung 
einer febr zahlreichen Samilie zum Verlauf ber $ofmarfen 28ip» 
penbeim unb ^aibbaufen (39. 2>ec..l826), fo wie ber ©cpwaige 
«rzla. 

• Um aber feine übrigen ©üter bem SDtannSftamme feines 
jpaufeS }u erhalten unb allen Srbflreitigfeiten nach feinem $obe 
»orzubeugen, erneuerte er baS frühere gibeifommiß bom Sabre 
1S66, als belfen <5rben er feinen älteren ©obn Sofepb# ©raf 
bon 5Iorring»©eefelb ernannte, welcher feit feines S3aterS 
2obe (3. Sänner 1837) im SBifty beS f ebenen ©Utes ift. 2)a tS 
mif beutet werben fönnte, wenn bem ßebenben £ob gefpenbet 
wirb, fo überlaffen wir baS Urtbeil über Dilles, was ©raf So« 
fepb für ©eefelb getban, einer fpätern 3cit unb in ber ©egen« 
wart benen, welche zur £ufl ober Belehrung baS liebliche €$( 0 $ 
am $i(fenfee zum 3iel eines länblicpen Ausflugs fleh erwählen. 


% 


i 


Digilized by Google 


V • 


\ 


II. 

% 

$ttad)ricf)ten 


iibtt 


. 



% 


/ran3 ^tnbreao &d)ega, 


d)utbaper. ^ofmebaidcut in 2Äü nd)en, unb S3efd>reibung ber 
non if>m netfertigten SRebaiöen. > . 


Pie in ben 3ahre$berichten be$ biftorifcben 23erein$ non 
Schwaben unb Ofeuburg für 1836, 1839 unb 1840 enthaltenen 
^richten über ben berühmten Qlugöburgifchon ©iempelfchneiber 
?hil. Heinrich Füller, ncbft Schreibung eine* großen SheileO 
ber non ihm nerfertigten üftebaiflen unb Ühaler *), neranlajten 
mich, bie STtebaißen * Arbeiten be$ berühmten Üflüncpener ©tem* 


pelfchnriberS $ranj Slnbreaä ©cp ega ebenfalls in einem 23cr^eicb* 
Riffe ju betreiben, unb id> gebe nun ein folcheö auf ben folgen* 
ben Slüttern, mit 23oraudfenbung eine* Umriffeö ber Eebenäum* 
iUnbe unb be& 2Dirfen$ biefe$ ausgezeichneten Äünjtlciö. 

©chon im 3ahr* 1770 erfchicn bie erfte biogrophifche 9?acp- 
rieht über ©epega (non ber £anb beö geh. Otathd o. Cippert) in 
fcer $lug$burger ftunflfteitung ber taiferl. Slfabemie unb ßorenj 
SBeftenrieber roieberholte biefelbe in feinen Beiträgen jur pater* 


*) Unter gelteren ftnb aber »iele ©tütf« aufgrf&brt, bie nie al* Xftaler «rffifrten, 
fetbttn atf sollen« ober filbernc SDlfbatHcn in t>«rf$ifbea«n ©rbf cn ßfprdgt warben unb • 
t«kc |n liefen gewinn» 


/ 


23on 

<3. $). peterUin 


Digltlzed by Google 


I 


I 


00 übet 

länbifchen $iflorie I. p. 385/ mit bem SSerfprechen, ein Serjeicp* 
nifl ber fümmtlicpen Arbeiten ©cpega’d nach juliefern, welcped 
aber nicht in (Erfüllung ging. 

granj 5lnbread ©cpega mürbe geboren ben 16. 3<$nner 1711 
ju SRubolppwerth ober 9?eufi<5btel, einer ©tobt in Krain, unb war 
bei* jweite ©opn bed bortigen 93ürgerd unb berühmten 23ücpfen* 
macherd SInbread ©cpega unb beffcn ©attin Katharina, einer geborncn • 
ßafteljin. grüpjeitig oom 23ater in beflen ©ewerbe unterrichtet, 
unb in feinem 17. 3«hre fchon fo »eit aufcgebilbet, um {ich auf 
bie 2Banberung begeben ju ftanen, arbeitete er jwei S^hre ju ©tein 
in Deftreicp unb !am i. 3- 1730 nach München. £>ier »ar er 
4 3ahr« als SSüchfenmacpergefelle, anfangd bei tyaul Cienparb, 
bann bei ©eorg $apenberb unb befchäftigte fiep hauptsächlich mit 
graoirter unb gefchnittener Sücpfenmacherarbeit. 2)iefed unb feine 
gelungenen 23erfuche im ©iegelfcpneiben reifte feinen ©ntfcpluf, 
{ich ber ©tempelfcpneibefunft ju »ibmen; er übte (ich ju biefem 
(Jnbjwecfe im 3'ichnen unb SBachdbeffiren nach ber Watur, flach 
auch ©ilbniffe in Kupfer unb malte folche in $afieU, unb bie 
erflen oon ihm befannten fieiflungen, fowcpl in ber SDlaler* ald 
in ber ©tempelfcpneibelunfl beweifen, baß er (ich anfangd mit 
beiben Künfien jugleich bei audgejeichnetem Erfolge befepüftigte.*) 

2>ad oon ihm in SBacpd boffirte Portrait bed (Shurfürflen 
(Sari Ulbert, »elched biefem burch ben geh. Sabinetdfefretdr 3°h» 
Sldfan o. 2rioa überreicht würbe, geftel ungemein, unb ed mochte 
erwünf'ht gewefen fepn, enblich einen gefchicften Künjller biefed 
gaeped in München ju be(i$en,„ nachbem feit längerer 3*it bie 
baperifepen üflünjen, ,befonberd bie Kopfe auf benfelben, fehlest 
gefchnitten waren unb man (ich bei ©ebarf einer Sftebaifle ohne« 
hin immer an 2Judmärtige wenbeit mußte. 

©cpega würbe baber am 12. 2>ecember 1738 ald ©tempeU 
fchneiber bei bem cpurfürftl. SWünjamte in München angefieHt, , 


•) 3 m ©Ojloffe ju 9 tipmpl)enbur 0 waten fr&bet non ©dbtßa’ß Jfcanb : baft ®ilbnif 
bei (HjurfurfUn öatl TCibert, im Älter non 4t 3afiren (fofetn o. 1719) , bann jenes ber 
e&ttrf&rftfn QJiaria Ämalla non 1739, be* Cl)ucfüt(ien Sftarlmil. 3ofep$ unb bet 9>rin)ef« . 
ftn Sfjerefta SBenebilta, IS 3a$r alt (fobin au<$ o. 1739). (©. Stagler'ö ÄintHerlesifon), ■ 


Digilized by Google 


M ran? 3tnd«af 8djt ft. 


61 


unb mit einem baper. Reifer ticfc6 SabreS (jugleitb ber einzige 
von Sari Sllbert als Sburfürfl, bie S3itariat6t^aler ausgenommen) 

' unb ben $wei 27?ebaillen ton 1739 (Verjeicbniß 9?ro. 1 unb 2) 
lieferte er feine erjten großem SRünjen °). 

2 )aS 1740 ton Sari SUbert geführte OleicbStifariat unb bef# 
fen 1742 erfolgte 2öabl $um beutfeben ßaifer als Sari Vll. 
gaben ©cbega Gelegenheit jur Verfertigung ber febr febonen 
baper. Vifaviatömünjen in ©olb unb ©ilber, ber SGBablmebaiÖen 
unb befonberS beS ÄaifermebaiöonS ton 1742 (Wro. 11), welcher 
ju ben größten baperifeben ÜJtebaiHen gebart; auch bic Sorrent* 
münjen, barunter ber febone unb feltene Äaifertbaler ton 1743/ 
finb toti feiner £anb. 

2)aburcb wiberlegt (leb bie Angabe in ben oben erwähnten 
biograpbifeben 9?otijen/ baß ©cbega nach SluSbrucb beS oflerrei* 
ebifeben ©ucceffionSfriegeS ohne Vefcbäftigung beim SKünjamt 
unb fo terbienjtloS gewefen wäre, baß er (leb aus 9?otb unb um 
bie ©einigen ernähren $u tonnen, ^dtte mit $etfcbierfcbneiben 
abgeben müjfen. 

Unter Shurfürft Wax Sofeph III./ bem ©ohne unb SWacbfoU 
ger Sari Ulberts , batte ©cbega in ben erflen fahren außer ben , 
VermäblungSmebatllen ton 1747 nur bie bamaligen tleinen Sor* 
rentmünjen ju febneiben, barunter einen fronen 23ifariatS»2)ufa» 
ten ton 1745/ verfertigte aber ingtvifeben unter 9lnbern 1746 für 
ben Sarbinal 3ob. $b*obor ton Vapern unb 1750 für ben Sbur« 
fürflen ton S6ln Siemens 5lugu(t, fo wie für bie baperifebe 95rin» 
jefftn Sftaria 5Jnna Sarotina treffliche SWebaiUen. 

©eine bisherigen Stiftungen erwarben ihm bie ©ännerfebaft 
beS ©rafen Gigmuub ton £aimbaufen, ber 1751 27tüna* unb 
SBergwerts*$rd(ibent würbe $ bureb ihn erhielt er feine tynfleßung 
als eburbaperifeber ^ofmebaiüeur. 

2)ie baperifeben Sorrentmünjen, als gan&e unb halbe Shaler, 
halbe ©ulben/ 3n?anjiger u. f. w., welche ton 1753 angefangen/ 
nach bem neuen SontentionS»20©ulbenfußc in febr großer $Jnjabl 


V .Kleinere QHunjen burfte ©cfcega fd)on rin paar 3a&ren frül)etgef(!&ntttenlja6en. ©o 
fifebt eg unter ben betriebenen ©eprägen ber bagtriföen ©reffen ton 1T36 einige, auf 
t 9 cl$en baö Sruflbilb Carl XlbertS bfel fefconer unb 4&nli<&er ift , alö auf ben anbem 
Stempeln bieft# 3a$ref, unb i$ glaube, bajj fie non tym gemalt würben. 


/ 


62 ' florljriff)!« über , 

ausgeprägt würben, unb troju Schega bie meiften (Stempel 
fc^nitt ♦), befchäftigten i^n mehrere 3«h« ungemein, wohl jum 
9?achtheil* ••) feiner Stiftungen im *Diebaidenfache , benti wir ftnben 
erft 1759 wieber eine «Dlebaifle auf (Shurfürft 2Rar Sofeph bei 
©elegenfceit ber Stiftung ber Sllabcmie. 

$>och führte er einige Aufträge für tyribate unb Auswärtige 
ou6, unter ßepteren bie GenfecrationSmebaiden für ben 23ifchof 
Abam Sriebricb oon dBürjburg unb Bamberg oon 1755, bie ju 
feinen gelungenften Arbeiten gehren. 

3m Sa^re 1758 nach 2Bien berufen, lieferte er jwei SWebail* 
len für ben dürften bon £ichtenftein; er fam 1766 abermals ba« 
bin, um baS Portrait ber Äaiferin ÜRavla $&crefta ju boffirenj 
bie früheren Nachrichten fagen aber nicht ju welchem 3wecfe, unb 
eine SWebaide auf bie äaiferin bon Schega'S Jpanb ift mir wenig« 
ftenS nicht befannt. 

y?cbft einigen fchonen dRebaiden für Sjmrfachfen unb baS 
SBiSthum Srepftng bon 1763 unb 64, fchnitt er nun auch meh- 
rere baperifche, worunter ft(h 9>ortraitmebaiden auf ben §hu?« 
fürften unb bie Ghurfürftin ohne Sa^ree^ahl unb jene für ben 
$er&og (Siemens Sranj be $aula unb feine Semahlin aus* 
jeichnen. ' 

(jnblich begann er 1768 im Aufträge bei Shurfürften SWax 
3ofeph fei« borjüglichfteö SBerl, bie [Reihenfolge ber baperifchen 
[Regenten in 18 «portraitmebaiden , welchen ber geheime [Rath 
b. ßori bie Auffcpriften perfafte 2>iefe Suite war 1770 bon 
Schega bodenbet unb erwarb ihm bie gerechte Semunberung feiner 
3eitgenoflen, fo wie fte ihn in ben [Rang ber erften äünftter im 
^ortrait«dRebaidenfache erhob. 


*) Unter ben Jähheiten Gontention«*£bal?rn G&ntf. »Kar Sofepb’« non 1753 bi* 
im (fcber 7« t&etl* in b« Sabril , t&eil« Im ©epr&ge raebr ober weniger »ergebene 
Stempel) finb einige au« ben fec&jfget 3ab«n, im »erglei# ju ben ton <5<bega gewöhn* 
ten TCrbeiten, jiemli# f$le<bt gelitten unb Ibnnen baber «i<^t ton i&m fepn. 

Ql giebt au<b einen Srauent&aler , ton 1758, beffen »rufibflb man ©<bega feb* 
•’wo$l juföreiben tbnnte, wenn ntept bie unter bemfelben brftnblicpen «einen ®u<btfaben : 
B. S. auf einen anbem ©rateut binbeuten würben. 

••) ge&n 3abte früher batte Gburfürfl Gatl Zbfobor öon ber^falj bie ftefbenfolge 
ber pf&ljifcben durften ton bem SRebafUeur TCnton in 30 ^ortraitmebatllen gra* 

»iren lafftn, wel$e ab« feine« JöeTgleUb «ft be» ©#ega*f$e« au«b«lten. 


f 


Digitized by Google 




Jrn} Zuhtat JMfta, \ 4$ 

fluch bie neuere St\t, welche fo bebeutenbe SRebaideure (er* 
»orbrachte, muß ©cbega’6 reiner unb (leerer Art, in €ta(l zu 
fchtteiben, oeflen Scifafl joCfen. Sei jierlic(er 91u$führung ber 
2)etail$, gefchmaefoodem Faltenwurf ber ©ewänber, batte er eine 
tf<b(t wei^e, ungezwungene unb meineö Dafürhaltens noch wenig 

* 4 

dberlroffene Sanier in Sehanblung ber £aare unb bei ^elg* 
wer!d , unb wirtlich fann nur bei folcher Se(anblung, ber auf 
ben bamaligep Ntebaiden übliche reichliche £aarf<bmucf, eine Art 
Uebergang oon ber unförmlichen fldongeperücfe in natürliche 
lange weflenbe £ocfen, für ben ©efchauer gefällig erfcheinen. 

. > 4 * 4 

fluffadenb ifl übrigens auf manchen feiner SRebaiden ber zu 
grefle Schnitt beö flugeS. 

Scbega'S lepte Arbeiten (mb bie flkferbau*$reiSmebaiflen oon 
1773, bann eine .ÜRebaide non 1775 auf baS 3Rilitair*£azareth# 

|U »eichet aber ein Älterer 51uerS(tempel »erwenbet würbe, unb 
eine äRebaide auf ©eorg Friebr. Dittraer oon 1774« 

* 

<£in 3ufad brachte ihn nach 1766 um baS rechte Rfuge unb 
nettere 3a(re oor feinem am 6. Dezember 1787 erfolgtem ?obe 
Har er gänzlich erblinbet ' 

j ff , ' ■ I / . * \ * t ^ • f | . 

Schega war feit 1740 mit Anna Katharina, einer gebornen 
Jfteberreiter, oerheirathet unb hatte z^ei Tochter: üRaria Anna 
unb (Jlifabeth, leptere feit 1769 ©attin bei churbaper. Hofmaler! 
%ijlian dBinf, bie anbere 1770 noch lebig. 

Die öftere erwähnten älteren Nachrichten fagen auch# baf 
i»«i ©rüber ooit ihm in 2Bien lebten, ber ältere 3<>hann flnton, 
öen ^Jrofejfton ein Süchfenmacher, oerfertigte mathematifche 3n* 
Stumente unb anbere tünftliche Arbeiten, ber jüngere N.N. würbe 
unter Anleitung beS Franz WnbreaS ©epega einer ber gefebiefteftgn 
Giegelfcpneiber. - 

6 fluch ber bamalige ©tempelfcpneiber in Neapel ©ernharb 
hribernief ober Serger, ein ©cpwejterfohn ©cpega’S, war eben* 
f«ö6 ein ©cpüler oon ihm.. , . A ... 

" ’ "» :•* r* . . - . . • 

l 


Digltized by Google 


' Hflrfjrifljtcn über 


/ 


l 



\ 

¥ 


\ 


SScfdjmbung 

ber Don 

1 

/ r ö n 3 ^lnU(a 0 94^00 
verfertigten üftebaifleti. 


A. Qluf öarl Silbert, <5^urfuvfl von kapern, nacbmal* rom. 

Äaifer ald (Sari Vll., f 1745. 

1. Sföebaifle Von 1739. 

a) CAR. ALB. D. G. V. B. * P. — S. D. C. P. R. 

S. R, 1. A. * K, L. L. 

©ebarnifcbteO 23ruftbilb rechte mit langen, locfigen, 
über ben SRücfcn binabbängenben ipaoren unb umgefcblage# 
nen (Sburmantel. 9luf ber SBruft bangt bie golbene 23liejtfette 
unb über bie rechte ©cbulter ba$ breite 93anb bcö ©eorgL 
orbenö, helfen (Stern vorne über ben (tyurmantel liegt. 

Unten: schega f. 

r) 3 *vei auf Reifen ftebenbe ßowen holten bad mit bem 
Sburbut bebeefte unb von ben beiben Drbenöfetten beO 23lie* 
feO unb btU* ©eorg umgebene, Vierfelbige baperifcb.'Pfäljifcbe 
SBappen, mit bem OteicpOapfel im rotben 9ftittelfcbilbcben. 
3 u ben ©eiten beö (Sburbuteö ift bie auf einem fiiegenben 
Sanbe vertbeilte 3obrjobH MDCCX— XXVllll., unten jtvi* 
feben ben Reibern (lebt man bie ©tabt München im ^profpefl. 

3n ©ilber ju 3 2 * * * 6 * * * /g ßotb foln. Slucb in @olb. Monn, en 
or p. 143. 3n ber ©rojje eine* breiten $oppeltbaler$. 


2. SWebaiHe von 1739. 

3ft Heiner unb von gewöhnlicher Sbalergrofe, fonft im 

$Wgemeinen wie bie vorbergebenbe. 2 >i e 3 *i<t>nungen be$ 

$arnifcbe$, ber 2Bnppeneinfaffung unb beO 93anbe6 mit ber 

Sabrjabl jeigen einige 23crfcbiebenbeiten. 

3n ©ilber ju 1 13 / 16 Cotb- ®olb ju 10 SDufaten. 3(1 

in ©ilber auch ju 2% Sotb, tvie ein biefer 2>oppeltbaler, 

geprägt. 


Digitized by Google 


/ 


Tlnbrr«* Iran} äcijrga, 0$ - 

v 

3. Sifariat4*Sl>af«r turn 1740. 

a) D: G: CAR: ALB: S: * INF: BAV : AC SUP: ' 

PAL: DUX CO: PAL: R: S: R: l: A: « EL. 

% 

©ebarnifchte« 33iujlbilb vccf>tö mit langen Iocfigen Jpaa# 
ren, ©etponbumfchlag unb breitem Drbenßbanb über bie 
rechte (Schulter. 5lm >2lrme: f. a. s. 

r) EUJSQUE IN P: RH: SUEV: ET FR: 1ÜR: CON- 
PROV ; ET V1CAR1ÜS L: L: 1740. 

Der hoppelte 9teich«abler, auf beffen 23ruft ba« mit bem 
23liefi* unb bem St. ©eorgiorben beengte, pierfelbige, hape* 

, rif4>»pfäli. 2Dappen, fammt 9teich«npfel im Sflittelfcbilbchen. 

üttabai 9?r. 482. P. Sct;ulthefl s Dtec^berg 9?r. 452. Monn, 
en arg. p. 208. 


4. Sifariat« Pott 1740. ©emeinfchaftlich mit Gfcuvpfalj. 

a) D: G: CAR: ALB: * CAR: PHIL: S: R: 1: ELEC- 
TORES E1ÜSQ: ’ 

Die 23rufibilber Sari Wlbert« unb beß ßhurfürften (5a rl 
Wlipp pon bcr tyfalj recht« nebeneinatober, beibe mit bem 
golbenen 23lie$ gegiert. Elfterer ift im Jparnifch, hot ba« 
breite Drbenibanb über bie Schulter unb an feinem 2lrme 
fleht be« üftebaiöeur« 9?ame : f. a. s. 

r) IN PART: RHENI SUEV: ET 1UR : FRANCON: 
V1CAR10RUM. (sic) 1740. 

Der hoppelte 91eich«abler , auf helfen 93ruft bie jrcei 
mit ßhurhüten bebecften unb mit bem 23liefj * unb St. 
©eorgiorben behängten 5Dappen pon ßhurbapern unb §hur* 

pfalj nebeneinanbcr. 

3ü auch al« Doppeltbaler geprägt. SRabai Ufr. 479. 
P. 0chultbff*SRechberg s J?ro 453. Monn, en arg. p. 208. 
£xter h p. 437. 

Diefe beiben Xbater (tnb bie einzigen Pon Schega ge# 
fchnittenen (Sorrentmünjen, welchen er bie SlnfangßbuchfMen 
feine* tarnen« bcifeflte, unb ich nehme fle bejtyalb h^r auf. 

• i 


IX. 



# 


Digitized by Google 


I 


60 !tarf)rtci)ttn übe 

6 . @ 3 rofe üflebaiHe von 1742 , auf bi« £aifcr»ahl $u Sranffurt. 

a) CAROLUS VII. D. G. — ROxVl. IMP. SEMP. AUG. 

» \ 

©ebarnifchteä unb belorbeerte* ©rußbilb rec ^>16 # mit 
langen locfigen paaren, urahängenbem, auf bet rechten 
S^ulter burch eine Schliefe befeßigtem £ermelinmantel, auf 
»elchem baö große ©eorgiorbenäfreuj geßieft iß. % Stuf bet 
93 ruß iß bte ©lief fette unö unten am Sinne ßeht: f. a. 

8CHEGA F. 

e) VN10NE ET OBSERVANTIA LEGUM. 

2 )ie mit (Jngeläfopfen gegierte ©unbeelabe, batauf ein 
offenes 93 uch (bie tafeln 2 ftoß*> mit bet 3 nM>nfU DECA — 
LOGVS. OlechtS oben bie ßrahlenbe Sonne. 

3m Slbfchnitt in einer jierlichen (Jinfaffung von Sehnig 
wer! bte Schrift in 3 3«ilen: 

IN MEM: ELECT: FACTAE FRANC: 24 1AN: 1742. 

3n Silber ju 8 Cotf. Sluch in 93ron$e. 

r __ * ** 

• 6 . @rofe SJlebaille v. 1742 , begleichen. 

a) 2 Bie auf voriger 9 ?r. ß. 

r) £at : UNIONE unb LOGUS (mit U ßatt V), ba« 
Ucbrige »ie hei Voriger, aber von merf lieh verfchiebenem, 
in ber 3 *i#nung ber ©unbeSlabe, be$ lobend unb ber 
Schnihtverfeinfaffung, »eiche Septere Viel bünner iß, abmeU 
chenbem Stempel. 

3n Silber ju 8 Soif. 

7 . @rofe ÜTIebaiöe v. 1742 , begleichen. 

a) CAROLUS Vll. D. — G. ROM. IMP. SEMP. AUG. 

2 )a$ geharnifchte ltnb belorbeerte ©rußbilb im SlUgemeU 
nen »ie auf 9 ?r. 5 . 2 )er utngefchlagene jpermelinmantel ifl 
hier aber von ganj verfchiebenem §alten»urf, ohne Schließe 
unb außer ber ©lieffette ßeht man auf ber 95 ruß baS breite 
93 anb be$ SeorgiorbenS, »elcheS unten am Blanbe ber 9 We* 
baitle mit baranbängenbem Orben#freuje »ieber &um ©or* 
fchein fomrat. Slra Sinne: f. a. «chega f. 

e) 2 Bie auf ber vorbergehenben SWeb. 9 ?r. 0 . 

3n Silber $u 8 £oth. 


« 


< 


Digilized by Google 


I 

I 

ir°n| 31 afcta* fifljrja. . _ Qf 

8. äBebaiOe #cn 1742, l<«g(. 

a) CAROLUS VH. D. G. — ROM. IMP. 8EMP. AUG. 
©t&arnifc&te« uni) belorbeerte« SrufU’ilb reifct*, mit lan« 
g«n ledigen paaren unb umgefcfclagenem $ermeiinmaniel, 

auf »<lc(>em ba« ©eorgiorbenitreuj geflirft ift. Unten: f. a. 

ICHKGA. F. 

*) UNIONE ET OBSERVANTIA LEGUM. 

SSarfleQung ber Bunbeilabe u. f. ». n>ie auf <Rr. 5. 

Ruf bera Buche: DECA LOGUS. unb im $lbf$ni!t in einer 
©ehnijmerleinfafiung 3 Beilen : 

IN MBMi ELECT: FACTAE FRANC: 24 1AN: 1742 . 
3n ©ilbet 2Vi« unb 3 £ot&. Siucfc in SBienje. Shalergtife. 

9. äReboiHi oon 1742, be«gl. 

a) 2D(e Auf ber Vorigen 9?r. 8, ober ohne Drben«* 

freuj ouf bem £ermelinmontel. 

» 

») 23unbe«lobe u. f. tr. nie oorber, ober »ott gowj per# 
febiebener 3<i#nung. £ot VNIOi\E unb LOGVS unb bie 

fcrei^eilige ^ebrift im 2lb|(bnitt ift ohne ©rbni ptoerfein* 
faffung. 

3n ©Über *u 3 ßoib. Shakrgrofe. frnouer P . 147. 
®*rgl. Seifer (äot. p. 120 9fr. 576. 


10. lÄeboille oon 1742, be«gl. 

3ft Keiner unb bo« DrbenöBreuj ouf bem &ermelinmontel 
fehlt, übrigen« gouj n?ie bie ärteb. 9fr. 8. 

3 *t Silber ju 1 Coth. Wucfc in SSronje. |>olbe Spa* 
lergroge. 

giebt noch jnei Keiner« «WeboiHett oon 1742, ohne 
Bornen be« ©ropeur«, ober mit berfelben Söorfteflung nie 
ouf obigen 9?r.5 bi« 10. ©ie nurben bei ber&oiferfronung in 
Sionffurt ol« Wu«wurfmünjen gebraust, unb bie grofere 
- W Solb ju 2 $ufoten, in ©ilber $u 6 /i« Coth, bie llt'u 
nere in ©olb ju 1 2)ufaten, in ©Über ju jßot& ou«« ' 
geprägt, jebe ©orte Pon zweierlei ©iempef. 

34 > Wüte Re nicht für Arbeiten ©chego’«. 

v t 

5 a 


/ 


68 ' 8arl)wi)tfn iibrr 

11. SWebaißon Pen 1742. 

a) CAROLUS Vll. D. G. ROM. IMPERATOR SEMP. 
AUG. - 

* V 

©elorbeerte* ©ruflbilb rechte im Stbuppenbarnifeb auf 
öliromifcfce $Jrt, mit langen locfigen paaren, umijin* 
genber ©lieftfette unb breitem ©eorgiorbenäbanb. . 

2luf bem umgefcblagenen £ermelinmantel ift bad Orbenö« 
Frcuj geftieft. Unten: f. a. bchega f. 

r) MARIA AMAL1A ROM. IMP. D. CAES. 10SEPHI 
F1L1A. 

©rufibilb ber Äaiferin linfö, mit einem Ärontben auf 
bem $aupte unb tyerlenfcbnüren in ben Jpaaren. 

2) er umgefcblagene Jpermelinmantel wirb über bre ©rujl 
bureb eine Spange Pon (Steifleinen jufammengebalten. Unten: 

F. A. SCHEGA F. 1742. 

3« Silber $u 16 ßotb» 2lucb in ©ronje. 3f* eine ber 
groften baperifeben üflebatllen. 


12. SPiebaifle mit IRePerÄ pon 1792. 

a) CAROLVS Vll ET AMALlA AVGVST1. 

2>ie ©ruflbilber be$ Äaiferd unb ber Äaiferin recht* 
nebeneinanber, er gebarnifept unb belorbeert mit auf ber 
©ruft büngenber ©Ueftfette, fte im umgefcplagenen Jperraelin* 
mantel. Unten am Sinne bed Raiferö : schega f. 

r) CAROL. THEOD. S. R. I. ELECTOR ElVSQ. VIC. 

1TERVM AN. CIOIOCCXCII. PR1NC1PATVS SVl 

ET CON1VGII SEM1SAECVLAIU REST1TV1T. 

I. M. BUCKLE F. 

i * 

3n Silber $u 4 Potb. Slucb in ginn.. 

3u biefer pon Scpega unpoßenbet geladenen üflebaiÖe, 
würbe ber DteperS erfl 1792 auf ©efebl be$ ßburfürften (5arl 
Sbeobor bei Gelegenheit feiner 50j<$brigen Regierung* • unb 
©ermäbtungftfeper Pon bem (Sarleruper $ofmebaißeur 3op. 
Martin ©ücfle perfertigt. 


p 


Digilized by Google 


Jraaf Jlnbrtßt Set jrja. 


69 

i 

S. ?luf SJJnrimilian 3of«Pfr III., G&urfürfl scn S3a$ern, 

f 1777. 

I 

13. SJfebaiHe oon 1747, auf be* Sburfürften Sermd^lung mit ber 
ficbfifö«« ^Prin^effin -Ularia Rlnna. 

a) D. G. MAX. 10S. ü. B. * P. S. D. C. P. R. S. R. 

1. A. * E. L. L. * M. AN. R. P. P. * S. 

2)ie jugenblicben Bruftbilber be* Brautpaare* recht* 
nebeneinanber, er im Jparnifcb mit umbangenbem großen 
@eorgiorben*banb , an welchem unten ber ©lern, fte im ge* 
(tieften bleibe. Unten, f. a. schega f. 

e) DESIGN ANT AMBO SEREN UM. 

(5ine bergige, ron einem Sluße burchfchnütene Canb» 
fchaft, liber welcher jwei Regenbogen erfcheinen unb im £in* 
tergrunb bie aufgebenbe (Bonne. 

Borne recht* (lebt an einem Seifen be* IRebaiHeur* 

tae trieb er, mit : f. a. s. 

3m ^Ibfebnitt in 3 3*Üeit: 

BAVARIA DUPLICI CONNUBIO FELIX MDCCXLVU. 

3n ©Über ju 2 3 / 4 £otb- Sinauer p. 158. Sinfterwalb 
p. 2654. 

14. Eiefelbe üfiebaiUe oon 1747, aber oon einem Heineren, nur 
halb fo großen Stempel, wie Vorige. $er Rame be* 2fte* 
baißeur* ift auf bern 2l»er* mit: schega f. au*gebrucft. 

3# fab biefe £0?eb. nur in Blei unb mit einem ©tem» 
pelriß, weßbalb ft« wabrfcheinlich nicht weiter au*gepr5gt 
würbe. 

15. Äleine golbne 23erm5blung$* üfletaiße oon 1747. 

a) D. G. M. 1. U. B. * P. S. D. C. P. R. S. R. L A. 

* E. L. L. * M. A. R. P* P. * S. 

£ie ©ruftbilber be* Brautpaare* recht* nebeneinanber, 
beibe in leichtem ©ewanbumfchlag , ber (^^urftkrfl gibarnifcht 
unb mit bem auf ber Bru(t bängenbera golbnen ©ließe. 

b) DESIGN ANT AMBO SEllENUM. 

Canbfchaft mit bem Regenbogen unb ber ©onne wie auf 
ber Porigen größeren SRebaiße. 


Digitized by Google 


70 


i 


ttarljmtyf* über 


'S 


3« Wfftnitt in 3 Seilen: 

BAVAR: DUPL: CONNLBIO FELIX. 1747. 

«uf bciben Seiten fe^It t>i«r 6er 9?ame 6e« 9Re6aiDeurt 

3n ©oft JU 1 2>u7ateri. Monn. en or p. 144, 


16. ©tdnbifcbe «IMfentmeb. p. 1*47, bei berfelben Bernnlaflung. 

A) D. G. MAX. 10S. U. B. * P. S. D. C. P. R. S. R. 

I. A. * E. L. L. * MAR. AN. R. P. P. * S. 

2)ie Bruflbilber bei Brautpaare« recht« nebeneinanber, 
er im £arnifcb mit langen ledigen paaren, umbangenbet 
S3lieffette unb umgefcfclagenem, auf ber ©Nulter bureb einen 
£6wenFopf befejligtem £ermelinmantel, auf welchem ba« 
©eorgiorben«Freuj geftieft i(l, fle mit 2>iabcm im Äopfpube. 

< Unten: r. a. *. 

*) BENEDICAT VOS 0MN1P0TENS BENED1CT10N1- 
BUS COELI DESUPER. GEN. C. 4Q. # V. 25. 

2)ie ju bem ftrablenben 5luge ©otte« emporblicfenbe B a« 
Paria Fnieet Por einer ^pramibe/ auf welcher bie ©(hilft 
in 9 3*ü*n: ‘ 

Da VIVat baVaaIa IVmCta saXonI.e Ita precaMVb 
statVb boIaeIk. 

9lm guje bertypramibe liegt ber baperifebe TOetfenfcbitb 
at« lanbfcbaftlicbe« ©appen. 3m Slbfcbnitt: schega p. 

. glacbe« Sbalergeprdge. 3n ©olb ju 5 SDufaten, in 
Silber ju 1V J§ £otb. ginauer p. 160. Soacbim I. p # 245. 
SBabai 9?r. 2904. Monn, en arg. p, 209. 


17. ©rofe Sttebaitle pon 1759, auf bie ©tiftung ber fcaperifeben 
$l!abemie ber SBiffenfcbafteu in 9Äuncben. 

a) D. G. MAX1M1LIANUS lOSEPüUS ELECTOR BA- 
VARIAJS. 

©ebarnifebte« Brufibilb recht«, mit in Cocfen lang über 
• ben Olücfen binnbfallenbeu Jpaaren, umgefdjlagenem fermes 
linmantel, auf welchem porne ba« ©eorgiorben«Freu^ geflieft 
. ift, beffen grojie« Banb über bie ©cbulter b<*ngt, an Welcher 


Digilized by Google 


Iran; äibrra« 0dfr|ä. ' 71 

r , 

ein £6»engeff*t erf*eint. ©orne auf bet ©ruft hingt bae 
gelbne ©tief. Unten: f. a. schega f. 

k) MAlORVM GLOUIAE. COMMODO POSTERORVM. 

2Winet»a, mit bera befieberten Jpetm bebecft, jljt auf ' 
einem Subue, (>dlt in ber Rechten ben ©tab mit ber greis 
fceitömü&e unb mit bet £infen einen ©*i!b, auf tretcbem 
eine trigbnometrifche gigur mit ber Umf*rift : 

TENDIT AD AEQUUM. 

Ueber bem §ubu$ fi^t bie Gruie, unb unten rechte an 
ber ßeifte (lebt be$ SDtebaitleurS Warne: f. a. a . 

3m 2tbf*nitt bie Schrift in 4 3etlen: 

ACADEM1A SCIENT. ELECT. B01CA 1N8T1T* 
MONACH. PRINC. N ATA LI DIE XXVIIL MART, 

, MDCCL1X, 

3n Silber ju 6 unb 6V4 £eth. SBurbe au* in ©olb 
ju 50 $ufateti alä afabemif*e $rei6mebaifle au$gegebcn. 
ginauer p. 171. Nippel SW. ©. p. 93. Wr. 830. 


3>te folgenben 8 ©*ega’f*en SWebaiflen 9?r. 18 bie 25 
fmb fimmtli* ebne 3abrp*( unb bie »nhrf*«*nfi*e $f u f* 
einanberfolge ibree Grrf*einen$ fann nur annihernb, na* 
ben aflmälig Alter auögebnicften ©e(l* tätigen bee 0^urfur« 
ften unb ber §burfürftin beftimmt tocrben. 

18. ©rofe SWebaifle ebne Sabrjabf. 

: a) 3 ft ber $t»er$ ber »origen SWebaifle Wr. 17* 

. R) D. G. MARIA ANNA ELECTR. BAV. NATA REG. 

PR. POL. ET SAX. 

v t 

93ruftbilb ber ^^urfdrfltn linte im ©taatlfleibe mit bem 
gefiieften Drbeneftern an ber Unten ©eite unb breitem ©anb 
über bie ©ruft, ©ie (mt ben |>ermelinmanteb umbängenb 
unb eine Keine .Krone in bem mit $erlenf*nären bur*(To** 
tenen Äopfpuj. Unten: f. a. schega. f. 

3n ©ilber ju 6 unb 7 £oth. 9lu* in ©ronje. 


* 


l 


i 


72 


Haci)rtd)trn übet 


19. ®rcf e «Web. c. 3* 

a) D. G. MAX1M1LIANUS 10SEPHUS ELECTOR BA- 
VARIAE. , 


©ehornifchteS ©ruftbilb rechts mit umfcblagenem £er* 
melinmantel, breitem Drbensbanb über bte Schulter unb 
bem auf ber ©ruft bängenben golbncn ©lief. 

4 *> 

2)ie £aare ftnb im Warfen mit einer ©anbfchleife ju* 
fammengebunben. Unten : f. a. schega f. 
b) 2öie auf ber vorigen «Web. Wr. 18. 

3n Silber ju 7*/i« i3ot^- 


20. «Web. o. 5. 

a) D. G. MAXIM1L1ANUS 10SEPIIUS ELECTOR BA- 
VARIAE. 

©ruftbilb bes (Sburfürften im Allgemeinen wie auf ber 
Vorigen Web. Wr. 19/ aber bie £aare ungebunben. Unten: 

F, A. fiCHEGA. 

b) D. G. MARIA ANNA ELECTR. RAV. NATA REG. 
PR. POL. ET SAX. 

©ruftbilb ber Sburfürftin linfs im Allgemeinen wi e auf 
Wr. 18/ aber ohne bie tleine .Krone im Jtopfpu}. Unten : 

SCHEGA. 

3n Silber ju 4 £otb- Auch in ©ronje. 


21. «Web. o. 3. Cum 17(53). 

a) D. G. MAX1M1L1ANUS IOSEPHUS ELECTOR BA- 
VARIAE. 

©ruftbilb rechts mit langen wallenben paaren, im Jper« 
melinmantel/ auf welchem baS Orbensfreuj geflirft ift, unb 
mit breitem DrbenSbanb über bie Schulter. ©orne auf ber 
©ruft, wo ein Z^tii beS JparnifcpeS erftchtlich ifl / hangt ba6 
golbne ©lief. Unten: f. a. schega. 

b) D. G. MARIA ANNA ELECTR. BAV. NATA REG. 
PR. POL. ET SAX. 

©ruftbilb linfs im £ermelinfleibe, mit tyerlenfchnüren iti 
ben paaren. Ohne Drbensbanb unb Stern. Unten : shkga. 


* 


Digilized by Google 


Jrinf .3lnlrr» Btl |ega. 


r 


73 


kleiner aI6 9?r. 20. 3n Silber ju 2 1 /« unb 3 fiotfc: 
9luch in ©ronje. 

22. 2fleb. o. 3* ~ 

5Bieber deiner unb b<*t nur ouf bem Rber« be« %Jlt* 

bailleur« Bornen mit: schkca. Uebrigen« ganj trie bie üor» 
jjergehenbe üTteb. 9?r. 21. 

3n ©olb ju 6 2)ufaten, in Silber 1 £oth unb auch in 
Sronje. Jpalbe 2t)alergroße. 


23. SWeb. o. 3* (um 1771). 

a) MAX. 10S. H. I. B. — CIIURFÜRST. 

©eharnifchte« ©ruflbilb lintö mit umgefchlagenem, auf ber 
Schulter burch eine Schließe jufammengebaltenen Hermelins 
mantel, auf trelchem baö gefticfte Orbenölreuj. 2In ber rech* 
ten Seite ift ein Sl^eil be« breiten ©eorgiorbenö »©anbe« er* 
fichtlich unb auf ber ©ruft b^ngt baö golbne ©ließ an einem 
©anbe. 3m 9?acfen eine ©anbfchleife unb unten am Sinne: 

SCHKGA. 

»> MAR. ANNA ELECTR. B010AR. — NAT. REG. 

PR. POL. * SAX. y y 

©ruftbilb linf« mit bcm auf ber linfen Schulter burch 

i 

eine Schließe befeftigten Jpermelinmantel , auf trelchem ba« 
Orbenßfreuj geftieft ift, breitem ©anb über bie 33rufl unb 
tyerlenfchniiren in ben paaren. Unten: schbga. 

3n Silber ju 2 £oth unb in ©ronje. 2luch mit schbga 
f. am 21rme be« ßburfurften. Sl^alergro^e. 


irifi 

* l > 


24. 3Keb. o. 3- (um 1773). 

a) MAX. III. BOIOR. — DUX. S. R. 1. ELECTOR. 
©eharnifchted ©ruftbilb recht« mit umgefcblagenera, auf 
ber ©ruft burch eine Schließe jufainmengebaltenen Hermelin* 
mantel, breitem Drbenäbanb unb ber ©ließfette auf ber 
©ruft. 3n ben paaren eine ©anbfchleife. Unten: schbga. 

m) ©ruftbilb ber ßhurfürftin mit Umfchrift u. f. »ie 
auf ber vorigen *DIeb. 9?r. 23. 

3n Silber 2 Coth- SIbalergroße. 


/ 


tUHjririjtni «btt 


21 Jtlttnt ®?ebaifle 0. 3- 

a) MAXIMILIAN. III. B0J0R. DUX S. R.l. ELECTOR. 

©ebarnifcbt'6 ©ruflbilb recht* mit bem auf ber Schuf# 
ttt befefligten £erm«linraantel uttb einer ©anbfaleife in ben 
^o«ren. Auf ber ©ruft «fl ba* breit« Drbenbbanb unb |>Üngt 
ba* golbne ©lief. Unten: schega. 

e) MARIA ANNA ELECTR. B010AR. NAT. REG* 
PR. POL. ET SAX. 

©ruflbilb linlb im Allgemeinen wie auf 9?r. 23, aber 
ebne Drbenbftern. 2)e6 SWebaiBeur* Warne fehlt. 

Sn Silber $u V# ßotb unb biefer ju 1 Pcty. Auch in 
öronje. 


26. Afobemifche $rei6mebaiBe bon 1763. 

A) D. G. MAXIMILIAN US IOSEPHUS ELECTOR BA- 
VARIAE, 

4 

2)e6 ßburfürften ©ruflbilb wie auf Wr. 21. Unten; 

P. A. SCHEGA. 

a) BENE MERENTIBVS. 

3m Selbe einen Corbeerfranj unb im Abfcbnitt in 2 3eilen: 
ACADEMIA BOICA MDCCLXlll. 

Sn Silber $u 2% unb $u 3 2ot|>. SinaUer p. 172. - 

• • 

27. tyreifmebaifle »on 1771, für bie *pf«rbejucbt. 

a) MAX. 10S. H. 1. B. — CHURFÜRST. 

$ef (Sburfürflen ©ruflbilb linfb wie auf Wr. 23. Am 
Arme: schega. 

e) LOHN DER PFERDZÜCHT. 

6in fpringenbe* $ferb ton ber regten Seite. 3»» Ab* 
fönitt 1771. 

3n ©olb ju 10 Dufaten, Silber ju 2, 2 1 /* unb 3 ßotfc. 
3B auch in Sinn unb ©ronje ausgeprägt. 

■-■■■■ ■ ' ■ .. m \ 

' 28. kleinere $rei*mebaifle be*gl. 

a) MAX. 10S. H. I. B. CHÜRFÜRST. 

©ruflbilb recht* wie auf Wr. 25. Unten : f. a. S. 


I 


Stau) TUfcrea» Srijrge. 

») LOHN DER PFERDfcÜCHT. 

Qin fpringenbed q>f«rl> von ber rechten Seite. $m fft* 
fcbnitt : 1771. 

3n ©olb $u 5 unb 3 2)ufaten, in Silber 1 £otb. 3(1 
auch in 23ronje geprägt. 


29. falber S<butprei6tba(er von 1772. 

aj MAXIMIL. III. — BOI. DUX ELECTOR. 

23rufibilb recbtö mit langen waflenben paaren im Jper* 
melinmantel , auf meinem bao ©eorgiorbenäfreuj gefiicft ifi, 
umhangenbem breiten Orbenobanb unb bem golbnen 23liep 
auf ber 23rufl. 

Ä) merentibus. 

Minerva fipenb, mit bem Gefieberten Jpelrn bebecft, in 
ber Rechten einen .Rranj unb in ber hinten ben Spieß hal* 
tenb. 2ln ihrer regten Seite lehnt ber ©djilb mit bem SUtes 
bufenhaupt unb linfa fipt eine C^ule. 3m Qlbfcbnitt in 3 
Beilen : 

SCIIOLIS GERMAN. RESTAURAT1S 1772. 

2fppel Olepert. , II. p. 134. 


30. Viertel Scbulpreiätbaler V. 1772. 

a) 31 AX. 111. BOI. — DUX ELECTOR. 

©ebarnifcfcteä 23rufibilb rechte mit ©anbftfcleife in ben 
paaren, breitem Orben$banb über bie Schulter unb fcem 
golbnen S3licß auf ber 23ruß. 

») MERENTIBUS. 

SWinerva ftyenb im OTgemelneti wie vorher, über bU 
$ule $ur Olecpten unb bet Sc&ilb jur Binfen. 3« Wc$nitt 
in 3 Beilen: 

SCHOLIS GERMAN. RESTAURAT. 1772. 

Jfciefe unb bie vorige Kummer ohne tarnen beb SOte» 
böiüeurO. 


31. $rei*mebailie von 1773 für ben Qlcferbau. 

a) MAXl III. BOIOR. — DUX S, R. h ELECTOR. 


n 


Aber 


$e* Cburfürften 53ruflbi(b recht* , »i e auf 9?r. 24. 
Unten: rchbga. 

») LOHN DES ACKERBAUES. 

Xi e bcfränjte 6ere* mit ber hiebet in ber {Rechten unb 
einer ©etreibegarbe im linfen «rm, ftyt auf einem Reifen 
unb fhtyt ihren §uf auf eine am ©oben liegende (?gge. 
Unten recht*: r. a. s. 3m Slbfcfcnitt: 1773. 

3n ©Uber 2 Cotb. 


32. $rei*meb. ® on ^773 , be*gl. 

a) MAX. 10S. H. 1. B. — CHURFÜRST. 

©ruftbilb (int* wie auf 9?r. 23. Wm 5Irme : schega. 
r) 28ie auf ber vorigen 9Reb. 9?r. 31. 

3n ©über 2 £otb. 3tf wti) in 93ronje geprägt. 


33. SRebaiHe von 1775, auf bie Erbauung be* SRilitdr^aiaretb* 
ju SWüncben. 

a) MAX. IOS. H. 1. B. — CHURFÜRST. 

25ruftbilb linf* wie auf «Rr. 23. $lm $Irme: bchega. p. 
r) ©ebrift in 12 3*Üen: 

NOSOCOMIO AEGROTO aLAESO MIL1TI MUNIF1- 
CENTIA MAXIMIHANI Ul. B010R.DUC1S a ELEC- 
TOR. PATRIAE ORDINIBUS PRINC1P1S EXEM- 
PLUM 1 MITANTIBUS A FUNDAMENTlS ERECTO 
MDCCLXXV. 
v * ’ 3« ©über 2 2otb. 


34. — 61. Hc&tjebn tyorträtmebatllen, bie {Reihenfolge ber bave* 
rifeben {Regenten in geraber 2tnie, von Otto bem ©roferen 
bi* auf üRarimil. 3of*Pb 1U., auf be* Eejjtern Sefehl 
5. 51. ©cbega gefebnitten unb um 1770 voflenbet. 

1. a) OTTO III. — BOIOR, DUX. 

@eb«rnif<btel 93raftbilb oon rorne im Prflenmantel unb 
mit bem fürftenbut bfbetft: 

r) 9 Betten : CO WES WITTELSBAC. PALATINUS BOIOA- 
RIAE ARNULPHI DUCIS SOBOLES DUCATUM AVITUM 


Digitized by Google 


/ 


Itöiij Tlnbre« Bcljfga. 77 

VIRTUTIS * PRUDENTIAE PRAEMIUM POSTLIMINIO 
RECEPIT 1180. f 1183. Oben bie Oleifcenja&l 1.. 


2. a) LUDOVICUS V. - BOIORUM DUX. 

@e$atnifd>tel lörutfbilb (inU mit umftftngenbem Hermelin* 
mantel. 

») 9 Beilen : NAT. 1174. DUCATU9 PROMOTOR COND1TOR' 
URBIUM FAVENTE CAESARE COMES PALATIN US 
RHENI 1215. SCELESTA MANU OCC1SUS 1281. Oben Die 
3a$( 2. 

3. a) OTTO IV. - BOIOR. DUX. 

@f&arn. 23ruftb. red^ti im $ermelinmanfel. 

») 9 Seilen : NAT. 1206. PALATINATU RHENI NUPTIIS FIR- 
MATOAUCTODUCATU IURE REGIO ADVERSUS NOVA- 
TORES ADSERTO PR1NCEPS ILLUSTR1S f 1253. Oben 
bie Sabi 3. __ 

4. a) LUDOVICUS VI. BOIOR. - DUX ELECTOR. 

©efcarn. ©rutfb. linI4 im $ermelimnaHtel. 
b) 13 Seilen: NAT. 1229 GENTIS PALATINO BOICAE PA- 
RF.NS PROVINCIIS CUM FRATRE DIVISIS 1255. CON- 
RAD INI SUEVI HAERES 1269. RUDOLPHI CAESAR. 
ELECTOR 1273. VICARIUS IMPERII 1291. +.1294. Oben bie 
Baf}( 4. 


5. a) LUDOVICUS IV. — CAESAR AUGUSVUS. 

23ruflb. rechte tm Kaifermantel uub mit ber Jtaiferlrone 
bebeeft. 

*) 11 Seilen: NAT. 1287. ELECT. IN IMP. 1814 AEMULl 
VICTOR 1322 PACTO PAP1ENSI GENTIS AUG. STATOR 
1329 VINDEX CAESARUM BOIOAR1AE SECUNDAE HAE- 
RES 1340. PRIMAE LEGISLATOR 1345. + 1347. Oben bie 
3afcl: 5. 


6. a) STEPHANUS II. — BOIOR. DUX. 

©e$«rn. ©rutfb. con oorne, bebeeft mit bem fcürflen&ut unb 
umbännenbec Kette. 

m) 10 Seilen: ACCIS1S FRATRUM DISCORDIA DUCATUS 
VIRIBUS ELECTORALI DIGNIT. MARCHIA BRANDENB. 
COMIT. TYROL. AEMULORUM 1NV1D1A AM1SSIS FAT1S 
CESS1T t A377. Oben bie Sa&l 6. * 


Digitized by Google 


/ 


78 tUdjrüljtr* über 

• 1 • I 

7. 4 ) JOANNES M. - BOIORUM DUX. 

@e&«nu ©rntfb. redjtl im #ermelinraantel mit umbän* 
genber Äette. 

*) 7 Beilen : ABROGATO TR1CIP1T1 1MPER10 SC1SSO DU- 
CATU 1392. LINEAE MONACENSIS AUTOR f 1397. Oben 
bie Sabl 7. 


8. a) ERNESTUS 1. — BOIOR. DUX. 

@c&arn. ©ruffb. linfl mit umbäugeuber Jtette unb ffelbbinbe. 
») 11 Stilen: WILHELMI FRATRIS IN REGIM. SOCIUS 
LINEA STRAUBING. 1425. INGOLSTADIENSI 1437. EX- 
LINCTIS CUM HENRICO LAN DISHUTANO DiTIONUM 
HAERES. f 1488. Oben bie Sabl 8. 


8. a) ALBERTUS III. — BOIOR. DUX. 

©ruftb. non torne mit fleber&uf, iw 9B«mfe mit umb&ngen* 
ber Sette. 

m) 9 geilen : NAT. 1390. DETBECTATO BOIIEMIAE SOLIO 
IUDAEIS * PRAEDONIBUS DIJCATU PULS1S TRAN- 
QUILL1TAT1S PUBL1CAE CUSTOS. f 1460. Oben bie 
Sa^l 9. 


AQ. a) ALBERTUS IV. - BOIOR. DUX. 

©etarn. ©ruffb. liitfi mit ^erfenmübe unb tyeljamftblag. 
») 9 3eilen: NAT. 1447. UTRAQ. BOIOARIA LAUDO COLO- 
N1ENSI fUNCTlS 1505, IURIUM PR1 MÖGEN ITURAE RE- 
STITUTOR 1506. f 1508. Oben bie 3«bl 10. 


11. a) WILHELMUS IV. - BOIORUM DUX, 

©rnflb. reebtl mit geberbut/ im tyeljmantel rait^mbingen* 
ben Setten. 

* 

10 8 Seilen: NAT., 1493. SOCIO CUM LUDOVICO FRATRE 
IMPER10 LEGUM RESTAURATOR REL1G10NIS AV1TAE 
VINDEX. | 1550. Oben bie 3abl 11. 


1*. a) ALBERTUS V. - BOIORUM DUX. 

©ebatn* ©ruftb. linfl mit %m{jbilb nnb umbängeober 
SMieftftte. 

») 18 Stilen; NAT. 1528. TRANSACTlONlS PASSAV1ENSIS 
CONC1LII TR1DENTINI SCIENTIAR. ET ART1UM PRO- 


1 


Digitized by Google 


Iran) 3abrta« Sdj/jn, 


MOTOR B1BL10TH. FUNDATOR DYNASTIIS AD DUCA- 
TUM REDÜCTIS F1DE1COMM1SS1 AUTOR, f 1579. Oben 
bie 3a(»I 12. 

18. a) W1LHELMUS V. - BOIORUM DUX. 

©f^aru. Srutfb. trrc^t* mit ^>ermtttimmf<Ulaa unb brr golb* 
neu ©tieifette. 

b) 8 BriUn : NAT. 1518. AR1S COLON1ENSIUM SERVAT1S 
AUCT1S COMERCIIS SCHOL1S DOTAT1S DUCATU SE 
ABD1CAV1T. 1590. f 1628. Oben bie 8a&l 15. 


14. a) MAXIMIL. 1. BOiOR. DUX ELECTOR. 

@ebarti. Söiuftb. lind mit urafjängenbem $frmc(inmante( 
inib brr ©liegfetfe. 

B) 18 Seilen:. NAT. 1573. LEGISLATOR BOIOR. BELLO TRI- 
CENNAL1 - CATHOL1CORUM DUX AUSTRIA BOHEM. 
V1CT1S POSTL1M1NIO ELECTOR 1023. PROMOT. DUCAT. 
F1N1BUS GERM. PAC1F1CATOR 1048. PIUS FELIX AU- 
GUSTUS. f 1651. Oben bii 3a&l 14. 


15. a) FERD1NANDUS — BOIOR. DUX ELECTOR. 

©rbaru. 99ru(tbiib r«bt4 mit uniftiagencm #ermelinraante|. 
b) 9 geilet; NAT. 1030. ASSERT1S 1057. V1CAR. IMP ER. 
1URIBUS CORON. IMP. DETRECTATA VINCiCATA CON- 
S1LI1S GERMAN1AE L1BERTATE OPIBUS C1Y1UM AUC- 
T1S PACATUS IN ARM1S. f 1079. Oben bie 3abl 15. 


10. a) MAX. 11. BOIOR. - DUX ELECTOR. 

©e&arn. 23ru(tb. lind mit nmfcängenbem #ermelinmantel unb 
ber ©ließfette. 

% 

b) 10 Beilen : NAT. 1662 Y1CTOR. TURCAR. BELGARUM . 
PRAESES DEFENSOR DOMINUS SUA CENTISQ. V1R- 
TUTE ET FIDE UTRAQ. FORTUN. CLARUS ARTIUM 
STATOR POPULl DEL1C1UM f 1726. Oben bie 3 a&l 10. 

17. a) CAROLUS Yll. - CAESAR AUGUST. ' 

93elorberrte4 SBruflb. redRl im 6(&uppen$arnife&# mit brei* 

* 

Um Orbcnltanb unb ber 9ßiie6fette. Mm Bnue: iouoa. v. 
b) 10 Beilen : NAT. 1697. ORD1NIS EQUESTR. S. GEORGll 
1729. RESTAURATOR VICARIUS 1MPER. 1740 IN 1MPER. 
ELECT. 1742 PAR SOLIO FAT1S MAIOR AEYO DIGN1S- 

v 

S1M. f 1745. Oben bie 3«bl 17. 


Digilized by Google 


80 


ttaci)rv(l)trn über 


l 

18 a) MAXI MIL. Ul. BOIOR. DÜX ELECT. 

©rnftb. im $frmflinmftiitel mit Drfeeulfranb unb 

lolbentra 93iif§. 

r) iS Bfile» : NAT. 1727. 1NSTITUTO RE1 METALL1CAE COL- 
LEG10 LEGIBUS EMENDAT1S EXCITATIS ART1BUS 
MANUMISS1S 1NGEN11S DUCUM PROGEN1TOR. IMAGI- 
NES AERl COMM1S1T. 1768. **. akdr. schega fbcit. 

Obni bie 3at>l 18. 


Sebe biefer 18 ©lebaiHen bat ^^alergro^e unb miegt 
2 foln. ßotb in ©Über. @ie ftttb auch in 3*nn, feltener aber 
in 93ronie geprägt. Gin golbned Gremplar liegt im lonigl. 
aJlünjtabinet. 

ÜHan |>at biefe ^suite in neuerer 3^t ofterd nacbgeprägt, 
t^r aber bamit auch bie 93Iutbe ber Schönheit abgeftreift, 
inbem burch bad Deliren bie nabe an bie Oberfläche ber 
Stempel tretenben ^arthien, befonberd bet £aare unb bed 
ipeljmerfed permifebt mürben unb nun auf manchen ÜRebaißen 
(j. 95. 9?r. 9. Pon Ulbert 111.) nicht mehr mit bem Äorper 
jufammenbängenb erfcheinen. 

2)ie fogenannte fleur de coin ftnbet ftch baber nur auf 
einem moblerbaltenen alten Gremplare. 


C. 9Iuf tyrinjen unb ^rinjeffinnen bed baperifeben £aufed. 

52. üftebaiHe pon 1750, auf bie 28ittme bed tyrinjeit Serbinanb 
üttaria pon 93apern, 90taria 9lnna Carolina pon 9feu* 

• bürg, (f 1751). . . 

a) MAR. AN. CAR. U. B, *, S. P. D. NATA DÜX 

* PAL. NEOB. FERD. D. BAV. ViD. 

93ruflbilb rechtd mit SBittmenfcbleper unb umgelegtem 
£ermelinmantel. Unten : schega f. 

r) SEMPER ET IDEM. 

Gin aufgerichteter £ome unter einem tyalmbaume hält 
ben fchmarj tingirten SBappenfcbilb , morin ber pfäl^fche- 
Üoroe. jpinter bem Scbilbbalter bängt jum Sbeil auf bem 
SDappen ein mit ben baper. 2öecfen bezeichnter $ermelin< 
mantel. 9lbfchnitt: f. a. schega 1750. 


J 


Jraaj Ttnbreof 81 

3n ©ilfcer ju 1»V M , Z, Z% unb 2% ßot(>. G*t«r- I. 
p. 308 9?r. CCCU. . 

53. jUtiticrc ÜBtb. von 1750. 

A) MAR. AN. CAR. U. B * S. P. D. NATA DUX PAL. 

NEOB. FERD. D. BAV. V1D. 
öruflliilb redjto im ^Ojtmciiten wie »erber. Wra 21rm<: 

• W* A* M 0 

r) SEMPER ET IDEM. 

33orftelIung im Qlllgemeinen au# wie borher. 3m Qlb* 
fepnitt : schega p. 1750. 

3« ©olb 4« 3 2)ufaten. (Silber ju y 9 unb 1 £otp. 


54. ©rofe ütteb. opne 3abv$. auf ben tyrinjen (Siemen* 
Sranj be Q)aula, (f 1770), unb feine ©emnhlin fJJlatia 
Qlnna bon Suljbacp (+ 1790). 

a) CLEMENS FRANC. — BAVAR1AE DUX. 
©eparnifebte* 93rufHülb reept* mit langen £>aaren, worin 
eine 93anbfcpleife, breitem Orbenbbaub unb golbenem S3lief 
auf ber 39ruft unb borne umgefcplagenem Jpermelinmantel. 
Unten : r. a. schega. 

r) MAR. ANNA DUX SOLISB. — CLEM. FR. B. D. 

CONIUX. 

93ruf)bilb linf* in umpingenbem, auf ber Schulter burep 
eine ©fließe befe|Ugtem Jpermelinmantel, bie £aare mit 
tyerlenfcpnüren burebfloepten. Unten: p. a. schega f. 

3n ©tlber ju 4 £otp. Qlucp in 3inn. 


55 . SJleb. bon 1755, auf benfelben. 

a) CLEMENS FRAN — CISCUS BAVAR. DUX. 
©eparnifchte* ©rujlbilb recht* mit einer 93anbfchlJife in 
ben paaren, unb umpängenbem, auf ber Schulter turep eine 
Schliefe befeftigtem Jpermelinmantel. Unten: schega p. 
r) ARETUSAM M1SCU1T ISTRO. 

Qluf einem Seifen, bem eine Duelle entfpringt, ftjt eine 
9?pmppe unb ihr gegenüber ein Slufgott, mit ber Dienten 

bie SOafferuute au*fcpüttenb. 

. . 6 


Digilized by Google 


flarljrtcfjtfn übet 


3m Slbf^nitt in S 8«Wen : 

N0R1CUS ARETÜSAEÜS P. ARC. 'ACCLAM. 
MDCCLV. 

3n ©ilber ju 2 i5ot^ unb in 3»nn. 

lieber bie 23eranlaffung ju btefer Webaille, welche auf 
bem Oteoer* einen ©tempelriß bot/ konnte ich mir noch feinen 
$luffcpluß perfchoffen. 

56. WebaiHenaoev*. 

jg>at: CLEMENS FRAN — C1SCUS BAV. DUX, übrigen* 
wie ber Sloer* ber Vorigen. 93Cef. 


57. ©roße Web. von 1764 nuf benfelben, bei beflen Ernennung 
jum ©roßmeifler be* ©t. Wichelorben*. 

a) CLEMENS. FRANC* - BAVAR1AE DUX. 

©rujlbilb recht* wie auf 9?r. 54. Unten : f. a. scbbga. 

&) 2)ie oon ber ©t. Wicbael*orben*fette umfchloffene 
’ ©chrift in 4 3«Ü<nu • 

MAGNUS ORD* MAGISTER XVII. 1UNIL 
MDCCLXIV. 

3n ©ilber ju 4 £otb. Sinauer p. 167. $lppel W. ©. 
ffl. p. 11. 9fr. 55. 

58. ©toßc Web. oon 1750 öuf ben tyrinjen (Siemen* Sluguft, 
(Sburfurften Pon (Soln ec. (f 1761), $u beflen 1732 erfolgter 
(£rw<$blung al* ©roßmeifler be* beutfchen Drben*. 

a) CLEMENS AUGUSTUS D. G. ARCHIEP. COL. ET 
S. R. I. EL. BAV. DUX O. T. MAG. ' 

©ehornifchte* S3ruflbilb recht* mit breitem Orben*banb 
über bie 2)rufl unb umgefchlogenem 2)eutfcporben*s Wantel, 
auf welchem oorne ba* große Drben*freu$ gefticft ifl. Unten: 
8CHEGA F. 1750. 

*) SIC AUGUSTl CLEMENTJA FULGET. 

2)ie flrablenbe ©onne. 3m Slbfcpnitt in 2 3‘tHtn: 
0R1TURQUE ORD. TEUT. DIE 17. 1UL. 17»2. 

3n ©ilber ju 6’/ 9 ßotb. 3^achira 1. p. 83. Werle 
p* 446. . 5?r. 46. Slmpach 9?r. 7352. 


I 


t * 

/ 

* • 

i 

Statt) 5cl)fgfl. 83 

59. ÜRebaiHon von 1748, auf ben ^Prln^cn 3obann SE^eobor, 

SBifcbof von Btegenöburg, Srepftng unb Cütticb, bei beffeu 
Ernennung jum (Sarbinol. 

a) 10AN. THEODOR. S. R. E. CARD. EP. FRIS.'RAT, 

* LEOD. U. B. D. S. R. 1. P. 

. / 

Vruftbilb recht« mit gelocften paaren, runbem Ääppcben, 
im geifllicben 9Wanteltleibe, auf meinem vorne ba« ^ectornle 
bängt. Unten : p. a. schega p. 

b) 1NCONCUSSA MANET BOICO SUFFULTA LEONE. 

2>ie Oteligion mit bem Reiche in ber Dienten unb bem 

Rreuje in ber Pinien, ftü$t ffcb mit bem linfen 9Irm auf 
einen ovalen ©cbilb, lvorin bad mit bem ßarbinal* unb 
Särfienbut bebeefte fiebenfelbige Söappen von Srepftng, 9te* 
gen«burg u. f. ». nebft bem baperifcb*pfäljifcben Mittel* 
febilbeben. £infd (tyt ber Coroe al« ©cbilbbalter. unb im $in* 
tergrunbe erfebeint bie 9>eter«fircbe ju Dtom auf einem Seifen. 

Heber ber Religion febtvebt ber fettige ©eift in ©eftalt einer 
■ Saube. 3m 5lbfd?nitt in 3 3<il«n i 

IN MEM: CREAT: FACTAJ 17. IAN: 1740. D. D. 

D., barunter fr. and. schega. 

3n ©ilber $u 6, 6% unb 7 Potb* Sfucb in vergolbeter 
©ronj«. 


60. üfleb. o. 3* auf hi* ^>rinjeffiit SDlaria Antonia (f 1780) 
bei ihrer Vermählung mit bem ßhurprinjeit von ©aebfen 
Sriebricb ßbrifiian, i. 3« <747 geprägt. 

a) FR1DER1CÜS CHRISTIAN US REG. PR1NC. POL. 

. * SAX. 

©eharnifebteö Vruftbilb rechte in geftieftem Rleibe unb 
mit großem Drbenöbanb. Hm Wime: a. schega. 

b) MARIA ANTONIA. FRID. REG. PR. POL. * SAX 
CONI. CAR. VII. ROM. IMP. FlL. 

3br Vruflbilb linfö in auf ber Schulter befeftigtetn £er* 
melintleibe unb mit 9>erlenfcbnüren in ben |>aaren. 

3n Silber 2 V* Poth» SWabai Hutt. §at. 9?r. 1785. 


Digitized by Google 


I 


84 ttacljmljtcn über 

61. üfleb. oon 1755/ auf bie tyrin jeffm Sflaria 3 o f « p ^ a 
(177Ö) ju ihrer Vermählung mit bem Sföarlgrafen fiubwig 
©eorg oon Vaben * Vaben. 

a) MARIA IOSEPHA CAROLI VII, CAES. AUG. FIL. 
LUDOV. M. BAD. CONIUX. 

Vruflbtlb linld im fjermelinfleibe mit tyerlenfchnüren in 
ben Jpaaren. 21m 2lrme: schega. 

s) 2Iuf einem ^>üge( jwei nebeneinanber gefleHte, jier* 
liebe SBappenfcbilbC/ worüber ber Sürflenbut. 25er rechte/ 
mit einem tyalmjweig befieefte ©chilb entbot ba6 jebnfelbige 
babifche, unb ber linle, mit einem ßorbeerjweig befieefte, bad 
Oierfelbige baperifcp spfäljifcpe V3appen. 

Unten linf* liegt ber Slujgott be* ötpein* mit ber um* 
geflüstert 2Bafferurne, auf welcher: RHENUS/ fleht. 3m 
Slbfcpnitt in jwei Beilen: 

NATA VII. AUG. MDDCXXX1V. NUPTA X 1UL. 
MDCCLV. 

3n (Silber ju 2% unb 3 £otp. QIud> in Vronje unb 3inn. 

62. 0 Web. oon 1765 auf bie tyrinjeffin Sofepha (f 1767), ju 

ihrer Vermahlung mit bem romifepen König unb nachmaligen 
Äaifer 3of«Ph H* ' ' 

A) IOSEPHA ROM. REGINA. 

Vruflbilb linfe im £ermelinfleibe, welche* auf ber 
(Schulter burch eine ©cpliefe jufammengehalten wirb/ mit 
2)iabem unb tyerlenfcpnüren in ben paaren. Unten: f. a. 

SCHEGA F. 

r) CONNUB1UM — AUGU3TUM 

%ltt eine mit ©lumenfränjeit umwunbene typramibe be< 
feftigt Jppmen ben baperifepen SBappenfcbilb, an bie ©eite 
be* bereite barauf beftnblicpen oflerreicpifchen. 

2)er Äopf £pmen*, fo flein au*gebrücft, ifl bennoch ein 
beutlicpe* Portrait ber tyrinjeffin. 

3m Wcpnitt in 5 3<il f n: 

CAESARIS FILIA CjESARIS F1LIO ROM. REG1 
1VNCTA FRATRE PROCVRATORE MONACHII 
D. 13. 1AN. 1765. 


Digitized by Google 


1 


f 


Jranf 3nbr tat ' 85 

3 « ©Uber ju 2V a unb 3 ßoib. Wucb in Sinn. ©c bau# 
unb 2>enlm. unter 2Haria Sl^erefia , I. p. 217. £epfer $at. 
p. 144. 9tr. 696. 


63. 2Web. pon 1765, auf biefelbe. 

a) ©ruflbilb unb Umförift wie auf ber Porigen 2Eeb. 
CAROLI VII. CAES. AVG. FILIA NAT. D. 
XXX. MART. MDCCXXXIX. IOSEPHO II. 
ROM: REGI AVGVSTö CONNVBiO IVNCTA 
FRATRE PROCVRATORE MONACHI1 D. ? 
XIII. 1AN. MDCCLXV. 

3n Gilbet ju 2% 2ofy. ©(bau* unb 2)en!m. p. 219. 
ßepfer 9?r. 697. 


64. SWüncbner SUiäwurfmunje pon 1765, bei berfelben 23eran# 
Ioffung. 

a) IVNCTA. LEVANTVR. 

$in fcfcwebenber QJbler b<Ht bie beiben QBappenfcbilbe 
pon Defterreid) unb kapern in ben jtlauen. 
h) ©cbrift in 7 3*Ü*n: 

10SEPHI AVSTR. ROM. REGIS ETIOSEPHAE 
BAVARJE CONNVBI VM CELEBR. MONACHII 
13. IAN. 1765. 

3n ©clb ju 2 JDufaten, in ©über % £otb. ßepfer 
9?r. 701. 


65. WuSwurfmünje pon 1765, be*gl. 

* 

3fl um bie $<Ülfte Reiner, übrigen* wie bie SBorber* 
gebenbe. 

Sn ©olb ju 1 Ä>ufaten, in ©über % ßotb. 


66. 5Web. Pon 1765, auf biefelbe tyrinjeffin Äaiferin. 
a) 10SEPHA ROM. - IMPERATRIX. 

93rujlbilb (infö im tyllgeraeinen wie auf 9?r, 62, aber 
pon einem anbern ©tempel. Statt ber Sänber ftnb hier 
©pijenftreifen im Äopfpufc, auf ber regten ©eüe bängt 


i 


/ 


Digilized by Google 


86 


Bttljrtdpm üb» 


eine fiocfe (irab unb ber Salteiwurf be* Qewanbe* ift »er* 
(Rieben. Unten : f. a. sc heg a. 

bj VIAS I MIT ATA PARENTUM. 

@in in ©trogen ouffcbtoebenber 5Jblcr über ber ©tnbt 
2Bien. 3m MDCCLXV. 

3n ©Über $u 2'/ a £otb- 2Jucb in 3inn. 


67. 2>iefelbe 2fteb. Pon 1765, aber mit Peränbertem 9teper6ftempel. 

?lnjlatt ber ©tobt göien erfcbeint bi er eine ßanbfcbaft 
mit einem Stufte, einigen @eb<Suben unb gaumen, fonfl »ie 
, bie23orige. 

3inn. 

D. QI u f auamdrtige Sürftenperfonen. 

68. ©rojie Efteb. pon 1755, auf ben (ftrafen Stbam Sriebriifc 
pon ©einö beim, bei beften @r»5btung jum Sürfibifcpof 
Pon 2Bürjburg. 

a) ADAMÜS FR1DERICUS D. G. EP. HERB. S. 
R. I. PR. FR. OR. DUX. 

93ruflbilb rccfctd mit locfiger tyerücfe im mit ©ptyen 
beferen $alor unb umgefrblagenen £erraelinroontel. Stuf ber 
©ruft bangt ein Suroelenfreui. Unten: schega f. 

r) IUSTJTIA CHARI - TATE ET PIETATE. 

Qluf einem tyoftamente ba$ pon ©cbnipmert umgebene 
pierfetbige SBappen, 1 unb 4 pon Sranten unb 5Bur|burg, 
2 unb 3 nebft bem üttittelfcbitb pon ©einöbeira. 2)iefe6 2Bap« 
pen ift mit bem Surftenbut, ©cb»ert, ftrumtuftab unb Äreuj 
gegiert, unb ju beften ©eite ftebt recbt$ bie ©erecptigleit, 
lintö bie Religion unb unten ftyt ein 5Bcib mit einem lo» 
beruhen Jperjen in ber Rechten. Oben boö (trablenbe Sluge 
©otteä. 9tn ber £eifte: f. a. s. 

3m Qlbfctnift in 4 3«ilen: 

ELECT. D. - 7. 1ANUAR. HOMAGIUM 

PRAEST. D. IX. & CONSECR. D. XV. IUN. 
MDCCLV. 

3n ©Über ju 5 2ctb. Slmpacb 9ir. 8660. 


87 


iranj Sd^fo. 

09. Mittlere <0?t b. t>* 1755 , be«gl. 

<5>at : CHAR1* — TATE, übrigen« Wie bie Vorige, 
3n Silber 2 £otb- Slucb in 3‘nn. 


70. Kleinere Stteb. »oti 1755, be«g(. 

£at: HOMAG. unb CONSEC., unb be« SftebaiKeurö 
9?ame fhbt nur auf bem $loer« mit: schbga, , übrigen« wie 
9?r. 68. 

3n Silber ju 1 unb V/ 9 £ot&. £albe Sbalergroge. - 

S3orfiebenbe3 ÜttebaiÖen würben auch in ®olb au«geprdgt.* 

71. üfteb.oon 1758, auf ben dürften SBenjel oonßiechtenftein. 

a) IOS. WENG. D.G. S. R. I. PR. DE LIECHTEN- 
STEIN OPP. & CARN. DUX COM. RITTß. 

@ebarnifd?te« 93ruflbilb recht« mit langen gelocften 
paaren, über bie 93ru(t bängenber Kette be« golbnen XUiefle« 
unb oorne umgefchlagenem £ermelinmantel. Unten: p. a. 

•CH EGA. 

b) VIRTUTE ELUD1TUR ICTUS. 

3m Öorbergrunb auf feljigem 93oben ein gemauer» 
ter Socfel mit einem $lmbo« , auf welchem ein SDiamant 
liegt, darüber fcbwebt eine £anb, welche einen Jammer 
hllt. 3«n Slbfchnitt : MDCCLV1U. 

3n Silber 2% ßotb. Sluch in $ron}e. 3oachim. 111. 125. 

72. SDteb. pon 1758, auf benfelben. 

« a) 2Die bie porige 9D?eb. 

b) SEMPER CONSTANS. 

9luf einer oierecfigen unb barüber gelegten runben Platte 
ftebt ein Slmbo«, auf welchem ein 2>iamant mit jwei ham* 
mern barüber im $euer liegt. 3tn Slbfchnitt: MDGGLYU1. 

3n Silber ju 2% £otb* 


73. 2JtebailIon oon 1763, welchen ber Gburfürft ftrieb. (§btU 
ftian o. Sachfen jumSlnbenfeit feine« 23ater« fchlagen lief. 
a) FR1DERIC. CHRIST. D. G. PR. REG. POL. «Sc 
LITH. DUX SAX. «Sc EL. 


/ 


t 


88 


tticijrirljttn fibrr 


©ruflbilb recpt* mit ©ruftpornifcp , gefügtem Äleibe, 
barüber gefcplagenem £ermelinmantel unb großem Orbent« 
banb. 2Jm 5lrme: p. a. schega p. 

r) PI1S MAN1BUS AUG. — 111. MAGNAN1ML 
3n einem oon ©ollen umgebenen Tempel {lebt bie©üfte 
5Jugujlb III., oon beraOlubme mit einer ©ternenfrone gefront. 
3m Slbfcpnitt in $wei 3*ii*n • 

OB11T V. OCTOBR1S MDCCLX1U. . 

• 3n Silber ju 8 2otp. SJucp in ©ron^e unb ©lei. 2lra* 
pacp 9?r. 15458. 


74. ©ebi$ s23acanj » SOTebaiUe oon 1763/ welche ba$ 2)omta* 
pitel oon 5 rep fing nach Ableben bed Sarbinal* unb 
5 ürfN>ifcp 0 .f* Sob^nn Speobor fcplagen lieg. 

a) CAPITULUM REGNANS FR1S1NG, SEDE 
VACANTE. 

9 

Sluf einer Erhöhung jwei mit ©lumenfränjett beengte 
tyoftamente nebeneinanber; auf bem jur Wechten ift ba6 
©ruftbilb eineö ^eiligen im ©*fcbof*ornat mit ber Unter« 
feprift in 3 3«il«n: S. CORBIN1ANUS, auf bem anbern 
bad geparnifepte unb getränte ©ruflbilb eine6Äänig6 mit ber 
Unterfcprift tn 3 : S. SIGISMUND US. 3m Wbfcpnitt: 

MDCCLXHl. 

r) 2)te auf bem £albraonb fle^enbc ^ pon ©traplen um« 
gebene 3ungfrau Üftaria, ba* 3 e fuöfinb mit ber ©elttuget* 
im 2lrme tragenb, mit ber Innern Umfcprift: 1NS1GN1A -r- 
CAP1TUL1. 5Jujjenperum ein Äranj mit 14 ©appenfepilbeti 
ber bamaligen 2)omperren. 

3n ©ilber 3 üotp. $lucp in Sinn, üttabai Dtr. 5415. 
P. ©cpultpeß «SHecpberg 9?r. 4202. 3*P*rnicf p. 109 9t. 83. 
unb 2. VU. 9tr. 72. 

Unter ben oon ©epega auf auswärtige ©eficllung perfer* 
tigten Arbeiten ftnbet ftep in ber SlugSburgcr .Runftjeitumj 
pon 1770/ p. 329/ auep eine ©ebi$Oacan$mebaifle für baö 
2>omfapitel in Srepjtng erwähnt, worunter nur . bie oorfle« 
penoe f<pr fepone üftebaifle gemeint fepn fann, welcpe auefr 


StM) liliMi Srljtf«. 


ohne ben beigefejten Kattun be* 90?eifler6 unoerfennbar feie 
Äünftlerbanb ©cpega’O jeigt. 


75. flflebaifle »on 1756 auf Siemens Senjel, Q3if4>cf oon 
Srepftng unb Wegenbburg, nachmaligen ©ifchof oon QI u g 6 - 
bürg unb Grjbifcpot oon 2rier, ju beflen (5rw4|)Iung (1764) 
öl6 Goabjutor beö £od)fti(U Slugbburg. 

a) D. G. CLEMENS WENC. — EP1SC. FR1S. & 
RAT. S. R. 1. PR. 

23ruftbilb rechts mit locfigen paaren im $ermelinman* 
tel unb mit bem tyectoral. Unten: f. a. schrga f. 

r) COADI. AÜG. REQ. PRINC. POL. & L1TH. 
OUX SAX. 

2)a$ mit 3 n f*L Äreuj, ©tab unb ©cbwert unb bem 
meinen ‘Ublerorben gegierte Pierfelbige Sappen von Srepfing 
unb OlegenSburg mit bem gehonten pierfelbigen polnifch* 
litbauifcpen Stttitte'fchilbe unb mit bem fturftenbut bebecften 
fdcfcfifchen ^er^fchilbe, 3*n Wbfchnitt: MDCCLXV. 

3n ©olb ju 10 2)ufaten, in Silber ju 1% unb 2 Cctb. 
Pon ©cpultbep . Olcchberg, 9?r. 4203. SWabai gibt biefe Üfle» 
baiQe unter 9?r. 6410 als in ber ©repe unb ©cfctpere eineö 
falben $baler$ unb ben SOTebaitteu: nur mit : f. a. «chega 

i # 

auSgebrucft an. 

<5ine fo(ct>e Meiner« SMebaiHe ifl mir mnbefannt, unb 
ber Umftanb, baß Wabai fie felbft nicht befap unb auch 
£err Sftitter Pon «Schultyp noch hin Gxemplar berfelbcn fa^, 
Idft mich beren Griftenj bejroeifeln. 


£. QI u f tyrioatp er fo neu. 

76. Ginfeitiger üttebaiflon erfler ©rofe pon 1742 auf ben chur« 
baperifefcen jpofraaler 2$altbafar Sluguftin ^Utrecht, 

(+ 1765). . 

a) BALTHASAR AUGUSTIN. ALBRECHT H1S- ' 
TORIARITM P1CT0R. 

23ruftbilb rechte mit langen maHenben paaren, auSge* 
(egtem ©pifenbemb unb umgcfc&lagenera mit ©tiefer ei befef» 


i 


Digitized by Google 


•* Ctf^rirtjUn übtr 



tem «Plante 1. Unten in 2 3*Uen : fr: andre : schkoa fecit 
1742. 

Originalform * tton ttergolbetem !D7ffi1ng ju 5V 4 3ott 
Ourchmeffcr unb 53 Cotb wiegenb. 3fi f«b* tief gefcpnitten, 
ttortreffiicb gegoffen unb überarbeitet, unb biente jur Werfer* 
tigung tton «Portraitmebaißon* in 93lei, @pp* unb 2Bacp*. 


77. 2Web. auf benfelben mit 9t etter* tton 1796. 

a) BALTHASAR. AVGVTIN. ALBRECHT. BER- 
GENS1S BOIVS. 

\ 

93ruftbilb recpt* mit ©etoanbumfchlag. 91m SJrme : ,f. 

A. 8. F. 

r) Unter einem ftrablenben (£tern bie (Schrift in 12 3ciien: 
HANC. AYLAE. B01CAE. P1CTOR1S. ET Pl- 
NACOTHEC. PRAEFECTi DIE. 6. LANVARU. 
1687. NAT1. 15. AVGVST1. 1765. MORTV1. 
EFF1G1EM. MEMOR1AE. E1VS. SERVANDAE. 
CAVSSA. PERFICI. CVRAVIT. 10. CASP. 
L1PPERTVS. EQVES. BOIVS. 1796. 

3n ©über ju lVs £©tb. Slucp in 3inn. 


78. (?infeitiger ßJlebaißon erfter @rojie tton 1740, auf ben chur* 
baper. Hofmaler 5 ran $ 3©A£hi m 93 eich, (f 1748). 

a) FRANCISCUS 10ACH1MUS BE1CH PICTOR. 

Öruftbifb recht* mit langen »aflenben paaren, au*ge* 
fegtcm Spipenbemb unb umgefchlagenem, mit ©lieferet be* 
festem Hantel. Unten: fr. andre, schbga f. 1740. 

Originalform tton ttergolbetem •tfleffing, $u 5V 4 3oß. 
©urchmeffer unb 53 £oth wiegenb. (Siehe bic SInmertung 
ju 9?r. 76.) 

% 

79. SJteb. tton 1774, auf ben churbaper. £ofbanguier @eorg 
§riebrich 2)ittmer in 9tegen*burg, (f 1811). 

a) GE. FRIEDR. D1TTMER CHURBA1ER. HOF- 
KAMMERRATH UND HOFBANQülER. 

©ruflbilb recht* im Obertleibe mit ttorne umgefchlagenem 
tyeljmantef. $fm $lrme: f. a, schrga f. 


ironf 3nftrtt« Qt\p$a. 


H 


Unter einem ßrahlenfot ©tern bi« ©c&rift in 8 Seilen: 
DENKMAL SEINEM FREUNDE GEWIDMET 
VON 10H. KASP. EDLEN VON LIPPERT 
CHURBAIER WIRKL. REVISION^- UND 
C OMME RC1ENR ATÜ E 1774. 

3n ©über 2% 2otb. 2luch in Söronjt unb 3inn. $lato, 
Olegenßb. 2». p. 182, <Hr. 342. 


80. ÜHebaiUe von 1760 auf ben cf>urbaper. ÜWünj * unb Oberberg« 
wert« * $Präitbenten ©rafen ©i gm unb von £aimhau* 
fen, (f 1793). 

a) S1GISMUNDUS AB HAIMHAUSEN S. R. L 
COMES. 

93rufh>ilb recht 6 mit ^vufl^arnifct> unb umgefcplagenem, 
mit ©ticferei bcf*^ tetn Hantel. 3 n ben paaren hinten eine 
©anofcpleife. Unten am Otanbe: f. a. s. 

e) ©<t>rift in 8 Seilen: 

RE1 METALL. NUMARIAEQ. PER BOIOAR. 
PRAES1DI DE ART1BUS MER1T1SS. GRAT1 
ANIMI MONUM.ID. D. D. FR. AND. SGHEGA 
MDCCLX. 

3n ©Uber ju 2 unb 2'/ a £otb. Slucfc in 9ron)e. £au« 
ftbilb $eitr. 9?r. 857. 

• ■ - ■- ; 

81. (Jinfeitiger SWebatüon erfler ©rojje von 1740, auf SaOpar 
©regor von üacpenmever, ©tabtfdmmerer. (?) 

a) CASPAR GREGOR DE LACHENMEYER 
CONS. CAMER. ET THESAUR. INTIM. 1740. 

SCUBGA. 

SJruftbilb. 

©an) in ber ©rojle unb $orm ber ÜJtebaiHonb 9?r. 76 
unb 78 auf 9Ubre<bt unb 93ei<|>. SBuvbe mir auf biefe QBeife • 
Von einem ©ammler al* ejriftent betrieben. 


82. kleine 9Web. von 1768, auf ben cburbaper. geheim. Staib, 
Archivar tc. 3oh«nn (Sabpar von ßippert, cf 1800). 


/ 



Digitized by Google 


ttad)wl|tfB fiktr 


a) lOAN. CASP. LIPPERTUS FURTHENS1S 
BOIUS. 

Sruftbilb recht* mit turjen paaren unb letztem @e* 
tvanbumfchlag. 

») (5in von 2Bolfen umgebener, ftrablenber (Stern, 
barüber: IMMUTABILIS* 3«» Slbfchnitt in 3 3«il<n: 
FAUTOR1 OPT1MO CONS. SCHEGA 1768. 

3n ©ilber ju Va Botb. Stoch in 93ronje. 


83. ©rohere SWeb. von 1772, auf benfel ben. 

a) IO AN. CASPAR LIPPERTUS EQUES BOIUS. 
93ruftfcbifb recht* im Oberfieibc mit umgefchlagenem 
9>e(^mante( nnb Sanbfcfcleifc in ben paaren. 

r) Unter einem von SBolfen umgebenen ftrablenben ©tern 
bie ©chrift in 8 3«il«n: 

FAUTORl 1MMUTAB1LI DE SE L1TTER1S 
ARTlßUS OPT1ME MER1TO GRAT! ANIMI 
MONUM. D. D. D. FR. AND. SCHEGA 
MDCCLXXU. 

3n ©ilber $u 2 fioth. Sfftch in 3inn. 


84. üJteb. von 1750, auf ben cburbaper. Hofmaler ©eorg be 
Sflaree*, (f 1776). 

a) GEORGIUSDE MAREES HOLM : SVECUS EL. 

COL : CONS : * P1CT0R aet. 52. 

SSruftbifb recht* in faltigem ©etvanbe unb mit ®anb* 
fchleife in ben paaren. Unten: «chbga. 
r) ©chrift in 11 3'iltn : 

HANC AMICI 0PT1MI EFF1GIEM MVTVO 
ART1VM OBSEQYIO OB SYAM COLORIB. 
BXPRESSAM AERl 1NSCVLPS1T FRANC. 
ANDR. SCHEGA CARN10LVS NVM1SM. 
CAELATOR BAVARVS MDCCL. 

3n ©ilber ju VA Cotb. Stoch in 3inn. Shalergroge. 
£auf<bilb. 9tr. 544. 


Iran} Andrea» Scl^ga. 


91 

85, 27leb. pon §r. Slnbr. © <f) e g a auf ftch felbft, $u welcher 
ber geheime Olot^ Cippert 1796 einen 91ettcr6 ! machen lief. 

ä) FRANC. ANDR. SCHEGA. NEAPOL1TANYS 
CARiMOL, 

Unbe!leibete6 23ruftbilb linf« mit im 9?acfen jufammen» 
gebunbenen, über ben Dtücfen hinabhängenben £aaren. 

Unten: §k: ipsk: 
pec. 

e) Unter einem ftrablenben©tern bie ©chrift in 123ei(en: 
HANC. EMINENTISS. NVM1SMATVM. CAE- 
LATOR1S. BOU. EFFlGiEM. AB. IPSO. 1N- 
CHOATAM. A. 10 AN. MART. BÜCKLEO. 
; PERFECTAM. CVLTR1C1. ART. P0STER1T. 
AMICO. ADFECTV. CONSEC. 10AN. CASP. 
L1PPERTVS. EQVES. BOIVS. C^laCCXCVl. 

3n 3inn. 2>er Sloerö allein auch in ©lei. 2.|>aUrgr6fe. 

2)iefe dJtebaille fcheint eine ber frühem Arbeiten ©cbega’5 
ju fepn, unb bie ©eftchttf^üge flnb noch ziemlich jugenblich 
baraufj ber Mangel an ©efleibung aber unb bie oberfMch* 
liehe ©ehanblung ber $aare laßen glauben, baf ©<hega nie 
bie le$te £anb anlegte. 

86. 2Web. pon 1768, auf ben baper. £offammer * tyrüffbenten unb 
(Sonferenj.ilftinifhr ic. 271ar (Smanuel, ©rafen Pon 
£6rring*3*tte nba cp ju ©ronOfelb, (f 1773). 

a) MAX. EMANUEL - S. R. 1 COM. DE TERR1NG. 

©ebarnifeptee ©rufibilD reept* mit langen, im IRücfen 
gufammengebunbenen paaren, breitem, umbängenbem ©eorgi* 
Orbenebanb unb porne umgefchlagenem $el$mantel, auf »el« 
ehern ba* geßiefte Drben«!reuj. Unten: p. a. ichbga p. 

e) DOMINUS IN GRONSFELD. 

2luf einem gujjgcflelle unb in einer febr jierlicp au6« 
gefchni^ten (Sartoucpe, »eiche mit einem Lorbeer * unb $alm* 
jweig befheft ift, ruht ba$ mit ber ©rafenlrone bebeefte fünf« 
felbige 2Bappen nebft üttittelfcpilbcpen. Um ba$ ©tappen 
hangt bie ©eorgiorbenOfette mit bem Äreuje baran. 3*» 
Slbfcpnitt: MDCCLXY1II. 

3n ©ilber ju 2 unb 3 Coth. Nippel IR. ©, 11. 169* 


94 I ttacljrtcljttn über 

. / ' 

p . « 

87. Nteb. pon 1753, auf ben Nürnberger tyatrijier ©eorg 
©brift^Pb ©oltammer, (f 1753). 

a) GEORG. CHRISTOPH. VOLCAMER A KIR- 
CHENS1TTENBACH. 

©ruftbilb recht* mit langen locfigen paaren, in geftief* 

tem bleibe unb umgefcblagenem , unten mit <Pefj befeuern 
SJtantel. Unten: f. a. schega f. 

b) F1N1TO CURSU SPLENDET Dl ADE MATE 
CANDOR. 

©in ftyenber ©eniu* flü$t fl<& mit bem (inten 21 ns auf 
ba* bfllbe Nab beb peltamerifcben 2Dappen* unb hält mit 
ber Necbten bie ßilie beffelben 2Bappen* ju einer in SBolfen 
ßrabfenben ©ternenfrone empor. 3m Slbfcbnitt in 2 3eilen: 
NAT. Xli. MART. C^laCXXXUl. DEN. XIX. 
• iüm. ciaiaiccLiu. 

Sinn. St^alergro^e. 2BiU 11. p. 368, Nr. 13. 


88. 2Beb. auf ben (burbaper. Jpofmaler ©brifKan ©int Cf 1797) 
mit Neper* pon 1794, pon Sßücfle. 

a) CHRISTIAN. WINK. AUL AE ROICAE H1STOR. 
PICTOR. 

SBruftbilb recht* in faltigem ©eroanbe unb mit eine 
Sanbfcbleife in ben paaren. Unten auf bem Nanb: f. a. 

8CHEGA F. 

b) 3« einem ßorbeerfranj in 3 3eilen : 

V1V1TVR 1NGEN10. i. m. buckle f. 

Unten auf bem Nanb : 1794. 

3n Silber ju 2 % ßotb. Slucb in 3inn. 


F. SSerfcbiebene*. 

89. Wnbünge* üttebaille ber 2) reif alt igteit**93ruberfcbaft 
. in ber Kirche jum b«Ü* Sobann ooti Nepomu! in Ntüncben. 
a) 33orfießung ber l^cil. 2>reifaltigfeit : oben ©ott 23ater, 
über ffiolten febwebenb, b^lt Por ftcb ba* Äreuj mit ben 
£eilanb , über beflen Jpauyt ber b«il* @*iß in ©eftalt einer 
fcaub* . , 


I 


3ttbrto letjega. ,95 

Unt«nb*rum auf einem fliegenben Vanbe: 

S1G : CONFRAT: SSt TRiNIT. 
r) $cr bei!. Sobann von 9?epomuf ftcbenb, er hält ein 
ßrujiftr in ben £änben unb um fein #aupt finb 5 Sterne. 
Untenberum auf einem fliegenben Vanbe bie §ortfepung ber 
SlverSfcbrift mit: . ‘ 

IN ECCLES: S. 10AN: NEPOM: MONAHII, 
barunter: schega sculp. 

3n Silber ju 1 ßotb. 3 ft ■ länglicbt unb jierlich aus* 
gefchnitten. 


90. Ovale Sfnbängmebailie ber St. Ütticbael6#(5rjbrubers 
fcpaft ju 23erg am 2aim bei üflüncben. 

a) 2>er Erzengel Michael, auf bem brachen flebenb,bält in ber 
SRecpten ben ^atriard)alfreujftnb unb im linfen 2lrm einen 
©cbilb mit ber ^iuffc^rift in 3 3«ilen : (JU1S UT DEUS. 
2>ie <5nben ber bem Grengel umbängenben Stola finb mit 
ben Vuchfiaben: F unb P bezeichnet. 

r) SIGNUM ARCHIC0NFRATERN1T. Sr Ml- 
CHAEL1S ARCH ANG : 

(Jin breites Äreuj, auf beffen (5nben bie Suchjtaben: 
F — P — F — P (b. i. Fidelitas, Pietas , Fortitudo, 
Perseverantia). 

3n Silber ju l 8 /ie £otb. ®anj fo auch Heiner ju 
. * M /j« fiotb. • ' , 

(5s gibt noch viele ähnliche Qfnbängemebaillen fowobl von 
biefiger, als von auswärtigen ©t. Michaels >33ruberfchaften, 
aber eine Vergleichung berfelben mit ber vorfiebenb befchrie* 
benen, von welchen auch bie Stempel bei bem l. Jpaupt* 
münzamt basier aufbewabrt werben , läßt nur gejtere un* 
Zweifelhaft als Arbeiten Schega’S ernennen. 


öi. Siege! beS ÄfofterS (5tta!*). . , 

a) * S1GILUM CONVENTUS ETALENSIS # 


•) fc&nfU oUIe Siegel f&t ben $of , fit Ärtfirt unb f>ti*ftWttfonai. ' 


Digitized by Google 


I 

a 

• , 

l ' 

# « 
i 

i 

96 tUrljrifljtrn «brr iranf äitbrcei Bcljtfe. 

/ 

V 

2>a$ Sftarienbitb von <?ttal ft^enb , mit ber Ärone auf 
bem Raupte, reich mit (^brifleinen unb betten gegiert, Mit 
vor (Ich auf bem linfen jtnie bad ebenfo gegierte 3*fu6tinb. 
Um ba* 53ilb unb um bie Umfcfcrift ift ein Sftautenlranj an« 
gebracht. 

23on biefem vortrefflich gefchnittenen Siegel gibt e6 einige 
raebaiflenformige 51bfchl<5ge in (Silber in 2balergr6fe. 

$6 ift ohne Sweifel eine Arbeit (Schega'O. 


t 


/ 


9 


. » 


i 


9 


\ 


/ 


i 


Digitized by Google 


/ 


I * * 

• / 

« , 

in. 

^Ittorbnunjjrn 

übtr 

ben (»erjoglic^cn £off)alt in 9Jtimd>en 

»dfarenb bed fecfoe&nten 3af)r&unbertd. 

i 

9n< ber $anbf(brif(fn(dmm(uit0 tti ^fflortfc^en 93ereincf bon unb für 

Obtrbaptrn in ttuljügtit initQ(tb(iU 

»on 

SuftOÄ 

/flringer. 


Pie Wctenflücfe, treibe wir hier aud$üglicb, b. h* mit lieber* 
gebung bed 'Jflinberwefentlicben ober gar ju SBeitfchweiftgen ihred 
Snbaltd unfern liefern mittheilen, b^tte Jperr Jp eil mann, ©e* 
cretärbed hiflorifchen ©ereined für 9?ieberbapern $u ßanbdbut, 
bie ©efäHigfeit, in, nach Originalien unb älteren Kopien eigen* 
bänfcig oon ibm gefertigten, QJbf$riften betn ^ieftgen biftorifchen 
Vereine ju überladen. 

2)iefelben liefern einen nicht unintereffanten ©eitrag jur @e« 
fcbicbte beö £auebaltd unb £offtaated unferer burchlauchtigften 
Regenten wäbrenb ber Glitte unb lebten Hälfte bed fechjebnten 
Sahrhunbertd, enthalten aber nebenbei auch eine Sftenge anberer 
erwünf<hter Wuffcblüfle unb tlar bejeichnenber Jur (Sharac* 
teriftif ber Bitten# unb Sulturgefchichte, ber ©tanbed*, ©erfehrd» 
unb SCBirthfchaftdoerhältnifie unb ber £jl« unb Srinfluft in jenem 
3eitraume. Bunächft führen flc und jwar nur in ein lleitied ©e« 
fciet ber b<fioglichen Hofhaltung , oorjugdweife nemlich blöd in 
bie (profaifche, aber nichtd beftoweniger „£eib unb 6ee(e jufam* 
raenhaltenbe") £e Iler * unbK ü ch en we 1 1; hier jeboch fowobl un# 
mittelbar an bie fürftliche 2afel felbft, ald auch unb $war indbe* 
fonbere auf bie Oürnij 1 ), b. h*in ben geräumigen ©peifefaal, wo 

1) Ableitung unb urfprünglit&e Sebeutung biefe* (nac& feiner AuögangSfplbe offen* 
bar ani betn <Slan>ifd>en entlehnten) SBorteÄ finb nod) nicht mftJBefUmmt&eit feftgeftellt. 
' SBeftenrieber , Öloffar 106: „Dirnifc, Sirntfc, Durnffc (fte^e: Genitium) war 

IX. 7 

• t 


Digitized by Google 


98 


3ftivtoiM»frn äbrr 


ft# bo* tnännlufce $of« unb Surggetfnbe, fo teie bie ni#t cm 
ben Jg>er$ogOtif# felbfl gezogenen #äfle bei £of eO, in feftgefefrter 


rin Jhintergebüube , in welchem bie Birnen, «bet bie grau bei $aufeß mit ben OTdbs 
«feen wohnte unb atbeitete. SÄa« nannte tiefe ©Bohnungen überhaupt baß 3immer ber 
grauen, ober baß grauenjimmei , (ni(t>t ©Bachtßube. wie im baier. fop. Sepie. 1. Sb. 
©. 856), unb biefeß 3 immer burfte pon fremben ÖÄdnnem nicht betreten werben." £•<$? 
©ternfelb Beitrüge ic. !. 296; „3ümi|, in ieber Burg bec Stint s unb gechtfaal 
ber Ritter unb Knappen ; ein römiftber Ueberrefl , entweber Pon Tiro , Tironiu« , Tl- 
runcalna; ober Pon Turnarc, br?b* n # tourniren, baftet auch Turniclia, aagum militare." 
Schwellet, b. SBtb. 1. 398: „bie Bürnij, Cd. ©p.) an £öfen, in ©chlüßern unb 
bloßem; ©peifefaal, Safeljimmcr, fflaßßube; Dirnfj, triclinium palatfnum, aalicnm, 
coenatio palatina eea anlica. prompt, p. 1618. Sie 4 Sungftauen, (welche bei betgrohnr 
leidbnamß s ^rojeßion in SDlunchen heiligt ^>erfonen oorßeüen follen) fcerueft man aljeit 
am Slntlaßabeat jum Rachtmahl hinein in bie Reufeß unb fie liegen birfclbige Rac bt 
binnen hn JDirnij; ober grauenjimmer, 2Bßr. Sir. V. 126 ad 1580. Z)ie 83 oc. ron 1428 
unb 1155 haben eataarinn^bumift ober pabfluben (pergl. au<h 2tretinßSeptr.X. p. 1101) (Voc. 
Ms. p. 1445, 1468. burnife, aeatuarium; ßl. o. 413 caamata, turnija. 23om Borten beß 
flachfeß auf „bornijen ober bepm geuer" fpricht tfnton in feiner öef<hi<hte ber beutfehen 
Sanbwirthfch. 111* 284. Ser Naracnclator latino -saxoaic. p. 1582 hat bombe für 
(Stube unb &anbrlt potj Sifch* unb Bornfen t ©erebe (®erdthe). 5» n &rnntfd)=meberfdchs 
ftfehen SQorterbuch wirb Bürnfc alß noch lebt für Stube üblich aufgeführt. Sn einem 
fübflawtichen Sialeft foll baß inSfnbe’ß ©Bbrterbncb nicht ju finbenbe iorno* einen ©peifes 
ttfeh beleuten , werauß fleh bie Süraij aUenfaßß all @Uipfe ßatt bie Stürnijßube erfldren 
liefe. Bürfte inbejfen, ohngcfdhr nach ©ramm. 450, fchon für bie a, ©p. eine ©trfchmrf* 
jung beß weibl. Xrtifelß mit bem oft wie h lautenben g beß rußifchen, pom ©erb. gorjt 
(brennen) abgeleiteten gornitza (Stube) ju 4 ober t angenommen werben, fo würben bie 
Srfldrungen aeatuarium, eaumata unb baß gleich bebeutenbe ^ftefel pon pyrale für bie 
VMeftung pon tiefem gornitza fpre<hen." Seo , über Burgenbau unb Burgenefnrichtung 
in Seutfthlanb (in Raumer*! hiß- Jtafchenbuch, VIII. 3g. Spj. 1837) ©. 196 : „Bon 
einem flawifchen ©Borte, welche! £ 04 » Br ennhol j bebeutet (poln. drwa, drewno , 
bohm. drwo) ft'nbet fich ein beutföeß ©Bort (wohl butch ein ftawifaeß drwaaiee, drwo- 
ofee , drewaice permittelt) abgeleitet, welcheß nur m üßllthen Seutfchlanb borfommt, 
unb Bütni$, Dornig , Dornfche lautet* Such biefeß ©Bort bejeichnet ein $>h iefelga* 
bem, ein heijbareß ©emach (Pon ^Phicffl: ber Ofen, unb ©abem: gefdhloßenrr 
Raum, felbßßdnbtge Xbtheilung eineß ©ebdubeß), iß aber pon ßuetuirenber Änwenbungj 
el fcheint |uweilen au$ben «palaß (großen ©urgfaal) ju bejeichnen." 

Saß übrigen! in obiger pon ©Chm eil er auß ©Beßenrteberß Beitrügen V, 1|8 
beigebrachten, im gufamraenhang fo lautenben ©teile : „Bife 4 Sunfhfrauen berueft man 
aljeit am ’Antlal Xbent jura «achtmal hinein in bie Reufeß, pnb ©p ligen bifelbige 
nacht binnen, Cm Bürnfj, ober grauenjimmer , adain barpmb, bamit ©p früe aufges 
weefht Pnb ju rechter jeit jum flaibcn , welcheß große weil bebarf , oorhanben feien" — 
bie ©Sorte: ober grauenjimmer nicht allein baß SBort ©ütnij erbldren foUcnber 
Beifah ju betrachten, fonbern lebiglich im alternatiPen ©inne ju oerßehen fepen, 
baß bie fraglichen 4 Sungfrauen nemlich entweber im Sirmjjimmer , b. h. in rtner 
an bie Sürnig anßoßenben unb bähet baß £ümfjs 3 itnmer genannten Socalitdt ober im 
grauenjimmer, b. h- in ber oon bem weiblichen gofgeßnbe bewohnten Xttbeilung ber 
neuen ©eße ©chlafßatten befamen, unterliegt wohl feinem gweifel, wie benn überhaupt 
bie PÜllig Perfchieben e Bebeutung pon B ürn i j unb g rau en ji mm er , fohin 
auch bie Unrichtigteit ber Vbtritung bei ©Sorteß Sürnij pon Birne auß ben oon unß 
h»er witgetheitten Bctenßücfen felbß , namentlich auß ber © p ei f e f Dt b nu ng p. 3- 
1588, mit ©pibenj h«Porgeht. 


* 


\ 


\ 


Dlgilized by Google 


den i)rr?«f!tri]fft ^cfljal» W Jlöndjen. ' V9 

6tunb< jum gemeinfchaftlichen 9Wittag$* unb Slbenbmahle ver« 
fammelten. 

©ibt fi<h au$ faft allen Veftimmungen ber vorliegenben 
Sfnorbnungen ba$ lobenäwürbige 23efheben ber Jperzoge funb, 
alle unnötigen Äoften im £au$holte einzufchrdnfen unb ben ber* 
waltenben Beamten überall bie moglichfte @parfarafeit einjufeb^r* 
fen, fo leuchtet boeb auch anbererfeit* allentbalben bie unfern 
geliebten L*anbe$fürften angeftammte, ebelfte unb gutmütbigfte ©afl* 
freunblicbleit unb ßiberalitJt fowojjl gegen baö eigene ©eftnbe 
bbcbften unb nieberflett 9tnnge6, alß auch gegen bie bei 
£ofe angefommenen einbeimifeben Beamten, ßanbeäunterthanen 
unb Srembe, unb gegen $rme unb jpütfäbebürftige jebed ©tanbe* 
erfreulich hervor. 

2)er Umftanb, baß noch in jenem fp5ten Sahrfmitberte 
fortwdhrenb bie Küchen unb $ürni&en beiber 9te(tbenzen, 
ber alten unb neuen Vejle nemlicb/ in gleichzeitiger 
Uebung fianbtn, jeugt nicht nur von ber großen Anzahl' berjent* 
gen, welche nach bem batualigen ©ebrauebe auf ba$ „Jpofejffn" 
2lnfprucb hatten, fonbern er liefert zugleich aud) ben 23ewet6, baß 
bie alte Söefte (ßubwigö b urg , ber jept noch beflebenbe alte 
£of) feineäwegö, wie bie unb ba angenommen worben, fogleicb 
nach Erbauung ber neuen 23efte im fünfzehnten Oahrfjunberte 
. vom $ofe völlig verladen worben fep, e$ erhellt vielmehr barauS, 
baß bie Ueberfteblung in bie neue 23eflc nur auf bie tyerfon be$ 
regierenben gürjlen unb beffen ©emahlin, bann bereit nächfte 
Umgebung unb $ien;rf<3>aft bezogen werben bürfe, baß hingegen 
ein großer &beit ber herzoglichen Familie unb be$ activen $of< 
gefinbeö in ber wohnlichen alten 2>efie zurücfgeblieben fep. 

©ine gewichtige, ja gewiffermoßen bie vorzügliche^ ÄoH« 
fehen wir in ben nachftehenben Verfügungen bem herz°9^^ etl 
Äüch enmet üer zugetheilt. 3)erfelbe war nemttch nur in fehr 
wenigen Sollen an ©inholung etne6 maßgebenben ©utachtenö von 
(Seite be* Jpofmarfchallä, oberften §ofmeifterö unb ber jpoftara* 
mer (herzoglichen ©affabehvTbe) gebunbett, außerbent aber nicht 
bloö befugt, über bie Diente ber ihm zunächjt untergebenen 
„Officicre" (be$ Äüchenfchreiberä, be6 3ergabner$ *), Äellcrmeis 


2) Der 3frgabnet war berjenfgc #ofbebienßete , welkem baß (na<& baperift&et 
SJhtnbart 0cwfc&nU<& b **) ^ergaben, 3*&rg«ben, b, l). baö Oewötfce für bie Sebent; 


100 


änaxfttwnpa ftfcrt 


ßcr$, bei ÜTlunbfoch* sc.) unbebingt zu verfügen, bte ©petfe*, 
.Rüchen t, .Reller«, SEtfcb * unb ©ip*Orbnung zu überwachen unb 
in Söoöjug ju fepen, ben 3utritt oon ©äßen auf ber 2)ürniz 
wenigßenä für brei Sage auf eigene §auß ju gewähren ober 
}U oerfagen sc., fonbern berfelbe muffe jebeOmal auch &uglei$ 
fürßlicher £ofrath im wirtlichen 2)ienße fepn. 

3ur Aufrechtholtung ber Jpau6poli&ei, in$befonbere auf ber 
$ürniz flanben ihm ber „$of,profob" unb beflen „©teefen* 
fn echte" al$ Organe ber ooflßrecfenben ©ewalt jur ©eite. 
%ub ber mit aOcetifcher ©trenge abgefafjten 2>ürnizorbnung 
SDilhelmö V. 00 m Sabre 1589 (Urf. 9?r. 8) erßrecfte ftcb bie 
bem .Rüchennteißer eingeräumte ßrafrechtliche SuriObiction fogar 
btö £ur ©träfe be$ Ab hauend ber rechten Jpanb. 

2)od> — wir wollen bem im Allgemeinen ohnehin Haren Wortlaute 
ber mitgetheilten Aufzeichnungen nicht weiteroergreifen, fonbern le* 
biglich biefe felbft reben unb alä fflbßßänbiged, grofjcntheild neue 6 
Material um fomehr fleh gettenb machen taffen, ald eineburchgängige 
Erläuterung ber burch fte bargelegten Berbältnifle mitteiß einer »er* 
gleichenben Bezugnahme auf bie 3ußänbe, aud welchen fich jene 
entwicfelt unb zu welchen fte ftcb nach ber $anb geßaltet haben, 
jept unb an biefem Orte unb oiel zu »eit führen würbe. 


Nr. 1. 

r 

Keller - Ordnung. Aufgericht Im Jar 1540. 

Von gottes genaden wir Wilhelm pfaltzgrafe bey Rein, 
hertzog inn obern vnnd nidernn Bayrn etc. schaffen vnnd wellen 
hierait, das alle vnnd yede vnnser wein die von vnnsernn ge- 
wachsen!), zw Stauff, K el ha i m vnnd La n n d t s h ue t Idio- 
men, auch all ander wein, die zw Österreich, Ötsch, S w a- 
ben alhie auf dem marckht oder annder ort, erkhauflft, sollen 
mit vnnsers leuchen- vnnd camermaisters vorwissen vnnd willen 
gekhaufft, gebracht vnnd verornndt werden: volgennds sollen die- 
selben vnnd all annder geschennkht wein, die in der allten 
vesst vnnd in den bestanndt kellern, eingelegt, durch vnnsere 
öbriste kellaer mit der antzall vässer, visier, vnnd mass, wieuii 


JJefjrungÄ;) Slittet, fcfe <5peifc;83orMtt>«rammex jux *ufftrf>t, JBexwaltung unb SBexwafcs 
xung anuextxaut war. (83gl. me Ilex, b. SBtb. II. 16, IV. 281). 


bat Jjfrjojlrcljfn ^efljott tit jRfladjnt. ' 101 

ain yedes vass hab, vleissig geuisiert, vnnd gemelten vnnsern 
kuchen - vnnd caraermaister , oder in irem abwesen, vnnserm 
kuchenschreiber solche vässer vnnd visier antzaigen, die dann die 
vässer vnnd visier sambt dem vorradt, der vorhin in den kellern 
iigt, besehen unnd neben den kellnern vleissig beschreiben, vnnd. 
die kellner sollen solch wein mit füllen vnnd annderm vleissig 
warten, damit die nit schadhaft werden, auch zw dem füllen 
vnnd allen anndern arbeiten in den kellern (ausgeschlossen im 
abziehen , einlegcn vnnd auftragen) niemanndt anndern, dann die 
kellerkneeht prauchen etc. 

Dieselben kellner sollen auch vnnser hofhalltung der a Ilten 
vesst, vnnd was wir sunst für speiswein auffs lanndt vnnd ann- 
derort bedurffen, allennthalben mit wein, innhalt des stad ts (status), 
der innen dann derohalben gegeben (vnnd nicht annders versehenn). 

' Vnnd was oder wieuil *y allso für wein täglichs auf gemelte 
Hofhaltung allennthalben, es sey zw den morgensuppen, malen, 
nachspeisen, vnndter schlaff- oder annder trunkh, inn hallt vnnd 
vermög des ermelten stadts vnnd Ordnung ausspeisen oder geben, 
das alles vnnd yedes sollen dieselben kellner innsonnderhait vnti* 
terschidlich von posten zw posten, all tag auf ain zetl beschrei- 
ben lassenn. Vnnd all nacht, nach allen speisenn, vnnserm ku- 
chenmaister, oder in seinem abwesen dem kuchenschreiber, solche 
zetl vberanntwurten, der dann den tag mit inen den kellnern be- 
schliessen vnnd vnterschreibenn, volgennts all montag, die gantze 
wochenn in ain post zesammen bringen, dieselb wochenliche post 
in ain kellerpuech beschreiben, damit sy alles ires enntpfanngs 
vnnd ausgab yeder zeit geburlich rechnung tliun mögen, 

Sy die kellner sollen auch on obgedachts kuchen- vnnd ca- 
racrmaisters willen vnnd vorwissenn, kainerlay gappas-, span , peer-, 
kreyter-, weichsl- oder dergleichen wein, 2 •) einmachen, auch die 
eingemachten, on ir vorwissenn, nicht angreiffen, ausspeisen etc. 
oder ausgeben etc. Vnnd sollen die kellner all tag, nachuol- 
gennde post vnndterschidlich verzeichne» , unnd erstlichenn 
die morgen trunkh zue der suppen; den ausspeisswein ; den oppfer- 
wein;das ordinari auff turnits vnnd kucheustübl zum morgenmal; 
den speiswein zwischen» vnnd nach den malen; denabennt- vnnd 
schlafftrunkh; das ordinari auff turnitz vnd kuchenstübl zum 
nachtmal; was auf die gesst geben wirdt; was für ehrwein (vnnd 
auf wes hayssen) geben wird ; 

?a) ©appa$ oerunflaltete ©«brefbung anflatt ßappiä (raunbartlltb ©ob cf), 
bet Äopffof)!, bratdica capitata. (©d>njelter b. SBtb. II. 10.) © pinn) c in, 5 Bein 

ber Dom <Jof abtropft. Jpcumann, Opaac. p. 702. Beerwein, Äerapwctn unb ©panr 
wein. aSagcnfcit Noriab. p. 121. ©pon wein, neuer, bet noch ni<bt abgetanen. 

©$meUft o. a. p, 111. p. 086. 


402 


• * 

, ' änorbttungtn fibrr 


essich wein; 
füll wein; 
koch wein; 

was auffs lanndt geschickht wirdt ; 

was in die new vesst für wein auss den kellern geben Wirdt. 

So vil das pier belangt, sollen die kellner vom prewen 
vnuersucht kain pier annemen, noch einlegen, vnnd welches pier 
zw speisen nit teuglich, sollen sy dem hofprewen lassenn, vnnd 
die hofhalltung bey einem anndern prew mit pier versehen etc. 
vnnd alles pier in das kcllerpuech verzaichen , auch vnnserm 
kuchenmaistcr oder in sein abwesen vnser kuchenschreiber yedes 
vass, wann das in den keller gelegt wirt , (anzaigen). Schaffen 
darauf; gegenwirtigen vnnd khunftigen, vnnsern kuchen- vnnd 
camermaistern das sy ob diser vnnser Ordnung, gestrackhs hall- 
ten, vnnd ir, die kellner oder knecht, kainswegs darwider hannd- 
let, vnnd innbesunnder on ‘gedacht* vnnsers kuchen- vnnd camer- 
• maisters zuelassenn , merers nicht, dann diese Ordnung vnnd er- 
mellter stadt zuelasst, ausgebt. Das wellen wir vnns zw eur ye- 
dem, hey den pflichten damit ir vnns verstrickht seyt, zw ver- 
meydung vnusere swere straff vnnd vngnadt, genntzlich vergehn. 

Vnnd dieweil wir glaubwürdig bericht, dass sich vnnser ge- 
sindt, die in vnnserm gätter s ) der türnitz sitzen, vnnd kain 
antzail wein haben , des zuetrinkhenns vber vnnser hieuorig ver- 
pot nicht ennthallten wellen , darzue auch von den tischen den 
wein der inen geben wirdt, auf die turnitz, annderm vnnserm 
gesindt, (denen doch on das ir gepurnuss geben wirdt) schickhen, 
wellen wir demselben irem vnpillichem verprechen nach, zufür- 
khomen, hiemit geschafft vnnd verornndt haben , schaffen vnnd 
ordnen derwegen allen vnnd yeden vnsern kellnern, sambt den 
knechten, gegenwirtigen vnd khunftigen, das die samenntlich 
vnnd sonnderlich in gemelt gätter, nicht mer dann auf den 
vordem vnnd ersten tisch acht mass , auf den anndern vnnd 
dritten tisch auf yedeu sechs inass vnnd auf den vierdten vnnd 
annder nachvoigennde tisch, fünf mass wein geben etc. 

Dise Ordnung ist aufgericht worden am sambstag nöch 
sonntag Reminiscere nach Christi gepurdt getzellt funftzehnhun- 
dert vnnd im viertzigsten jare 1540. 

Wilhelm, herzog in Bayern. 

(L. S.) 


3) JDa$ Q5 £ tter W>ar ein rr&o&ter, bur$ ein Öittrrtw! abgeftbloffener ftaum in 
bet Dürnrj , in welkem bie Sifcbe für bie fcoftern J&ofbiener , namentlufe für ben Ärueb«. 
feffen , 9)iunbf£ben? unb jjjürfcbneibcr , bann für ©Affe non befonberet 2)ijiinction f;<b btt 
fanben. (Uefcrt ben Unterfaicb jnufeben (Hattet unb (Mütter f. ©<bm«llet b. 
2Btb. 11. SO.) 


I 

« 


den Ijcrjoflidje« Ipfyait in JRfituijnt. . §0& 

■v % 

Nr. 2. 

Keller-ordtnmiff vnd Instruction« 

(3!. Octbr. 1552). 

Instruction was vnnser von gottes genaden Albrechta 
pfallentzgrauen bey Rhein , hertzogs in obern vnnd nidern Bayrn 

etc. liofkhellner in der Heuen vnnd allten vesst alhie in iren 

* * » • 

vto vnns habenden ambten allenthalben zuhanndlen beuelch haben, 
vnnd mit vnnderthenigem getreuem vleis verrichten sollen. 

Erst liehen haben wir in erfarung das bisher bei vnnsern' 
khellern, mit ausgeben vnnd auftragen des weius vnnd prot 
allerlay vnordnungen vnd misspreuch eingerissen. Derhalb wir 
verursacht worden sein, bey denselben vnnsern khellern in yetii« 
gern vnnserm aufgerichten statt, aueh ain orduung fürzunehmen, 
vnnd wollen hiemit das derselben, wie die hernach begriffen ist, 
stxackhs gelebt, vnnd allerdiog volntziehung gethon werde. 

Nemlich solle yetzealspald, vnnd inanfangdiser vnnser Ordnung al- 
ier vnnser wein, in der neuen vnd all te n ves t in beisein vnnsert 
öbriiten vnnd annderer vnser verpflichten kheller (kellner), durch 
den geschwornen fisierer ordeniieh inuentiert in ain regi- 
ster gepracht, vnd von demselben register ain abschrifft auf vnn« 
ser camer, auch ains vnnserm hofmafeter, vnd khuchenmaister 
zuege&tellt werden, auf das, wann dieselben alsdann nach aufge* 
nommener rechnung dess verzerten weius zu viertl, halben oder 
ganntzen jarn wider visiern lassen, (wie sy dann thun sollen) 

' wissen khunden, wieuil wein noch per resst im kheiler bestanden, 
vnd wie gehaust sey. Zum andern sollen gedacht« vnnsere 
kheller (kellner) vnd sonnderlich der, so yeder zeit geen S tau ff 
oder an anndere ort, da wir bairisch weingewecht haben, zeucht, 
alles getreuen vleis darob sein, vnnd hallten, das dieselben zu 
vnnserm nutz wol vnnd treulich gefechsnet hieher gebracht wer- 
den , vnd in solchem allen vnnottürfftigen vncosten verbieten. 

Zum dritten sollen sy vnnd insoaderhaü wanu der wein in 
rechtem wolfailem khaoff au bekhumen ist, vnnd guete jar sein, 
vnnsere cha'raerräth zeitlich anmanen , das ein vorrath wein 
eingekanfft r vnd za vnnser hofhaitnng gepracht werde, auch vol- 
gend, vnd wann sy die wein, was sort die sein, im kheller ha« 
ben, derselben rechtschaffen vnd sauber wartten, das durch nach- 
lässigkhait vnd vnfleis der wartt nit nachtail eruolg. 

Sy sollen auch vnd zum viertten in vnnser neuen vnnd 
allten vesst vber die zettlen,so inen zuegestelct worden sein 
zp den malzeiten oder suppen, niemandt mer von wein, oder prot, 
•alls darinn begriffen, nit geben, vnnd dasselb alle nacht sarabt 
dem so auf die tisch, die in der »peiszetl mit wein vnd prot khain 


« 



Digitized by Google 


104 


3ti0rtttun$ftt übrr 

i * 

/ 

Ordnung haben, in der neuen resst vnnser freundtlicherr lieben 
gemahel hofmaister oder dem er es in seinem abwesen beuilcht, 
vnnd in der alten vesst vnnserm khachenmaister verrechnen, 
▼nd antzaigen, wieuil denselben tag von wein, vnd prot aufgan- 
gen, vnd verzert worden sey, vnnd in sollichem allem bei den 
pflichten damit sy vnns verwont sein, khain geferd prauchen. 

Damit sy aber wissen khunden , wieuil auf die tisch, so wie 
obsteet mit wein vnnd prot khain orduung haben, yedes mal auf- 
gea, sollen sy zestundan, alle flaschen, auch anndere claine 
vnd grosse geschirr, darinn wein aufgetragen wirdet, eichen 
vnnd in vnnser neuen vesst in ainer yeden Stuben, da raai 
yst, auch heraussen zu alten hof auf dem getter, ain khel- 
ler wein vnd prot selbe auftragen, vnnd darbei beieiben, vutz die 
malzeit für ist, vnd nachmals den übrigen wein, vnnd prot, wider 
in den kheller tragen, auch sehen, was an dem aufgetragnen wein 
vnd prot, wider in kheller khumen, das übrig für verzert an- 
schreiben, vnnd obgeschribner gestallt verrechnen, auch die la- 
schen oder andere gfcschirr, darinn sy die wein auftragen yeder 
seit sauber auswaschen, rain hallten, vnudt niemandt in den khel- 
ler lassen, oder darinn geprauchen, er gehör dann darein. 

Item vnnd zum fünfften sollen gedachte vnnsere kbeller 
(kellner) in der neuen vnd alten vesst, ausser vnnsers. vnn- 
ser freundtlichen geliebten gemahcl, 4 * ) vnnd Schwester, 6 ) oder 
vnnsers hofmarachalchs, hofmaisters, khuchenmaisters vnnd vnn- 
serer camerräth sonderm beuelch niemand wer der oder die seien, 
vnndter tags ausser der Ordnung weder zu suppen oder schlaf- 
trunkhen khaineo wein in ain zimer, oder in die heuser auszu- 
tragen nit geben. Wo aber vnnserer grauen, edelleut, officier 
oder annderer vnnserer erlicher dieuer ainer für den kheller . 
vmb ain trunkh khumen würde, dem sollen sy nach ansehen 
der person, vnnd der gepür, ainen trunkh nit verzeihen, sonnder 
guetwillig geben. Nachdem sich aber etlich vnndersteen mechten, 
auf vnns, vnnser freundtliche liebe gemahel, Schwester, oder ann- 
dere obgemelte vnnsere rlthe, wein zu erfordern, sollen die khel- 
ler die personen, darauf der wein gefordert wirdet, aufmerkhen, 
ir nachforsch haben, vnnd wo ainer , oder mer darinn fällig be- 
treten würden, die sollen darumb gestrafft werden. 

Zum sechsten ist vnnser raaynung, das merermellte vnn- 
sere kheller alles weiss vnnd annder prot gegen den pfi- 
sterm ais t er vleissig vnd on geuerd anschneiden, vnnd was 


4) Unna , Jtaifrr getbinanbg I. Sot&trr. 

») «W$tilbe, natynali flßST) mit Wttttttt, SRartgrafen »on IBabcn oerm&ttt. 


Digitized by Google 


bnt ijcr) 0 gtul}fn J^öfliaW tu J&ünrlpn. , 105 

•y den ganntzen tag ausgeben, aufschreiben, vnd darurob nit we- 
niger alls vrab den wein rechnung geben. 

Wann sy auch, vnd für das sibennd vnndter den raiffen, 
oder andern geschirrn, wein an das gejaid hinaus schickhen, 
sollen sy dieselben wein gleicher weis ordenlich aufschreiben vnd 
die kheller so mit ziehen, denselben wie alhie, dem khuchen* 
' maister oder seinem verwallter vermiig seiner speiszetl verrechnen, 
vnd was überbeleibt wider treulich in den kheller daraus der 
wein genommen, sambt der rechnung, wie er verzert worden, 
antworten. 

Zum achten wollen wir, vnnd ist vnnser ernnstliche may- 
nung, das sy vnns die weinvässer vnd aitndern gepend 
sambt der hepfen getreulich aufheben, verkhauffen, das gelt dar- 
umben einbringen, vnnd verrechen. 

Sy sollen auch darob sein, das vnnser khrautmaister 
vnnserm gesind die tischtüecher sauber hallten, vnd waschen 
lass. 

Wo auch gedachte vnnsere kheller in solchem irem diennst 
merers dann obuerzaichnet, vns vnnd vnnser hoihaltung nützlich vnnd 
dienstlichs im werkh erfarn würden, dasselb sollen sy yeder 
zeit bei iren pflichten offenwarn, vnd antzaigen, auch in solchem 
vnnsern nutz vnd wolfart betrachten, vnd inen darinn merers, 
alls inen ir bestallung zueläst, nichts zueziehen, auch weder we- 
nig noch vii, es sei wein, prot, oder annders bei vnnser vngnad 
vnd straff nit austragen. 

Das alles zu warem vrkhuudt, haben wir vnns hie zu ende 
mit aigner hannd vnndcrschriben vnd vnnser secrete fürzudru- 
ckhen beuolhen. Geben vnd geschehen zu München den letsten 
octobris, anno etc. im zwayundfunftzigsten. 

Albrecht, herzog Jn Bayrn. 

m. ppria. (L. S.) 


Nr. 3. 

Speysordaung der neuen vnd allten uesst alhie zw 

München ao. 1559. 

Verzaichnus wie * cs in küufTtiger Ordnung mit speisen in 
der neuen vnnd alten vesst gehalten werden soll. 

Erstlich auf vnn3ers genedigen fürsten unud herru 
tafel vier vnnd zwainzig essen. 

Chämerling vnnd edl junckfraw disch acht essen, 
vnnd auf der chamerling disch yeder person ain masa wein. 


IM 3»r)nti«frn übet 

Die anndern junckfrawdisch daran nit vom adl flitzen 
a e c h § essen. 

-4» 

Kuchen disch alten gebrauch nach. 

Den torwerttln vier essen vnnd zue yedem mal ain 
mass wein. 

Die wachter, o fe nh a itz er, Liendl narr vnud annder 
behelfien sich von der chamerling disch vnnd wirdet darzue je- 
dem ain halb mass wein gegeben. 

Volgen wem die suppen in der neuen vesst gegeben 

werden soll. 

Erstlich ain suppen dem pfleger , sil b e rcham erer vnnd 
maister Schneider mit einannder vnnd darzue zwo mass 
wein. 

Die annder suppen den edlen knaben vnnd raäthl, vnnd 
daraue ain mass wein. 

Die dritt suppen den Wächtern, schneiderknechten 
vnnd ofennhaitzer vnnd wann* inen hieuor wein gegeben, 
soll inen noch ain mass volgen. 

Die viert suppen auf koch vnnd keile r (kellner) im ku- 
chenstübl vnnd darzue drey mass wein. 

In der alten v.esst. 

Auf dem gätter an den dischen daran grauen, herrn 
vnnd vom adl sitzenn, soll man geben wie den chaemerlingen zu 
vier genügen acht essen. Gleicherweis wo zue Zeiten frembd 
grauen, herrn oder edlleuth auch pf leger vnnd annder 
ambtlent so ains ansehens sein, ' in die ambtsrechnungeu hie- 
her kumen, sollen sy mit iren personen auch auf dem getter 
vnnd Ire diener auf der durnitz gesetzt vnnd von ltof das fue- 
ter gegeben werden. 

Auf der dür ni tz. 

Den ca p 1 äneu, c a n n t zl e i , furriern, trumettern, 
reittenden jhagern, valcknern, ha nnd werchdeu ten v 
püch sen mais ter n , vnnd knechten im stall, desgleichen 
d er c an te r e i wie aufdemzin fünf essen. 

Wann aber ain graf,, rath oder ainer vom adl 
ain adlsperson bey ime in seinem dienst hette , sollen die- 
selben, damit desto besser leuth an dem hof gezügelt, auch auf 
das z i n gesetzt vnnd vor den gemaineu raisigen knechten gehalten 
werden. 

Die raisigen kueclit habeu bisher auf dem holtz vier 
essen, aber an den vischtagen gar kein visch, ausgcnomen die 
vaattäg, gehabt, ist bedacht, (dass) hinftiran an den vischtagen 


fern Ijfrjoglirljfn ^oftjalt in dtiinrlpn. 


407 


den raisigen knechten, an ains anndern essen stat als das inues 
oder pachenns , ain essen visch gegeben, vnnd mit dem miiesa 
vnnd pachenns gewechselt werden soll. 

Den dresern 8 ) so bisherr urey essen gehabt sollen hinfüran 
vier essen ausser visch gegeben werden. 

Dem nach tisch Wächtern, krautmaister,mezger- 
kn echt vnnd anndern vier essen vnd ainem ain halbe miss wein. 

Es soll auch sumer vnnd winters zeiteil morgenns vmb neun 
vhr vnnd nachts vmb vier vhr geessen werden. 

Vnnd wann ainer das essen in vnnsers genedigen herrn son- 
dern gescheffte versaumbt, soll ime zu halben oder viertlstuudeo 
nicht gegeben werden, sunder ain yeder wartten vntzt ain ganntze 
stundt schlecht (schlägt). 

Der morgen n suppen halben beleibt es wie bisher. 

Souil das trinckhen betrifft. 

Soll auf dem gatter weins genueg gegeben werden, doch 
soll der keller (kellner) achtung darauf haben, dass keiner, so 
auf dem gater isst , wein herab geb, oder von der dürnitz leut 
hinauf lauffen den wein doben austrinken oder herab tragen. 

Auf dem zin auf ain disch vier mass wein. 

Auf dem holtz zwo mass wein vnnd piers genueg, 

Auf den vier richten den dress rn piers genug, 

Vnnd soll zu dem wein auf dem zin ainem yeden ain hal- 
ber maspecher vnnd auf dem holtz ir zwaien ain solicbe " 
pecher fürgesetzt werden. 

¥erzaichnus der vesst darauf auf der d&rnitu für 
das gesind mer essen vnnd wein, dann sonnst der 
> hofbrauch ist, geben worden. 

Item zu der fasnacht. 

' Mer den ostertag. 

Mer den pfingstag. 

Mer vnnsers herrn fronleichnamstag wirdet allein mer 
wein geben. 

Mer m art i ni. 

« 

Item die d rey raue hneeht 7 ). 

• Mer den weinechttag. 

« 

6} gjlunbartltcfee gorm für Zx’o%n, Üroffer , Sroffnecfete , *um Stof , ;© ep&dr, 
fcerorDnete Jfnejfete. (©cfemeller , b. JBtb. I. 600). 

T) Die Borabenbe bed ßferifltaged , flteuiaferd s unb Drei s Jt&nigdtaged. fh 

Bürgerd s nnb Sauerdfeüufern betam efeemald bad ©eftnbe an bfefen bret Abenben beffete 
Äoft unb eigend fetefur gebarfetied roeifed IBrob, bie f. g. 9t au (ferne <ten. ©. SBeftens 
riebcr’d ©loflar p. 456. Uebe» Aberglauben unb SBolfdgebrdu4>e ber jroülf ftau<fe* ober i 
2 6 1 e l s 9la<fete (oom fei. ttbrnb bid fei. Dreit&ntg) »gl. © djmellcr, b. tttt. HK >1 
unb 11. 501. Delling, Beitr. ju einem b. Sbtotifon 11. 63. 



Digitized by Google 


108 


?lrtor&nun$frt üb« 


Uerzalchnus etlicher mal so altem gebrauch nach 

gehalten worden. 

Item der von München slcurer gibt man zu ennd* 
schafft der steur ain guet mal auf ain disch. 

Item das hanndwcrch der kupferschmidt im Ober-, 
ianndt dienen jerlich meinem genedigen fürsten vnhd herrn an 
kupfergcschirr zwen centen schwer; enntgegen wirdt inen geben 
ein guet mal auf fünf disch vnd ein flaschen wein auch prot. 

Item die armen im spitai, siechen- vnnd brueder- 
hius werden quatteraberiich auch antlastag alwegcn bey drey- 
hundert vnnd fünfzig person gespeist. 

Item die zelfner (zöliner) am Yserthor werden vmb 
Martini auf ain disch gespeist. 

Item die saltzsennter werden auch an herrn vasnacht 
auf vier disch mit drei essen gespeisst. 

Item den Thrumettern wirdet in der vassten ain guet 
essen visch gegeben. 

Item den officiern von kuchen vnnd keil er auch 
iren weibern vnnd sonnst etlichen herrn wirdet in der ersten 
vastwochen ain guet mal auf siben disch gegeben. 

Item den visschern alhie wirdet am sambstag vor 
herrn vasnacht ain airnschmaltz von vierzig airn vnnd 
zway pfuudt schmaltz geben. 

Item wann man minsst (münzt), so werden die minser 
Cmünzer) ire weiber auch etiieh herrn, so die obristen 
yber die rainss (Münze) sind, im jar zwayraal zu morgens 
vnn<| nachts auf drey disch gespeist. 


Nr. 4. 

Ordnung wie das fürstlich hofgeslndt, so zw altenhof 
widerumb gespeist, von der khuchen aus 
gehalten werden soll. 

(1569). 

Auf der hofj unk herrn tisch acht essen, als zu mor- 
gens : ein aufgeschniten suppen, gsoten fleisch, kraut, leber- oder nach 
gelegenhait der khuchen ein annder beyessen , pfeffer, gemüess, 
truckhen pratens, eingemacht wildtpreth oder dergleichen. Nachts: 
truckhen pratens, salat, suppen, fleisch, rueben, eingemacht glüng®) 


8) „Cftt ffielüng, CoUectl» für Sunge unb bft (Singewrib*." 

Iler, b. gßtb. 11. 484. 


Itn tprftgticljni jfjafljalt in Äuncljw. 109 

. i , 

oder annder8 peyessen, geraten, noch ein nachricht, als pasteten, 
oder was bei der kochen gelegenheit geben kan. 

Für die ainspenigen edlleüt und of fiel er fünf 
essen. Morgen mal; suppen und fleisch, kraut, pfeffer, rauess, 
ein tempfrts praten. Nachts: auch ein tempffts praten oder 

truckhens, kraut oder rueben, sutfleisch, gersten, für das pnehens, 
so hieuor. geben worden, kütlfleckh, glüng, oder annders derglei- 
chen essen. 

Die canntorey möcht khounftig vberlanndt mit den speisen 

auch gehalten werden wie bemelte ainspenig edlleüt vnd 

o f fic ie r. 

• » 

Canntzleypersonen, ainspenig 9 ), truraetter, auch 
reit en t je ger, poten vnnd raisig knecht, den sollen vier 
essen geben, aber woll auf die schüssl geschlagen (beigefeft tfl : 
} ,vnnd sauber gekhoehl 4 ') werden. Nemblicli morgens: suppen 


9) S£c* man unter obigen Ginfpd nnigen, Ginfpdnnig ern unb ein f pd n* 
eigen G b 1 1 1 e u 1 e n eigentlich ju perftehen habe, ifl noch nicht eöllig ermittelt. © ch m e l* 
l et ,b. H£tb. 111. 568: «.bie ainfpdnnigcn A n ed) t ,bieimXV\ unb XVI. 3abrb.al*h*r* 
rtnlofe Sanbflretcbet (Ar. £f)t>l- VII. 307, C. £>. ü. 1553 f. 14) fignaliftrt »erben, (inb 
»ohl, nach ^pictoriuS , gemeine Ariegefncchte , unb nicht wie etwa bie folgenben, Berits 
tene. Der 21 f n fp d n n f g e r, ebemal* ein berittener Straffen s ic. Huffeher ; 

bann obngefdbr, »ad je£t Jj? art f chi er." SEWftenrieber, Glosaar, 121. „(5 tnf p d ns 
r. i g bebeutet einen Gaul, welcher allein an einen Darren gefpannt wirb, baher jwrp* 
fpdnnig, pierfpdnnfg tc. Ginfpdnnig wirb »on einigen, Pom Gefpann ober ©efeU 
abgeleitet { ! ) , weil ba* 3Bort Ginfpdnniger auch einen einjelnen Leiter ohne 
Aatra hebeutetc." 

92a<h ber «orliegenben ©peife* Dtbnung o. 3. 1569 unb ber nachfolgenben t>. 31. 
3an. 15s9 erhellt übrigen*, ba* bie fchlechthin fogenannten Ginfpd nnigen ober Gins 
f p da nig er non ben e in fpdnn i gen Gb eil eu t en tie in Mange n a ch perf«hieben 
waren, inbem Untere ben Dfficieren (#offcfener* hinter ©tufe) beigefrUt waren unb 
fünf (fpdter ach t) ©peifen erhielten , wdbrenb erftere mit ben Trompetern, gemei* 
n.n reifigen Anechten, Autfcheru ic. an einem Tifc* jufatnmenftfcen unb mit Pi et 
©chüffeln ftch begnügen mutten. Sh« g u n c l i o n mag beffenungeachtet eine ueb biefelbe ges 
wefenfepn. ©iebtlbeten eben ein au* abeligen unb unaDeligen3nbioibuengemifchte* ober au* 
einer abeligen u. einer unabeligen llbtheilung beßehenbe* Gorp*, ihre Cejeichnung (eins 
fpdnnig) fcheint aber noch au* ber geubals£eit ober b*n 3lnfdngen bev ©olbmilij 
hergenommen unb ber Geburt*; Unterfchfeb jwifchen abeligen, mit einem gerüs 
Qcten $>ferbe gehengbienjte leiflenben S3afallen, unb )wif<hen gemeinen, beritten, b. (. 
mit efgenem felbftgebauften Stoffe ftd) anwerbenben ©blblingen in ber 9tange*glieberung 
fortgeführt worben ju fepn. — £>b übrigen* £übn er’* JBermuthung, ba* bie jefct noch 
heflrhenbe ßeibgarbe bet a rtf chi ere „nach Aufhebung ber f. g. GinfpdnnU 
ger, bie man einfi bei allen Jj?6fen hatte," eingefühtt worben , beflrünbet fep, i®efchr. 
p- Ttünchen II. 62.), ober ob nicht Pielmehr biefe Ginfpdnniger poh Anfang an ibem 
tifch waren mit iener berittenen Gompagnie fpanifcher 2£rchibuftcre (Arcieri, roeilanb 
Srmbrufifchüfcen , alfo eben mit unfern, 1690 neu organifirten unb bi* jum 3* 119® be* 
ritten gewefenen Jj?artf<hiercn), welche J^erjog SBilhtlm IV. in ber erften 4?&lft* 
be* 16. 3ahrhunbert* pon Carl V. erhalten hatte i (gjtilitair*£anbbu<b be* Ainlgreich* 
SJapern f. b. 3. 1811 ©. 17) , bleibe por ber £anb bahingefteUt. 


I 


( • 

HO änorftitsnfnt fiferr 

. * ' 

vnnd fleisch, kraut rund speckh darauf, pfeffer, geraüess. Nachts: 
truckhens oder ein tempffts pratens, kraut oder ruebcn, einge- 
macht fleisch in einer sauren suppen, geraten. Aber an Freitag, 
Sa robstag, vnnd anndern vasstägeu, da man liit vleisch 
speiest, sollen die essen geben werden, wie vormallen im gebrauch 
gewest, Drösser vnd pueben: suppen vnnd fleisch, kraut, 
muess. Nachts: tempifts pratens, rauess, gersten. 

(2Rit untrer £anb ftefct noch gefchrieben: Am heiligen wein- 
nachtag wierd das gantze gesindt auf der dürnitz morgens vnd 
nachts . . gespeisst . . werden die drey rauch nacht wie vor 
alder gehalten. Die Ostern gleichfalls, die Mardes nacht 10 ) 
wie vor alder . , . vasnacht am Erichtag nachts gehalten. 


Nr. 5. 

Uerzalchnus was vnnd wfeulll ausser der fürsten 
vnnd jung he erschafft tafl vnnd tisch bey der frl. hof- 
haldung albte zu München ln der neuen vnd allten 
vesst gespeist, wie dieselben von kuchen vnd heiler 
tractiert, vnnd was von frl. kellerey der neuen vnd 
allten uesst ausser der malzeitten ordinär! auch ge- 
speist, wieullauch morgen - suppen, ab ent- vnd schlaflT- 
trunkh ausgeben werden, volgt vnnderschidllchen her 
nach. A et* 31« Jenner 89. (1580). 
ln der neuenuest werden gespeist: 
erstlich die fürsten tafl, 
herzogin Ma ximilian na 1! ) tafl, 
in der jung herrschafft ziramer 2 tafl, 
herr Grebner in sein zimer, 

Steffan gutschy, zum Jacob dorwarth. 

Ist alles psehe (per se). 


II) SJermuthlich nur fehlerhafte (Schreibung anflatt 97lartingna<ht. ©er 
Harne SOI artin febeint non jeher baju beflimrat gewefen ju fepn, big jut Un£enntlid?= 
feit entftellt ju werben. 3n ben Urfunben;©aten beg SRittelalterg lautet er gewöhn* 
lieh SDterten, 2ttertein, Werlte n. 3n bürgerlichen Haushaltungen burfte * che* 
matg ber jährliche ßeflfchmaug einer fett gefloppten «DtartinisGJang bem ©eftabe 
nicht entgehen; ba$ bag Hofgefinbe am Sftartingtage /.mehr (äffen unb 2Bcin, benn 
fönft" befam. erfehen wir aug »orjtehenb mitgetheilter <£peife:Drbnung n. 3. 15M» 
gl|«r auch in anberer Beziehung flanb biefer Sag nicht nur bei ben <25u It 
Unb Stift einhebenben ©erichtg* unb ©runbhetrn, fonbern auch beim gemeinen SBolfe in 
(fohm öhr«n. .,0g gibt eigene Srinflieber jur geier beg ©t. SDiarteinöfeficg, einer Xrt 
qtter Bacchanalien." (SKünbliche SDUttheilung beg h°<$netehrten 83etfafferg beg haperi* 
ftfcen SB Örter bucheg). 

II) ©farta SHapimiliana , J&erj og SBilhelm’g V. jüngere, unpermählt gebliebene 
Cchwtjler, 


. / 


* 


/ 


dm tfrfpfttfipn m Äöntljm. 4M 

Camerberrn wan ir f. ga. nit heroor essen, deren 14 per- 
eenen werden von der firsten tafl abgespeist, do sie aber nft 
diennst haben, wierdt inen von kochen 14 wahrrae speisa geben. 
Von keller haben sie khain ordinary, was begert, wiert inen geben. 

Fra wan zimmer erster tisch, daran non 4 fraw hofmal- 
sterin(en), sambt etlichen von adl sisen deren 12 person, 
wierdt ineo malseitlich geben von kochen 16 wahrine speis ln 
s y Iber angericht, von keller jeder person */a tnass wein, sambt 
iVa mass ehrwein geben, vnd was verer (ferner) die frowen hofraai- 
sterin (eu) an wein noch raehrers begeren, oder schaffen, wiert geben. 

Annder frowenzimer tisch, daran aoch ettllche vom 
adl vnnd caraer jonck frawen, bis in 14 person, sizen, wiert 
innen geben 12 wahrmer speiss, sambt kess vnd obss, von keller 
jeder person % mass wein vnd 1% mass ehrwein, wans als be- 
gern, pier aoch geben. 

Dritter f ra wenzimm er tisch , daran der frawenhof- 
maiste rin dien erin, zwergin , j onk hfra wen, magt, wo* 
sch io vnnd dergleichen in die 14 personon sytzen , ^wiert innen 
8 speyss, kess vnd ops, von keller jeder Vs mass wein sambt dem 
prot geben. x 

Ain tisch daran jonkhfrawen, knecht, wachtter , so die 
speysen auftragen, bei 8 person sitzen, wiert zu dem was von 
den drey tischen verpieibt noch geben 3 speysen jedem Vs raaas 
wein, Vs mass pier sambt dem prott. 

Die herrn capplain vnd singer, deren 10 person an 2 
tischen gespeist werden, wiert auf jeden tisch speiss, kess vnd 
obss, vnd jeder person 1 mass wein sambt dem prot geben. 

J£ die naben sambt dem preceptor 10 person wiert innen 
aoch 8 speiss, kess vnd obss, von keller jedem V« mass wein, 
dgrunder dem preceptor 1 mass, und 1 mass ehrwein gebeo. 

Zween cammerdiener tisch, daran auch 19 person sit- 
zen, wird auf jeden tisch 8 speyssen, kess vnd obss jedem 1 
mass wein sambt dem prot geben. 

Malier vnnd appodeckher, dabei auch der protmai- 
ster syzt , sein 0 person, wiert innen 8 speiss geben, von keller 
• jedem 1 mass wein, ausser des appodeckhers vnd protmaiaters 
wiert denen 1 officier pecher ao % mass hält geben. 

1 tisch singerknaben sambt dem preceptor deren 8 
person wiert innen geben 6 speiss, von keller dem preceptor 
1 mass, den 4 knaben 2 mass, vnd den anndern 3 knaben 1 mass 
wein vnd 2 mass pier geben. 

Zwengsindt tisch, daran die wachtter, Schneider» 
g s öl len, Caspar maurer, haizer, tiruizknecht, mal- 


\ 


äntfrlirapgni ibft 


118 


lerpueben vnd ander gsindt sytzen, deren 10 person auf je-« 
den tisch 4 speysen, von keller jedem Vs mass wein, Vs mass 
pier sarabt dem prot geben. 

Wan ir f, gn. in der lanngcn st u bei» essen, wierdt auf 
der tirniz vor oder nachgespeist 1 tisch, daran der mundtkel- 
1 e r (kellner) , 3 silberdiener, vnd andere bei 6 oder 7 per- 
sonen sizen , wiert innen geben 6 speis, von keller jedem 1 of- 
ficier pccher wein, halt % mass. 

Knchenstübl, erster tisch daran ku che n schreibe r, 
vberlanndt, zergadner, mezger, hauskheller vnnd 
die raaister koch bei 14 personen sizen. Wiert von kuchen 
geben 8 speiss, von keller jedem 1 mass wein vnd 1 mass ehr- 
wein. 

Annder k uc he nt i sc h , daran die jungen maister koch, 
vischcr, kellerdiener in die 12 person sizen, wiert geben 
8 speiss vnd jedem 1 officier pecher wein, hält % mass, sarabt 
dem prot geraicht. , 

Dritter kuchendisch, woran die lern koch, ku- 
chen pueben, abspieller vnd hoizzieher sizen, wiert 
von kuchen nicht angericht, sonder was anf beden tisehen ver- 
pleibt, vmbgesözt , vnnd von keller ausser der pueben jedem 
a /a mass wein geben. 

Dielaggeyen warten auf der camerherrn tafl, deren 
sambt dem keller Tnd tafldiener 10 person seyn, wiert von 
kuchen nicht augericht, allein was von ermelter tafl verpleibt 
vmbgesözt, von keller jedem 1 oflicierpecher wein 60 a / 4 mass 
hält sambt dem prott geraicht. 

Auf der herrn ca pp la in tisch wartten 2 ca ppelnd je- 
ner vnd der holzt rager; jedem malzeitlich % mass wein, auf 
die caraerdiener des Daberzhol'ers, des zwergen, 
Schwarzendorfers, Hanns vis chers, vnd trorae- 
ters pueben, wiert inen jedem Va mass pier geben, von kuchen 
aber nicht angericht, allein was von der hrn, tisch verpleibt. 

ln der alltenuesst wiert gespeist erstlichen auf dem gä- 
ter 2 tisch daran in die 24 personen, alls mundschenkh, 
fürschneider, trucksessen, hofdienner, vnd anndere 
sytzen, wiert innen von kuchen 8 speiss, von keller jeder per- 
son 1 mass wein sambt 2 mass ehrwein auf jeden tisch geben. 

Auf der tirniz 2 tisch officier, daran 22 person, dann 
sy beiainander sein, sizen, ails vischmaistcr, furier, 
hauscaraerer, leibgutschi, ratsch reiber, auszal- 
ler , prouos 8, h ar n i s ch m a i s te r , fu tt e rsc hrei b er, 
jhaid t ku che nsc h rei b er, vnnd anndere dergleichen personen. 


\ 


l 


Digitized by Google 


»fü i)tt}i>gUtl)t> |oflj«U in ÄlancIjMi. 


113 


wiert Ton kuclicn geben 6 speiss jedem 1 oflicierpeclier wein, 
thoot 8 personell 6 niass sarabt dem prott, 4 mass pier. 

Auf dem z i n 14 tisch, daran au jedem tisch 8 peraon ge- 
setzt werden, alls erstlichen die cantzieischreiber , ain- 
speuniger, rcittend potten, trometter, jeger, 
bsuechknecht, raiseig knecht vnd gu tsclii auch csi- 
dreyber im fl. man, (all. Item der hrn. reth schreyber, 
deneu wiert auf jeden tiach 4 speise, vnd au viachtägen pachuisch 
auf dem kraut von kochen geben, von keller jeder person 

'/. wein, '/% mass pier thuet auf 1 tisch 4 mass pier vnd 
8 speissbrot. 

Holz in wein 15 tisch daran (der) hrn. grafen, der 
hern reth, vnnd anndcre dieuuer, auch diefuerleith 
im stall, nezknecht, kloben logier, f uetterknech t vnd 
zufallende personneu von jhay dt wegen, poten vnd der- 
gleichen wiert au kuchen geben auf jeden tisch daran um 8 Per- 
son sizen, 4 speysl, von keller 2 »nass wein 6 mass pier, sambt 
dem prot geraicht. 

Holz in pier it I isch , daran die jungen vnd trosser 
aus fl. marstall, g u tschy , jeger vnd v alck h n er - pue be n, 
item der he rrn v nd junkher pueben sizen; denen wiert 
von kuchen, wie andere gesindt 4 speiss geben, von keller auf 
jeden tisch (i mass pier vnd khain wein, sambt dem prot geben. 

1 tisch na cli essen* daran der trucksesRen 2 tafldie- 
ner, 2 wachter, k raulm a is te r, t i rn i zknech t, einhai- 
zer vnd dergleichen in die 19 person sizen wiert von kuchen 
geben 4 speiss , von keller jedem % mass wein, i/a mass pier, 
1 prot. 

Kuchenstibl zu alltcnhof. Erster tisch, daran hr. 
kuchen m aiste r, k u eben sch rei ber, ke llerma ist er, hof- 
mezger, zergadner, vnd 3 maister köcli sizen, wiert von 
kuchen 8 speiss ordinari (im fall do khaine gesst da sein) ge- 
ben. Vom keller wiert dem kuchenschreiber vnd hofmezger jedem 
1 mass wein, dem zergadner vnd maister kochen jedem I officier- 
pecher so % mass hält geben. 

Ander kuchen tisch daran die gsindt köch, 3 kel- 
lerdiener, vischer, mezgerk necht, abspieller, tir- 
hütter vnd dergleichen in die 15 person, wiert von kuchen nicht 
angericht, allain was vom ersten tisch verpleibt vmbgesözt, vnd 
▼on keller jeder person V* mass wein, % mass pier geben etc. 



8 


Digitized by Google 




114 

» » 

Nr. 6. 

• * 

Speiu- leuchen- vnnd Keller -Ordnung. 

(22. Mai 1589). 

Nachdem wir ,# ) gleichwohl bey vnnser hofhalj^nng an raererley 
orten allerlay schediiche vnordnung befunden, vurtdep annderm aber 
bey vnnser khuchen vnnd kheller nit den wenigsten mangl in dem 
das khain gewise speis, khuchen- und khellerordnung, nach dero 
sich sowol ain jeder darzue gehöriger officier als auch annder 
vnnser hofgesindt aigentlich ze richten vnnd zu uerhalten, verliann- 
den, weil vnns aber dasseib beuorab bey den jezigen Zeiten, dar- 
inn olle victualia so gar vbl vnnd theuer zu bekhomen sein, sonn- 
der grossen vberflus, nachte il vnnd merkhlichen auch woler- 
spariiehen vncossten verursacht , derowegen so haben wir vnns 
entschlossen, das es bey vnnser khuchen vnnd kheller ingcraaiu 
forthin volgender massen, vnnd ausser vnnsers soundern beuelchs 
nit annderst gehalten werden soll. 

Erstlich so wolleu w ir, das cs auf vnnser fürstl. tafiel dar- 
an ordonari wir selbs, vnnser geliebster gmahl brueder 

vnnd schwester lft ) , vnd bisweilen noch ain oder zway fürsten, 
vnnd annder personen sizeri, tegiieh auf ain nialzeit, wann wir 
alhie oder vber lanndt wie man ze nennen pflegt in der camer, 
vnnd nit frerabde fürsten oder annder derselben gesandten , vnnd 
dergleichen personen mit vnns essen, oder da wir es nit inson- 
derhait annders beuelchen, merers nit dan zwainzig warmer 
speisen, vnnd so offt wie heruornen in publico die taffel 
halten lassen, es seyen frembte gesannden dabey oder nit, als- 
dann vi ervnndz wa inzig warmer speissen auf zwen 
genng, vnnd nit mer, auch zu dem dritten oder letsten 
ganng von khalten speisen allain das, wie es nach gelegen-* 
hait der zeit bisher vngeuerlich gebreüchig gewesen, gegeben, vnnd 
vom kheller für jede fürsten person allain die notturift wein auf- 
getragen werde, es were dann, das wir mehrcr von warmen oder 
khalten speisen zegeben innsonnderhait beuelchen, oder ein an- 
ders pangget wurden halten lassen, so hat sich vnnser khuchen- 
maister zu der gebiriiehen anzal speis , aintweders durch sein 
selbs discretion zuweisen, oder im fahl der noth vnns selbs oder 


12) J&etjog © 1 1 1> e 1 m V. 

12) 9t enata öon Sotfjringen, 1568 mit 2Bill)elm V. perraaf)lt. 

14) Unter ben »iet Brubern SBilf)elm$ V. tarnt hier nur Jperjog Ufer binattl, 
ber Begrunbep ber gräflich »artenbergifd&e« ginie gemeint fepn, ber alfo, na$ 
«orliegenber ©peife « Drbnung ju fdjliefien, au$ na$ feiner am 26. ©ept. 1588 »oHjos 
genen tttifljeirat!) mit ber 9>Pegerö(ot&ter SJtaria 9>etenpe<f am «fcofe bei regieren« 
ben BruberS gelebt ju haben föcint. 

15) ©ie in ber Ctnmertung 11 errod^nte JJrinjeffin SJtarie ap im 1 1 1 a n e. 


bftt Ijrr^oglirijen in JIQnc^rn. 


115 


den obristen hofmaister darumb zefragen. Doch soll solche 
vnnd fürnemblich die fürgesezt teglich anzahl der speis auf vnn- 
ser tafef, nit allein alles Weis sauber vnnd aufs bösst gekhocht, 
sonnder souil möglich vnnder solcher anzahl alzeit für die fürsten 
personen etlich wenig von gar guetem zeug zuegerichten speisen 
v^rhannden sein vnnd forthin khaineswegs durch unnseru kbu- 
cnenmeister gestatt werden, das vnns so lang aneinander allain 
schlechte, vnnd sonnderlicb mit ,dem zurichten oder khochen 
ynuerkherte, ja wol vnsauber vnnd vbel gekhochte speisen auf vnuser 
fürstl. tafei fürgetragen vnnd aufgesezt, sonnder das sye, wie ge- 
melt, mit khochen verkhert, vnnd was etwan wir selbst, oder vnn- 
ser geliebste gemahel vor anndern speisen gern essen , dieselben, 
wan sye zubekhomen, dessto öffter gegeben werden wie dan er 
khuchenroaister von vleissigers aufseheu, vnnd darauf haltens we- 
gen weil er pey vnnser tafei nit alzeit selbs gewertig sein khan, 
offtermals vnnsere fürschneider, sonuderlich aber vnnserc 
me dien s (die es dan insenderhait wol zu obseruiren' beuelch 
haben) fragen soll, wie vnnd was für speisen vnns fürgetragen 
werden, damit er, so offt etwas wider disen vnnsern beuelch für- 
vbergert, dasselbe desst eher wissen, auch alsbald bei der khuchen 
absteilen khönde. 

Es solle auch vnnser kbuchenmaister insonnderhait vnnsere 
fürschneider vermahnen, vnnd ob sye demselben alsdann nach- 
khomen acht haben, das sye vnns alle aufgesezte speisen, ob wir 
etwas daruoti essen wellen, fürzaigen vnnd darinn khaine auslassen. 

Vnnd damit die khöcb iren vnfleis, so sie bisweilen in irem 
khochen gebrauchen, mit dem, das sye khain gewise stund zum 
anrichten haben, forthin desto weniger entschuldigen khönden, 
so wollen wir, das von nun an das morgenmal ordanari vmb 
zechen, an fasstägen aber das ganze jar vmb ailff vhr, vnnd 
das nacht ma 1 vmb sechs vhr angericht vnnd aufgetragen werde, 
es were dann, das wir ainen oder den andern tag ein anndere 
zeit zum anrichten beuelchen wurden, sol es alsdau bey demsel- 
ben vnnserm beuelch dasselbmal, oder denselben tag verbleiben. 
Wan aber wir selbst, vnnser geliebste gemahel oder schwesster 
nit zu der tafei khomen, sonnder in dem zimer allain essen wel- 
len, so sollen alsdan daselbshin etliche speisen, wie es vnngeuer- 
lich bisher gebreüchig gewest gegeben, auch bey dem kheiler wie 
bisher gehalten werden. •. 

Am anndern für vnnser geliebste tochter 16 ) vnnd jun- 
gen sohn herzog Aibr echten, mit denen dan allezeit ordonari 


8 * 


IS) SRacia Knna, na^malige G5emal)lin Äaifet $crbfnanb’A II. 


1 


116 3ii0rbnuit)CR über 

alle h of raa isterin, item die Proningerin, vnd die aus der 
statt geladne frawen, souil derselben jede mal zeit an gemelter ta- 
fel sizen khönden, essen sollen, wellen wir, das teglich in silber 
vierzechen warmer speisen, doch allermassen wol vnnd sauber 
gekhocht, auch für dise beede fürsten personell etllch wenig 
darunder von dem bessten zeug zugericht gegeben werden , wt> 
aber wolermelt vnnser tochter vnnd son nit gegenwerlig , so sol- 
len auf dise tafel alsdan zechen speis auf zwen genng or- 
donari gegeben, vnnd alle malzeit zu rechter stundt, deren sich 
vnnser khuchenmaister mit vnnser geliebsten gemahel auf einmal 
vber das ganz jar vergleichen soll, aufgetragen, auch an khalten 
speisen nach geiegenhait der zeit, wie es vngeuerlichen bisher 
gebrpiichjg gewest , vnnd an wein auf jede vorgedachte person 
malzeitlich ain halb mass gegeben werden. 

Zum dritten weil alle speisen, die auf vnnser taffel kho- 
men, da wir in der camer essen, hernach VQnseru caraerern 
aufgesetzt, die erste suppen inen aber nit wol füeglichen warm 
fiirkhomen khan, so wellen wir , das inen allezeit aus vnnser 
khuchen, zusambt obgemelten vnseru speisen au fleischtägen, noch 
darzue ein warme suppen, fleisch, hennen, vnnd an fischtägen, neben 
der warmen suppen, auch ain warm essen visch angericht werde. 

. Wir khomen auch in erfahrung, wann die speisen von vnnser 
taffel aufgeliebt, vnnd heraus in die wartstuben getragen, das 
derselben thails von etlichen für bscliaidesseu ausgeschickht, theils 
durch die ihenigen, so damit vmbzugehen, verzuckht, oder bis- 
wciln von jemand gleich an solchem ortt vor meniglich a »griffen, 
vnnd daraus gessen , weil aber solches verschickhen , vnnd ver- 
zuggen den ihenigen, welchen solche speisen hernach aufgesezt 
werden sollen, ein abbruch, item das angreiffen vnd aus den spei- 
sen gleich iu der wartstuben vor menigclich essen, nit allein wi- 
der alle höfflichkhait vnnd beschaidenhait, sonder auch den uach- 
essenden gleichsam einen graussen verursacht, so solle demnach 
vnnser khuchenmaister darauf sein guette khundschaflt haben, vnnd 
mit ernst darob halten, das durchaus von khainem, wer auch der- 
selb sey, in der wartstubeu khain speis angrifl'en, vnnd daraus ges- 
sen, vil weniger gar verschickht oder verzuckht werde, dan wir 
liiemii das schickhen der beschaidtesseu, ausser vnnser« khuchenmai- 
sters vorwissen menigclich an vnnserm hoff, es sey gleich mans oder 
Weibsperson, hochen oder niedern Stands, gleich vnnd allerdings 
wellen abgeschaflt vnd verbotten haben , darauf dan vnnser khu- 
chenmaister steüff halten solle. Da auch gleich wir selbst, vnnser 
geliebste gemahel, bruederoder Schwester ain beschaidtessen ainem 
krankhen menschen oder sonsten verschickhen wollten , so softe 


« 


ton IjfrjofUrljcn tu UlüarJjnt. 


117 


vnnser khuchenmaister darob halten,' das sie desselben in seiner 

abwesenhait, niemand annder als vnnser silberkhamer vnn- 

/ 

dersten , damit nit ainer oder der annder, weil es ime für seine 
person weiter nit gebürth sich vnndersten, runder dein schein, als 
were es ein fürsten person beuelch, bschaidtessco auszeschicken. 

Wann wir aber nit in der camer, sunnder heruornnen, rnnd 
also vnnsere camerer eben za der zeit, wie wir, essen, sollen 
inen alsdan, wan nit frembter ausslendischer fürsten personell 
diener mit inen essen, auf zwen genug z wölff gueter wolge- 
khochter warmer speisen doch nit dergleichen, was auf vnnser 
selbs taffel billicher gehörig, auch für den dritten gang, an 
khalten speisen nicht annders, dann khäss, opss rnnd 1 e b- 
z e lt 1 gegeben, wann aber frembter fürsten dienner, die ires glei- 
chen oder eines mehrern stand sein, bey inen gesezt, rnnd sonnder- 
lich derselben etliche sein, alsdann solle auf jeden ganng vmb vier 
speis mehr, auch pistoten- (piscoten-) prot, rnnd etwas wenig« 
confect in ainem silber aufgesezt, aber ausser raangl an perso- 
nen durch vnnsern khuchenmaister zu khainer zeit , an khaiuem 
ort gestatt werdeu, das weder bey vnnser chamer oder a lindern 
tafelu oder tischen anndere leuth zum aufwartea, von jemand ge- 
braucht werden, dann welche aus vnnserm hoffgesind dazw ver- 
ordnet seind, dann sonnslen da jedes khnecht oder pueben also 
darzugelassen, verursacht es nicht allain allerlay vnordnung, sonn- 
dern sicht alsdann mer gassterey. in ainem wiertshaus als ainer 
vnnsers hoflgesind« tafel oder tisch geleich, 

Vnnd dieweiln auf solche vnnserer ch a raere r taffel jederzeit 
ein sonnderer kheller wartet, so solte derselb allmal wau vnnsere 
camerer gesessen warnemen, wieuil der personell sein, vnnd alsdann 
vnnd eher nit, auf jede person, so an derselben taffel sizt, ain raass 
wein, vnnd nit mer herausgetragen, auch ainer jeden iren mes- 
sigen pecher, wie vor der zeit gebreüchig ist gewesen, lursezen, 
vnnd einschenkhen, es trinkh darnach derselb den wein aus dem 
pecher oder gleseren , auch er kheller (kellner) sich widerum- 
ben stracka zu dem kheller verfüegeu, da atyer der hofmar- 
schalckh, obrister camerer für ine selbst, ainen anndern 
camerer oder da etwan ain oder mer gest an der tafel verbanden, 
vnnd also von elirn wegen mer einzeholn verschafft, vnnd nit 
pteslich ainen dienner, sonnder auch bei denselben in kheller 
ain guuegsam erkhäutlichs warzaichen schick fiel, so solte alsdan 
der begerte wein vom kheller gleichwol gegeben, aber solcher 
wein damals sowohl, als derselb ausser der malzeit sonnsten vnu- 
der tags begert worden, in die tagzetl aufgeschrieben werden. 

Zum vjertten auf den ersten frauenziraer tisch^ 


r 


118 • 3uorbnunjt« über 

» * 

/ 

daran die ihenigen personen , wie in der sezzetl verordnet sizen, 
sollen forthin acht warmer speisen in zin, vnnd dan ainer jeden 
solchen person nur ain halbe mass, aber forthin kliain ehrwein 
gegeben werden, es weren dann frembter fürsten personen frauen- 
zimer junckhfrawen verbanden. 

Da aber solche nnzal aine aus den hofmaisterin, oder 
vnnser geliebsten geraachel caraerfraw, die Proningerin, 
für sich selbs oder für ain andere frawenzimer person wein be- 
geren wurde, solle ja gleichwol derselb nit abgeschlagen, doch 
ainer jeden solchen person vnnder irem namen eben sowol, als 
da solchen wein ein mausperson begert hete, vnnder den extra 
. ordinariwein aufgeschriben , vnnd sonnsteu auf khainer frawens- 
person begeren, von kheiler nichts gegeben werden. 

Zum fünfften, auf den anndern tisch, daran die perso- 
nen, so nach der eezzedl verlesen werden sizen, sollen forthin 
vier warmer speisen vnnd weiter nichts mer auch dero yeder 
person allain ein officier-pecher pier vnnd khein wein mer gege- 
ben werden. . 

Zum sechsten auf den dritten tisch, daran die perso- 
nen verraüg der sezzetl gesetzt werden, vber das, so von den 
vorgesezten tischen aufgehebt soll inen noch zwo warmer spei- 
sen, ain jeder person ain mass pier, aber khein wein gegeben 
werden. 

Zum siebenten auf die tisch, darann die camerdiener , 
vnnd anndere personen nach der sezzetl gesezt werden sollen 
forthin siben warmer speisen vnnd hernach khäss vnnd o p s • 
auch ein jeder person ein halbe mass wein, vnnd welche es be- 
gert, ein mass pier gegeben werden. 

Zumachten, auf den tisch, daran die laggeyenvnnd 
anndere auch nach Ordnung der sezzetl gesezt werden, weil inen 
nichts annderers gegeben, dan wns von der camerherrn taf- 
fel verbleibt, so soll es des teglichen essens halber forthin nach 
wie bisher dabei bleiben, so offt aber denn camerherrn nur ire 
zweit warme speisen aufgetragen, von denen dan nit alle- 
zeit souil als da sie die speis ab vnnser taifel haben , verbleiben 
mechte, so soll inen den laggeyen dasselbra als auch ain warme 
suppen vnnd fleisch von der khuchen angericht, vnnd von dem 
kheiler yedem ain mass pier, aber khein wein mehr gegeben 
werden. 

Zum neunten, auf den tisch, daran zwergen pueb, 
Sch warze n do rffers pueb, vnnd annder nach inhalt der sez- 
zetl sizen, die dan nicht aunders zu essen, als was von der ca- 
merdiener tisch verbleibt: soll es des essens halber gleich- 


Digitized by Google 


I 


/ 


itn Iprjojlidjui $ofljölt in jnüurljrn. 119 

\ 

wol dabey bleiben, aber jeden solchen pcrson von dem kheller 
nur ain officier-pecher pier gegeben werden. 

Zum zechen ten, auf den tisch, daran die cautores 
vnnd anndere personen, vermög der sezzctl sizen , sollen sechs 
warmer speiss sambt khäss, opss vnd jedem sein halbe 
miss wein, welcher es auch begert, ain mass pier gegeben 
werden. 

* 

Zum ailfften, auf den tisch, daran die edlkh naben 
vnnd anndere mehr personen, auch der sezzedl gemess, sizen, 
tollen sechs warmer speisen auch khäss vnnd opss, vnnd jeder 
ferson ain halbe mass wein, vnnd da es der zuchtmaister 
fir sein person begert, demselben auch sein mass pier gegeben 
werden, 

Zorn zw el f f te n , auf den tisch, daran die ca plan, vnnd 
wer noch nach der sezzctl darzue verordnet ist, sizen, warmer 
speisen sechs, vnnd jeder person ain halb mass wein, vnnd da 
sie es begert, auch ain mass pier gegeben werden. 

Zum dreizeche n ten, auf den tisch, daran Waizen- 
peckh vnnd wer noch nach der sezzetl dazue verordnet wir- 
det, sizt, sollen syben warmer speisen sambt khäss vnnd opss 
vnnd jeder person ein halb mass wein, vnnd welche es begert, 
ain mass pier gegeben werden. 

Zum vie rzechcnten, auf den tisch, daran Sc h W arz raa- 
ler vnnd anndere nach der sezzetl verlesnen personell sizen, sol- 
len sechs warmer speisen vnnd jeder person ain halb mass 
wein, vnnd d& sye es begert auch ain halbe mass pier gegeben 
werden. 

Zum fu n f f zech ent en, auf den tisch, daran Georg 
Gäglmayr vnnd die ihenigen personell, so nach der sezzetl dar- 
zu verordnet werden sizen, sollen vier warmer speisen, Vnnd 
jeder person ain halbe mass wein, vnnd inen allen vier mass pier 
aufgetragen werden. 

Zum sechzech enten auf den tisch, daran Michael da- 
pecirkuecht vnnd anndere mehr, der sezzetl gemess sizeu, sol- 
len drey warmer speisen, vnnd jedem ein mass pier gegeben 
werden. ♦ 

Zum siebenzec heil ten auf den tisch, daran die Wäch- 
ter vnnd anndere personen, nach der sezzctl yerlesen werden, 
sizen, sollen nit allain die speisen, was von obgemeiten tischen 
vberbleiben, sonder ineu noch darzue von der khuchen zwo 
warmer speisen, vnnd jedem seiu mass pier gebeu werden. 

Zum ach tze dien ten auf den tisch, daran die silber- 
dienner vnnd wer inen noch nach der zell zugeordnet wirdet. 


✓ 


Digitized by Google 


120 - * ^Inorbnanfen fibtr 

8izen, sollen Tier warmer speisen, vnnd jedem sein halbe mass 
wein, vnnd halbe mass pier gegeben werden. 

Zum n eunzecheu teil, an den ersten tisch im khu- 
chenstübl, daran die jheni&en personen, so nach der sezzetl 
verlesen werden, sizen, sollen a c ht warmer speisen, auch jeder 
person ain halb mass wein, vnnd ain mass pier gegeben werden. 

Zum zwainzigisteu auf den anndern tisch, daran dise 
personen auch der sezzetl gemess verordnet sein, sizeu, sollet« 
sechs speisen vnnd jedem sein mass pier gegeben werden. 

Zum a i n u nd zw a in zigi s t en, auf den dritten tisch des 
khuchenstübls, daran die jhenigen, so nach der sezzedl verlesen 
werden, sizen, sollen nit a Hain die speiss so von negstgemeltei 
zwayen tischen verbleiben, sondern inen noch darzue ain warro^ 
suppen vnnd jeder person ain officier-pecher pier gegeb«n 
•werden. 

In der alten vesst. 

Erstlich auf dem gatte r auf die tisch, daran munnd- 
schenkhen , fürschneider, truchsessen vnnd hof dien- 
ner sizen, sollen acht warmer speisen, auch jedem vou adl 
sein mass, vnnd dero personen ainer, so nit vom adl, ain officier- 
pecher, aber khain ehrnwein mehr, noch weniger, auf «onnder- 
bares begern obgemelter von adl, es sey zu altenho/f, oder 
wan sie in der neuuesst diennst haben, wein diser zeit zum 
nachdrunckh gegeben werden. 

Zum a n n d er n auf die tisch, daran die o ffici er als visch- 
raaister, furier etc. sizen, sollen fünff warmer speisen vnitd 
jedem seine halbe mass wein vnnd halbe mass pier geben werden. 

Zum dritten auf die tisch, daran c anzleisch r e i b er, 
a i i) s p e n n i g , rcitent potten, trom etter, jäger, b e- 
s u ech k h nech t , gutschy, eseltreiber aus dem fl. 

, matstall, item der herrn räth Schreiber, sollen forthin, wie 
bisher ire vier speisen, vnud jeder person ain mass pier gege- 
ben w’erden. 

Zum viertten auf die tisch, darauf bisher wein in holz 
geben, vnnd daran herrn grauen, herrn rethen, tr uchs es- 
sen vnnd anndere dien ner, auch fuerbeuth im stall, nez- 
k ne eilt, vnud zucfalende personen von jhaidts wegen item 
potten, vnnd dergleichen sizen, sollen vier speisen vnnd jeder 
person. ain mass pier gegeben werden. 

Zum fünfften auf die tisch, so bisher pier im holz ge- 
bebt, daran die jungen trosser pueben, gutschi ,. jager- 
paeben sizen, sollen vier speis vnnd auf ir acht fünf mass 
pier gegeben werden. 


fern Jjcrjoglirhtn flofljalt in Äüiuljm. 121 

i 

Zorn sechsten «uf der nachesser tisch, daran der 
truchsessen tafeldienner, wechter, khr au tmaist er si- 
zen, sollen vier speisen vnnd jeder person ir mass pier gegeben 
werden. 

Zum s i benten auf den ersten tisch im khuchenstibl* 
wo nit frerabte leuth verhannden, daran khuchenraaister, 
kuchenschreibery khellermaister, hofraezger, zör- 
gadner, vnnd ellich maister khÖch ordinari sizen, sollen 
acht speisen, dem khuchenraaister, was er von wein bedarff, 
dem khuchenschreiber, khellermaister vnnd hofraezger, jedem sein 
halbe mass wein vnnd ain mass pier. 

Zum achten im k huc h en sti b 1 auf den anndern tisch, 
daran khöchgesind, k hei ler di en ner vnnd vischer sizen, 
weil denselben nichts annders angericht dan was von ersten tisch 
im khuchenstibl aufgehebt wirdet , soll es des essens halber 
dabey beleihen, forthin aber ainer jedeu solchen person nur ain 
mass pier vnnd khain wein mehr gegeben werden. 

Bey welchen tischen auch in specie khäss vnnd opss ver- 
schafft ist, solle es durcbgeend den verstand haben, dass auch 
daselbsthin nichts als die bestimbte anzai warmer speisen ze 
geben sein. ' *. 

Des prots halben solle cs forthin durchaus wie bisher ge- 
halten vnnd von demselben jedem, was er auf dato gehabt, ge- 
geben werden. 

Vnnd dieweil auf jeden tisch souil speis geordnet, das man 
zur notturfft darrait gar wol gelangen, vnnd sich benüegen las- 
sen khan, so wellen wir das vnnser k uchenra ais ter forthin 
durch mit! der sezzetl oder wie er wais, die Sachen dahin richte, 
vnnd die personeil austaile, das an jedem tisch nach gelegenhait 
auf demselben tradiert wirdet, wo nit neun doch auf das we- 
nigist allzeit acht personen sizen, doch solle ime khainer seinen 
tisch zu aignen, oder allein an demselben vnnd khainem anndern sizen 
weilen macht haben, sondern sich ain jeder an den tisch, wohin 
er von vnuserm khuchenmaister oder wer ine vertritt, der gebür 
nach gesezt wirdet, on alle widerred benüegen lassen, — allein 
solle von discr Ordnung ausgenomen sein, der camerherrn, 
mu ad sehe nkhen , fit r s chnc i d e r vnnd truchs essen ta- 
fel, auch der camerdienner vnnd beede erste tisch in 
dem k uchn stü b 1 , in der neuen vnnd alten vesst, dan 
weil offt vnfiirsecbene personen an dero tisch ainen zesezen fiir- 
khoraen, vnnd darnach die anzai so zu solchem tisch gehörig, 
bisweiln zumehr als ainem tisch zu wenig, vnnd von weniger als 
acht oder sibeu person wegen khein sonnderer tisch solle ge- 


Digitized by Google 


/ 


f22 > ^Inorbnunffit fibtr . 

halten werden» so solle demnach zu solchen angeregten tischen 
khain gewise anzal der personnen gewidmet oder bestimbt sonn- 
der die auzal frey gelassen, derowegen inen auch desto mehr 
speisen geordnet worden sein, doch solle der zuganng zu solchen 
tischen somiderlich in dem khuchenstübl, auch von denen, die 
sonnsten iren tisch ordinarye zu hotf haben, nit zii gmain gemacht, 
vnnd dasselb von vnnserm kuchenraaister one erhebliche vrsachen 
gestatt werden. 

Es soll auch forthin vnnser kuchenmaister, damit er sowol 
auf vnnser türniz Ordnung als anndern vnnsern beuelchen desto 
mehr halten müese souil möglich, sowol in der neuenvesst als 
zu altenhoff alle tisch, auf ain tirniz oder in ain ziraer ’ 
zusamen bringen, vnnd nit also an vnnderschidlichen ortten tisch 
speisen lassen, als etwan wol bisher beschechen. 

Volgen die personen, so von herzogl. khucheu vnnd 
kheller der neuen vnd alten vest privatim solten 

aus^espelst werden* 

Dem torwarth aufm jäger püchel, malzeitiich zwo 
speisen, darzu alle tag ain mass pier vnnd ain prot. 

Hennen di ern auf zwo person zway essen, ain mass pier 
vnnd zway prot, 

Madl na rin auf zwo person zway essen, ain mass pier 
vnnd ain prot. 

Khrumppen Häusl von Lands huet zwo speisen mal- 
zeitlich, ain mass pier vnd ain prot. 

Caspar hosenstr i ckher, dessen weib vnrichtig gewesst, 
malzeitiich zway essen, vom kheller nichts. 

Wagnerin im neuen gessl, irem khrankhen sohn mahl- 
zeitlich zway richtl, vnnd des tags ain mass pier ain herrn- 
prot. 

Os ter may erin ain khranckhs weib in der Aw, des tags * 
zway richtl, ain mass pier, zway prot. • 

Kipsmac herin ain halbe mass wein. 

Cristoff thürhuetters weib, alle wochen vierthalb 
mass wein, vier 6emel. 

Ainem khranckheu weib zu Haidhausen^ alle wochen 
zwo mass wein , vier semel. 

Cs soll auch sowol vnnser k uclie n ma »ster, als seine 
vundergebne officier bey khucheu, vnnd kheller für sich selbs 
das aufmerkhen haben, so oirt wir oder vnuser geliebste gema- 
chel, aiuen khranckhen men sehen bey kuchen oder kheller 
' etwas zegeben verschaffen, das dasselb solcher person, sy sey 

gleich hierinn schon specificiert oder werde in khönfftig ange- 

% 

/ * > 


Digitized by Google 


tat Ijfrjojlidjtn fit JRünr^rn. 


123 


schafft nicht lennger geraicht, bis ir gott der allmechtig wider- 
umb in gesundhait hilff, oder wie ianng wir es jederzeit innson- 
derheit austruckhlich beueichen, damit also forthin dergleichen 
anschaffung die officier nit zulang continuiren oder lennger als 
ein uotturfft ist, hergegen wie dan vunser kuchenmaister für 
sich selbs oder auf anmahnung seiner officier, da er an einer 
angeschafft person zweifelt, ob sye gesund worden, oder noch 
khrankhlige, wol macht haben solle, durch vnnsern elemosyna- 
rium oder jemand anndern nachfragen vnnd erfahrung einzie- 
hen zelassen. 

Da auch ainem armen oder krankhen mcnschen, durch vnns 
etwas auf ain .zeitlang teglich von khuchen oder kheller zegeben 
bewilliget, so solle dasselb allein durch ine vnnsern khuchenmei- 
ster, bey khuchen vnnd keller ordenlich verordnet, vnnd zuuor 
auf kheines medici oder ainer andern person beuelch oder anschtf-' 
fen, von den officieren nit hergegeben werden. 

Verzaichnnss weme teglichen morgen - suppen von 
khuchen ausgeben werden« 

Den fürsten personen per se. 

Ain suppen ins frawenzimer, darzu annderhalb mass 
wein, zwo semel, zway herrn prot, zway speissprot. 

Laggeyeii ain suppen, drey mass pier, drey herrnprot, 
sechs speisprot. 

Khuchenstübl, soll zwo snppen, vier mass pier, vier herrn 
vnnd sechs speissprot gegeben werden. 




In der alten vesst. 

Ins kuchenstübl zwo suppen, darzu drey mass pier, zway 
herrn- und vier speisprot. l ' 

Den wachtern, k hr a u t ma ist er, haizer vnnd anndern 
ain suppen, drey mass pier vnnd vier speisprot. 

Herrn j h es u i te rn soll' malzeitlich auf vierzig arme 
schüller, zway gericht von kuchen vnnd von kheller alle tag 
vierzig speisprot gegeben werden. 

* 

Terzaichnuss was an abent-vnnd schlaftrinckhen vom 

herzogl. kheller soll ausgeben werden. 

* 

Fürsten personeil per se. 

Ins fr a wen zimmer zwo mass wein, vier semel vnnd vier 
herrnprot. 

Der fraw hofmaisterin Hundtin ain halbe mass wein. 

Trabanten auf die wacht vier mass pier, sechs speissprot. 

In die khuchen sechs [mass pier, zway herrn- vnnd drey 
speissprot. 


Digitized by Google 


124 


änoibnuitgtn ubrt 

# 

In der alten Teilt. 

^ * 

Id die kh liehen drey mass pier vnod drey speisprot. 

Verer vnnd damit auch in der auf jeden tisch geordneten 
anzal speiss vmb souil mer die gebiirlich notturfTt iiergegeben, so 
wellen wir das an fleischtägen an allerlay fleisch alzeit auf acht 
personen auf ain malzeit acht pfundt fleisch aus dem zör- 
gaden, vnnd an fasstagen, wan die visch vor der handt, vnnd 
wolzubckhomen, vier pfund, oder von clainen vischwerch, was 
sich zu ainer rieht gebürth, von dem vischer hergegeben, vnnd 
also verrechnet werden, 

Ausgenomen, was die hohen vesst, vnd die fass nacht 
belanngt, daran soll es in allem, wie bisher gebreüchig gewest, 
gehalten werden. 

Es solle aber sowol an fleischtagen, die auf jeden tisch 
geordnet anzal speiss, auch ausser des khrauts nit auf allen ti- 
schen (vnnd sonnderlich was nit camerdiener oder hoch er e 
oflicier tisch sein), allezeit von lautter fleisch, also auch an visch- 
tagen nit von lautter vischen gekhocht sonnder bisweiln vnnd 
sonnderlich nach gelegenhait der personen wol gar khain visch, 
beuorab, wann dieselben etwan vbl oder theur zu bekhoraen, 
gegeben, sonnder alsdan von grüenkhraut, reyss, mehl 
oder annder zeug etwas gekocht, vnnd auf solche weis eben sowol 
die anzahl speis erfüllt werden, als da von lautter fleisch oder 
visch gekocht worden. 

, Also auch solle forthin weder an feyr- oder werchtegen, 
wie etwan bisher beschechen, ausser des eingesalznen wild- 
prets weder hasen, rech, oder annder frisch, flieget oder 
stiebet wild p re t, item weder von hennen, vöglen, ann- 
ten, tauben noch weniger von annderm zeug, der noch merers 
cosste, auf ainichc anndere tafel oder tisch, dan welche hernach 
verzeichnet seyen, etwas gegeben oder verspeist werden:' 

als nembiieheu bisweiln auf vnnser ca mer er m un dsc he n- 
ckhen, fürschneider, vnnd truchsessen tafel, item vnn- 
ser vnnd vnnsers geliebst’en gemachcls , vnnd schwcster caraer- 
dienner tisch, doch solle auch auf dero taffel oder tisch khainer 
in der geordneten ordinari anzal speiss, weder von auslendischen 
costlichen fleisch, visch, oder frucht speisen oder auch von dem 
bÖ8sten föder- oder annder wildtpredt oder vischen (wel- 
ches alles billich allain auf vnnser fürstl. tafel gehörig) nichts 
verspeist, sonnder bey vnnser khuchen, diss sonnderbar aufmer- 
khen gebraucht werden, das allezeit der bösst cosstlichist zeug 
annfangs gemelter massen allain auf vnnser tafel, vnnd wie sich 


i 


l 


ftr* Ijirjoglifijrn Jjsfljalt in Jlflnr^tn. 125 

gebürth, nach gneter diacretion vnnsers kuchenmaistcrs, auch für 
vnnsere geliebte khinder gegeben werden etc. 

Welcher aber vnnsers hofgeainds aus schwacliait oderann- 
dern erheblichen vrsachen seinen tisch zu hoff nit besuechen 
khönde, demselben solte das ordonari liferg.clt, vnd ausser 
sonnderbaren vnnsers beuelchs imeweder wenig noch vil sonnsten 
hoff gegeben werdeu. 

Also wo ainer aus vnnserra hofgesindt khranckhait halber in 
rnnser spittal geschafft, so solle man demselben gieichfals allain 
«ein cosstgelt vnnd ausser vnnsers sonndern beuelchs, sonnsten 
von hof weder wein, prot noch sonders nichts geben. 

Vnud dieweil wir vnns aujezt auf jede tafel vnnd tisch der 
anzal speisen erclert, aber nit genueg ist, was vnnd wie guet es 
herfür gegeben, sonnder vnns selbs vnnd denen so iren tisch zu 
hof besuecheu, nit weniger daran gelegen, wie hernach der guete 
zeug gekhocht, so wellen wir demnach hiermit ernnstlich das nit 
allain, als oben gemelt, forthin alle speisen auf vnnser selbs laf- 
fel, so linder auch in gmain alle essen, sy gehören hin wo 8} wel- 
len, gannz vl eisig, sauber, geschmach zugericht, vnnd also 
lustig auf jeden tisch gebracht werden, damit sich desselben 
vnnser hofgesindt zu erfreuen, vnnd nit der guete zeug, den wir 
einem jeden wol gönnen, verderbt, vnnd durch das vnlostig, vn- 
vleissig khochen vnud sudlen eriaitt vnnd verschlagen werde etc. 

Vnnd ob vnns wol an dem glegen das alle speisen auf vnn- 
ser taffel wol khocht, so erfordert doch die notturfft je lennger 
je mer das auch dieselben in gueter Sicherheit vnnd gewarsam 
gehalten, derowegen so wellen wir, das forthin in vnnser khu- 
chen auf dem jezigen hert, allein auf vnnser selbst vund vnnser 
geiiebte8ten khünder taffel gekhocht, vnd solle unnser khuchen 
allezeit, sobaldt vnnsere speisen bey dem hert so lanng bis sie auf 
vnnser taffel getragen, dermassen verwart, vnud da von nötten 
gar verspert seyn, das durchaus niemands wer auch derselb sey 
ausser vnnsers kuchenmaisters, vnnd deren ao in die kuchen ge- 
lobt, verpflicht vnnd also darein gehörig «ein, gelassen werden, 
vnnd da alle die, ea sein wer sie welleu, so von speise oder 
annderm biliicher weis etwas daraus zeholen haben, sich, allezeit 
■heia bei der an rieht darumb anmelden vnnd daselbst was 
inen soll gegeben werden erwartten. 

Für all annder person aber, so iu der neuen v esst ge- 
«peist , solle auf ainen sondern hert, der da allsbald wo er nit 
alberait yezt verhannden, solte gemacht, gekhocht werden etc. 17 ) 

1?) <Si folgen nun weitläufige SBeftimmuagea übet bie Dienftedobliegen^eites bei 
X&$enmeffteti, 5JZunt>!o<bi, bet SJieiflet* unb <J5efünbef&<$e, let Jtüdbenbuben, bei ßeb u 


Digltized by Google 


126 5lnot>nunjf» über > 

i t • 

Beschliesslichen behalten wir vnns beuor, dise Ordnung vber 
khurz oder Janng zu rrttndern, mehren, verendern , alles nach 
vnnserm willen vnnd wolgefallen, so lanng die aber von vnns 
vnuerendert gelassen, so soll sie mit allem irem inhalt, durch 
vnnsern kuchcnmaister vnnd alle der kucheu- vnnd keller parthey 
zugethane personen embssig vnnd vleissig volzogen, vnnd vmb 
mehrer erinderung willen alle jar viermal den. dazu gehörigen 
officieren verlesen werden, das wellen wir vnns eriinstlich verlas- 
sen vnnd alle die, so sie angeth vnnd darwider verprechen wur- 
den, vor vnnser vnablessigen straff vnnd vngnad hiemit gewarnt 
haben , zu vrkhund vnnd mehrer becrefftigung haben wir dise 
Ordnung mit aigner hanndt vnnderschriben, vnnd vnnser secret 
hiefür zedruckhen beuolchen. 

Gesehechcn in vnnser statt München, den zwenvnndzwainzigi- 
sten tag monats may, als man zalt nach cristy vnnser« lieben 
herrn vnnd seligmachers geburth fünffzechenhundert vnnd im neun- 
vnndachtzigisten jare. 

Nr. 7 . 

Hnchenmaisters Instruction 
anno 1599istcn (29. mal). 

Erstlich soll er dem selben kuchcnmaister ambt, daran vns 
dan nit wenig gelegen, iu gemain getreulich vleissig vnnd aufrich- 
tig vorsteen dabey vnnser er vnnd nuz fürdern, nachteil, schimpf, 
schaden vnnd gefahr nach seinem bessten vermögen vnnd ver- 
s tan mit warnnen vnd wenden. 

Vnnd nachdeme vnnser kuchenmaister, vor allen dingen, was 
essen unnd triukhen belanngt, bey vnnser fürstlichen hofhaltung 
respectiue zuuersteen, eben das in seht zenemen darauf ein jeder 
guetter hausvater in seiner priuat haushaltung vleissig zusechen 
als nemblich, das er alle essendte vnnd zu dem speisen notwen- 
dige pfenwerth, welche sy sonnderlich durch vleissige wartt vn- 

gabnrrd, SBtobnmliftß tc., bann SBerbote gegen bie SBerföwenbung beä €5(fcmaljfS, ber 
©erovtrje, beä jjuderä, gegen baS S3erf<Jjleppen unb J^eimtraaen bet ©peifen bard) bie 
„Dffitifts ober Jtudjrn? unb ÄfUerpart&risBmnanbte*'; gegen baß 3u«ignen »on „acci- 
dentalia“ auffet »aß von fresnbrt gur|hn ©efanbtcn ober bem 4?erjoge felbft bem 4?of- 
gefinbe „ton ßejen, neuem Saljr u. bergt." gegeben »erben robbte; Sßefeljle, baß 
Äut&fngefc&trr ju inpentiren, mit bem barauf ju fölagcnbtn JjerjoglicfceR «Kappen ju 
Iti^nen ic. $ier fteiit eß unter anberm: 

„Und dieweil sonderlich vber laud auf den fräs malen (im IBalbr unb aufber 
(£rbt eingenommene Sogbmatjljeiten) — {»ergl. © dbmeller b. 9S.1I. 117) mit allerlay 
kuchcngeschür etwas vnachteam vrabgangen vnd bis daher dardureb wil Verloren 
worden, so wellen wir, dass zu snlchem kuchcngeschdr sondere stock h gemacht 
Vnd was ia ein jeden steckb gehörig, disselb inventiert, auf jeden stockh die Nro. 
geprenut vnd volgents auf die raiss oder gras mal dem mitziehenden koch in 
■ein Verantwortung zugestelt werde etc.** 


/ 


I 


frrit Ijwjofltrljf» Jjsfljalt t» Äüiuljf*. £27 

* 

manglhaffl behalten lassen, vnnd das gannz jar aintweders gar nit, 
oder doch nit in gleichem gelt zubekhomen , zu rechter zeit, 
irisch, gerecht vnd guett bestelle, vnnd sounderlich wan sy an 
dem wolfaillisten zubekhomen sein, also vnnd dermassen ein- 
khaufie, vnnd in vorrath trachte, das man darniit nit allain auf 
die ordinary anzall personell, die wir speisen ze lassen gedacht, 
vnnd deren er als vnnserem beschlossnem hofstatt, ein orden- 
Iiche vcrzaichens haben soll, vbers jar gelanngen, sonnder auch 
anf allerlay gesst, so zu vnns extra ordinari khomen, vngeuerlichen 
versechen sein khönndte. 

Wan aber zuerkhauffung eines diss ortts geherigen vorraths 
nit wenig gelt jedesmals gehörig, so solle vnnser kuchenraaister, 
allemal bey guetter zeit zuuor in beysein des kuchenschreibers, 
vnnd dan nach gelegenhait von einer matery tradiert wirdet in 
gegenwirt des kellermaisters, hofmezgers oder vischmaisters mit 
vnnser camer, von solchem einkhauffen reden, derselben was 
noch im vorrath vor der hanndt, ein verzeichnus fürlegen, vnnd 
was ime die camer weitter darauf von ainem oder dem anndern 
einzekliauffen bewilliget, alsdan vmb das* darzue gehörig gelt 
bey rechter zeit anmohnen, aber doch kheinen furnemen khauff 
ohue vorwissen der camer beschlossen, sonnderlich aber khaines- 
wega, wie etwan bisher bey dem vorigen kuchenraaister, in be- 
sem gebrauch gewest, erst zu der zeit vmb das gelt auf der ca- 
mer anhaltteu wan die pfenwarth nit allain schon einkhaufTt, son- 
der da es gleich an dem ist, das man dieselben strackhs auszal- 
len solle wie er dan in allem dem, was der kuchen oder keller 
einnam , ausgab, Verbesserung, oder Verordnung der personnen, 
oder gebreüch belannget allein auf vnnser camer, vnnd sounsten 
niemandls gewisen vud sein aufsechen haben solle. 

Vnnser kochenmaister aoile alle nackmittentag in der neuen 
vesst vnnd zu alltenhoff von dem negst daruor vergangnen tag 
nit wie bisher in geuere von dem kuchenschreiber allein, sonder 
auch von dem zörgadner, einkhauffer, kellner, protroaister vnnd 
bofmezger in jedem sonnderbar vnderscbidlich rechnung was er 
auf denselben tag eropfanngen oder hergeben hab aufnemen, 
vnnd dero jeden dahin hallten, dass er in solcher seiner tags- 
rechnung, seinen denselben tag vberbliebnen gelt oder wahrrest 
zum beschlus melde vnd in der negsten darauf volgenden tags- 
rechnung solchen geblibnen resst zum anfang für ainen empfang 
einfiere, damit man wissen khönndte was teglich aufgehe vnd 
verbleibe, wo er dan in solchen tagsrechnungszetl alsdan khainen 
manogi ze sein vermainet, sol er sy vnnderachreibeo vnud alle 
sambstag oder sontag dieselben vnnderschribnen zetlen vnnserm 
hofmarschalckh, vnnser geliebsten gemachl hofmaister vnnd 


Digitized by Google 


/ 


128 änsrtmtnfitt über - 

earnermaister oder welchen derselb an sein statt von vnn- 
serii wegen alzeit darzue verordnen wirdet vmb zway vhr nach- 
mittag durch jeden seinen vnndergebnen , vnnd obangedeütten of- 
ficier fürlegen lassen, aber in alweg den sarabstag zuuor aines je- 
den solchen officiera vberblibnen gelt oder wahr wochen resst, auf den 
sich jeder officier in seinem zetl lendet, selbst ob solcher verhann- 
den oder nit besehe, vnnd hernach gedachten drey coniissarien 
anzaige, wo auch die selben comissarien Lhainen manngl in sol- 
chen rechnungen vnnd remanets verzeichnten befunden, sollen 
sy solche rcchnung vnnderzeichnen vnnd volgents dieselb vnnder-« 
schriben Wochenrechnung obgedachtem earnermaister vnnd räthen 
beyhannden lassen, damit man dieselben so oft cs vonnetten, 
gegeu jedes officiers jarrechnung hernach ersechen vnnd dieselb 
dardurch desto besser justiliciern khönnde. 

Welchesmal aber vorgedachte zwen hoche officier als mar- 

* i 

schalckh vnnd hofmaister nit alhie, oder sonnsten nit dabey sein 
khönndten, so solle alsdan vnnser earnermaister oder da derselb 
dessen nicht gelegenhait ein annder rath daselbst allein solche 
rechnung aufnemen. 

Vnnd dieweil wir ein wolgeordnete türnizordnung hie- 
uor aufgericht, so wellen wir es gieichwol bey derselben noch 
der zeit bleiben lassen, aber doch in alweg das dieselb auf an- 
trettung vnnsers jezigen kuchenmaisters nit aliain auf der türniz 
da alle die, so daselbst iren tisch haben, gegenwürttig sein, of- 
fenlich lesen; soundern hernach von ime gegen menigkhiieh, ohn 
allen respect stettigs vnnd steüff eiequirt, vnnd durch inn gegen 
den verprechern nit allein mit der th urnstraf f, das er einen 
auf etliche tag oder malzeith, oder gar nit mer sezen lasse, bis 
er ime von vnus wider beuelche bringe, verfaren werde, deshalben 
er sich dansouilirae möglich alle essenzeitauf der türniz fänden 
lassen vund sowol zu steüffer handhabung gemelter türnizord- 
nung, als auch das er sonnsten allerlay vuns schedliche vnord- 
nung vnnd misbreüch nit einreissen lass, sonder viimer abstellen 
khönnde, gegenwürttig sein solle. 

, Vnnd ob er wol, so offt er es anschickhen khan, auch bey 
vnser taff 1 vnnd anndern tischen der neuen vest vmb allerlay 
in vnser speisordnung angedeütte nah frag vnnd ansechens willen 
erscheinen so soll er doch embssiger zu dem essen auf der tür- 
niz als bey vnnser selb« taffl gegenwürttig sein. 

Welchesmal er aber also selbst in der neuen vesst nit 
sein will, sol er dem haus pfleg er oder hausmaister daselbst 
sollichs enlbietten, der solle alsdann auf sollich sein zuentbietten 
schuldig sein an sein kuchenmaisters statt bey knehen vnnd bqy 


i 


r 


■» 


/ 


Digitized by Google 


# 


i ' 


itn fjafoglirlpn ^otljalt in Jlüiuljtu. 129 

/ 

keller, zergaden, wie auch bey allen anndern taffein vnnd tischen * 
(ausser vnnser selbst taffi) acht gegeben, ob es der Ordnung nach 
zuegehe, vnnd was er vnrechts befindet, alsdan ime kuchenmai- 
ster mit eheister gelegenhait anzaigen, der würdet alsdan woi wis- 
sen, was er thuen solle. 

Vnnd damit sowol die kuchen- vnnd keller-olficier als auch \ 
die jenigen so vnser hoffessen besuechen desto besser in gedacht- 
nus behalten, wess sy sych zuuerlialUen schuldig, so wellen wir 
das vnnser kuchenmaister sowol den officiern die kuchen- oder 
speis-, als auch dem anndern hofgesinndt die türnizordnung 
alle jar zwaymal ofTenlich auf aineu gewiseu tag, denn er 
den sontag zuuor auf der türniz ansezen oder verkhünden lassen 

soll verlesen vnnd dasselb nit allain zu allteuhoff sonder auch 

^ \ 

in der neuenvesst beschechen lasse. 

Vnnser kuchenmaister sol ain ordentliche von vnns selbs 
vnnderschribne verzaichnus haben aller der personell so wir in 
vnser neuen vnd alten vest ordinary speisen wellen lassen, vnnd 
dieselben personen allein vnnd 6onnsten kbeiue solle er selbst 
sezen, oder durch seine officier sezen lassen, cs were dan das 
wir selbst durch ain von vnns vnderzaichnet decret oder eines 
vnnser camerdiener hanndtschrifTt darzue wir dan aus den jezigen 
Hanns Wolffen Sch warzendor ffcr benentt haben wel- 
len oder vnnser obrister hofmaister oder in demselben ab. 
sein vnnser ho fmarschal ck h oder auch vnnser camer je- 
roandt durch ein ordentliche zetl schriftlich (weiche hernach des % 

anndern tags mit der teglichen verordneten speiszetl vnnser ca« 
mer solle fürgelegt werden) anschaffen wurden, dabey sol es be- 
leihen. Was aber vnnser stalmaister,jegermaister, cast- 
ner, vischm ais ter, f uette rma is ter, item allerlay secre- 
taryes vnnd annder priuat personen belaungt, die gleich-» 
wol bisher auch vil personen auf die türniz geschafft, dieselben 
sollen forthin niemandt wie bisher gebreüchig gewest, für sich 
bey vnnserm kuchenmaister anzeschaffen inacht lieben, sonder 
was personen sy auf vnnser türniz, auf kurz oder lanng speisen 
zelassen vermeinen das solle dero personnen jede vnnser camer 
oder da es an einem feyrtag oder sounsten spats abents were 
alsdan vnnserm caraerm a ister oder in seinem abwesen alle- 
zeith dem el testen catnerrath durch eia zetl zu wissen thuen, 
so wirdet alsdan auf jeden fallt eignirt werden, darnach sich als- 
dan vnser kuchenmaister vnd seine officier werden zerichten wissen« 

Vnnd solle bey vnnser straff vnnser kuchenmaister forthin 
kheinem vnuserem hofgesiindt, es sey wer der weile ain andere 
person sezen, es sey gediugter knecht, 

•IX. v 9 

\ ' 4 


Digitized by Google 


/ 


130 Jktorfcnuttgrn flbct 

Gleichergestalt, wan ainer aus unnserra hofgesindt mit seinen 
dienncrn, in vnnsern oder seinen selbs geschefften verraisst, 

* k r 

BO solle er anstatt der verratenden personnen niemandt sezen, 
also auch wan ainer von der raiss widerkhomen ist, solle er den- 
selben herrn oder seine diener vber ainmal nit sezen, er habe 
dan ime Küchenmeister ain zetl fürgewisen, v darinn solche wider- 
khonntit bey dem oberisten hofmaister, hofmarschalckhen vnnd „ 
Tnnser camer angemeldet, auch , von solchen ortten vunderschri- 
ben worden sey, doch solle solche zetl er kuchenraaister ainem 
jeden, damit er auch dieselb dem füettermalster zuestellen 
khönndte nachdem er es gesechen, widergeben. 

Vnnd obwol sonnsten der hofprouoss sambt den ste- 
ck e n k h nech teil mit der j urisd icti on andern offfciern vn- 
derworffen, so hat doch vnser kuchenmaister wol macht wo ainer 
aus seinen vndergebnen officiern etwas strafTwirdigs handlet, oder 
auch ain anndere person auf vnnser türniz wider die gepür vnnd 
gemachte türnizordnung (darauf er den strackhs ohne allen re- 
spect halten solle} straffraessig verbricht, das er die verpre- 
chende personen, durch ine prouosen oder seine steckenknecht, 
die sich dan alle essenzeit vleissig alda sollen fünden lassen, > 
alsbald t in verhaift netnen vnnd widerumben nach seiner discre- 
tion heraus zelasscn. 

» • 

Vnnd obwol hieoben geraelt, das vnnser kuchenmaister durch- 
aus khainen so nit in, der von vnns vnnderschribnen verzaichnus 
begriffen selbst sezen oder anndere sezen lassen soll, so geben wir ' 
doch ime hiemit disen gewalt wan ainer vnnsers kuchenmaisters dis- 
cretion nach der Sachen gleichmessig ine vnusern kuchenmaister 
selbst (wie man zu sagen pflegt) vmb ain hofsuppen anspre- 
chen oder ein annders hofgesündt (vermög der türnizordnung) 
mit seinem vorwisseo, ainen leidenlichen gasst berueffeii wirdet, 
soll vnnser kuchenmaister nach seinem gefallen die bewilligung 
zethuen wol macht haben, jedoch für sich selbs zum lengsten 
khainera mer als drey tag das hofessen zu besucchen verwilli- 
gen auch nit gestatten das ainer mer als ainen gasst auf ein- 
mal, oder das ainer atcttigs alle tag wollte gesst laden sondern 
das er nach gelegenhait der personnen allain bisweilln solche 
gastladen zuelasse, damit es solle nit gar za offt beschechen oder 
gar zu graain gemacht werde. Also wo auch kuchen oder keller 
ofTicier, seinem selbs weib oder künder bisweilen etwas gebür- 
lichs haimbzetrsgen ine kuchenmaister bittet, vnnd er dasselb ime 
Vmb seines wohlhaltena arrouth oder krankhen personn halber so 
bewilligen vrsach hat, so soll solches ohne müttl in vnnsers kochen- 


Digitized by Google 


r 


den l)tr}oglui)(R J^ötyaU tu Ülünc^rN, / 131 - 

maister macht steen, doch wierdet er hierinnen auch sein discre- 
tion gebürlichen zebrauchen wissen. 

Sonnsten aber solle sich der kuchenmaister vngebürlichen 
vberflissigen haimbschickhens von khochten oder vnkhochten spei- 
sen, wie auch des vbermessigen ausieicliens (weil man diss orts 
seltten das man im sinn zu zallen hat entlechnet) sowohl selbst 
enthaltteu, als auch annderei} nit gestatten. 

Da auch bisweilen zur vasnachtszeit oder sonnsten grosse 
pangeth gehallten, bey denen das ordinary hofgesündt zu dem 
aufwartten nit mag erkhleckhcn, so solle er doch alsdan nit et- 
wan gemailte vnnd vnbekhandte leüth oder wie man sagt, den 
negsten den bessten brauchen, wie durch vnnsere kuchenmaister 
bisher wolbeschechen sonnder er solle bey guetter zeit lautier 
wol vnnd für aufrechte leütt erkhannte personen fürnemen, da- 
mit nit durch die schlimen aufwartter mer veriorn, als von der 
frembden gesst oder anderem gesündt selbst, sonnsten aber solle 
er kuchenmaister für sich selbs weder auf versuechen, oder auf 
kurz oder Jannge zeit ohne vorwissen vnnserer cammern ainichen 
dienner zu vnsers hofs gebrauch nit üufnemen, 

Wan vnns auch vnnser j h ai d ts o rd nung das hirschen 
insict (ausser des inslets von dem geschaydt so den j ege r- 
pueben gehörig) zuestendig, sol vnser kuchenmaister ernnstlich 
darob haltten, das ime dasselb jederzeit vleissig gelifert, vnnd 
hernach gegen ainer zetl darauf solcher empfanng verzaichnet, in 
vnnser appodeckhen geantwortt werde. 

Vnnd da sich zwischen mergedachts vnnsers kuchenmaisters 
vnndergebnen personen von buchen, keller oder anndern irrungen 
zuet ragen, vnnd dermassen begeben wurden das darinn vnder- 
weisung vnnd straff vonnötten, darinn soll er jederzeit die bil- 
lichait handien unud fürnemen. 

Wo ime dan ichta hierinnen zu beschwerlichen sein wolle 
oder sich solche rumorische sträfliche vnnd dergleichen muet- 
willige beuorab aber malefizische Sachen oder geuerliche Verun- 
threuung vnnd verprechen vnnder seinen zugeherigen vnnd vnn- 
dergebnen * gesündt zuetruegen vnnd darinnen notturirtig einse- 
chen haben solle, die soll er vmb merern beschäydt jederzeit an 
vnn8ern hofraarschalckhen, auch im fal der nott, anu vnns 
selbs gelanngen lassen, don wo das nit bescheche, wurden wir 
nit umbgehen khönndten solches gegen ime vnnserm kuchenmai- 
ster zeanntten. ' s 

lberlanndt soll er kuchenmaister, wie anhaimbs in beysein 
des hofmarachakkben vnnd vorgemelteu hofmaisters , die 4 . 

9 * 


r 

I 


Digitized by Google 


I 


132 änorbmtngttt fiter 

* i 

< 

vnnd wochenrechnung aufnemen, vnnd auf sein auhaimbskonnfft 
bey der camer alsbaldt zuvbersechen anhalten. 

Vnnd dieweil nit allezeit füeglich sein khan, das auf den 
raisen alle malzeiten vnnser hofgesündt gespeist, sonnder ain- 
thails demselben das cosstgelt muess gegeben werden aber 
bisher solche vnordnung darinn gebraucht, das vil das cosstgclt 
eingenomen vnnd dannocht sich zu dem hofessen auch zuege* 
schlagen, damit aber dasselb fürkhomen, so wellen wir das fort- 
bin vnnsern furiern vnnserm kuchenmeister die furierzetl 
nit auf der form wie es bisher gebreichig gewest , sonnder auf 
die weiss wie es inen anjezt beueichen zuestelien vnnd so er aus 
derselben forthin nit allein der mitraiseuden herrn, sonnder auch 
jedes dessen dienner nameu darinn specificiert, so solle er fort- 
hin durchaus ausser vnnsers selbst beuelchs weder von herrn oder 
khnechten aiuichen menschen sezen der nit in der anfangs irae 
gegebnen vnnd von vnns vnnderzaichneten furierzetl benentt ist. 

Vnnd dieweil wir gemaincklich frembde zuekhomende ges A t, 
. so baidt sy vnnser lanndt erraichen frey hakten lassen, aber das- 
selb mit viel ringerem vncossten beschechen mag da wir vnnsere 
ofTicier von kochen, kellern etc. entgegen schickhen, vnnd also 
x selbst speisen als jederraan in den herwerchen (herbergen) 
auslesen lassen, so solle demnach vnnser kuchenmaisler sowoi 
seine sonndere koch auf solche fäl abrichten lassen, als auch her- 
nach in acht haben, wo sy dergleichen zuetregt , damit solchen 
vorttl da es die zeit erleidet, mit vorwissen vnnser camer zu- 
brauchen nit vnnderlassen, oder verabsaumbt werde. 

Als wir auch alhie ein ansecheriiche schwaig vnnd bei der- 
selben nit allain mit scheuem vichzigl ainen iust sonndern 
neben demselben auch einen besonnderu nuz da man recht damit 
vmbgehet wol haben khönndten, demnach so solle sich vnnser ku- 
chenmaister auf das eheist mit vnnserer camern ainer gewisen 
Ordnung wie es auf soilicher vnnser schwaig sowoi der ordinary 
anzall haubtvich als auch mit dem nuz dauon item der füederey 
vnnd annderen darzue gehörigen notturfTt wegen solle gehallten 
werden vergleichen, vnnd alsdann nach solcher Ordnung durch 
sein fleissig vnnd öffters zuesechen alle ding daselbst embssig vnd 
Stettigs erhaltten vnnd volziechen lassen. 

Eben solche vnnd gleiche mainung bat es mit dem preu* 
ha us s 60 wir für vnnser hofhaltung aufrichten zelassen gedacht, 
das nembiieh vnnser kuchenmaisler daselbst nach der Ordnung 
die ime vnnser camer geben wirdet, regieren vnnd dirigiern solle. 

Wo auch vnnser kuchenmaisler von vnns verschick!)! oder 

i 

in aignen geschafften iannge zeit zuuerraisen bette, so soll er 


Digitized by Google 


drit Ijfrjoglicljen ^jofljalt in JRüntljen. 


433 


* 

mit vnnserm Torwissen ainen andern an sein statt, als ainen vice- 
kuchenraaister substitirn der sich dan in allen wie er selbst ver- 
hallten vnnd diser iustruction sowol als der speiscordnung vleis- 
sig nachkommen solle, da er aber allein auf ein schlechte zeit 
zuuerraisen oder sonnsten abwesendt soll ine der kuchenschreiber 
verdretten. 

Beschlieslich sol kuchenmaister auch vnnser hofrat h sein, 
vnnd denselben sonderlich vormittentag souil ime möglich vnnd er 
ohne sonndere versa umhung seiner obligunten ambtgeschefft thueu 
khan, besuechen vnnd abwartten wie wir vnns dan das er nit 
allein alles das Jhenige was hierinn begrifTen ist vleissig vnnd 
ohne allen respect volziechen, sonder auch sonnsten alles das 
tliun werde, wie einem getreuen aufrechten diener seiner pflicht 
nach gebürt vnnd zuestehet zue ime in gnaden wellen versechen 
vnnd darauf verlassen, dess zu vrkhundt haben wir ime dise 
iustruction mit aigner hanud-t vnuderschriben vnnd vnnserem 
hiefiir gedruckhten secrete verferliiget , geben vnnd geschechen 
in unnser statt München den zwenvndzwainzigisten monatstag 
raay als mau zalt der wenigem zall im neunvnndachtziggisten 
jare etc. 

Wilhelm. 


No. 8. 

Türnitz - Ordnung. 

(29. Mai 1589.) 

Vnnser von gottes genaden Wilhelm pfalzgraue bey Rhein 
herzogens in Obern vnd Niderir Bayern etc. türnitz-ord nung 
die wir hiemit im ganzen ernst bey Vermeidung vnser straff vnd 

Tngenad, allen vnserm hofgesindt, grauen, herrn, adl, vnd allen 
andern, was standts timen vnd wesens sy seyen, vnd ainiche 
malzeit auf vnser türniz einnemen werden, zu halten vnd der* 
selben gehorsamblich uachzekhomen , verschaffen, darob auch von 
vnserentwegen vnser obrister hofmaister , hofraarschalch und 
kuchenmeister 6ambentlich, vnd sonderlich genzlich halten, die 
Verbrecher verroiig diser vnser Ordnung vnd von vns sonderm ha- 
benden beuelch straffen sollen, vnd im fahl da vnser hofmar* 
schalch oder kuchetifuaister nit bei der handt, vnd vnser hof- 
gesiud von vnsern kuchenschreibern, auch zörgadner, mit auf- 
schlagen, oder Worten, an dise vnser türnitz Ordnung vnd zu 
aller gebür angemant wurde, von vnserntwegen, in raassen als 
were vnser hofraarschalch oder kuchenmaister persönlich entge- 


134 änortmufgrii fiter 

gen, nit weniger schuldige gehorsam laisten, vnd diser vnser nach* 
volgenden Ordnung genzlichen geleben, vnd nachkhomen. 

Erstlichen, nachdem über das ganz jar ordinär! in vnser 
alten vessten morgens vmb zechen vnd an vasttägen vmb 
aiff vhr, vnd nachts, so offt man bisher gehaltnem gebranch 
nach zu speisen pflegt, vmb fünff vhr, solte das fürnembste 
gesindt gespeist, denen aber so notwendig vor essen miessen ain 
stundt zuuor, Item den jhenigen, so das vor« und rechte essen 
versaumbt, ain stundt nach dem rechten essen solle angericht wer- 
den, so wellen wir das allezeit auf die obbestimbte stunden, es 
were dan, das vnser knehenmaister vnxern dienst halben, diesel- 
ben bisweilen verendern, oder erstrcckhen müesste, angeschla- 
gen 1S ) vnd 6ich alsbaldt vnser ganz hofgesündt, auf vnser tür- 
niz verfügen, das gätter in continenti gespürt, vnd also dan 
khainer er sey wer er welle, eingelassen, sonder auf das nach- 
essen zu wartten verschafft vnd ime weder im kuthenstübl oder 
sonsten durchaus anderer gestalt nichts gegeben werde. 

Ynnd dieweilen in unser neuert vesst nur ainmal, und 
weder vor noch nach, ordinary gespeist, so soll sieh demnach 
jederman in der neuen vesst allain vmb die bestimbte stundt 
finden lassen, vnd wer sich daselbst versaumbt, derselb hernach 
an kheinem orth gesezt, oder ime das wenigist mer gegeben werden. 

So sich dan in vnser neuen und alten vesten, nach be- 
schehenen anschlagen al vnser hofgesindt auf vnsere türniz ver- 
fügt, vnd der kuchenmeister oder der ine verdritt, das erste mal 
au fgesch la gen , so soll sich ain jeder vnsers hofgesindts an 
sein gehörig orth sezen, die geladnen gest aber, oder andere 
extra ordinari personen, steen bleiben, bis dieselben er kuchen- 
maister nachdem vnser hofgesindt schon an iren tischen sizet, 
hernach desto füglicher sezen khönde, vnd da alsdan vnser ku- 
chenmaister zum andernma! aufschlägt, so solle meniglich au 
seinem ort aufstehen, ain jeder sein haupt abdeckhen, und ainer 
vnserer caplän die verordneten gebeth vorzesprechen anfangen, 
dabey solle, jung vnd alt, ain jeder bey sich selb«, mit andech- 
tigen gebett, gott dem Herrn vmb alle wolthat, vnd das teglich 
prot danckhbar sein, vnd eben wie vor, also solte auch mit gleich- 
massiger ehrerbietung nach dem essen andechtig gebet werden etc. 

Wür wellen auch, das sich meniglich vnsers liofgesinds, wer 
die seyen, auf vnser türniz, aller anderer vnzichtigen wort vnd 


18 ) X)al SBrettergetöfet , auf ober in trrldbrm brr jDfimijbifner brr alten Befte mit 
einem &6ij#rnen .Klopfet „anfälug", b. &. baö 3ri*en jur SiftJjjeit gab, brfanb ffcb uns 
ter bem (Jingongfibogen b ti tfltenbofsStjurraeö , nnb irar nod) ju Anfang beö grgenwdts 
tigen »or&anben. 


bin tprfogltcljcN Ijotljfllt tit Ätiind)«, 


13 $ 

werckh, leichtfertige geschwez, nach reden, schmachung, vnge- 
bürlichen vexierens, daraus nichts als grosser Widerwillen, rumor 
vnd andere vnbeschaidenhait eruolgt, auf aufkhöndung aufgefan- 
gener weitleufigen neuzeitungen, genzlichen enthalte, vnd erbarer 
sichtiger geberd befleissen, vnd khainer seinen rockh mantel 
oder ander überklaidt weder herundten jn der türniz noch auf 
dem getter von ime legen, sondern von gebürlicher ehrerbiettung 
wegen ob ime behalten. *r • 

Es soll auch vnder vnserm hofgesündt je ain standt gegen 
den andern wie sich gebürth ehrerbietig sein, fridlich vnd aioig 
miteinander leben, nit zanckh oder hader anfachen, noch vH we- 
niger ainer den andern, wider die nachgesetzte obrigkhait, mit 
vngebür nit aufwüglich machen (welches wir dan fürnemblich mit 
Dichten zugestatten dedacht sein) vnd sonderlich vnsere fürstliche 
hoffreyheit genziich vor äugen haben, darwider nichts fürneh- 
men, noch handlen, welche aber darwider verbrechen wurden, 
der oder dieselben sollen nach gestaltsame desselben, vermög so* 
vvol der kaiserlichen als fürstlichen frejhaiten an leib, oder 
mit abachlagen der rechten handt gestrafft werden. Be- 
gebe sich aber (das doch nit sein soll) das zwen oder mer vnsers 
hofgesindts über tisch vnd vnsere türniz Zuwiderwillen gerieten, 
vnd einander tröiich sein wurden, so sollen es derselben tisch- 
genossen (zu fürthuung eines bessern) nit verschweigen, sondern 
alsbaldt vnserm kuchenmaister, vnd in dessen abwesen, seinem 
Verwalter, anzaigen, dieselben sollen alsbaldt von vnserntwegen 
mit den widerwerdigen fried schaffen, was jhe ainer gegen den 
andern zesuechen vermaint, das ers vor vnserm hofmarschalckh, 
vnd wie sich gebührt, anstrage ,' wo aber ainer hierwider verbre- 
chen wurd der soll nach gestalt seiner verbrechung darumben 
gestrafft werden. % 

Weiln aber obbemelte laster auch sllerlay vnwiilen und Über- 
tretung, mererthails aus vberrnessiger vnzimblicheu trunken- 
beit oder zu tri tickhen eruolget, so verhielten wir solche 
trunckhenheit vnd zulrinckhen hiemit abermals , vermög vnserer 
atitfgangnen landsordnung, ' bei der pcen vnd straff, derbalben 
darin begriffen und weiln das auf unser türniz, auch auf dem 
gätter derselben khainer dem andern gar nit zutrinckh, bei Ver- 
meidung vnserer sondern straff. 

Wir ordnen und schaffen auch, wan vnser kuchenmaister 
oder sein Verwalter in der türniz als oben gemelt ist, aufschtegt, 
•in jeder an sein orth , das ime jezt zu anfang dieser Ordnung, 
vermög der sezzetl geordnet ist, alsbald nidersize, damit alsdan 
das vbrig extra ordinarj gesindt desto förderlicher gesezt wirdt, 


*. 


136 3 lnorbnungfn über 

/ ' • 

Wo aber die jhenigen , so an einen tisch zusamen geordnet 
nit jeder zeit völlig beysamen, so mag vnser kuchenmaisler vnd 
kücheuschreiber, dieselbigen aufheben , vnd ander tisch damit 
erfüllen, öder andere mer zu diesen tisch setzen, wie es vnsern 
kuchenmaisler für guet und gebürlich ansihet, von frembten aber 
oder wer nit* vnser bey dem kuchenmaister angeschalTtes hofge- 
sindt ist, solle sich khaitier, auf vnser türniz vmb essen zeit 
ze khomen nit vndersteen, wo aber schon jemnnds, durch or- 
dentliche anschafTung auf die türniz verschafft, der oder diesel- 
bigen sollen sich, fiir sich selbst das erste mal nit nidersezen, 
sonder an einem orth steen bleiben, und des sezens von vnsern 
kuchenmaister erwartten. 

Im fahl aber sich ainer oder mehr die nit hofgesindt vil 
weniger der sezzetl eingeleibt sein, also haimblich eindringen, 
vnd vber dise vnser Ordnung vnd gethrewe wahrnung bedretten, 
die sollen mit spot aufgehebt, weckhgeschafft, ja da solches nit 
helfTen wolt, gar mit der venckhnus des thurus gestrafft werden. 

Wir wellen auch weiters gehabt vnd hierait beuolchen haben, 
wan ainer vnsers hofgesindts, wer der ist, ainen oder mer seiner 
diener, es sey schreyber, raissig khnecht, pueben oder trosser, 
vrlaubte, das derselbe herr solches vnserm kuchenmaister, oder 
in nbwesen seiner, dem kücheuschreiber, anzaigen , vnd nit ver- 
halten lasse, auch alsdan der geurluubten diener, khainer auf der 
tiirniz sich selbs mer setze, was auch derselb herr an des geur- ' 
laubten dieners statt, für ainen andern diener aufnimbt denselben 
so! er vnserm kuchenmaister, vmb erkhantnus willen, ordenlich 
fürsteilen, sonsten so! iroe derselb von vnserm kuchenmaister nit 
gesezt werden, wann dan ainer vnsers hofgesindts, ainen oder 
mer seiner diener in vnsern oder seinen selbs geschefften hin- 
weckh schickht, so soll derselb herr, khainen andern an sein 

statt entzwischen auf die türniz schickhen. , 

* 

Es solle auch, vrab essen zeit, beuorab nach beschechnem 
aufschlagen, fürtterhin durchaus niemands seine khinder, ehalten, 
noch andere personen, auf vnser türniz khomen lassen, dan da 
die darinen bedretten wurden, sollen sie alsbaldt heraus geschafft, 
und der jhenig so es also hinein gehen lassen, darumb gebürlich 
gestrafft werden. 

Ainichen gasst sol niemands er sey wer der well, on vor- 
wissen vnd erlaubnus des kuchenmaislers, oder in abwesen seiner 
des kuchenschreiberg hinein fiieren, oder zu gast halten. 

Nachdem vng auch nun mer zu vilmaleu fürkhomen, das 
vnangesehen vnsers hofrnarschulckhs auch khuchenmaisters von 
vnserntwegen, vnser hofgesindt, in gemain vnd sonders, vilfel- 


I 


- öcn Jjrrjsflicljn» fjafljalt in Äündjcn. * 

i 

tig beschechen fürhalten, ermanen and betröung der straff khatn 
ruebige stille auf vnser türniz gehalten wil werden, welches 
wir doch gar khaines wegs zugedulden gedenckhen, so schaffen 
wir hierauf noch malen mit ganntzera ernst, allem vnserm hof- 
gesindt, wer die sein, das sich ain jeder hinfüran auf dem gät- 
ter auch auf der türniz, aines stillen ruebigen wesen« 
halte, nit von ainem tisch zum andern, auch die so an einem 
tisch beieinander sitzen, in' der stille reden, vnd wo sich 
ainer oder mehr hierin vergessen wolle, ainef den andern dieser 
Ordnung erroane, dan wo das nit bescheche, solle der lautrai- 
sig gleichwol insonderheit, vnd etwa mehrere, aber nichts desto 
weniger auch seine beysizende, wo solche es (zu) ermanen 
vnderlassen, gebürlich gestrafft werden; gleichennassen wellen 
wir auch, das die gebürlich still, nit allain vber die malzeit, 
sondern auch an aus- vnd eingeen, zue* vnd von der malzeit ge- 
halten werde, bei Vermeidung unserer ernstlichen straff. 

Damit auch auf der türniz ein sauberkheit erhalten, so soll 
niemands ainiche pain, schöln, vischgretn noch anders vnter die 
tisch werfen, sonder ordenlich an die gewandliche ort legen, 
darzu durchaus niemand khainen liundt, er sey gross oder clain 
mit hinein füern, tragen uocli lauffen lassen. 

So sich dann vnderweiln* zutragen oder begeben wurde, das 
•in wissentlicher mangel an ainem oder, mer essen oder vnge- 
rechta tranckh vor äugen so soll solches durch die, denen es 
für khombt, nit mit ungebert oder frechen Worten, auch nit 
durch ainen allain, sondern von allen desselben tisch mitgenos- 
sen sambentlich mit gueter beschaidcnhaft geandet vnd vnserm 
kuchenmaister fürgebracht vverdeu , der dau darvber gebürlich 
einsehen vnd wendung zu thuen von vns beuelch hat, dargegen 
aber solle auch khainer bei der straff ausserhalb seines erspar- 
ten prots vnd gebachnen steigleders nichts von der tür- > 
niz aus, nach haimb tragen. 

Mit dem nachsezen vnd essen wellen wir cs also gehalten 
haben, das, wan ainer vnser diener, wie auch ander hofgesindt 
in vnsern geschefften, das essen ver6aumbt vnd zu der orden- 
lichen stund t nit khomen khan, so soll man demselben bey dem 
nachessen, oder da es etwan ain persoo darnach, in dem kuchen- 
stübl das gebürlich essen eruolgen lassen, da aber ainer oder 
mer iren selbe Sachen auswartten, die malzeit versaumben, vnd nit 
sonderbare geuuegsam erhebliche vrsachen anzuzaigen wissen, so 
sollen dieselben der negsten ordeniiehen malzeit der stundt des 
essens zuerwartten schuldig 6ein. 

Dieweil wir auch wie es an den fastagen mit der colation 


Digitized by Google 


188 äairbtmiiffn ftfctr >rn Ijrrjcjl. ^sfljalt * n Äfiarljt«. 

/ v ' 

gehalten werden soll , vnserm kachenmaister «inen besondere 
beuelch vnd Ordnung geben, thuet ct bey demselben entlieh be- 
sten rnd beleihen, nem blich das ain jeder so collation einnemen 
will, sich zu geordneter stundt auf die türniz verfüge, vnd 
solche daselbs von prot vnd tranckh niesse. 

Beschliesslichen, damit ob diser fürgenomen türniz Ordnung, 
die wir jeder zeit vnserer glegenhait nach zu mehren vnd zu 
mindern haben, mit allem vleis vnd ernst gehalten, vnd vnder- 
thenig gelebt werde, schaffen wir hiemit vnserm hofmarschalckh 
vnd kuchenmaister, auch in derselben abwesen irn Verwaltern 
hiemit nochnsalcn, das sie dise vnser Ordnung gegen menigclich 
steiff exequiern, niemandts darunder bey verlierung vnser gnadj 
respectiern, auch vilmal im j^r, als zu allen quotterabers 
seiten, allen vnserm hofgesindt öffentlich auf der türniz ver- 
lesen vnd mitler zeit daselbs an ain tafl aufgeh lagen vnd 
vor äugen lassen, auf das sich niemandt der vnwissenhait zu 
entschuldigen, wo dan vnderweilen frembte leuth vnder hofge- 
sindt gesezt, die vnser Ordnung nit wissen, die sollen dorch 
vnser hofgesindt, dem sy beygesezt, derselben beschaidenlich be- 
richt vnd zu geleben angeraont werden, das alles mainen wir 
ernstlich, auch beschicht daran vnser genediger wil vnd mai- 
nung, zu vrkhundt haben wir vnser frl. secret hiefür zetruckhen 
beuolchen. Datum in vnser statt München, den neün vnd zwanzi- 
gsten May. Anno etc. der weingern zell im neünvndachtzigisten. 1 *) 


IS) SWtt einigen unbebeutenben Qer&nberungen würbe bfefe B&rni j ; ßrbnung tos 
J&rrjog SR«):imiUan I. unterm 1. Sanuat 1597 wieberbott. 


f 


IV. 

m 

i. 

groei bi$f>er utigebrucfte Urfuttben 

Subttng’S beet »ot)crn. 

9lu$ Originalien be$ fgl. öteic&äarcfctoe* mitgetyeift 

»on 

/ritbrieft ®3pfcr. 


Ludowicus dei grotia Romanorum Imperator semper Augustoa. 
Unirersis sancti Romani lmperii fidelibus praesentes litteraa in- 
gpecturis gratiam suam et omne bonirra cum notitia aubscriptorura. 
Accedens ad noatre raaieatatis presentiam Strenuna vir Heinricas 
de Seaelt Ducatus nostri Bivarie Mmisterialia nobis humiiiter 
suppiieavit. Quatenus ipsum ac dictum Walrab ejus filium et 
Agn etem ejus fiiiam , quem et quam ex quondam Agnet« de 
Wiibeim ingenua ejus uxore Jegitima nunc defuncta procreave- 
rat, Hei n ri cum et Wernherura ipsius Heinrici de Seueit 
filios, quo8 ex Katherina filia Waltheri Comitis de Ster- 
renberg similiter ingenua adhuc superstite procreaverat, digna- 
reraur gratiosa Überall täte manumissionis beneficio decorare. Nos 
attendentes quod idem Heinricus grata et fructuosa obsequia no- 
bis sincera fide et prorapta devotione semper exhibuit, quodque 
idem Heinricus, licet roatrem ministerialem habuerit, ex patre 
tarnen ingenuo noscitur procreatug, predicti quoque ipsius Hein- 
rici fllii et ülia ex predictis matribus ingenuis sunt similiter pro- 
creati. Consideratione igitur premissorum devotis supplicationibus 
ipsius Heinrici, favorabiiiter annuentes ac ipsum Heinricum et 
predictos filios suos et filias manumissionis beneficio dignos esti- 
mantes. Ipsos de speciali gralia manumittimus et übertatem eia ' 
damus ac horoines übere conditionis eos facimus, io hiis scriptis 
facientes eosdem gratia predicta capaces omniura iurium ac dig- 
nitatum, quarum ceteri überi homines sunt capaces et quarum 
capaces essent si ab initio fuissent Überi procreati. Si quis etiam 


Digitized by Google 


140 


JüifCflUii. 


in hac nostra manumissione propter aliquant jurig solempnitatem 
obmiggam defectug egget, illum tollimus et supleraus de pleni- 
tudine potestatig. Nulli ergo omniura hominum liceat hanc manu- 
migsionig nostre paginara infringere Tel ci ausu temerario con- 
traire. Si quig gutem hoc attemptare presumpseril totieng quo- 
tiens contraierit, gravem nostre maiestatig indignationem et penam 
centum librarum auri puri, quarum medietatem iniuriam passis 
applicari voiuraug, ae noverit incursurum. In cujug rei testimo- 
nium presentes conscribi et sigillo maiestatis nostre ac signo nostro 
consueto iussimus communiri. Datum in Hagenowe Ao. d. Mille- 
giroo Trecentesimo tricesimo. Non. Augusti (1330 5. 5lug.). 
Indictione Xlil. Regni nostri Anno sextodecirao Imperii vero 
tertio °). 


II. 

©ine gonj gleiche Urfunbe würbe für £errn £einricb’b 93ru« 
ber, ©ertbolb ton ©evett, bejfen ©emoblin 3nn engorb 
unb feine jtinber 3 ob an ne $ unb QInna, quem et quam ex 
predicta Irmengarde de Gumppenberg aimiliter Ministeriali Du- 
catus nostri dinoscitur legitime procreasse. Dat. in Hagenowe 
1830. VII. Id. August. (1330 7. Slug.) 


•) Stubolf, S>foljgraf bei 9tbein unb $erjog in Bopern, befldtlgfe : „ton bem gemalt 
„ben wir ton ber pfalg bei bfm Stein f)aben" obige örftebung J&elnrf(&6 ton ©etelt 
bureb feinen Biuber, ben Jfaifer ßubraig, in Den freien ©tanb. Dat. J&ogenaro 1330 
Sfreitag on fanb peterfitag ad vincula.. Drig. im St. 2t. 


/ 


\ 


Digilized by Google 


/ 


JRifcrllfn. 


lü 


2 . 

93 e v j e i $ n i § 

ton 

$anbfd)rifttn gur boperifcben ©cfcbicbte, mtcfye in ber Fdnfgt, 
öffentlichen 83 ibliothef 311 «Stuttgart auf bewahrt »erben* 


ÜBitgctbeilt ton /Hatljiao $Ud). 


1) 23on tem ttirbigen Älofler ju Negern fee ttie et gepattt 
wert unb ttie ber fünig unb Sftartirer Sant Duirin teert gebracht 
ton 9tom in tiefe lonbe ber gen Slegernfee in S3aper Üanbt. 4« 
Qrnbe tti Uten 3öbrbunbert$* 

2) 3ur ©cfcbicbte Nürnberg«, a) 2Bann ber ©raf grieb« 
rieb ton 3oß<rn $u bem Sflurggrafttbum ton Nürnberg fommen 
ifl, auch trab ein jeglicher ttieberum baju erfauft bot. b) 3<»br» 
tag, ton mehreren fräntifeben (^bedeuten aQe Ouatember in ber 
Olitterlapeflen gebalten. Sfttt 2Bappen. c) ©erjeicbntfl ber ftitter* 
febnft. «I> WuOjug ber Sbroniten ber Stabt Nürnberg. $a6 
©anje ton ber ^weiten £ölfte beb löten 3*brbunbertb. 

3) 9 ?ürnbergifcbc ßbronif ton 1573 bi6 1607; im 9ltt* 
bange ein Vergleich jtrifeben bem ttatb unb ber SSürgerfcbaft $u 
granifurtb 1349/ unb ein ebenfolcper ton 1613. 

4) 23 irjburgifcbe ßbronica pon üorenj griefe, ab« 
gefebrieben bureb 3®!?- ©• Schilling, bereit jungem ©efellen unb 
Scribenten $u Sftünerflabt 1622. Wnbatige eine befonbere 
Sefcpreibung beö ©rumbaebifeben UeberfaQ* ton dBürjburg. 

5) Qlugöburgifcbe ßbronil, bureb $ector SWi e l i cb ju* 
fammengetragen unb in OrDnung gebracht ton 856 — 1541. IMm 
Einfang bie 9?oti$: Udalricus monachus S. Afrae scripsit Chroni- 
con ad Petrum Cardinalera tat. S. Vitalis de rebus gestis Augusta- 
norum, bann Sigismundua Gossenbrot coliegit Annalet patriae 
suae; worauf bertor geben bürfte, baß 27iielicb Cbeffen ßfcronil 


/ 


\ 

14 2 . JUiseHlm. 

Stetten, wie er in ber «Borrebe feiner ©efebiebte von Wuglburg 
fagt, jwor bem «Hamen noch fennt, ober nie gefeben bot) bie 
«Rocbticbten jener beiben Slnnoliften feiner Arbeit verwoben bat* 

6) Ein Slugeburgi fd ) ei Ebronicon von ber Erbauung 
ber Stobt bie 1548, worin bemerkt ift, baß ba« erfte ©ecbotbeil 
biefer £onbf<brift ber Ebronif Sigmunb Weifterlein6 entnommen 
ift. «Rebft biefer vEbronit ftnben ft£b oueb bie fchon gebrutften 
Annalen von «Hug6burg von ©öfter. * 

7) Acta Augustana von 1584— 1593 in 3 biefen «Binben. 
Sie betreffen bie Äircbenftreitigfeiten ber bomoligen 3*it unb bie 
«Berbonblungen, welche $wei noch QJugäburg obgefonbte Eommif* 
(tonen mit bem Ototb unb ben «Prebigern pflogen. 3n «Berbinbung 
bomit (leben bie Acta Ulraensia von 1585 — 95 in 3 «85nben, 
weil bie Stobt Ulm unb viele proteftontifebe Surften, namentlich 
$er&cg Cubwig von Württemberg, ber vertriebenen lutberifeben 
«prebiger unb Bürger »ZlugOburgb wegen, in lange «Bergleicbd* 
unterbonblungen traten, bie &u Ulm ftottfonben. 

8) «Betreibung oller Schriften, fo im jüngftvergongenen 
unb gehaltenen «Reichstag &u «HugSburg 1582 einfommen ftnb. 

9) Acta Augustana von 1583 unb 1584 wegen Einführung 

be« jtolenberl. r 

10) Ac4a in Wibrecht «Hicbinger« gemeinen ©laubigen 
Ebictfocben, vor bem Stobtgericbt ju Sluglburg verbonbelt 1589 
bi« 1590. . 

• — \ 

11) «Bier «Briefe vom «Bifchofe Ebriftian von $lug«burg 
vom Sabre 1528, 31, 32 unb 33, beren ©egenftonb tbeil« bie 
Oieligionlftreittgfeiten, tbeil« bie be« EraSmu«, tbeil« Soges* 
neuigfeiten ftnb. 

12) Ebronicon be$ ganzen Suggerifcben ©efcblecbt« (von 
Elemen« Säger). 

13) Acta Historiam Reipublicae Auguatanae illustrantia. 
«Hu« 3apf« «Bibliothek 2>o6 Weifte bavon ift in 3apf* Werlwür» 
bigfeiten betrieben. 

14) Diplomatarium Miscellum. Ein Sammlung von Ur« 
lunben E. «Peulinger’S von 1506. (S. 3«Pf« Werlwürbigteiten I. 

29.) 

* 

15) Epistolae Conradi Peutingeri, ntetft OtttigUorifcben 3«* 
halt«/ von $*uting«r unb von Slnbern an ihn. 


Digitized by Google 


148 


JtiseeUe». 

19) 5Öertrdge unb ©erorbnungen in Wcbriften, bie gomilie 
ber ©rofcn ton tyappenheim betreffend 1) Sbeilbrief jnjifcpen 
5 Brübern, Eonrab, Jpcinricb, ©eorg, (Rubolph unb ©igmunb 
pon ©eppenheim, p. 3- 1444. 2) Burgfrieben 1534 aufgericht. 

3) ?IQerlei tyunft unb 21rtitel, 1559 abgehanbelt. 4) tyolijeis 
unb BJalborbnung 1565. 5) Erbeinigung 1560. 6) Erbeinigung 
1580. 7) (Jleperfe über bic frühem Vertrüge. 8) ©ertrag »egen 
ber ©ertoallung bei ErbraarfrbaQamte6. 

17) Eine ©chrift unb aftenmdfiige Betreibung »iber 3<*f* 

4) erbrot, eingebrungenen Bürgermeister ju Slugiburg. 

18) Aventini Annaliurn J. VH« in 7 befonbem Banken, 
unb 3^b* SIpentin’l baperifcfce Jpijtorp. Beibe aul ber Bibliothet 
bei Klofterl Homburg. ©on hier ift auch entnommen 

19) 2anbfci>aftl*£«nblung (baperifche) bie uff ©t. Sin* 
breal Sag in £anbl(*ut gebalten »orben 1515. 

20) Annales Bambergenses a prirais urbis conditoribus 
nsque ad annum 1599. 

21) Vigulejaa Hundt. Boperifch ©tammenbucb Ster Sheil, 
pon abgeftorbenen unb noch lebenben rittermdfligen Surniergenof* 
fen, auch anbern «belieben ©efchlecbtern, fo in ben porigen Shei* 
len nicht begriffen. 1598. 

22) Casus unb Bericht bei £errn tyfaljgrafen bei «Rhein, in ' 
Ober* unb «Jiiebetbapern , UÖilhelm unb Subwig, gegen ihren öru« 
ber Ernft 1533. 

i 

23) Eine ©ammlung perfchiebener Urfunben, meift aul bem 
Ilten Sohrhunbert , bie Vfit&dMfföoft am ttn & ^ a£ ^‘ 
barn betreffend 

24) Etlicher fürnehmen KrieglsSRüftungen , ©chlachten unb 
gettaltige Shaten bei Äurfürften griebrich 1L Pon ber tyfuli, be# 

• trieben burch SRatthiam Kronnat, 3)tti fürfil. durchleucht 
Kaplan unb ^riefter. 

25) Soh. griebr. £alb«2Rapr*l h*florifche (Relation ber 
$5nbel jtPtfcben bem Ehur» unb gürftlicben $>aul ^>falj unb 
Bapern, bei jejiger dilcerbanj ber churf. tyfalj unb Bapern, ju - 
einem üRufler unb Exempel mit gleij pon 700 3«t>*en h er J u * 
fammengetragen unb bem nürnbergifchen ©enat ge»ibmet 1623. 

26) gragraent bei Seftaraentl pon SRargaretha, ©emahlin 
bei Ehurfürften ^P^tlippö pon ber $fal$, Pon biefem unb an» 
bem Beugen unterzeichnet. 


/ 


t 


! 


Digitized by Google 


t 


144 . JRt «teilen. » 

27) ©eneologtfc&e (SoHectaneen , worunter bie ttynen bet Dom« . 
Herren von UicbjUbt. . 

28) 5Bablcom>entg»tyrotofoU Jtaifer Äarfl VII. 

29) Copia literarum Frie derlei (NB. V. b. *pfalj), Regia 
Boheiniae, ad Icgatum suum apod Portam Ottomanicara , ad regem 
Hungariae (©etilen ©abor), ad Caaceliarium regis Ilungariae etc. 
1620. 

30) Historia piü vera della ribellione e del riaquisto del regno 
di Boemia l'anno 1620. 23on einem ligijlifcben ©erfaflfer, ber 
bouptfdc&licb bie Stuten be* £er$og6 Maximilian »on ©apern 
jum ©egenftanbe feiner (Jrjäblung macht. 


/ 


Digitized by Google 


Ö&er&aperifc&eS 


für 


notcdänbifd»? (Defdtfdtfe, 


iern«50e0f(ien 


son itm 


IjiftouCcIjen Vereine 


sott iittb für 


V 

^rba^ern. 


tteunter SBaitb. 
Sweite« Jg>e ft 


iHömfjtn, 1847. 

$m<t nnb Sttl«g »oit ®mrg 8ta#|. 


I 


1 


- 1 


Digitized by Google 


I 


V 


T. ' 

fer ' 

gräflich Sorringifc&en <&d?Io^er ttnb £ofmarfen 

SSBinfiering/ grauenbüf)!, 93urgfriet», 9f.rbing 

unb ( 2BaIbberg / 

na# ben 2>ocumenten tcr grdfli# 2orringif#en 
Slr#i»e bearbeitet 
oon 

/riefcrid) tapfer. 

I. 

■, £)te $ofmar! 2Bu#ertng. 

§. i. 

• $ie griffig 2orrtngifd>c $ofmärf SB tn^entig mit bett ipr eins 
verleibten Sipen Srauenbupl unb SBurgfrieb befielt auö 315 ©runb? 
untertpanen in 129 Dörfern , Uöeilern unb Knaben *), melcpe faft 
ade im alten 3f«ngau, nemli# rechte unb linfö von ber unteren 
3fm gelegen , in bie £anbgeri$te Slltotting unb <£ggenfelben unb 


i) 6er alten (Slntljellung: 1.3m Sfengau: 3Btnf)ering , SEeinberg* Segens 
bcrg, SBanning, JDberftein&ering, Unierfielnbering , JteHer$bcrf (Jf elcVborf> , SSrucf , 2(us 
»örtb, (Sifenfetben , öurg, ©ntjofen, #art, ©cbmibtflotf , ©taubacb» Dlhrbeim, ©talf, 
2Cufbeim, HBefierbeim, ttrreftag (Tintefing). II. äuf ben ©cfen ober im Jpoljlanb: 
Jpoljen, ©dfen, ^)iefl^or (’Purtfjor , Surgtbor), Stcit , i?aifer6bfrg , Äobcl, .Rerfdjbidbel, 
©<böfberg, ©auSberg, Äolberöberg, SRanbelßberg , 2Bilbencct, ©udfcnbfrg, SKa^ing, 
SB ü d? , ©unfcerSberg, Stubenberg, ©oUad), ©aljing, ©olbtjub, Defior, Elbenberg, #ylj, 
Jlreuj, SffelÄberg, JRctflng, Jjpintercd?» Sioderöbacb , ©tepfing, £iUing, Ebol&firo» 
©ingrfin, ©etfrlob» spfaffenbud) , Äronberg, £of, J?aujing , J£ai&bi<bl, Slbadj , Staut)? 
fügt, #artberg, SHacb» 9>robenjtng , Sleicbfcbmfö , CSb» ©rtacb, JJbalbeira, SidgelfiaU, 
©«balaberg, -fcörtlteit, Jparpebing, Jparianb, Sffiatb. III. Sn ben ^farreitn ^>leiß? 
fiteben» JDietfurt, Steiftbacb, 3etlarn, $trf<bborn, grbarbing unb 
21 Ijgern: Dacbgrub, tfnjing » ©teinparj , ßamperöberg, ßeberbub, £t)at , SERooS, 
^Oartteb , JS>ol*llng, ©udenberg , 2i(btbart$berg » (Sinjenbad) » galltbor, Dfen»in?el» 
SBoITSgrub, gurtb» Steurabing (Steureiting) , 2aweng, JDacbftatt, -fcinterroinfel, 2BiU 
battfiberg » ©rla<b » ©eratSffrdben , SBilgeb, SERairbof, ÄleinederSberg , ©rofjedEerSbevg», 
©arten» DrnatSberg, UeberaderSborf, ©eratöberg» SBerf (letten » ©cblagberg, 2anb8but, 
Jfcaunberg , Stdfcbaeb» SEBa?enberg » SBifierSborf, #4$el$berg , SUnberg, IBälfcbrou&t, 

■ ©uljberg, 2)angl$ba<b, .Raramergrub , ©a<bfenob, Jtronlj&gel, aitmar.nöberg , #anu 
roeribaeb» gtaunborf, Döging, Gcngfurtb, <5bmü&l, Äljgern, ©meng unb Reifing, 

10* 


I 


Digitized by Google 


t 


I 


148 #Hd)<ci)tr bet gräfl. torringifdjtn £d)lcffcr unö j^ofmarken 

in bie Pfarreien Söinheving, tyleidfirchett, 2>ietfurt, öteifchach, 
3«ilarn, tirfchhorn, Erharbing unb Siegern gehren. Heber 303 
tiefer ©runbholben wirb bie gutö^errlicbe ©erichtdbarfeit burch 
einen tyatrimonialrichter II. Älaffe auSgeübt, beflen ©ty ju 2Binhe* 
ring, resp. grauenbühl, ifl. 2)er £auptort, pon bein bie ganje 
$3e{tyung ben tarnen trägt, ifi ba$ *Pfarrborf Ußtnhering am rech* 
ien Ufer ber 3f*R unb an ber Sanbftraße gelegen, bie pon 9?eu* 
oiting über 9?eumarft nach £anb$hut führt. 2)te Entfernung Pon 
9?euötting betrögt nur eine ©tunbe, bie Poti 9?eumarft 2 1 /# 
• ÜJteilen. 

2) er größtenteils fruchtbare SBoben biefer ©egenb unb bie 
9?<tye bet pielbefchifften 3nn Peranlaßten hier frühzeitige Slnjteb* 
lungen, welche planmäßig geleitet zu fepn feteinen. £enn bie äl» 
teflen ©alhücher geigen beutlich, baß ber größte 2(>eil bet 93obenö 
auf betben Seiten ber unteren 3f*R urfprünglich in mehrere hun* 
bert ©üter getheilt war, jebeö nur fo groß, baß ein Sftann mit 
feinem SEBeibe et bebauen unb taoon feine Familie ernähren fonnte 2 ). 
2)iefe ©üter (quadrantes ober Viertel genannt) würben tbeilS alt 
Sehen, theilS auf Erbrecht verliehen. 2>ie Sßafaflen, welche folche 
Sehengüter befaßen, waren oon jeber Abgabe befreit, felbft pon 
bem allgemein gebräuchlichen Sehnreich nach bem 2obe bet Sehn* 
herrn; nur bei ber Uebernahme bet @ute$ mußten 5 pEt. beö 
©utSwertheä gezahlt werben 3 ). 2>ie 93eftyer ber Erbrechtsgüter 
aber. Erber genannt, entrichteten aujfer bem gewöhnlichen £anb# 
lohn noch einen jährlichen ©elbzinSv welcher pon jebetn Viertel 
2 Schilling 24 Pfennige betrug. 2>er große unb Heine Sehent 


2) ßwax entfianben mit ber ßeit burd) Stellung Heinere, fotoie burd) Qrbf<baft 
unb gufauf größere ©üter, immer aber weifen bie ©albü$er auf ben urfptünglicDen 
SBeflanb Din, unb fueben itbe SBerfcbmeliung ju perbinbern, um für bie ©rbebung bei 
grunbDerrli<Den dfnfeg unb bei £anblobni bie fiebere ©runblage ju erhalten. 

*> JDie ©DfDaftorbnung d. «o. 1489 entb&lt: „SBer Samberger CeDen innen Dat, 
ber foll bapon nid>t mehr geben ju teilen bann jtpei Sfertet SEeini auf ben Sifö mef* 
nei £errn gnab von Samberg." 

„Db aber ein ©ut, baß Samberger CeDen ift, in einei ©etoalt larac mit laufen • 
ober mit tobten, fo fcU unb mag er feinen CeDnb,errn ben SDomprobfi auf brei pierjebn 
tag fmDen unb alle ©untag por ber Äirtben unb ber ^pfarrmennig na<b i^m fragen, 
Stauen unb Stann. JCommt er ju it>m , fo foll er CeDen pon ibm empfaben , fame ex 
aber tn brei pierjeben tagen alfo nicht ju ihm, fo tfl er barnach baö ganje 3abt mit rub 
tot bem Cehnbron." 


s. 


Digitized by Google 


tOinfjrristf , /rauenbüljl, ßurglritb, ärbtttg unb tOolbbrrg. 149 

w ' *- * 

ober gehörte t^eild ber ©runbherrfchaft, teil« bem Pfarrer, unb 
jeber Untertan war oerpflicbtet, benfelben feiner ©ut«hcrrfchnft 

t i , 

felbft jujuführen. 

3m Uebrigen waren biefe ©rber freie dauern (in ben älte# 
ften Oocumentcn parscalci genannt), beren 93er^dttniffc jur ©runb* 
herrfchaft unb ju einanber burch eine Slnjabl oon fpeciellen recht* 
lieben ©runbfäpen geregelt würben, über beren ^Beobachtung ber 
©runbberr ober ein »on ihm bevollmächtigter ^Beamte in feinem 
tarnen $u wachen hatte. Um biefelben ^ur allgemeinen unb ge* 
nauen Äenntnifl ju bringen, würben fle jährlich mehrmals allen 
baju, eigen« oerfammelten Untertanen vorgelefen unb an bet 
Schranne $u SBinhering, fowie ju 2Öalb, bie vorgefallenen Jpän* 
bei nach biefen Veftimmungeü öffentlich gefchlichtet. 2)icfe foge* 
nannte Cfhtafttatbing hat jtch bi« ju Einfang biefe« Sah^hunbert« 
erhalten, nachbem fie vielfache ben Verbältniffen unb ber 3<i* 
mäße Veränbetungen erlitten hatte. 

§. 2 . 

9!He biefe (5rb* unb Sehengüter waren in ältefter 3*it tigern 
thum be« päpftlichen Stuhle«, an welchen fle wahrfteinlich 
burch eine faiferliche Schenfung gekommen waren. 2>enn al« 
tyapft 5lgapitu« (946 — 956) bie brei ©üter 2Binh«ringa, 
Sfntefina unb 2Dolinpach bem <£r$bifchof£erolb von Salj* 
bürg gegen einen jährlichen 3<n« von 3 $Pf. Silber für ben Elitär 
be« Slpoflel« $etru« ju ölom überlief, fuchten beibe 2hei(e bie 
^Betätigung biefe« Vertrage« beim beutfehen ßonig Otto I. nach, 

welcher biefelbe auch am 29. November 953 erteilte 4 ). 2)iefe 

% 

pachtähnliche Verleihung betätigten fpäter bie ^päpfle 3ohann XIV. 
(am 25. Slpiil 984) unb 3<>hann XV. (im November 993), hoch 


4) 2ut>at>ia ^Cnfjang p. 179. Qaacdam loca Winheringa , Anteaina, Wolinpach, 
cum adjaccnticiis omnibua et apendiciia hoc e»t paracalcia et aiiia eervia maneia et 
ailvia , pratis, paseuia, aquia, aqnaruinque decuraibue ac molendinia qucaitia et 
inquirendis, aibi etiam a religioso Papa romano aedia Agapito proprialitcr tradita in 
hee scilicet verba: ut aingulia quibusque in annia trea libras argenti ad altarc aancti 
Petri apoatolornm principia rorue priucipaliter constructum detulisaet aut transmiais- 
aet. Et ai forte hoc per negligcntinm quadatn instante neceaaitatc aliquo in anno 
snbtrabcretnr, in aeqoenti impleretur, ei vero in tertio ant in quarto aubtractom 
fuisaet, ad pricria dominii atatuni jatn dicta reverterentar loca. 


^50 örr grSfl. tomngtXrlj™ J0c^U ffrr unb ^ofmatjicR 

mit forgfdliiger 23orb«haltung bed (Sigenthumdrechted * * * 5 6 ) für ben 
Saß« baf bei* jährliche Sin* mehrere Sabre nac&einanber nicht 
gereift werben foßte. 23 on biefem SRechte machte fchon a p fl 
Senebift VIII. (im November 1014) ©ebraueb, inbem er obige 
brei ©üter an ben Reifer peinlich 11. gegen ein fontgliched 
, ©ut im £erjogthum »Spoleto vertaufebte ö ). $Jm 8. Sehr. 1018 

fchenfte ber Äaifer biefe neu erworbenen ©üter bern 2)orafapitel 

• *“ 4 * * 

bed von ihm errichteten Sidthumd Samberg 7 ). 

$. 3 . 

ÜBie aber früher bie Zapfte, fo verpachteten auch bie 2)oms 
probfle von Samberg bie Stenten ihrer ferngelegenen Seftjjung, 
welche je^t bäuftg „tyrobftei ©inbering" genannt würbe. 2>te 
^achter waren ftetd angefehene Witter, ben en zugleich ber @chuh 
unb bie ©erichtdbarleit über bie Unterthanen oblag, wepbalb fte 
ben tarnen Ammann führten unb wegen ber 2ibminiftration unb 
OiechtdpfTege eigene Otiater beließen mußten, üejjtere hieben @rb* 
richtet, nicht ald ob ihr 2lmt erblich gewefen wäre, fonbern weil 
ffe bad flRichteramt über bie (Srber ober Urbrecbtdunterthanen führ* 
teil, wdhrenb bie Suridbiction über bie ßehenunterthanen ben h 
möglichen ßanbgerichten jugehorte. 

9?icht feiten gefchah ed auch, baf bie JDomprobfle in groflen 

. . ■ i i. ■ — ■ . — ■■ — — 

t *• 

i 

5) Suöafta p«g. 209. Deinde qaoque loco nostra in baioaria iacentia re- 
gione «ie nominata: Winbeiinga, Aoteana, Wolmbach conceninni orchi- 
epi sc opo F riederiro a I e u t • doceiiore ooitro Agapllo p a p a j a m 
anlca conceaaum cet contra oenaam, ut annaatiin trea librae argenleae 
auper altaro St. Petri confcrantnr. Nam et ai in primo anno non veaerit accnndo 
vero anno aex librae dontur, ct ai accidento causa cvcncrit aive pro infeatacione pa- ' 
ganorum vel pro iuiquia hniniuibus , ut census a robic minime venire potcrit, in 
tertio anno totos iuipleatur et ai ccnsna ilie ia tertio anno adimplctas 
non fuerjt, tone praenoaioata loca redeant ntodibua omnibua 
in poteatatca ct dcdicioncm aaucte nostr« eedia apoatolice. 

Si vero censua per omnia adimpletiia eit, stabil is alt in perpetuum. 

Serncr Suuauia pag. 211. Conilrmamne tibi tniaque auccoaioriboa in perpetunm 
Las trea enrtes Winhcringa, Antesiua, Wolmbach cnm omnibua generaliter ad caa 
pertinentibns in integrum a praesenti VII Indictionc ct uaque in perpetuum, ita »ane 
ut a tc tuiaquc aucceaaoribua singulis quibus nnnis penaio aicut in antcrioribus con- 
linctur praeceptia, id cat trea librc in nostrara aanctam ecclcainm pcraolvatar. Si 
vero in quinfo anno ipsa pensio data non fuerit, in sexto vel nono anno Integra 
beato pe ro ejuaque vicario abaque omni mora praeaeutetor. 

6) Reg. Uoic, I. p. 64. 

7j Vidim. im gt&fl. TCrc^iö. 


• »M 


t 


X ' 

tfttftipnng , imnenbfiljl , lurgfrieb , JlrlKng unb UJalbbrrj. 151 

« V 

©elbberlegenheiten biefe ihre ©eflpung an reiche Herren berpfän* 
beteti, welche aber, wie freilich ju weilen auch bte ©mmänner, ge» 
wohnlich arger (Singriffe in bie <Sigenthum!rechte bei 2)oralapitel! 
fich fchulbig machten, woburch nicht fetten langwierige ^rejeffe entfian» 
ben unb bie (Srträgnifle bei ©ute! immer.mehr gefchmälert würben. 4 

2>ie ältefte uni befannte 2lmt!berleihung gefchah (5. 2Jtai 
1857) an ben feften Stitter £errn @ p f ri eb en von SEorring 
unb zwar nur auf brei Jahre, wobei biefer namentlich geloben 
muffte, fieute unb ©ut $u fchirmen unb bem ©oten, welcher ben 
jährlichen Sin* abholt, Jtofl unb 3«hrung ju geben 8 ). 

Stach ©erlauf biefer brei Sabre fcheint Ulrich ber Staben» 
ft ein er, Sorftmeifter $u Oetting, SBinhering pfanbweife hefeffen 
ju traben ; benn im 3ah>re 1362 flagte er „z« SOinhering auf ber 
Santfchrann all ber $ofmarch Stecht ift bafelben 200 *pfb. Ste# 
genlb. 9>f. unb wa$ er ber fchaben genommen hat auf ber $er* 
fchaft bnb ©ölt bie bie bon tyabenwerch in ber £ofmarch ju 
fitinheringen habent." 2)er herzogliche Stichter zu Oetting. Ulrich 
Berger, ernannte ihm (Sntfchäbigung zu unb fepte ihn in bie Sfu$» 
niefung ber ©abenbergifchen ©uter zu SBinhering. Sluch bie 
jungen Herzoge Stephan unb Umbrich bon ©apern ernannten bei 
Stabenfteinerl Vnfprüche all gerecht an, unb gelobten beibe mit 
©rief unb Siegel (jener am 22. Juni 8 ), biefer am 16. 5Dec. 
1362 10 ) ihn fo lange im ©efty ber $ofmart ©Jinhering zu fehlen, . 
bi! er boflig befriebigt fep. .Raum war £eptere! gefchehen, fo 
berpfänbete ba! 2)omfapitel ffitinhering um 400 $fb. SBiener $f. 
an $errn Seifrieb ben Slorringer, welcher auf ber nahe ge» 
(egenen ©efte Wifling haulte, Salzburgifcher Pfleger zu ©lübt* 
borf war unb wegen feine! ©ieberfmne! allgemeine! ©ertrauen 
genojj. tiefer blieb im ©eftp bon SOinhering bi! an feinen £ob, 
wo feine ©Jittwe Slgne!, geb. ©ran! zu Uttenborf, burch ©er» 


8) Orig. e. Sig. ®a t. greitag na<$ ©onct SBalpurg. Bie »erldbung ge-- 
bur<* gtiebti<$ Bei&ant unb Cberbatb von Rotenberg, «Stfcutmeiflcr, Pfleget bet 
i SSumpro&ßei ju Babenberg. — 9Bo feine anbece Duelle angegeben ift , befinbet fld) baft 
SDofument in ben griß(«ben tfrdbioen. 

•> Orig. perg. o. Big. Bat je Xw auf bem »elb am bftitttnoQ na<& fanb 
»fittag >m. 

10; Orig. perg. e. 8. Bat greitag «a<b fanb Sujeintag 1387. 


f 



Digitized by Google 


152 gräfl. CorrtngHdjcit 0cl)ioC€rr unb Ijofmarktn \ 

trag mit ihren Unfein Eafpar unb SBilhelm ben Dorringern 
(4. 9ttai 1384) biefe ^)fanbf(baft al* einen 2^eil ihre* 2Bittwen* 
fl^e6 erhielt n ). , 

©pater fe^te (ich ber eble £err Johann bon 5lben*berg 
unb jwar „mit weltlichem SRecbte" in ben Befty ber Domfapitel* 
fcpen ©üter 511 2Binbering unb Bichtach- Den ©runb baju gaben 
wahrfcpeinlicb Erbanfprücpe/ welche er an ba* Domfapitel wegen 
ber Bevlaffenfchaft feine* Bruber* Dietrich (+ 1384) machte/ wel» 
eher bi* jurn Söhre 1382, wo er jurn Bifcpof bon Utegen*burg 
gewählt würbe , Domprobft bon Bamberg gewefen war. Da ba* 
Utecht bem reichen unb angefehenen 9Jben*berger beiftanb, fo blieb 
ben Domherren nur ber ©ebup ber geglichen ÜJtacht übrig, um 
wieber ju ihren ©ütern $u gelangen. Utach bielen bergehlicben 
Bemühungen/ eine frieblicpe 2 Ju*gleicbung ju ©tanbe $u bringen, 
brachten fte ihre Älage bor ben päpfllicpen ©tuhl unb erwirtten 
ben Bannfpruch über ben unrechtmäßigen Snhaber ihrer ©üter. 
£ierburcp fah (ich £err 3 °hönn bon 2 lben*berg jur Utachgiebig« 
(eit genotpigt. $Im 22. 3uni 1395 12 ) berglich er fleh ju Ilmberg 
mit bem Domprobft 3<>hann bon Jpapbecf unb bem ©chulmeU 

V 

fter griebrich 3oßner, welcher anftatt be* Dombecpant* erfchienen 
war, bahin, baß ba* Domfapitel bie Ccdfprecpung bom Bann 
bewirten unb ihm einen $Jbfolution*brief jufteHen, er bagegen bie 
©üter Söinhering unb Bicptacp bem Kapitel überantworten folle.. 
gür feine gehabten gorberungen aber würben ihm biefe ©üter auf 
hier Söhre unter ber Bebingung pflegweife überlaffen/ bafj bie 
jährliche ©ilt mit bem Jtapitel geteilt unb ein gemeinfchaftlicher 
Amtmann aufgeftedt war. 

£err 3<>hönn bon 5Jben*berg (tarb (1397) bor bem Ablauf ber 
bebungenen $fleg$cit unb ber Domprobft 3&hönn boit £apbeef 
fcheint jejjt 28inhering buvch feinen Uticpter Ulrich Spann in eigene 
Bermaltung genommen $u höben; benn wir ftnben, baß er in 
einen partnäefigen ©treit mit feinen SDinperinger Unterthanen ge« 
rieth, weil biefe bei Entrichtung ihre* 3 iufe* baperifepe flott ber 

11) Orig. porg. 0 . S. Bat. 3Rittroo<fc na<& ©t. unb 3afobn3R4. 

. IS) Orig. o. S Sig. Bat. Cttytög vor So)), ffiapt. 1395. beugen : tfrnolb von 
SBrrbeubrtg/ Betont ju SRegenSburg, SÜBernftet ^aefemann, Borniert ju $r?ifinq, Jpeinv 
ri<$ Srudbfdfi, Pfarrer ju Vmbcrg, .pannS Äcmnater bon J&awftdf unb SRdttin non 2CfcJ>. 


\ 


Digitized by Google 


tDinljcifng, irnufiibuljl , Ourgfrieb, 3rbtn§ unb tOalbberg. 153 

/ i 

(Regendburger Pfennige jaulen wollten. 2)iefen (Streit fchlichtete 
£erjog Heinrich am 15. Mai 1414, inbem er entfchieb, bag $wei 
Pfennige feiner 2anbe$währung für einen Stegendburger Pfennig 
gegeben werben follten 18 ). 

5luch ber nochfolgenbe 2)omprob(t, Martin oon Sichten* 
ftein, geriet!) wegen SSejahlung beö jährlichen 3»nfed mit ben 
Minheringer Untertanen in oerbriegliche Sprüngen, welche fein 
SBiuber, ber (Ritter ©eotg oon Sichtende in am 13. Dctober 
1418 einflweilen , bahin vermittelte, bog fämmtlidje Untertanen 
bem dichter Ulrich ©annd unb bem Pfarrer für 3ind unb 2)ienft* 
Pfennig $wei Söhre nocheinanber 70 $fb. Dettinger tyf. reichen 
follten, würbe ober noch Verlauf biefer3eit ^wifchen beiben 2heU 
len eine gütliche Uebereinfunft nicht getroffen worben fepn, fo 
möge (Ich bann jeber on fein Stecht halten. u ) 

2>iefe Streitigkeiten oerleibeten ben 2)ompr6bften wieber bie 
eigene Verwaltung ihreö ©uted unb fte oerliehen hoher bad 91mt 
ju 28inhering bem reichen £>errn Wilhelm oon Frauenhofen, 
welcher (Ich einen eigenen Si$ bofelbft erbeute, woju er bie bei« 
ben ©ütchen auf bem 93ühl, bem 2)orfe 2Binhering gegenüber, 
erkaufte. 2)ad neue Schlog nannte er Frauenbühl nnb kaufte 
baju bie @rbgerecbtig!eiten vieler Unterthanen, welchen er jeboch 
bie ©üter auf Sebendjeit unter ber Vebingung überlieg, bog fie 
neben bem jährlichen 3in0 für ben 2>omprobft ald ©runbherrn 
ihm ald (Jigenthümer ber (£rbgerechtig!eit jährliche* Stiftgelb unb 
' ßüchenbienft reichen follten. Mehrere oon biefen ©ütern fchenfte ' 
er unb feine ©emahlin Margarethe oon $repftng am 29. Sept. 
1426 bem oon ihnen erbauten Spitale ju Dteuotting unb gefähr« 
bete baburch eben fo fehr bie grunbherrlichen Rechte bed 2>ora* 
probfted, wie er bie lehenherrlichen baburch befchränfte, bog er 
ald Ammann unbefugter UBeife ©üter an bie Srenbecfen $u S3urg* 
frieb oerlieh. 2)iefer Sty Vurgfrieb aber war, wie Frauenbühl, 
auf Vambergifcbem ©runb, mitten im Vejirf ber £ofmar! SBinbe* 
ring erbaut unb bie ba&u gehörigen Unterthanen waren ebenfalls 


13) Vidim. d. anno M15. jDat. öurf&aufen (Srdjtag vor bem Xufferttag. 1414. 

14) Orig. perg. c. 2 Sig. 3Dat. ^ftnjtag ooc fanb ©aUentag 1418. (Siegler #annS 
YUenburger, Pfleger ju Oeting unb £ann$ Srenbedl), Sorßmclficr ju Oeting. beugen: 
SBtU&elm HBiöyed unb Ulri$ <St«btf<$reiber ju Oeting. 


154 •efcljuljte ötr jrfifl. ÄoirtngHdjfu ^djlöffrr unb ^ofmarken „ 

nur burch (Jrfalifung pon (Jrbgerechtigfeiten bnju erworben/ wor» 
auß für bi? 2)omprobfte eine Gueße Pielfacper ^treitigteiten ent* 
jtanb, inbem bie Herren beiber ©ipe, ©urgfrieb unb Srauenbühl, 
fiep baß freie (Jigenthum über bie $u ibren ©chläffern erfauften 
©auerngüter anjumafen fuebten. Ginen poflftänbigen tyrojef 
mufte baß 2)omlapitel be^tjalb mit ben ©ebrübern QU b recht unb 
©iegmunb bie ©rünnug führen, welche fiep weigerten, ben 
2>omprobft alß eigentlichen ©runbberrn über bie pon ihrem ©rofl* . 
Pater unb ©ater erfauften QBinberinger Erbgüter anjuerfennen, 
ja fogar ben Untertanen, welche biefe ©üter oon ihnen gegiftet 
hatten, perboten, bem 3)omtapitel ben gewöhnlichen ©runbjinß 
ju befahlen. QJlß hierauf her 2)omprobft Martin pon Sichten* 
ftein burch feinen Abrichter biefe ©üter cin$ieben lief, wenbeten 
fleh bie ©ebrüber ©rünaug mit ihrer jUage an baß herzogliche 
£ofgeri(ht ju ßanbßput, welcpeß am 17. 0ept. 1429 eine Unter* 
fuepung anfteQte 1& ), in $olge beren baß JDomfapitel am 2. 2 )ee. 
1429 eine ©umine ©elb erlegte ,a ) unb babuvch bie flrittigen @ü* 
ter pon neuem mit ber Jpofmarf 2Dinh*ring Pereinigte. 

§. 4. 

2Bie wenig 9?ujen bie 2>omprobfle auß ihrer §ofmar! 20inhe* 
ring jogen, erfehen wir auß ben porhanbenen Oleperßbriefen ber 
Vmmäuner. liefen würbe nemlich bie.fjerrfcpaft SDinhering mit 
allen 3uätorungen, 3infen, ©ilten, Ölenten, 3 e henten, $orfl» 
haber, ©olbhaber, Öleicpnif, Qibtrag, 2afern, Qlmmanßhof ju 
QDinhering, Äammermabwiefe unb Q)fajfeiiWiefc jur pofligen öhip* 
niefjung „in Qlmmanß Qöeife" überlaffen, wofür fle burch Per* 
bürgte öleoerfe (ich Perpflichteten, auf eigene Äoften einen Grb* 

richtet ,7 ) $u befteßen unb bem 2>omprobft jährlich 180 ff* 

♦ ♦ 


. 15) Orig- perj. Dat- ©amflag na* bem fjeft. Äreujtag exaltationis 1429. ©ieg= 

Ker : <Pann3 £u*ler jtt Sribburg, J)erjogli*et 3Jtatf*atl. #ofgerf*t$rätbe: tflban j?(o8* 
ncr ju ©eren, SBil&elm Sorringer ju Si&ling , gjlatt&eug ©ranS jurrt Söafen, draimut 
3>retjfinger ju .Ropfäburg, ©eorg $>u*berger ju SEinjer, D$walb Sorringer jum ©teilt, 
SBill?eltn TCi*berger fmSJtooö, Witter, -Scannt» grauenberger ja Jf>atbenburg , Ulri* 
(Sbran ju SBilbenberg, @ra$m. ©eijwoltßborfer ju ©epweltöborf unb ßrafim. Xfeeimer 
ju SBilbenau. * 

16) jDrig. Quittung. Dat. greitag na* TlnbrraS 1429. flHitfiegler: SEilbelm 
ßrauinbofer, Witter, £ofmeift<r, SBJilfjelm ber SBiÄped, {Bürger ju Qeting. 

17) ©rbri*ter waren : J&einri* 2 tjann (1414) , Ulri* ©anö (1418 — 1425) , Stieb* 


ttinSjtriitg, iraumbüljl, öurgfttrb , ^Irbing unb ttJdbbfrg. 455 

0 

am St. Sofann&ag in ber (Stobt Nürnberg ju befahlen. Um 
SWifjbräucbe ju vermuten qcftatteten bie 2>omprobfte eine folcfce 
2imi$Perleibung nie länger alö auf fcr*J, bocbflene fecb* 3^«* 
2Ilö Ammänner auö bim 15ten uub löten 3^brbunbert ftn* 
ben mir genannt, ben ©eovg Äleäner ju #ir$bom ,s ) (1454 
biö 1457) unb 'Jfifola u$ tyrant ft etter pon Detting ,9 ) (1470 
bi$ 1475), welch ßejjterem ber 2>ombechant $artneib Pom Stein, 
um allen ferneren Streit jtrifdjen ibm unb bem gewefenen 2lm* 
monn ©eovg Äloßner $u perbinbern, om 6. 3uni 1470 erlaubte 
eine neue Sofern $u 2Binbering neben ber alten }U erbauen, wo» 
für ibm nach feinem Slbjuge vom SImte bie SBaufoften erfeji wer» 
ben foHen 20 ). - 

2Juf 9?itolauß tyrantftetter folgten bie peften unb geftrengcn 
Otitter Sri eb rieh ^ienjenauer $u £arbmannßberg 3I ) (1475 
biO 1480), SBilbelm pon 2Öolfftein $u ber Soljburg 33 ) 
(1481 — 1493) unb $ a n n 0 PonÄlofen $u 5lrnOborf 93 ) (1493 
biß 1502), welche alle brei ibre Q3eftaHung pom 2>omprobjl 53 eit 
Srucbfejj erhielten. 9?acb biefen ftnben wirbenßubwig Stein* 


ri<$ ©tambeimer, Wuger Gptinger (1432— 1435), ©eorg ^anbolj (1439 — 1458), Sicn* 
hart ®rie«flrttet (1451 — 1455), $ann& Weuter ju Alebtng (1457 — 1465), ©eorg jublet 
(1469) , ©eorg £awt (14X2 — 1480), SBattfcfa« Weuter (1483 — 1492), ©eorg ©aplberger, 
jugleidb pfleget ju «Dlermofen (1492), Wupprecbt 8 eupre<&tingcr ju©rdflng (1495 — 1499), 
J&finrid) SBolf &u Oeting (1499), £cinrid) griefenbeimer (1500 — 150'i) , Ultidf) grofös 
betmrr (1507 — 1523), Gbtiflopb Wuelan^ ju grauenpübl (1553). 

18) #ann! Weuter ju Älebing, ßrbri<bter, fifct anflatt feine! J&etrn be! eblett unb 
»eflen Witter! ©eorg Älojner ju 4>ir!b«>tn an ber ©djranne ju SBin&ering am Sföonbtag 
oor Sidjtmeg 1157. geuge; Crtolf Srrnbetf ju ^utffrieb. Orig. perg. pcrgl. awb 4? unb 
©tammb. 11., 139. 

19) Weoer! Bat. Sitfctmef) 1470. Bürgen: Ulrid^ 8 ermann!fircbet ju 27lü$(borf 
unb Contab ’Probfi , fcerflmeiflrr ju ßetting. 

20) Brig. SDat. ÜRittrootb natfe (äraubi 1470. 

21) BeftallungSbrief auf 4 3al)r« Bat. ©t. K(tatii 31t* enb 147C. 

Gin jweiter BeflaUungSbrtef für bcnfelben, rbenfall! auf 1 Sabre. Bat. an be! 
briligen JCaifer! J&ainrkbetag 1478. Weeer! be! ^injenauerö. Bat. Cicbtmej) 1477. ©üri 
gen: 3b'faru6 toen örauenbofen, Witter, unb 8 orenj Suttinger, roobnboft ju SDlüliIborf. 

22) Wem! auf 3 Sabre. Bat. Elditmefl 1481. Bürgen: Gafpat x>on Beftenbrrg, 
Pfleger j m Stei^enetf , Witter, tfleranber oon SBilbenftein, Pfleger ju ©tauf, SBUbelm 
©«bmt ju ©epem , Pfleger jum ©tein. 

23) Wener! auf G Sabre. Bat. SPiontag nad) ©ebaflian unb fta&iar. 1493 . «Bürgen: 
fein Detter unb ©«fcmager Bembarb von ©eibotUborf , Witter, Pfleger ju Grting, 
<>ann4 Bobmann, Pfleger ju Weicbenberg, ©eib oon gratienberg |u £atbenburg , Grb* 
rittet br! bl* römifeben Weicbo , Pfleger ju ßanbau. 


156 •efrljicljte brr jräfl. fcorrinjtfrijen 6d)l5C(rv unb Ijofmarkm 

, t 

bofer* 4 ) pom 2)omprobff ©eorg pon ßimperg auf brei 3a^rc 
(1502 — 1505), bann £>errn 93ernbarbin pon Xrenbach ju 
93urgfrieb 25 ) (J524 — 1528) unb enblich ben Safpar Yperns 
borfer ju tyül 26 ) (1530 — 1550) al! Slmmänner beffellt. 

§. 5. 

©elbPerlegenbeiten, in benen ffd) ba! 93amberger 2)onifapitel 
befuiib, bewogen enblich ben 3)omprobft SUtarquarb pom 
©tein unb ben 2)ombechant 523 o I f 2)ietricb Pon Rappen» 
beim (4. 9 ?op. 1554) bem b e ^og!id) baperifchen Äammerratb 
©eorg Pon ©umppenberg $u spettmo! unb Gfurenbach 
* unb beffen ©emablin SWaria, geb. pon ©ei bolt!bo rf, für 
6000 ff. bie beiben tyrobfteien unb Remter ju SBinbenng 
unb Ufering ju perfaufen, jebod) unter ber 23ebtngung, bafiba! 
2)omfapitel nach jebn 3ab r *n bnö 2Biebererfauftfred)t geltenb ma* 
<ben fonne 27 ). 

2)er pon feinem Sürffen hochgeachtete jpert ©eorg pon ©ump» 
penberg erlangte fcbon am 12. 5lug. 1556 Pom |>er$og Wibrecht 
bie ©nabe, bajj bie bilber bem £anbc$b*rrn geleitete ©cbarroer! 
ber SEOinberinger Untertbanen Pon nun an ibm unb feinen 9?ach* 
fommen libertaffen »erben folle 2 *). 

\ 

2)a bie £ofmar! 2Dinbering fein ©cblofj befaf, fo erbaute ffcb 
j£>err ©eorg pon ©umppenberg in ben fahren 1555 unb 1558 eine 
SBobnung mitten im 2>orfe 2ßinbering, welche noch beute unter 
bem Ofamen „ba! £errenbau!" beffebt. 2Ddbrenb feine! 5luf# 
enthalte! bafelbft entbecfte er Piele SWiflbräucbe, welche nach unb 
nach ftch burch bie Ofacbläfigfeit ber früheren Qlmtleute einge- 
fchlichcn bitten. 2>ie SBinberinger Untertbanen aber, welche bi!# 
her unter bem jtrummfiabe gute $age perlebt batten, wollten fleh 
bie SIbfchaffnng biefer üttifjbräuche nicht gefallen laffen unb brach* 
ten ihre Älage por ba! 2>omfapitel ju Bamberg, welche! biefen 
©treit am 3. ©ept. 1557 burch eine genaue Qlu!einauberfe$ung 


24) &mri auf 3 Satte. £>at. ßreitag na* (Sebafiian unb Fabian 1502. Bürgen: 
©eorg ton ©umppenberg, Kitter, Gafpar Sflor&arb , Kentmeijht im Qbetlanb unb 
$ann6 ®*ret)er ju Sngolftatt. 

25) unb 26) Xu6 amtli* auögcflellttn JDriginaiurEunben. ; 

27) unb 28) JDriginalia im grdfl. 3Cr<$i». 


i 


Digitized by Google 


tDinJjeriitg , irauenbüljl , flurgfri tb, Srbing unb tOolbbcrg. 157 

• . * / 

ber gegenfeitigen 25er!?d(tniffe unb £Kec^tc jwifcben Jperrfcfcaft unb 
Untertanen fchlichtete * 9 ). 

©cbon am 7. Juni 1560 »erdichteten ber 3>omprobß ©ett 
ton 2Bür$burg unb ber 2>ombecbant dflarquarb tum ©erg 
im tarnen beö 2)omfapitelO auf ba$ »ovbehaltene 28ieterlofung$* 
recht unb terFauften an £errn ©eorg ton ©umppenberg für 
10,500 fl. beite genannten <Probßeien unb Remter, jeboch unter 
ber ©ebingung, tag biefelben ton einem jebe$maligen 5>omprobß 
ju Ceben genommen werben faßten 30 ). $11* ©runb biefer ©er» 

% i 

Äußerung wirb im Kaufbrief angegeben: ,,©a tiefe ©üter bem 
©tift ganj entlegen, bureb Unfleif ber ©erwalter Allerlei entjo* 
gen unb beinahenb ber Untertanen Ungeborfamö halb auch fon» 
flen an beren JperrlichFeiten, Rechten, ©crecbtigFeiten, £eh«n* 
fünften, Söaffern, £oljern uni> 28älbern in unterbehlted 5lbneh* 
men gebracht/ fo bafj ja fürchten, e$ möge bad ©tift tiefleicht 
gar barum Fommen." , 

2)urcb tiefen Äauf trat £err ©eorg ton ©umppenberg toll» 
Fomrnen in alle Stecbte, welche früher ba$ 2>omfapitel befeflen 
hatte, unb terlieh beflhnlb auch am Mittwoch tor £aurentii 1560 
ade judBinhering gehörigen Bebenßücfe ton neuem, worunter auch 
namentlich baö tyräfentationöreebt auf bie Pfarrei 2Binhering 
gehörte. 

9?acb bem Sobe be$ 2>omprobße$ üttarquarb tom ©tein würbe 
$err ©eorg ton ©umppenberg am 5. 2lug. 1564 ton beffen 9?acb* 
folger, bem 25omprobß Michael ton ßichtenßein mit beiten 
tyrobfteien, Ufering unb SBinhering, belehnt 31 )- filtere bot er 
febon im folgenben Jahre feinem trennte, bem $reiherrn Johann 
©eit ton Sorring jum jtaufe au, ba biefer als ©eitler ber nahe , 
gelegenen ©üter Slißling unb Jettenbacb bie ©erwaltung 5öinbe* 
ringö leichter überwachen Fonnte. 2>er Freiherr ton Sorring aber, 
obgleich wegen feiner Jagten jenfeitö be$ Jnnö (Soginger 5Ju) 
bem ©utöfauf nicht abgeneigt, nahm boeb 5lnßanb, weil bie 
©charwer! ter döinberinger Unterthanen nur bem gegenwärtigen 
©eftyer unb feinen 9?achFommen tom £anbe$herrn aud ©naben 
überlaßen worben waren. 2>iefe$ £inbernijj entfernte ein neuer 


. 29) — 32) JDriginalia im gr&fl. 2Cr$iö. 


# t , 

458 (er grill. ttrrhtgHcljrn 6el)lol(er un5 ^ofmarkrn 

« 

©nabenbrief **) (1. 2>ec. 1567), troritv £erjog Wibrecht bewilligte, 
ba§ Sodann Seit Freiherr bon Slorring old Käufer unb 3nhabet 
ber f)ofmart Sffiinhering fo lange alle ©charwerf bei ben $ofmarfd* 
unterthanen genießen foüe, ald ©eorg Freiherr bon ©umppenberg 
unb feine ©ohne leben würben. hierauf würbe ber Kauf um eine 
nicht benannte Summe abgefchloffen unb ber Kaufbrief am 
47. 2)ec. 1567 audgefertigt. 

§. 6 . 

3ohann Seit I., Freiherr bon 2orring ju Sifling 
unb 3‘ttenbach würbe bon ben 2)omprobfien Michael bon 
, ßichtenftein (1569) unb ©larquarb bom Serg (30. 3uli 
1577) mit ber tyrobftei unb bem Wmt 2Dinbering belebnt unb 
laufte baju am 27. 2)ec. 156S bon ßbriftopb Otuelanb bad 
Schlof Srauenbübl nebft ben baju gehörigen ©ütern, fowie 
bie (£rbgerechtigfeiten auf ber STlühle (1574) unb bem Leiters 
ober 814 beigut ju SBinhering <21. 3uli 1579). Wuch brachte er 
(4. SW5rj 1571) jwei £oljgrünbe $u Solang, welche $bru 
ftopb Utuelanb am 26. Dct. 1570 an £annd Suchd, Bürger $u 
Oetting, beräufjert batte, bureb Grinftanb wieber jur Jpofmavf. 

Sehr unangenehm war ed bem jagbliebenben Sreiherrn bon 
SXorring, bafj feine neuen Seftyungen SDinbering unb grauenbühl 
auch nicht bie geringfte Sagbgerechtfame befaßen, itibem biefe in 
ben runbum gelegenen ©älbern unb Sluren bem ßanbedherrn ge« 
horte. Wld er (ich hoher mit feiner Sitte um bie ©nabenjagb we* 
nigftend in ben jur £ofmarl gehörigen Salbungen an ben £er$og 
SBilhelm wenbete, fo ergriff biefer mit Sreuben bie ©elegcnheit, 

, feinen 2>anf bafür ju beweifen, baf Freiherr 3<>hann 23eit ih«* 
einjt (21. $ec. 1574), ald er noch nicht regierenber £crr war, 
auf fein blofed 2Bort mit 1000 fl. aud einer ©elbberlegenheü ge» 
holfen hatte. Wm 19. 3uni 1580 berfaufte ihm ber Jperjog für 
4700 ff. bad [Recht bed Sagend im 28inheringer (ober ©erbartd* 
lircher) SEBalb, bem Solach unb ßinbach ncbfl ben ba$u gehört * 
gen unb anftofenben Wuen unb ßohern, jeboch mit Sorbehalt 
eined ewigen 2öieberfaufdrechted, Son biefem Ulechte machte ber 


33) SDtftftrgl«: ©rtafifan ton Äreut ju SBelfcö, beß ©umppfnbetßß ©<&Wö0«r. 


(Oinijtting, iröneubüljl, ßurgfrirb , ,3rbtng un& ttalbbtrg* 159 

» , 

I 

£e rjog fcbon im 3a|?re 1587 wieber ©ebrauch, weil greiherr 
3o|?ann Seit bon Sorrcng im 3öbr« 1582 mit f)interlaflung breier 
unmünbiger hinter gefiotben war unb bic 9iid)ier ju SEBinbering ' 
ft# gar ju unwaibradnnlich hielten. 

2 )a £errn Sobann Seit! I. Tochter 9In na ÜJIaria bei ihrer . 
Sermdblung mit £errn groben i ul, bei heil* 9t. 9t. (5rb* 
truebfef, greiberrn bon 2öalbbu>rg*5ffiol flegg $u ©um 1 
jten bei SWannlftammel auf bie bdterlichen ©uter berichtete, fo 
würben ihre Srüter 3°Mnn ©igtnunb unb 3ohann 
Seit II. allein bom Sifchof SJtarquarb bon Wuglburg 
(12. üflai 1583), welker jugleich 2>omprob(t bon Samberg war, - 
unb beffen Nachfolger Qöolfgang 5llbrecbt bon 2öürjburg 
(7. 2)ec. 1581 unb 15. üftdrj 1606) mit SGBinbering belebnt. 25a 
aber in ber am 21. üfldrj 1607 borgenommenen (Jrbtbeilung ber 
greiberr Sobann ©igmunb feinem Sruber 3obann Seit nebjt 
bem ©ute Wifling auch bie Jpofmar! 233in(?ering unb grauenbübl 
überlief, fo fehiefte er am 7. 9Wai 1611 einen ßebenauffenbbrief an 
ben ©omprobjt 3 o bann $b riftopb Neujtetter, genannt 
&t urmer, welcher bef halb am 14. 9flai 1611 ben gre i b errn 
3 o bann Seit 11. ben Sorring ju Wifling allein mit 
SBinbering belehnte. 

greiberr 3<>bann Seit II. taufte am 2. ©ec. 1612 bie Grrb« 
gerechtigteit bei £ofelgutel ju Saling, welchel er bem Serfdufet 
mit erhöhten jährlichen Abgaben wieber all leibrechtig überlief. 

9Iufferbem beibient noch (Srwdbnung, baf er bal ©chlof grauem 

• 

buhl bom ©runb auf neu erbaute, wie unten, in ber ©efchichte 
biefel ^chloflfeö ausführlich erjdblt werben wirb, (£r ftarb am 
3. 5lpril 1630 unb hinterlief nur eine Tochter, SD7 arie (5lifa* 
betb/ welche mitiperrn Neftor «Pallab ici ni, SJtarchcfe ju 
Saron unb @t. 2lnbre berheirathet unb laut Seftameut ein« 
jige (£rbin ber bdterlichen ©uter war. Obgleich 3ohann @ieg- 
munb, greiberr $u Sorring unb 3ettenbach, geflü^t auf ben Ser« 
jicht feiner ©chwefter Slnna «Dtaria, bal brüberliche Seftament an* 
focht, fo belehnte hoch ber ©omprobjt Ncuftetter (18. Olt. 1630) 
ben Nlarchefe «PaHabicini im 9tamen feiner ©emahlin mit ber 
©ofmarf ffiinbering. $rfl neun 3ab« fpdter- würbe bon ben 


v 


% 


Digitized by Google 


1 




I 


160 •elcljteljie der grfifl. dorringrfdjett Bdjlofftr und ^ofmarkm 

v 

furfürftlicben ©eriebten bem $reiberrn Sobann ©igmunb bet 
fecblte Xljeil ber brüderlichen Verlaflfenfcbaft jugefproeben, wofür 
ihm ber CWarcbefe tyolloDicini unb feine ©emablin eine Slnjobt 
früher ju 2i§ling gehöriger Vauernbofe abtraten; ßBinbering ober, 
nebft bem ©ip Srauenbübl, Derlauften fte (1641) on ben lurfürfi* 
lieben Jßatbälanjler unb Pfleger ju Otofenbeim £errn Vartbo* 
lotne £R i cb e l für 21,815 fl. 

§. 7. 

2>er ©rund, worum Jperr Vartbolome Stichel bie ©üter 
SBinbering unb Srauenbübl erloufte, log junäcbft wobl borin, 
weil ibm ber Vifcbof Don Vamberg, $ranj ©raf Don £apfelb, 
ouO 2)anlbarleit für geleitete 2>ien|te, jwei Sabre früher ben nah* 
gelegenen ©ip Vurgfrieb gefcbenlt holt«- @r würbe om 25. 
Oft. 1641 Dom $omprobft Melchior Otto 93 o i t Don ©01$* 
bürg mit ßöinbering belehnt, aßobifteirte ober bolb borouf biefeS 
®ut nebft bem ©ip Vurgfrieb, fo büß ibm biefelben gegen Ve* *. 
joblung Don 2700 Steicb*tbalern bureb ben 2)omprobft £ieronp* 
muöbon 2Bür$burg om 2. 3uni 1643 ol* freie ö ©i g en* 
tbum überloffen würben, ©egen biefe Veräußerung de* älteren 
©tiftögute* erhob ber päpftlicbe ©tubl Slnßänbe unb ©infprueb unb 
übertrug im Dct. 1645 bem 2>omlapitel $u ©ol$burg bie Unter* 
fuebung in biefer ©oebe. ©rft old bie gründlichen 9?acbforfcbun* 
gen unb eine genaue 2lu*einanberfepung ber Verbältniflfe bewiefen, 
baß bem 2)omlopitel ju Vamberg bureb ibiefen Verlauf lein 
©(hoben erwoebfe, erfolgte endlich bie' päpjtlicbe Veßätigung. 

2)er £on$ler Stichel, welchem ber Äurfürft Worimilionl. febon 
Dor bem Erlauf ber Jpofmarl 28inbering om 27. 2lug. 1640 $ur 
Velobnung feiner ausgezeichneten biplomotifcben 2>icnfte bie S?ie* 
bergericbtsbarleit auf oßen feinen gegenwärtigen unb fünf* 
tigen ©ütern bewilligt hatte, erlangte om 17. §ebr. 1644 Dom 
bonlboren Äurfürften einen neuen ©nabenbrief, welcher bie- 
beiden ©ipe Vurgfrieb unb grauenbübl dem ©ute 
2Binb e ri ng incorporirte, fo boß biefetnbemVe* 
jirl ber £ofmarl begriffen unb ©ine £ofmarl 
fepn unb bleiben follen. 2 )a ferner noch bem 2obe beS 
Sreiberrn ©eorg Don ©umppenberg unb feine* ©ohne* Heinrich 


Digitized by Google 


tömtjcrtng, iruutnbüljl, öurgfrirb, Tlibtng unb tiJjtbbfrg. 161 

*k 

bie vom £erjog Wibrecht erteilte ©nabe erlofc&en unb bie ©cbar* 
wert ber 28inberinger Untertanen bcm ßanbeöfürfien wieber beim; 
gefallen war, fo überließ ferner Äurfürfi Üttarimilian bcm tfanj* 
ler Giebel unb beffen (Jrben laut obigen ©nabenbriefä bie lan* 
beägeb räumliche ©cbarwerl, unb ertbeilte ibm zugleich baö 
[Recht, bei ber *Pfarrfircbe ju 2öinbering unb ber Filiale Selb« 
fireben bie Äircbenrecbnung aufjunebmen, einem jfcben <Pfar* 
rer *Poffeß ju ertbeilen unb in bem *Pfarrbof, ©ib.emgut unb 

SWeßnerbauS bie SuriObiction auSjuüben. 

; * 

Jperr ©artbolome Giebel, feit bem 16. Sflärj 4621 mit Sflegina 
SHecblingerin V. £orggau vermählt, flarb im 3abre 1649, naebbem er 
noch lurj vorher (9. 2)ec. 1648) bie (Jrbgerecbtigfeit auf bem ©aber, 
güteben ju 2Binbering erlauft b>^tte« (£r ^interließ jwei Siebter 34 ) 
unb einen ©obn 9?amen6 UJJaximilia n, welcher bie väterlichen 
©üter übernahm. 

|>err SWarimilian SHicbel, lurf. Dtatb unb ^Pfleger ju 
Otofenbeim, vermählte ftd> mit Wnna *)Jtaria, geh. Sreiin von 
©übengrien ju Sürth ern, unb t>interlteß bei feinem Siebe 
(f 24. Wpril 1679) eine Socbter, SD2 a r i a Sranjiefa, unb einen 
©obn, gerbinanb SWarquarb. 2 )a jene febon 1699 unverebe» 
liebt fiarb 3ft ), fo würbe biefer alleiniger ©eftyer ber väterlichen 
©üter, welche ftcb nach feinem Slobe gleicbfalle allein auf feinen 
einzigen ©obn lllax 3 ofepb vererbten, weil feine Rechter 0J?a ri a 
Sbrrefia ßonventualin beö geglichen Snfiitutä Üflariä ju ©ttrgs 
häufen würbe. 

« i 

SWaxirailian 3 o f «p b Sreiberr von Dticbel auf 2Bin* 
bering, Srauenbübl unb©urgfrieb, lebte feit bem 6. 
3uni 1706 mit *2lnna ßatbarina, Tochter beö SBolf *21 n ton 
<5 r a $ m u 3 , Sreiberrn von 2 l a cb ö b e r g auf (Jggeltofen, 
in bvtft unglücflicber (?b«/ unb war, vielleicht in Solge beffen, ein 
fo fcblecbter $au3balter, baß er ftcb halb genötigt ft, ©cbulben 
ju machen unb einzelne ©utöbeftanbtbeile ju veräußern. Rament« 
lieb verkaufte er3fb«nten ju £art, Eebenberg, Wufbeim, ©inbering, 


' 34; Die »ine war »erljcirüt&et an $ann6 $>.?m&ler, ßanbridjtct ju CanbSberg , bie 

•nbrre an Den Dr. 3f&ntnet, furf. SRegierungSrati) ju (Straubing. 

IS) örabjtcin in bet 9>faatir(be ju SBinijering. 

IX 


11 


162 6efcfftcljte bet’grifl. torringifrljnt 6d)l3fftr ttnb Ijofraarktn 

• 9 • 
(Jnbofen, 31ocfer$bach, $lreflng, 3öcflert)cim , StaiB unb 2fl5nbel$* 

berg. Sein Grebit war fo gefunBen, bag bie perwittwete ©rüfto 
SDlariaUrfula ponSIorringju Scttenboc^^gcb. 3fr ei in 
öon ^rammonl, nur unter ber Sebingung (am 24. SW 5 rjl711 
unb 2. §ebr. 1712) ihm 7500 ff. borgte, bag er einen ©utäinfpeB# 
tor auffteHe, welcher zugleich ihr verpflichtet werbe unb ebne ihre * 
©enebmigung nicht entfett werben bürfe. 2)ie Trennung von feinet 
©emablin unb bie möglichen Umftünbe, in benen fleh 93aron Stichel 
befanb , bewogen ihn in faiferliche SDienfle ju treten. 3n Anfang 
be6 3«bre$ 1712 erhielt er baö £eBret jum Bäuerlichen hauptmann 
über eine Compagnie be$ $rinj jg)onenfteinifchen Stegimented ju 
5ug unb nun befteflte er por feinem Wbjug fein £au$. 23or Ottern 
bot er bie @riftn pon Sorring, wäbrenb feiner Slbwefenbeit bie 
5fbminiftration feiner ©üter ju übernehmen, unb fertigte ibr beg* 
halb om 4. 2ftdrj} 1712 eine QBolImacbt au$. 2)ann errichtete er 
an bemfelben Sage ein ^ejtament , worin er feine Schwerer $ur 
Uniperfalerbin ernennt, unb jugleich Perorbnet, tag feine @üter 
28inbering, grauenbübl unb 93urgfrieb um 40,000 fl. ber ©rdfln 
SWorio Urfulo pon Sorring überloffen werben foffen, weil biefe 
ihm piel ©ute$ getbon unb oft mit 9tatb unb S^at unterjhfyt 
habe. 

/ 

9?ur wenige 9Bochen biente 93aron Dtichel im Bäuerlichen 
£eere, benn om 20. SIpril 1712 war er fchon wieber auf feinen 
©ütern, unb borgte von ber ©räftn Pon £orring 1000 fl-, bann 
am 12. 2)ec. beffelben Sahrcö weiter 1500 fl. 2>ie wegen ihrer 
#er$endgüte bcBannte ©räftn lieg fleh jebfc* 3abr wieber ju einem 
neuen Marleben bereben, fo bag enbtieb ibr ©utbaben bie Summe 
pon 20,000 fl., alfo ben halben ©utäwertb überflieg. 2)a bie 
Slnfprücbe, welche be$ 93aron Stichelt Schwerer unb ©emablin 
an bie ©üter ju machen batten, noch unbefriebigt unb unabweia* 
bar waren, fo machte ©raf 3gna $ Pon 2Lorring*3«tt«nbach 
feine üttutter auf bie ©efabr bei ferneren Marleben aufmerBfam 
unb falog jur größeren Sicherheit am 8. SDtai 1717 mit bem 
93aron Stichel einen Vertrag beö 3ubalt6 ab, bag biefer bem 
©rafen pon Sorring bie ©üter 2öinbcring unb Srauenbübl 
für 38,000 fl. Büuflich überlieg unb nur ba$ @ut 23urgf r ieb fleh 


Digitized by Google 


(Dinijmng, irouenbüljl, flurjfrird, Tlrbiwg und fcOalbberg. 165 

porbepielt, wobei jeboeb bem ©rafen ber Kaufeinftanb um 2000 fl. 
jugeficbert würbe. Weben bem Kauffcpifling fiellte 93aron Slicbel 
noch bie S3ebingung, baß ber Käufer bureb feinen ©infiuß beim 
Kurfürften ibm bad tyfleg* unb Sorfimeifieramt tyruef unentgelb* 
lieb Perfcbaffcn unb ibm biö jum 2obe beö <pfleger$ Secpfer bie 
©üter als Unterpfanb in £änben Iciffen foöe. 

liefern Vertrage nacpjutommen war bem 23aron Stiepel nicht 
ernft, fonbern eö war ibm nur barum $u tbun gewefen, baß bie 
Üueöe, au$ ber er in feinen befiänbigen ©elbperlegenbeiten ge« , 
fepöpft, fiep nicht Perfcpließe. 2Bäprenb er jept neue Kapitalien 
unter bem Warnen Slbfcblagöjablungen erhob, pertaufte er in bet 
Stille fegar einzelne ©utäteflanbtbeile, namentlich 3 e l> er »trcct>te, bie 
pflege ^)rucf aber, welche ihm jept wirtlich Perliehen war, weigerte 
er ftcb ju beziehen, um nicht bie für tiefen SaH pattirte Grinantwor* 
tung ber ©üter gefepepen ju taffen. 2)er fortbauernben 2fu$reben unb 
©inteljüge mübe, bepoHmäcbtigte entlieh ©rof Sgnaj pon 2orring 
ben £errn Xaper 2Bigileud Kreitmair mit bem 93aron Stiepel Unter» 
baublungen $u pflegen, welche am 14. Sehr. 1721 einen neuen 23er* 
gleich jur Solge hatten, traft befielt Saron Stichel gelobte, ben am 
8. Wlai 1717 abgefcblofTenen Kauftontratt ju erfüllen, gleich nach 
§afinacbt bie pflege ^>i*ucf \n beziehen unb bie ©üter Söinbering 
unb ^rauenbühl ju ertrabiven. dagegen perfpracb ©raf 3gna$ 
Pon Sorring ihm baS notpige 23auhol$ ju einem Schlößchen uir 
entgeltlich aud ben 2ßinheringer ^Salbungen ju gefiatten, feinen 
2lnfprüchen auf baä jum Sip 93urgfrieb prätenbirte Kaiferöber* 
gergut ju entfagen, ja fogar noch bem 33aron Stichel ju lebend* 
länglicher Wupnießung brei jur £ofmart Sßinbering gehörige Un» 
tertpanen ju £oljen, £cf unb Kolberöberg ju überlaffen. 

Jpierauf würbe am 20. 3unt 1721 ber Kaufbrief auögefertigt 
unb an bcmfelben 2age beibe ©üter SCBinperiag unb grauenbüpl 
bem ©rafen 3gno$ pon 2 orri ng*3*ltenba cp unb feiner 
Wtutter Wt a ri a Urfula, geb. Sreiin Pon©rammont, ettra* 
birt. 2 >a 25aron Wicbel fchon 23,211 ft. erhalten patte, außerbem 
noch mehr ul* 5000 fi. Schulten an anbere ©laubiger befahlt, für 
feine Schweflet aber 4000 fl. unb für feine ©emahlin 5000 fi. 
.vom KauffcpiUing abgewogen werben mußten,. fo perblieben bem 

11 ° 


164 6tfd)trl)tf btt gtäfl. fcorringtfcfjcn 0d)lö(frr nnb ijofmarken , 

i 

83aron 9tict>el ton feinen fronen ©ütern nichts weiter als 360 ff. 
fcaareS ©elb unb ber ©ty 93urgfrieb mit feinen fefcr mageren Renten. 

§. 8 . ' 
@raf3gnajton $orring (>at tiel für feine neue 93e* 
fffcung get^an; benn er faufte fämmtliche tom 23aron Olicbel 
terüuferte Stenten mit 2297 ff. wieber jum ©ute, erbaute im 
®orfe QBinbering (1731) ein neues ©cpullehrerbaus, terfchönerte 
baS ©chlcf ^rauenbubl, wie unten auöfü^rlict) crjtlt wirb, fchuf 
burch Erwerbung einzelner ©ütcpen unb ©rünbe eine anfefcnliche 
©cplofofonomie, unb tergroferte feinen ©runbbeffp burch ben 6i$ 
95urgfrieb unb bie Jpofmatfen Slrbing unb JBalbberg. 

ferner erfaufte er (3. Sänner 1731) bie ton SttatthiaS ©traf* 
berger neu erbaute ©ägmühle ju Dleifchacp unb tom Äur* 
furffen bie 3urtö btftiort unb ©cparwerf auf 27 ju2Bin* 
bering gehörigen ßehenun te r tfcanen, welche gemäß furf. 
93efehlS (8. 2lpril 1724) ton ben ßanbgeric&ten 9?eu6tting unb 
(Jggenfelben extrabirt würben. 

9?och wichtiger aber war bie (Erwerbung (13. 2)ec. 1725) beS 
tyognerifchen gibeifoinmiffeS 3# ), welches aus einem £aufe 
ju 9?euötting, tier Untertanen $u Sleiffng, ©weng, £obenecf unb 
tyerach unb ben jwei ^^eilen $lcfer* unb SQBiefenjcbentS im ganzen« 
©urgfrieb 9?euotting beffanb. $ie beiben Unterthanen $u £ofcenecf 
unb tyerach würben (10. ©ept. 1728) an ben Jturfürffen gegen 
ben 2Birth ju $£oging ertaufcpt, woburch ©raf 33 «öä ton 
SEorring für fein 93räuhauS ju Süttenbach einen größeren 93ier* 
abfa| erlangte. 


36) »ernbarb J>ognet, geboren in ber ©tabt SRbain, war t>icle Sabre Sonfnglfdier 
Stiebtet ju 2ifling unb SBinbering. (Sotmeber feine ©parfamfeii ober fein guter SDienfi 
madjte ifcn fo mofilbabenb, baf er am 21. Sulf 1570 eom Surger .fcaimeran ©ebtotmann 
ein 4?au$ ju Oteubtting jmiföen Beonbarb pinberß unb beS cblen unb eeßen Gbrißopb 
YuerS 4JÄufem taufte, ferner (1573) bie OTeifelbube ju aeiftng, mel<be fjftjoglicbeß Seutels 
leben mar, baS Sbumbubergut im (Smeng, ein (Sut ju ©taubbetm, jmei ^>6fe ju 4 ? os 
bened? unb $)era<b unb aufirr anberen Heineren (Sutern no<b (1579) „bie jmei Sbcile beS 
ganj einigen 3ebentö , e$ fei in ßebentgelb, (Setreib, 4?eu unb anberem (SematbS unb 
Srütbten, nichts ausgenommen, melier bemelte 3ebent gelegen ifi im gürftentbum Sapern 
alS im Burgfrieb ju Slraen&tting". £iefer 3?bent mar bftSoglitfjeS Beben. 

JDurd? ein 3eßament eom 1. Senner 1585 unb ein GobiciU eom 25. ©ept. 1588 
legirte Bernbarb Bogner 540 fl., moeon bie Sntereffen jdbrlidj unter 5 $aufarme ber 
JDofmatf IBinbcring eertbeilt merben foUen, ßiftete mit 1000 fl. in feiner Baierftabt einen 


/ 


I 


* I 

' \ 

tO in gering, iraurnbüljl, £«rgfrtrb, 3rbtn| unb ttölbbfrg. 165 

. (Jnblicfc überließ au$ ber bontbnre Äurfürft ßarl Jllbrecbt 
bem um ibn fo fco# oerbienton ©rafen 39na$ oon Sorrtng am 19. 
Senner 1730 bie um ffitnl?ering unb ^rauenbüfcl gelegenen 
bogen, rneldje am 16. 2ttai 1730 eingeritten unb mit ber feit 3aj?r* 
Rimberten oon ben $orringern als fielen befeflfene 3^gb in ber 
Stfginger 9lu 87 ) oereinigt mürben. 

9?ocb bem $obe be$ fatferlicfcen §elbmarfc&aU$ ©rafen 3<ina$ 
(f 1763) mürbe fein älterer @ofcn <5 manu el ©raf oon SSorring 
ju 3<ttenbacb/ OteicpSgraf ju ©ronSfelb unb furf. £of* 
fammerpr<$itbent, bureb brüberlieben (Jrboerglei# alleiniger 93eftyer 
ber £ofmarf 2Dtnl)ertng nebft ben baju ge&6rigen ©ütern grauen* 
büfcl, 23urgfrieb, Slrbing unb SEBalbberg, melcfce jebocb, ba er firn 
berloö ftarb (1773)# auf feinen 23ruber $lugu ft Sofepb ©rafen 


i 

Sahrtag, oermachte fine gtei$e Summe feinem ©ruber Xleranber unb fchenfte bem (eii. 
©eififpftale ju «Reuötiing fein ©ut ju ©taubhefm. XUe feine übrigen Iiegenben Studie 
unb ©üter, namentlich auch ber 3eftent ju SKeuötting, füllten unoertheilt unb unoerinbert 
auf feine greunbfchaft fallen unb jroar ftett nur auf ben Xelteften, mit ber ©ebfngung, 
bat biefer ba« £au« ju 9Teuotting bewohne. 

SDie vielfachen Streitigfeiten , melcbe biefe« ®ta jorat unter ben Serroanbten be« 
feel. SSognet oeranlafte, bemirften enblich/ bat Äurfürfi ©tarimilfan Cmanuel al« 2anbe«s 
unb 2eben«berr ben Confen« jur Xuflöfung ertbeilte (19. Dec. 1724)» worauf bie Bognerfchen 
Srben (3. ©ec. 1715) ba« ganje ehemalige Wajorat an ben ©rafen 3gnaj ton Sorring* 
Settenbacb unb beffen ©emehlin Warta STberefta, geb. ©rifin oon Xrfo, für 9400 fl. oer* 
fauften. Der Äurfürfi belehnte ben ©rafen unb feine ©ema&lin am 15. Sehr. 1726 mit 
ber SDteifelhube ju Setfing unb ben jwei Sfteilen SSiefcns unb liefet s Sebent im 9teuöis 
tinger ©urgfrieben gelegen, ©in halb barauf entftanbener Sebentfireit mürbe in allen 
Snftawjen unb jule^t am 13. Suli 1734 ju ©unften be« ©rafen entf ebieben. 

37) Die fogenannte 3agb in ber Sogfnger Xu erftredfte ftcb oon berDettinger bi« 
jur SDtüblbörfer 3nnbrücfc, mürbe auf ber einen Seite oom Stinnfal be« 3nn begrinjt 
unb jog ftcb auf ber anbern „ber 2anb«buter Strafe nach auf ba« Dörfchen ©ruef, bann 
auf Belbf irtben, non ba bi« gen ©rbarbing oberhalb be« Wüntbboljr«, bann mirber btrein 
für höljllng bi« auf Xbeim oberhalb berfetben Xu bi« jur SJtüblborfer 3nnbrücfe". 9t irr 
ber in biefem Bogen gelegene „lurfürfilitbe $orfi", welcher an bie Xbeimer Xu flöfi, mar 
lanbe«berrlicbe 3agb, in allem übrigen gehörte ba« 3agbrecbt ben Herren non Sorrtng 
feit bem 3. Xug. 1551 , mo -Oerjog Xlbrecbt ben ©ebrübem Äafpar unb JD«roalb oon 
Störung jum Stein, Sifling unb 'Pertenftein biefen 3<igbbogen al« (gntfebibigung für bie 
gefebmälerten Sebenjagben im Sraunfteiner unb Warquarbfieiner ©reicht übertief. XI« 
«Oerrn Jtafpar« brei Söhne ba« österliche unb mütterliche ©rbe (8. Xpril 1557) tbeilten, 
erhielt ber jüngfte oon ihnen, ^err 3obann Seit, ju_feinen Schlöffern Sifling, Seitens 
bat) unb Webling auch bie lebnbare 3agbbarleit in ber Xöginger Xu. 9tach feinem Xobe 
erhielt fein jüngerer Sohn, 3ohann Seit II., mit ben ©ütern Sifling unb SBinhering auch 
biefe 3agb, mdhrenb ber altere Sohn, Sohanu Sigmunb, ba« ©ut 3ettenbach übernahm. 
XI« aber 3ohann ©eit II. (1630; mit $interlajfung einer tintigen Tochter ftarb, fo fiel 
biefe 3ugb nach langem 9>rojef al« Stitterlehen an feinen ©ruber 3ohann Siegmunb, ben 
Urgrofoater be« oben genannten ©rafen 3gnaj oon Sorring. 


's 


166 •rfdjifljte bet gräfl. €orriitgt(cljcrt Öcfjlöfffr unb j^ofmarkrtt 

von 2orring*3ettenbach ju STtengfofen, furf. 
praftbenten, fleh vererbten. 2)iefer vermachte bureb lehtmiOige 93er* 
fi'tgung außer feinen übrigen ©ütern auch bie £ofmarf ffiinbcring 
feinem älteften ©ohne 3 o f e p t? Slnguft ©rafen von £orring, 
fonigl. baprifchem Staat6ratb6prdftbenten, nach beffen 2obe(tl826) 
fein ©obn SJtajrimilian ©raf ju $£orring*3«tt*nbacb, 
©raf ju ©utenjell, erblicher 9teich6ratb ber Krone ©apern 
unb Stanbebberr be6 Königreiche äBürtembcrg , ©eftyer ber §of* 
mar! ©jinbering mürbe. 


II. 

SD a$ Schloß grauenbübl» 


§. 1 . 

2)ad gräfliche Sorringifche Schloß Srauenbübl/ in neue* 
rer 3eit gemobnlid) Schloß 9SBin bering genannt, liegt am 
linfen Ufer ber 3fen, etwa eine ^atbe Stunbe von ihrem (Einfluß 
in ben 3nn, bem 2>orfe SBinbering, mobin ed eingepfarrt ift, ge* 
genüber. (56 gebort $um Canbgericbt SUtotting, von wo ee anbert* 
halb Stunben entfernt ift. 

2)ad Schloß b<it eine freunbliche unb angenehme £age auf 
einem 93orfprung be6 &oben$uge6, melcher bie 3fen auf ihrem 
linfen Ufer begleitet, ©egen ©üben bebnen fiep vom Süße bc6 
©cploßbergeö ©Hefen unb 9luen bi6 jutn ©ett ber 3fen au6, unb 
gegen korben erhebt ftch admdblig auffteigenb ein von £)ßen nach 
2Beften lang ftch ^tnflrecf cnfcer malbbemachfener ©ergrüefen, rnel* 
eher Schuh gegen bie rauben QBinbe gemährt unb ein bälbere* 
Srübjabr unb ein milbered Klima bemirft, a!6 man fonft hier er» 
märten bürfte. (5m lieblicheö ßinbenmdlbchen auf ber SBeftfeite 
-be6 ScploffeO giebt 2)uft unb ©chatten in ben beißen Sommer* 
tagen, unb bie herrlichen ©artenanlagen, meldje (ich norblich vom 
Schlöffe ben ©erg hinauf jieben, bieten neben viel Sehendmertbem, 
auf manchen fünften foftliche 'Zludflcpten auf eine gegen ©üben im 
tyeiten $a(lfrei6 ftch auöbehnenbe üanbfchaft. ©egen 28eften er* 


rv 


I 


t •> 


tOinjjcrmg, iraiunbölji, iurgfri**, J%rbtn| uni tttalbbcrg* iß 7 


bebt M bei Ätofier Qlu ber Sfburra ber alten ©rafenvefte «Webling 
mdchtig über bie Fluiben be$ 3nn, beffen 2öeg ba* 5luge leidet 
verfolgt/ inbem e* bie Stürme nnb Kamine beö alttorrtngifchen 
Schlöffe* 3«ttenbach, weiter abwdrt* ba* auf luftiger Jpdbe erbaute 
©utenburg, ba* 2)orfchen $ol&baufen unb bie Stabt Weuottiijg 
erblitft. ©egen Süboften erbebt ftch au* »eiten Fluren bie uralte 
28aßfabr!2nt&iting mit ihrer btiüßtn ÄapeÖe, gegen Süben bo6 
große Schloß Sifjling mit bem «Warltc gleichen Warnen*, babinter 
bie Kirche von SBurgtirdjen , an ber Stelle, wo einft ein Dtoraer? 
faftefl geftanben/ unb jwifchcn beiben mitten auf ber faft unüber* 

, febbaren Ofterwiefe bie Kirche £eiligenftatt, bie uralte $orringifcbf 
Stiftung unb Begrdbaißftdit& $nbli<b fchweift ba* Sluge über ' 
walbbewachfene £ügel, reiche Soatfelbcr unb faft jaböofe Dörfer 
unb^Grindbin bi* jur fernen ?llpen!ette, au* welcher ber Uni erb* 
berg unb ber 2öa$mann fiol& ihre $dupter erbeben. 


2)a* im Biered* erbaute Schloß ifl gerdumig unb gefchraacf# 
voll eingerichtet/ namentlich feben*wertb ifl eine Sammlung lofi* 
barer ©eradlbe, welche bie Bimmer gieren, unb ein Saal von fei# 
lener ©roge unb reicher $lu*fchmücfung, welcher laute* Beugnig 
Vom ©efchmacf unb Sfteichtbum feine* Befijer* giebt, 3m Schlöffe 
befinbet (ich ein Oratorium unb bunbert Schritte vom Schaff« 
entfernt bie alte heil- 2>reifdnig*?apeße, gleichfaß* von bem jejigen 
Beftper wieber in guten Stanb igefept. 3n ba* Schloß gelangt 
man burch einen ovalen geräumigen Borbof, an welchen (ich gegen 
Worben bieOehmomiegebäube unb ©ärten, gegen SBcflen aber ein 
Heiner gipbentpalb anfchließt, an beffen (£nbe fleh &*e ©ericht*» 
haltet* unb Sägerwobtwngen l’efiiiben. 


2)er reiche £err 20 i (heim von Frauenhofen, J5>er$og 
Heinrich* #ofmeifter, erbaute biefe* Schloß wdbrenb er Bamber* 
gifdher Slmmann $u 2Binbering war auf bem «pübl, wo fonft $wei 
Heine Bauerngüter geftanben, unb nannte e* „Frauenpühl." 


1) #unb. ®tammb. 11., PO; „SBiltietm grauenbofer war Sambergffd&er $rob(t ju 
UBinbering am 3n« # bafelbft taufft er au<$ viel ©frt«, bamet grauenpü&l unb nannte 
nach ibm." (Sr taufte autfc ben Gift (Srnflefn, »«Ufcen er aufbaute unb grauenfleln nannte; 
beSglei<$en baute er ben Äfturm unb bie Jttrge $u Gd&enlen&b unb nannte eS 9?eufrauenf)ofen. 


, ! 


Digitized by Google 


168 6cffi)ici)tc btr gräfl. Äortingifcljfn 6d)lö(Ctr unb Ijofmarkni 

2>ie ©rünbe, welche $u btn beiben ©litten gehört patten, bilbeteit 
von nutt an bi e Scbloßotonomie, welche in ber $olge bebeutenb 
bureb 3utauf vergrößert worben ifh £err 2Bilhelm von Srauen* 
pofen taufte, wie febon obc.i in ber ©efepiebte ber £>ofmart 2öins 
gering erwähnt würbe, mehrere (Jrbgerectjtigf eiten unb ©ilten $u 
feinem neuen Schlöffe, namentlich bie Mühle unb ein ©üteben bei 
ber (Ebamerbube ju 2Binhering, welche er am 29. Mdrj 1420 bem 
jpannö Sftäblein von Steinbering gegen, jährlich 4 *Pfb. Pfenning 
2 Hübner unb «in Viertel Otierwein VererbrecMete. 2)iefe ©ilt 
Vermochte er fpdter bem beil. ©eiftfpital ju Weuotting, welche*, 
fo wie bie ÄapeUe bafelbft, er unb feine ©emablin (1425) neu 
aufgebaut unb jur Unterhaltung fon 12 armen tyerfonen unb 
jwei ätaplänen mit fepönen ©ütern (29. ©ept. 1426) befepenft 
patten. 

9facb bem Hobe 2Dilbelm be* ftrauenpofer* (f 1430) fepeint 
feine ©emablin Margaretha, geh. von tyrepjtng, ihren 2Bittwen|ip 

f , 

im Schloß Srauenbuhl gehabt $u haben. *) Später tarn e$ an 
©eorg 5rie fenpeimer 8 ), 3oÖner juCetting; tenn am 8. 
§ebr. 1462 verfaufte Ulrich tyaur bem weifen unb veften Sörigen 
Sriefenbeimer juSrawenpühlba* Bauerngut ju SBinpering 

unb bie £offtatt babei. 3 4 ) 2)iefer ftarb wuhrfcheinlich vor 1467, benn 

' / 

am 18. 9?ov. biefe* 3^hre* tauften feine beiben ©ohne £ann$ 
unb Heinrich bie Sriefenpfimer von ©eorg $awnreitter, 
Olicpter ju ©üben/ eine £ofjtatt ju 2Binpering in ber £ofmart 
oben bei ber Äircpe junäcbft an ber Schranne gelegen. 5 ) 2>er 
jüngere 93ruber Heinrich war in ben 3ahren 1500—1502 (5rb# 
richter^u QBinpering, unb von ihm tarn entweber burep Äauf ober 
(Jrbfcpaft ber ©ip Srauenbüpl an SDolfgang ben Äluegpeimer 
(Vor 1506). 


3) griebitch gefeffen ju Gfcalbing gelobt fidb nicht ju rieben an ber eblen Stau OTars 
gretl)a ber grauenhoferin, welche ihn „wegen verbotener wort unb hanblung" in baS ®e* 
fangnif genommen, Siegler: griebridj ber ©tamheimer, (Srbridjter ju SBtnherfng. D»t. 
©amßag vor ©t. Dfonpg 14 . « Orig. perg. 

4) Die griefenbeiraer führen einen SBdrenfopf im ©cbflb unb h»ken ihren Flamen 
vom Dorf gricfenljeim in ber Pfarrei Jjpelbenßein, Sanbger. SPtühlborf. 

5) Orig, im grifl. tfrcfcio, wie überhaupt alle 9tac&ri<bten, für bie feine anbere £UeHe 
angegeben ifi, auö bem gr&fl- Archiv geköpft ftnb. 


tOinfjfrmg, irauenbüljl, ßurgfctfö, ^Irbing unb tDalbberg. 169 


§. 3. 




tv 


28 e l f g o n g berRluegbetmer 6 * 8 9 ) $ u $rou*npübI Per* 
beirotbete im 3 fl fcre 15iO nn bemfelben Sage feine brct Siebter 
(jMbarina , 2lgne$ unb Sftargoretbo nn bie brei ©ebrüber 2>aul, 
Döwolb unb Sbriflopb Pen tyelfofen, pon feinen brei ©obnen ober 
"traten (Sfcriflopb unb ©eboflion in ben gei|llicben ©taub, fo bafj 
ber dltefte ©obn Rafpar Alleiniger ©eftper Pon Srouenbübl würbe. 
Rofpor Rluegbeimer Permäblte ftcb mit 99arbara §aubbome* 
rin unb Perfaufte om 3. 3ult 1532 7 ) an $ann* dluelonb, 8 ) 

. furfHicben 9totb unb dtentfebreiber ju 93urgbaufen, ben ©i# unb 
©urgfloll grnuenbubl mit ollen ©ebäuben, 533eefen , 93a um « unb 
Weingärten, ben ©ebel&of unb Jpofbau,>ben ölten Wirtb ju 2Bitt* 
bering, bo$ 93äcfenbouö unb S5obergut bofelbft, bie ©üter ©eifert* 
(ob# $(enjing, ©uefenberg unb Wctying, bie $ofwiefe, ein jum 
©i b geborigeö, befonberö ouögemarfteö £ol$, bie ätopede $u ben 
beil. brei .Röntgen, wo jeben Wittwocb eine gegiftete Weffe gelefen 
wirb# bie Wtacb unter bem 33erg bei ber 3f«n# ouf welcher lein 
onberer ftfeben borf, unb enblicb boö Sfiecbt, wie jeher anbere auf 
ber 3fcn ju ftfeben. •) # ; > 



-T 


6) Jj>unb ©tammb. 111. 3h«il* «»Sie Äluegheimet fuhren im SBappen einen fthenben 
-punb auf einem 9>üf)el, ltnb gute alte Seute unb lammen oon 8anbdf)ut." 

7 } SJlitfiegler : Ber eble unb aefte SBilhelm Saföner ju Sntobel. SDie ju Stauen? 
pöht gehörigen ©üter waten alle Sambetget (Srb unb jahlten bem ©omlapitel fo gut 
ihren jährlichen 3ing wie bie übrigen SBinheringer Untertanen. 

8) ©ein SBater SB eit Stuelanb war (1507) STortin giftet Stiebtet ju 3igiing. 
Bie Stuelanb fuhren im <5$ilb eine Äugel mit einem Äreuj batauf unb auf bem $elm 
ein ftfcernbed Jtfnb. 

9) 3n bet Sfen werben haupfiehUch bie wenig fchmatfhaften 9t a f en (le Nei, Chon- 
drostoma nasus), welche jur gamilie ber Äarpfen gehören, unb nicht feiten auch # u ch e n 
ober J^uchforeUen (Salmo Hucho) befonberd wAfjrenb ber Saichjeit im tCprfl gefangen. — 
3eber Untertan ter #ofmat! SBinhering hatte bad Stecht non ©eorgi bid ©ertrub (17. 

in ber 3fen ju fliehen*, pom 17. SDtdrj aber bid 24. Äpril gehörte bie gifcherei blöd Pier 
Sichern, welche biefed Stecht non ber ©runbherrfchaft entweber ald Erbrecht ober Sehen 
erhielten. — ©ad alte (Shehaftrecht vom 3ahre 1468 enfh&lt über bte gifcherei auf ber 
3fen foloenbe SBefiimmungen: „S8<nb bad waffer genannt bie 3fen barinnen foU niemanb 
fifchen, benn bei 3inf gen Bamberg gibt onb welker berfelben einer fifchen wfU, ber foll 
bad thun mit einer ©cherren ober mit einer 3<*gelperen. SEruge aber einer ein garn barein 
pnb wolte bamit ftfeben, begriffe ihn ber Xmman bannt ober bie «fcauggenoffen, bie mögen 
ihm bad garn wol ab bem rüden nemen pnb ihn ber Xmmann barumb wanbcln rrab 
jwen tonb ©eebenjig flßfennlng. @d wirb auch bad benannt waffer pannig ju ©t. ©ertru* 
bentag pnb weret bamach ju ©t. ©eörgentag. 3n brr jei t foU niemanb ftfeben bann bie 
gewöhnlichen gifcher, bie follen wartten ber gifcb öon bepber #etrf<haften wegen ein pfleget 


170 6*(eljtcl)fe brr gtäü. fcornrtgtfcljfn ÖcljUlCrr unb ijofmarknt 

{>annd9!uclanb ju5rauenpül?l vergrößerte feine neuen 
Senkungen burefc bie 93rucfhube unb Unterbube ju 2oging, belebe 
er von ßeonbörb 9Mbetfover$ $u Otdbelfoven ©ittwe 93arbara 
vertrag$n>eife an Hl) braute unb womit ibn §erjog ©ilhetm am 
7. 3uU 1535 belehnte. Wußerbem befaß er noch ein ©ut $u Stabei 
unb bie Sepberötorftfcben ^fterleben ,0 ) ju 23elben, Reifing, ©alb# 
bürg, ©albing, Staubheim, 9?eufahm u. f. w, welche festere er 
von ©org unb 9Jbam ben ©albern $u ©rauenftatt (1522) ertaufte. 
(5r binterließ bei feinem 2obe (f 4. 3uni 1542) n ) jeben Äinber, 
jwifeben benen bie herzogliche Regierung $u Surgbaufen am 19. 
3uni 1545 eine (Jrbtbeilung veranftaltete 12 ), in Solge beren (S b f t* 


»on Dettingen »nb »nfer J^errfchaft. ©er aber baffelb in ber benannten jeit fifchet mit 
welcherlei ba8 were, ber were bester benannten £errf<$aft »erfaflen »nb wanbel fchulbig ' 
|n geben ju jmepenmahten jween »nb ©ibenjfg Dettinger Pfennig." — Gin fpdter abges 
fafte8 (Sbfhaftrecht beffijnmt: 1) ©er bie gifchgerodhtigfeit auf ber 3fen bat, foQ feinem 
Sanbgerichtifchen ober Sagwerchet auf ben Seffanb foldjc nit taffen 2) baß gifeben fott nit 
anberft erlaubt fein alf mit Daubl ober Ducfer , bie anbern unjuldffige Seug fallen »er* 
boten unb abgefchafft fein 3) ©eil8 bie (Erfahrung giebt, baf bisweilen au8 einem #au8 
3 bt8 5 $)erfbnen fich be8 gif4?en§ auf ber Sfen bebienen, al8 foüe ihnen biefeS abgefchafft 
unb nur au8 einem #au8 eineg ertaubt fein 4j Da8 Cichtfifchen fott nit anberff al8 an 
ben ^ftngften Mächten erlaubt aber bie anbern «flachte binburch gdnjlich »erboten fein. 

10) Ku8 Origg. beö 9tei<h8 Kr<hi»8 : #erjog ©itbelm »on Sägern belehnt ben 58 1 a fi u 8 
©alh*t ju ©rauenftatt mit ben ©egberffotftfehen Xfterlehen, treldpc berfelbe »on 
2C<hatiu8 7t to er ju Hagenau erlauft hat. Dat. ©amftag nach Purificat. Maris 1514. 
J&erjog ©iihelm belehnt ben J&annl SRuelanb mit ben Kftertehen, herruhtenb »on weis 
lanb Kbaraen ©efberßorffer ju Selben unb feinen Sorfahren, bie ffch »or 3abren ©eifrieb8 
torffer gefchrieben haben im Dbers unb «flieberweilhatber , Dettinger, Sroflbergcr, ©er# 
mofer, Ggfenfelbet unb anbern ©erichten, namentlich b«8 Lagergut in Ttltenöttinger $>far 
bei bem ©einbl, ©rueb in et. GafU ^fart, Zehenten ju Deb, ©ngel8&erg , auß bem 
Dberbof unb ©ibem ju Äifling, Stugeröberg, Drtffal unb ©taubheim, ba6 ©ut Kich* 
peunt, ein ©ut ju Selben, jwei ©üter ju «fleufahtn unb mehre ©iefen unb Ttetfer. Dat. 
©onntag Graubi 1522. — 5t ach Jpannö Suetanb# Sobc würben feine 5 ©ohne, #ann8, 
3alob, Ghtiffopb/ Knbre unb ©eorg, am 16. Ttpril J543 bamit belehnt. Der dlteffe biefer 
SSriber, £ann8 JRuclanb ju 2flittet8tir<hen, ftarb im 3abre 1553, unb ba auch ber jweite 
3afob Wuetanb ju grauenpfihl unb ©tephan8firchen nicht mehr am Ceben war, fo bat 
ber britte Jßrubcr CEhrifloph am 3. iötdrj 1553 a!8 Ttelteffer biefeS 5tamen6 um alleinige 
SBelehnung, wa8 jeboch nicht gefchah; benn am 7. ©ai 1556 würbe er unb fein Stüber 
©eorg jugleich belehrt. ?ftach Ghriftoph^ Sobe aber erhielt ©rorg 9tuelanb alS Gelte ff er 
feine8 ©efcblechteg am 24. ©ept. 1576 allein bie Selehnung. ©einen 9teoer8 flegelt fein 
©chwager ©eorg Buhler, Sitrger ju 2*roßberg. 3h*n folgte im Seffh biefer Sehen #ann8 
3acob Stuelanb, ber unmtnbige ©ohn feineg SruberS Ghriffoph unb jugleich Ttelteffer 
biefeg 9tamen8, welcher am 20. ©drj I5S9, 10. f)lo». 1596 unb 20. 3»li 1590 belehnt würbe. 

11) ©rabffein in ber ^Pfarrfirche ju ©tnhering: „Jffte liegt begraben ber Gbel unb 
Süefft J&anng SJtuelanbt ju grauenbühl, fo furßi. Stath unb Stdnntmeifter unb Canbgerfchts 
fchreibrr ju Surfhaufen gewefrn unb geffoiben iff am ©onntag Xrinitatig MDXLII. 

12) Küfer ben genannten 5 ©ohnen hinterlief ^anng Stuelanb fünf Tochter: fRoffna, 


tOinljrrotf , Jrautnbüljl, tfurgfriei, 3tbtiig und töalöbtrg. 174 

ft 

flo p|> IRuelanb aßetniger Bfftyer beö ©chloflfed grauenbubt würbe. 
Obgleich biefer baö einträgliche Strat cined ©inberinger (JrbrichterS 
befleibete, gerietb er bennoch wegen ju großer ©chulbcn auf 
bie ©ant, unb verkaufte mit Bewilligung feiner ^weiten ,3 ) ©*« 
raablin Urfula, geh. ©ebbartin, am 17. 2)ec. 1568 u ) für 3500 fl. 
bem greiberrn Jobann Beit Don Sorring ju 2ißling, 
Settenbad) unb ©in bering feinen ©i$ unb Schloß grauen- 

r 

bübl/ ben $cfbau, baö ©olbenbäufel auf bem ©rieö im Äraut* 
garten, bie untere Jpube ju Soging, ,6 ) bie ©charwerf, ©ufterung 
unb ©teuer auf fecbö ©ütern ,ju ©eifenlocb, ^flä^ing, Slenjing, 
©ucfenberg, Bab unb ©tabelgut ju ©inbering. 

Beim Bcrfauf be* ©utel batte fleh §briflopb SRuelanb einen 
an baö ©alach floßenben, am 3. 3uni 1563 von |>ann* Jpueter 
gu ©aling erfauften Jpoljgrunb, fo wie bab Secfenbauern* ober 
©ilbelmgut $u ©inbering Vorbehalten, welche er jebocb fchon 1570 
an£ann6 guchö, 3tatbbberrn unb ©ajtgeber, $u Oetting veräußerte, 
öeibe Dbjefte brachte jeboch greiberr Sobann Beit von Sorring 
nie ©runbberr ber g)ofmar? ©inbering burch ©infiano (4. 9Rär& 

1571) an fub. * 

■* 


greiberr So bann Beit von 2orring bewohnte ba6 
©chloß grauenbubl wäbrenb er fein neues ©chloß ju Kißling er* 
baute, fpäter befuchte er e$ nur &ur Sagbjeit ober wenn Berwal« 
tungdgefchäfte ihn babin riefen. ©6 er fleh aber jum ^weiten 
üttale mit ©ibillä, Tochter beö greiberrn ©iegmunb 


Regina« ©enigna, ßatfcarina, ©iaria unb TCnna. — SDtaria erhielt in bev @rbt&eilung bie 
5Bru<ff)ube ju Üogi.ig , tierbeiratbete ft <6 mit £annö gurtenba<b ju Hnwaltfng, pfleget 
bet £rrrf(baft 2Be<bfenbetg , bem fte fünf Äinbet gebar. < Sie flarb am 21. 3uni 1503. 

13) Set ©rabftein feinet erflen ©rmablin in bet $farTtir$e ju ÜBinbering lautet: 
„34> Sarbara Rofin.etwo b?t> ffiölen unb SBeflen ßhrißopben Ruetanbö ju granenpübl 
Gliche #augfrau bab gen? eit nnb besolden baß mein gieb, jrocier meiner ©ün SBilbeimg 
unb $ann(en unb ainer Socbter 9Jlarfa Ceibe I)it begraben foln werben. Sie feien leben 
in ßbriflo bem $crrn. TCnno MDLX1II. ben 19. Roe. bin i<b auS bem geben eerfebieben." 

14) CWitfieglet: Surlbart »on Hauff ireben ju ©utenbarg unb .Klebing. — ^Quittung 
bet Regierung ju ©urgbaufen über empfangenen Äaufft&tUing d. d. 23. gebt* 1570. 

ctrtfnfi 0?it»f<inh nt SEr,nr.«nf»i'ihf ltnh CSitffwfuinÄf irrft.n «orPnnft n m E. Vttn 1S1U 




172 6tfri)trl)te bet gräfl. ttorrtngifrljcit 0ctjtö ffer unb jQofmarkrn 

»o 

öon £ amberg, vermalte, wie* er feiner©emahlin Sfrauenpühl 
al* 28ittwenfty an (27. 2lug. 1576)/ wopon biefe jebocb nach fei* 
nein 2obe (f 1582) feinen ©cbrauch machte, weil bie jarte 3ugenb 
ihrer brei Kinber unb bie Wufficht über ba* £au*wefen f ie nothigte 
in Saling $u bleiben. Kaum waren aber bie Kinber beö Unters 
.richte* wegen Pon ben 23ormünbern nach München gebracht, fo 
perheirathete fle fiep junt jweiten ORale (1585) mit ©eorg Slnbrea* 
$reiherrn Pen £erberftein. 

3n ber jwifchen ben Kinbern be* $reiherrn Sc&ann 23eit 1. 
pon 2orring f26. ÜfJdrj 1607) porgenommenen ©rbtheilung, erhielt 
fein jüngerer @ohn 3 o bann 23 eit Jl. neben bem Jpauptgute 
2ifjling noch bie J>ofmarf Binhering unb ben @ip §rauenbühl. 
2lucp biefer beftimmte feiner ©emahlin 3afobe, Tochter be* 
<5rbtrucpfe$3afob5reiherrnPon2Balbburg (20 Senner 
1606) grauenpühl jum 2Bittwenjty. 2)a aber biefe* @$ 10 $ ganj 
baufdUig geworben war, lieft er e* nieberreifen unb an beffen 
©teile ein ganj neue* erbauen. 3» 2Bo$e nach Safobi 1621 
würbe bie ©runboefte ba^u au*gegrcben unb in ber SGBocpe Por 
Caurentii begann QReifter üRicpael Dettel, @tabtmaurer $u 9teu* 
Otting, mit 12 ©efellen unb 20 J£>anblangern bie ©runbpefte ju 
, mauern. 3eben Sag erhielt ber flfteifter 15 fr., ein ©efell 12 fr. 
unb ein $aglobner 8 fr. j ber 3intmermeifter aber nur 12 fr. unb 
jeber feiner ©efellen nur 10 fr. §ür 'HJauerfteine unb 3i«ö*lu toar 
burcp bie Anlage eine* neuen 3i*g*lftabel* f$on porher geforgt. 
2)er 23«u würbe im folgenben Sah™ Pollenbet (^1622) bergeftalt, v 
wie er in 2Beningö 23ef$reibung be* Kurfürftenthum* löapern ab* 
gebilbet ift. . 

2lber auch biefe* neue @cplo$ bewohnte fein 93cfit)cr bocpft 
fetten; benn er hielt fiep gewöhnlich $u $i$ling ober 9fiebernfel* 
auf, welche* er gleicpfatl* neu erbaut hatte. (5r jtarb am 3. Slpril 
1630 ju üRüncpen unb al* feine ©emahlin ihren 2Bittmenft$ $u 
beziehen gebaute, erfranfte auch fte, unb Perfcpieb nur wenige 
SJlonate fpdter (14. 2lug. (1630) gleichfall* ju SDlüncpen. 

2>ie (Jrbin aller ©üter, welche Freiherr 3ohann 23eit II. pon 
^orring hinterlaffcn batte, würbe feine einige Socpter ÜJtarie 
(5 1 i f a b e t h / ©emahlin (feit 21. Det. 1630) be* v 3f e ft o r 2? a 1 1 a* 


/ 


UJinfjcrtng, iroucnbüljl, ßurgfritö, Klebing unb tOalbbrrg. * 173 

b i c i n i , 27tarcbefe$u23aron u n b S t. 51 n b r e. 2>iefe »er* 
taufte (1641) mit ber £ofmart 2$inbering auch ben ©i$ grauen* 
bu^l an ben turf. Äanjler Sart^olome Oticbel üon unb ju 
Heitlingen unb STtenjingen, welcher, wie au et? feine Hacb* 
tommen, viele Sabre baß Schlot grauenbübl bewohnte. 

/ 

$. 5. 

2)at ber Äanjler Oticbel oom Äurfürften ^Maximilian (17. Sehr. 
1644) bie (Einverleibung beß Styeß grauenbübl in bie Jfrofmart 
SBinbering, fo wie bie lanbeßgebräucblicb« Scbarwert t>on ben grauen* 
büblifeben Untertanen ft'ir feine bem Äurfürften geleiteten 2)ienfte 
alß ©nabe erlangte, ift oben in ber ©efebiebte ber £ofmart 2Dinbe* ■ 
ring eben fo außfübrli<b erzählt worben, alß ba§ fein Urentel 271 ax 
3ofepb greiberr oon Dticbel (8. SWai 1717) grauenbübl 
unb SBinbering an ben ©rafen 3gna$ son 2orring«3*fc 
tenbacb berfaufte, beibe ©üter jeboeb erft am 14. gebr. 1721 
ertrabirte. 

2)a ©raf 3 gnaj ron Sorring baß febon gelegene Scblojl 
grauenbübl iu feinem Sommeraufentbalte (leb erwählte, fo »er* 
wenbete er 9 3^b« lang (1721—1730) bebeutenbe Summen auf 
beffen ©erfebonerung, biß eß ibm enblicb gelang, eß ju einem ber.* 
wcbnlicbfUn unb fcbonjten Scblojfer ©aijernß umjufebaffen. / 

2>ie wichtigen ©erbejferungen, welche oorgenommen würben/ 
waren folgenbe. 3uerft würbe bie gan^e oftlicbe Seite beö Scbloffeß, 
welche nur „auß einem eingäbigen Salette unb barunter beftn* 
benber $o(&(ege" beftanb, niebergeriflfen unb jweigäbig wieber auf* 
gebaut, tiefer Heubau, welcher baß Schlot ju einem gefcblojjenen 
S3ier ecf machte, enthielt ju ebener C^rbe eine ooQftänbige SBobnung 
für ben ©eneftjiaten, ,6 ) ber feine SGDirtbfcbaft felbft führte, eine 
Sibnecfenftiege, welche biß unter baß 2)acb gebt, unb im erften . 
Stört brei 3*nrmer nebft einer ©arberobe, im jweiten Stört aber 
hier geräumige 3<ntmer. 

£ann würben bie brei übrigen glügel beß Scbloffeß um einen 
Stört erhobt, wobureb außer ben brei SRanfarben auf ber 


IS) ©raf Sgnaj tierlrgtc (1127) bat 2orcingff$e 5)#nffijium ju Hauflircßfn na$ 
SraucnbA^I, unb beftimmte befbalb biefe £GBo&nun& für btn 83fUfftitai«rt. 


( 


Digitized by Google 


176 6efcl)trf)tc der gräfl. fcorrinjifcijtR ßeljlöCCtt unö J^ofmatkrn 

* * * 

sflanfeneinfang, $Wei Söeihern, Fafan* unb ©ruthau* angelegt 
woju ber ©runb unb ©oben erfl oon ben Untertanen erlauft 
werben mußte. 2>a* ©auernhau* aber oberhalb beö F^fangarten* 
würbe in be* Fafanjdger* Sffiobnung oerwanbelt. 

3)ie Heine (Schloßofonomie oergroßerte ber ©raf burchSuFauf 
be* ©eit tyinber* unb be* 2Beinbergergutel* 19 ), fo wie burch jroei 
2Biefen in ben Alberwiefen ju ©urg 80 ) unb einer SBiefe am 
QBeinberg. fll ) 

(Jnblicb erhielt auch bie alte heil, brei K6ttig*fapeHe eine ooH* 
flänbige Reparatur, einen mit Marmor gepflafterten ©oben, einen 
neuen Elitär mit Altarblatt oon 28inter, eine neue ©aFrifbei unb 
©locfcnhau*. 3n biefe Äapeße perlegte ©raf Sßnaj oon Sorring 
(30. ©ept. 1727) ba* pon D?iflauö bem Sorringer am 22. 3uli . 
1411 gegiftete ©eneftjium ju ObertaufFircpen, welche* je£t feit 
1803 al* (Schulbeneftjium ju 2öalb befteht. 

2)er wahrenb eine* langen Aufenthalte* in FranFreicp, ben 
9?ieberlanben unb 2Bien gebilbete ©efehmaef be* ©rafen S^naj , 
pon 3orring bewahrte {Ich in allen biefen Anlagen unb ©auten fo 
ooflFommen, baß feine (Schöpfung halb oon aßen (Seiten bewun* 
bert würbe. (Selbjt Äurfürft $arl Albrecht befuchte ben ©rafen 
am 16. Aug. 1736 mit feiner ©emablin, bem ßurprinjen, ben 
beiben tyrinjefftnen, ber Oberfthofmeifterin ©räftn oon Ceibelftng, 
ber £ofmeifterin pon (Starjhaufen , ber £ofbatne ©aronin oon 
Frauenhofen, bem ©aron oon Fr*pberg, bem ©rafen pon tyrepftng, 
©eineheim, SaufFircpen unb noch 14 abeligen Herren unb 2)anten. 
Sachtem alle* (Sehen*werthe gezeigt toar unb bie fjerrfepaften ju 
ÜTtittag gefpetft hatten, peranftaltete ber freunbliche 2Birth feinen 
hohen ©Äften ein (Schießen, wobei er jum tyrei* ein fehr fepone* 
Meißner ^or$eflain*9?ecfflfaire, fi'tr ben heften ßranj aber ein^aar 
mit (Silber garnirte tyiftolcn beftimmte. Für ben .Kurprinzen unb 


19) üftaria Softanna SDtanötorf, be$ geißl. Snfhtut« SDiarid ju Surgfcaufen ©upertoefn, 

»ertaufte bag if>rem Jtlofier buwt 1 bie Jtonuentualfn ffllarie Üfjerefie nad) bem Sob e i&rtl 
Stüber« SDlap 3oOpf) 3tf iberrn t>on angef.iUcne 2üeinbergf rgütel bem ®tftfen Sgnoi 

t>en Üorriag am 4. ü)idrj 1757 um 500 fl. ' 

20) Äaufbrfef »on Snna ©tabterfn um 465 fl. dat.23. JDct. 1724. * 

* 21) SDiefe Sßiefe »etpfdnbete 3Jlar 3ofepl) ftreiberr uon 3ti<fcel (27. SRoo. 1121) bem 

QSeorg ©tabler, Pfarrer ju 3Bint)erinq, welket fein $>fanbre (6. 3uni 1730) bem örafe* 
bon 2otring um 220 fl. »erlaufte. 


* 


* J « 

\ 

tDialjcrtnf, irautnbfiijl, iarffritb, 3rbing unb tDalbberg» 177 

, 

% 

feine ©chweßern würbe eine mit ©olb garnirte Sabotiere all 
9>reil aulgefept, welche ber ßurprins gewann. 3n^wifct>cn hotte 
ber Äurfürfl burch einen Gourrier bal Orbenlfreus pon ©tiflanten, 
weicbel er felbß ju tragen pflegte, aul uneben ^o(en taffen, unb 
überreichte el bei feiner Slbreife bem hocherfreuten ffiirth all @e« 
fchenf unb ,3*i<h en M**« ©nabe. 

2Bal ©raf Sgnaj außerbem für ben €if Srauenbübl, feit 
ber ÜTIitte bei porigen Sahrhunbertl gewöhnlich ©cploß 3Binhe* 
ring genannt, gethan unb wie (ich baffetbe nach feinem Sobe all 
$ertinens beö £auptgutel pererbt hot, iß fchon oben in ber @e* 
fchichte ber £ofmart SOinhering erfühlt worben. (Erwähnen wcflen 
mir nur noch, baß ber jepige ©eflper, ber erlauchte ©raf Sftaximitian 
pou £orring » ©utenfteß, am 18. Oec. 1815 hier feine ©erraäblung 
mit ber ©räftn äarolina pon Sorring« ©eefelb feierte unb in 
neuerer 3**1 nicht r.ur ben großen ©aal mit großen Äoßen p rächt« 
pofl reßaurirte, fonbern auch Piete 3immer bei Ccbloffel ebenfo 
gefchmacfpoß all bequem einrichten ließ. 


, III. 

©ifc ©urgfrieb. ^ 

# • t 


§. l. 

Sluf ber Slnbäh«/ toelche bie 3fcn swingt, ihre ältliche SRich« 
tung ju perlaffen unb nach lurjem füblichen Saufe in ben 3nn« 
ftrom su faßen, ßeht bal Keine Schloß © urgfrieb ober ©urg 
mit bem Äirchborf gleichen 9?amenl. 25er Ort jdhlt 12 Käufer 
unb 66 (Einwohner, iß frlial ber Pfarrei ßöinhering unb gehört 
in bal Sanbgericht 3lttotting, pon wo er eine ©tunbe entfernt iß. 
früher felbßßänbigel abeligel ©ut iß ©urgfrieb gegenwärtig ber 
v gräflich Sorringifchen £ofmarf SBinhering einperleibt. 

Oer Erbauer bei ©chloffel ©urgfrieb war $annl ©erger 
SU ßBalbberg, Pfleger ju 9?eumarft, welcher feinem ©ruber 

Ulrich (1392) bie ©tammburg SDalbberg überlaffen hotte unb beß* 
IX. 12 


i 


Digitized by Google 


178 6*fcl)ifl)te brr jriCl, fcoinngifrJje» ScljlMfer unb J^ofmarkea 

balb in ber Ndb« btt il)m jugefallencn Sauernbofe eine eigene 
{Berufung wünfcbte. 2>er Sau tiefer neuen Sejte beinahe im 
Surgfrieben ber Stabt Neuotting febien ben herzoglichen Beamten 
bebenflicb, tvef^aU» fie »erboten benfelben fortjufepen. 2)urcb 33er* 
wenbung feiner Sreunbe, erhielt jeboeb Joanne Serger im %a\)tt 
1393 »om Jperjog £einricb bie (Jrlaubnii/ J ) ben angefangenen 
Sau &u »ollenben, waö auch wabrfcbeinlicb noch in bemfelben 
Sabre gefebab- 

2 )a aber ber ©runb, auf bem baö Schloß ftanb, fo wie mehrere 
baju geborige ©fiter einen $beil ber »om Äaifer Jpeinricb II. (1018) 

bem 2)omfapitel ju Samberg gefebenften $errfcbaft SBinbering auö* 

** . 

macbten, fo fab {teb £annö Seiger unb feine (5rben genotbigt, bie 
Seite fowobt alö jene ©uter »on ben 2)ompr6bften alö Ceben $u 
empfangen. Namentlich werben in ben »orbanbenen üebenbriefen 
aufgefübrt: baö Schloß ju Surgfrieb fammt bem Saubofe, 
ein ©ut JU £ipenbe rg, ein 0ut genannt baö Sa umgart leben 
bei Surgtor (jept tyifioO unb baö ©ütlein $u Einbach bei 
Ärantberg (jept ßronberg). 

£ a nn ö Serger ju Surgfrieb war »ermdblt mit ÜBag* 
balena Urfenbecf unb binterließ bei feinem $obe (| »or 1398) »ier 
Mochtet/ »on benen bie dlteftc Ntartpa an fjarpreebt Stabl, bie 
Zweite Ntagbalena an Slricb 3enger, bie britte (Hifabetb an 
£annö Xrenbecf unb bie »ierte Katharina an Nuger brauner 
»erbeiratbet war. 2)ie erften beiben »erfauften (1411 unb 1418) ibre 
jwej Sbeile an Surgfrieb ibren Neffen ©eorg unb ffiilbelm 
ben Braunern, »on benen ber festere finberloö ftarb, worauf 
jener feine brei Steile an Surgfrieb bem Ortrlf SIrenbecf 
(1440) um 250 ungr. Zutaten unb 242 $J)fb. Pfenninge Huflicb 
überließ. 

§♦ 2 . 

2>aö einft weit »crjweigte unb ongefebene ©efcblecbt ber 
2renbecf 1 2 ) batte feinen Stammjtp ju Ober* unb Niebertrenbacb 


1) Jpunbö ©tammbudb 111. JEbeü in grepberg« ©aratnlunj $iftorif$. ©Triften 
SBb. 111. p. 622. 

2) Ueber bie Stcnbetf tergL JpunbS ©tamrnb. 111. SljeU in ter ©ammlung tiflo» 
tiföet ©Reiften »on grepberfl. 83b, UL 711—728, — Saftia* leitet tiefe« ©ef<fcle<&t »on 


tüinrjfring, Irouenbürjl, flurgfrttl», Tlrbiitf unb tttalbbrrf. 179 

' \ 

tm 2>ingolftnger ©ericht, tarn bann im 13. unb 14. Söbrbunbert 
in ben 99eftp bcrSQeftcn ©alach unb ©olf«ecf, unb erwarb ftd) ju 
(5nbe be« 14. Sahrhunbcrt« burch obenerwdhnte Jöermdblung 
Jpann« be« 2renbecf« mit (Jlifabeth 93erger ©ifprüche auf bie 
©cblofTer ©albberg unb 93urgfrieb. tiefer ipann« Ürenbecf*) 
war ein ebenfo fluger nl« frommer ©ann, ber fiel) alö Süngling 
in ben Kämpfen gegen bie b*i&nifcben ^reugen aufyeicbnete unb 
wegen feiner Slapferfeit mehr al« einmal jum Witter gefchlagen. 
würbe. 9?ach Seutfcblanb jurüefgefehrt, würbe er Otath beö£er$og6 
(Jrnfl oon Dcfterreid) unb be« (Srjbifcbof$ üon ©aljburg, erhielt 
bann bom £er$og Heinrich bon Satjern bic pflege unb ba« Sorfb 
meifteramt Detting (1414—1418), baö jpofmeiftcramt beim jungen 
£er$og ßubwtg (1424), bann bei b effen Stöuttcr, ber Jperjogin ©ar« 
garetba, unb enblich (_1727) bie pflege Sraunftein. 2)er ©eit mübe 
unb fefcon hochbetagt, taufte er* eine tyfrunbe auf 3 ^erfonen im 
Älofter £errencbiemfee, wo er ben Kreujgang auf eigene Koflen 
wölben lieg. SJberfperjog Heinrich entbehrte ben waeferen unb treuen 
2)iener feht ungern, unb bewog benfelben wieber £ofmeifhr $u 
werben, ©dhrenb ber brei3ahre, in benen er biefe« 2lmt berwali 
tete, fafteite er ftch htimlicb, ag fein $leifch unb trug ein hdrene* 
£emfc am biogen L'eib. SJuch machte er wdl;renb biefer 3««t eine 
©allfahrt nach SrauenjeU in ©teuermarf, unb erhielt oon ben 
Karthdufern be« Klofter« ©aining ba« S3erfprechen, in ihrem Orben 
aufgenommen ju werben. 9?ach feiner Otucftehr blieb er noch ein 
halbe« 3abr in beglichen 2)ienflen, wdhrenb welcher 3eit er fein 
$au6 befteQte unb namentlich ein Sejlament (20. SWai 1446) 
errichtete, welche« er im Kloftev Ölaitenbaglach , bem Zr en* 
becfifcheti Chbbegrdbnig, hinterlegte, hierauf empfahl er bem 
!>er$og; feine beiben ©ohne, Drtolpb unb 2homa, unb fchrieb oor 


ben SrlbotiiS ab, welche »or SifarS 3<iteR im Gtfaf gefefien haben fallen. Xnbere be* 
Raupten, eö flamme au§ Ungarn unb habe früher bie „SB a eben ober SB a cf et" geheifen. 
Sieben anbern Ungereimtheiten wirb auch behauptet, bafi ©bSroein Srenbed in ^reufett 
einen großen Drachen umgebracht unb ihm ben Jtopf abgefchlagen habe, wefihalb er unb 
feine SRa<hfomraen einen Dradjentopf im SBappen führen. 

3) Dem £ann8 SBerger, Jöorflmeifler unb Pfleger ju Detting, hat $erjog £einri<h 
ton 8anbih«t bie 83rbar$gütt ICufi 2 Jj?6fen gefreit, ber tfin ju Sterling, ber Stnber ge* 
nanbt ®utcfh , fo juuor Stuf ben Gallen Dettingen gingen, welche Jj?6f non feiner 
frauen ber ^ergerin 2n ine thomen waren. 1400.« J^unbö ©tammb. III. p. 12*. 

12 # 


180 6*frl)(ri)te to grafl. CirringtCdjen äcljlöffrr uni Jfcfmarktn 

feiner Greife an bie ber ©chloftapeHc ju ©urgbaufeit 

folgenbe Ncime: 

, * 

$two bet ict> 9Jin gewobnbeit, 

2Dan ich ?lufjreit, 

2)a* ich ©ott oaft batb 
2 )o$ icb Jam tjerwiber Xrabt, 

Nun bitt ich ©ott inniglich fcfcr, 

2>a* td> herwibcr tyam nimmermehr. 

Um wa* er hier gebeten, ging in (Erfüllung, er lebte noch 
18 Sabre unb 14 ©Jochen alö Uaienbruber unter ben ÄarthSußern 
ju ©iming, bie ein 6turj mit bem <Pferbe fein (£nbe berbeifübrte. 
©ein Wiener, ©Jenjel ©ruber, bem wir biefe Nachrichten oerbanfen, 
fagt, bag fein Jperr 115 3abr« alt geworben fei unb noch ein halbe* 
Sabr vor feinem 2obe ein fchone* ©ebicht 4 ) gemacht habe, welche* 
ihm unter ben oaterlSnbifchen Richtern be* 15. Sabrbunberte eine 
rühmliche ©teile fiebert. 


§3. 

£errn £ann* be* Xrenbecf* älterer ©obn Drtolf, erbiet 
gemäfl ber österlichen ©eftimmung neben anbern ©ütern auch 
ben vierten 2beil am ©i$ ©urgfrieb, woju er, wie eben erwähnt 
würbe, 1440 bie übrigen brei Sbeile erfaufte. ferner taufte er 
(10. ©ug. 1444) von Urban Ntaroltinger, Pfleger $u fcroftberg, 

unb beffen £audfrau Katharine ba* von ber 2>omprobflei ©amberg 

» » 

ju ßeben gebenbe ©ut ju 0 berhi&enberg, 5 ) vom @otte*bau* 
Selbfirchen (1453) bie niebere £ube ju tyfaffenbuch, 6 7 ) von 
peinlich £aunperger (1461) ba* ®ut $u jtolber*berg T ) unb 
oon .$ann* ^uritorcr ju ^uritor (^iflor) mehrere 2Biefen unb 
Jpoljgrünbe, beren ©rangen fpäter jwifchen ihm unb bem ©er* 


4) aigrbrueft in bet (Sammlung bifior. ©«triften non grepberg. SBb. III. p. T26. 

5) Orij. sOlititrgler: Xlban Jtlo$net ju 2Crnflorf , Jpofmeifter unb Pfleger ju Fei» 
$e*bergt, 

6) Die Srenbetf flifteten fpdier eine SBocbenmeffe |u ©urgfrieb unb nerfötieben 
bafur bem ‘Pfarrer non SBinbering a |>fb. Pfenning liftrl. (Selbe au6 biefer Jpube, mel4>« 
Bamberger Qrb mar. 

7) Orig. Dat. Ordbtag nor qpftngften. Ca ba* <9ut Bamberger <5rb »at, fo fiegelt 
Joanne Fetter non .Klebing, örbri<bter tu SBinbering. 


V 


I 


ttttnfimnf, iröiunküljl, Äurgfmb , Tlfkinj unk tttlbberg. 181 

laufet einen langwierigen Streit veranlagten, welker erfi am 2. 
9?ov. 1457 burch $ann$ Leiter, <5i bricbter ju SBintjering ge* 
fchlichtet würbe. 6 ) £nblicf) vertaufd>te er (1463) baö @ut auf bem 
QUtmannö bcrg, 3«*öarner Pfarre, an feinen 23etter, Äafpar 

i 

Sarchinger ju ^erjjact), 33id)ter $u 93urghauffit, gegen beffen (^ut 
Schofberg junächft bei bem ©ut öligen in SBin^eringer Pfarre. 

©leid) feinem S3ater ftanb £err Drtolf von 2renbecf (n 
großer ©nabe bei ben £erjogeti Heinrich unb Dubwig, welche ihm, 
al$ er von feiner ÜBaHfafcrt nach 3*rufolem jurücfgefcprt war, 
baö 5Jmt eined 2anbfd>reiber6 ju 23urgh<iufen (1444 unb 1445 ) 
unb fpäter (1446—1463) bie pflege Detting übertrugen. 

<5r vermählte fleh mit Magbalena, jpannö bed Schwenbner 
ju St. Martin Tochter, welche ihm einen Sohn Drtolf 11. gebar 
unb nach bem tinberlofen ?Jbjterben ihres SruberS, Ulrich Sd;wenbs 
ner. St. Martin erbte. Mit feiner ^weiten ©emahlin Margareth#, 
Stephan be$ DtäbelfoverS Tochter, erzeugte er gleichfalls einen 
Sohn unb eine Tochter (Jlifabeth/ welche fid) 1451 mit tyantha* 
leou f)ohenfe!ber verheirathete. 

£err Drtolf 1. von Srcnbecf ftiftete im Itlofter ölaitenhaßlach, 
bei feinem (Jrbbegräbniß ein ewiges Dicht, unb ftarb 73 3^'« unb 
9 Monate alt, am 14. Slpril 1475; feine ©emahlin Margarethe 
aber folgte ihm erfl am 21. 3uni 1483 in baS 3enf<ütö nach- 9 ) 

Jperrn DrtolfS 1. jüngerer Sohn, SB il heim von Srenbecf, 


£) Der ©pruch lautete: Eegen ber Seiten am #ineingef)en in ben ©aumgarttobel 
auf bie rechte 4?anb unb wegen etlicher ©rünbe unb Jpolj, bie b.c Srenbecf vom ^unterer 
gefauft bat, foll ein früherer ©pruchbrfef unb Kaufbrief bei Ärdftcn bleiben unb beß 
Srenbecfß Starch fein „nach berfelben leptten gac umbin piß in ben graben in ben patfc, 
ber f)inberbem fiefg ift, ber gein puritor hinauf get unb wert in bemfelben graben auf bie 
hoch unb ©ben alß pon alter ju ber leptten gehört unb recht ifi unb wert hinwiber umb 
auf bie hoch piß auf ben weg ba man in ben ©aumgarttobel fert." — 3 u 9l^i<t> würbe ber 
©treit wegen beß SBuhrß, weichen ber Srenbed ju feiner Stuhle im ©aumgarttobel an? 
gelegt hatte unb woburch bem 'puritorer ber ßahrweg gefperrt würbe, bahin gefcbli<btet, 
baß Der SDBuht bleiben, iebrr Inhaber von Burgfrirb unb bei ©aumgarttobelß aber ben 
SBrg nach bem Euhr fo lang er ift machen foll nach bem Berg hin» fo baß man um brn* 
felben fahren !ann. ©om 2Buhr aber gegen ben ©i& wirtö foU ber ^uritorer unb feine 
0rben ben Sah'weg biß in ben Sanbweg ju machen fchulbig fein. 

9) ©in ©rabftein am ©oben por bet SiUilapelle ju Slitotting hat bie Snfchrift: 
»rVter ligt begraben ber ebre pr.b peft Doman 3renbed? ber geftorben ift anno £omini 
MCCCCLXXVIl. — ©nb bp ebel frau Stargreth beß Drtolf JJrenbecfen faligen ffaußfrau 
bp geftarben Ift anno JDomini MCCCCLXXXI1I an ©t. Xlbantag." • 


Digltized by Google 


182 •cfdjicljte brr groß. Gornngtfdjen 0d)ioT(rr unb Ijffmarkei» 

erbte jwar nur "bie Jpülfte be* Si$e* ©urgfrieb, womit er auch 
am 29. 3uni 1477 Pom ©ombcrger 2)omprobjt ©eit 2ruchfeß bes 
lehnt würbe, ba ober fein ©ruber Drtolf II. fcbon ba* ©ut unb 
- Schloß 6t. Baltin al*. mütterliche* Qrrbtheil befaß , fo überließ 
ihm biefer anfang* ba* (Schloß ©urgfrieb aßein 51t bewohnen 
unb verkaufte ihm bann fpüter auch feinen Qlntheil barem, ©on 
f)errn 20ilhelm flammt bie binie ber ürenbeef ju © u r gfrieb 
unb Pon feinem ©ruber bie ber Z r c n b e cf $ u S t. 9Jt a r t i n h«r. 

£err 2B ilb elra 21 re nbeef, anfang* Oberrichter ju üanb** 
tut, bann Äaflner $u Crggenfelben , hot Piele ©üter unb ©ilten 
$u ©urgfrieb erlauft, namentlich Pon fiorenj /pofel $u Öifenfelben 
eine SBiefe in ber Bühlau, welche aßenthalben an bie £ren; 
becfifd;e Sangwiefe (ließ (2. 9?oo. 1480), Pon Florian gifcher bie 
Solbe ju ©ruef, genannt ba* Äoblergütchen (1480), Pon Jpannö 
IDlünbelebcrger unb Jpann* Schrüfl (1482) 1 tyfb. Pfenning, bann 
(1483) 6 (Schill. Pfenning unb (1486) 12 Scpifl. Pfenning jährlicher 
©ilt au* bem Schraßengut ju (Jifenfelben, ferner 1% <pfb. ^>fen* 
ning jdhrlicper ©ilt au* bem Jtoblergut $u Otieberfleinhering (24. 
3uli 1483), Pon Jpann* Nobler (1495) ein @ut ju Jlolberßberg, 
pon Jpann* (Jcfer 1 tyfb. Pfenning jährlicher ©ilt au* bem Gfcfcr* 
gut (26. 9Jtür$ 1492) unb enbltch Pon Ulrich ©unber*berger unb 
beffen Sohn ©ernharb (1486) 10 Schiß. Pfenning, ein Stiftpiertel 
SBcin unb 2 Rennen au* einem Jpofe ju ©unber*berg, ben er 
halb barauf (3. 5Jpril 1492) ganj erlaufte. 10 ) 

£err ©Jilhelm ftarb por bem 28. 2)ec. 1496; benn an biefem 
Slage pertaufte ßBolfgang Koiferöberger ber eblen grau©arbara, 
SDilhelm be* Srenbecfen ju ©urgfrieb unb ßaftner* $u ©ggenfel* 
ben feel. 2öittwe, 60 Pfenning jdbrl. ©ilt au* bem Rittergut ju 
SWaping. n ) grau ©arbara, ^eter Corner*, ©ürger* $u Äelheim, 
Sochter, hott* ihrem ©emahl 8 Äinber ,a ) geboren, pon benen je» 
hoch nur bie brei Sohne Jpann*, ©ernharbin unb (5ra*mu* im 
©ejth Poti ©urgfrieb blieben. 


10) 7Cu$ Ortginalien. 

11) Orig. Siegler Slupprecfct Seupprecbtinger ju ©räftng, Qsrbiicbtfr ju SBinbering. 

12) ßljriflopl), 97? ortet) ju S3erd}tej>gaben (1492) bann (1512) ’J'robft ju 4?cgeln>6rtf?, 
ftarb 1523. 22 i 11} e Im flarb Ubig 1512. 83 en lg na, Äloflerftau auf bem SRannberg 


töinljfnng, frauenbüljl, OurjCtieö, Ärbing unb UJalbbtrg. 183 

x • * 

§. 4. 

H>err £annd öon Srenbecf beftimmte (tcf> bem geglichen 
©tanbe unb erhielt burcb Uebergabe Don ©olfgang Don Sannberg, 
$ombecbant ju *Paflau, eine 2)omherrns<Pfrünbe ju Sreiftng 1S ) 
(1502). (5r laufte (1507) Don §annd ©üller jwet ©üter ju £olj 
unb (5cf 14 ) unb ftarb am 4. Juli 1508, wie fein ©rabftein in 
ber Selblircbe bei ©inbering und anjetgt. ,ft ) 

Jperr ©crnbarbtn bon Srcnbecf, welcher {ich bad ©cblofl 
Neubau ober ©t. (5radmud am 3nn neu erbaute unb noch aufler# 
bem IHatbmanndborf im ßanbgericbt ©ildbofen befaß , überließ 
feinem ©ruber (5radmud gern bie alleinige ©ebaufung ju ©urg« 
frieb. ßeptrer bergroferte feine ©eftpung, inbem er (14. Hpril 
1510) einen ©ulben ©ilt aud jwei ©utern ju £olj unb 

(5c f, ein Sagwert ©iefen auf bem Singer $u ©cbmibtflccf (12. 3un. 
1510), 1 $fb. *Pfenntng (1516) unb 5 ©ebifl. Pfenning jährlicher 
©ilt (1511) aud bem Äoblergut ju Weberjleinbering, bad ©ebräflen« 
gut ju Uifenfelben (1515) unb 1 tyfb. Pfenning febwarjer SJlünje 
auö bem halben ©ut ju Äaujing (1522) erlaufte.* 4 ) 

©ein ©ruber ©ernbarb in aber trat in b^joglich baperifebe 
SDienfte unb würbe Pfleger ju Äraiburg (1507. 1508), bann erhielt 
er Bern ©ifcbof bon $affau bie pflege auf bem Oberbaud ober 
©t. ©ecrgen ©erg (1518), bom Qfrjbifcbof bon ©aljburg bie ein# 
träglicbe pflege Üflublborf (1526) unb jugleicb auch bom 2>om* 
probft ju ©amberg bad Slint unb bie <Probftei ©inbering (1524— 
1528). (5r fTarb im3ab« 1530 unb binterlicf «nen ©obn £annd 
unb eine Socbter U r f u l a , n ) welche er mit feiner ©emablin 


ju ©al)burg. 33rigf tta nerheirathet (1509) an Söilfcelm SaufEft^er ju ©utenburg# 
Xnna öerfiefratljet an Dr. 9>eter «Baumgartner ftarb 1533. 

13) ©ein SReoerO gegen baö Domfapitel. Dat. ©t. ^peter unb 9>aul. 1502. Orig . 
hn SReic&iarchtö. 

14) Orig. Dat. ®tfttroo<& in ben ofet Eigen 1501. ©legier Ulrich grofcfcalmer, ßrb. 
rietet ju SBln&ertng. 

15) „tfnno JDomini 1508 an ©anb UlridjStag tfl geflorben bet e&xjvürbfge unb fcoifc* 
gelehrte £crr So^anneS ton Erenpatfc ju SurEfrlbt , Cicentiat ber Reihte, &ie begraben ' 
bem ©ott genebig fei." 

16) Ktte biefe Kaufbriefe fiegelt Ulri<& ^roftfcalmer, ßrbridbter ju SBfnljering. 

17) ©ie oermdhite ftcb mit SBilftelm ©raf ju ©cbermberg unb ©olbetf, beffen 
SRutter be6 ©rjbifchofö 8eonharb non ©aljburg ©4fnejter war. 


I 


Digitized by Google 


\ 


184 •cfcljicljte bfr §r8fl. C«rrtnfcCc^en Scijlöffer «n* |ofmackta 

% 

£ebi*tg, Gbriftopb ©eorgerö $u gleit unb ßleibharting unb ber 
(Sabina Ueberacfer Slochter, erzeugt ^atte. 

. . • . r 

§. 5. 

2>a £err£ann$ von Srenbecf feine Scpwefter Urfula 
mit 4000 fl. wegen ihrer (Jrbanfprüche befriebigte, fo gelangte ec 
in ben aßeinigen Söeftp ber ©üter Neubau, DlathmannSborf unb 
beS halben Sl^eite von 23urgfrieb, welchen er am 6. 3uni 1533 
nebft bem £ofbau, bem ©ut ju Jpitjenberg, bem ©ut 23aumgarts 
leben bei tyurchtor unb bem ©ütepen ßinbaep bei Kranperg vom 

©amberger S)omprobfl ßJlarquart vom Stein ju fiepen erhielt. 

* 

2)urcp feine SÖermäplung mit be6 (JrjbifcpofS aRattpeuS von 

f 

Salzburg QSruberStocpter 9t eg i na Sang 1 *) (am er in nähere 
2}erpältniffe $um fal^burgifchen Jpof, unb würbe nicht nurfaljbur* 
gifcher Otatp mit 93efolbung, fonbern erhielt auch bie pflege 2J? üb U 
borf. Dr. Jpunb fchilbert ihn als einen „gefepieften, wohlerfahrenen, 

V — 

prachtlichen üftann, etlicher Sprachen funbig." 2>of er aber auch 
ein guter f>auSpalter tpar, beweifen bie großen ©ütererwerbungen, 
bie er gemacht, unb bie bebeutenben Kapitalien, bie er bei feinem 
2obe hinterlief. 3n ber Stabt ÜJtublborf (aufte er ein JpauS, von 

* . » • / * * 4 ä » ► 

feinem SSetter ßulaS $baim ju 2)orfpacp, Olitter, unb beflen ©e* 

#• . » , * ^ • • 

mahlin Otegina, geb. SBieSpecf, bie £ofmarfen © er $en, ÜRangern 

unb 3 opanneSbrunn, im fianbgeriept 23ilSbiburg, bann von 

• • * * • * 

föalthafar Kolnpecf ju Slburntenning jwet £ofe ju ©langem, enb? 
lieh mehrere SSergwerfSantpeile im ©rjßift Salzburg. 

2)a Jperr JpannS (eine Kinber hatte unb feine ©üter bem 
©tanrisftamme ber Srenbecf erhalten wünfepte, fo hinterlegte er 
am 10. Sept. 1536 imKlofter Otaitenbaflach ein Seftament, worin 
er feiner Schwerer Urfula nur 500 fl. legirte, feiner ©emahlin 
bie lebenslängliche 9?upniefjung beS Kaufes ju ©tüblborf unb ber 
Von ihm neu erfauften brei £ofmarfen Vermachte, jum UniverfaU 

erben aber feinen 23etter (JraSm US von fcrenbeef ju 93 urg* 

, 

frieb unb £elSberg mit ber 93ebingung ernannte/ baf nach 

» ■» 

i 

i 

19) 3br< CSUrrn waren £ufa« Sang ju IBaUenburg , Ritter, unb feine (Vernagln 
®targaret$e, geb. 4?ofertn »on SDBilbenwart$.| ~ 


i 


9 


Digitized by Google 


, 1 ' . ' 

tDinljeitng, irnutnbfilg, 6urjfrie&, Klebing unb tOulbbfrg. 185 

- » t i 

befielt. 2obe aße ©üter an beit ndepfl geflppten 2renbecf faßen 
faßten. 9?ur bad Scblog Neubau am 3*tn faßte, wenn ©radmud 
linberlod flerben würbe, fletd auf ben Slelteften bed ganzen 2ren* 
beefifeben ©efcblecpted faßen... 2Jugerbem bermaepte ,er feinem 
Sreunbe, bem fatyburgifepen Otafa ©briflopp ferner, feine Berg* 
werfdantpeile, feinem Better £>annd bon Slrenbecf ju ßBalbberg, 
Pfleger ju ßBafferburg, 300 fl. bon ber Summe, bie ec ipm fcpul* 
bete, unb enblicp bem ©rabifepof bon Salzburg J w'elcper ipm unb 
feinem Batet biel ©uted getban, 1000 fl., fein befled tyferb unb 
ein Silbergefcpirr im ßöertp bon 50 fl. «' ' 

£err £annd bon 2renbecf flarb im Sabre 1539, wie Dr. 
Jpunb erjrtplt „am 3ai&* an eim fpalten trun! püer, bauon bie 
£ungl bnb Eeber jerfuer." Seinem lebten BJiflen gernäg flelen 
alfo feine ©üter auf feinen Dpeim ©radmud. 

'• §• 6 . 

* / r 

• * + # 

£err ©radmud bon 2renbecf ju Burgfrieb unb 
£ eidberg, früher Äaflner $u Burgbaufen> bann pfleget* $u 
Oteicperjbaufen, gerietp beim ^er^og ßÖilpelm bon kapern in 
folcbe Ungnabe, bag biefer ipm nicht nur £eldberg, fonbern auch 
bie eben erfl ererbten ©üter Neubau unb Burgfrieb einjog. 2)ed 
£anbedbcrwiefen, fcpeint£err ©radmud in tyfaljneuburgifcpej&ienße 
getreten ju fein, benn am 14. ^pril 1540 bereinigte er anflatt 
bed £er$ogd Dttbeinricp unb wegen beffelben bon Äafpar ©iffen* 
berger, Bürger ju Nürnberg, gemrtg einer pcrjoglicpen Berfcprei* 
bung 840 fl. 91b* in grober SWünje empfangen $u baben. ,2öegeu 
feiner £dnbel mit £erjog ßBilpelm reifte er 1542 mit feiner ©e< 
mablin Barbara, SBolfgang Baumgartner* jum Srauenflein 
unb ber SWargoretpe bon Otugborf Sfocpter, na:p Speper, um ba# . 
felbfl feine Älage am faiferlicpen JCammergericpt ju berfolgen. 
Dr. jpunb erjäplt, beibe ©peleute feien flu Speper geflorben unb 
bei ben Barfügern bafelbfl begraben, wad ju bejweifelm ifl, ba ber 
Jtanjler Cecnparb bon ©cf einen Bergleicb $u Stanbe brachte unb ben 
£er$og Silbelm wieber berfobnte, fo bag biefer ben ©radmud 2ren* 
beef im 3a(jrc 1545 mit ben bom Witter ßufad Rainer erfauften 
Otueflorflfcpen, Vücplerifcpen unb £ainerfcpen Wfterlepen belepentc. 


186 #tfrl)trl)tt feer gräfl, lorrtnjifdje* $rljlö((rr unfe jQofa«rkrn 

©r ^interlief jwei unmunbige Äinber, Wargaretbe unb £annd 
©ra$mu$, über welche noch 1519 ber cble unb \>efle ©ra$mu* 
5luer jm typtenbncb bie ©ormunbfcbaft führte. 

' §. 7. • 1 

« / 

£err £annd ©ra$mu$ j u Srenbecf ju ©urgfrteb, 9teu* 
bau, £el$berg unb ©er$ brachte theilö burcb Xaufcb (13. 3uti 
1551) tbcil6 bur d> Äauf bnö Wittergut ju Waging 19 ) an {leb/ 
unb perfaufte (28. 2>ec. 1362) SeibgebingOgerecbtigFeit auf betn 
2Deiherbaufe am WarFt ju Äraiburg betn ©onrab ©ebneiber, weU 
cber ihm fpdter (16. 3uni 1554) biefe ©ereebtigfeit wieber fduf* 
lieb überlieg. 

©r war Permdblt mit Worin, ^Ibolf 5Xuerd $u SBinFel Slocb* 
ter, welche ibm einen ©obn unbeine Tochter 20 ) gebar, bie aber 
beibe Por ihren ©Item [Farben. 2>a mit ihm 1559 ber Wannö* 
flamm feiner Sinie erlofcb, fo ftel ©urgfrieb old ©ambergifebed 
Sehen aitf feinen ndcbflgejtppten ©etter 2B 0 l f ©eifrieb 0 c n 
Srenbccf ju ©t. Wart in, 5lcubau aber ald Wajorat auf 
ben Sleltejten bed Xrenbecfifcben ©tammed, 29ilheltn oon 2rem 
b e cf jil SEBolbberg unb ©ebambaeb, unb enblicb £eldberg 
nebfl ben übrigen ^IHobinfgütern auf feine ©cbwefter Wargarethe. 
Sefctere jtarb halb naeb ihrem ©ruber aud ©ram über getaufebte 
Siebe 21 ) unb ihr ©rbtbeil erhielt ihrer Wutter ©ruber, Jpannd 
©aumgartner jum Srauenftein. 

§. 8 . 

2Bolf ©eifrteb pon $renbecf, bifeboflieb paffauifeber 
ölath unb Pfleger auf bem Oberbaud, bat für ©urgfrieb fo wenig 


19) i )aß ®ut war Bamberg« (St 6. (St gab bafär fine Summe ©elb unb eine 
SBiefe. Siegler: Äafpar $>ernborfer ju Xmman ber Jperrfcbaft SBinfcering.— 1548 

, ertfjettte Sraömuß JTrenbetf 8eibgebing auf bem Gut ju Jj?oljen unb 1555 auf bem Out 
9tie>erf4>2>ffberg. 

20) ©rabßein in ber 3fetbFfr<^>e bei SBinljfTing : ,,J£>ie liegt begraben Barbara beft 
©bten unb Beften #annß ©raßmuß ton STrenbetf ju Burgfrieb unb .fcclßbtra elidpe SDoäter, 
fo er bei Btarfa Sluerin erworben, bie geboren ben XI» ©iaf unb geftorben ben XXIII. £>ct. 
1558, ber ©ott genebig fein wolle. > Urnen" 

21) Dr. #unb fagt ton ifcr: „©raue ßaffla (@raf ßabißlauß ton J^ag) terwdljnt 
fie ber e &e, aber fte war ton im betrogen." Sie bewohnte am 12, Xug. 1561 no<$ baß 
Stenbecflföe #auß ju SDtüblDorf. 


tDinljering, lraunibfit)l, ßurgfrrcb, 2trbing und töflldberg, 187 

' • » * 

i 

geth«n alb für 9?eubau, welcheb er nach bem Hobe feineb Settern 
#annb von Hrenbecf ju SBalbbcrg alb nunmehriger Aeltefter beb 
Jpaufeb (1566) erbte, 9?ad) feinem Hobe (1596) tarn ©t. SWartin 
tbeilb durch (5rbfd)aft, theilb durch Kauf in bie $<Ünbe beb£annb 
Drtolf von Hattenbach , Surgfrieb aber unb Weubau erbte ber 
einige noch lebende Hrenbecf, ber unmündige £annb @hri» 
jtopb, ©ohtt £eb pannb ©corg von Hrenbecf $u 923albberg unb 
©cpambach. 

£annb (S^riftop^^ Sormünber, jpannb Sribrich von tyrepilng 
Zum Jpubenftein unb £annb Sernharb von 9fotbaft ju SBernberg, 
beforgten gewiffenhaft bie Angelegenheiten ibreb STtünbelb, beffen 
©chweflern f^ nr * n 3fabeda unb Anna Üflaria nur gegen große 
©ummen auf bie väterlichen (guter vernichteten. Slob auf Surgs 
fricb alb SWannblehen tonnten fte feine Anfprüche erheben, weß* 
halb auch ihr Sruber fogleid) allein bamit belehent mürbe. 

Alb £err £annb ßhriftoph von Hrenbecf mündig geworben 
war, häufte er fo übel, baß feine ©djulbenlaft auf 30,000 fl. flieg, 
ja er verfäumte fogar viele 3«hre lang nach bem Hobe beb bam* 
berger 2>omprobftb 2Dolfgang Albrecbt eine neue Selehnung mit 
Surgfrieb nachnufuchen. 2*eßhalb flagte ber 2)omprobfl Johann 
Shriflcph Ofeufietter, genannt ©türraer, auf Cehcnverwirtung, ' 
unb lub am 7. Uttarn 1631 bett £errn von Hrenbecf vor benßchen* 
bof nach Samberg, wo jeboch bie ©acbe gütlich beigelegt würbe. 

Son ihm liebt man in gleichzeitigen ©chriften folgenbe ©chil* 
berung: „(5b war ein feljammer SDlifanthropub ober unfreunb* 
lieber Uflenfch, lebte unverbeiratbet mit einer Goncubinen, hat bep 
ihr brei ©ohne unehlich aubge^ogen, wollte fte bei feinem Hobt 
noch ehelichen, blieb aber ungefipeben." 2)a er fiep außerdem auch 
bem tyroteftantibmub nugewenbet patte , fiel er beim Kurfürften 
üftarimilian 1. in folche Ungnade, baß er beinahe beb Canbeb ver* 
wiefen worben wäre. (5r flarb ju 9?euotting am 11. 27lä rj 1637 
alb ber £ej)te feineb 9famenb unb ©tammeb. 

©eine ©üter UBalbberg, ©d>ambach, ^Peijfofen unb bab er* 
lofehene Majorat Neubau erbten feine beiden oben genannten ©cpwe* 
flern, ber lehnbare ©ip Surgfrieb aber fiel bem 2)orayrobft von • 
Samberg heim. * 


188 6*(ft)tcl)tt ber jrfifl. Cotrinjifftjcn JßetjliCfer unb ^efmarkm 

§. 9 . 

i . • 

9?a# bem Wuöfterben ber £errn bon S'renbecf bewarb ft# bet 
2Rar#efe 9?eftor «PaHabicini, £err bon Wifling, eifrig um bie 
©elebnung mit ©urgfrieb, wel#ed ibm bot allen anbern gelegen 
gewefen wäre, ba er ba* nafje 2Binbering bom 2)ompropft ju23am* 
berg ju fielen trug. Allein bet 23amberger 23if#of granj ©raf 
bon £a$felb war fern dttitbewerber, unb biefer erlangte lei#t 
für ft cb unb feinen 23 ruber ben taiferl. Selbmarf#aß Jp ermann 
©raf ju @lei#en unb £a$felb, Jperrn ju 2)ra#en* 
fefb bie Selcbnung. 2lld er aber feine neue (Erwerbung beft#* 
tigen lief, fanb er biefelbc fo unbebeutenb an ©inlünften, baff er 
fle bem lurfürftl. baprif#en itanjler 23artbotome 9ti#el am 
8. Slpril 1639 f#cnfte. 2)iefer erfaufte halb barauf (1641), wie 
oben erjäblt würbe, ben nabgelegeneit @i$ Srauenbübl unb bie 
gIei$faH* bom 2)oraprobft ju 23amberg $u geben gebenbe £ofmarl 
SGBinbering, adobiftjirte bann (2. 3uni 1543) SBinbering unb 93urg» 
frieb unb erlangte enbli# (17. §ebr. 1644) bom ßurfürjten üttarw 
milian I. bie ©nabe, bag bie (Sipe 23urgfrieb unb Srauenbübl ber 
§ofmarf SBinberittg ineorporirt unb in bem 93ejtrl ber £ofmart 
begriffen, alfo ade brei ©üter ©ine jpofmar! fein unb bleiben foUen. 

23on biefer 3eit an bererbte ft# 23urgfrieb, wie oben bei 28in* 
bering erjäblt würbe, bi$ auf £errn 23artbolome 9ti#eld Urentel 
üttar Sofepb Sreiberrn bon 9ti#el, wel#er (8. SWai 
1717) SDinbering unb Srauenpübl bem ©rafen 3gna^ bon Sorring 

§u3«ttenba# berfaufte unb nur 23urgfrieb mit bem £ofbau, hier 

• \ 

©üter ju Oberbiljcnberg, tyieftor, Äronberg unb ßaiferfcberg nebft 
9 Kolben al6 ©igentbum bebielt. 2)ur# 23crglei# überlief ibm 
©raf 3 gnaj bon 2orring (14. 5ebr. 1721) no# brei Untertbanen 
$u £ol$en, ©cf unb ÄolberOberg nebft jwei (Solben $u lebenblüng* 
li#er 9?ubniefung, wogegen ^reiberr bon 9ti#el bem ©rafen ba6 
23orfauf6re#t auf ©urgfrieb gelobte. 

2>a$ ©#lof 23urgfrieb, wcl#ed feit 1637 unbewohnt geblieben 
war, befanb ft# barnalÄ in fo f#le#tem 3uftanbe, baf Sreiberr 
bon 8Ki#el* fl ) baflfelbe nieberreijjen (3uni 1721) unb an beffen 

, H) St war 1T2I — 1 756 unb gorftmrifter ju $ru<f, cebtrte ab« befbr Kein* 

ter am 19. 0ept. 1731 brm 3of>ann Unger, S3ergamt8»mt>tfer ju ^otljnroöbr, jfbo<$ mit 
Bot&r&alt non 500 fl. 3bf«ntgelb. 


I 


I 


Winljmnj, Jrattfttbfiljl , flurffrieö, Jlrbing unb tOalbberg. 189 


©teile bat Heine (Schläfchen erbauen lief, meldet beute noch (lebt. 
3nbef auch biefeö neue £au$ bewohnte er nur f:lten, weil feiner 
^Behauptung nach bie weicbe Cuft feiner ©efunbheit fchabe. ©nb* 
lieb verkaufte er (22. 2>ec. 1755) auch biefe Heine ©ejlpung bem 
' falferficben Seltmarfchall 3<jna$ ©rafen bon Sorring, welcher ibm 
gleichwohl bie ^upniefung beö ©utet überlief. ©r ftarb wenig 
Sage nach bem ©erlauf (6. Senner 1756) irrt ©cplofchen 93urg* 
frieb alt ber £c$te feinet Stammet. (Sein Leichnam ruht in ber 
9>farrlirche ju SBinhering, wo ihm ©raf S^naj bon Sorring auf 
eigene Äoften einen ©rabftein* 3 ) feiert lief. 2>en ölefl feinet 93er* 
mogent erbte feine ©cbwefler flJlarie Sherejle, äonoentualin bet 
geglichen Snfiitütt Wlaxia ju 93urghaufen. 

©eit 1756 ift Surgfrieb ©igentbum ber ©rafen bon Sorring* 
Scttenbacb unb $ertinenj jurn ©Ute ©inbering geblieben. £a* 
©cblofcben aber würbe wegen ber 9lähe bet grtfen unb febonen 
©cploflet Sraucnbühl nicht mehr bon feiner £erifchaft bewohnt. 


\ 

t 


i • 


t / 


IV. 

V I 

SDi« ^ofmarfen SBalbberg unb ttrbing. 

*• 

§. l. 


* 


/ 


*• 


©ine halbe (Stunbe lintt bon ber Canbftraf e, welche bon9?eu* 
otting nach ©ggenfelben führt, liegen bie gräflich Sorringifchen 
Jpofmarfen 28a l b berg unb 2lrbing, welche beibe in bie Pfarrei 
Jpirfchhorn unb in bat 2anbgericht Slltätting gehören, bon wo fie 
brei ©tunben entfernt finb. 

Söalbberg, fo genannt wegen feiner runbura bon 2öalb um* 
geben hohen Cage, jahlt 15 Käufer mit 70 ©inwobnern, batSchlof 
aber, worin biele Sahrhunberte bie 93efi^er beiber j^ofmarlen häuf« 
ten, fleht nicht mehr, hoch ift bie ©runbbefte babon noch leicht &u 
ernennen. Slrbing hat gleichfallt 15 Käufer mit 84 ©inwohnern 


23) 3nf<$rift: „Eta* Sofepf) greifen: non 9tic&el auf JButflfriek, lurfürfll. Pfleget 
unk gorftmeiftet ju prud in k et obern Pfalj, tvtlQn btt Se|te feine* Staaten* unk 
fKamme* wat unk in 9ott feligli# netföieken k. I. Sännet 1166" 

i i * 

\ 


0 


I 


Digitized by Google 


190 GffcIjicSju bet gräfl. Corrtngtfcijtn £cl)Uffer unb jfofaarken 

unb ba$u eine Äirche, beren ©chuhpatron ber heil. @eorg, unb 
tvetd>e Stliol oon £irfchborn ifl. Slußerbem geboren ju biefen £of# 

. marfen noch einsichtige @üter ju (Ecfing, 2ftat«berg, SJQhart«* 

berg, Weit, Otoggelftng unb Äoßmann. 

• \ 

$ie älteften ©eftyer unb wahrfcbeinlicb auch (Erbauer ber 23efle 
SBalbberg waren bie Berger, 1 ) ein oltabelige« ©efchlecht, 
welche« fein (Erbbegräbnis im jtlofhr 9taitenba$Iach batte unb 
ju (Enbe be« 14. Sohrhunbert« au«geftovben ift. 9?ach bem $obe 
£ann« be« ©erger« $u SBalbberg tbeilten feine ©ohne 
#ann« unb Ulrich (1392) bie oäterliche ©erlaflfenfcbaft fo, baß 
Ulrich bie ©efte 2Balbberg erhielt, fein ©ruber £ann« ober mit 
©elb unb einigen ©auernbofen obgefunbcn würbe, ju benen er jtch 
(1393) bo« ©chloß ©urgfrieb baute. 511« ober Ulrich (1397) fin* 
berlo« geworben war, oerglichen fich (1398) feine« fecl. ©ruber« 
oier Tochter mit feiner binterlajfenen 20'ittroe Dorothea ©prito* . 
cperin wegen SBolbberg, welche« £ann« be« ©erger« Sochter (Eli* 
fabetb gegen £inau«bejahlung ber Swefterlichen (Erbonfprüche 
allein übernahm. 

• / 

§. 2 . 

(Elifobetb bie ©ergerin war oermäblt mit £onn« oon 
2renbecf, herzoglichem Pfleger unb 5or|tmeijter ju Oetting, 
woburch SBolbberg in ben ©efty be« ' ©cfcbledjte« ber Srenbecf 
fom. 9?och ihrer SDlutter 2cbe befaßen bie ©rüber Ortolf unb . 
-$bomo« oon $ren be cf eine Beit lang ba« mütterliche @3ut 
2öolbberg gemeinfchoftlich, bi« bem oäterlichen QBiHen gemäß Dr- 
tolf einen 2beil oon ©urgfrieb unb mehrere in ber 9?äbe gelegene 
|)6fe, fein ©ruber £boma« ober bie ©efte 2Dalbberg al« (Erb# 
theil erhielt. 

Jperr £boma« oon SErenbecf ju QBolbberg, Pfleger ju 
Otafchenberg (1408) unb Srounjtein (1409) oermählte fleh mit 
©arbara, 2ßilhelm« be« Srofchel, ©iebberrn ju 9teichenbaß $od)* 
ter. ©eibe (Eheleute unb Jpeinricp oon ©taubach mit ©eiftira* 


1) 3ftr SBappen war ein gelber (Stern im rotßen unb fänxtrjen Selb uberjtrerg 
abgetbeitt. SBergl. übet biefeS öefc&letfct Dr. £unbö ©tammb. 111. SEfceil in ber ©amnu 
lung biftorfftye* ©Stiften von Breibecg 83b. 111. p. 521 unb Mon. Bote, 111., 221. 




Digitized by Google 


4 


r. 

* ■ i 

tPinljertnj, iraucnbflijl, ßiirgfritb, 5ltbi«j unb tOntbbfrg. 191 

♦ 

mung feiner ©imahlin Beatrix pon SBeicha perlauften bem Jper* 
jog SuPwig ihre gemeinfchaftlich befcffenen ©üter im Iflotenburger 
unb OBoaburger ©ericht 2 ) (31. Oct. 1455). 

i 

©pater würbe £err $homaa tyrobft vor ber Snnbröcfe unb 
Slnwalö im 9tath ju $affau, welche Remter wahrfcheinlich ihn be* 
fiimmten nach bem ftatb feinea S3rubera Drtolf Pon Srenbecf ju 
. iBurgfrieb feinem S3etter Jpanna pon $renbecf, 9Bautner ju 
©chärbing, (17» 2>ec. 1461) ben ©i£ 28albberg unb bie £ofmar! 
Vrbing nebjl ben brei ipol^ern • SJrbinger SBaib, ©Rachen unb 
SReithoIj ju Perfaufen. 3 ) 

Slujler Söalbberg befaf Jperr £anna pon 2renbecf noch bie 
©üter ©eftelberg unb ©chambach, welche er $um 2heil mit feiner - 
©emablin SBargarethe, ©rbarb Slbfaltera ju ©eftelberg Tochter, 
(1449) erbeiratbet/ $um pon ©ilpefter pon ^feffenbaufen 
erlauft b*Jtte. £err Jpanna, pon bem bie Jiinie ber Srenbecf 
ju Söalbberg unb ©ch am hach abßammt, fett im 3^bre 1463 
ju $rag gefiorben fein. 


2) Orig, Sftrf$öaT$ft> dat. Grdjtag na$ bem Sonntag spalmarum 1455. SRitf. 
SBilbelm von Hicbperg, J^ofmeifitr unb Jpan«6 ©terner Kentmcifier ju ßanbö&ut. 83er* 
fauföobje fte waren : „b. ©ebelmaiergut non Drt , b. J&ofmaier ju ben J(?öfen, Hufnagel 
ton ©anb <Pangteften ©lewm, b. ^>of ju ©awnfouen, b. Sfnbneröon ^fettsfouen, Steidjerg* 
borf ber -$>of , b. @ut ju Jpat>b, ber ^acbbof in ber .pofmarcb ©pgenpadj, ber SIBtrt oon 
Drt, ber SBirt non ©lewm, alle im ütotenburger ©ericbt, bann Stdgfel ©wapger bei ber 
©tainmäl in ber Hu bei Äronwinfel im SRoäburger ©ericpt unb ein ^rautgarten im 
Surgfrieb ganbgfjut. 

3) Vidim. 9teid)öard&. Dat. $>finjtag »or ©t. Sbomagtaj beg b«il* 3welf 3>oten, 
1461. ffllitf. Drtolf non ffrenbedf ju Durgfrieb, SBilbelm Stuft berget ju gurt unb Cubwig 
Jtdbllofer ju SBurfljaufen. — Hig Äauföobiefte werben aufgefufjrt: „ber ©ifc genannt 
SBalbberg mit J&ofmarfggereditigfeit, ©raten, SBaffer, ©drten, ©tabl, SBciljetn unb allen 
4?olimarcben unb fonber mit ber «pofmanfc Hrbing mitfambt ber STafern unb ©djenfretbt 
bafeibft unb bie brei £oljboben Hrbinger SBaib , ©djaiben unb Pteit&olj, baran Stimanb 
ju maiffen bat. 2) ad Steittjolj ift oon bem Bauern non SBaib fcerban getaitt worben, 
©aju b. 4>of ju SBalbberg mitfambt b. 3ef)ent, bie ^>urt bie ©ölbe bei SBalbberg fambt 
b. 3ef>ent » 2 4?6fc ju Hrbing , b. 9Bibem bafelbft, b. ©(buftcrgütel bafelbfl genannt baS 
^nudlefien, b. ^Duntgut, bie ©d>mibte fambt bem SBafferfaU tu bem ©c&leifen, b. Äafern, 
b. ©tiglgut unb $runftabl bafelbft, b. Dberfaltergut, b. ©ütel ba brr Sebenfrij aufge* 
feffen ift, b. ftieberfaltrrgütel, oora 2anb ju Steingarten unb baf ber Dteiter bad SBrenn« 
bol} ab bem SSalb bat, baoon giebt er jdbclicb 6 ©djiU. ^Pfenning, bie SSiefe uor bem 
©(bacben mitfambt ber SBaib im ®d)a<ben giebt i&brli<b f ' n Pfenning, ba6 Steiger* 
gutel giebt 60 Pfenning um ba6 SBrennbol)# non bem Steitbol) giebt man i&6rt itp von 
ber SBaib IS Pfenning unb nimmt i&bdi<b barum einen Daum alft non Hlter bertommen 
ift, Jtbrap am <pebenberg giebt tu St. fXidbrlätag 6 Rennen. Don allen biefen ©üter* 
ftnb nur brei furftliib bapri.cb 8el)en, nemlicb ber halbe yrunftabl, lab ©tiglgut uab ’purt 
bie ©ölbe bei RBalbberg. 


Digilizsd by Google 


192 6*rcl)irl)tt Ötr jrifl. flortittgifeljeii ßrljlöffcr und Ijofmorkrn. 

' 

3bn beerbte fein <Eobn ©eorg oott ürenbecf, welch« bei 
feinen ßanbe$b«rett in großer ©nabe ftatib, oon ihnen bie pflegen 
Äraiburg * 4 5 ) (1488) unb JReicbenbafl (1512) erhielt unb fogar jum 
9D?itoormünber über £er$og $llbrecbtd unmünbige Kinber ernannt 
»urbe. 2lm 14. 3wli 1500 belehnte ibn #er$og Wibrecht „mit bem 
falben Sbeil M ©Utes genannt 9)runftabl uno mit bem @ut 
genannt ba$ 0tiegelgut, beibe $u Wrbing, mit $url ber ^6lbe 
SBalbberg in 9Rittertircber Pfarrei unb Octtinger ©ericbt, enbs 
lieb mit bem Äainblgut flu Oteit in 2Ba0per6fircber Pfarrei unb 
(Jggenfelber ©ericbt." ©ine jweite ©elcbnung erfolgte (21. Del. 
1509) nach bem 2obe be$ £erjog$ Wibrecht. 

£err ©eorg oon 2renbecf, feit 1502 mit ©eronifa oon Wb*im 
oerbeiratbet/ ftarb im 3®bre 1515 unb' binterließ ftebeit unmün« 
bige Äinber 6 ), über bie fein fetter ©ernbarbin oon Srenbecf ju 
©urgfrieb bie ©ormunbfebaft führte. 

?lm 29. 9ttat 1518 belebnte £er$og QBilbelm btt feel. ©eorg 
SErenbecf* ©ohne SBilbelm, $annd, 2)iepolt unb Jpieronp* 
mud mit ben fieben, welche ibr ©ater befeflfen batte. 3)a bet 
dltefte ©ruber ©Hlbelra, 6 ) Pfleger ju Sraunftein (1528) unb 


' r 

4) 31(4 -$frjO0 ®corg ben Burgern ton .Rraiburg bi* ©tabelau jwifc&en bem SRartt 
nnb bem 3mt unter ber Bebingung überließ, baß bie Bürger ihm i&brlich 2 yfb. 9>ftnnlnß 
bejahten unb ben SBeg unb Steg jwifchen bet Snnbrutfe unb ber SDtarterfdule unterhalten 
füllten, erhielt auch ®corg Erenbetf, bamal* Pfleger unb Äaßner au Ärafbarg, einen 
Äntbeil bei »erthtilung ber ©tabelau, unb fteöte beßhalb am IT. ©Idrj 1488 einen Stern* 
au*, baf er feinen SEheil an Stiemanb anbern verlaufen »olle, al* »er glefChfaH* einen 
Kntheil befÄge. 

5) £feronimu* + ira laiferlichcn gelblager »or Snrin 1535. Diepolb f lebig 
1644. Gecilia »erraähtte füh 1) mit Dtto ^rembfer *u SBüftlborf, 2) mit SDWchior Dttens 
berger.^ Dorothea »ermdhtt mit SBarmunb Rottauer ju SJtabau. <£l*6eth würbe 
»ahnftnnig. 

®) 3m ÜJaljre 1514 flagte Ghriftoph ©Chonborfer ju SJtitterlirchen t>or bem hergox 
Iithen £ofgeri<bt ju Burghaufen, bat SBilhelra ülrenbetf im ©cfcleß SBalbberg, ba* aufer 
ber #ofmar! Sltbing liege, gu ft&enlen unb ein geilbab ju halten fich unterfange, auch 
ja Xrbing neben bet £uff<hmiebe eine <Scbneibf<hmiebe ju gebrauchen oorhabe, welch** 
gegen bal alte $ct!ommen fei. — Darauf antwortete ber UrenbeCE, ba* Schloß SBalb* 
herg ‘unb bie 4>ofraarl Hrbing feien ein Ding unb gefCbeib barum -fcofmarch* unb lefn 
unterbruchiger ganbgerichtögrunb, »e*halb et in feiner $ofmarl bie Sofern, geilbab unb 
©chneibe hinoerlegen f&nne, wo e* ihm beliebe. — Da* J&ofgerfcht entfehieb am 12. 9ton. 
1514 „bie weil man beftnbe, ba$ jwifchen SBalbberg unb Xrbing lein unterbruchiger lanb* 
gerichtifcher ®runb unb jebe* mit Jj?ofmarfgere<htfgleit befreit fei, fo fall bemnach her 
SrenbecE ju fchenlen gug unb 3Ra$t haben, hoch mit ber unt.rfchieblichen Qrtldrung, bai 


\ 


Digitized by Google 


tÖtnfyrring, iraufnbül)!, Äargfrul» , unb tOfllbbfrf. 193 

i 

* > * 

Oetting (1555—1559) »eher in erfler (5he mit Sibilla »oti Stauf,. 

noch in jweiter mit 2(nna, ©alentin tyoringerl 2Dittwe, jtinber 
erzeugt hatte, fo würbe nach feinem $obe (1566) fein ©ruber 
£ann$- alleiniger ©eftyer bet ©üter UBalbberg unb Schambach ; 
benn bie beiten jüngeren ©rüber waren gleichfalls tinberloS fcfcon 
früher geflorben. 

3u tiefen ©ütern erbte £err £ann$ »on 2renbecf auch 
bas Majorat Neubau am 3nn. 2)och genojj er bie reiche (Jrbfcbaft 
nicht lange, benn er ftarb im folgenben 3 ahre (1557) im 64. 
Lebensjahre. Orr war ein fluger unb tätiger Wtann unb ju ben 
h&cbßen Staatsfiellen geeignet. Anfangs Pfleger ju SBafferburg 
(1536. 1537), bann £ofmeifter beS jungen JperjogS Wibrecht w5h* 
renb befien Stubien ju Snsolftabt, fpäter §of'meifter ber £erjogin 
(1550), wmbe er juleflt ßanbhofmeifter unb ©tcebom ju ©urg* 
häufen. Wach bem 2obe feiner ©emahlin ©arbara §ügerin »er» 
heirathete er fleh jum ^weiten üflale mit 3<rfob*c »on tyfeffenhaufen, 
welche ihm fechs hinter gebar, »on benen brei (Wnna, @hri|tina 
unb (Sbriftoph) in ber Sngenb ftarben, bie Zütytik SKaria aber, 
feit 1572 mit Ulrich »on tyrepflng ju ÄopfSberg »erheiratet, auf 
bie »Verliehen ©üter »erdichtete, fo bafl ihre beiben ©rüber £annS 
©eorg unb 28ilhelm alleinige ©eftper bcrfelben würben. $ie 
©ormunbfehaft über beite ©rüber führte ihr ©etter 2Bolf Sei* 
frieb »on SErenbecf ju St. SWartin unb 2>aniel OTetfenbecf ju 
' Schwenb, welch lejtercr am 20. Senner 1568 anftatt feiner 
^ftegfohne »om £cr$og ^(brecht mit ben »on ben Otottauern \)tv 
rührenben 5lfterlehen belehnt würbe. - 

2)a ber jüngere tiefer ©rüber 2Bil heim wenige JBochen nach, 
feiner ©erm^hlung mit §hriftoph beS SEanborferS ültefter Tochter 


er fidb ber Safetn ju TCrbing leine8weg$ gebrauten foH, fo lange et »fe ©<benfftatt ja 
©albberg tot. SBegen be$ geilbabe« unb bet ©«bneibt<bmiebe aber fott bet Stenbetf be* 
weifen, bafj beibc (eine Neuerung jtnb — 

2Bitbelm non Srenbetf ja ©albberg »erfaufte (14. SK 5t j 1535) an#aimeran Jt&nfgt« 
ober 11 ©tbiU. Pfenning id(>rU fflilt, eine ^otfcjeit um 15 Pfenning, 1 $&l)nct unb ein 
©tift»lertel 2£ein auS bem ®ute «RonigSib in bet ©rafinfee, SSalpurgfircbet $>farr unb 
^farrfittbet 8anbgetid)t, bo<b mit 83orbebalt » ö n 2 Sagen ©djarmerf mit SRann, Stof 
nnb ©efdbrt. Orig. e. S. — JDerfetbe ftetlt atS pfleget ju Detting non Kmtö wegen 
(20. gebt. 1556) einen ©tiftbrief über ba$ Jtbuemfergut ju Dber*2Binbering au6. Orig. — 
1561 bat SBiibelm »on Srenbad) in SSeifein feineS SBruberl J^annfen ba$ J&ubergat j» 
©olbartäberg ju Ceben genommen. SBinbetinget Cebenbmb- * • * • 

XI. 


13 


I 


\ 


< 

194 Der frfifl. Ucrrinjifcljni 6rJ^*fttr «üb J^oComtlun 

auf feinem ©chloffe ju ©chambach (12. 3uni 1882) ftnberloO flarb, 
fo beerbte ihn fein ©ruber £ann* ©eorg, weiter fomit aHe 
väterlichen ©üter allein befaf. 

§. 3 . 

£ann$ ©eorg von Srenbecf überlebte feinet) ©ruber 2BtU 
heim nur wenige Sabre (f 1590), unb binierlief von feiner ©e* 
mablin (Supbroftna ^ainerin von Püblbeim zwei Softer 9lnna 
Paria unb Paria Sfabella unb einen ©ojm $annö ßbn* 
fiopb, welcher ju ben väterlichen ©ütern Palbberg, ©cbambacb 
unb ^ei^tafen nach bem £obß feine* ©etter* Polf ©eifrieb von 
Srenbecf ju ©t. Partin noch bie gibeiforaiffe ©urgfrieb unb 
Neubau erbte. 91m 4 . gebr. 1599 würbe für ihn fein ©ormunb- 
©ernharb 9?othaft von Pernberg ju Slbolmtng vom £erzog Pa# 
rirailian mit bem halben ©ut ©runfiabel unb bem ©tiglgut ju 
' 9Jrbing unb ber ©älbe 9>urf ju Palbberg belehnt, (Jr felbft aber 
erhielt am 31. Pai 1604 vom Sreiberrn ^uftach von Sorring ju 
©eefelb, bem ©ormunb über bie ßinber beO greiberrn Johann 
©eit von $orring ju $ifjling, Settenbach unb Pinhering, bie ©e* 
lebnung mit bem $ubergut ju 9Uhart*berg in ©erhartsfircber 
, Pfarrei* 

$ann* (Sbriftoph von $renb<df, von bem fcpon in ber 
©efchichte beb ©t$e$ ©urgfrieb ausführlich gefprochen würbe, ftarb 
unverheirathet am 21. Pärj 1637 als ber £ejte feines 
tarnend unb ©tarame*. S)aburch fiel baS Pannlehen ©urg« 
frieb bem £omprobfte von ©amberg heim, in bie übrige ©erlaffen* 
fchaft aber theilten fleh (26. Suni 1639) feine beiben ©chweftem 
fo, bai Paria Sfabella, ©emahlin beS ber&ogl. ©atbS PaxU 
mtlian £unb von ßauterbacb, bie ©üter ©chambach unb 
9>ei)tofen, 9lnna Paria aber, ©emahlin 7 ) be* greiherrn Sohann 
91 Dam von ©umppenberg, bie £ofmarfen ©eubau, Palbberg unb 
9lrbing erhielt, leptere jeboch mit Ausnahme ber obengenannten 
herzoglichen Cehen, welche all Pannsleben bim Äurfürpcn heim* 
gefallen, von tiefem aber gegen erhaltenen ©ecompenS am 1. 2lpril 
1639 bem Paximilian Jpunb verliehen worben waren. 


Tj J&riratftl&rief d. i. IS. XptiL 1841. 


Digitized by Google 


f 


fOintjtrtRg, irtntenbüljt, Äurjfctrb, 2rbing unb tOaldberg« 105 

i ' 

§. 4. 

Freifrau 2lnna Maria pon ©umppenberg hinterliej eine 
einzige Sochter, (Jltfabeth/ n>eYct>e bie pon ifcrer Mutter ererbten 
Mütter Steubau, Mrbing unb ©albberg ihrem ©emahle £aun$ 3oo* 
ebimgreiherrn pon Ceibelfing $ubracbte, Welcher boju noch bie 
obengenannten lurfürftlicten fielen pon Maximilian £unb erfaufte. 
©enige 3<*hre fpdter (1646) Perduflerte ber Srei^err Pon Seibel* 
fing beibe £ofmarfeit ©albberg unb Wrbing nebft ben baju ge« 
(Trigen furfürftlichen unb ©inheringer fielen anSohonnMdnbel 
ju Deutenhofen, furf. geh. Stath, £offammerprdflbent, £e» 
benprobft unb Pfleger ju Dachau. 9?achbem biefer am 7. Mai 
1646 unb 7. Mai 1652 bie furfürftlichen Sehen empfangen unb 
(11. 3uni 1652) ben (Sonfenl erhalten hotte,, mit benfelben eine . 
lefctwiflige Difpofition treffen ju fonnen, permachte er bie #of* 
marfen ©olf$ecf, ©eratbfirchen, ©albberg unb ©iflning nebft ber 
©afran*Maut in ber oberen $fal$ mit ftbeifommiffarifiher @igen« 
fchaft feinem (Sohne $ann6 Ulrich, furf. Stegimentörath ju 
Straubing.^) 

£annd Ulrich Mdnbel, Freiherr Pon Deutenhofen 
auf Münchöborf, ©olfäecf, ©eratbfirchen, ©albberg, Sftegenpeil* 
ftein unb ©iflning reperfirte am 24. ©ept. unb 9. 2lpril 1680 ' 
wegen be$ pon Maximilian Stichel pon ©inhering unb beffen ©rben 
ju Sehen erhaltenen Jpubergute* $u (Solharbbberg, begleichen am 
22. Qlpril 1667 unb 20. 9?oP. 1679 wegen ber furfürftlichen Sehen. 

3hn beerbte (1685) fein einiger ©ohn 2Jn ton 3° f<Ph ®bam • 
Freiherr Pon Mdnbel, bem wegen feiner 93erfchwenbung unb 
©cbulben bie Regierung $u Sanböhut anfangö Kuratoren fepte, 
bann feine ©üter Pergantete. ©olfäecf, ©eratöfirepen, Slrbing unb 
©albberg laufte (1727) beö ©rafen £ieronpmu$Pon ©preti 
©emahlin Carolina, geh. greiin Pon Sngenheim, bie 
frühere ©eliebte bei äurfürflen Äarl Wibrecht, welcher ihr am 
12. (Sept. 1729 bie $u ©albberg unb Slrbing gehörigen Sehen mit 


8) @(fat ©ol)n $annÄ ®eorg erhielt bfr £ofmarf ©rutenhofen , rfn £aul ) tt 
JDadbau, Winnenthal im Canbgerhht griebberg, -parthaufen , ben $of ju Dttmaringen 
nnb SRalihaufrn. «pannS ©ebafiian erhielt bi« $ofm. $ubenflein unb ein Jpaub gu 
!Dlvm<hfn. $annb öhtiftoph bie JOofmatl Sanbern ira Canbger. 3Ci<ha<&. JOann# 
3g sag bie $ofm. 6teeg, J&oh<nbu<b unb SBbrtg. 

13 * 


I 


Digitized by Google 


196 6f(cl)tc^te Ift gtäfl. Carrinji Idje* 6cljlSffcr ttab ^ofmark«* tDinjjtrinf Mc 

s s / 

bem 3uf«i? verlieb/ bafl biefelben nach ihrem 2obe ihre9?atur oU 
SWannöleben wieber annehmen fönten. 

©cpon im folgenben Sabre (18. Sfpril 1730) Perfaufte bie 
©räftn ©preti ihre beiben Jpofmarfen ?Jrbing unb 2Qalbberg für 
10,416 fl. bem ©rafen Sßnaj Pon SEorri ng*3 e *t en &acb, 
welcher baburch feine ©eftpung SDinbering ocrgroflerte. $ie (Ein* 
antwortung gefchab am 4. ÜRail730 an ben gräflich Sorringifchen 
Üticbter ju 2Binbering granj £aoer ipeip , auf beffen $lnratben 
ber .Rauf abgefchloflen war. ©raf 3$na$ pon Sorring erhielt bie 
93elebnung am 8. 5töai 1731 unb 14. Üflärj 1746 mit ben $u beiben 
£ofraatfen gehörigen furfürfllichm lieben, welche auch künftig auö 
befonberer ©egünfligung SSeitefleben Meiben follten. 

2)ad ©chlofl SBalbberg, welche^ piele Sabre unbewohnt gcblie* 

ben unb beflbalb febr baufällig geworben war, würbe ju (En be be* 

* 

Porigen Sabrbunbertä niebergeriffen ; bie beiben £ofmarten aber 
Pererbten fleh in ber SBeife, wie oben pon ber jpofmarf 28inbering 
erzählt worben ifl. 3um ©chlufl perbient noch bemertt ju werben, 
bafl ber fonigl. baper. ©taatbminifler unb ©taatSratbdpräflbent 
Sofepb Siugufl ©raf pon £orrings©uten jell gemäfl be6 
£ebnebift$ Pom 7. 3ult 1808 ben halben SEbeil te$ @ute$ ge* 
nannt Srunflabl unb beö ©uted genannt ©tiglgut, beibe ju Slrbing, 
bann bie 93urg unb ©olbe ju SBalbberg mit ber Summe pon 80 fl. 
18 fr. 6 £eöer ber $lrt aflobifl^irte (18. 3«ii 1823), bafl biefelben 
gegen jährliche (Entrichtung eine* 93obenjinfc$ pon 3 fl. 12 Ir. 
6 £efler an ba$ Otentamt Surgbaufen (Eigenthum würben. 


TI. 


IKrhttnMtd)? fMtrajj* 

jut ©pecialgef($icf)te SSa^etnS. , 

33on 

/ Hath |)er. ' 

* ' ' // < 

(Sr ft e Lieferung. 

Piefe grünbet (Ich burchgängig auf Slrch ivalien be$ ehemaligen 
Jtlofter* <£ttal, unb jtvar auf bie nämlichen, »eiche ira ober* 
baperifchen Archive 93. II. £ft. III. <5. 430 näher bejeichnet (Htb. 

V 1 

©Treiben be$ Sreiherrn von Orenftierna an ben 9Ibt 

in Grttal. 

$11$ jener fchrvebifche ©eneral ©ubernator ber ©tabt 5Iug$* 
bürg unb umliegenben Canbe war, rote er (tch jum tvenigfhn in 
feinem bem illofter (Jttal 1632 ertheilten ©alvaquarbiabviefe felbft; 
nennt, erlief er an ben $lbt ebengebachten ^lofterd folgenbeä 
©Treiben: 

deinen freünblichen grue$ onb bereitwillige 2)ienft feigen 
bem £errn Prälaten bevor. 

3)ie$ wenige gefchieht bem Jperren Prälaten nochmclen »e* 
gen reflirenber jpranbtfteür 3ue erinnern onb ben felben 3«e er* 
fucfcen, gebachte reßirenbe ©umm auf* bolbeft onfelbar richtig ju 
machen:‘3rt gleichem wann ber £err Prälat bao falbe pferbt 
mir roolte folgen laflen, wil ich mich mit ime barymb vergleichen: 
£ier mit bed Jperrn Prälaten rvürtliche Antwort envartenb ver* 
bleibe ich 

2>e$ Jperren Prälaten 

$lug6burg 25. 9lugufti 2>ienfhviHiget 

Ad 1632. 93eneb... Ochfenftiern (sio) 

ns. p. 

®a« Sappen be« beigebrucften «Siegel« pat in Plbernem ©cfcilbe 
(ine Dcpfenflirn mit £%en unb firnem. Ueber bem Stpilbe ift 


/ 


I 


198 Krkttnblicijc flttträge 

% 

t 

eine ©rafenfrone mit einem 93. auf ihrer regten, unb einem D. 
auf ihrer Unten (Seite. 


t % 

91 1 1 e £anbwerlgperbinblichteiten. 

2>ie ßeinweber ber gefreiten Älofler (Jttalifchen ßanbgerichte 
SMurnau unb 5lmmergau hatten bie 23erbin&lichteit, tag £och* 
geriet auf ihre Soften ju unterhalten, unb jwar begwegen, »eil 
(wie ber SWurnauer Pfleger am 18. 3«n. 1700 berichtet) „Sie 
fonflen bie laiter, wan man einen pbeltbaeter ad suspendendum 
condemnirt anlainen müeften, fo ju Lunchen noch de facto in 
uiu ift." 


Um bag 3ahr 1630, alg ffe eine $anbwertgjunft unter fleh errich* 
tet hatten, tauften fle fleh aber oon biefer Serbinöliipteit auf immer log. 

(sHne ähnliche Saft ruhte fpäter noch auf ben Äovnraeffern $u 
SDlurnau. (Sie waren nämlich gehalten: 

bei ber Drbinati Tortur eineg 3nquifcten ben $afpel auf* 
ju^iehen, 

Unb alg 6* fl<& beffen cinft weigerten, gab bie taiferliche £oftanjlei 
jtt SDlönchen am 9. Sept. 1707 ben 93ef<heib: 

bag fpe (bie Äornmeffer) bem gefteUten begehren genug eint* 

i 

weberg folche Function fetbft perrichten: ober gleich wollen 
ein anberg bep ihme Ebbten (pou @ttal) augbitten foöen. 


3. 

Slucht beg 9Ibteg $ieronpmug in Stewtgaben. 

Cie Monuments boica (affen aug ihrer Series Abbatum Stein- 
gadensium (Vol. VI. p. 480) nicht erfehen, auf welche 9lrt ber 5lbt 
£ieronpmug $u ©teingaben Pon feiner Stelle abgetreten ift. 9luf* 
fchlug hierüber mochte eine getriebene Shronit beg Äloflerg (Sttal 
geben. Sie geht Pom 11. 9fob. 1683 big $um 3. S0fä r$ 1691, be* 
fchränft {ich, mit wenigen $lugnahnun, auf unerhebliche Älofter* 
ereigniffe, unb hat einen anonpmen 23erfoff«r , ber jeboch, wie 
mehrere SÜcrtflcden anjeigen, Sonoentual beg JUofterg (Ettal war. 
3tt biefer (leinen CSbronif nun ift auf ihrer fechflen Seite ju lefen : 
Cctob. 1. 1687. Hieronymo Apostatae et mul to rum 
«sillium Furi succedit in Abbati! Staingadiensi A^ R. P. Augus- 
tin«« Agticola canonice eleclut. 


, 


Digitized by Google 


fuv 6pmalftfr(p<l)t* iApern», 


m 


4« 

* » 

Ueber ba4 SBerf: Boioariie Historie o-topographica De- 
scriptio etc. mit Äupfern oon SWicb. SBening. 

r 

Dag ©ilb unb $ert bttfed 2Derle$ mit greger ©enoaigleit 
bebanbelt worben fepen, fontt man, auf bie in feiner ©orrebe ge» 
gebene ©erflcberung bin, um fo weniger bezweifeln, all mit biefer 
©erffeberung Dasjenige in uoUem Einflange (lebt, Wae bei $lbbil* 
bung unb ©efebreibung bee Älofierd Ettal urfunblicb gefebeben ifl. 

2>ie mit $erau*gabe bee ^Derlei beauftragte cburfürfllicbe 
Deputation febiefte ihre ©efebreibung Ettal! vor bem 3)rucfe bem 
«Prälaten biefer Qlbtei zu, um helfen Erinnerungen entgegenzu» 
nehmen, bie auch wirtlich beamtet würben. Desgleichen fenbete ' 
eben biefe Deputation febon etwae früher, unb zwar im Sabre 
1697 ben Jtupferflecber SBeniug felbfl nach Ettal, bamit er bie 
geiebnung bee AloflerS aufntbme. 'Jfebftbem hatte ein cburfürfl» 
lieber ©efebl, welcher bem &(ofler bie jtoflen biefer Aufnahme zu» 
febob, fiepterera eben babureb auch bie ©efugnig ertbeilt, ben Steig 
unb bie 2reue ber bilblicben Ausführung zu überwachen. 

Slrop folcber ÜJlagregeln, ift aber benn boeb, wenn auch nicht 
bei Ettal, ber SaH benfbar, bag eine ober bie anbere Abbilbung 

F 

im genannten QGDerfe ihrem ©egenflanbe nicht entfpriebt, weil bie 
©orrebe felbfl gefleht, bag einige Älbfler unb Scbloffer febon nach 
jenen ©auoeränberungen abgebilbet fepen, welche ber ©efiper im 
$lan batte, währenb bie nachher unterbliebene ober abgeänberte 
Ausführung folgen «Planes eben nicht zu ben Unmöglichkeiten 
gehört. So erging eS wenigflenS ber im Sabre 1766 oon 3immcr» 
mann für ben Vllten ©anb ber Monument« boica gelieferten Ab* 
bilbung beS jtloflerö Ettal, welche biefeS barfleUt, wie es z u einer 
gewigen 3eit hätte werben foden, aber zu feiner 3eit je geworben 
ifl. (Sieh hierüber meine ©efebreibung Pon Ettal im IBerfe: DaS 
Äonigreicb ©apern mit feinen alterthümlicben tc. k. Schönheiten 
©b. UL ©. 27.) 

5 . 

Ehemalige Jtleiberorbnung in SRüncbem 

Ehurfütfl ©tarimiliatt Sofepb lief betanntlicb im Sahn 1749 
eine Jtleiberorbnung ergehen, unb bereu genaue ©eftlgung bureb 


200 KrlmitMtH)* Anträge 

H t 

$ofratb*befebl bom 29. 2>ec. n. 3 - mit bem Seifafce ctnfd>^rfert^ 
baff ben Caquoien unb £anbmerf$burfcben ba$ 2)egentragen, bei 
(SonftScation unb jmei Oteichötbnlern ©träfe, verboten fep. 

i t 

23on melcben folgen nun bie 9Jufrecbtbaltung biefer Äleiber» 
orbnung am 9?eujabr$tage 1750 $u München mar, barüber fpricbt 
(ich eine Relation auö, mricbe bem Älofter ©ttal, mabifcheinlich 
bon feinem ftänbigen ©efcbäftäträger in jener ©tabt, jugefenbet 
mürbe, unb alfo lautet: 

„2)iefe (bie Äleiberorbnung) ift meiterS bnb nach besiegen* 
bem föevruef publicirt bnb betätiget: bnb noch barjue bon atls 
bieftger lobl. ©tabt üftagiflrat am 9?euenjabrdabenb bureb bie 4 

93iertl ©Treiber bon £au$ $u £aufe angefagt morben. 

\ 

91m bl- 9?euenjabrötag in ber Sruebe ftnb naebgebenbe (5re? 
cutione* gefepeben : 

3mifcben 6 bnb 7 Ubr mürben berfchaibentlichen 2Beib$ 
IBülbern, bnb mie man fagt, bep 60ig tyerfobnen, ihre fchone por# 
bierten jpauben bon benen ©tabt Amtleuten born Äopf meefgeriffen 
bnb abgenommen. 

©obann bi$ 12 Ubr haben meiterS bnb jmar meiftenS bor 
benen ©ottebäufern febr biHe Rauben bon benen 2Deib$ Hopfen 
fpringen miefTen. 

2>ie meifte C?iecutione$ ftnb bor benen Äürchen borgegangen. 

(Einige 2Deibd Silber höben auf ber ©affen, gleich anbere, 
fchmarje $auben bid jum Eingang ber furchen getragen, bnterra 

fportaU aber folcb« abgetbann, bnb berborgen bet) ihnen getragen 

/ 

reiche Rauben aufgefe^t, beim 51u$gang ber furchen aber mieber 
abgetbann bnb berflecft, e$ feinb aber berlep 236rtl benen 9lmbt* 
leuten fogleicb befannt, bnb folglich bie 2öeib$ Silber enblicb gar 
auögefucbt morben ic. ic. 

(5in 2Deib$ Silb melcbe au6 So$b*U ein mit Rapier ges 
macht, aber burchau6 mit pur gemaltmen ©olbporben, bnb prae- 
cios anjufeben^gemefene £aube aufgebabt, ift alö fte bie 5lmbt* 
leute ertabt bnb bie reiche bermeinte $aub abgenommen, in bie 
©cborgenfluben geführt morben, melcher in allen Jpauptgäffen bie 
©chanbftraff angetbonn murb, bnb begleichen ©efpäff feinb noch 
mehrere gefaben, ©onberbeitlich 


4 


201 


/ 

jur Specialjcldjicljte flapent*. 

51m 9?euenjahr*tag haben bie Sein wärt h bei unfer lieben 

• grauen ba* ordinari 9?eue 5lmbt gehalten, wobei fiep theil* 
grauen entliehen nach bem gnäbigften 23erbott getragen, tpetl* 
aber mit benen reiebiften Jpauben unb Kleibern eingefunben. 2>i e 
Geborgen finb inftruiert gewefen, biefe, weil# OTatb*frauen fe^en, 
nicht anjugreiffen, fonbern ^u notiren; Selchen 5)bertrettern bf 
bie 9?acpt bie militärifche ©recutton in bie Sepaufung eingelegt 
worben, infolang bi* beneufelben bie öffentliche ©traff gefchechen 
wärt. 

23nter einem h^t e* bem guetten Seinwärtp ßrimb ge- 
troffen, weilen beffen Seth al* bet? ihm geweffe* JDienjtmenfch 
einen auf er orbentUchen Fracht gehabt: bnb noch barju wie e* beriet? 
Senfeber wan fte grauen werben jumachen pflegen, bie örgerfte 
(Scbmeöerepen beriebt bnb anbere äufjubepen gefuecht habe it, 
©inen tyreufneebt feinb bie feibenc ©trimpf bon guefen ab« 
gerochen: ban 

Sehr anbern tyreu« unb Seiger Unechten ihre bfm £uetp 
gehabte Sorbett, weiter* 

©inigen Surger*, auch tyaurn Senfehern bie Sruflflocf 
heraufgeriffen, bnb bie baran geweffe Sorbett abgetrennt worbemc. 

3m übrigen haben bie Seiber ftep alle mit fcpwarjen Jpau« 

* ben bnb bie meiften in fchwarjen Äleibern getragen, man hat 
biefertwegen ben hl» Neujahr* für ben Firmen ©eHentag anfeepen 
tonnen." 



» 


\ 


9 


l 

I 


l 

vn. 

P« Stammburg fort /raucnbrrgcr 

onb 

i^re|>augt)omaine. 

93on 

' Dr. gf[. g. Vogel, 

€ooperator in $eim&aufen. 


1. Mehr als breihunbert Sah« binburcp erfcpeinen in ben 
piflorifcpen 2)enkmülern ber Umgegenb oon $aag bie (Jblen Pon 
grauenberg nid ein reichbegütertes Minifterialens unb julept hoch* 
abelicpeS ©efchlecpt/ unb üben bis ju ibrera (Jrlofchen, mit bera 
unglücklichen ÜabiSlauS bon grauenberg/ ©rafen bon £aag, einen 
entfcpiebenen Einfluß auf bie Spechts« unb (Sulturoerhültnifle ber 
nüchften unb entferntem Umgebung. 2Bohl ftnben ftch in ben topo* 
grappifchen Schriften jerftreute Nachrichten über bie Bedungen 
biefeS einflußreichen ©efcblecpteS, aber fo bage unb bunkel, tpeil* 
tteife auch fo unrichtig/ baß fit für einen Sammler biefer 2)aten, 
bebufS einer grünblichen Bearbeitung einer ©efdpichte ber grauen* 
berger, burchaus keinen fiebern Anhaltspunkt gewähren. Bon bem 
©runbfape auSgehenb/ baß eine pragmatifche ©efepiepte irgenb 
- eines berühmten ©efcplecpteS beS Mittelalters ben ©runbbeflj 
beffelben nie aus ben Augen berliereu barf, unb baß eine genaue 
Jtenntniß jenes ©runbbefipeS um fo notpwenbiger ift, je flcptlicper/ 
feiner patrimonialen Natur nach/ bie Macht unb ber (Einfluß eines 
folchen ©efcplecpteS im Boben fclbfl ttmrjeln, glaubte ber Schreiber 
biefer, topographifcp/ftatiflifcpen Skijje bem piftorifepen Bereine pon 
Cberbapern keinen ganj unwefentlicpen Beitrag ju einer etwaigen, 
einftigen ©efchichte ber ©raffepaft Jpaag ju liefern/ wenn er baS/ 
was er fiep wäprenb feines Aufenthaltes in berUmgegenb $aagS aus 
eigener Anfcpauung in biefer Beziehung erworben/ bemfelbcn, 


/ 


stub il yct Jpau»&omatrui*. 203 , 

obgleich au * Mangel anberweitiger Hilfsmittel, nur fragmentarifcp 
raitth«ilt. 

2. 3m tyfarrfprengel Sllbacping, fottigltc^en ßanbgericpt* £aag, 
bepnt (14 bon bem fünfte an, wo bie 2Bafferbußjer*£obenlinbnet 
©träfe in ben Sorft einmünbet, ber unter bem tarnen ber großen 
©emain betannt ift, ein gr&ftentpeil* walb'iger f)ügelrücfett Aber 
@t. tS^riflop^ bi* binaüf gen (5ber*berg, ber ffch bem unbefan« 
genen ©efcpauer beim erften 2lnblicfe al* baö habe, (inte Ufer 
eine« gewaltigen, Oerlaffenen ©trombette* ju ertennen gibt. 3m 
5Balbe zwifcptn ben $injelböfen ©cptyl unb OWaperbof fteigt jener 
Olücfen zu einer bebeutenben £&pe an, unb gerabe ba ffnben fiep 
fo unjweibeutige ©puren eine* allen, au*gebepnten SBurgffaUe*, 
baf man barüber feinen Wugenblicf zweifelhaft fepn f&nnte, wenn 
auch bie (Benennung biefe* (Berge*, ber grauenberg, neben an* 
bem, auf ein mittelalterliche* ©cplof bezüglichen ©agen, nicht 
mehr im ÜÄunbe be* (Öolfe* lebte, ©obalb ber ©epreiber biefer 
©tiZze baoon Nachricht erhielt, begab er (ich an Ort unb ©teil«, 
unb fanb feine , au* ben tarnen ber nicpfUiegenben (Sinzelhöfe, 
Sflaperhof, fiepen, ©cpwaige, gefcp&pfte Sflutpmafung, baf 
einft eine (Burg in ber geffanben haben muffe, burch ben 
. Wugenfcpein ooUfommen gerechtfertigt, ©teigt man bon bem am 
©aume be* Oöalbe* bon ©cptyl nach üttaperpof bereit* hoch über 
bem Sfloorgrunbe hinführenben 2öege recht* ben £ügelrücfen hinan, 
fo gelangt man in einer $6pe bon ohngefäpt 200' jäher, fepiefer 
gbene, zu einem jept noch 38' hohen 2BaUe, ber mit feinem innern 
©raben z»ei einzelnftehenbe, obale, abfepüfffge Äuppen, beinahe in 
ber ©ejialt eine* arabifepen 8 umringt. $>äuftg herumgejtreute 
Xrümmerbon (Bacfffeinen unb Urbau, welche ©epapgräber, bie hier, 
wie anberwärt* bon 3eit zu Seit i p* Unwefen trieben, ober auch 
SBinbwürfe zu $age forberten, fo wie bie Unebenheiten ber obern 
glichen unb bie gorra biefer £ügelfuppen felbft zeugen unwiberfpreep* 
licp für ba* ehraalige 2)afepn anfepnlicper ©ebäube. $ie©agebe 
richtet, baf auf bem wefflicpen, niebwgern Jpügel ba* ©cplof, auf 
bera ifflicpen, fcpmälern aber eine Äircpe geffanben fep; baf man 
, afljiprig einen Umritt im 2BaQgraben gepalten habe, unb baf bie 
©teine, au* bem Abbruche be*©cploffe* unb beräirepe gewonnen,. 


Digitized by Google 


1 


204 Die ßtammbtirg ber £rau*nb*rgfr 

» 

jum 93att ber Kirche In <St. (Sbriftopb oerwenbet worben fegen. 

Ob etwa« unb wie üiel 2Babre« biefe <Sage ( gewohnter SBeife in 

/ 

ihrem biftorifchen Jpintergrunbe berge, muß man natürlich babin* 
geffellt fegn laflfett. (Sooiel ift aber gewig, bag früher bei ber nahen 
Strebe <St. ßhriftoph adjäbrig am Sefte be« h» ©tepbanu« (»eiche« 
ba« eigentliche tyatrocinium jener Kirche fegn fott, obwohl biefem 
Jpeiligen fein Altar in felber bebicirt ift) ein *Pferberennen gehalten 
würbe, woju bie ©ewinnfte au« bem Kirchenbermogen befiritten 
werben mußten, unb bag noch heutzutage am $efte be« h* tebriftopb 
ein Umritt um biefe .Kirche borgenommen wirb. 93efanb ftch etwa 
in ber 93urg Srauenberg eine, bem h- ©tepbanu« geweihte Kapelle, 
unb gingen ihre ©ebräuche unb Saften auf bie au« ihren £rüm* 
mern erbaute .Kirche (St. (Shriftoph über? — 3nbucirt man au« 
mannigfaltiger Analogie, fo erfcheint al« wahrfcheinlich, bog auf bem 
weltlichen, geräumigem fjügel bie 93aulichfeiten für Oteiftge, Wiener# 
fchaft, (Stallungen fleh befunben hohen, auf bem hohem unb feftern 
bftlichen jpügel aber bie eigentliche ffiobnftätte ber eblen Familie mit 
ber Kapelle, bem Verliefe etc. geftanben feg. 23eibe ^>ügel muffen 
burch eine 3u«b:ücfe oerbunben gewefen fegn, fo wie biefj beim 
weftlichen Jpügel unb ber Umwallung ber §aö gewefen fegn mag; 
benn obgleich ber 2BaU gegen 2Deften beutlich eine Hinfahrt be« 
merfeti lägt, fo ift boch nirgenb« eine ©pur ber Auffahrt zu ben 
Jpügeln ju entbeefen. @ine genaue 2flef(ung be« ganzen 93urgftaHe« 
ergab nachftehenbe Otefultate: 

A. Dcftlicher Jpügel. 

1. Umfang be« oftlichen £ügel«, resp. Sänge be« ©raben« 
ber Umwallung bi« zum 2)urchfchnitte, ber ihn gom weftlichen ' 
fcheibet, 408'. 

2. Sänge be« 2)urchfchnitte« z^ifchen beiben bügeln im 9ftpeau 
be$ ©raben« 78'. 

3. £6be be« oftlichen jbügel«, resp, be« pom ©raben in einem 
SEBinfel pon 45° fchief anfleigenben Abhänge«, 50'. 

s 4. Sänge ber Oberfläche^', 95reite 50'. 

' B. 2öeftlicher £ügel. 

1. Umfang beffelben, resp. Sänge be« ©raben« bi« jum 2)urch* 
fchnitte^ 538' 


Digitized by Google 


unb tijre ^öiubomainf. * 205 

2. $ohe be« £ügel«, resp. be« fchief anfletgenben Abhange«, 45' 

3. £lnge ber Oberfläche 170% 23reite 116'. 

J % \ 

A. «nb B.. 

1. ginge be« ganjen ©raben« nach Außen, alfo ohne 2>urch«, 
fchnitt 966'. 

2. £obe be« 2Baße«, resp. feined fchiefen £ange«, 38'. 

betrachtet man außer btefen 2)imenflonen bie übrige Umgebung 

be« 93urgftatl«, welche (ich ohne unnü$e Söeitfchweiflgteit nicht be* 
fchreiben laßt, fo ergibt (Ich oon fetbfb , baß biefe bürg ju ihrer 
3eit ungemein fcft, ja unbeweglich gewefen fepn muffe. 

3. gür bie Stammburg ber graueriberger wirb gewöhnlich 
Altenfrauenberg bei ABartenberg, Aerbinger Bericht«, gehalten; 
unb bei benv glnjlichen Mangel ber £ilf«mittel oermag Referent 
nicht anjugebcn, in welchen 23erhlltniffen jene« Altenfrauenberg 
jum gleichnamigen (Sbelgefchlechte flehe; unb wenn er ber Anflcht 
tfl, baß bie grauenberger fchon frühzeitig oott jenem grauenberg 
bei 2Dartenb*rg in bie bürg bei @t. (Shrifloph überftebelten, unb 
jene« baburch bie benennung Altenfrauenberg erhielt, fo ift bieß 
nicht« weiter al« eine SSermuthung, beren QGDahrfcheinlichleit er 
ber Unterfuchung beffer Unterrichteter anheimgibt. 2) aß aber bie 
grattenberger Sahrhunberte hinburch auf bei b’urg bei 
©t. (Sbriftoph gefeffen, unb biefe bemnach mitfflecht al« 
ihre Stammburg ju betrachten fep: t bafür leiften bie h^u« 
flgen 9techt«oerhanblungen ber grauenberger mit be» benach* 
barten &loflern, Attl, Au, ®ar« etc., ihr in biefer ©egenb au«« 
gebreiteter JSefib, unb bie für lange bauernben Aufenthalt 
berechnete <$emlchlich?eit ber £au«bomaine, im unmitteU 
baren Bereiche ber 93urg , hinlängliche ©ewlhr. 

2Ba« bie 9techt«0erhanblungen ber grauenberger mit ben 

• •* 

benachbarten Äloftern betrifft, fo ift freilich . forgflltig ju unter« 
fcheiben, jwifchen ben 23erhlltniffen, in welchen fte al« Origer be« 
3leich«lehen« £aag, fraft ber ihnen al« folcher jufUnbigett Roheit, 
hanbelnb auftreten, unb jenen anbern, in benen fte über ihr eigene« 
Patrimonium unb Allob frei fchaltenb unb waltenb erfcheinen, 
Welcher Unterfchieb meiflen« fchon in ben herauf bezüglichen 3)o« 
cumentcn angebeutet ift* Al« Belege ba^u mögen tytt einige eben 


Digitized by Google 


206 AU Otommburg brr Jrfitfnberftt 

/ 

ju Gebote fle^enbe gjlle angeführt werben, ©o erlauben C&hriflon 
unb 53ilbalm be grauenberg jum £aag, gefeffen ju £ehenburg 
ald Pfleger anno 1378 eine 8#en!ung bed 3o#oreifen ju £o* 
henrbain (bei Otomelberg) an bad Älofler 5Ittl >). (So vergibt wi# 
herum anno 1427 Ott ber (Steller auf ber Deb „na# Sfath unb 
©unft feined genibigen Herren, Sorgen bed grauenbergerd jurn- 
£aag unb bie Seit gefeffen ju £ohenburg unb mit feinem (Sbomrür 
üttartein <S#»ar$enecfec unb anbern feinen 5lmtleuteit etc. eine 
@#entung an bad Älofter 5lttel 1 2 ). Sn biefen beiben gällen (>an* 
beln fte offenbar ald Präger bed 9tei#dlehend £aagj ni#t fo in 
ben na#ftehenben. 5lnno 1270 geben 53ertolb unb 2Öittein „in 
recompen8am danipni Ecclesiae in Aettel per nos et noptroi horai- 
nes illati, praedium in Prantstetten cum omnibus appendiciii" 3 ). 
5lnno 1413 »erfauften Sorg ber grauenberger für ft# unb feine 
£audfrau „ibr aigen @ut ju ötomerberg, (Shlingberger ®eri#td, 
„mit allen JRe#ten, wie fle unb alle ihre 2)or»orbern bidher inne* 
„gehabt unb genoffen hoben, für ein tebiged, frei eigened unb um 
„»erlümmerted @ut" 4 5 ). 3m nämli#en Soh« unb auf eben biefe 
SBeife »erlauft berfelbe Sorg feinen £of auf bem ©#lofferberg 
bei SHettenba# 6 ); ferner eignet er bem 5lbte »on 5lttel anno 1418 
bie £ehenf#gft über eine ©iefe $u Untera# 3 ); berfelbe £annd 
. fein Q3ruber unb ihre jpauofrauen eignen anno 1424 bem jUoßet 
5lttel jwei $uben ju Otuebing (jefet Oluering) unb eine Wühle 
„bad aUed liegt in ber @raff#aft |>ag, unb bie benannten $tücfe 
„ade gehen ftnb gewefen »on und'' 7 ) 5lud oiefen wenigen hi« 
angeführten dte#td»erbanblungen (unb ähnliche Konnten no# gar 
manche beigebracht werben) ergibt ft#, ohne ©efahr ju irren, ber 
folgerechte (Schluß auf bie große 5ludbehnung bed öefijed 
biefed (5belgef#le#td in ber ganzen Umgegenb ihrer ©tammburg. 

4. 2)er §ügelrücfen, auf welchem fi# ber ©urgftalJ grauen* 
berg beftnbet, bilbet feiner ganzen CÜnge na# »om (^injelhofe 


1) M. B. V. 1. p. 307. 

3; M. B. V. I. p. 334. 

3) M. B. V. 1. p. 314. 

4) M, B. V. I. p. 314. 

5) M. B. V. I. p. 815. 

•) M. U. V. 1. p. 318. 

7) M. D. V. L p. 323. 


9 


I 


tmb ijjri l)#u*ö*»oiiu. 


807 


• • « 

©cpopl alt, bid tififje gegen St. Cpriftopp, opngefäpr 50'— 100' 

unter bem BurgfiaH* einen bebeutenben ißorfprung gegen ©üben, 
auf welcpem Pon Often nacp SBefien, je % Stunbc Pon einan* 
ber entfernt, bie (Jinjelpofe Scpopl, SJIaperpof, fiepen unb 
bie beiben S(p watgen flehen. 5Die Scpwaigen trennt ein SEBalb« 
topf, ber norblirp hinter tiefen £>6fen parallel fiep piitjicpenben 
großen ©eraatn pon bem 2)orfe „bie ©cpüpem", nape bei biefem 
liegt ber große (£in$elpof £oljgabraaier. 53 on ben ©cpwaigen beugt 
fiep baö Strombett unb mit ipm ber £ocpräcfen füblicp gegen ©t. 
Gprifiopp, ober weltpera fiep ber im golium St. ßpriftopp befeprie* 
bene BurgftaH Scpüperberg befinbetj pinter ©t. (Spriflopp ift 
abermal*, oon Oft naep SBeft, big $um Pon 2)eHingf<pen Scploß* 
(pen $ub eine ©ruppe Pon SBeilern unb Grinjelnpofcn jerftreut, 
welcpe, ebenfo tote ber 2Balb, ben tarnen große ©emain trägt. 
2) er bioper betriebenen ©egenb gegenüber, auf ber $ocpebene 
beö reepten Uferö bed fepon betannten alten Strombette*, trägt 
niept nur ber bebeutenbe gorft — auep £errenpol$ unb 
fcaagergemain genannt, — fonbern auep bie weftlicp Pon ipm 
liegenben Ortfrpaften: Oepmann, $offtätt, Bläcfl, unb bie beiben 
bießfeitigen Soifjtng (vulgo Seiffteben) ben tarnen Keine © e« 
ma in. c2)ie Benennungen große unb Keine ©era ain erinnern 
lebpaft an ba*, wag Otitter Pon £ocp*©ternfelb pon ber Stamm* 
bürg ber $aHgrafen pon $lain bei OteicpenpaQ fagt). 2Bie nun 
bie unmittelbare £au*fcomaine gegen SDeflen burep bie Burg ober 
St. (Spriflopp gefepupt würbe, fo war fle e* gegen Often burep bie 
Burg in gatepaep unb jene auf bem SBeiperbupel in SÜbat 
(ping. 2 )aß QUbacptng unb beffen Umgegenb felbft weitpinunter 
gegen Often im unmittelbaren Befipe ber grauenberger war, gept 
beutücp auö bem gunbation*briefe be* Älofter* Otamfau peroor, 
d. d. 1414 am näcpflcn Sonntage por bem Sluffaprttage, in we(» 
epem Sorg ber grauenberger bemfelben unter 5inbcrm „ben $of 
1 „ju Sepäcpen (jept üttaper ju Scpäcpen), ben $of ju Otept in 
„tyfäfftnger tyfarr an ber ©beraep, unb meine brep ©uter |U 
„3 eH/ gelegen bei (Eberacp, ba* @ut &u $aumgarten, ba* habe« 
//gelegen (jept ©runbel) .... bie Wafern ju greimopring, ba* 
z,$ueterlepen ju öteeptmepring ... bie alle freie, lobige unb um 


208 9it Jdiömmfeurj feer itauenberjer 

\ 

' „anfprecbbare Aigen fepn" jueignet 8 ). 2 )ad frühere SSefle^err eine* 
ßebenpcrbdltniffed im ©orf e Albaching felbfl , warb bereite im 
Solium Albaching nacbgewiefen. ©aß bad nahe alte ne cf, fo 
wie ber größte ©heil Albacpingö unb A i g e n burcbgdngig , von 
leibeigenen bewohnt waren , iff fcpon aut ber ä3ert^ei(ung beö 
'Bobend in große dflaperfcbaften unb Edrbaudler, ben uralten Spant» 
namen, SlRaper unb £uber, unb neben biefen ©ewerbäs ober ein# 
färben Saufnamen, ben fonberbaren 3eb*ntoerbdltniffen, namentlirb 
in Äaltenecf unb öligen erftcbtlicb, woflte man auch auf bie Be» 
nennung öligen feine {Rücf(td)t nehmen. 3um ßomplere ber un* 
mittelbaren £audbomaine geborten wohl auch noch ber dRape r« 
b o f e r am ÜRood bei $arcbacb (in ben alten Malbüchern jum 
Unierfrbiebe Pom dRaperbofer am 5 rauenberge alfo genannt) ' 
unb ber ÜRoodmaier im dRood, ber obgleich im heiler 2Baß 
gelegen, burchaud unter biefer Benennung in ben dlteften $farr* 
matrifeln porfommt. 

5. döie gemächlich/ alfo auf langem Aufenthalt berechnet 
(ober richtiger: burch Idngern Aufenthalt geworben) biefe £aud* 
bomaine eingerichtet war, mögen nachffebenbe Betrachtungen bar« 
tbun. 2)ie (Stammburg felbft, faft in ber dRitte ber eben befeprie# 
benen, unmittelbaren ©omaine gelegen, im ßtuefen pon bichter 
SBalbung umgeben, unb Pon biefer Meite nur burch einen tiefen 
£oplweg, (beffen Vertiefung, ald Solge langwdbrenber Benüpung, 
einen Beweis mehr für bie' anbauernbe Bewohnung ber (Stamm# 
bürg liefert) jugängig; an beiben ©eiten ober ©effaben biefed 
Jpoplwegd wieber eine {Reibe pon £ügelf uppen, bie noch gegenwdr« 
tig ©puren ebmaliger Befeftigung jeigen; Pon ber Vorberfeite burch 
ben in ber Siefe fl*t> weithin bebnenben dRoorgrunb gefepübt,— 
gewährte einen eben fo fiebern, ald für bie baraaligen Bebürfniffe 
bed Abeid angenehmen Aufenthalt. ©ie nahen, großen Salbungen 
hegten Mchwarjs unb SRotbwilb im Ueberfluffe. 2Beld>en dBertp 
bie frühem Befiper auf 3<*9& 5 unb gorftreepte legten , bezeugen 
ie$t noch bie oielen Ueberreiter (gorfter unb Säger), bte in 
uralten £audnaraen, für ihr ©efepäft trefflich gelegen, in ber 


8) efnet &anbf<ferfftlid&en Sfetonil bei ÄlofierS ftamtau, im S&eftte btS ®ut3* 
beft^etö »on ©«tbfl. 

t 

« 

1 


\ 


Digitized by Google 


und iljre ^autöomoinf. * v • 209 

* 

ttdcf>flett Umgebung, $. 93. in ber ©tauben, italtenecf, 93irlach, 
SWarömaier etc., fo pielfdltig oortommen. Sifcpe unb SBilbgeflügel 
lieferten, außer ben früher wohloiel wafferr eifern Äaltenecferr 
unb Albachinger*N?ooren, bie Q3äcfce (Jberacp unb bittet, unb bie 
©een am £art unb unter ©teppach. 2)i e beiben Ntaperbofe 
am Srauenberge unb am 2Jlooö, fowie baö ßeben eräugten baö 
jum unmittelbaren £auöbebarfe benötigte ©etreibe, 2>ienfte, Vogteis 
unb ^junbhaber etc. ber jundcbjt gelegenen Üttaperfcbaften unb 
£uben erndhrten (Heilige, ©cfcüpen unb ben NtarfiaH. 2)aö ©chbpl 
(in dltern SRatriteln ©cpottel, Scotta), auf beffen ©oben noch jept 
ber befie Slacpö unb $anf in ber ganzen llmgegenb gebeibt, »er, 
forgte bie ©cploßbewobner mit binnen; bie beiben ©cpwaigen 
(vaccaritia), auöfcpließenb $ur (Rinboiehiucht benüpt, mußten felbft 
bei geringerer Kultur, alö jept, eine betrdcbtltche Anzahl bedfelben 
halten tonnen. Bur Aferbejucpt waren wegen ihrer fauren liefen 
unb bequemen UBeiben bie ©eböfte IWooömaper ira Nlooö, (Rqpolb, 
©t. (Sbriftopb gan$ oorjüglicp geeignet j bie 2Balbweibe für ©cpafe 
unb Kleinvieh überhaupt fcpeint bem tarnen nach ben beiben 
Oepmann übertragen gewefen ju fepn.. Jtam bem einen ober 
anbern ber dltern Srauenberger bie £uft an, »on oorüberjiebenben 
Jtaufleuten unb ©dumern einen ©traßenjoö in blanfer QJlünje 
ober Naturalien ju erbeben (»on aller Anfechtung bi^u bleiben 
fie wohl taum alle frei), fo gaben ihnen bie ©qumftraßen, beren 
Vertiefungen noch jept biefe ganje ©egenb in ber (Richtung »on 
ben £alftdtten nach bem getreibereicpen Aerbing burchfurcpen, tu 
wünfcpte Gelegenheit baju. 3c» Salle einer Ueberrumpelung, bie. 
jwar wegen ber 93efe(tigung ber ©tammburg felbfl unb ben gleich 
Vebetten oorgefchobenen 93urgen pon Albaching, garchacp, ©t. 
C&hriftoph (wabrfcheinlich barf man auch ben [üblich; gelegenen 
Vurgfiall Aperöborf fte^er rechnen) nicht leicht anjunepmen ifl, 
wenigftenö nicht febr ju fcheuen war, tonnten bie ©cploßbewobner 
in weniger alö einer ©tunbe ihre $6rigen auö ber ©cpüpen, 
welche* wopl Pon ber 93e(iimmung ihrer einjlmaligen 93ewobner 
ben Namen erhalten haben mag , au* bem Äaltenecf, ber großen 
unb tleinen ©emain etc. nach $unberten ju Vertpeibigung aufbieten. 
v 6. 2)iefe ©tammburg ber grauenberger mußte an Vebeutung 
IX. 14 


210 •ii Btimmbnrf brr iraurtibirjct und iljrf 

verlieren, old nacfb bem Sludßerben ber ©urronen von $aog mit 
Sonrob 111./ f 1246/ ©igfrieb von grauenberg von griebricb II. mit 
ber flfteicbdgraffcbaft £aag belehnt mürbe / unb bemjufolge (wenig* 
ftend ber $auptflamm) narb £aag überflebelte. 9?acb biefer 3eit 
biente bie ©tammburg ben grauenbergern trabrfcbeinlicb nur mehr 
tbeil* ober jeitentreife jum ttufeutbalte. $lld (le aber gegen ein 
Slnleben von 8000 fl. bad berrlicb gelegene ©cblofl $obenburg 
am 3nn vom (Stifte SRegendburg old $fanb erhielten/ jogen fie 
natürlich tiefen unftreitig viel angenebmern Aufenthalt bem auf 
ber ©tammburg vor/ unb nennen ficb von biefer 3«it bid jur 
91 ü cf lehr $obenburgd an bad ©tift ßtegendburg durchgängig „$um 
t>ag, gefeffen ju $obenburg." Auffaßenb unb vielleicht' 
im folgerechten ©etbältniffe mit bem (ffreigniffe ber Ueberflebelung 
nach $aag unb fpAter nach £> oben bürg iß auch ber Umßanb, baf 
erft nach bem 3. 1246 bie ©ewobner ber ndcbßen ©urgen unb 
(S'belfl^e, nämlich Albaching (1270)/ ©cbütyerberg (1270)/ 
Aper dborf (1280), ©ott erdberg (1323)/ bie aQe unter grauen« 
bergifeber Roheit geftanben fepn mögen, ald felbßßänbige Sftiniße* 
rialen auftreten. ©eit ber ©efipnabme von $ebenburg mögen bie 
grauenberger ihr ©tammfeblop bem Serfaße/ ober trenn man ber 
©age trauen barf/ bad bereitd verfaßenbe bem Abbruche bebufd 
(Erbauung ber itirebe ©t. Gbrißopb übergeben haben. 3Bir flieh 
beutet ber ©außpl bed Altern Sbeiled jener itirebe auf biefe 3<ü/ 
nämlich auf bad <?nbe bed 14. ober ben Anfang bed 15. 3abr* 
bunbertd. Unb fo hätte benn bie ©tammburg ber grauenberger 
mit vielen anbern ©tammfcbloffern bed ßßittelalterd bad©cbicffa( 
getbeilt/ trenn auch nicht bem ©tanbpunfte nach/ boch mit feinem . 
©eßein, ihr 2)afepn in ben dauern einer Kirche ju befehligen, 
trie fo manche altabelige ©efcblechter ihre, Sahrhunberte binbureb 
dauernde 3ßußration in ihrem leften ©pr offen mit einem $ritßer 
befchloffen. 


f 


k 


\ • 


VIII. 

Beiträge 

\ \ 

JUt 

älteren fcopogroplne »«* /Wunden. 

' ' . : ? ' 

I. SDie ©t. SRifolauß! ixö)t auf bem ^aberfelbe. 

23on 

Dr. CD. tlöflUr. 


Um jene« tylateau, auf weißem (iß ba* Eftunißingett £ein* 
riß’* öed £owen erhob, waren fßon in frü!?eflov Beit oerfßiebene 
£uben, beren mehrere bie nabeliegenbett ftlofter befaßen, unb bie 
bann auß naß ber fpdteven (Erweiterung ber 0tabt al* 9?eftper 
Pon £üufern erfßeinen. 2)ie jahlreißen $ln(Iebflungen in biefer 
©egenb beweifen namentliß auß bic Kapellen ober f leinen jtirßen, 
weiße fßon in früher 3eit genannt werben# unb bie ber fromme 
©inn ber Seliger jur religiofen SelebuHg ber Q3ewohner in* 2)afepn 
rief. @o wijjen wir oon einer ©t. 3afob*eapeüe cuf bem 'Finger# 
weiße# in unbekannter früher 3eit gegrünbet, urhmbliß 1221 — 
1288 bie 93arfüjjer ÜRonße ben ©lüubigen öffneten * l ). v 2Juf ber 
2Biefe# wo jept bie hl. ©eiftfirße fiß erhebt, (taub bie ©t. (Katharina* 
capede# weißer tyabjl »Nlexanber ber IV. 1264, oiedeißt naß mehr 
fll* hunbertjährigem SBeflanbe, einen $lbla$ erteilte 0 ). 2)a wo 
jept bie ©t. ©aloator*«Kirße fleht, war fßon in früher 3*it eine 


1) SWeldbfllrtf , hist. Frieing. 11. 94. ftinauer, Urfprung ber ©tabt QJJundjen ®. Z43. 

I) Bergmann, Beurf. von Stunden 9lr. XXV. 

14 « 


i 




Digitized by Google 


212 


feitrlgr jnr älteren Ciptfrapljtf 

• 

ber bl* 3ungfrau geweifte (SapeHe, worüber aber bie Urfunben 
fehlen, ftiefe Kapellen, ober Keinen Äircben, umgaben nach brei 
SBeltgegenben bad Plateau , unb bie weftlitbe (Seite lobte in ber 
©t. 9?icolaudcapeHe ben £errn, ba , wo fleh bad £aberfelb aud# 
breitete. 2Iuf bem ofHicpen Abhänge ber £ocbebene beö alten 2Rän* 
(ben, hinter ber ©t. tyetertirebe , fleht j angeblich Pon Otto bem 
©rojen erbaut, unb bie ättefte jtirebe ber ©tabt, bie GapeHe 
Unferd £errn auf bem 2Biben, bie aber in ihrer jepigen ©cftalt 
formen bei fpätsgermanifeben ©tpled jeigt, unb urfunblicb erft 
1296Porfommt •). 3n norbwefHicbcr JRicbtung, ebenfalls am staube 
bed Oppidum Monacense, fanb bie ßapeOe U. £. $. eine ©teile, 
bie nach ber Angabe in ber 23orrebe $um 19. $anbe ber Monu- 
raenta Doica um 1200 erbaut worben fepn foll, »ad toir babin« 
gejhflt Haffen, ba ber bifiorifebe Sfacbweid fehlt. 3»if<b«n beiben 
Sapeflen behauptet fleh bie ©t. ^eterefirebe ald bie alte SDecbanei 
pon Üflunicbingen; benn auch bie Angabe, bajj bie £errgottd* ober 
Söiedfapefle bie urfprünglicbe, pon Heinrich bem Cowen erbaute 
$farrfircbe fei, entbehrt bed ftrengen biftorifeben ©runbed. 2Öenn 
/>erjog Heinrich je eine tyfarrfirebe gebaut bat* fo ifi ed bie ©t. 
$eterdfircbe, bie pon jeher im SBefipe bed reichten (Jinfommend 
war, fo bafj fte 1271 mit einer $u erriebtenben ^weiten Pfarrei 
theilen mujte, ba nämlich bamatd bie Gapette ju U. 2. & jur 
folgen erhoben würbe 4 ). üJlüncben h atte bereitd 1164 einen 
Pfarrer, ba in einer Urfunbe bed Älofterd ©cbeftlarn pon bem« 
felben 3 Q bre 8 ) ein Heribort Decanus de Munichen porfommt, unb » 
bie alte tyfarrfirebe, nämlich jene pon ©t. tyeier, brohte 1281 febon 
ben (5infturj, fo bafj wir bie (Jntftepung unbebingt in bie 3«it 
£einricb’d bed £6wen hinauf batirejt bürfen. 3 n bem genannten 
3ohre fpracb S3ifcbof Sriebricb Pon greplmg bie ©läubigen um 

M I >. ■ — — .... ■— * .*1 ■■ .1- — ■— ■ 

r 

I) Mon. Bote« XIX. 9tc. 6. 9ta$ bfefet Urfunbe fcfccnft ber Bimmetmann SEöcms 
b«rt fein fcalbeö J&auö unb ben falben #of ber JOerrgoitöcapetle „f)infc f.mt $>eter auf 
bem SBibem." Eipowöfij, Urgtf$. von STCuncfcen 1. 117, fett »ittfurU<$ bie $eit ber (Sr- 
bauung um 1X80. 

4 ) Cfe S&eilungöutfunbe beö SBtfdbofö Conrab von Sterling, unb bie Beßdtigungö* 
Urfunbe beö ^Pabfteö (Sregor X. f. Sßetcpellec! iiüt. Frising. II* 77, unb {Bergmann, 9tr. 
XX. unb XXI. 

6 ) Mon. Boica VIII. 417. 


/ 


•«n jRfinrljm, 


213 


Beiträge jum Neubau an % unb Bifchof Emicho wieberholte 1283 
bie Sitte 6 7 * ), welche nicht Pergeben6 war, ba er 1294 bie neue 
Kirche einweibte ■), welch« ftattlich mit jwei Stürmen (ich evbob, 
bie, fpäter »om Blipe getroffen, einem einigen weichen mußten 9 ), 
fo wie auch bie Kirche burch neuere Erweiterung baS altertbüms 
liehe ©epräge »crlor. 2>ie Eapelle UnferS £errn auf bern 2öiben 
blieb wie oor unb ehe eine arme tyflegbefoblne oon St. Apeler. 

Unb «ine urfprünglich fo gering botirte ßapetle war auch bie 
ehemalige St. WcolauS* Kirche auf bem Jpaberfelbe, welche ber 
' f)auptgegenftanb unferer fleinen 31bhanblung ift, ba bie ÜIopo* 
graphen ÜHünchenS nur unfteber oon einer 9?icolauScapelle unb 
jufdüiger 28eife burch 2B. oon $unb auch oon einer bemolirten 
Kirche beS hi- 9?icolauS wijfen wollen, aber ohne weitere Eingaben 
• beibringen ju fonnen. 2)ie ältefte Nachricht über bie fogenannte 
St. 9?icolauScapefle fanben wir in einem 3inS« unb ©ültbüchlein 
berfelbeti oon 1545, welches bem früher unbetanuten Kirchenaftc 
im f. 9ieichS*WrcbiüS<(§onferoatorium beiliegt 10 11 ). 2)a liest man im 
Snoentarium folgenbe wichtige Stelle: , .Stern ein gar $HtS Brief! 
„auflgangen Anno 1309 Um Sanft JohonnStag 3#r Sonner.wens 
„ben." 2)iefeS Brief! fimbet fl(t> am Schluffe beS WfteS auch wir!» 
lieh oor, unb es befagt, ba# bamalS Eberharb ber 27?ej}ner unb 
feine Ehefrau ihr jpauS ber Kirche beS hl- OficolauS permacht hoben. 
2>ie Einfünfte beS Kirchleins waren fehr geringe, unb beflwegen 
fprach ber ©egemtyabft 9?icolauS V., welchen Cubwig ber Baper 
an bie ©teile Sohann’S XXII. fetjte, im Sabre 1328 bie Bereini- 
gung beffelben mit ber SalootorS Eapelle, b. i. mit ber £errgcttS* 
Eopefle auf bem B3ibcn aus n ), fo lange, bis biefe beiben Eapellen 

6) Mon. Boic. XIX. Nr. 1. 

y 7) Mon. Uoic. \1X. Nr. 2 

8, Mon. Boic. XIX Nr. 5. g)lei(&elbe<! II. 1. p. Sfi. 

9) (Sine alte, in Jjpolj gefebnittene 7ln r id)t tton 9J)ün<$en aud bem TCnfang bed 16- 
3al)tl)unbertd jeigt fte nod) mit jmel Stürmen. 

10) Die (ginfidjt ber eilten mürbe und bureb aUrrbiäfte Srlaubniji ju Steil, ba 
mir bei ber J^eraudgabe bed „Weuen allgemeinen JCünftler s ßepicond , SDtüneben 835—47" 
über ältere barjerifdje Äunfl genauere fcorfebungen madjten, ald bid babin gefebe&cn 
mar, mobei «iel Snterefjjanted unb Unbefannted ju Sage fam, road mir in einem eigenen 
SBerEe «erlegen rnoüten. Den 2Cft über bie 9?icolai!ir<be fanb bamald ber einfidjtdooUe 
unb ttätige Dbcr;9legiilrator S). «. 2Jted)el »or, ba er hinter Srcttern fteefte unb belu 
megen felbft bem fleißigen gotfeber SSurgboljer entgangen mar. 

11) SBonberfpäter «on #erjog Ulbert IV. erbauten <Öt. ©aloatordsÄird&e lenn ttirxe 
„ Webe fepn. 


214 flfinige fuc tfUerni Capofraplpe 

burch größere (Jinfünfte i|>re Selbfiftünbigfeit >ebaupten fbnnten, 
ba früher oon ben (Jrtrügmffen faum Qin tyriefler (eben fonnte. 
3ugleicb übertrug er ba* tyatronnt über beibe Jtircben ber Stabt 
«München. Die Urfunben, in tyifa audgefteUt, (tnb bei ©ergmann ,a ) 
abgcbrucft, in ber erfieren gab aber eine ficber auö Unfenntniß 
ber örtlichen Sage gefbfiene Stelle ju ber Meinung Einlaß, baß 
beibe Kapellen hinter ber St. $eterbEircbe unb neben einanber ge« 
(egen fegen. 2Bir lefen nämlich: Exhibita nobis cousulum Vni- 
versitatis et hominum castri vestri Monacensis peticio continebat, 
quod cum Capella Sancti Saluatoris et Capella Sancti Nicolai 
Monacensis contigue et vicine adeo sunt in redditibus tenues et 
exiles etc. Der £ufa$ „contigue et vicine“ rief einen 3rrthum 
beroor, welchen junäcbfr Bergmann ,3 ) oerbreitete, inbern er (ich 
beibe Kapellen neben einanber liegenb bachte, unb jeneö neben ber 
noch beflebenben, aber jur Aufbewahrung ber magiftratifchen A^ten 
benüfyten jperrgoti&lSapede beftnbliche, unb mit einem dtunbgewülbe 
oerfehene Amtßlocale alö OiicolaubcapeQe nahm, wenn nicht gar 
ba$ Oratorium ber erfieren, inbem er fagt: „wenn man neben ber 
jetyigen 2ßieöcapede biejenige (SapeHengeflalt anjiebt, welche ober 
bem Sbogen ift, wo man oon ©t. «Peteröfreibbof ju ber hintern 
gleifdjbant geht, fo muß mau fafl (tcher oermuthen, baß bie noch 
bajiehenbc £errgottO?§apefle unb ba6 ndchft baranftehenbe Kapellen« 
gebäube ober bem S3ogen, biefe beiben ßapeflien gewefen fegen." 
Allein baö erwähnte AmlSlolal liegt in einem anberen ©ebüube 
unb biente ebebetn jur Safriftci, üon wo au$ burch bie $errgottd» 
ßapeUe eine Heine Dhüre gebrochen würbe, wa* in ber erften £älfte 
be$ lö. jahrhunbertd gefchehen fegn mag, wie auö ber fpüt«gothifchen 
«Sogenform ju erhellen fcheint. DaS jweite Cofal ift ficber alO 
Oratorium ju betrachten, oon wo au6 man burch jwei SBogen* 
ftedungen ähnlichen Stgl$ in bie 2Bie$eapeHe herabfehen fonnte. 
©päter nimmt Bergmann ,4 ) bie genannte £ergottd * Kapelle für 
bie 9?icofau6fircbe, unb fucht ber Angabe bei £unb ,5 ), welcher 


12) 9lr. XVII. unb XVIII., d. d. Pisis Pontiflcataa uoatri primo (1328). 

13) Seitrage jur CSeftbid?tc ber ©tabt Stünden. X!ab«mff<$e JDenfförift ton 

uso. 

- 14) Seurfunbete ©ef<frfc5>te ton Stimmen 1783, ©. IS. 

IS) Metropolit Salieb. II. 407. 


/ 


#ou JUtelp». 218 

X 

von einer Htcolaugfirche in ber Heuhaufergaffe fpricht, baburch 
auöju weichen, b afj er behauptet, bie @1. Hicolau«* unb $errgott«« 
(Sapeßen fepen neben einanber gcftanben, »eil er ihrer auch in einem 
@teuerbu<be von 1398 hinter einanber erwähnt fanb. San« fugt 
er bie »ermuthung bei, bafl ftch ju feiner 3eit an ber Heuhaufer* 
gaffe bie ©puren ber abgebrochenen Kirche ftnben werben, wa« bie 
reinfte Unmoglichfeit ift. fcübner >•) gibt bie £ppothefe Bergmann’« 
at« ©ewiflbett hin, inbem er fagt, bie (Sapeße be« hl* Hicolau« 
fei ein ©ehältnifj für ©ruberf<haft«futten u. f. w., welche 1803 
noch in ber ehemaligen 0afriftei aufbewahrt würben. 

Sen £auptanftofi gibt bie tyifaner Urfunbe mit ihrem 3ufa$e 
„contigue 44 , aflein eö wirb nicht febr fchwer fallen , ihn ju befeU 
tigen; benn e« fann von neben einanber liegenben ßapeßen feine 
Sflebe fepn , bie genannten Kirchlein finb aber „Wcinae capellae“, 
in ber Hähe liegenbe. Ser päbftliche (Sanceßift war hier in offen* 
barem 3rrthum; benn ba« 2Bort „contigue“ fchlieft „vicine“ au«, 
unb umgefehrt Weine ba« Beiwort „contigue“. 97lan hotte aber 
Hotij von einer Capelia Wcina, unb biefj ift bie in ber Hähe ber 
Ummarfung be« in ber erwähnten Urfunbe wieber ungeeignet ge* 
nannten Castrum Monaceose 17 ) liegenbe @t. Hicolau« * (§apefle, 
über welche früher ben baperifchen £erjogen, unb bann ber ©tabt 
ba« ^atronatbrecht juftanb, welche« aber berfelben erft 1447 von 
Hicolau« V* betätiget würbe, ba bie ©eftimmung be« burch Jtaifer 
Cubwig eingefegten tyabße« biefe« Hamen« ohne canonifche 2Öir- 
fung blieb. Sie ©eflätigung« » Urfunbe ift batirt: Anno Domini 
1447 primo Pontificatus Nicolai V. Anfang« würben immer tyräbfte 
au« bem ©ärgerftanbe gewählt, fpäter erhielten aber auch herjog* 
liehe Beamte tiefe @ie fle. Ser le$tc tyrobft war ttubwig Cinbauer, 
©roffooflner in ©tünchen. Siefe Kapelle ftanb auf bem £aber« 
felbe, ba wo je$t bie (St. 2Jtichael«tirche fleh erhebt. Anfang« ein 
Kirchlein, würbe fie fpäter }U einer ziemlich bebeutenben Kirche 
erweitert, ba fle fünf Elitäre hatte, welche feinen geringen Otaum 


16) Brförri&ung ton fDl&nAm 1863 I. 281. 

IT) Xu<& ber ©a$ : Comuiam UnircniUti« et homfnora petlcio poflt in brr Ut* 
lunb» nidtjt für rin Caflrnm , ba er ftfron rine geregelt« Wanidpalterfaffung ©labt 
ooraulfrbt. Ueberbaapt ifl bi« gange Urtunbe fo roof)l &berba$t, wie bi« <ginfr|«ng b«( 
Pabßeg toreiiig war. 


+ ' ' l 


Digitizod by Google 


218 ftitrSft }tt’lltmn'C«p0fr«pi)tt 

\ *. 

% 

cinnabmeit. <Sie würbe 1582 beim Saue ber Sefuitenfirche nie» 
bergeriffen, mit bem $>aufe beS KlofterS ©cheftlarn, welches baS 
fchonjte unb groflte ©ebdube an ber Oteuba ufergaffe war. (ES wur * 
ben 2400 ©ulben bafür befahlt, unb bie SlblofungSfumme für noch 
brei anbere £dufer beüef (leb auf 6650 ©ulben. ■ Sor ber Kirche 
beb bl- 9?icolauS würbe ber 9?icolauSmarft gehalten# unb auch 
noch einige Sabre nach bem Abbruche bei* Kirche fanb er in ber 
Neubau fergaffe ftatf, bis er enblicb ben 9. üttai 1597 für aufge- 
hoben erfldrt würbe. 2)i e je$t beftebenbe 2BeibnachtS* ober Kbriffc 
finblbult erfe^t benfelben. 

Ueber baS ©ebdube teS bl. 9ticolauS fonnen wir nichts bes 
flimmen, ba fleh feine 2Ibbilbung erbalten bat. 2öabrfcpeinlicb 
war bie Kirche im germanifchen ©tple erbaut; jebenfaös !am er 
bei ber (Erweiterung bcrfelben in Slnwenbung, wenn auch bie alte 

Kapelle im romanifchen (Stple ftch geigte. Oldume mit Olunbbogett 

♦ 

waren auch ficher noch im fpdteren Sau, ba ber noch Porbanbene 
<St. SlnbrcaSaltar oben im $albfreife auSgebt, wobei auf bte Cos 
calitdt Otücfficht genommen würbe. Seim Abbruche ber Kirche 
würben bie Slltdre unb bie Silber pertbeilt unb bie Seneflcien 
anberen Kirchen Perlieben, juerft ben Sluguftinern unb bann ben 
Karmelitern. $fuf bem Jpauptaltare war ein ©emdlbc mit (St. 9fico» 
laus unb ein feboner Oteliquienfaflen mit ber Süfte bes ^eiligen, 
liefen 9lltar erhielten bie Sefuiten mit ber Sebingni§# ihn in 
einer Kapelle ihrer neuen Kirchen aufyufhHen. (Einen Keinen Sei« 
tenaltar mit ben 14 9?otbbelfern erhielt ber flftatbfchreiber pon Mün- 
chen für bte ©t. ©eorgenfirepe ju S3eng im ehemaligen Canbgericht 
Kranfperg. 2>er grauenaltar war ebenfalls für eine Kirche beftimmt# 
hoch wugte man 1584 felbff noch nicht# welche ihn erhalten feilte. 
2>aS Silb beS bl. 9ficolauS# welches an einem «Pfeiler ber Kirche- 
hing# unb jenes beS bl- ©ebaftian# erhielt (Sebaflian Cigfalj für 
bie Kirche beS bl- 9?icolauS ju garchach im Canbgericbte SBolfS* 
ratsbaufen. ®ie Silber ber 3^nfte würben biefeti eingebdnbigt# 
um (le in anbere Kirchen $u geben. (Einige Paramente erhielten 
bie Sluguflincr , ba (te in biefer Kinpe ben ©otteSbienft Verrichte» 
ten. 2Juch bie Kirche ju U. C. 5. ging bei biefer ©elegenbeit nicht 
leer aus. J^ier ift noch ein poöfommen erhaltener tyltar# unb jwar 


- wn Äüncijfn. 



jener ber ©t. 5lnbrea«capeHe Aber ber ©alriflei ber Kirche. ■ Sn 
ber ©teile biefe* SltareS war früher ein Heiner Slltar auö ber 
alten (SapeUe ber hl- 3ungfrau, unb weil biefer ben Kircbenpflegern 
Don ©t. 9?icolauö ju unbebeutenb fcbien , beflimmten fte ben ge« 
nannten Slltar für jene Kapelle, ba er überbieß bem hl* 2lnbrea* 
geweiht war. (£r ifl oon ziemlicher ©r6ße, unb im ©tple ber 
Otenaiffance gearbeitet, fo baß er bemnach feineDwegS in bie 3*it 
ber ©ntflehung ber Kirche hinaufreicben fßnnte. Son ber ©tabt 
München reicher botirt bürfte überhaupt bie alte ©t. 9?icolau6s 
capeHe im 15. Sahrhunberte erweitert worben fepn, vielleicht vor 
1447, weil in biefein 3ah« ber 9>abfl 9?icolau* ber V. ber ©tobt 

I , m 

baö Patronat über bie Kirche verlieh. SBahrfcheinlich trug auch 
£erzog ©igmunb bei, ba am Elitäre be$ hl- SnbreaS ba6 Silb 
belfelben in erhobener Arbeit erfepeint. Sei ber Ausführung biefeS 
AltareS würben $h*ile eines früheren AltarwerfeS benupt, benn 
bie anfcheinlich von $anS von Olmenborf, bem Hofmaler beS 
genannten $er$og«, gemalten Silber beS hl* AnbreaS unb be« pl* 
Senebift $u ben ©eiten ber unteren Abtheilung tragen btc 
jahl 1498, unb an ber IHücfwanb beS 2hronfS beS hl* AnbreaS 
fleht 1513. tiefer Jpeilige flpt oben in einer 9fifche in runber §igur . 
von |)olj. 2)iefc ftifepe verfchließen jwei Slügel, bie geöffnet 2>ar* 
flellungen aus ber £eibenSgefcbid)te beS £errn jeigen: (SbrifluS am 
Oelberge unb bie ©eißlung auf ber einen, bie 2)ornenfr6nung unb 
bie Kreuztragung auf ber anberen ©eite, Olde* im SaSrelief. Auf 
ber Auffenfcitc ber Slügel ifl in vier Abtbeilungen bie harter be6 
hl* AnbreaS gemalt, gleichzeitig mit bem ©cpnißwerfr. 3« ber 
mittleren fchmalen Abteilung flnb Heine Silber in rahmenartiger 
(Jinfaffung, welche zu ben febonflen beS ganzen AltoreS, aber einer 
älteren tyeriobe angeboren, ©ie fletlen Von ber Cinfen zur Rechten 
ben verfünbenben @nge(, bie hl* 3unfruu in einem 3immer, unb 
bie Anbetung ber Könige bar. 2Benn man bie Slügel ber untern 
Abteilung öffnet, zeigt fleh bie lebensgroße halbe Sigur beS £ei* 
lanbcS im SWantcl mit erhobener dlecpten, nach ber älteren S3eife 
bargefleüt, fo baß biefeS runbe Jpolzbilb von einem älteren Elitäre 
genommen zu fepn fepeint. 3u feinen ©eiten flnb bie fleineren Siguren 
beSpl* Sohamieöunb ber hl* üftagbalena flehenb bargeflellt. Auf ber 


BfS 6citr2|f )ur altrrrn Ceptfftpl)'' nr Äünrijtn, 

t 

inneren ©eite beg einen Slügelg tfl (Shriftug am Kreuze, auf bem 
anberen Me ©rablegung, anfcheinlich von ©. SftAcbfelfircber gemalt 
9Juf ber 4u§eren ©eite fleht man Shriftug am Oelberge unb bie 
©efangennebmung unb an ten «Pfeilern beg Wtareg bie genannten 
Figuren von 1498 mit bem Cigfaljifcben QBappen. Oben , rec&tg 
unb linfg beg Slllareg, flnb in erhobener Arbeit bie ©ilbnifje beg 
£erjogg ©igmunb unb eineg |>eiligen mit ber Krone. SDiefe ©eiben 
flehen in ganzen Figuren auch ju ben ©eiten beg Slhroneg beg M« 
tynbreag. 

tiefer Slltar ifl noch »ohl «halten, unb gibt Beugnifl von 
ber bamaligen, ettvag hanbwerfraäfigen Kunft in Hänchen. 


I 


I 


f 


\ 

\ 

% 

IX. 

(Sljrotttf 

• , • 

be$ 

' i 

fjfarrfprengflo $) ä I> C, 

. » 

( 6 nig(id)cn 2 anbgerid)tä SBeilhcim. 

' t 

5 ?on 

^ofeplj S^nton Premier, 

«Pfarrer ih Päbf. 

Per Pfarrfprengif Pdbl umfaßt bie Ortfchaften <|>o 4 >f(t>toß 
ober £ocbpdbl, mit bem gleichnamigen Pfarrborfe Pdbl unb ben 
Siliolorten §ifchen/ Äerfchlach, SHoflfeleberg unb 5 Bittel$bofen, unb 
bilbet ben Mittelpunkt beö rei^enben unb ziemlich fruchtbaren 
tframergrunbe*. 

Gr; umlrdnjt t>albf rcidformig pon ber »efllich eine Viertel* 

fiunbe gegenuberfließenben $lmmer ober Wimper Idfjtge Anhöhen 

\ 

pon 9 ?orben nach Offen unb ©üben, fo baß baö 2 )orf P< 5 bl in 
ber Mitte $u liegen fomnit. 

©otoobl in foSmolcgifcher, als in biftorifcher ©ejiehuttg bie# 
tet er bem forfchenben unb ber ©efchich*« halben ©eifle manntg* 

faltiges 3 nte reffe bar. * „ 

/ 

-Die ©puren ber urfprunglichen ©eftaltung biefer ©egenb 
liegen por klugen. 

2 >aS aufgefcpmemmte J^tigeUanb, bie auSgetrocfneten SJlinnfale, 

bie Moors unb Sorfgrünte, bte fo häufig portommenben petrefaften 

\ 

,au$ bem $biei*s unb Pflanzenreiche — fte beurfunben unpertennbar, 
baß #, eine fübliche ©trbmung über bie £od>gebirg** 3 o<b f f über © flr * 
mifch unb (Sfchenlob auf baS jrpige ^fpallanb ber «Zimmer heraus* 


i 


V 


9 


Digilized by Google 


220 


tyronik kr« JJfitrfprrnjftfl päf|t 9 


/ 


ftürjenb unb ältere Diefungen be$ 93obend perfolgenb, ben Äeffel be6 
flcb bei Sifcben bem tyfarrfprengel <päbl anfcbließenben WmmerfeeÄ 
aufgewühlt hat. Diefe ©puren führen in bie Dage ber Urwelt unb 
in jene (Epoche ber allgemeinen Ueberfluthung unferer @rboberfläcbe 
jurücf, ba bie pon ber 5lmmer linff unb rechte gelegenen Jpügel# 
wänbe, unb bie bei SGBilbenrott burcbbrochenen ©chuttlagen wohl 
nichte anberef waren, nlf Dünen cined Keinen OTeercö. Damal6 
mochten bie £öhengipfel Pon *pähl, 27tonat$haufen, 5lnbetb$ unb 
Dber$eif maring ale Jnfeln auf ben Sluthen emporgeragt, fo wie 
ber Slmmerfee unb ber 28ürmfee, beibe in ihrer frühem größeren 
Wufbehnung füblicb mit einanber jufammengehangen haben. 
9?ach bem oorerwäfcnten Durchbruche ber norblich aufgeflauten 
©ewäjfer nach bem ©tromgebiete ber Donau hin fanf ber Slmmer* 
fee )u feiner gegenwärtigen ©aflerfläcbe herab, bie pielen üflofer 
- unb 9?ieberungfb6ben im Slmraergrunbe jurücf laffenb." *) 

Die erflen ge febi cb t li cb en Nachrichten über baf ©ebiet bed 
tymmergrunbef beginnen mit ber Unterjochung ber Wlpen unb 
©übbonaulänber burch bie Otomer um baö 3^hr 15 Por (EhrU 
fluf. Die Ungewißheit, welche hinflcbtlicb ber Ureinwohner 23inbe* 
lijienö obwaltet, febwinbet nämlich erft mit ber 9t o m a n i f i r u n g 
biefcp £anbflricbe$, beren Denfraale bie noch Porhanbenen JRefle 
ber romifeben Sortiftfationen, ber romifeben Jpocbflraßen unb ber 
romifeben ©räber flnb, welche „nach einem unb bemfelben Sppuf 
wie in aller 2Belt, wo ber 9tomcr Hegte unb wohnte," fo auch 
im tyfarrfprengel $ähl, unb junäcbfl bei bem J^ocbfcbloffe $ähl, 
porfomraen. 


' Daß ^ochfd)loß ober $ocbpd&l. 

Unter bem Ortdnamen tyabl/ ber auch in ber S3orjeit per* 
febieben, alf 93ouel/ *Poule, tyouel, *pola, <popel, Spowet , 23el 

* 

1) 3Han oerglefche SBeiji, ©üb&apernd DbetflÜrte p. 124, 201, 232, 269. 2Bal? 
tfierß ©eographie Don 23at)ern p. 105, unb Söringer, bet SBürmfee unb ferne Ufer? 
orte. (©a§ .Königreich Bauern in feinen altertümlichen, gerichtlichen u» «Schönheiten. 
Bb. n. J&eft 31.©. 245—246.) 


/ \ 

konigluljfn faubgfrtrljti tDfiU]fira. 281 

unb Paal gefchrieben unb genannt würbe, muß juoorberft £och* 
pdhl ober bal Jpochfchloß oerftanben werben. 

leicht irgenbwo haben ftch bie ©puren einer ehemaligen 
romifchen Sortifttation beutlicher unb mertbarer erhalten, all wie 
biefel bep bem $ocbfcblofie Pdbl ju ftnben ift. 

lieber bie ba jurücfgelaffencn Olefle einel ehemaligen rorai* 
mifcben ßaftruml fpricht fich in ben baperifchen Annalen ein 
triftiger 3 cuge bcö noch obwaltenben SJeftanbel fofgeuber 20 ?nßen 
aul: „93ei bem £ochfchloffe pdhl werben oiel bebeutenber? §or* 
tififationen gewahrt, c 16 bei jebem anbern Olomerpunfte am 
2immerfee, bie unter bie Castro Urusa gerechnet wciben wollen. 
2 flan tann {einen Wugenblicf anflehen, hier, wo nicht ben oerein» 
gelten SRomerort Urusa, hoch bal Oratorium bei Uagertomplexel 
biefel 9?amenl entnehmen. ?luf einer oorfpringenben (Ecfe bei 
jwifchen bem 2 öürm» unb Wmmerfee liegenben, hi« unb ba burch . 
Heine, tiefe 2 bdler burchfchnitteuen piateau’ 1 , unb jwar auf bem 
äußerflett Promontorium, liegt bal £ochfchl 0 ß Pdhl» oberhalb bem 
2 >orfe biefel 9?amenl. 

3 wep tiefe SSurggräben umgeben baffelbe in einer namhaften 
Slulbehnung. 3 >n 3 *tnern bei Schloßraumel' erhebt flct> ein fteiler 
Jpüget, welcher ehemall mit Sftauerwert eingefaßt gewefen ift. 9?ach 
bem (leinen, tiefen Shale hin ftnbet man auch ein ftartel, romi» * 
fchel üttauerwerf aul Quabern. 2 )al je$t bort (lehenbe 28ohnge* 
bdube ift gegen bal 2 ) orf mit einem in ben Reifen eingehauenen 
ftarfen ©raben, gegen bie ßanbfcite aber mit einem tiefen (Erb* 
graben, ber norblich unb oftlich jwanjig @<huh tief ift, umgeben. 
3 n einer (Entfernung oon ^unbert Schritten jieht fleh ber dußere, 
noch tiefere unb bei feinem ^lulmunbunglthdlchen breißtg (Schuh 
tiefe jweite 95urggraben in einer ßdnge oon jweibunbert unb 
neunzig Schritten herum. 2)ort ftnbet fich bann jenfeitl bei (Ein* 
fahrwegl abermall ein ©raben. 2 )iefer in ber romifchen 2 )efen» 
ftonllinie wichtige, ftrategifche Punft hat etwal ©roßartigel, er 
war fchwer 51 t erobern unb leicht $u oertheibigen. 

2)er &ern ber ehemaligen 33efte ift im Prinjip ber mittelal» 
terlichen ©efeftigunglfunft tlein; bahin mochte nur bal floflbarfte 
gebracht worben fein. 2 iber bie 3 »tf<henrdume jwifchen ben 


Digitized by Google 


222 Ctjronik be» fJfmfprfttjrl* plijl, , 

# 

©Äflen unb 93urggrüben boten ein leicht ju oertheibigenbeg 2er* 
rain bar, wofclbft große ©affen ober eine jahlreiche ®cfapung 
aufgejleflt werben tonnten/' ®J 

9?acp ber Drtggefcpichte Utaifting, oerfaßt oon Sranj Saleg 
©ailcr, gewefenem 2>echant beg Conbfapitelg ©eilheim unb $far, 
rer &u Sftaißing, bem rühmlich ft betannten 23erfa(fcr ber Vinde- 
liciae Sacrae Tom. lll, fofl ober ber [üblichen (Seite beg Zimmer» 
feed im Slmmergrunbe, bie Drtfchaften tydbl unb öiaifting um* 
faffenb, big gegen ©eilheim hin, in ber grauen Söorjeit eine große 
Stabt geftanben haben. 

$>ie im engen Staume oorftnblichen 93urgftälle, a(g ju 
©berieb, ©itterftfepen, ^ocpfchloß, Öloffelgberg, ©ittelehofen, £ol* 
(erberg unb £opfenlaicp bep ©ittelehofen, ©ogelberg bep ©eil* 
heim, am $cbenpeifenberge, ju Stiflarn ober tyellfcbwang bet 
Sftaifting unb ließen, wie auch in neuerer 3*it noch oerfepieben* 
mal innerhalb biefeg Dtaumeg auf ben Sturen auftgegrabeite alte 
©auerwerte, ungewöhnliche, alte $ufeifen unb ©affenjtücfe, 
mögen ©ailer fchon $u biefer Angabe geführt haben, wie auch noch 
erfühlt wirb, baß ba eine große Stabt einftmalg geftanben haben [cd. 

©enn nach &arl JBeigbaupt bep bem £ocpf<hloffe angenom« 
men werben barf, baß ber oereinjclte Sftomerort Urusa hier gefun* 
ben werben tonnte, bürfte [ich biefeö Castrum ja big an jene 
©rdnjpunfte ocrftnblicper 95urgftüllc auggebepnt haben, welche 
epemalg alg geftunggwerte ber 3*rjtorunggwutp her bie Äomer 
oerbrüngenben Folter entgangen, unb nacpmolg wieber oon 9titter* 
fchaften bewohnt würben. 

SJucb romifepe £eer# ober £ocpfiraßen burepfepnitten bie ©eftlbe 
beg tyfarrfprengelg $äpl. 

JDie oon ber Jpabrianifcpen ^Pfltan^ftabt Juvavum (Salzburg) 

t v » 

unb ber genuinfamen 3farüberganggftotion Bratananium bep ©rün* 
walb unb 33aperbrunn auggehenbe über £©benfcpeftlarn, ©an* 
gen, forlöberg, unb auf ben Jpopen beg norbroeftlicpen Uferg beg 
©ürmfeeg über ©ecfituj, ^oefing unb Machtlfing nach $äbl/ ift 
.betannt.— - (£ine anbere, biefe erflere fortfefenb, führte oon Abo- 


I) Äatl S3r{6$auyt. Sapcrf^e TCnnalrn 3a&rg. 1833. 9t*. 23. 


könifitr^tt fan&gcriri)t« tOrtlfifim. ftf 

dfacom cdpfo<to überwölb, ndrblicb Pon SBeflcbntnn über einen 
SBalbbügel, noch Me £ocbflrage genannt, nach Stidarn burc b bie 
Slaiftinger glur, ber Spribericb genannt, nach 

©erabe in biefem Spribericb, ber por ungefähr fecbz»g Jahren 
noch in einem Eichenhaine beflanb, gab el beim Sluegraben ber 
St6cfe gefällter Eichen unb Anlegung ber Äultur eine perfebie# 
benartige Slulbeute rdmifeber SWünjen, dBaffengeräthe unb anberer 
bem Sllterthume angehbrigen $inge. 

Diefe £ocbftrajje wirb noch an perfebiebenen Stellen, befon* 
berl aber bei Stidarn, in ihren Spuren gewährt. Ein gürftplan 
ber Jpofmart 5Beffobrunn, gezeichnet Pom Oberlieutenant ©abriel 
Slloil f>ei# 1749, bezeugt biefe £ocbflrafie in angegebener Dticb* 
tung, unb in Ceutnerl ©ränzbefebreibung betagten Älofterl auö 
bem XL Safcrbunberte wirb gleicbfadl. biefer $o<bßrafje gebaebt, 
ba el beift: „Die £ocb(lrafje im Sffialbe" bil in bal ©edfebwan« 
ger (Stillarner) Selb." 3 ) Eine britte romifebe £eerftrage führte 
pon ad Ambre (Scbdngeiftng) nach Stegen, am 9lulfiu(fe bei 
Qmmerfeel, über £erfcbing unb 9tieb nach Sftühlfelb, gifeben unb 
- $db(, unb Pon ba am weltlichen ©eftabe bei Slodernfeel bep 5öeil* 
heim Porüber nach Partanura Opartenfircben) unb Verona. 4 ) 

9?acb SlPentin fod ficb zu feiner 3*it noch, nicht weit Pon 
SBeilbeim, in einem dBalbe eine typramil ober Ü7?eta mit ber 
Sluffcbrift: M. ANTONIN, IMP. AVG., nebft einem Dhurme unb 
Steinhaufen, Porgefunben haben. *) 9?irgenbl in ber Umgegenb 
pon dOeilheim, aufer auf bem £oderberge bep dDittellhofen, eine 
Stunbe norblkb Pon döeilbeim, werben zerfallene Olef le eine! fol« 
eben Denfmall gewahrt, unb alte Ceute erzählen ficb noch, baj 
an biefer Stelle einftmall ein Dhurm geftanben habe. 2Beil an 
bem mefKiiben Abhänge biefel jpügell (|>oderberg) bie romifebe 
fjocbflrage, begleitet Pon mehreren ©rabbügeln, geführt hat, .lännte 
füglich hier «in 5Bacbthurm mit einem SWeilenweifer gewefen fein. 

Solche Tumult, OUaria Oöegrdbnijiorte) ftnben ficb in groger 
Anzahl in ber Umgegenb pon $ähl unb bem J^ocbfcbloffe. 35efom 


3) Leatoer, bist. Wewofont. edit. 1143. P. 1. p. 13. 

4) St«ftbo<M Xntiquarium. — ^JaUfcoufta 6b ft ftönurflTafMi. 
i) XotAtiat bapriföi Q(toaJf, b«utfcp« Vutgabt ß. 11* p. 311. 


1 2£4 ^Ijronik In Jpfarrfprenjele .. 

berO gewahrt matt biefelben oft brcf>t angereihet nach jenen 0M4* 
tungen, woher bie $ochftraßen geführt haben, al$ gegen Sifcpen, 
ÜHachtlftng unb 2BitteUhof«n bin. Unb wenn angenommen wirb/ 
baß bie Nomer bie £eicpen in ber Nähe ihrer £eerflraßen begruben/ 
fo bürften folcpe Kumuli noch nähere Belege für baö ehemalige 
Seflehen biefer Nomerftraßen nach ben angegebenen Nicptungen fein. 

Nach ber tabula Peutingeriana liegt ba$ römtfepe Abodiico 
((Epfacp) XIII. S JW. wefUicp oon ben. Castra Urusa, wofür $äpl 
gehalten werben will. 23on (Epfacp nach tyähl rechnet man fünf 
geographifebe fctunben in geraber weltlicher Dichtung. 2 )a nun 
aber über baO antife romifepe <£cpup* unb NleilemNtaß manche* 
2)untel fcpwebt, unb nur annepernb von Gautier jwei römifepe 
teilen auf eine franjofifcpe gehen, unb nach SBeiOpaupt 760 
2oif<n für bie (Extenflon ber alten romifepen Straßen. Nicilen 
angenommen werben, burfte auch nach einer folcpen geograpbifchen 
(Entfernung baO Jpocpfcploß *päpl ju bem romifepen Eagerplap 
Castra Urusa gejäplt Werben. 6 ) 

2)en Nachrichten ^loentin’O gemäß burfte ber Wmmergrunb 

f * * 

fepon vor $ln!unft ber Nomer bevolfcrt gewefen fein. (Ein fecpO* 
teb Soll, fepreibt er, im ßanbe Vindclicia unb Rhetla secunda 
werben bie Selaunen genannt, welche vor bem ©ebirge jwifepen 
ber 3far unb bem £ecpe wohnten. 7 ) 

Ob nun *päpl feinen Ortsnamen von biefem 23olf6ftarorae 

i 1 W tf 

entlehnt höbe, wie ©ailer meint , bleibe babingefteflt. 8 ) SebenfaßO 
aber mochten bieNomer, alö fle unter Sluguftu* bio an bie 2>onau 
vorbrangen, unb Sinbelijien unb Npetien ihrer ©ewalt unterwarfen/ 
auch bi*r einem (heilbaren Solle gegenüber nur mit bem Schwerte 
in ber §auft ihre Nieberlaflung errungen haben. 9 ) 

Son biefer Seit an biO jurn Ylll. Sahrhunberte liegen bie 
gerichtlichen (Ergebniffe vom ^ochfcplofie tyäpl unb ber Umge* 
genb in tiefem 2>unfef »erfcpleiert, unb nur bie ftummen Nefte 


6) Gautier*» Sraltat über Anlegung ber ©trafen. Seipjig 1759. p. 6. — 9ta<$* 
weifung über bie (Stofe be6 röm. Steilen sSRaaf eg con^JCatl 2Beiö&aupt. Xuggburg 
1838 p. 7. 

7) ttorntfn, 33ayrtf$e G&ronil u. b. p. 317. ©etttföe TCuggabe. 

8) Yingeliciae Sacrae Tom. Itl*, p- 137. 

•) Corenj gBeftearieber’4 &i|t. Jtatcnbcr, Sa&rgang 1788, p. 147, 


kSnifluipn Cönbgcricljt« tOeilijetm. 225 

•. •» \ . 

5(5 anücf (affe6 ergrauter 93urgflafle, ©traßcnirfiramer unb lobten« 

bugel, berfünten noch im Ieifen 9?acbhoHe einftig große unb wich* 
tige S3|gebenheiten in tiefer ©egenb. 9?acb ben um ba* V. Sahr* 
bunbert bielfeitigen 9?ieberlagen unb bem tbeilweifen 9iücfguge 
ber romifeben Jpeere unb 23olfer, erfebeint ber im fubweftlicben 
93apern an ber Zimmer unb Sfar, fo wie am Zimmer* unb $Dürm* 
fee (iegenbe fianbftrid) unter bem tarnen £uoftgau juborberjt bon 
ben ©rafen bon 2Bolfratb*baufen, ^Inbecbö unb fiepen, al* 2)9* 
naften, beherrfebt unb bewohnt. 10 ) 

23on£avl bem ©roßen, ber auf ber 0tei5müble be^ Starnberg 
bon 33ertba geboren worben fein, unb bei einem Dtitter auf bem 
Jpocbfcbloffe feine ^r^tebung genoffen hoben foH, wirb ba biel Sa* 
beihafte* erjählt/ woju eben bie Ungewißheit feine* ©eburt*orte* 
bie einjige 93eranlaffung geben bürfte. u ) 

2Bohl aber hoben bie ©rafen bon 2Botfrath*boufen, mit ben 
©rafen bon SJnbecb* ein ©efcblecbt, ba* £ocbfcbloß lange befeffen, 
wie ihrer nachher gebaut werben wirb. 

* 

Urlunblicb werben bom Sohr 748—788 bon tyoule ober tydbl 
§um Unterhalte ber ÜJtöncbe im Älofter SBeffobrunn fecb* ©cbiU 
linge erhoben. Um bc* Sohr 1100 würbe in bem alten ßalenber 
bon SBeffobrunn aufge^iebnet: „2)en 14. Senner flarb Ubalricb/ 
ein £aie, ber ein bolbe* Bauerngut ju *p4hl an ba* lUofler 
gab. — 2)en 22. £ornung ftarb üflarfu* £eflart, ber fein £anb* 
gut ju $äbl bem ßlofter fünfte." 12 ) 

3)a* ©cbanfung*bucb -gelben Älofter* nennt unter ben abe* 
(igen 3*ugen um 1129 »inen ©igibotto bon tyoule, um 1160 
einen 2)ietricb unb um 1165 einen SÖeringer. — 2)a* ©eban* 
fung*bucb bom Älofter Jolling beurfunbet um 1128 einen 2)iet* 
polt, um 1130 ©ibotto, bann 1163 unb 1176 S3ercbtolb bon 
95oule. — 2)a* ©cbanfung*bucb bom Älofter ließen fuhrt um 
1140 einen @berharb bon 93oule auf, auch um 1135 23ertolb unb 
feinen 93ruber ßuitolb, bann Otuobpert, einen 2)ienflmann be* 

V % / 

— — - - - - - - - - 

10) Moa. Boi ' 7 1I1. SBrflmriibrr’6 tyfß. Jtalenber 1T88. 

11) Stcetin'O du , (Sagt übtt JCatl* 6. 9 . ©eburt. — £ormaj?r*e £of$tnl«$ für 
#at«tlanbifa>f ©»fc&lcfcte, Sabrg. 1831. 

lt) Leuiner hilft. Wenofoot. P. 1, P, 11. Cftlead. Bonedicti 1. ' 

IX. 15 


. 226 , 6t)ronik bff pfarrfpren gtl# pal) 1 , 

Sifßof« £einriß bon 8ftegcn$burg, weißer, auö ber grdfltcb $ht- 
beßfifßen 1‘inie ju 5Dolfratb*baufen ftammenb, auf obengebaßten 
fHubpei t$ Sitten fein ©ut Selbe# betn Älofter liefen fßenjte. 18 ) 

©ifßof Äonrab bon 2lug#burg überließ ben 25. 2Jtai 1159 
ben Srübern ber ßatbebrallirße jur Sermebrung ber tyrdbenben 
bon ben bifßofltßen Äommergutern, weiße ebetnal# ein ©raf 
peinriß, geft. 1158, befeffen b<Ute, unb naß beflfelben Ableben 
ßm beimgefallen waren, ndmliß bad ©ut, bie ßirße unb ben 
ganzen 3^benten $u Soule, mit ber Sebingung, baß fie bet ber 
Otücffebr naß bem gegen 97iebergang liegenben Gßor in $ro&ef* 
fron ju @bren ber ©otte# «SRutter unb $um peile feiner @ee(e 
bie Antiphone : Alma redemtoris mater etc. fammt ßoUefte tag# 
liß fingen foflten. 14 ) 

tiefer Urfunbe gemdß mußte Sifßof Äonrab ein ©raf bon 
Soule gewefen fein, weil er Chrbe M ©rafen peinriß war, wo« 
für ibn auß Sopfel in feiner ©efßißte bom Klofier Jolling bßlt/ 
unb, wie folgt, urfunbliß anfübrt: Selannt fep allen (Sbriftgldu* 
bigen, baß ein gewißer (Jöelmann Ubalöcalcu# ben Ulfenborf ( jf> 
felborf) fein fianbgut, weiße# er in 2Balbram#berg befeffen b^t, 
ber Äirße ©otte# be# Qrrlofer# in Jolling übergeben habe. 3«u* 
gen ^ic^ort ftnb : Äonrab, Sifßcf $u ‘2lug#burg u. f. w. $ann 
beißt e# weiter: 2)a Sifßof . jtonrab bon 2lug#burg unter ben 
3eugen obenan ftebt, Ißnne man nißt jweifeln, baß er nißt einer 
au# ben ©rafen bon Soule ($dbl) gewefen fein muß. ,5 ) 

9?aß ibm beurfunbet fiß 1160 2)ietricu#, ein ©eifilißer, 
1165 2öerinberu#, 1175 Sertbolbu# unb Otto bon $oule. ,e ) 

2)a um ba# 3abr 1240 ba# l!anb in ßanbgerißte eingetbeitt 
würbe, fam auß ein folße# Canb# ober tyfleggerißt naß $dbl, 
wo ber fürfiliße «Pfleger feine SDobnung auf bem poßfßlofle 
batte. 17 ) 2)iefe# «pfleg s ober ßanbgerißt moßte bon febr bebeu* 

4 

tenbem Umfange gewefen fein, ba e# 1310 ba# ganje gegenwdr» 


13) Mon. Bote. VII. p. 342. Vlll. X. p. 10. Haadii Metrnpoll«. 

14) SBraun’S ©»Siebte ber S3if$ofe von Äufliburß 58. 11. p. 119. Xöglfc. jDi&cefanr 
SRituaie von 1589 p. 620. 

15) Tdpsnl, Sueciacta Inf. Can. Polling, p. t>. 

16) Mon. Bolc. Vll. p. 352. 354. X. p. 21. 29. M. 

17) »nbii jQu^nix*# bapnifö« Qlefßißte B. V. p* 16i. 


I ' 

kSittfUtfjttt Cantgendp» tOriHjemi, 227 

* * 

/ y « 

tige Sanbgericbt Starnberg bi$ nach $aftitg, bei 2Hün<ben, unb 
einen $!?eÜ be$ l!anbgericbt$ SBeilbeim umfaßt batte. 18 ) , 

2)ie f>crjcgin ÜHecbtilb, brüte ©emablin be$ $erjog$ Eubwig 
bed Strengen, fcbreibt um ba$ 3«br 1300 an ben £anbrüfeter ju 
: 2Dir Sttectbilb • *Pfaljgrefttt . . . unb £erjogitt ju Samern - 
entpieten unferm Siebter ju tyouel, ber nun ift unb furbaj wirt, 
imb auch anbern unfern Amtleuten unfer £ulb u. f. w. 

$11$ Canbricbter, Pfleger unb Äaftner auf bem $ocbfcbloffe 
*P<$bl/ meiftentbeit$ au$ bem baperifeben fHüter# unb $lbel$fianbe, 
beurfunben ficb: 1253, 2öitigan$ ber Saininger. 1258, jpeinrict> 
fein SSruber, Milltes. 1263, 23ertbolb ßabner. 1287, Äonrab Sftobr* 
mofer. 1316, Ulrich Don 2Bittel$bofen, Otitter unb Siebter ju 
1325, griebericb Don Staufenecf. 1327, $etttricb ber (Jr* 
linger. 1332, ©ottfcbalf Saininger. 1335, 3orban Don ließen. 
1347, Äonrab Don ©unbelfingen. 1348, S^gram Don Sacbfen* 
fam, fpater Don Specf genannt 1351, Cubwig Don 27Juntris 
ebingen. ,9 ) 1357, Sngram Don ©prinp. 1357, ber eble unb Defte 
Stepban ber $baininger ju <p<5bf* 1363, £ann$ ber 2Jteilinger Don 
Scbönlein$berg. 1378, Heinrich tyueber. 1380, Stepban Sbainin* 
ger. 20 ) 1384, £ann$ £ecf. ißon ibm beurfunbet ftcb : je ber 
3eiten dichter ju Söeilbeim unb Canbricbter je $5bt . ... tun 
Äunt baj für mich cbom, ba icb je ©eriebt faß je 2)ietelbofen au 
offner ©ebrann Ulrich UBittel$b&f*t unb Jtlagt . . . Don #anfen 
ben 2ßittel$bofer wegen eitler £ub ju Söulnpacb unb jwep £ub ju 
Dettingen. — 1390, ©berbarb Sftatftinger, Oücbter je spät, Dor weis 
cbem an ber Schrämte 2)petlbofen $lnbrea$ QKpbart wegen ferner 
uxor $lnna über eine 23oqtep ju *P<5ftenft<5tten gegen £icbl 
bem Säger gellagt bat. 21 ) 1397, 3obft Don griebing. 1410, Sorg 
$alber, ein ^Patrijier Don ^öeilbeim, liegt am norblicben Eingänge 
in bie «pfarrftrebe ju SBeilbeim begraben. 22 ) 1419, Jpeinricb (5n* 
gelfcbaU, Pfleger unb Siebter ju <pdbl. £r flagt £ann$ 2Bilb* 


18; Slcttenfljottet’S furjgcfafte bai&ftffdbe ©rf<&i<$tf. p. 209. 

19} Mob. Bote. X. p. 67. TU. 125 V. 154, 156. SDtei^elbnF 6 6$T0a« 1. p. 12t. 11.' 
lt. 146. £unbS ©tammtuef) I. 11. 111. SEDril. 

20) Mon. Bote. X. 103. 127. 129. Vlll. 311. X. 150. Till, 166. X. 267. 

21) Reg. boic. X. 267. »— 

22) £unb ©tammb. 111. 8r«iberg6 ©ammluflg ptflodf^rr ©Triften ®. Uh p* 291. 

15 * 


Digitized by Google 


228 


Ctjronik Dr* {Karrtprengrl* {la^l 9 


« • 

ecfber wegen eine« £ofe$ unb ber Slaferne ju ©inbelSborf, bie Sorg 

2Bilbecfber fei. bortnalS befeffen 23 ). 1430, £efeflober, U* 
ger unb Uanbricbter in ^pdb l M J. 1440, Otto ©chonborfer, Pfleger • 

in <pdbl. Crr liegt in ber $farrfirche begraben, wo ft# au# 

» • 

no# fein ©rabfhtn aus rotbem Marmor mit SDappen unb 3»t* 
fcbrift borftnbet, f 1453. —1445, 2ubwig £dring ju Uffing, £anb* 
ri#ter ju <pael. £>cn ihm beurfunbet ft#: 3# i‘ubwig £dring „ 
bpe jept 2anbri#ter je ^pael unb in ber ©tabt 2öeplbaim, befenn 
als i# je Ußeplbaiman offner ßanbf#rannen gefeffen pin, unb .ben 
©tab in ber £anb gehabt hon, unb ben gef#wornen ©#reiber 
bei bem *pu# ba tarn für mi# UBil^clm Ofleirbofer anftat feiner 
Herren bon Vaewren unb Sbonrab tyaujf anftat feiner Herren 
bon Höfling unb ERatbeiö ©#rotter Bürger ju 2öeplbaim 2ft ). 
1450, 23urgbarb Jpaloer, ein SBeilbeimer. 1460, Qlnbrd £efel* 
lober, beS 9?iflaS dltefter ©obn, war <5belfne#t unb Pfleger in 
<pdbl 2fl ). £ann$ fcefellober, 2Jnbrd$ 23ruber, öli#ter in $aeJ. 

, 1470, Äaepar unb ©eorg ^aininger 27 ). 1481, Ulri# Otamung, 
£anbri#ter ju $ael. 1492, 3eronitnu6 gering. 1494, SWatbiad ber 
Öiaminger, ©obn beö hörigen. 2)i efeö ©ef#le#t hatte feinen ©i$ , 
auf bem ©#lofTe JRamecf bep 4)uglftng. 58on ibm fagt fein 23ater 
Ulrich : 1485 mclbet mir mein ©obn SWatbiaö, bajj er in $ranf* 
rei# bei 2pon gefangen liege. — (5r berfpricht Sorgen SDoftermair 
ju Slugöburg, ben fein ©ewerb bortbin trieb, bei feiner 2reue 
5Jße$ ju erftatten, bafj er ben ©obn au$ feinem ©efdngniji erlofe. 
tiefer Mathias liegt in tydbl begraben. 1495, JpannS bon Slerejtng 
unb $ürtenfelb. (£r führte in feinem SBappen einen weiten ©tor# 
mit einer Ärone 28 ). 1498, 3<JCob £u#fcnbaufer jum ^peifenberg. 
£)8walb Sluchfenbaufer erwarb ft# bie ehemals ©eefelbif#e 
•ÖJurg ^Peifenbcrg 29 J. 1499, Sßolf SJerejtnger ju Slurfenfelb 

unb 9)efienacfer, Pfleger in <pacl. 2)iefer 2öolf Slereftngeq 


23) D&crbaper. XrAiö. SS. Vlll. p. 255. 

24) Mon. Kaie. VI II. p. 216. 

25) Mon. Boic. X. p. 169. in. VU1. p. 312, $unb ©tammbu* 111. p. 158. 179. S12 

26) £erjo 0 2Clbrect>tö SanMafel. 

27) Mon, Boic. X. p. 169. 173. 

28) Mon. Boic. X. p. 226. 

29; >Vun& et«rarabu<$ 111. p. 697« 


- X 


I 


kontgl'rrljfn Canbjfricljt* tÖrilljftra. ' 229 

i y. 

war bei £errn 9?itla« von 9Iben6berg 9tieberlage am 28. Hornung 
1485 bet greiftng auf £erjog Gbnftcpb* ©eite 30 ). 1590, 2lbam 
(Jbelmann, Pfleger unb Umgelter ju $el. 1510, ©ebaftian, (£bel* 
utann ju ©tntybaufen, Pfleger in *J)el. 1511, Sobann von Obern# 
berg, Dlci<t>dberr. 1513, fieonbarb von 9Jteuching. 152S, ber eble 
unb vefle @eorg £unbberger, Pfleger ju ©äbl unb £err ju 
<5glftng. 1540, Joanne tyrantorfer, Kammermcifier in 31 ) 
1596, bet eble unb vefte,©eorg ©ieginunb von unb ju 20eicb* 
unb ©tunbVberg, Pfleger in tyäbl unb fürftlicber Ourchlaucht 
OTatb. 3fl ) ^ 

©chon um ba$ 3abr 1350 !am ein bebeutenber Obeil von 
bem ©erichtObejirte tyübl an ba6 bamald orgarriftrte Canbgericht 
©tarnberg, töte auch wieber 1529 unter benfelfcen Umflänben an 
* ba$ Eanbgericht 2Peilbeim, »ober (ich in biefem Sabre beurfunbet: 
£e rr ©iinon ©tottner ju ^lltenbapern, üanb# unb ©tabtsSJtichter 
ju 2BeiIbeim. 31 ) i 

Oie gefammte ©ericht$barfcit in tyabl tonnte jebocb mit 23er« 
legung beö £anbgericbt$ von ba nach 2Beilbeim nicht aufgehoben 
Worben fein, »eil ftcb noch biö 1596 Pfleger, unb bi$ 1613 £in» 

rid)tungen auf bem Eochfchlofie $abl beurfunben. 

^ * 

©ei bem alten Jpocbfcbloflfe ftanb nämlich auch ein vierecficbter 
großer $älltburm, in welchem bad heimliche ©ericht vollzogen 
würbe. $Juö ©aiöer’ö berühmten Vindelicia Sacra entnimmt inan: 
£inter ber .Kapelle be6 bl. ©eorgiuö wirb ein gälltburm gezeigt, 
in welchem bie Ehelichen fchwerer 23erbrechen wegen fcbneQ unb 
unvernrtrtt btnweggefdjafft würben. Oaö ©efteben eineö folchen 
©erichte* unb wirtlicher Einrichtungen bezeugt ein alte* ©terb* 
regifter ber Pfarrei tyäbl, au$ welchem man entnimmt : Nota 
Lene ben 28. üTlartti ao. 1603 b<U man hier auf bem bobenfchloS 
Enthaupt ben ftalmeifler von München fo man ben Astor batt 
gebaifen, an biefen tag bat ntan feinen cerper albieber in bad 
gewiebt (Jrtrich pegraben. Gonductores illius fucruut ber Sal- 


30) $unb (Stammtu« III. p. 221 M. B. X. p. 218. 226. 

31) Vind. S»c. T. 111. p. 241. Dbfrba\)er. 2Cr«. ©b. IV. p. 99. 

32) 7(u6 ben ^farratten 


/ 


I 


» \ 

230 Cljrflwk U§ pCarrlptengeU fUtjt, * 

' i • 

mon Calmalr et pater Carolas unb funfl biete ’*). 3« bemfelben 
©terbebuch h*i(Jt e$ bann weiter: Anno 1. 6. 13. mense Septem- 
bris in arce superiori capite privata e’ nobilis Dna. Eisenreicher 
cujus cadaver in coemetrio nos. sepultus est. 34 ) Slnbere ßeidjname 
folcher Hingerichteten mochten gleich in ber / am 23erge be« 
Hochfchloffe*, begraben worben fein, ba man an beffen weltlichem 
Abhänge erfk 1832 ein mit SDuftfteinen eingefangeneö, nicht fom 
bertich tieftiegeitbeö 2)oppelgrab fanb, welches jwei (Sabatier um* 
febtof, bie aber burch einen in Glitte be$ ©rabeS tiegenben ©tein 
forgfdltig »on einanber getrennt waren. Qin öffentlicher Sfticpts 
pla$ fanb jtch am weltlichen Qtnbe beS 2>orfeö ^afcl, wo man e$ 
noch ben Urtl*5Jnger heiflt. 

23on 1466 bis 1493 gehörte ba$ Hochfchtof tydhl nebft 2Öeif* 
heim unb £anb$berg, fpdter flott legerem ©chongau unb [Rauchen* 
lechöberg, bem mdnniglich bekannten H er &°9 @l;riftoph. Urtunblich 
burch (5ompromi§ erhielt er: München am ©onntage Laetare 
(16. 2Wdr$ 1466) als Apanage baS ©chlofj tyaal mit ©ilt unb 
9?uj}ung, bie bann über bie 33urghut, fo man einem Pfleger bafelbft 
gibt jährlich an ©elb 211 tyfunb 5 ©chill. / an Dtocfen 25 ©chaffel 
6 $Repen, an ©er|te 1 ©chaffel unb an anberthalbhunbert 

©chaffel 35 ). 3m 23eftpe biefer Apanage blieb er, bis er auf feiner 
v *Rücfreife aus bem gelobten £anbe auf ber 3n fet JKhobuS am 15. 
Slug. 1493 in einem Sllter tion 45 3oh r <n mit aller chrifflicpen 
©elaffenheit unb 3utierficht in bie Jpdnbc feines ©rloferS ben ©cift 
aufgab, unb bie ihm als Slpanage überlaffenen ©üter, laut Zu 
ffamentS, feinem S3ruber Sllbert IV. heimffelen 36 ). 

53iS in baSXVll. 3<>hrh./ ha ftch bis in biefe 3*»t noch fürff* 
liehe Pfleger unb Hinrichtungen hier beurfunben, gehörte baS H oc &* 
fchlofj ben baperifchen fytx jogen an; mit ber tioßigcn Verlegung 
beS £anb * ober tyff* 33 <richteS tion $ähl (nach Söeilheim bürfte 
eS aber fammt ber H^fmar! an Sanbabeliche unb tyritiaten ge- 
fommen fein. 


32) (Seine SBegleiter maren «Satmon Äalroait unb SBater Äarl. 

34) 3m Safere 1613 im SDtonat (September mürbe auf bem J&odbft&loffe entfeauptet 
bie abelidje grau Gifenreicfeer , beten Cettfenam auf unferm @otte#ader begraben mürbe. 

35) granj t>. Jfrenner’6 ßaubtagöfeanblungen SB. V. p. 193—194. 

36) gatten|tefn, ba^eriföe ©cföidjte Sfel. 111. Ä. IV. p. 493. 


V 


I 


Digitized by Google 


1 


königliche« f««bf trief) t« tOeilijeim* . 


231 


$<n 2. Senner 1660 fcbenlt 3ob- SEBilbelm Ugloff von tyäbl, 
JDefan be* St. 2ftartin*fapitel* ju £anb*but, feiner Schwerer 
$lnna Oluftna Verfall ba* Schloß $pdl auf bem ©erg, nebft 
£ofmarf unb allen 3ugeb6rungen 87 )» v 

Nachher fam e* an bie,' üflünchner tyatrijier 23ittrid>^ 
(£mpacher unb ötiebler, unb gegen (5nbe bet XVII. 3ab*b* <«n 
ba* jUofler Qlnbecb* , bie £ofmarf jeboch an bie Herren von 
©ernborf * 8 ). 

2)a* jUoftey mochte wenig auf ben biflorifcben 2Öertb biefer 
ergrauten ©urg gebalten haben, unb fab im ©egentbeil mehr auf 
ben ofonomifeben Ofupen, welchen ber 2Sibbum bet Schlöffe* in 

e 

©erbinbung mit jenem ber Schwaige Äerfcblacb, bie et jlcb ju 
gleicher 3 e ‘* «ig«n gemacht batte, ihm gewährte. 2)ie ©aulicfcfeis 
ten be* alten Schlöffe* würben nicht mehr unterhalten, ber Sali* 
tburm würbe mit einem ©ewolbe jugemauert, unb ffatt beffen 
führte ba* Äloffer, bebuf* ofonomifeben B»erfeO, bat gegenwärtig 
noch ßebenbe ©ebäube auf. SBegen immer mehr junebmenber 
©aufäfligfeit würbe ba* (Schloß enblich ga'nj abgetragen, unb nur 
ba* Schloß^apeUcben $um bl- ©eorgiuö erlebte noch bie 3*il 
ber Säculariffrung geifilicher ©üter, in welcher biefe* le$te lieber« 
bleibfel bet £ocbfcbloffe* fammt Qßibbum bem (Staate anbeimftel, 
von bem e* bann fäuflicb an privaten fam. ©alb barauf würbe 
auch bie Kapelle gefchleift, fo baß jept außer bem obenerwähnten 
Oefonomiegebäube , (welche* übrigen* von bem gegenwärtigen ' 
Söejiper, £errn £ofvatb /panfffängl, jum SQDcbnnpe erweitert 
unb mit ©aujierben im altertbümlichen «Stole verfrben würbe), 
nur mehr ber fable ©urgffad be* taufehbjäbrigen |>ocbf(bloffc* 
eraporragt. ‘ 


ii. 

®oö mittere Schloß d f> l. 

@in ^weiter gefreiter Si$ am füblichen Abhänge be* $orfe* 
tyäbl war ba* mittere Schloß. 2)a*felbe war, wie au* ben um» 
gebenben ©runbmauern ju entnehmen ifi, von bebeutenbem Um«, 
fange, aber wegen feiner tiefen tage burebau* nicht befeftigt. 


3T) Driginalurfunbf ©reifenberg. 

16) Vindeüc. Sac. p. 241 u. p. 249. 


Digitized by Google 


232 €J)t*ntlt b» pfmfprrngtlt JJatjl, 

Di e Erbauer mosten bie 2 a i n i n g e r gewefen fein, welche ftch fchon 
um 1268 in Pähl al« lanbfäg ig beurkunben, unb bem Dienftabel an< ' 
g^ort haben. 3u gleicher3«it befanben (ich Söitigan« unb Heinrich/ mi- 
lites,unb©tephan ber2aininger, al« Siebter, auf bem$o<hfchlofTePäbl. 

Jpeinrich unb 23itigan« ' Daininger bezeugen auch 1278 bie 
©<bankung be« Heinrich .Kolb de Peul (Pähl) an ba« jüofler 
SBeffobrunn, beftehenb in einem £aufe, ©arten, Wecker unb 2Bie* 
fen* 9 ). 3hr SÖappen beftanb in einem fchwarjen ÜRuhlrabe. 

3bnen folgten bie ütteillinger. ©ophie üfleillinger von päbl 
vermachte 1335 bem Klofter Diegen, nach bem Slobe ibreö ©ruber« 
Ulrich üfleillinger, ba« Wmtbau« ju Grrling 40 ). 9?ach ihnen beurkun* 
ben fleh 1440 bie ©chonborfer, fo genannt von bem Dorfe 
©cbonborf am Wmmerfee, urfprünglich ein ©aljburger ©efchlecht 41 ). 
Olubolf ©chonborfer $u Pähl vertritt ben 28. £>ornung 1482 ben 
©ormutib ber ßinber jpantt« 2orrer« bei bem tropft Jtaftulu« 
ju Beuerberg wegen eine« Jpoftaufcpe« 4a ). Qfin ©rabftein bei ber 
Pfarrkirche Pähl von Otto bem ©chonborfer bezeugt beren 2Bap* 
pen, beftehenb in einem (Einhorn *£opf unb Oting um ba« £orn. 
©on ihnen fchreibt ftch ba« Patronat«rccht her, welche« bie gegen* 
wärtige, gräflich von ©ieregg’fche ©ut«herrfchaft bei ber Pfarrei' 
Unterhaufen noch au«übt, unb feine Herkunft von bem mittern 
©cplofie in Pähl bat. (5« heigt nämlich: ,,©o hat ein jeher 
3nhaber be« mittern ©chlog päbl, welche« von ben ©chonbor» 
fern bekommt, unb ber 3eit bie Herren von ©ernborf beftpen, ber 
Pfarrei Raufen ba« jus Patronatus nominandi et praesentandi. 4a ) 

Puch ben $efellobern, welche gleichzeitig fäffig auf Ologel«* 
berg waren, mugte eine 3eit lang biefe« ©chlog angehort haben, 
weil e« 1470. £ann« von ©cheUenberg burch §eirath mit ©arbara 
£efelIoberin an fleh bringt. 9fach ihnen kam e« an $ann« 26s \ 
ringer, einen ©chwager von $ann« ©cheUenberg 44 ), unb enblictr 
mit 3ftofiel«berg an bie Herren von ©ernborf. 

* 

« 

19) Leatner Hist. WossofoHt. P. 1. p. 178. 

40) Mon. Boio. Vlll- Vindclic. S. T. 111. p. 141. 

41) Lang's acta Apostolorun, p. 66—69. 

42) Dbetbaper. 2Crd)it>. S. Vlll. p. 256. 

43) ©rdfl. bon SHerrgg'förS putSf). <5aal6uc$ 1668. T. 78. 

44) 1556 er&elrat&ft f$on ^aul »on jßieregg bie @$eUen&etgtf<&en (Suter. Lang's 
acta Apost« p. 67. 


✓ 


Digitized by Google 


kitttflicljttt C«nb)rctrl)li 


233 


I 


* 

Sei einem ©infatte be« fchwebifchen Ärieg«»olfe« unter bem 
©eneral £6nig«marf/ 1631/ mürbe biefe« (Schloß, unb wie eö ben 
5lnfchein bat* nicht ohne befonbeve ©emalttbdtigfeit, binwegge- 
brannt/ ba in ben umliegenben ©rbwäflen in neuerer 3<it noch 
©abaoer, Gewertet uftb £ufeifen aufgefunbcn werben. , 


III. 

* £a£ untere 

©in britter, gefreiter <Sijj ifl ba« untere ©cbloß *P<$bl/' 
mitten im 2)orfe on ber norblichen ©eite liegenb. ©« flammt 
feiner Sauconftruflion nach / au« bem XVI. 3<*brbunbert. 
9?och im vorigen 3abrbunbevt waren bie »ier ©iebelecfen be« 
Gchloffe« mit Xburmcben »erfeben, ein breiter QCDaffergraben mit 
einer 3ugbrücfe/ ein fchoner Saumgarten unb ein 3<*gerbau« um* 
gaben ba« Schloß. 2>ie ©gloffen mochten eö erbaut b^en, unb 
$u ihren ©unftcn würbe e« jum Slbelöftp erhoben. 46 ) 

9?on ihnen beurfunbet ein alte« tyfarrbuch »on tydbls 2)o 
ich 3oban £>uber pfarrer albier gewejt, 1596/ bat bie ©bei unb 
^bugenbbaft frau Gchclajlifa ©gloftn be« ©bl unb »6ften ©afparn 
©glof« fürft. Otabtb unb Futtermeifter in Lunchen ©büche |>au«* ' 
frau $uf mein fleißig« anbalten anher ju bem SBirbigen gott«* 
bau« fanct Üorenjen gefchenft ein weiß taffente« üfloßgewanbt $u' 
Sftucfb ein fchen Marien Sülb aufgeftieft/ auch ein fchen 9teu 
©orporal fambt ber tafchen unb lolchfacf mit gar fchenen tuechlen. 
©ott geb ir bafür 2>ie ©wig belobnung. liefen folgte 1618 
©arl ©glnff, gletchfal« fürfilicher SJiatb- 

Ob tduflich ober burch J^eiratb traten nach ©arl ©gloff bie 
Saronen, nachher Freiherren »on Sernborf in Sefty biefe« Schloß 
fe« unb ber 3u3*^rben/ welche bi« 1722 im ruhigen Seftye be«* 
felben blieben. 

Um biefe 3eit aber tarn e« pfanbweife pon SWaria Franjiöfa 

4 

»on Sernborf, unter bem Prälaten Soo, an ba« JUofter ließen 


45) Wenings Topograph. Vindelic. S. T» UI. p. 211. 


I 


334 Cljrflntk btt JKarrfpvttigeU |Jäljl, 

• i * 

fammt ber jpofmarf unb allen bajugehorigen [Rechten, welcpeb ba 
eine ßanbpogtei errichtete, bie aber nach ungefähr 25 S^en 
wieber aubgelobt würbe. 

SDer lepte Sernborftfcpe ©utbbe(tper auf biefem Schlöffe in 
späbl war Philipp Jtarl Freiherr Pon Sernfcorf, £auptpgeger unb 
Äaftner ju SBeilbeiin, £err ju <pähl, IRogelbberg unb Steinbacp, 
ber Äurfürften ju .ftoln unb Supern tfämmerer, gcfl. am 27. 
3uli 1708. v 

OFach ihm erbten bie Saronen Pott Sieregg, fäfüg ju Suping 
1754, pon ihrer Suhmc, ber SJIutter Scpweger, Saroneffe pon 
©opengrun unb ©attin beb obigen Philipp .Karl Sreiherrn Pon 
Sernborf, bie Sernborftfchea ©uter $u <päbl unb IRogelbbcrg. 

SDiefe pon Sernborftfcpe 2inie erlofd) 1770 mit bem Ableben 

t 

beb $reiberrn SRarimilian Silhelm pon Sernborf, Dbrigen beb 
©rafen pon Slrco'fcpen (5üraf(ters9?egimentb* 

Sie treu unb willfährig ergeben ihrem £anbebfürften, 
waren bie Sernborfer feften ©laubenb unb innige Serebrer 
©otteb. 

Otto Heinrich Pon Sernborf, geh. 18. 3uni 1586, gefh 12. 
Slugug 1661, machte eine Sallfabrt in bnb gelobte ßanb, unb 
würbe bei bem hl* ©rabe ju 3*rufa(em jurn [Ritter gefchlagen. — 
Obrift (Maximilian Silbelm ftiftete jur (Pfarrkirche (päbl eine 
ftlberne, pergolbete, fehl* jierlicp gebaute (ütongranj unb fonft 
mehrereb. — Item, liebt man in ben (pfarraften <Päbl, Ao. 1597 
hat bie wolgeborn grau Sufanna (pernborferin, eine freien 236h* 
lin 46 ) Pon Jflarbiffen unb Meuburg, beb (5blen unb Segen Jpein* • 
rieh Pon pernborf &u päd unb Steinbacp übliche Jpaubfrau auch 
pergefepenft ein fchetib Peichelplau Sarroainftn Slttlafeb (Dlofgroanbt 
mit einen feben goltgewirften Sreip fambt borten unb fd>en tuechl 
unb folcpfacf gott wi . . . Simen. — A. Dni. 1599 hat ber fei. 
Sufanna pernborferin ©chwefter Jungfrau Scrottifa Sohlin ein 
2)amafteneb SRofgwanbt mit bem geftiften Silbe ber hl* 3* SJlaria 
in ber Sonne ju bem ©ottebhaub perehrt. 

$ab Sernborftfcpe Sappen hat ein Slnbreabfreuj im Schilbe, 


46) ©i* führten brei p. p. p. im SBappenföltbe. 

i 


\ ■ 


Digitized by Google 


I 


/ 


V 


köfiigiüljcn Can&jfrifljt* i&rtUjetm. 236 

in bcffeit vier Reibern fleh iebeömal jwep 53ären unb $wet Bungen 
eittanber gegenüberflehen, unb ftnbet flct> noch oftmals in bem ftent* 
amtSgebäube ju 2öeilheim, wo extern bie JCanbricpter# 2öohnung 
war.- 

' Die Herren von 23ieregg, früher 23ier«cf, welche in ben ©efty 
ber von ©ernborftfchen &utet $u <Dähl gekommen ftnb, flammen 
von bem £er$ogthume Sfletlenburg unb Sommern \)tx, unb theilten 
ft cb in jwei Cinien 47 ) 

Die ©ebruber gerbinanb Sofepb/ üflarimilian Sofep^ unb 
@eorg Florian @ra$mu$ würben, (aut Diplom vom 10. De$. 1692, 
burch bcn Ä'urfürften $flar (£manuel in tert freiherrlichen ©tanb 
erhoben, weil ihr Söater, 2Bolf Heinrich von JÖicregg, Äammerer 
unb Dranchtr* üfteifler am 23aperifchen unb jtolnifchen £ofe, ftch 
mit feinem fehr fünflltchen Drancpiren aller Orten beliebt ge# 
macht hat. 49 ) 

3hr 2öappen würbe nun für ewige Beiten conftrmirt, wie eo 
ihnen angeboren war, nümlich beflehenb in einem ftlbernen ©runbe, 
in welchem {ich brep fchwarje, vorwartägefrümmte eiferne £acfeti, 
beren fiep $wep nebeneinanbcr, unb ber britte faft fcuGfnbe unb in 
üttitte be$ befagten ©runbeO beftnben. Ober bem ©cpilbe fleht ein 
herwürtegericpteter, golbener unb offener Durnierbelm mit einer 
foniglicpen, golbenen $rone fammt anbüngenben Äetten unb iUeitto* 
bien, welche rechter unb Unter ©eite mit fchwarjer unb weißer 
£eltnbecfe umgeben ifl. 3 n biefer ftrone ifl ein fcpwarjer 5Binb# 
hunb mit umhabenbem golbenen £alobanb unb Oting, auVgeflrecf« 
ter 3unge unb vorwärtvwerfenben beiben Süßen. 

OflatthäuV Freiherr von 23ieregg, churfürfllich pfäljifcper ge* 
heimer ©taatd* unb §onventiaU97Unifter, Dbrift*©taOmeifler unb 
Sanbvcgt $u JpochfliStt, auch beö hl. £uberti*0rben6 Olitter, cm* 
pfing 1783 von ©r. (Jminenj be$ hl. Johanniter* Orben* von 
Serufalem ©roßmeifler, (Jmanuel de Rohan, bad <?brengrofh5reuj 
bee Orbcnö, unb würbe am 1. VJlärj 1790 von ©r. Durchlaucht Äarl 
Dh«obor in ben Oteicpägrafenftanb erhoben 49 ). 3h»n fucccbirte fein 


47) Sfelfn ftift. Serüon. T. IT. p. 757. 

48) 83 on Söifregg’fcbeS freiperrlicVeg ICbflöbiplom , 
ASntgr^itfcg 8Sar,ctn. p. oG. 

49) Qt&flity »on Bimgg'föfG ttbelSbfplom. 


1G92, — Cangfi 3Cbetebucfr-b*6 


1 


I 

t * . . n 

236 Chronik b« |)farrfprcRgclf JJäljl, 

• • » * 

$err ©ebn griebrich ©raf pon S3ieregg, Foniglicher flümmerer, 
wirtlicher geheimer Stath ^ ©eneral*2Jlajor, @rcf # 93alet> bc6 ©t. 

3ob<mniter*Drben6, be$ Foniglichen ßubwigöorbend (5brenritter, 

* • 

$>err auf 2u0ing, tyäbl/ Dtofjelöberg unb 9?ieberflarnberg, geb. 19. 
SWdrj 1752/ gefl. 18. gebt. 1843. 

(Erblich folgte ibm fein Jperr 9?effe, ©raf ßarl Pon SBieregg, 
FSniglicher Zimmerer/ beO boten 0t. ©eorgUOrbenö Witter, bcö 
toben flttaltbefenOrbend <5bren ^ Flitter, Üflajor & la Suite, Dberft 
unb Äreidinfpettor ber ßanbwebr Pon Dberbapern, £err auf 2u* 
Jing/^P5bl/ DS6gelöberg,9?ieberftarnberg, ^burentbcinning, ©epbolbÄ* 
borf/ mittern 5(ntbeild, Surtarn, ©atteltbombacb, 2Bein$felb, ßap, 
©pielberg unb 33erten$borf 60 ;. Orr errichtete 1847 ein Samilien* 
ftoeifommijj. 

3m rühmlichen QlnbenFen aud ber Söorjeit ftebtpon ben ^errett 
pon 23ieregg, welche in kapern lebten, befonberö : $aul, ber bei 
Ulbert V. an ben Münchner £of Farn, unb ba £ofjunFer würbe. 

1552 nabm er £rieg$bienft, unb marfchirte mit etlichen Säbnlein 
beutfcher Änechte unter bem Äommanbo be$ Dbriften ©eorg pon 
•£>egenbcrg alö 5<5bnbrich nach Piemont, ftch boit bid 1554 
tapfer, wirb £auptmann, macht bann eine Sfleife nach Neapel, unb 
febrt enblich wieber nach München jurücf, wo er 15. 5Jug. 1556 
ftch mit S^oobe Pon ©cbeöenberg, einer $ofbame, perebelicht, unb 
bie ©cheUenbergifchen ©ütev, Sftiebbeim, Werten, Sobanniöbrunn, 
Hangern unb Sletöbach/ cm fleh bringt. 

SSBolfgang Dietrich Pon 23ieregg ju ©erjen reifte 1589 nach 
Bologna ind 28elfchlanb ju einem $aftnacht6turnier, unb erwarb 
ftch ben 12. Jpornung in biefem öffentlichen furnier por allen 
9tittern ben <prei$, ber in einem Hantel au6 §armoiftn*©ammet 
beftanb. 

tyapft ©irtu$ V. ertbeilte ihm am 12. ©ept. beleihen 3a|>rd 
bad ötitterbiplom. Ä1 ) 


50) ©eipbolbfibotf, mitten» TCnt&eÜS, unb i&fcürent&einning tarnen erMt'db ton ben 
»Baronen ton SQieregg, ©pielberg aber tdufücfc ton Qttxn ton ßljme an 4?errn Äatl 
©tafen ton Ofrregg. 

51) »on föieregg’föet ÄbeKbtief.' Sang’« Xbet«bu<$. 


i 


\ 


kintglirijnt fanbgencijti ÜJrilljtim. 237 

. v ' • V 

' . iv. 

Dil S.«tf ' 

9(m fübit>cfMicben Abhänge bom ^>oct>fd>lo(Te Uec^t bn6 ^pfarr« 
borf tyShl mit 112 £3ufern unb 57p Einwohnern. 3« Witte beb 
$orfed, auf einer SJnhohe, beftnben ftcb bie tyfarrlircbe unb bad 
$farrbau$ ; baö Scbulbnud hingegen am Enbe bed 2)orfe$. 

Selbft baä 3)orf ’^pdbl beurfunbet fein Beftehen au$ alter 
3«it/ ba febon unter 2afftlo II. 748 biö 788 gemelbet wirb, baß 
ücn tyähl an ba$ jtlofier SÖepbrunn Abgaben geleiftet, unb 
Bauerngüter bahin beVfcbenft würben. 52 J 

$pähl ift ein freunblicber Ort mit einem gaftltcben 28irtb$hflufe, 
bad am 12. Wärj 1844 abbrannte, in bcmfelben 3u&« aber wie» 
ber aufgebaut würbe. 9Wan geniest ba eine febone Sernftdjt bei 
gefunber fiuft über bie reijenben 9luen unb gluren, bon bem ?lm# 
merfluß burebfebnitten, auf bie füblicben $Ilpen bin, weßhöl& 
tyähl auch gar häufig tjon Sremben befuebt wirb. 

5ln üfaturmerlwürbigfeiten berbient ganj befonberS ber eine 
Biertelflunbe ojtlicb bon *pähl Heb beftnbenbe SBafferfaH genannt ju 
werben. ©ein Sturj beträgt beiläufig 80 $uß, bon bem aud er, • 
in einem flareitBacbe entgleitenb, eine tiefe Scblucbt in beträgt* 
lieber Breite bilbet. Wan finbet hi« «in ben 2ppu6 einer tiefen 
©ebirgäfcblucbt. 

Unter bem ©epräge bon $el6blocfen hoch aufgethürmten, grup* 
pivten ©erblld, prangen $u beiben Seiten in bebeutenber £ohe 
bie 5Dänbe hin, unb ba6 mannigfaltige ©rün bon ben an ben« 
felben hinfteigenben berfebiebenen Baumarten unb ©efträueben 
gibt nicht nur bem 2luge einen angenehmen 2iebrei$, fonbern 
ber in Witte ber ©cblucbt hinfließenbe Wühlbacb unb bie ftarf be# 
laubten Bäume gewähren auch fiärfenbe Fühlung unb läfftge* 
SEÖeilen^ 

Schwere Bebrängniffe trafen tyäbl jur 3*it be$ breißigjäh* • 
tigen Ärtege*. Eine im 3uli 1630 audgebroebene Biehfeucbe, an 
ber nicht nur ber größere £h*il be$ ^upbiehed in ben Ställen 


✓ 

63) Lcutner, HUt. Wctiofoat. 

. \ 


p 


Digitized by Google 


238 CJjronifc Ir* pfarefpreaf eU Pähl , 

/ * , 

ft el, fonbern burcb welche gleichmäßig auch ba$ 2Bilb im 3Dalbc 
hinmeggerafft mürbe/ öffnete tem allgemeinen Elcnb bie $hore. 
1631 rücfte bie ©eißel be$ Kriege* immer näher; 2>orfer unb 
(Sct>l6ffcr , unter melcbe auch baä mitterc ©ebloß <pähl gewählt 
mirb/ mürben angejünbet, in ©taub unb ^lfd>e niebergelegt , unb 
mer fein Cebeit, noch bie einige jpabe, retten mofltc, mußte oft auf 
lange 3«i* ben häuslichen Jpeerb verladen unb auf bem 2Bege ber 
Flucht fein -£>eil fueben. 

2)urcb bie Kroaten unter ©eneral ©rap, 1632 mürbe eine 
anfieefenbe Äranf^cit h*rbeigeführt, an melcbcr in biefern Sabre 
in einem Senate 7 Äinber unb 27 ermaebfene ‘JWenfcben ftarben. 
1633 nahmen bie Freibeuter alle bi«r oorftnblicben SPferbe binmeg, 
unb bie ©euebe erneuerte ft t> mieber fo, baß vom Monate Sänncr 
bis typril 55 ermaebfene üTtenfcben in $ähl ftarben. £ie ganje 
Statur, Fimmel unb Erbe, ftngen ju fränteln an, unb febienen 
ftd> gegen beit ÜTtenfcben verfebmoren ju haben. HHe Söorräthe 
von Nahrungsmitteln maren bereite berührt ober geraubt, unb 
' nun trat 1633 bie 1635 eine fcld)e jpungerSnoth ein, baß bie Ceute 
mit ben fcblccbteften unb ecfelbafteften gingen, als balbfaulen Nüben, 
Äohlblättern, bie fte auf ben Sunghäufen aufhoben, bann &unben,< 
Hapen unb ftinfenbem 2lafe, ihren Jpunger füllten. Ein folcbte Elcnb 
mußte mieber ein tteuee b^rbeiführen, unb biefeS mar bie 2>pfen« 
terie, eine ©euebe, melcbe 1635 in ^ahl allein 147 ermaebfene ÜWen* 
ftbbn hinmeggerafft hatte. 3« ber 2>io$efe SlugSburg foflett um biefe 
3eit 400 Pfarreien ohne ©eelenhirten gemefett fein, unb fo gefepab 
es auch/ obmobl ^)ähl in biefer grauenvollen 3<ü an Pfarrer 
JSaltbafar Fribl ben liebepoßjten Wirten unb £roftev in Notb unb 
$ob batte, bocb SWancbe ohne bie 2roftungen ber Oteligion hin* 
ftarben, meil ber 2ob fte $u fchnefl unb unvermerft überrafd)te, 
unb feine QIu^(;i(fe oft auch benachbarte Orte, bei Entbehrung 
eines eigenen ©eifllicben, nothmenbig machten. 2Bolfe unb ans 
bere Sttaubtbiere in Unjahl, bie nicht feiten im 2)orfe einfehrten, . 
bemobnten bie nacbftgelegenen QBälber unb ehebem gefegneten ©e* 
ftlbe, bie aber unter beftanbenen traurigen 23erhaltniffen in Er* 
manglung arbeitenber $änbe mit 2>ijteln unb 2>ornen fo über« 
»acbfeit unb bermilbert maren, baß fte, naebbem bie ©cbrecfenS* 


i 


\ 


Digitized by Google 


I 


königlichen £«nbfcricl)t# tOcitljnm. 239 

« , 

i 

feenen be* fo lange wdbrenben Kriege* ein £nbe genommen batten, 
nur bureb allgemeine* Slbbrennen bem Pfluge wieber jugänglicb 
gemalt werben tonnten.* 3 ; 

$11* 1683 bie Stabt 2ßien oon ben dürfen belagert würbe, 
unb ber jturfurfl üRarimilian Gmanuel mit großem befolge hapert* 
feben Slbel* unb mit großen Sch lad? taufen bem Äaifer ßeopolb 
ju £ulfe eilte, unb am 12. Sept. beflfelben 3abre* burch perfonlicbe 
Sapf erteil 2Bien befreien ^alf, fdmpften auch feine tydbler 2anbe*« 
linber mit, unter welchen (leb S^g 93aQauf befonber* beroortbat, 
unb 1681 mit großem 2obe unb (Jbrc beimfebrte. brachte aber 
bie rotbe SRubr mit, unb flarb halb nach feiner Jpeimtebr. »2lucb 
Michael Partner unb noeb bret anbere ^bler -jegen mit in bi t* 
fen Ärieg, tbeilten aber ein gleiche* 2oo* mit 3org 93allauf. M ) 
23i* Ofen unb 93elgrab waren fte ihrem Surften gefolgt, unb 
halfen, burch bejfen Jpelbenmutb angefeuert, biefe beiben Stabte 
er (türmen. 

~ v , 

Sie brachten eine Störtin, mit tarnen Sabama (Satime?), 
bie fte bei Ofen gefangen machten, mit. Sie war 2Pittwe, würbe 
hier in ber ebrifilicben {Religion unterrichtet, empfing am 26. 
5Iug. 1688 burch ben bortigen Pfarrer SJegibiu* 2Ro*»nopr bie 
bl. Saufe, unb erhielt ben tarnen üRaria Mnna Sabnma. Sie 
Saufyeugenfcbaft leiftete ihr: Sie Freifrau ütfaria 2lnna oon 23ern* 
botf, eine geborne 23aronefie (Jgloff auf 3 eö unb Schenfenau. 66 } 
Sa* itlnbenfen an biefe geborne Störtin bat ftch noch bi* auf 
biefe 3eit in ^«übl erhalten, inbem ba noch ein £au* befiehl, wo 
man e* beim „Störten" heißt, in welchem fte unbejweifelt gewohnt 
haben muß. 


V. 

JDie ^förrfirc^e ?)dtyl. 

Ser (Suliu*, welcher Sempel unb Altäre netbwenbig macht, 
mochte im Wmmergrunbe wohl juerft ber feltifche gewefen fein. 

61) SRaucue Sdcfmcfer, Sogcbud). ©tetbrcflifltt bet Pfarrei 
64) ©ttrbrtgiftet ber Pfarrei $d&l. 

66) 3aufbu$ btt yfattei 


i 


Digitized by Google 


240 


(Hpontk Dt* pftrrfprtitgtU Päljl, 


@chon por ber romifchen Anftebelung in Stetten unb 93in* 
teilten war Augsburg eine anfebnliche £anbelsftabt , welche ben 
tarnen Eifera ober 3ija Pon ber gleichnamigen beibnifeben ©ott* 
beit führte, bie als ©ottin ber Erbe, £ertba, in einem b%rnen 
Tempel verehrt würbe 5Ö ). ©ehr frühzeitig mochten bie ©trablen beS 
EbriftentbumS bie Anhöhen Pon $<Sbl wo^lt^dtig beleuchtet haben, 
inbem fchon 732 aus ber chrifHichen Ehe beS ©rafen £ilbenbranb 
auf bem benachbarten ©chloffe AnbedjS ber bl* ßaufannifche Sifchof 
UbalricuS berporgebt M ), unb 2affilo 11. trifft fchon ben tyäbl 
nflb<g«legene;t chrifHichen Tempel Jpeiligenfldttcn, jenfeitS ber Am? 
m,er, an 68 }. 2Bat,rfcheinlicb war e * ©ilterp, welcher 6ß3 in bem 
nicht ferne liegenben Epfach (Abodiacum) baS Eoangelium pre* 
bigte, ber auch bi«r baS Ebriflentbum eingefübrt bat. 

1159 fchenlt 93ifchof ßonrab bie Pfarrei $äbl famrat 3uge* 
borbe feinem Kapitel ju Augsburg, unb Perleibt bem &ompropfi 
baS 93efe$ungSrecht ber Pfarrei 69 J. 1414 ben 30. April 

würbe urfunblich bie fPfarrfirche in *Pab l Pon bem Augsburger 
SBeibbifchofe Anfelm, Episcopiis de Damasco aus ben minbern 
93rübern, fammt bem ©otteSacfer feierlich eingeweibet, unb baS 
jUrcbwei'bfeft auf ben ©onntag nach ÜJlaril ©eburt perlegt, was 
jur 93ermutbung führt, baff entweber bie erfte *Pfarrfirche an ei* 
nem anbern Orte geftanben haben mochte, ober urfprünglich ber 
©otteSacfer nicht bei ber spfarrfirebe gelegen fein mag, weil im 
Salle auch einer neuerbauten Äirchc, tiefe jwar, aber ber ©otteS* 
cefer eine erneuerte Einweihung nicht mehr erforbert bütte. 

©oHte aber biefe *pfarrfircbe fammt bem ©otteSacfer bisher 
gar nicht confecrirt gewefen, ober PieHeicht $u unbauerbaft gebaut 
worben fein, 1596 wirb fchon wieber ein neuer ßirebbau er* 
forberlich. 

3n einem alten ©aalbuche ber Pfarrei *pübl b*ijlt «5 näm* 
lieh: An. 1596 ju merfen, baS baS ßiebe ©otteSbauS fand Cau* 
rennen aOibier baS gan$e i*angbauS ifl baufällig gewefjt unb aUe6 


58) Soft. 91. dortig’« Ätttft«ngrf(ftf(ftte ®. I, p, 124» 

61) 2Cnt. örtct’4 (ftuTbaprff#. TCtla*. ». U. p. 11 . 

68) Vindeliei«« S. T. 111. p. 229. ~ 

61) SBtaan’l ®efcfti<ftt« bet «ifeftöfe *u XugSburg. S8» L p. 49. 


t 


« 

• * 

$ _ 

[könijiltcljfn Conbgrrtci)t* tOctUjctra. 241 

gimmer P^rfaulbt alfo baö gewißlid)er nicht* onbercd $u gewar» 
bten ift gewefjt ban ein enbtlict>cö umbfomen unb 23erberben Pie* 
ler menfcben. 3ft folct>ed wieber aufgepaubt worben ba man jdlt 
9?ad> Sbrifii gcpurbt 1596. Diefer %t\t warb Pfleger ber (£ble 
unb 23efte ®*org ©iegmunbt pon unb ju 93eicb* unb ftunbäberg, 
furftl. Otabtb. 3obo!u6 Oiobftein biefec Seit ©erid)t*fcbreiber. Der 
Pfarrer biefer Seit warbt Soanucd Jpueber gewagter Dechant, bie 
Jtirchenpropft Jpan* ©chraiber £an* pucpelmair unb 2Öaltl Rappers 
ger. Der Slflaifter SWaurer Jpan* (Renner unb Simmermaifter SHar* 
tin 3iegler bebe pon 28a».lbeim: unb ber üttaifter .ftiftlcr fo bie 
Dullen oben bineingemad)t: peter 577aggiö pon (Jtting unb fofl 
ber ganje pau famt Iflateri barju 3ber brep bunbert gulben, man 
bat angefangen ju pauen amb fanct ©eorgtag unb ift poHenbt 
vor 3<icobi , unb ©ott gelobt ift feinem 97tenfd)en 3M wiberfar« 
ren. — 3t. ber 2urn ift gefärbt worben bureb 9Jtaifter Jpanfen 
purfbarbt pon (Jglfing A. 1597 foft alle fachen Del unb färb mit 
bem 99?aifter jber 50 fl." 

„Anno 1. 6. 12. ift bep aim Ungejtimmen winbt ber großfpijig 

Slum b'runtergetrebt worben bi* auf bie ©loggen ben jporbft oor 

s 

ber Äircbweib Anno 1. 6. 13. wiber aufgepaut worben. Laus 
superis.“ 

' 

2 )a* 3abr 1730 machte febon wieber einen ganj neuen Äircb* 

93 au erforberlicb/ bureb ben ba* gegenwärtige <Pfarrgotte*bau*, mit 
2Ju*nabme ber ©afriftei unb be* Sturme*, bie einer Piel Altern 
Beit angeboren/ berporgegangen ift. 

Die 93auleute babei waren: Der ÜJtaurermeifter , 3ofepb 
93aber pon 5Deffobrunn, ber Simmermeiftcr, 3<>bann 936ttcrl pon 
93ernrieb, ber ©cbloffcr, Philipp Wibrecht pon 2öeilbeim. ©er gnnje 
93au fojtete 3677 fl. 8 fr., mit Wu*nabme ber febonen al fresco- 
©eradlbe im 3nnern ber Äirche, bie erft fpater, 1772, unb wie au* 
einem (Sbmnologicon im tylafonb $u erfeben ift, pon 93aberi!ecb* 
muöer, auch ber ßecbmublbanfl genannt, für 600 fl. gemalt würben. 

23on ben Altern Donatoren $u biefer tyfarrfirebe beurfunbet 
ftcb: 1386 Permacbt ©eorg üfteilinger ber ßirche jum bl. teuren» 
tiu* in $dbt feinen £ of ju Oleifcb, bei 2anb*berg, welchen er 

Pon $anfen bem 2Bilbcneger um 22 tyfunb 9teg«ndburger ^Pfcn» ' 
IX. 16 


\ 


0(gW!B«)rGoogle 


242 Cijtfnik hi pfarrfprrngrlf 

\ 

nige getauft hat. tiefer £of, jept in jwei ©üter gethetlt, ge< 
hört biö jept noch freifliftig jur tyfarrfirche $ähl* Eerfelbe ©eorg 
Hetlinger legirte auch jum Unterhalte be$ ewigen Sichtet in ber 
tyfarrfirche tydhl einen Singer nufer liefen am SWood, unb wie 
e$ urfunblid) h<ift: 

„Umb baf ich in ber Äircfce liegen »iß." 60 ) 

2)ie (Einweihung biefeö neuen, jept beftehenben ©otte$haufe$ 
in $<*hl gefchnh am 19. 9ftar$ 1734 burch ben ©uffraganbifcpof, 
Sllexanber Sigiömunb von Slugoburg. 2>ie brei barin oorftnb* 
liehen Slltüre würben confecrirt: 2)er Hochaltar jur (5*hre bed hl- 
2Warh;r$ unb Ceoiten Üaurcntiuö, bie beiben Seitenaltäre, einer 
jur (Ehre ber hl» Sungfrau unb SWutter ©etteä SOfaria , ber an* 
bere jur (Ehre be6 hl* tfreujeä. 2)ie Äircbweihe würbe, wie oon 
hin gehalten, auf ben Sonntag nach Uftariä ©eburt verlegt. 

2)er tyfarrtburra, ben oorhin eine fpi^tge, jept eine 3»i«beli 

t 

Kuppel beeft, ijt entfehieben, bid auf ben achtecfigen SJufbau, oon 
frühmittelalterlicher, wo nicht romifcher Sauart. (Erift biö ju einer 
bebeutenben Jpohe nu* lauter grofen Duaberfteinen gebaut, unb 
inwenbig gewahrt man bg&antinifche Sogen unb eine Sticgenoff* 
nung nach Worben, waä jur Sermuthung führt, baf er &u anbern 
3wecfen gebient haben mochte. 

©egenwärtig hangen in biefem 2hurme Pier ©Iccfen pon jiem* 
lieber @ro§e. Slufber grofern fleht bie Sabrefyahl: 1508, auf ber 
anbern: 1570 mit ber 3nfcbrift: Maria, Joannes. Sluf berbritten: 
23on Sernhavb (Ernft in München anno 1664, unb auf ber vierten: 
1727 Ad honorem Dei fuderunt üftathiaö iiangenegger. 


VI. 

8 i i d) e n. 

2er $ilialort giften, eine Stunbe nörblich Pon ty^hl gelegen, 
- jihlt 140 Einwohner mit einer Äirche unb einer eigenen Schule, 
unb theilt ftch in brei Olieberfcha ften, ald So r ber?, 271 i t* 
terfifchen unb Siibenrieb. 

j" mi ■■■ - ■ ■ - — 1 


10) G«albu$ bet $fami yd&J. 


* \ ' ' ( 

•fclntjlifljfn fanbgfticlj!» tOeilljeim, £43 

/ 

a. 

Borberfifchen geborte 1148 cm bod JUofler Benebietbeuren, 
oon welchem e$ fpdtcr oerFduflicb an bie Herren oon Seefelb tarn, 
©eorg 2oring oon Seefelb oertaufcbte eö aber ben 20. 3unt 
1580 mit noch anbern ©ütern, al£ jterfchlach unb 3<in?enbaufen, 
an ©eorg Schottl ju 2)elling, einen ^lugöburger ^atrijier* 

9?acb ibm mürbe t& ein BittrichTd>eö £eben, unb 1599 faufte 
eä 2lbt >2lleranber $um Kloftcr SInbecbö, bei bcm ed bi$ ju feiner 
Sluflofung oerblieb. 8I ) 

3ur 3«it be$ breifjigjdbrigen Kriege* batte biefer Drt burcb 
ben Berfebr bet Krteg*»6lfer jwifchen Slnbech* unb Baperbieflen 
Oiele* $u leiben. 2)a i. 3« 1635 in bem benachbarten (Jrling bie 
$pfenterie auf eine folcbe Oerbeerenbe SGBeife wütbete, baj fiel) in 
biefem 2)orfe SRiemanb mebr fnnb, welcher bie Krönten pflegte unb 
bie lobten begrub, bot ftch bie$u ein £üter von 33orbcrftfd>cn um 
ter folgenben Bebingniffen an: 2)ajj ihm nebft ber täglichen Kofi 
mit einer ERafl Bier wöchentlich ein ©ulben unb von jeber Bc* 
grdbnif ein Signier unb eine üfiafl 2Dein oon ber ©emeinbe gereicht 
werben feilen. 3u fein** B3obnung fchlug er eine Jpütte an bem 
Wblerberge, in ber 9tdbe be* 2)orfeö, auf, unb erhielt ftch unver* 
febrt bi* jum Gfrlofcben tiefer Seuche. 6 “) 

Borberftfchen ift wegen' feiner tiefen 2age unb ber nabeliegcn* 
ben üflofer für contagiofe Äranfbeilen febr empfänglich, unb würbe 
erft in neuerer Seit, 1829 oon ben natürlichen flattern, unb 1836 
hon ber dholera empftnbtych heimgefucht. * \ 

b. 

ÜÄitterfifchen, V 4 Stunbe norblich toon Borberftfchen, nabe 
an bem 2lmmerfee gelegen, war in ber Borjeit ber gefreite ber 
Herren- oon Sifchen ober Sifchbaimb. Jg>ier beftnbet fleh bie Kirche 
be* bi* Sftartprä tyancraj unb bie Schule, ©egenwdrtig befiehl e* 
in oier Bauerngütern unb einer £ube, welche ledere au* bem 
ffiücflaflje ber Jperren oon Siöfon, ober $ifchen, an ben Gegner 
jum 2>ienftgenuflfe gekommen ift. 2)ie gefammte §elbflur liefet 


fit) 3ot>. Sßfninß'S Topographie. 

63) SHauru’ö giwfrnfßgerfi Äagttuctj. - 

16 “ 


» 


Digitized by Google 


244 


Cijrontk &#» ftfarrfprnigeU IJiifjl, 


SfliebeS gehörte borhin jufammen, «nb bilbete ein Nteiergut ber 
Ebelfreien bon Sifcpen, unb erft au$ beren Erlösen gingen biefe t 
je^t fonberö bejlehenben fünf @3üter hewor. 

Nörblich hinter ber Äirc(>e trifft man ben alten SurgftaU an, 
ber mit feinem umgebenben ©raben gar leicht $u crfennen ift. 
5)ad ©chloß mar eben nicht gar groß, aber ziemlich befejtigt, unb 
mochte mit ©ewalt bebajtirt worben fein« — E6 geht bie ©age, 
unb bieß vielleicht wegen feiner £age am Slmmerfee, baß eö oer« 
funlen fei, wa6 auch bor mehreren 3ah ren fchon ju bem meiften* 
trüglichen ©efchdfte be6 ©chapgraben* Seranlaffung gab, wobon 
auf bem Surgftaße noch beutliche ©puren ju gewahren finb, 

2)ie Ebelfreien bon §ifchen, als hier fdßig, fangen mit bem 
XII. 3<trh. an, ftd> ju beurfunben, in welcher 3eit ein Ehuno 
bon 23i6fon erfcheint. 1223 bezeugt Ehunrab be 23i6ach bie 3nfor* 
peration ber Äirche ^ribrichingen mit bem jUofter 2)ießen. 1294 
berlaufte Cubwig bon§ifcpen, mit Einwilligung feiner £au6frau 
9lgne6 unb feined Sruberö ©ottfchalf, feinem ©chwager Heinrich 
bon ©acpfenhaufen, unb Eonrab bon $upingen, bem Sruber £ein* 
rich6, ba6 Sifchlehen ju <PofTenhofen, fo fein eigen war fammt ben 

ßeuten. 1362 beurfunbet fleh Heinrich Slerejtnger bon Sifchen. 6S ) 

/ 

2)a 1495 ein f>an$ unb 1499 ein SOÖolf Slereftnger, lepterer ein 
treuer ©efährte Jperjog Ebrijlophö, al$ ötichter auf bem jpoch» 
fchloffe borfommen, bürften fte bie Nachfolger ber alten $erren 

bon 23i6lon gewefen fein, unb bon ihnen bann giften an bie 

/ 

Jperren bon *Pien$enau gefommen fein. 2>iefe errichteten nebjt 
SWitterftfchen unb ihren übrigen ©ütern ein fideicommiss. S3er 
lepte biefeS ©efchlechteä war ©eorg bon spienjenau, Slugäburger 
Eonfefflon, geft. 1549, unb ihm folgte 1560 feine blinbgeworbene 
eheliche $au6frau 2Jfra in bie Ewigfeit nach« 

©ie grünbeten bermog £eftament* eine fehr wohltätige ©tif* 
tung, nach welcher ihre Untertanen in jebem treffenben UnglücfS* 
falle eine angemeflene Unterftüpung erhielten, bie ftch bi6 $ur g t» 
genwdrtigen 3eit noch erhalten hat, unb bon ber hohen baperifchen 
Ölegierung abminiftrirt wirb.— 2)ie£errn bontyienjenau ober Sen* 


•3) Mod. Boic. Vlll. p. 248. Vind. Sac. Obetböper. 58. Vlll. p. 245. 


köntglirljcn Cantymclju tDfilljctm» 245 

jenau waren ein uralte* abeliche*, in ber Solge freiherrliche* 
©efchlecht in Bopern, unb befaffen in bem ©tifte Sreiftng ba* 
(JrbmarfchaHamt. •*) 

' 3« ber äirche ju SWitterftfchen finbet fleh eine ©ebenltafel 
mit treffenber SJbbilbung unb 3nfchrift: „Slnno 1703 ift Barbara , 
tyoflenrieber Pon Slaining am Slmmerfee bep 2)ießen pon einem 
fmfarcn erfcboffen worben, unb liegt hier begraben. @ott fep ibr 
gnäbig." 2)ieß war eben bie 3*it, al* flct> Äurfürft Maximilian 
Umanuel im fpanifchen (Srbefolgelrieg für Sranfrcich erflärt halte. 
Söährenb 1703 jwei taiferliche Jg>cere in Bapern einbrangcn, unb 
bem baperifcpen Dberlanbe fo viel $u leiben gaben, übevftel auch 
ein 2rupp ofterreicpifcher $ufaren $ifcf>en, unb branbfchapte 
e*. 3Bübrenb bem nun aber bie Borberftfcpner (ich mit 60 fl. frei* 
tauften, flüchteten (ich bie ÜWitterfifchner mit ihren beflfern Jpabfelig* 
leiten auf bic (Gleich* 3nfel, eine fchwimmenbe 3nfel auf bem 
5Immerfce, ungefähr 14 2agwerle umfaffenb. 2>ie .Oefiereicper 

, " i 

gaben burch Slufpflanjung einer weißen Sahne auf bem Äircpthurm ’ 
ba* 3*i#*n ber Qlufforberung jur ötütffehr. $11* biefe (ich aber 
hicju nicht bewegen ließen, pflanzten fle noch eine rothc Sahne auf, 
unb brannten ba* 9iieb nicber. 

' t 

2)ie Kirche fcheint ihrer Baulicpleit nach bem XV. 3ahrh* 
anjugehoren, liegt auf einem anmuthigen Jpügel, hot im $hürm? 
chen jwei ©locfen, welche ber neuern 3*it angeboren. 

c. 

$libenrieb, aucp9?ieberrieb, $lutenrieb, Oleitenricb unb 2rais 
benrieb genannt, befiehl au* Pier Bauerngütern unb jwep ©olben. 
(Siner pon ben Bauern, beim Sifchcr genannt, beftyt ba* Sifcherrecht, 
unb ba er ju ben tyienjenauifcpen ©runbunterthancn gehört, mag 
er wohl in ber Borjeit ju ben leibeigenen ber Herren Pon Biefon 
gehört hoben. 

£ier befanb (ich gleichfall* auch ein ©cploß auf bem foge* 
nannten £ungerbihel, welche* ben ©rafen Pon Grfcpenloh angcs 
horte. Ubalfchalf, auch Ubal*tall, Bifchof Pon $lug*burg unb 
lejjter ©raf pon (Sfcpenloh, Perfchenlte e* 1202 an ba* 5)omfopitel 


04) 3 . ÜJi- öfnjlnget’i ^aprtftper 86 n 93. 11. p. 160. 


i 


\ 


Digitized by Google 


246 


4 


Chronik br« pfaafprftigel* Püljl, 

ju 5(ugSburg. 53 om 2)omfapiiel fam bie 3uriSbiftion, nach bem 
Sßerfall beö (Sd>loffed , an baS jtlofler liefen/ wo fle auch bis 
jur Sluflofung beffefb«n oerblieb. fl5 ) 


vn. 

r 

' I 

& e r f $ l a $. 

$ine halbe Stunbe oftlicfc oom ^ocbfcbloffe liegt ber SiliaU 
ort Äerfcblacb mit einer ßirebe jum bl. Ulriche eine Schwaige, 
fünf ©olben unb 40 Einwohner jüblenb. 

1580 geborte ßerfcblach, in oier ^Bauernhöfen unb einem 
~ Schlößchen beftebenb, ben Seefelbern an. ©eorg Soring oon See» 
felb aber oertaufebte eS mit 23orberftfcben an ©eorgen Scbottl 
ju 2)eHing, oon bem eS bae £lo(ter SlnbecbS 1597 fduflicb an fleh 
brachte. 

2 )aS ßlofter bereinigte bie hier Bauernhöfe mit bem Scblöß* 
eben in ein Scbwaiggut, befejjte bie ebemaligen Bauernwobnungen 
mit flünbigen SaglobnerSleuten, woju auch noch ein £üter mit 
eigener 2Dobnung fam. 

3n tiefem 3uflanbe oerblieb ßerfchlacb bis $ur Nuflofung 
beS ÄlofterS SlnbccbS 1802, wo jebem folgen Saglobner, als £lo» 
fiel wiener betrachtet, einzelne ©runbflücfe oon ber Schwaige jur 
51bftnbung überladen würben, unb bie gegenwärtigen Solben ent* 
ftanben ftnb. 

5luf bie itirebe war eS in fclber 3eit abgefeben, baß fte gefcb'eift 
werben feOte. Schon warb fie gefperrt, unb bie wenigen, fpürlich 
porbanbenen Paramente fammt Opferfelcb würben oerfauft, bis 
befriebigenb naebgewiefen würbe, baß (te nicht iUoftergut fei, fon* 
bem von unbenflicben Seiten ber für obligirte ©otteSbienfle bei 
ber Pfarrei 5)dbl beftanben habe unb unterhalten würbe* Sie 
ijt confecrirt unb feiert baS äirebweibfeft am Sonntag ' nach ©t. 

- Ulrich. 


65; 3felin $tft. SfFifon, Sraun’l ®cfd)l<fct* btl SBiät&umö 2Cug$b. Vindclic. Sac. 
T. Hl. p. 249, 


Digitized by Google 


köutglicfjctt Canl^rtchti tDcidjftm. ✓ 247' 

i ’ • 

Der Schwetenfrieg fuchte auch tiefe, obwohl gan$ in QEBalbun# 
.gen eingebüflte Sättige beim, intern fle 1616 gepliinbert, unb 
40 Stücfe £ornoieb binweggefchleppt tourten. **) , 


m 

Äöflcieberg. 

Gütlich Vs ©tunte oom Dorfe $dbl liegt auf einem £iigel 
ter gefreite Sip Oloöeieberg, mit einem Schlöffe unt umfaffen* 
tem Oefonomiegebäube, ocn Porten unt Offen oon ter 9?atur 
befefligt, oon ter Sub* unt ßöeflfeite fytv ober einft mit v einem 
©raben umgeben. 

IRofeleberg foß mit tem Schlöffe ^Ptfenberg (tyeifenberg) ten 
. Herren oon ©eefelt, tie ft ch auch Otitter oon spifenberg nannten/ 
gebort baben. ©egen 2reuloftgfeit aber, tie fte ftcb gegen ten 
ßanbeeberrn fcbultig machten, lief £erjog 3obonn, tritter Sohn 
Stephane !., tae Scblof tyifenberg jerftoren, womit auch 1388 
ßläfeieberg gefcbleift worben fein foß. 

2Jue ter 93aulichfeit beö untern Stocfee ticfee Schlcffee ju 
fctliefen, türfte ter ©ieberaufbau aflertinge in tiefe 3eit faßen. 
Der obere Stocf aber gehört einer neuern 3«it an, intern 1698 
ter Slip tae ©chlof entzüntete, unt tiefer obere £b'it abbrannte. 

9iue tem XV. Sobrb- beurfuntet ftch ta ale fafjig tae febr 
alte ßlittergefchlecht ter £efeflcber. Sie flammen ton ter jepi* 
gen Schwaige £efeflcb bei München b«r, welche fchon 776, jur 
3eit tee lebten 5lgilolftngere , £er$oge Safftlo II., ale Maprbof, 
vilia, bezeichnet wirb, unt digentbum tee (Jbelfreien Otto Jpefel« 
lobere war. 

9?itl<l ter £efeßcber ifl 1418 fHichter- ju ©olfratbebaufeü, 
1423 ter Herzoge örnfl unt ©ilbelm 3oßner zu München, unt 
entlieh ^Pfleger unt ßantvichter in $5bl* £r flarb 1453, unt liegt 
nebft feiner ehelichen ©irtbin, Margaretha fiungin, in ter Kirche 
ZU *P5bl begraben. 


66) SBrnin0‘6 üopegrapie von Bauern. ©aalbuty ber pfami SWautui 

Wffrnfgget’e Sagebu#. 


248 


Chronik bei jpfortfprenjel» |)äi)t. 


1460 nerfchreiben bi e £er$oge Sopann unb ©iegraunb, Ulberts 
III. ©ohne, bem WnbreaS unb $anfen j^efeQo^er bie tyfteg, 
fchaft $dbl fammt bem Umgelbe auf ihre SebenSjeit für bie treuen 
2)ienfte, bie fte ihrem Ahnherrn, (§*rnfl 1., ihrem 93atcr unb ihnen 
felbft geleiftct haben. 23on ihren gefreiten ©ipen, bie fte in *P<Sbl 
unb auf Sflofjelsberg hatten, mürben fte laut f)erjog Wibrecht* 
Sanbtafel „in bie Sanbtapel betrieben unb bienten bem dürften 
felbanber wohl bewappnet unb braucht mit jwep Serben." 

Slnträ £efellober, ©opn beS 9?ifld, war (Jbelfnecht in üftün« 
eben unb gleichfalls Pfleger in tydpl. (5r faufte nebft feinem 
23ruber £annS etliche ©üter non bem 2)omtapitel Augsburg. (Jr 
ftarb 1470 unb liegt in ber Äircpe *pdbl begraben, ©ein ©rabftein, 
ber bei bem lepten Äircpbaue bem ©rabe entrüeft unb ^erbrochen 
würbe, ffnDct fiep umgewenbet unten an ben weftlichen ©tufen 
ber ©liege, welche jum ©otteSacfer führt, worauf noch in altbeut« 
fchen 93uct>flabeu ju lefen ifi: . • . ftarb anbrd I^effeQo^er .... 

£annS $efeUoher, SJnbrd’S 93ruber, war 1466 Sanbricpter in 
SGDeilheim, unb, nach QJnbrd’S Ableben, dichter in Spüpl. #annS 
erzeugte mit Slnna ©eponborferin oott ^dpl, welche er um baS 
3apr 1450 ehelichte, jwei Tochter, Barbara unb $lnna. 2)ic 
SBarbara warb 1470 £>anfett ©chellenberg ju 2Beilbeim getraut, 
welchem fte als Mitgift ben ©ip tydpl jubrachte. 2)ie Slnna ehe« 
lichte 2Bolf itlereftnger $u 2)ürgenfelb 1485. 2)iefe beiben (Eheleute 
gifteten im ßlojter Sernrieb für ftch unb ihre SSerwanbieit einen 

Sahrtag. 

% 

£annS £efeHoher war gar ein aufgeweefter, luftiger üttann, 
ber (ich in allerlei $urjweil gefiel. ©eine muntere Saune ergofj 
ftch in mancherlei Oteimen unb Siebern, ©eine poetifche ©cpilbe« 
vung einer Otauferei bep einem 93auerntanje ijt befannt. 

@ine5)enlfdule aus ©ranit, 9 ©cpuh hach« am weftlichen 5Jb« 
hange non Äofelsberg, perlünbet noch baS oormalige 2>afein ber 
^efetloper auf bem OlofjelSberge. 3h? Wappen, baS fte non ben 
Sftäffelsbergern beibepieltcn, unb in einem hoppelten tyferbfopfe 
im weiten Selbe beftept, ftnbet ftch nebft ber 3aprSjapl 1483 auf 
tiefer ©dule, wie auch an alten Defenfügen im ©cplofl> Stof* 
felsberg. 


r kBnt)ltri)eit fanfrgeririjt« tDetUjeim. 249 

dermalen ift 9t6f[elSberg in eine ©cbwaige berwanbelt, unb 
gehört ju bem gräflich bon 23iereggfcben Sibeicommifl. 8T ) 


SBitte(öf)ofcn. 

?ln Der ßanbftrafje, eine ©tunbe fäbticb bon 9>ähl gelegen, 
ift Der nunmehrige Silialort SGBitteldbofen, in Der 23or$eit auch 
2Btchelöbofen, 2DitoIöhoüin unb 2Bil$hofen genannt. (5r befteht 
in einem 2Birth$h<iufe, 14 anbern Söebaufungen unb einer jUrcfce 
jum hl* ^Bart^rer unb <Priefter Valentin. (Jbebem war SDitteW* 
bofen, bid auf jwei dauern, 2)ofct> unb Stöanfcb, Die immer ber 
Pfarrei *päbl jugeb&rten, eine eigene Pfarrei bom Älofter tyol* 
ling, unb würbe Durch ereurrirenbe jUoftergeiftliche berfeben. Urft 
jur Seit ber ©äculariftrung würbe ed mit 2>iemenborf bertaufcht, , 
unb ber Pfarrei *pähl, «14 näher gelegen, jugetheilt. 

2)er SurgftaH be6 ehemaligen gefreiten ©i$eö biefed Ramend 
ftnbet ficb bor ber Äircbe, nahe weftlich hinüber in be$ ©atter* 
magrd ©arten, nach welchem bie Sonn unb Sluäbehnung be$ 
geftanbenen ©cbloflfeö noch fichtbar ju ernennen ifl. 

2>ie 2Bittel$hofer treten im XL 3ö(Hbunbert auf, follen 
anfangs Uigenleute ber Ubelfreien bon ©eilheim gewefen fein, 
unb führten in ihrem 2Bappen einen fcbwarjen Uber im weiflen 
Selbe, grieberich bon2Bitolte$hofen wirb 1176 2)ienftmann ber&irche 
93rixen genannt. 1247 im 2??är$ fteHt ba$ JUofter 23enebiftbeuern 
bem Ulrich bon 9GQitolie$bofen einen spfanbbrief au4 68 ). 1262 

beurfunben ftcb Ulrich unb Äonrab, Dtitter bon 2Bittel«bofen; fte 
bezeugen 1278 bie ©chanfung be6 Heinrich Äolb de Peul , eine6 
Jpaufed, SJecfer, 2Biefen unb ©arten an ba$ Älofter SBeffobrunn 69 ). 
1263, Jpeinricb, Ritter bon 2Bittel$hofen. 33ertolb bon 2Ditteld- 
hofen war 2)omherr ju 5Jug$burg, erfcheint bann 1282 old Ur$* 


67) Mon. Boic. VI. 535. 538. J&uttb ©tammbucfc. Vind, S. p. 7. «botmagr’Ä Safcten; 
buch. 2831 ©. 238. 

68) Langii Reges ta 1262 M. 0. Till. 147. 

69) Leotner hi»t. Wewofont. P. 1. p. 278. 279. 


/ 


/ 


Ziö (Eljrouik &** g)al)l, 

♦ 

pricfler ber ßatbebrale ju 5Iugöburg, unb war a uch zugleich 1293 
tropft beb Stiftet f)abach. 1286, Otto, milcs zu ©iltelbhofen. 
1323, bie Srüber Jpermann unb Ulrich. £f0tr rer bezeugt 1316 
burch Snflegcl bie Jahrtagbfliftung Äonrab beb 2upingerb ju 
bemÄleßer Sertirieb, unb vermacht mit feiner Jpaubfrau ‘ilbelbeib 
bem jUofter Siegen 1317 ben 3«b«nt unb ßirchenfap ju Utting, 
welchen Sernbarb ber ©ittelbhofer 1313 bon ftaifet* Subwig bem 
Saper, ber ibn feinen Sieben, getreuen nennt, erhalten batte. 
§ür Ulrich unb feine £aubfrau foö bagegen nach ihrem Ableben 
in * ber hl* ©eift» ÄapeHe eine hl* SWcffc gehalten werben. 1323 
bringt Sertolb zu QäBittelbhofen einen 3«h*nt in SJeilbeim bon 
Heinrich bem Seefelber tauglich an ftch. 1325 werben SPercptolb 
unb Jpermann bon 2Bibolteebofen alb fügig ju Jolling bezeichnet. 
1327 beurfunben ftch Äonrab, Heinrich unb Ulrich bon UBittelö«- 
hofen. 1356 verlaufen Martin unb Johann bon SBittelbhofen ihre 
abeliche Surg an ihren Machbar ©eorg Meilinger von --Schon» 
leinfperg, bamalb fagig auf bem mittrrn Schlöffe '•pähl. Heinrich 
unb Margaretha, wahrfcheinlich bie lepten 2öittelbbofer, befchliegen 
* ihr Sehen im Älofter Höfling, nachbem fie ihr Sanbgut, bie Schwaige 
©tableiten bep Jpuglftng, an biefeb bloßer bet lauft hatten. — 21m 
St. 9Jnbrd'3ag 1359 fornmen auch ©üter berfduflich an bab Älo# 
fter Finger in München, welche bon ^ercptolten bon SBittelbpofen 
herfommen. ^ach $unb hat auch Stephan Jüpinger einige ihrer 
Sehen unb Mannfcpaft geerbt unb 1431 wieber verlauft. 70 ) 

©eorg Meilinger verlauft nach breijährigem Seftpihume bab 
Rittergut SBittelehofen wieber an Sopann Meilinger, unb biefer 
1368 an bab Älofter Jolling, bem $robf)en Äonrab Schonbor» 
fer, um 132 $funb Pfennige, wie cb urfunblich heigt: „ben Slum 
je Mitoljbofen fo biel ber ©raben umfanget, ben Äircpenfap ba» 
felbft, Saumgarten, Sach, Sifcproaib, bie Jpolzmarl, bab S3eper» 

lein, einen J£>of unb bab ©eriept bafelbft, bab Sehen ift, einen See 

♦ 

ZU Monatbhaufen unb ein halbeb ©ericht ju £aunbpofen." 

Srühzeitig mugte in SOitteldpofen fepon eine Kirche geftanben 


Tf) Mon. Boic. TU. V1U. X. XIX. p. 216. Sacciuct. in form. Csn. Polling. — 
Jhunb ©tamrabiufc 111. £&l. gwiberg'S Sammlung pift. ©<$rift, S3. 111. Vindelic. Sac 

p. sir. sw. 


Digitized by Google 


könijlicljcn fau&getictjt» tytiMpim. 


Mir 

haben, bie von eigenen Pfarrern verfemen würbe. 1368 erwarb fiep 
fcbon ßonrab von Schont orf ju «pdht; bafelbfl 'b«4 tyatronatbrecpt. 
Welche* 1470 Von bem ©ifcpof Sobann &u Qtugbburg conftrmirt 
würbe, in welcher 3eit (ich alö Pfarrer beurfunben: §lerian 
Strafer, auö bei* 2)iojefe Sreifing. 1471, Ubalricu* 9t i bi« 4474, 
Heinrich Eichhorn. 1494, $eter 3dg*r, 2>ecbant unb Pfarrer. 
1500, Äabpar Ärelmair. 

länger burfte e* wobt auch ba mit eigenen Pfarrern nicht 
gebauert haben, weit ftch fpdter deiner mehr bcuvfunbet unb auch 
nicht bie geringfte Spur von einer ehemaligen SPfarrwohnung 
Vorbanben ijt. 

1619 würbe bie Seelforge bem Pfarrer unb $ech<mt 93oU 
tpafar $ribl in «Pähl gegen Otechenfcpaft bei: Stole für 14 ft., 
einer tBucpe unb jwei3immerho4ern von betn 9?ujjberge jur SBefoU 
bung übertaffen. 

2>ie gegenwärtige Kirche gehört einer neuern Beit an. ©ie würbe 
1631 mit bem Oocpaltare eingeweiht, bie beiben Seitenaltdre waren 
er fl fpdter beigegeben, unb 1709 von tropft Sllbert von Jolling 
confecrirt **). 3n bem jUtcpihurme hdngen jwei ©locfen. 9tuf ber 
erflen fleht ju lefen: f Maria; bie jweite tfl ohne 9?amen, wie 
beibe ohne 3ab^abt* 


r 


x. 

Sie Pfarrer in $d$l. 

So viet au* Urfunben gefepöpft werben fonnte, flanben ber 
Pfarrei «pdhl fotgenbe «Pfarrer vor: 

1317, Sribcrich/ 2>ecpant unb Pfarrer. 

1349, Jpeinrich ^uOinger. 

1360, Äonrab Schifter. 

1363, ßonrab geringer. 

1397, Heinrich. 

1410, Otbmar 3«#/ Dechant unb «Pfarrer. 


fl) Vindellc. S«c. ®aalbu<$ btz Ärn&e SBitt«W6o(«n. 


252 CijMütk bc* pfarrfprtngcl« 

£436/ 2Bolfgang 2Rapr. 

1493/ (Shriftopk genannt ber ©ocfel. 

1509/ ©enebift hinter. 

1525/ C^riftopb Otefch. 

1540/ £ieronimuS Jpuber. 

1566/ Thomas ©inger. 

1582/ ÄaSpar £aaS. 

1640, 3*>^nn £ueber. 

1643/ ©altbafar §ribf. @ei« oortrefflich gemaltes Porträt 
beftnbet fich in ber ©afriftei ber ^farrfirche *päbl. 

1653/ ©althafar gifcher. (5r teerte am $efte beS (I, ©ene* 
biff, 21. SHärj 1653/ UfachmittagS vom Ätoflcr WnbechS ju «pferbc 
jurücf, warb aber jur £älfte 233egeS, jwifchen $ähl unb Grrling, 
oon einem üflorber überfallen, mit einer ßanje Pom Olücfen (?er 

burchftochen unb niebergeftrecft. 2>aS «Pferb eilte bem ©taKe $u, 

* 

fo baS Unglücf feinet $errn perfünbenb. 2)er Grntfeelte warb auSge* 
raubt gefunben, unb ber abfcheultche Korber foH aus feiner eige# 
nen Pfarrei gewefen fein. w ) 

1654/ SWicbael gifcher, ©ruber beS ©origen. @r lieg an jener 
©teile/ wo ber spriefterraorb an feinem ©ruber perübt würbe, 
ein &apeH$en bauen, welches noch fleht. 

1658—1692, SlegtbiuS SWoSmair. 

1693—1721, 2>omtnicuS ©ieffinger , Prolonotarius Apoetoli- 
cns, jtammerer unb Pfarrer. <2rr taufte $um neuen äfircpbaue 
1730 um 200 fl. ©teine, legtrte bie&u in feinem Seftament 1200 fl., 
unb fchentte baju auch feine eignen ©runbflücfe, aus welchen 
1650 fl. gelost würben, unb lann fohin als ©tifter ber ledigen 
^Pfarrfirche betrachtet werben. 

1721—1733 3oh«nn @eorg Dttinger, Ss. Theologiae Doctor, 
Consiliarius Ecclesiasticut Eystettensis, freirejtgnirter 2)echant unb 
Pfarrer. 

(Sr jog ben Jpof beS SBibbumbauerS in tyäbl ein, ber bie 
©teße beS gegenwärtigen 3th*ntfiabel6 mit bem untern 2(>eil beS 
©aumgartenS einnahm, unb grünbete ben gegenwärtigen tyfarr» 
wibbum bamit. 


72) Vindeüc. Sa«. T. UI. p. 251. 


MntgUdj'n laabgmcljtt 253 

v 

• 1734—1740/ 3<>&ann Gbriftopb Eubwig pon ©renjing au* 
©traf bürg, Ss. Theologiae Ooctor et Ecclesiae Cathedralis Curien- 
sis Canonicus. Qt ftarb auf einer Steife ben 19. 3ult 1740 am 
Strafjberg bep Sobing, unb liegt in SBobing begraben* 

1740—1756/ 3*>bflnn ®eorg Äecffc/ Ss. Theologiae ßaeeal. 

1756—1759, SWar (Smanucl Äurj, J. u. Candidatus, Consi- 
liarius Ecciesiasticus Frisingersis, Dechant unb fairer* Cegirte jur 
2lu«malung ber <Pfarrfircbe 600 ff. 

1769 — 1793, (Simon Sorg, Sa. Theologiae Licentiaf. (£r baute 
ba* gegenwärtige <pfarrhau«. Der Saufcbifling betrug 6000 fl./ 
ben er au« feinem eigenen Vermögen leiflete, taut Seftament« aber 
2000 ff. ber tyfarrfiiche unb 4000 fl. ju einer freien 2Binterfcbule 
in <päbl legirte, tr eld>e »Summen oon feinen Nachfolgern per^in«* 
unb $u jährlich 100 fl. regulirt werben. 

1793-1799, Sofepb' Nnton ©rünfüjTer. 

1800 — 1820, Nlar Sofepb de Mastiaux, ßanonicu« au« Sonn. 

1821—1828, Nlatbia« .ftrinner. 

Seit 1828, 21. Noo., 3°f«P& ^nton Srenner. 


\ 


X. 

DU 

$ c ( m fl r d) ßaufting, 

% 

^farrbotf am 2ccfj. 

Statt 

«Joadjim JUUinger, 

Pfarrer unb (Sammerer in SBefl ing. 


1) Ueber baö 2tttet beö ßrteö, 

regten Ufer beö reifenben Cecbftromeö, eine {(eine ©tunbe 
von bem gewerbigen ©tüttchen Canbßberg, fchaut ein jiemlich t?o* 
ber Kirchtburm mit einer fronen Kuppel über bie wetten glichen 
jeneö ©etreiblanbeö, baö jwifcben ßanböberg unb STtebring ftcb 
lüngö beöSIujTeö binjiebt, fo wie über baö jcnfeitö biß flugöburg 
binab fleh erftrecfenbe Cecpfelb bin. tiefer fchone Kuppvltburm 
jiert bie Kirche beö freunblicb gelegenen tyfarrborfeö Kaufnng. 

2Benn ber ffianbercr bie Strafe, welche Pott tflugöburg über baö 
£ecbfelb nach ßanböberg führt, fürbaf jiebt, fo trennt ibn oon 
biefem Orte nur ber ßecfc unb eine ©trecfe Uanbeö pon einer 
93iertelftunbe, unb labet baber nicht feiten jur (Jinfebr ein. 

£er £ügelrücfen, ber fich längö beö rechten £cchuferö Pom 
©ebirge b*rab, biö gegen Behring bliebt, ift bi*r etwaö burch* 

brochen. <5ine ©träfe führt nemlich jmifchen bem Serge, worauf 

, • 

-bie Kirche fleht, unb bem nabe gegenüberliegenben Surgfcl*$erg 
in einer .§ob(ung burch, welche ein ganj natürlicher 2Dafl gegen 
bie ebemalö auf bem Surgfel gelegene Sefte fepn mufte. 

Sefagter Surgfel ift offenbar ein Surgftafl, ein 9Maf, worauf 
ein ©cblcf geftanben ift; benn Pen Often unb ©üben ift er noch 
mit einem ©raben umwogen, wäbrenb gegen SDeften unb korben 
ber fteile Slbfad beö Sergeö bie Surg por ploplicpem Ueberfad 
fiebern fonnte. 


/ 


s 


©t* J^ofmflrch Äaufrinj, 


255 


hinter bem füblicbcn ©raben be* ©urgfel* liegt ein SIcfer, 
ben ber gegenwärtige ©eftper „bie SBuit" nennt. (?ntweber 
biefe* ©runbflücf jum ©chlofbau gebort, ober ju bem oftwärt* 
gelegenen 2Bibbum*hof be6 Älofter* Diesen, unb ber £eptere mag 
Oiefleicbt in altern Seiten ben ©chloflgarten unb bie Oefonomie* 
©ebäube be* SBelfenfcbloffe* enthalten hoben, ©owobl bie liage, 
al6 auch ber Umftanb, bap ber ttöibbum ber Pfarrei Jvaufring 
urfpvünglich ben ©runb* unb ©ut* sperren gehörte, ehe er an* 
ÄlofteiLSJiejjen tarn, fprechen für meine Slnftcht. 

Dafj in Äaufring bie helfen Q3eft$ungen unb ein fchone* 
0chlof gehabt hoben muffen, ba* werben wir fpäiec ausführlich 
befprechen. Jprer Witt ich blcf angeben, bajj biefe* ttBelfenfchlo? 
auf feinem anbern <pia$ geftanben fein- tann, al* auf bem $urg* 
fei, wooen fiep 3ebermaun überzeugen wirb, ber ben Ort genauer 
unterfucht. 

2Dte herrlich lag nicht biefe 93urg? 23on hierau* überfah man 
jenfeit* be* Sluffe* ba* ganze ßechfelb bi* weit über ©ehwabeef 
hinau*, unb hinunter bi* zue herrlichen Slugufta, unb bief feit* 
entboeft ba* forfchenbe 2Juge bie unzähligen Dörfer, bie auf bem 
mit febweren ©ctretbbalmcn ganz überfäeten üanbftrich bi* in un* 
abfehbare Semen (ich ^iri^ogen. Watt muff auch ba* bei Wehring 
gelegene, ebenfatt* ben ttOelfen gehörige unb fo praebtoofle ©uns 
Zenlei) (.Gunzile, Concio lcgionum) pon biefern heben ©chloffe au* 
gefehen hoben. 2)ie .Kirche tonnte bamal* biefe WuSftcbt nicht fo 
hinbern, wie e* gegenwärtig ber Sott ift; bentt fte ftanb weiter 
unten gegen ben liech zu, auf einer oiel nteberent Släche. 

Daji Äaufring fehr frühzeitig ein bebeutenber Ort gewefen 
fein mu$, mochte man wohl Por wittern au* ber liage be* Dorfe* 
fcfcliefjen. Da* Dorf liegt hört am liech, unb z«or fo, baß hier 
pon fld) felbft ber Stuf einen Uebergang bot, inbem einerfeit* bie 
Ufer nicht allzu hob unb zu (teil, anbrerfeit* bie ttBoffer in einem 
engen ißette ftch perfammeln mufften, unb fo eine $3rücfe möglich 
unb wegen be* Verlebte* mit ben jenfeitigen ©ewohnern notbig 
machten. Der Umftanb allein, baff b^r bie pracbtliebenben SGÖelfett 
gefeffen, unb fich öfter* aufhielten, mag ebenfatt* in fpäterer3eit 
Zur £ebung be* Orte* oiel beigetragen hoben. 2Bir ftnben aber 


256 J®if ^ofmotcl) üaufrinj, 

- ^ I 

; 

Raufring ju ben Seiten, von benen wir eben gerebet haben, fchon 
al« bebeutenben Ort; alfo muß ber Urfprung be« Orte« in weit 
frühere Betten jurücfgefe&t werben. 2)odj hierüber fann ich nicht« 
Sichere« angeben, ertaube mir jebocü au« ben in ber 9?ähe 
beftnblichen 5lltertbum«fpuren ben ©chluß auf einen wo nicht 
römifchen, hoch fchr frühen Urfprung ju fließen. Oreiviertel 
©tunben oberhalb Raufring, bem Cech entlang, liegt ©anbau, ba« 
alte romifche ©chiff* ober $loß*©eiänbe, eine Sortfchung be« 
Raßeö« Ad Novas, wo ebenfall« eine Sörücfe über ben ßech ge* 
gangen war. ©ben fo weit unterhalb Raufring, am fogenannten 
SBeßerholj, am ©auberg, ftnben wir fHömergräben unb Corner* 
bügel. 23on ba fübwärt«, näher bem Oorfe ju, liegen einzelne 
fteine 23erfcbanjungen unb fünßlicb angelegte £üge(, bie offenbar 
römifchen Urfprung an^eigen, ober hoch auf jene Seit hinweifen, 
bie barauf gefolgt iß. 

3n bem Oorfe ©pfenhaufeit, welche« nur V® ©tunbe ößlich 
von .Raufring liegt, ßanb nach Angabe ber ^l(terthum«f enrter ehe» 
mal« ein romifcher 2öacbtthurm. ©o lag alfo ber Ort, wo nun 
Raufring fleht , jwifdjen lauter römifchen Anlagen, ©otlte an 
biefem , ber fo geeignet war, eine Srücfe über ben reifen» 
ben £e$ ju fchlagen, feine romifche Anlage geßanben fein? 

Oer löurgfel, von bem wir oben fchon fprachen, muß früher 
quabratförmig gewefen fein. SBenn er jejjt halb runb unb halb 
ccfig iß, fo iß ba« gut ju erflären. Oer ©runb biefe« 33erge« 
iß röihlich, fogenannter £ehm, ber fehr gute 23acfßeine liefert, 
unb würbe baher von ben Oorfbewohnern nach bem gänzlichen 
Verfalle be« ©chloffe« unb befonber« in neuerer 3*it nach unb- 
nach abgegraben, fo baß er gegenwärtig feine ©röße unb ©eßalt 
verloren h at. 

Ueber ben tarnen be« Orte« habe ich Solgenbe« gefunben. 
©r wirb im Anfänge gefchrieben: Riviringin, Riviringen; fpäter 
lefe ich ©huferingen, Ruferingen unb Rufringen; julefct Rauff* 
ringen, Raufring 0. 2öenn bei Oefele ju lefen iß: Rufßingen, 


1) Mob. Dolo. Vlll. p. 347. XXII. p. 7t. 99. Mod. Boic. Vll. p. 348. XXII. p. 67, 
VU. p. 368. XXII. p. 19, X. p. 25. XU1. p. 91. 


• pfarröotf am Ctrl). 257 

* # 

fo tnufj biefeö nur ber Unfunbe ber 3lbfchreiber jugefchrieben 
werben. 2 ) - 

SBoher nun 'biefer Stame? (5twa oon einem gewiffen Äioo 
ober Äufo Cftuoo)? Qi ift mir unmöglich/ barüber irgenb einen 
5luffchluf $u geben. 3*benfafl$ ober ift bie Bermuthung nicht 
ungegrünbet, wenn ich annehme, bog ber 9?ame fehr ölt, unb 
wohl in jene tyeriobe ju fepen fei, wo jum grftenmale ein eble$ 
germanifched ©efchjecht hon biefem fchon oon ben Sftomern eccu« 
pirten Betty ergriffen höbe. 

Qi ftanb wohl fchon ju ben 3*iten ber romtfchen #errfchaft 
hier ein «RafleCl ober SBachtihurm auf bem Burgfel, wo man ba$ 
ganje £ed)felb, alfo ben jenfeitigen Sheil^er lifatifchen £anb* 
föaft überfah, unb auch neben baran am Abhänge bcd fonnigen 
unb fruchtbaren $üge(* noch anbere romifcpe Anlagen bio $ur 
SBrücfe hin, bie wohl oon ben einbringenben ©ermanen jundchft 
jerftort würben. 

Da aber biefer tyunft, wie gefagt, eine fehr bequeme Sage $uv 
Brücfe hat, fo ernannten wohl auch bie neuen (Jinbringlinge bie 
2Bichtigfeit bejfelben, unb ti erhob ftd) halb wieber eine Befte auf 
bem Burgfel, unb bie jerftorten Anlagen erftanben in beutfchen 

Sanbhdufern auö bem (Schutte. 

* 

Diefe gerinanifche SJnftebelung würbe ba* Dorf Äioeringen, 
obejr Ctyuoeringen. Dafi ber mittlere Dbeil tii Dorfes, befonberS 
jener $heil, ber oon bem Bergrücfen au* gegen bie Brücfe fleh 
bin$i«bt , ber ältere fep, baS mochte ftch wohl barauS fchlicfjen 
. laffen, weil hitr bie meiflen Bauernhöfe flehen, jene ©üter nein* 
lieh, welche von ben Herren Eroberern) an bie Diener unb Be-- 

t 

gleiter jur Bebauung gegeben würben. Die entferntem Jpdufer 
im cbern unb im untern Dorfe finb lauter Äleingutler, Solbner 
unb £anbwerfer. Selbft bie beiben Stühlen beftnben ftch in biefer 
£age unb nicht fern oon ber Brücfe. 

9Äi-t biefen Angaben foU nur behauptet werben, bafj Äaufring 
fehr alt fein muffe, ba$ ältere Äioiringen aber ftch Oon Burgfel 
au6 gegen bie £echbrücfe $u erftreeft habe, unb ber übrige Dbeil 
be6 Dorfes viel jünger fei. 


S) Oefele «cript. rer. Dole. 1. p. 254. 

IX. 


17 


/ 


258 JDtc fjofm«rfij flaufring, 

9?ach tiefen 23oraußfepungen freiten Wir nun $ur ©efcbichte 
• beß Drteß felbfl. 3ch tritt eß berfucpen, bur<t> genaue Qluf^äf^lung 
aller merfwürbigen ©reignifle uttb burch Anführung berühmter 
SOTdnner unb ihrer Späten meinem ©eburtßorte öffentliche 2lner* 
fennung unb 9Ruhm ju berfchaffen.' 

2) Äaufring eine 83eftfcung ber SSelfen. 

©ine ©efchid)te ber 2öelfen ju febreiben, fann nicht meine 
Slbflcpt fein, aber ©inigeß babon, waß bie ©efcpichte ber £ofmarch 
felbfl berührt, etwaß weiter , ifl wohl nicht überflüfflg. 

2)ie toelfen, ein uralteß baprifepeß ©efchlecht, flammen bon ©t. 
ticho ab, ber fchon jtften Beiten Jtarlß bed ©roßen febr angefehen 
gewefen fein fott. Sie hatten fchon im achten 3ahrhunberte ben 
5linmergau unb ßeepbejirf, fo wie biele ©üter in Schwaben alß 
Allodium in 93eflp. 2>er (gehn beß ©ttiepo, 28elf I., gab bern 
©efcplecpte für atte 3utunft ben tarnen. So angefehen war biefeß 
©efchlecpt, baß £ubwig ber Sromme, $6nig bon Sranfreicp, fleh 
mit einer Tochter biefeß IZBelfß berehelicpte. tfarl ber Äahle war 
bie Srucht biefer ©he 3 }. Später erhielten bie ttöelfen baß £ers 
jogthum kapern, unb würben fehr mächtig uttb gefürchtet. 

Unter ben bielen unb feponen Sßeflpungen,« bie fle am £ecpe 
erblich befaflen, war auch Äaufring, wo fle ein feponeß Schloß 
hatten/ unb fleh felbfl öftere aufhielten. 

SEBelf V., ber alß Verflog bon Sapern 2Belf II. genannt wirb, 
unb ein Sohn £<r$ogß 2Belf I. (in feiner Familie IV.) war, hielt 
fleh fehr gern auf feinen ©ütern am 2ecp auf, unb wohnte balb 
in Meiling, balb in aufring unb bann wieber in bern prachtbotten 
©un$enlecp. ©r befaß $lfleß eigentümlich, waß an bern rechten 
Ufer beß ßccpeß liegt bon Blauhenlecpßberg herab biß Stteibingen 
gegenüber, unb ben ganzen fogenannten Unteraugflgau; bann auf ber 
Unten Seite beß glufleß bie jwifepen biefern unb ber SEBertacp ge« 
legenen Orte biß 3lugßburg, unb felbfl noch bie unter ber Stabt 
gelegenen S3ogteiorte. 4 ) 


3) Origines Raiteub. 1. Vol. 

4) 2Denf fc^rif ten t«t tttabetofe b« SaiiTenföftften #on gang, 11. p 16T. 


fHorrfcorf am tfcdj. 


259 


Steif II. (oberV.) ftarb im 3abre H20 im 48. feint« 
Filter« unb im 19. feiner Oiegierung ald Jperjog bon SSapern ju 
Kaufring, ohne Kiitber ju binterlaffen, unb mürbe im Klofter 
Steingarten begraben. 6 ) 

9fa# ihm mürbe fein 93ruber £einrt# IX., genannt ber 
©#mar$e, mit bem £erjogtfoum 93apern belehnt, unb erhielt auch 
Cimburg unb 23raunf#meig. Dentin erjdblt und, baff Jperjog 
#einri# IX., ein 23ruber Steif« 11., im ©#lof[e $u Kaufring ge» 
boren fei, unb ebenfo Steif II., fein 99ruber unb 23orfp^rer ald 
£erjog . 6 ) 

9?a# bem- 2obe £einri# IX. mürbe £einri# X., ber 
Stelle, mit bem £>er$ogtbume belebnt, aber bie melftf#en ©üter 
in Stalien, ©raubünbten, ©#maben unb SJapcrn erhielt Steif VL, 
ein ©obn £einri# IX. Unter biefetn ftanben bie beiben Ufer bed 
£e#ed unb bie gan$e ©egeno um tanbdberg, bad £e#felb unb 
ber grofite 2#eil bed Sltnmergaued. 7 ) 

2)iefe feine Erbgüter, unter melden auch Äaufring mar, ber* 
f#rieb ber alte Steif VI. anno 1169 feinem SSetter, £cr$og Jpein* 
rieb bem ßomen bon 23apern. 2)a aber biefer auf ben 2ob bed 
alten 23etterd hoffte, fo berbrofl bieft ben Steifen fefcr. Slud 23er# 
brufi über bie bobfü#tige (Jrmartung feined Söetterd Jpeinri# ber* 
laufte ber alte Steif VI. an ben Kaifer Sribri# I. Slfled, mit 
famntt ben matbilbif#en ©ütern in Stalien , unb bebielt ft# nur 
einige ©üter am £e# lebendlangli# unb $ur 23ertbeilung an bie 
Kir#en bebor. 9?a# feinem 2cbe lamen biefe ©üter ebenfalls 
an bie Jpobenftaufen. Slld ndmli# Jperjog £einri# ber ßome 
bon Kaifer Sribri# I. in bie 2l#t erfldrt morben mar, erhielt 
anno 1180 bad £er$ogtbum 93apern Otto bon Stitteldba#, aber 
bie melftfcben Sllobialgüter tebielt ber Kaifer für fl# unb feine' 
©ohne. @ie blieben au# bei biefem @ef#le#te, bid £er$og ßon* 
rabin bon ©#maben na# Stölien jog, um ft# bafelbft flatt ber 
.Krone ben £ob ju holen. 23or feinem Slbjuge berdufferte er bie 
melftf#en ©üter grofltembeild an ben ^erjog Submig ben ©trem 

* ' * ' V 

J - — — - ■ — — — — — — — — — — — ■ ” ■■ ■■ 

5) Joannes Aventin. Annal. Boic, p. 617. Adelsreither Bolt. Annal. p. 664. 8t* 
poroftlt; ©runblinie ber ba»>er. CSiefcb. p. 112. 

6) Avent. Annal. Boie. VI. lib. II. cap. 

7) SBelf VI. unb fein« ^eitgenoffen non 83et)rfrt$ p. II. ' 


17* 


260 


jDte fjofmard) fiaufriitf. 


gen von 93apern. So fam auch Äaufring, welche« gletche6 Schief* 
fal mit beit übligen welftfchen 93ejtpungen hatte, entlieh boct> in 
ben 23e(ty ber {)er^oge von SBapern, welche von nun auch ^tcr, 
wie am ganzen regten Ufer be6 £ec^e6, allzeit ihre Negentenrecpte 
geltenb machten.*) 

9lu6 ber welftfchen 3eit will ich noch ein b'ftorifche* Ereigniß 
^erfe^en/ welcpe6 auf Äaufring viel Einfluß gehabt hat. 

i 

9116 im3apre 1139—40/ nach 9lbfepung be6 H fr J°9S Jpeinrich 
beö (Stollen, H er Ä°3 Cecpolb von Deflreich kapern ^u £epen be* 
!am, würbe von beffen Leuten ber weljtfcpe ßeeprain verheert/ 
wobei Äaufring al6 ein Uebergang6punft unb welftfche privat« 
beftyung nicht verfchont blieb, fonbern alle Ärteg6 # (Salamitäten 
ertragen mußte. *) 

i 

3) No 6 ) einige Nachrichten über Äaufring auf bem 

i2. 3ahthunbert> 

\ 

$i t baperifchen ©efepiebtfebreiber er^hien von einem gewiffen 
Heinrich Äopf von Äaufring am £ecp 5olgenbe6: 9116 Äaifer Hein- 
rich V. ben 95öfd>ali6 IJ f (1111 ) in Nom gefangen nahm, 
ereignete fleh, baß Äonrab, Erjbifcbcf von Salzburg, fleh mit Ernft 
ber Entweihung be6 2einpel6 unb ber päpftlicpen ©ürbe wiber* 
fepte, unb beßhalb mit au6gebreiteten 9lrmen ben Äriegäleutcn 
entgegentrat/ unb biefe Zfyat eine unwürbige Scpanbthat nannte. 
Ein baperifcher Nitter, Jpeinvich Äopf von Äaufring am £ecp, 
flüefte ba6 Schwert, unb brohte ben Er^bifcpof ju burchftechen. 
$er Erjbifcpof aber ftreefte unerfchrocfen ben entbloeten $aI6 bar, 
unb feprie: Stoß ju, wenn bu wiöft, hoch foll mein Schweigen 
bie ©ewaltthat nicht rechtfertigen! 2)a hielt ber Äaifer bef Äauf* 
ringer6 9lrm, unb fprach : ©emaep, fpeinrich, gemach •' noch ift e6 
nicht an ber 3*it- — ^o unterblieb ber Sftorb. ,0 ) 

8Biguteu6 jpunb fchreibt von biefem Heinrich Äopf, baß er, 
be6 Äonig6 Heinrich Wiener, bem Erjbtfcpof von Salzburg, al6 


8) SBetf VI. unb feine Beitgenoffen non äSe&renä p. 13. 

9) 3f4ot(e’l bayn. 1. p. 23». 

10) 3f<$o!te’6 baper. <55efc&. 11. p. 20T. Adelcreither Annal. Boic. 1. p. S43. Avent. 
Annal. Boic- p, 612 — 613» 


jpfarrborf «nt ftflj. 


261 


\ 


berfelbe (ich M tyapfte* unb ber bifcpofl. greipeiten annapm, mit 
blofem ©cpwerte ben Zok gebrobt habe, unb biefer 5D?orb nur burcp 
be6 Bifcpof6 üftutb unb be6 Kaiferä 93efc^f Ptrbinbert worben fei. 
fluch gibt f>unb an, baf biefer Heinrich Kopf brei @obne gehabt 
habe/ nemlicp ben Ott, ©eifrieb unb £artnaibt, zweifelt aber, baf 
Jpeinricp Kopf oon Kaufring am £ecp gewefen fei, unb nennt fei* 
nen Baterort Burlrain. n ) 


< 23enn Jpeinricp Kopf, wa6 wir einmal annebmen wollen, ba 
e6 allgemein noch nicht wiberfprocpen ijl, ein Kaufringer war, 
unb baju noch ein Olitterömann , in welchem Berpältniffe fianb 
er $u ben SDelfen, bie um biefe 3*it Kaufring al6 Allodium be* 
fafen? (5$ muf wobl biefer Heinrich ein 53afaHe, ein SWtnifle» 
riale be6 £erjog6 28elf II. gewefen fein. 

(56 ift ja befannt, baf biefer £er$og ein guter §reunb be6 
wüften Kaiferä jpfinricp V. unb fein Begleiter auf bem 3uge nach 
Wom war, unb fiep ebenfaflä burch fein heftige* Benehmen au6* 
jeichnetc. ©ein üWinifteriale Heinrich ber Kopf wirb loopl bie 
©efinnung be6 Jperrn gei^eilt haben. 


2Bo faf aber biefer Heinrich ? 3# benfe auf bem SBelfen# 
fcploffe ju Kaufring. Ober batte er oiefleiept ein eigene6 ©cplof 
ober eigene ©üter in Kaufring? 

v ' 

@6 ifl übrigenö niepta ©eltene6, baf $u jener 3*it bie pom 
niebern flbel ben Warnen ipre6©(pup* unb £epen6berrn getragen, 
ober benfelben pon beffen ©utern unb Burgen angenommen, fowie / 
fie auch auf benfelben gewohnt haben, wie wir ba6 pon ben fln* 
beepfen unb flnberen wiffen. 

3« Kaufring muffen aber um biefe Bett mehrere freie ©e*. 
fcplecpter gefeffen fein, welche waprfcpeinlicp auf ben Bauernhöfen 
wohnten, bie fie pon ben Oberherren ju Sehen trugen, unb baper 
beren SDafaHen unb 2)ienftmannen waren. 

©o lefe icp pon einem freien SWanne, Söolftrigl, baf er unb 
feine §rau Qlbelaibe, ihre ©uter, bie fie in Kaufring erblich inne 
haben, an ba6 Klojter Waitenbucp fo Permacpen, baf ba6felbe naep 
ihrem Ableben bie Wupniefung pon biefen ©utern habe. 12 ) 


i 


■ 


' — — y — ■ » 

11) Hand Manager. p. 239. 

12; Origin. llaitenbuch. 1. p. 189. 


/ 

% 


Digilized by Google 


s, • 

202 Di* ^ofmurcl) Äaufrtng, 

i 

(JbenfaHd im jwolften Sohrbunberte gaben auch jwei ©rüber, „ 
Sotob unb Qrppo, ihre ©üter, bie (te in .Raufring hotten, an bad 
Rlofter Naitenbuch. ,s ) • 

Noch b«i ber Jtlofteraufhebung geborten in Raufring ©üter 
nach Naitenbuch. 

% 

©egen ben ®cbluß biefed Sohrhunberted pertaufte £erjog 
Otto I. pon Slfteran mehrere ©üter, auch in Raufring, an bad 
Rlofter liefen. ,4 ) 

% 

2Die auch aümahlig ber 3«hent unb anbere Nechte, welche in 
ben Jpänbenbec Herren waren, an bad Älofler 2>ießen gefommen, 
bad füll fpäter erjählt werben. 

2>ad eben Angeführte aber möge beweifen, baß Raufring, ob* 
wobt ed nur einen obetn ©runb* unb ©utdherrn, nemticb ben 
923clf II. unb feine Nachfolger hotte, bennoch mehrere anbere 
freie Herren gehabt hohe, welche entweber alle bafelbft faßen, unb 
im Sehend* unb 23afallenbanbe mit ben 28elfen waren, ober auch 
anberdwo wohnten, unb blöd in .Raufring begütert waren. (Einige 
pon biefen freien Seuten führten fogar ben Namen Pott bem Orte. 

4) Die $cmn von Ripiringen, Äauferingen ober 

Häufungen. 

* 

lieber jwei Sahrhunberte tommt in ben Urtunben ein ©es 
fchlecht por, welched ftch von Ripiringen ober Nufringen fchreibt. 
Swifchen ben Sohren 1126—1179 ift $ero pon Ripiringen beur* 
tunbet. 2)erfelbe ift 3euge bei ber Uebergabe eined ©uted in 9Jlat* 
fted an bad Rlojter @t. Ulrich unb Afra in Augdburg. Qrbenfo - 
jeugt er, ald ein gewiffer SNann, 2Bernher genannt, ein ©ut 
in SPcfcenbaufen an bad Rlofter AJeffobrunn Perfaufte, anno 
4130-1179. 15 ) 

t 

Um biefelbe 3«it/tritt ofterd 2)ietrich Pon ßuperingen ober 
CShufringen ald 3 * u 3 e auf.' 

Dietrich bezeugt bie Uebergabe eined ©uted in 95ribriching 
an bad Rlojter ©t. Ulrich unb Afra, unb wiederum ben 23erfauf 


13) Origin. Raitcnb. 1, p. 193. 

14) J(?unb <2tammb. 1. p. 34. 

15) Mon. Boic. VII, p. 346—17. Moa. Boic. XXII. p. TI. 


I 


263 


{Jfartbotf am £tc\\. 

jweier ©üter, welche bie ©chwefter CinfarbS von Sftaunfpurg, eines 
BafaQen beS £er$ogS jpeinrich, an baS ßlofter ©effobruntt gab. 16 ) 

3n ber itemlichen ^Periobe lefe id> von 2llbericuS von .Ruf* 

* » 

’ ringen, ber bie Uebergabe eines ©uteS, weld>eS ©olftrigil von 
Bergen bem jUofter ©t. Ulrich unb 2lfra fchenft, bezeugt. ,7 ) 

(StwaS fpdter, anno 1192 iff £einrich von Äuvering bei bem 
Vergleich, »eichen bie,(5rben beä Heinrich von (Stoffen mit bem 
jUofter ©effobrun »egen (£rftattung einiger ©üter machten, 3*uge. 
2)erfelbe iff beurfunbet in ber UebergabS*2)erbanblung eines eblen 
©anneS, beS £errn ©ernbarb von Cantfperg, ber fein @ut 
in 9?iuvarn bem Äloffer ©cheftlarn vermachte. £ieß gefchah um 
biefelbe 3eit. ,8 ) 

2)en $rageboto, Pfarrer von .ftaufring, ffnbe ich jweimal, 
juerft am VII. Cnlend. Febr. 1170, »o er eine ©chanfung an baS 
Äloffer ©t. Ulrich unb ^Xfra bezeugt, unb wieberum am 26. 3än. 

' 1172, wo er im ©efelge beS £erjogS ©elf VI. auf beffen ©chloßi 
©ibergeltingen (ich beftnbet, unb eine ©d>anfungSsUrfunbe an baS 
Äloffer Jolling unterfchrcibt. ,9 ) 

2)er Umffanb, baß Srageboto, Pfarrer von Äaufring, in ber 
Begleitung beS Jpcrjogs ©elf fleh beftnbet, nnb nur mit Ehelichen 
bie 3^ugfchaft ablegt, mochte meine Slnftcht red)tfertigen, nach 
welcher id) biefen Srageboto für einen (£belit, ober hoch freien 
©antt baH e / ber auS bem ©efchlechte ber Äuveringer war, unb, 
als ein Bafafl ober ©inifteriale beS ©elfen, Jpofbienflc leiften 
mußte. 

3m breijehnten S^bunberte betätigte Äaifer Sriebtich II. 
bie ©chanfung feines ©inifferialeit Tidericus von .Raufringen, 
welcher fein ©ut (mansus) bei ©d)orin (©cheuring) bem .Rlofter 

- Benebiftbeuern übergab. Dat. ben VI. Idus Junii (8. 3uni) 
1217. *°) 

2)ie Eingabe, baß bie Herren von Ruferingen ober Raufringen 


16) Mon» boic. VII. p. 318 ctc. Mon» boic. XJill. p, 90. 

17; Mod. boic. XXM. 67. 

. 18) Mon. boic. VH. p, 368. Mon. boic. V1U. p. 476. 

19) Mon. boio, X. p. 25. Mon. boic. XXU. p. 19. 

20) Mon. boic. VII. p. 112. Meichelbeck Chron. bcnedict. 11. p. 1Q9. CipowSty 
Utßef$icfcte «on SDiündjen 111. p. 249 unb 250. 


t ' t 

264 * Ai* Ijofinatcf) ßtufring, 

im 23afaHenbanbe mit beit 2Belfen geftanben, n>trb burch eben 
angeführte* Actum wieber betätigt. Katfer Sribrid) war nemlich 
al* ein Kohenftaufe ber ©rbe ber welftfcben ©üter am £ecb, unb 
fomit ler 2ebeneb«rr be* Tidericus pon Kaufringen. 

£ipow*fp fagt in feiner Urgefcbicbte pon UWüncben, biefer 
Tidcricus ober ^ribrict) fei au* Kaufring gebürtig unb flflinifte« 
riatc be* Kaifer* Sriebrid) 11. pon £ohenftaufen gewefeit. ^luct> 
meint bcrfelbe Auctor, biefe* ©efcblecbt fei urfprünglicb nicht Pom 
$lbel gewefen, fonbern nur in Kaufring anfäjjig, unb habe auch 
ben Duanten ber „Studien" geführt. 

Un* aber fcbeint ber Umftanb, bag einer Pen biefem ©efcfclecbte, 
ber obengenannte Trageboto, unter lauter. Qlbelichen al*' 3*uge 
angeführt wirb# unb bei jperjog 28elf £ofbien|Te leifiet, auf ben 
5lbel ber Samilie binjuweifen. 

©in Konrab Kaufringer Jomrnt anno 1239 unter ben üflit* 
gliebern be* »Stabtratbe* ju München Por, unb 2Deftenrieber führt 
biefen Konrab pon Kaufring ebenfalls al* Dlat^ö^errn pon ÜJtün* 
#en auf. 81 ) 

Um biefe 3tit fcheinen bie Kaufringer aUmählig ilU’en ©tarn» 
crt Pertaffen unb ben BBohnfty in ber @tabt porgejogen ju haben. 
2)od> fommen biefe Slbelidjett ober freien £eute auch fpäter no$ 
in Kaufring al* begütert Por, unb ihre tarnen werben fogar bann 
noch erwähnt, ba ihnen bereit* alle 93e(t$ungen im Stammorte 
abhanben getommen waren. 

©in gewiffer pon ©hufringen (quidam de Chufringen) über* 
gab in ©egenwart be* Konrab Pon Kaltenberg fein ©ut in Jöeil 

X 

unb Kaufring ben ^eutfebherrtn in 23lumenthal bei Slichach. 2)ieg 
gefchah im 2>orfe Kaufring am 8. Sluguft im 3a^>re 1260. **) 

3m Pierjehnten Sahrhunbert lefe id) Pott Stbelbeib unb ©er* 
traut pon Kaufring. 2)ie erftere ftarb ben 27. 2Wär$ 1316/ bie 
anbere anno 1322 ben 4. 5lug. ® 3 ) 

£einrid> ber Kaufringer war Bürger in £anb*berg, unb be# 
urfunbet fich am St. tyaul*tag, ba er befebrt warb (35. Süttner) 


21) CiporoStü Urgefcfcic&tc uon $D!ünc&en 111. p. 24 unb 250. •JS3*'(t*nrrf ber Sritr&g« 
V. p. 237. 

22) Lang Reg. Boica IV. p. 758. 

23) Oefele 11. p. 677. b. 


(tfarrborf im £tci|. 265 

• i 

fco« 3«&r 1397- Serfelbe tritt in fcerfelben <5ig«nf<fcaft anno 
1399 auf. . 

* 

3m fünfzehnten Salnhunbert er|l macht tyeter Kaufringer von 

aßen biefeO ©tammeV, wie ict) fie gefunbcn, bfn ©ctluß. (Jr er* 

> * 

feteint erft anuo 1434 am ©amOtag nach ber Auffahrt. 25 ) 

$ab tie ermähnten |)erren von Kaufring urfprünglict feine 
Sblen, fotbern i>lo6 freie Üeute gewefen feien/ weiße in Kaufring 
faßen unb begütert waren , feteint mir nicht recht annehmbar 
ju fein. 3m ©egentheil muß ict fie nact bem, wa$ ict von ihnen 
gelefett, für 3eute au* bem niebern 9lbel halten, bie unter einem 
hohem 9Jbel — “gchup* unb ßebeneherren — ftanben, unb ftet bann 
fpdter, nämlich gegen (£nbe be* 13. Sabrhunbert* in bie ©täbte 
begaben, unb bvf, wie viele anbere Qlbelicte, $. 95. in München 
bie ©entlinger, £ctwabinger, in 9lug*burg bie Jpurlacter, bie 
Dtehlinger u. f. w., Bürgerrechte nahmen. 9ßären ftc feine Wbeliche 
gewefen, fo würbet fie nicht al* 93ürger noch in ben Urfunben 
jeugen, am wenigftet mitten unter 9loelicten. 

©chon gegen (£tbe be* 13. Sahrhunbert* erfeteinen in ben 
alten ©chriften bie Suchen von Kaufring, welche liipow*fp für 
ein unb baäfelbe ©efeheett mit b^n Vorher erwähnten Kuferingern 
ober Kaufringern hält. 3<b ftnbe auch feinen ©runb, bie 9ln* 
ficht be* gelehrten dorther* ju verwerfen. 

tim 6. Senner 123 gab 95ercttolb, genannt ber Otuct von 
Kaufring, ber tlbtifftn ©ertraut ju ©t. Katharina in tlugVburg 
einen halben £of in bringen um 18 tyfb. Pfennige. 2 ®) 

9?ebft ben Sftuchen ftnbe ich noch ein anbereO ©efctlecht in 
Kaufring, baö finb bie 0rimm, bie mit ben buchen zugleich han* 
belnb vorfommen. 

Heinrich Ötuf um Kaufring unb Heinrich ©rimm von Kauf* 
ring verfaufen bem peter von ©ünjelhofen ihren 3ch*nt $u Ratten» 
hofen unb Cuitol^lofen für ein unvogtbareö liehen um 15 halbe 
$funb tlugtfburge Pfennige. Dat. am ©t. ©allentag (16. 
Oft.) 1333 27 ) 


24) Dberb. ICrdjiü l ®. II. Jpeft p. 274. Mou. boie. XXU. p. 373. 

25) «tanufertpt bet&ofbibliotbrF. 9tro. 1762. p. 162 b. 

26) Lang Reg. UI.». 367. 

27) Freiberg Regda boic. VU. p. 56. 


Bi* fjofmard) Äaufrfnj, 


3m felben Sabre am 31. Oltober, al$ am Sltterbeiligeit 23er* 
abenb, »erlauft 3°hann Otucb, be$ Jpeinricb Dlucben Sohn, betn 
.Rlofter gürftenfelb feinen £of $u Jpattenhofen bei Egling, genannt 
ber 2ßaberer$bof, um 36 tyf&- $lug$burger Pfennige. Siegler £err 
£errmann »on SRorbacb. 28 ) 

SKir fcfceint, ber obengenannte Jpeinricb ber ©rimrn fei ein 
23etter ber IRucben gewefen, unb bie jwee Cinten beä eiten Starn* 
med ber „Üblen ober freien »on .Raufring" feien buro jmei »er* 
febiebene tarnen unterfebieben worben. darauf febein* ber Umftanb 
binjuweifen, baß beibe, ber ftueb unb ber ©rimtf, ben 3<bmt 
»on £attenbofen unb Cuitoljbofen gemeinfcbaftlicb befaßen. 

2)afl ben 23erfauf M 3°h<wn 9tucb £errmarn »on 9lobrba<b 
ftegelt, mochte wohl bie Superioritüt bcö iHoJrbacberö unb bie 
oberften Jpofmarcbörecbtc biefeö @efcble<bte6 im biefe 3«it erten* 
nen laffen. 

3m 3ol>re 1354 flagt ber 9tucb »on Raufring gegen baö 
Rlofter Sürftenfelb »egen einer Jpoljmarcb $u ©eiftng, welche er 

9 

unb feine £auefrau »on betn Reflbeimer feig geerbt bitten. 2)a 
baö Rlofter ftcb audweifen tonnte, baß ber Rellbeimcr unb befielt 
£au$frau biefe £oljmarcb unb eine Stuhle ju Rarlfperl $u einem 
Seelgerütb bem Rlofter gegeben Vben, fo »erlebtet ber 9tucb bar* 
auf 20 ). Dat. am näcbften ^ftnjtag nach 5t. 23eit$tag im 3^bre 
4354 (19. 3uni).. 

Ulrich ber 31ucb unb tDJecbtilb feine ;au$frau unb Ratbarina 
unb SWargaretb ihre beiben Tochter »erlatfen an bad Rlofter §ür* 
ftenfelb ihren 3*>U ju ©eifering unb einc£oljmab bafelbft. 

3eugen ftnb (Jberbarb »on 9kbrb.cb> Heinrich ber 9tucb, - 
Ulrich bed buchen 23etter. Dat. am ^almtag 135 9 30 J. (14. Wpril.) 

_ 23on nun an »erlieren ftcb bie 91u<bm ton Raufring; mann 
aber bad ©efcblecbt ganj crlofcben ift, lann ich nicht angeben. (5d 
febeint jeboeb ein 3weig beffelben habe noc$ lange in Lunchen 
fortgeblübt, unb fei bafelbft in ber Raufingr ©affe begütert ge* 
wefen, »ober auch biefe Straße, nach fiiponßlp, ben tarnen ge* 
febopft haben foU. 


28) Froiberg Regatta boic. VU. p. 57. 

29) Moa. boic. IX p. 192. Ctpottäfip Urgcfcbtc&te oon Stunden. 1. 249. <50. 

30) Original-Manascript. 


/ 


Digitized by Google 


I 


I 


fttarrfcorf am Cftlj. 207 ■' 

\ 

2Bir (offen je$t ein anbered ©efcblecbt in ber jpcfmarch 
Kaufring Auftreten. 

V 

#» 

5) $aö ®efd)Ud)t ber Sporer in Äaufring begütert. 

2Bir baten feit bem £obe 5öelf VI. bie >Mobial;©üter bed* 
feiten in ben £änben ber Jpobenfamfen gefeben, unb auch ge» 
hört, tt>ie fte burcb ©onrabin, ben lebten bed (Stammed, an bie 
Jperjoge von 23apern tarnen. 2>ie oben oft erwähnten ©bien ober 
freien Ceute, bie ftch von Kaufring fchrieben, fanben wir im 23a* 
faflenverbaltnijj mit ben helfen, Jpobenfaufen, unb folglich auch 
mit ben ihnen in ber Oberberrfchaft über Kaufring folgcnben 
£er$ogen aud .bem witteldbachifchen Jpaufe. 2)iefe ebengenannten 
nach einanber folgenben 2)pnafan*©efchlecbter waren auch bie 
eigentlichen ©runb», gebend* ober fjofmarchdberren bid ju ber * 
3eit , Wovon wir jejt fprecben muffen. 

% 

fragen wir alfo, wer gegen bad ©nbe bed breijebnten unb . 
$u Anfang bed vierzehnten 3abi‘bunbertd bie eigentlichen Herren 
von Kaufring waren, fo muffen wir gegeben, bafl wir ald Cebends 
berren (eigentl. ©runbberren) bie©rben ber welftfchen 2IHobialgüter, 
alfo bie Jpobenfamfen unb bie ihnen im 93efi(? biefer ©üter folgen* 
ben £er$oge von 93apern, anerfeitnen muffen, unb baf baber bie 
fpdter vertommenben £ofmarchdberren nur in ber ©igenfehaft ber 
ßebendleute, alfo im 23afaUenverbältniffe $u ben£erjogen, bieJpof* 
march Kaufring inne batten. 

3m3abre 1285/ alfo $wei unb jwanjig 3ab«, nachbem ©on« ' 
rabin, ber le^te £obenftaufe , ade feine ©efipungen dm £cch an 
' Bauern abgegeben batte, ftnbe ich auf Kaufting ben ©berbarb von 
2bor, bed ßajarud von $bor 93ruber, unb feine ©attin Sophia 
von £ornfain. 2>icfe geben anno 1313 einen Jpof ju Kaufring 
ju einem 3abrtag für ftd> bem Ätoftcr Siefjen. 31 ) 

23on biefem ©efchlechte ber Sborec werben wir nun hören, 

* » 

tajj fte geiftliche unb weltliche Siechte in Kaufring befafen, unb „ 
biefe Siechte auch and Klofar 2>ief}en veräußern tonnten. 34) glaube 
baber nicht ju irren, wenn ich in ihnen bie von bem Cberbetrn 


31) £unb ©tammbudö 11. p. 328. @anml. (ijlociftber ©Triften unb Urlunb/n t>cn 
greuberg IV. 83, 11. $. p. 399. 


Digitized by Google 


268 


Di« ^ofmarcij flatifnng, 

* t 

t * 

belehnten £>ofmarcb*berren erblicfe; benn nur in biefer Gfigenfcfcaft 
tonnten (le biefe 91ect>te inne haben unb wieber veräußern.’ 

Heber bie £erfunft ber Herren bon S£tor (de Porta) otxr 
2borer fagt ©iguleu* £unb, baß fte au$ 2prol gefommen, unb 
ibr ©fammity ba$ Klammcrtbor bei 3irl, unweit Snfprucf, ge# 
wefen fei. ©on biefem Klammertbore fcpreiben fte fleh auch. 

0chon im 3abre 1165 War £anö Sl^orer bon Üborlin auf 
bem furnier* ju 3ürich, welche* er auf eigene Koflen befuchte, 
unb anno 1284 ftnben wir auf bem furnier $u Otegenöburg ben 

2öolf Sporer bon Sl^orlin. 39 ) 

/ 

Anno 1315 ftnbe ich bie Jperren (Jberbarb, Gonrab unb Ulrich 
bon 2bor.' 0ie waren 0ohne @berbarb* bon 2bor unb beffen 
£au*frau ©ertraut. 3hre 0chweftern bi'ßcn Sigaun unb $lgne*. 
2)iefe waren ju Kaufring begütert, unb befaßen bie Jpälfte be* 
Kirchenfape* bafelbjt. 2)ie anbere £älfte aber beffclben Kirchen* 
fape* batten inne Ulrich von $bor, ber ©ogt ju tyäulwerch unb 
feine ©ruber (Jberbarb unb Sonrab. 2)iefe waren 0obne be* 
Ulrich bon 2bor unb ber Kunigunb, beflen £au*frau, unb batten 
auch eine (Schwerer mit tarnen Kunigunb. 

• Anno 1330 ben 6. 0ept. verlaufen Ulrich &on bem $bor, ber 
©ogt ju tyäulwerch, (Jberbarb unb Konrab, feine ©rüber, unb 
Kunigunb, ihre Butter, ben halben £beil beö Kirchenfafce* ju 
Kaufring um 55 tyfb. Münchner Pfennige an ba* Klofter ließen, 
mit bem ©ebing, baß, wenn ba6 Klofter mit (Jberbarb bon bem 
SIbor, ihrem ©etter, nicht &u Kauf fommen mochte, fte wieber 
bom Kauf abgeben tonnen. 13 ) 

3n bemfelben Sabre am 11. 0ept. verlaufen bann ihre 
©ettern, (Jberbarb* fei. bon $bor ©ohne, nämlich bie eben erwähn* 
(Jberharb, Ulrich unb Ott bon Slbor, fammt ihren ©cbweftern 
0igaun unb $Igne* unb ihrer üflutter ©ertraut, wegen ju großer 
©ilt, bie ihnen ihr ©ater binterlaflcn hat, an ba* Klofter ließen 
um 55 $fb. SWünchner Pfennige ihren halben 2h«il be* Kirchen* 
fafye* ju Kaufring, unb ihre Rechte an allen baju gehörigen 


3?) $unt> Stammbuch 11. p- 331. 

33) £unb £5tammi>ud) II. p. 331. Mon. bole. VU1. p. 225. {Brief in JTaufring. 
Staun Stopogr. tr« 5Bi$U)um$ 3lug$fcurg. 1. p. 388. Laag Reg. boio. VI. p. 334 unb >41. 


pfarrftorf am 


269 


SBibben, Jg>ofcn , jg>offlSttcn , ßeuten unb ©ütern für ein freie* 
<5igen mit ©ewifligung ihreb ©ruberb Sonrab, ber tropft $u ©t. 
Seit in Srepftng war, unb gifteten (ich bamit einen 3«brtag ju 
2>iej}en. 3uin «pfanb fe&en ftc ihren £of ju Slfcbheim, ihren ipjof 
ju 2epfenhofen, .unb ju ©ernähren ben Jperrn Ulrich ben eilten 
SCTcrlpecfen, (Shunrab ben ffiolf, Gfberharb ben Jpanbfchuher unb 
©eibalb ben tyulacher. 

3lm folgenben $age ben 12. ©eptb. perbürgen biefe ÜTtänner, 
bi« flct> beb (Jberbarbb pon %\)cx unb beflen Jtinber Wiener nennen, 
gegen bab Hlofter liefen, ba? beb genannten (Jberharbb 2öittwe 
unb Hinber ben Häuf beb halten £heilb beb Hirchenfa$eb ju 
Haufring aubfertigen werben, mit ©ewährleiftung burch J&errn 
Ott pon ©reifenberg unb Heinrich Pon (Jpfoljrieb, unb SerpfÄn« 

. bung ihrer jwei £ofe $u Slepfenhofen unb SJfchheim. ©iegler biefeb 
©riefeb waren £err (Jberharb ber 3ung Pon bem Slh^r ^ Jperr 
Ulrich Pon bem 2hor, ber Sogt ju ^äulwerch. 2llb 3<«3*n finb 

angeführt: £err ©ebhart, Pfarrer Pen 2>epning, |>err (Sberharb 

• \ 

pon Stöiberbberg unb £err Ulrich ber flflünchinger. w ) 

2) er ©erlauf beb anbern Xheilb, welcher, wie wir härten, am 
6. ©ept. fchon ftattgefunben fyat, würbe erft am 11. ©ept., wo 
auch ber anbere $heil Perfauft würbe, giltig abgefchloffen, unb 
bab Hlofter Rieften trat nun auch in ben ©eflfc ber anbern £<5lfte 
ber Spechte unb ©üter, welche bie Jperren Pon $bor in Haufring 
gehabt h^ben. 2)ie barüber aubgefertigte Urfunbe hat folgenben 
3nhalt : Ulrich Pon $bor, ber So^t pon «Püulwerch, ^berharb 
unb (Sonrab feine ©rüber, ©ohne beb jperrn Ulrich Pon $bor fei., 
fo wie auch beren ©ehwefter Huniguub unb ihre SWutter Huni* 
gunb perfaufen mit ihre« «Pflegcrb Jpeinrich Pon ©umpenberg beb 
5Jlten «Rath unb ©un(t bem Jtlofter liefen ihren halben $beil 
beb Hirchenfatyeb ju HaUfring alb freieb (Jigen um 55 «Pfb. üJlüm 
ebener «Pfennige, unb fepen jum «Pfanb bafür ihren £of jutyer* 
gen, genannt ben ©rie$$enbcf, unb ihren Jpof ju ©chafbrucfe. 

2llb ©ewährbmann (teilen fte auf Heinrich ben eilten pon 


Sl) £unb etammbuefc 11. p. 331. Mob. boic. TM. p. 225. Laag Reg. boie. TI* 
p. 242. ©raun STopog. brö ©iitl). 3Cug§b. 1. p. 368. 

25) Laag Regest. TI. p. 343. 


270 öit ^oCmarcl|. Äaufring , 

. ^ I 

©urapenberg 3*ugen waren : ‘©ebbarb ber tyaurenwiefer, Pfarrer 
Don 2)*pning, Qrberborb Don 5öiberöberg, Ulrich ber üJtenbinger 
unb Ulrich ber ÜJlorlbecfb.' Dat. 11. @ept. 1330. a6 ) 

2)er fchon erwähnte ßonrab Don SIbor ober de Porta, tyropft 
Don ©t. 23eit inSreiftng unb (Sanonicu* ber ©tift*firche bafelbjt, 
concebirte bem Klofier 2>ießen, wo bie ©ebeine feiner Leiter liegen, 
ju einem 3öbrtag für biefelben, ba* $atronnt*recbt auf bie Kirche 
ju Kaufring, unb entfagte allen feinen Rechten bafelbjt. ©efebe* 
hen am 1. 2Rai 1332. 37 ) 

2>erfelbe ßonrab, ber, wie wir wiffen, ein ©obn be* @ber« 
barb fei. Don $bor unb be(fen JpauSfrau ©ertraut unb ein 93ru* 
ber bc* (Jberbarb, Ulrich unb Ott war, ift auch tyfarrberr in 
Kaufving gewefen. ©ein 2ob fällt in bo6 3öbr 1338, unb gwar, 
Wie ba* (Salenbarium Don 2>ießen fagt, auf ben 8. 27?ai. 88 ) 

biefem (Sonrab tritt auch bn* ©efchlecht ber Oberer Dom 
©chauplahe ber ©efchichte Kaufring* ab. 

2Dir höben bie Jperren Don $bor mit bem ©ebluffe be* 13. 
Sobrbunbert* in Kaufring ba* Grrjtemal gefunben, unb fte noch 
Dor ber£älfte be* 14. Sabrbunbertd abtreten gefeben. 9Bir tonnen 
aber auch ba*, wa* fonft noch wübrenb biefer tyeriobe gefcheben 
ijt, nicht mit ©tiflfehweigen übergeben, unb wollen baber noch 
manche* $Inbere au* biefer 3eit in einem eigenen tyaragrapbe 
Dortragen, ehe wir bie näcbft folgenben J^ofmarcböberren Dorfiellen, 

6) 3Ba* (td) noch mit Äaufring im 14. Sabrbunbert 

gugetragen. 

^ i 

3ur felben 3<it al* bie Herren Don 2bor bie meiften Ötechte 
unb ©üter in Kaufring befaßen, unb ihre £ofmarch*rechte bafelbjt 
au*übten, höu*ten auch obenerwähnte buchen Don Kaufr»ng 
noch i» biefem Prte, ober waren wenigften* begütert bafelbjt. 
S)och Don biefen unb ihren Otachfommcn in ÜWünchen höben wir. 
fchon gehört. 9?ocb einige* Slnbere ift, wa* ich Don biefer 3eit 
nachträglich erwähnen muß. 


SB) Lang Reg. bofe. VI. p. 343. 

ST) Freiberg Reg. Vll. p. 15. Moi. botc, VIII. p. 15, 
88) JOunb ©tamrabudb 11. p. 338. 


I 


JJfarrborf am Crd|. 271 ' 

3m 3obre 1300 ftnbe ich einen gewiffen SPeganj in Kaufring. 
2>aö Klofier 23enebiftbcuern ibeilt mit ber Wbtifftn Dttilia oon 
TOenmünfler bie (£rben be$ 2)eganj pon Kaufring. s9 ) 

2Ber ift nun biefer 2)eganj, bcffen (5rben geteilt werben? 
Offenbar flnb bad Klofier SBenebiftbeuern unb baö Klofier eilten* 
münfter in Kaufrittg begütert, weit fte bad Olecht hoben, (Jrben 
(ßeibeigne) ja tbeilen. 2)ie (Jrbfchoft bed 2)eganj aber ift eben 
ba$ ju tbeilenbe ®ut. 2)iefer 2>egan$ fcheint alfo fein freier 
üttann gewefen ju fein. 

i 

2öobl wäre möglich, baf bad 2öort 2)eganj eind fei mit 
Oechant ober 2)efan. ©o hätte benn bie Slbtiffin Po» 2Utenmünfler 
mit bem Klofier Senebiftbeuern bie (Srben etned befand ober 
$farrer$ ju tbeilen gehabt. 2)iefe (Srben wären bann biejenigen, 
welche ftd> in bie Jpinterlaflmfchaft beö 2)eganj .getbeilt hoben, 
unb biefe £interlafl*enfchaft, biefed sprioateigenthum beö ÜDeganj 
oon Kaufring wäre wobt im grunbberrlichen 23erbanbe mit beiben 
Kloflern geftanben, wephalb biefe nach be* leibeignen 23ebauer6 
£ob ft Cb in baö (5rbe tbeilen. 

2)a6 Kapitel ober- ba6 2)cfanat, in welchem Kaufring liegt, 
beifjt gegenwärtig ©cpwabbaufen; um biefe 3eit aber wirb e6 auch 
„Kaufring' 1 genannt. 

ßubwig ber 93aper, romifcher Katfer, ertbeilte ben Üorhnepen 
üJlenchingen C93apermenching ober SWerching) unb Kaufringen 
Piele Freiheiten, unb betätigte ihnen ihre alten Olecbte. 3* ®» 

(£ö bürfe bie ©eifllichen biefe* '93ejtrfe6 fein Söijtbum, fein 

• 

Amtmann, dichter, 23ogt u. f. w. fränfen, man foHe Pon 
ihnen fein 23ogtrecht mehr nehmen, ihnen feine ©teuer auflegen, 
unb fte mit feinem anbern 2)ienfle beläfligen. 5Ju<h bürfe Ofiemanb 
einen ©eifllicheit por einem dichter perflagen, bann Por ihrem 
eigenen dichter, e* fei au$ w«d immer für einer Urfacbe e$ wolle. 
3m Falle ein ©eifllicher mit £ef)ament flürbe, foH fein Amtmann 
bie ©rbfehaft antaflen, fte fotte bahin geboren, wohin fte ber ©eifl* 
liehe fchafft. 3m Folie ober, baj ber ©eiftliche ohne Sleftament 


•9) Lang Reg. boic. IV» p. 128. 


r 


s 272 Ute Ijofraarclj fitufrin j, 

flerben fo Ute, muffe fein Vermögen ohne Jrrfal ber Kirche 
gehren. 

• Sief verorbnete Kaifer liubwig anno 1334 ben 10. Jänner. 40 ) 
Siefe Freiheiten ber Sochnepen ju Münchingen unb Kaufs 
ringen betätiget £erjog ©tcphan ber Jüngere, unb gibt biefelbeit 
Freiheiten ben tyrieftern in ber Sochnep ßanboberg. Dat. ben 
necpflen tyffnjtag nach bem Dbrifien Sag anno 1366 41 ) (am 
8. Jänner.) 

Jn biefe tyeriobe fällt auch bie Einverleibung ber Pfarrei 
Kaufring mit . bem Kloffer Siefen. Siefe gefepah unter ©ifcpof 
Heinrich von Augsburg im Jahre 1342 4a ). tyapft 9tilolau6 V. 
betätigte bie Jncorporation ber Pfarrei Kaufring mit bem Kloffer 
liefen im Jab« 1453 XU, Calend. Maji. 45 ) 

23on nun an fept immer ba$ Klofler ben Pfarrer nach 
Kaufring. 

Jch ftnbe in ben Mon. Boic. XXXIII. Vol. VI. p. 69 eine 
Agnes ©elferin von Kaufring, weicht bie (Schwiegermutter beS 
Ulrich ©aller* war. Dat. 1337. “) * 

Sief mochte vielleicht ein neuer ©eweiS fein, baf in biefern 
Jahrhunberte mehrere £errn (freie unb abeliche) in Kaufring ge? 
feffen feien; ba AgncS ihre Socpter an ben SCDaler Verheiratete, 
fo muf fte von eblent ©lute gewefett fein. 

©egen baS Enbe beS 14. JahrbunbertS würbe Kaufring von 
ben Augsburgern übel mitgenommen. J« einer F«bbe, welche 
jwifchen bem Jperjog Fricbrich von ©apern unb ben Augsburgern 
auSgebrocpen war, fielen bie üeptern einmal gegen bie baperifepen 
Orte am liech aus, unb plünberten. Uantsberg, ©anbau, Kauf» 
ring unb (Scheuring, unb brannten biefe Ortfchaften ab. 45 ) 

©ir treffen in ber ^weiten Hälfte biefeS JahrbunbertS, alfo 
halb nad) bem Abzüge ber sperren von Shor in Kaufring, ein 
abeliche* ©efcplecpt, welche* bafelbft unb in ber Ofacbbarfcpaft febr 
begütert war; von biefern wollen wir jept hanbeln. 


40) Corf Cf(brain 11. p. 525. 

41) Cori üeebrain 11. p. 567. 

42) Braun JEopogr. t>e$ 9lugjb. 1. p, 388» 

43) Mon. boic. V 111. p. 284. 

44) Mon. boic. XXX111. Vol. p. 69. 

45) Oefele acript. ror, boic. l.p. 254. t>on XugCb. t»on SQlar SBelfrr 11. p. 11t. 


Digitized by Google 


273 


ftttutotf an ftrij* 

» 

\ V 

7) Die 3fcorbad)er in Äaufring. 

% 

\ 

Ueber biefeö ©efchlecpt fanb ich folgenbe auf bie $ofmar$ 
.ftaufring x bezügliche Nachrichten. Um bie Seit, bon 1330—1340 
unb in ben folgenben 3ahren beffelben SahrhunbertS litten 
mehrere ehrbare £eute bie Kerrfchaft ju Raufring. Unter biefen 
waren bie erften unb bornehmften bie Jperren bon Norbach, ein 
altabelicbed ©efchlecpt, welche* (tch bon bem ©chlore SWorbach an 
ber 3lm fchrcibt, unb, nebjl ber £ofmarcf> ©anbau, auch ©ütcr 
in Koljhaufen, Äi^ig^fen unb anbern Dertern biefer ©egenb inne 
•batten. 2>iefe Herren befaßen in .Raufring be'oeutenbe Siebte, unb 

wie bie alte ©chrift fagt, Kerrfcpaft in ©teuer, ©ilt, 3in$/ 

* 

3ebents unb anbern Freiheiten. Oberhalb bon Olorbacp gab ben 
Äloflcrn ließen, 23enebiftbeuern unb Naitenbuch etliche ©üter unb 
gepenten um ©otteSwiöen. 2)erfelbe bevfaufte an ba$ ©ottebhan* 
Äaufring eine 2lu, genannt bie ©anberau, fammt ber baran gete* 
genen 23iepweibe um 50 tyfb. Pfennige, darüber lag früher in 
äaufring ein ©rief bor, ber verloren ging. 3)ieß gefepah unge« 
führ 1340. ©pdter entftanb über biefen Rauf ein ©trett. 2)ie 
Rircpenpfleger wanbten ft<t> an ben ßanbriepter (Ehttfloph SOal« 
ginget ju £anb*berg, ber bie ©acbe wieber au*glicp, naepbem 
etliche 3eugen aufgetreten waren, welche ben ©rief nachgefeben 
hatten. Siefer Vergleich tarn ju ©tanbe 1541. 46 > 

3m Sabre 1380 berfauften Uberparb bon Norbacp, unb feine 
©$pne 2Biguleu* unb ©amretp ihre ©ogtei auf jweien f)ofen an* 
Rlofter ließen. darüber [war ebenfalls ein ©rief in Sftorbacp 
borpanben. 47 j 

2>iefer ©berharb bon Otorbacp foH mit feiner $au*frau ©ea» 
trir im ©cploffe ju Raufring gewohnt haben. 48 ) 

2)ie Norbacper befaßen auch ba* ©ogtreept auf bie zwei 
ötiebpofe, bie &wifchen Raufring unb Kaltenberg liegen, welche 
ba* Rlofter liefen burch 2öecpfel bon bem Rieftet 2öe(fobrunn an 
(ich gebracht hatte. 


46) SRcgiflratut ober ^rrrf^aftl. Hrdfrio in Äaufring. Äürje falber citfte i$ ba«, 
toai i<§ au« biefem 2CrdE>tt> genommen &abe, 9on nun an mit ben ©orten: „TCrdfoio 
Jtaufrfng." 

47) $unb Stammbudb 11. p. 269. 

48) $>fartar<$io in Äaufring. 

IX. 


18 


,274 


9tt j^ofmard) Äaufrtug, 


2)ie Brüber (Sberbarb, ©iguleuö, ©amretb unb ©ilbelrn Pon 
Rorbacp, unb Burgbarb, (Sberbarb* ©obn, treten biefe* Bogtrecpt 
1391 an baä Rloßer liegen ob, unb jwar mit ber Bebingnif, 
ein &of fctle ju 4 Ceibern, (Jberbarb, ©iguleuä, ©amretb unb 
Burgbarb, auf Üebendl<5ngc ben Rorbacpern geboren, wdbrenb ben 
anbern baß Rloßer ließen ganj nüpen fofle. 3m Faße be$ 2lb« 
ßerbenö biefer Pierfieiber, foß auch biefen #of baö Rloßer liefen 
in Beßp nehmen, bafür habe aber bad bloßer, wenn ti einmal 
in ben Beßp biefer £ofe gekommen iß, ben (Jrben ber benannten 
Rorbacfcer jährlich pon jebem Jpof 7V 2 ©cpiß. ÜJtüncpner *Pfen* 
nigc jur 27tapenßeuer unb eben fo t>iel $ur £erbßßeuer, bann 
pon jeglid)em £afe einen ©acf Jpaber ju reichen; außerbemfoß ba$ 
Rloßer feinen Wnfprucp mehr haben. Datum ben 30. 2)ejera* 
ber 1391. 49 ) - 

5lucl> ba$ Rloßer Raitenbuch befaß ©üter in .Raufring. 3m 
Sabre 1420 ben 25. 3änner taufchte $lbt 3obann gegen ben 
Rirchenfap unb 3*b*nt $u ©chwifting mit anbern ©ütern auch 
eine £ube in Raufring ein, welche Stephan £epfenritt inne batte 
unb baute. 60 ) 

Unter ben pielen ehrbaren Leuten/ welche außerbcm noch in 

♦ * 

Raufring faßen, iß e6 hoch nicht fcpwer, bie eigentlichen £of* 
march&berren $u erfennen. 2)ieß waren bie Rorbacher. 2)iefe batten, 
wie bereite pernommen würbe, Jperrfcpaft in ©teuer unb Sine, 
in ©ilt, 3eh*ut unb anbern Freiheiten, unb eben fo mehrere 
Bogtrecbte, wae 2Jßee fchon eine größere 97t acht anbeutet. Ueber* 
bieß wohnte ja, wie oben geraelbet würbe, (5berbarb pon Olorhach 
unb feine £au$frau Beatrir auf bem ©chloffe ju Raufring felbß. 

2)en Poßßen Beweis für bie Behauptung, baß bie Otorbacper 
£ofmarch$berren pon Raufring waren, gibt ber im 3ab^ 1447 
auegeßeßte Raufbrief. 

Rach biefem Briefe oerfaufen Ronrab pon Frepberg ju ©aal 
unb feine Hausfrau Rtagbalena, eine geborne Rorbacherin, am 
©amstag por ßieptmeß beö genannten 3abt*$ an ben JpanS 
©chmalbolj, Bürger ju EanbSberg, ihr Befiptbum in Raufring, 


49) Mon. boic. VJH. p. 264. 

50) Mon. boic, VIU. p. 92, 


flftrröorf am Cfrlj. *• 275 

nämlich ba« 2>orfgericbt # 3fcatig unb Bann unb nUc (Jbehnft; 
bann ben ©ebelhof fammt Sugehor, bte ffialbbogtei , bie Wafern, 
bie ÜRuhle, bte 23ifcben$, bann tyeter 2öeibt« £ofRatt, bte Ken« 

nernhofRatt, bie 3i*9tohofRatt, bie öliebbofe, (welche bem ©otte«* 

♦ 

bau« Stegen eigen geboren), einen ^of am Baumgarten, bann 
wreber einen $of unb 9lfle«, wa« baju gehört #, )< Bei biefem 
Kaufe Rnb ju ©eroehren gefegt: Heinrich ber tiefer, Siebter ju 
ßanb«berg, unb 36rg ^tbelö^aufer, Pfleger ju ÜJloring. 

$en Snbalt biefer Urfunbe rechtfertigt gewif bie Behaup* 
tung : „bie IRorbacher feien £>ofmarch«h*Nr«n bon Kaufring 
gewefen." , 

2Die fornrnt f>err Konrab bon Srepberg jum BcRp bet oben« 
genannten Rechte unb ©uter? 

©eine £au«frau SJtagbalena war eine geborne [Rorbacherin, 
unb bureb biefe erbte er bie befepriebenen Berfauf«*Objefte. 

2öaö bet Srepberger befeffen unb berfaitft hot, ba« ift nicht« 
anbere«, al« ba« JRorbacbifcpe BeR$thum in Kaufrittg, unb bie 
genannten [Rechte im oben erwähnten Briefe Rnb bie botten £ of« 
march« rechte. 

Uebrigen« Rnb bie bon Kaufring abgetretenen JRorbacper nicht 
fogleich au«geRorben, Re ftnben Rep bielmehr in ben Urfunbcn 
noch bi« in« 19. Sahrhunbert hinein. 

Sör unfere ©efehiepte aber Rnb Re jept berfchwunben, unb 
wir muffen wieber ein anbere« ©efcblecpt borföhren, nämlich bie 
©cpmalbofy, welche bie £ofmarch im 3ahre 1447 an Reh ge« 
bracht hoben. 

t \ 

8) Die @chmalho4 ftnb £ofm ärgerten in Kaufring. 

% 

, 2öie bie ©cpmalbolj Kaufring in ber (5ig«nfcpaft einer £>of« 
march an Reh gebracht hoben, ba« würbe fchott erzählt. SBoher 
tarnen aber biefe ©cpmalbolj, unb wer waren Re? 

'3*n £anbgericht«bejir!e bon Dbergunjburg , in ber Pfarrei 
Jpopferbach, in ber Sanbgemeinbe biefe« tarnen«, beRnben Reh 
jwei heiler, Borber* unb Jpinter* ©chraalpolj, erRerer au« jwei, 
Unterer au« hier Bauernhöfen beRepenb. Bon baher Rammen bie 


18 * 


&i) Äaufring. 


276 Jbif ^ofmardj Äaufring, 

. ' ' * 

©cpmalholj. 2>a biefeö ©efcplecpt ein ©appen patte mit jwei in 
ber§orm eineö ^nbreaöi&reujeö mit ber ©cpdrfe abwärtögeteprten 
Baumfägen, fo führt $err $J|feffor ©toi bon@ün$burg in feinem 
$luffape ,4 ber bie ©cpmalbolj" biefe alö Berwanbte ber ©dger 
bon Kempten, unb alö eine ftortfepung biefeö ®efct>Ic4>tcö an* 2 ). 
$ie Berfcpiebenpeit ber kennen mag wcpl nur in ber Ditöber* ' 
dnberung Hegern 2)aö ©appen lagt auch feinen 3ro<if<l übrig, 
bafl bie ©cpmalpolj urfprünglicb weprpaft unb ritterbürtig ge? 
wefen, wie bamalö äße rathöfdbigen ©efcplecpter ber ©tdbte, fo 
wie auep baö Auftreten ber ©cpmalpolj in ben Urfunben ihre 
alte Jperfunft bezeugt. 

2>iefe ©cpmalpclj tarnen etwa im Anfänge beö 15. Sapr* 
punbertö nach Üanböberg, unb nahmen bort Bürgerrechte an. 

Gonrab ©cpmalpolj tritt alö Bürger bon ßanböberg mit feinet . 
£auöfrau Glifabetp bom Sapre 1422 big gum Sabre 1436 ofterd . 
alö B^uge ober panbelnbe tyerfon auf, unb anno 1432 unb 1436 
fogar alö Bürgcrmeiger ber ©labt ßanböberg. 

Ueberhaupt faßen biefe spatrijier paugg im Äatp, unb hatten 
biel Slnfepen in ber ©tabt Canböberg. (Sie waren noch begütert 
in ©aßeöpaufen, wo G&onrab ©cpmalbolj einen ©eblpof taufte, in. 
©cpmiepen, wo Jpanö ©(pmalpol$ bieBogtei erhielt, in Jpaunfolgen, 
wo ein öonrab ©cpmalpolj baö 2)orfgericpt an gep brachte. 5lucp 
erwarb gep berfelbe (Sonrab circa 1439 bie £dlfte beö 2)orfeö ®u < 
tenberg (ßbg. ßaufbeuern), unb $>anö mehrere ©üter in Reicht 
(2bg. SLürtpeim). $lucp in ©eilpeim, Brem (ßbg. ©epongau),. 
Jpermangetten bei ©fiept, in Ueberbacp ndcpg ©cpmalpolj, in3«ngen 
(2bg. Bucploe) waren ge begütert, ©elbg ben Qllpfee bei Slitrang 
(Cbg. Dbergünjburg) befaßen bie ©cpmalpolj jur 3<it, alö wir 
ge alö £ofmarcpöperren bon Äaufringen borfüpren müflen. M ) 
©ir wellen Sllleö anführen, waö unö in Bejug auf .Raufring 
bon ihnen betannt geworben ig. 

SBieJpanö ©cpmalpolj bon £errn Gonrab bon Srepberg ju 
©aal unb ©agbalena, feiner Jpauöfrau, bie £ofmarcp .Raufring 
erlauft habe, baö paben wir bernommen. 2)iefer Äunbe haben 


51) Ober*. 2Cr$fö V. B. 111. p. 324. 

53; Dberb. Xtc&iö V. $6. 111. $. p. 324-331. 


v 


Digitized by Google 


JKtrttarf am C<H). 


27? 


wir blöd bei$ufügen, baff bet Kauf bon Heinrich bcm tiefer, 
Siebter ju Canbgberg, in einer eigenen Urfunbe bejtättiget worben 
fei. Dat. Montag nach Jnvocavit anno 1447 ö4 ). (Den 27. §ebr.) 

£er$og Sllbrecht berleibt an ben Bürger ju fianbgberg, £ang 
©chmalbolj, 42 Sucbcrt tiefer, 1 Dagwert Singer, 2 $agwert 9ttab 
unb einen $of, welcher ber ©emblin gewefen ift, SlHeg ju Kauf* 
ring, unb mehr einen £ of ju 2>ürtyeim. Dat. üftünchen, Freitag 
bor @t. 27?argaretba anno 1449 M ). (14. 3uli). 

23on £anö ©cbmalbolj ging bie £ofmarch an feinen ©obn 
Ulrich über, welcher fie ober wieber an feinen 93rubct 3<*tob 
©chmalholj, ber auch Bürger in ßanbgberg war, berfaufte. Dteß 
gefchab im 3«br« 1466 am , ©onntag nach SWerbeiligen * 6 ). 
(2. Dfobember). 

Sfteinbarb bon Dteitberg, Gommentur bon 93lumenthal, ber? 
taufte mit SBiOen beg 2)eutfchberrn:Drbeng feinen £of ju Kauf, 
ring, ben ÜRang Jpa0 baute, mit allem Bugebor unb noch feebö 
#offtätten bafelbft mit allen ©ilten, linb wag baju gebort, an ben 
£ang ©chmalbolj ben Süngern, 93ürger ju ßanbgberg. 

Die Urfunbe würbe auggefertigt am Mittwoch nach @t. Sttar» 
garetba anno 1473 67 ). (18. Slug.) 

Diefer Jpang ©chmalbolj berfaufte aber halb wieber bie bon 
ben Deutfchberren ju Slumentbal erfauften ©üter ju Kaufring, 
an ben $ang Kaut unb feinen ©ojjn tyeter bafelbfh Diefe ber» 
fprachen bem SerMufer, b aß fie bie ©üter, welche fie bon ihm 
erfauft batten, bauen wollten unb ibm jährlich 19 fl. ©ilt unb 
3infen geben. Dat. Qflatbiagtag (27. Sehr.) 1475. 58 ) 

Daß ber obenerwähnte jpang ©chmal^ilj, ber borber ber 
Süngere genannt würbe, bie Jpofmarch Kaufring nicht befeflen 
habe, fonbern nur Bürger bon ßanbgberg gewefen fei, glaube ich 
fchon baburch beweifen ju tonnen, weil berfelbe nicmalg alg £of* 
raarchgberr jit Kaufring bezeichnet ift, fonbern nur bag tyräbicat 


54) Xrftit) Jtaufring, 

55) Originale. 

56) Xr$it> .Raufring. 

57) TCnfciö Jtaufring. 

58) 2U$i» Jtaufring. 


278 Äif %ofmaxt\) Äöufriaj , 

i 

Bürger ju Sonbdberg fuhrt. Qluch fommt jo noch im 3 obre *484 
old £ofmarchdberr Safob ©chmolboli por. 

2)iefer £ond ©chmalbolj war auch Pfleger bed ©pitold ju 
Sonbdberg. 23on ihm unb feinem (Sollegen Ulrich Sippl fagt eine 
Urlunbe, bog fte eine Üflüble , bann bie Srotmüble, unb einen 
$of ju Egling, unb wad ba$u gebort, fo wie auch ihr ©ut in 
©touffenberg (©tofferdberg bei Sonbdberg) an bad jUofier ©t. 
Ulrich unb 2lfro in 5Jugdburg gegeben hoben. SHontog por 2?tar. 
Sicbtraeg (om 31. 3än.) 1485. 59 ) 

Um bie Seit, old 3aEob ©chmolholj £ofmorchdherr in Äouf* 
ring war, fonb jwifchen ben $er$ogen pon München unb benen 
pon Sonbdhut ein ©treit »egen ber 93rücfe $u Äoufting flott. 

£er$og Wibrecht pon München befchwert (ich gegen £er$og 
Subwig Pon Sonbdhut, bog man ben ©einigen ben Uebergong ju 
.Raufring über ben Sech noch 2lugdburg, ein unb oud, nicht geflot« 
ten wolle, welched hoch ein alted £>er!ommen war. 2>ieg gefchah 
anno 1473. 60 ) 

2lud biefem (Sreigniffe lernen tpir ben Sonbedhertn, unter 
beffen ©chuj bomold Äoufring flonb, lennen. 2)iefe $ofmorch 
flonb nämlich bomold unter ber Oberhoheit bed £er$cgd Subwig 
pon Sonbdhut, unb ifl wohl mit Sichtenberg unb onbern Orten 
biefer ©egettb bet ber Teilung ber Sngolfldbter (£rbfcboft, wohin 
ed porher gehörte, on bie Sonbdhuter Sinie gelangt. 

• 2Juch im 3flbr« 1479 flonb Äoufring noch unter ber £err* 
fchoft unb in ©ewalt bcd |>erjogd Pon Sonbdhut. 2)orum forbert 
in biefem Sabre £er$og Wibrecht Pon München pon $erjog ©eorg 
pon Sonbdhut bie §erfleÖung ber 93rücfc ju Äoufring. - 61 ) 

QBie Sichtenberg fpdter Pon bem Münchner #er$og mit ©e* 

wolt genommen worben ifl, fo wirb jtoufring ouf eben biefe SOeife 

« • 

unter bie§errfchoft ber £er$oge pon München gefommen fein, fo 
wie bie Jpofmorch auch in berfelbcn Oberherrfchoft perblieben 
fein wirb. 

Äebren wir wieber ju bem 3ofob ©chmolholj jurücf, ber 


59) Mon. Beic. XIII. p. 575. 

60) Arrnntr 8ant>tag$;J£>anMunöen VIII. p. 198. 

61) tfrtnnfr SanbtagSiJ&anblungen Vlll. p. 299, 


fHarrbiif am CecJj . 279 ' 

• • * 

ju tiefer 3eit noch immer £ofmarchßhcrr mar . Anno 1484 jeigte 
er feinen Don feiner fei. Jpaußfrau (5lifabett itaötiit erhaltenen 
©ohnen 3atob r äonrab unb Philipp ihr mütterliche* @3ut auß ju 
300 fl. rheinifch# unb berfchrieb ihnen biß ju bcffen möglicher 
£eraußgabe fein 5ifcb»afi*er ju Kaufring am Ced), feine Wafern 
unb feine Sttühle bafelbjtmtt adern 3ugebor. ©efchehen am dftonbs 
tag bor Cichtmefl 62 ). (26. Senner.) 

£anß ßdßlih, Bürger ju Canbßberg, 3 «fob ©ch»ar$, Bürger 
ju dflinblheim, im ^amen-feiner £außfrau SIpodonia, geb. Ääßlin, 
unb 2lnna beß ©igmunb Cengferß $u Canbßberg £außfrau geb. 
Jtdßlin, bebodmdchtigen ben ©igmunb Center jum Cehenempfang 
bom £er$og Wibrecht über einen £of ju Äaufring, ben fte bon 
ihrem 93ruber .^aul Ääßlin ererbt haben. Datum greitag boi 
Corp. Christi 1487 83 ), (7. 3uni.) 

Um biefe 3eit ift olfo Jperjog Sllb recht bon dttünchen im 93 e« 
fty ber Cberherrfchaft meineß 93aterorteß. 

3m felben 3ahre gaben Jpanß ßdßlin, 93ürger $u Canbßberg, 
unb 5lnna, feine ©<h»efter, beß ©igmunb Cengterß £außfrau, 
unb 3afob ©ch»arj unb SlpoHonia fldßlin, helfen £außfrau, 
»eiche ben bom £er$og botr 93apern lehenbaren J£>of ju Äoufring 
ererbt haben, unb an ihren ©ch»ager -Oß»aIb Oloßlin, Bürger 
ju München, bertaufen »öden, bern ©igmunb Cengfer im tarnen 
aller tiefer (Jrben 93ollmacht jur Cehenauffenbung unb jtaufß* 
unterhanblung. Dat. am SWonbtag bor 93arbara. (3. 2)ej.) 64 ) 
93alb barauf hatte £er$og Wibrecht mit bem 93unbe ber Cos 
»enritter, bem feine 93rüber @hriftoph unb dBolfgang beigetreten 
»aren, einen .Krieg. 2)ie beiben Jpeere foflten auf bem Cechfelbe 
jufammenjlojcn. 

2)ie Seinbe festen bei ©tabel, mit ÜHarfgraf $ricbrid> bon- 
93ranbenburg an ber ©pi}e, über ben Cech, jogen 18,000 9lflami 
ftart ju «Pfevb unb ju 5uß gegen Canbßberg, langß beß Ced>eß 
biß gegen jtaufring, »o fte eine 2Bagenburg in ber 2lb(tcht mach* 
ten, ftch bor Canbßberg ju lagern, unb bon biefer dDagenburg auß , 
ben Cechrain ju plünbern, »aß £erjog ßhriftoph unb döolfgang 


62) Originale. 
61) Originale. 
64) Originale. 


Digitized by Google 


280 


Di* Haufrtttg , 


»ott Sicgtenberg au« ognegin fcgon traten. K cr S°9 Sllbrecgt be* 
fegte £anb«berg mit Sfteijtgen unb Sufvoll, ba« wogt bewaffnet 
war, unb [teilte ftcg ben $etnben gegenüber. Äonig Maximilian 
vermittelte biefen Streit unb verjognte bie geinte mit einanber. 
2)iefl gefegag anno 1492. ö5 ) 

3m felben 3 fl gr* jogen wegen ber Siegt« *(5rfl5rung Äaifer 
griebrieg« IV. gegen Sllbrecgt, §erjog von Dberbapern, bie von Mein* 
mingen unb bie von Siberacg mit igrer Mannfcgaft naeg Sägern 

über ba« ßecgfelb, nahmen ba« 2>orf Äaufring, unb plünberten e«. 

, / 

2)te 2anb«berger aber jogen ben Memmingern entgegen, fcglugen. 
ftc jurücf, nahmen ignen bie Seute ab, unb noeg baju brei 
Mann gefangen. 2>a« gefegag in ber Mocge vor Misericordias 
anno 1492. 

% 

©egen @nbe be« 15. 3agtgunbert« belam bie ©emeinbe Äauf* 
ring mit 3öfr>b Oteglinger ju Kaltenberg Streit wegen be« Sieg* 
triebe« auf be« Keglinger« ©runb unb Sanngolj, genannt ber 
Streugart. 2)iefer Streit würbe bureg S^rgleicg bagin entfegieben, 
bap bie ©emeinbe Äaufring ben Siegtrieb auf tiefe« K°li gaben 
foHe. Dat. am 12. Slpril 1484. 67 ) 

r • 

2)er $ofmarcg«gerr Safob Scgmalgolj belegnte &anfen dntger 
mit einem Stücf Slcfer im Mitterfelb ju .Raufring auf bem Cfpfen* 
gaufer*SBeg. Dat. 2)ienftag an St. 3oganni« Slbenb ju Sunben* 
ben, ben 23. 3uni 1495. * 9 ) 

2)er früger fegon erwägnte $at\6 Scgmalgolj, Sürger ju 
2anb«berg, unb fein (Jgeweib Urfula verlaufen igren 3in«, ewige« 
©eit unb ©ut ju Raufring, ba« fte von bem Drben«:ßomtguren 
ber 2>cutfcggerren ju Slumentgal gatten, an bie grau Ratgarina 
MeHmunn, SJbtifltn am Singer in Müncgen. Dat. Müncgen ben 
Freitag vor Martini anno 1495 69 ) (am 6. 9?ovemb.) 

tyeter Raut unb feine Rinber verlaufen igren £of $u Rauf* 
ring, ben tyeter unb fein Sater Kan« von Kanfen Scgmalgolj 


65) 3f<6o«e*g baijr. ®ef$. 11. p. 3«9. Dberb, 'Hxtyv V. 95. 1. $. p. IS. Vbtl 
reit^cr Annal. Bote. II. p. 21B. 

66) Die «origen Öuellen, unb <Srtorer, 9J?emminget Cfironif (ed. Ulm 1660 p. ISS). 
6?) Originale. 

’■ c 68) Originale. 

69) tfr$f« Äoafring. 


\ 


piorrtarf «nt fr#. ' 281 

1475 getauft Ratten, wieber an ba6 Jtlofter Singer in Mün#en um 
464V 2 ©ulben mU aßen Slccfern, SBiefen unb 3ugehor. Dot. §rei* 
tag na# tyeter unb $Paul 1499 70 ) (am 5. 3uli.) 

3m Sah« 1502 lebten im Älofter Singer $u Mün#en jwei 
ßonüentualinnen, Barbara unb Margaretha <S#malholj, wel#e 
entweber @#wefiern über 2o#ter be$ Äonrab ©#malhol$ ge* 
wefen finb, unb jur SluOftattung etli#e ©üter in Jtaufring erhal* 
ten Ratten. 2 )a aber biefe ©üter bem $an$ tyeter Gntytx, *Pfar* 
rer üon Äaufring, oerf#ulbet waren, fo wenbet ft# biefer an ba$~ 
Älojter Singer , wel#e$ jebo# biefe '@a#e auf ben £#malhof$ 
hinüberwäljte 71 ). 2>arau6 entftanb ein ^rocef, ber erfl im 3ah« 
1518 $u (£nbe ging. 

3n biefem 3ah« erf#eint bor bem ßaifer Maximilian £err 
£an$ tyetir (Jnther, Pfarrer ju Äaufring, unb fagt, baf er, £an$ 
unb ßienharb bie(5ntber, feine trüber, gegen bie Slbtiffin Jfatha« 
rina Slbelmann am Singer ju München, unb Sonrab ©#malhol$ 
wegen beö 3infe0, ber auf etlichen ©rünben unb Slecfern liegt, fo 
fie oon ihrem S3ater 93ertholb Günther fei. ererbt, ein Jpofurtheil de 
dato 1510 erlangt hoben, unb bittet ben Äaifer, biefe* £ofurtheil 
ju betätigen. tiefer aber fpri#t bie Slbtiffin bon bem Jpofurtheile 
frei, unb berurtheilt Jperrn $eter (Jntber bie Unfoflen ju tragen, 
jebo# fei' ihm unbenommen, fein 9fte#t gegen Sonrab @#malho(i 
weiter $u oerfolgen. Dat. 1518. 2öormO ben 22. 3uni. 7# ) 

9lo# im 3obrt 1506 beurlunbet ft# ein 3<*fob @#malhoI$ 
al6 Jpofmar#Oberr. 3# glaube aber ni#t ju irren, wenn i# 
biefen 3afob für ben @obn jeneO früher Genannten halte, unb 
baf feine Srüber donrab unb Philipp gewefen feien., 

i 

2)er obenerwähnte 3afob (1484) hatte au# einen £ohn mit 
tarnen £an6 @#malhol$, wel#er ju Sürlheint faf. 23on ihm 
befam er 300 ff. ju Sehen. 2)afür oerf#veibt 3afob ©djmalholj . 
feinem ©ohne' £anO ju Üürfbeim fein §if#waf[er am Se# unter* 
halb ßanbbberg bio an beO Oiehlingerö $u Kaltenberg Marfung 


TO) Kr$it> Äaufrfng. 

TI) Mob. Boi«. XVU1. p. 641. 
TI) Originale. 

\ 


Digitized by Google 


Alt* Äaufrinj , 


m 


i 


auf 3 Sabre, unb bann weiter bil bie 300 fl. bejaht fhtb. Dat. 
$onnerltag »or ^Intont 1506 eben 15. 3än.) 7a ). 

3m felben Sabre flögt 3afob Oleblinger »on Kaltenberg bet 
bem ßanbgcricbt ßanblberg wiber Salob ©cbmalbolj wegen bei 
Ueberflfcbenl an bei* Wartung bei f>altenberger 5tfcbwa{fevl, unb 
erhält ein objteglicbel Urtbeil. 3afob ©cbmalbolj appedirt bejjbalb 
an Ker&og 2Dolfgangl £ofgericbi, wo bal (Jrfenntnifl befiätu 
get würbe. 

Wiefel publicirt nun ber 2anb = unb ©tabt «Siebter Martin 
(Jifenreicb ju ßanblberg. Dat. $Jfterraontag nach 9ftarcul anno 
1506 (ben 27. SJpril). 74 ) 

Solle 60 Söbve höben wir jept bie ©<bmalbol$ all $of« 
marcblhetren in Äaufring gefehen; wir höben aber »on tiefem 
©efcbletbte nur bal erwähnt, wal uni bezüglich ber K^fmarcb 
felbft ber Erwähnung werth febiw. QBer SWehrerel barüber wißen 
wid, lefe nur bie Bbbanblung bei K grrn ßanbgeticbtl*^l(feflorl 
©tog »on ©ün^burg, abgebrueft im V. 23anb \U. £eft bei „ober* 
baperifeben SJrcbi»! Jur »aterlänbifcbe ©eföicbte, h^aulgegeben 
»on bem bifler. 23ereiti »on unb für Dberbapern " , fo wie auch 
„meine QJbhanblung über bie ©cbmalbolj all Kofmarcblberren 
in ßaufring, abgebrueft im oberbaperifeben Slrcbi» 23anb VII. 
Kcft 11." 

2öir wollen jept bie ©efebiebte ber ^ofmnrcK weiter »erfolgen, 
unb bie ©ebiefföle berfelben aufyäblen bil ju bem 3*ilpunfte bin, 
wo wir wieber ein befonberel $lbell:@efcblecbt im 93efty ber Kof* 
raareb erblicfen. 

9) Die Kofmard) Äaufring wirb Pon Kerjog 

SBolfgang gefauft. 

3m 3ab** 1507 am Freitag nach ßicbtmef, ben 4. Februar, 
»erlauft 3ölob ©cbmalbolj ju äaufring feine Kofntarcb fammt 
©eriebt unb adern 3ug*bcr, unb ber jum K oc bftift 5luglburg 
lehnbaren ?5ifcberei am £ecb, weltbe abwärtl an bei Söfob »on 
Otebting unb aufwärtl an ber spfettner Sifcberei flogt, an ben 


73) Originale. 

74) Originale. 


' , JMantof «m fifl}. 283 

Jperjog 2Bolfgang gegen genügend Vergütung, tiefer «ermaßt 
unb oerfebretbt fte hierauf im Salle feines Slbfferbenö unb mit 
oorbebaltener, lebenslänglicher 'Jiufynießung an feinen Sägermeiffer 
j)an$ £aibenbucber unb beffen ©efebwifferte, boeb fo, baß beö . 
£aibenbucber$ ©efebwifferte erfl nach feinem $obe in ben 5)efi# 
unb Otufeen fommen fotten 75 ). Grrff nach $wei 3abwt überant» 
»ortet ber Canbric&ter ju CanbSberg, Martin (Sifenreicb/ bie oon 
3atob ©cbmalbolj an ben £er$og 2Bolfgang bureb .Rauf abge* 
tretene Jpofmarcb. Dat. Montag nacb Invocavit 1509 75 ) (am 
26. §ebr.) 

. 2Dir haben febon gehört, baß ba$ Sifcbwaffer bei Raufring, 
ba$ ti$b** bie £ofmarcb$b«wn inne batten, ein ßeben be* Jp oeb» 
ffifts von 2lug$burg war. SllS nun £er$og SBotfgang bie £of* 

mareb taufte, mußte er ffd? natürlich »om 53ifcbofe öon QlugSburg 

t \ 

beiebnen laffen. 2 )a ließ er bann bie Sifcberei an feinen SRent» 
mciffer tion Otieberbabern, 53altbafac 93ofcbweiler, hinüber, unb 
93if<t>of Jpeinrid) gibt bemfelbeu biefe Sifcberei am 2Jftermontag 
nacb ßbrißi ©eburt 1513 &u Ceben 76 1 (am 28. 2)ejerab.) 

3m felben 3 rt b« am SDtonbtag nacb @t. 53ernbarb5«2ag 
(7. 9?oo.) oertauft ©topb^ Oteicblin oon Ueberlingen feinen £of, 
worauf £an6 Grntber ffft, mit allen Rechten unb Bugebor, um 
225 ff. an ben Eubwig oon kennen, Raffnet oon Eanböberg 77 ). 
2)iefer $of iff ein berjoglicbeg Eeben gewefen. 

3m 3ab« 1514 ben 25. üttai ging $erjog SCBolfgang mit 
2ob ab, unb fo fiel, bem Vertrage gemäß, bie £ofmarcb Raufring 
an ben Sägermeiffer £an$ £aibenbucber. 

Otocb im felben Sabre tarnen bie ©ohne £er$og6 Wibrecht IV., 

0 

SBilbelm unb Cubwig, unb bie (£rben ber wolfgangifcben (Suter 
mit £aibenbucber unb feinen ©efebwifferten überein, baß biefen 
Raufring, wie ed Jperpg 2öolfgang bemfelben oerfebrieben batte, 
oerbleiben follc, mit ber S9ebingniß, baß ffe bie 93ejablung beS Ceib* 
gebingeä an 3afob ^cbmalbolj, oon bem £er$og SBolfgang bie 
£ofmarcb getauft batte, auf ftcb nehmen. 17. 2>ejember 1514. :8 ) 


75) 2Cr<fctö JCaufring. 
78) JTaufrtttfl. 

77) Äaufrlng. 

78) Äaufting. 


/ ./ 


284 N Bie ^•faartl) Äaafrinf , 

i 

* 

2>drouf fledert bie ©ebrüber£and unb SWang £oibenbucher, welche 

Kaufring übernommen batten, mit ihren unvogtbaren ©efchmifterten 

• 

Sftaria $lnna, attarr, Hartha unb itafpar eine Urfunbe auö, in 
»pelcher fte einmifligen, ba$ ßeibgebing an ben 3atob ©cbraalfcolj - 
ju übernehmen. Dat. 5. 3uli 1515. 79 ) 

2)a biefeS bem 3alob ©chmalholj verbriefte Ceibgebing nicht 
fogleich auöbejahlt mürbe, fc labet üflartin (Jifenreich, £anb> unb 
©tabtrichter ju SanbOberg, feinen Kaflner £ubmig von ©ennen 
auf bie Klage be6 Safob ©chmalholj, melier bie f>ofraarch bem 
£erjog ßöolfgang gegen ©erfchreibung eined ßeibgebingä ju ÖV» ff. 
rbtin. nebft einem Kleibe all jährlich Verlauft hatte, vor Bericht. 
2>er Kafiner aber meiOt ben Klüger 3alob ©chmalholj mit feiner 
Sorberung an bie ©efchmiflerte £aibenbucher, benen ber Jperjog 
unter ber ©ebingung, ba6 £eibgebing ju leiften, Kaufring ver* 
macht hat« 2)er ^icfür gefertigte 53rtef i|t mit bem Datum : , t lDlox* 
gen vor ©t. ©eorgen 2ag" verfehen, aber bie 3ahr^5ahl ftnbet 
fleh nicht mehr in bemfelben. 80 ) 

2 >a bie £erjoge ©ilhelm unb ßubmig bie ©erfchreibung aner» 
lannten, melche Jper$og üfflolfgang an Michael £aibenbucher für 
geleitete 2)ienße als £eirathgut per 1000 ©ulben auf bie 4 
£ofe ju Raufen gemacht, unb auch i«nc ©erfchreibung, melche 
er an bie ©ohne unb Siebter be6 Jpaibenbucherö mit ber £of* 
march Kaufring gemacht hatte, fo verorbneten biefe, nümlich £an$ 
unb üTtang $aibenbucher, ©rüber, unb üflathiae ber Sriebberger, 
im Warnen ber unvogtbaren ©efchmißer 2lnna 9Raria, 5Jtari, 
SWartha unb Kafpar, mie folgt : 

1) ©ie VermiHtgen, baf ihnen flatt ber auf ben 4 Jpofen ju 
Raufen vertriebenen 1000 fl. eine ©ilt unb 3in*brief ju jährlich 
50 fl. mieberloölich auögefleflt merbe. 

2) ©ie bemißigen ben £erjogen bad ©erfauföreebt auf bie 
J^ofmarch Kaufring. 

3) ©ie übernehmen ba$ Ceibgebing an bie ©chmalholj. Da- 
tum München am tyflnjtage nach ©t. Ulrich am 5. 3uli. 1515. 9i ) 


79} Xnfcft Äaufr(ng. , 

80) Xr$i# JCaufring. 

81) Originale. 


t 


• ♦ 

* / ‘ 

JKtrcborf an feclj. ' 285 

\ 

2)ie jwei ©rüber £and unb üftang bie £aibenbucher, unb 
üftatfcd Stiebberger Berichteten bittauf nach gefcbebener <$intunft 
mit ben £erjogen wegen ber 4 Jpofe ju Raufen unb be$ #ofe$ 
ju Kaufring auf alle weitern Qfnfprücbe/ bie Bon £er$og 2Bolf* 
gang berühren mochten; jeboch hielten fte fleh beoor bie Slnfprüche, 
bie ftch auö bem 2>(lament iper^og 2ßolfgang$ ergeben würben/ 
unb bie ©erfepreibung einer jährlichen ©ilt Bon 100 fl. rhein./ 
welche . auf bem Sott von Stiebberg abloälich ftnb , unb auf 
ben 2000 fl./ welche fte Bon $er&og SBolfgang hoben. Dal. 5. 
3uli 1515. 8a ) 

©on nun an traten bie ©chmalholj Bon allen Sorberungen 
auf Kaufring ab, nachbem fte bem neuen $ofmarcbäberrn olle 
[Rechte ftugefianben, unb alle $lnfprücpe auf bie $ofmarcb Bon 
ihrer @eite aufgegeben hotten. 

10) Kaufring unter ben ^aibenhu^ern. 

2) er ©ater be6 Jpand unb be6 2Rang Jpaibenbucher, bte für 
fleh unb ihre minberjährigen ©efchwiflerte, SRaria 9lnna, SWarr, 
SKartha unb Kafpat/ Kaufring erhielten, war Michael Laiben« 
bucher, £erjog 2Bolfgang6 oberfler Sägermeifler. 2)iefer hotte jwei 
Stauen/ Bon welchen bie erfte ORagbalena, bie anbere aber @tifa«. 
betha 0taubinger hief. ©epon im Sahre 1500 war Michael Jpai« 
benbucher Pfleger Bon ßichtenberg, welche* barnaU bem $er&og 
gehörte. (Sr erhielt um biefe 3ett etliche ©üter in ©ergen, Schrate* 
hen unb ©ribriching. üWittwoch nach 9lifolau$ (9. ®ej. 1500. f# ) 

9115 eifriger Wiener feined £errn hotte Michael £aibenbuchet 
ben $aul Bon Srepberg in feinem $ienfte für ben $er$og getob« 
tet/ worauf ihn2Bolf Bon Srepberg ju üflühlhoufen gefangen nch* 
men lief. Anno 1511 oerantwortete ftch £erjog 2Bolfgang offent# 
lieh für feinen Wiener Michael ^aibenbueper gegen ben SOolf Bon 
Srepberg. M ) 

2Begen ber Slnhänglicpleit, bie (Michael Jjjaibenbucper bem 
£erjog 2Bolfgang erwiefen, bezeugte ihm ßepterer bie ©unft/ bafl 


8*) Äaufring. 

83) Originale. 

84) Jtrcnner ßanbtafl«*Jj?ftnbl. XV111. p. 249. Sammlung (iji. Stiften ». Step* . 

berg ®b. UI. p. 4M. • 


/ 


Digitized by Google 


I 


I 


286 ®it ^ßfmarclj Jßaitfring, 

er feinen Rinbern bie £ofmarch Raufring oerfprach unb fle ihnen 

h 

auch wirtlich vermachte. 

2)er Weitere oon feinen ©obnen, mit 9?amett £and, tritt nun 
ofd JpofmarchSberr auf, unb ©tfchof Heinrich oon Slugöburg be« 
lernte ihn im 3ahre 1515 mit bem Sifchwaffer jwifchen £anb$* 
berg jnnb £altenberg. Dat. am Sreptag nach üRarii £immel* 
fa^rt 85 ) (am 16. Slug.) 

©pSter traten ^arx oon £aibenbuch $u Unter* 9?5burg unb 
©eatrir, fein CS'tjcrreib , unb 28olf 2)ietrich oon £aibenbuch jum 
©tain im tarnen be$ QXnbr5 unb be$ £anö ©taubacher, ihrer 
©chwefler Rinber, bie £ofmarch Raufring, welche ihnen Jper^og SBolf* 
gang übergeben , ihrem ©etter f)and Jpaibenbucher ab. SJnbreaö 
©taubacher, fein ©ruber £and unb ihre ©chwefler (Sharitad willigten 
in ben .Rauf, welchen fein ©erwalter in Setreff ber £ofmarch gemacht 
hatte. 2)iefe ©taubacher fafen Uberfperg in Rdrnthen. 86 ) 

2 )a wir eine ©efchichte beö 2)orfed unb ber £ofmarch Rauf* 
ring fchreiben, fo bürfen wir nicht blop bie ©utöbei’ren anführen, 
fonbern wir muffen auch aUc jene mcrfwürbigen £anblungen auf« 
jahlen, unb ber Drbnung nach anführen, bie fleh unter benfelben 
jugetragen haben. $arum foU nun Sllled baö folgen, wa$ ich 
unter be* Jpanfen Jpaibenbucherä Regiment gefunben habe. 

3m 3ahre 1522 am ©onntag nach Oculi betätiget ©eit £olj- 
mann oon Raufring , bap ihn bie Slbtiffln Dorothea am Singer in 
München für feinen &of, ben fle oon ihm getauft hatte, befahlt 
habe (30. 2)tSr$ 1522). 

3m felben Sah« ben 30. 9tooember oerfauft SWelchior ©ogt 
pon Oberfinning ju (Jreflng feine ©ogtei über ben £of ju Rauf» 
ring, ber bem Rlofler Otaitenbuch gehörig unb giltbar ifl, ben Ceon* 
harb 2>ap baut, um 44 fl. mit fammt ben Rechten, nämlich 1 ©chafl 
£aber, 16 ©ch. Slugäburger Pfennige, an Jpanä £aibenbucher. 87 ) 

5Äang Jpaibenbucher, bed Jpanfen ©ruber, pertauft feinen in 
ber SLheitung beö österlichen (Jrbguteö überfommenen halben Sin* 
theil an bem Singer $u ^ribrichtng, genannt ben gemeinen $püchl,‘ 


85) TCnfciü Äaufting. 
88) arefcto Raufring. 
87) 7Cr$h> .Raufring. 


X 


i 


' X 


glftnlorf am ferlj. 287 

9 

* 

an ben f>erjog 23ilbelm, nacbbem bie anbere $älft e be* $lnger6 - 

i _ 

btrtit* bem $erjtg eigen war. Dat. OTonbtag na$ $auti ßonsetf. 

(30. 3dnner) 1525. »*) . v 

\ 

ÜJtattbäuS unb fein (Jbemeib 2lfra bon Äaufring ber# 

laufen 3 3uc&ert tiefer, in jebem Selbe eine, an ben C5^riflopf> 
Dreifacher, üttüUer bon Äaufring. Dat. 1535 2flonbtag nach ©t. 
©eorgen. (26. aipril.) 2)tefen S3rief flegelte Jpan$ Jpaibenbucber, 
äaflner in £anb$berg. 89 ) 

3m felben Sabre am Slflonbtag nach SJticbaeli übergaben ber 
£anbricbter bon Canböberg, (Sonrab 23ogt bon Oberfinning, unb 
Jpanö Jpaibenbucber ju .Raufring, Äaflner in £anb$berg, al$ §ura* 
tored ber bon £ubwig bon ©ennen binterlaflenen ©utcr, temSoa* 
ebim ©oiter, ISürgermeifler ju ßanbdberg, ber eine ©cbfcefler 
£ub»ig$ bon ©ennen jur Srau batte, unb bon baber 800 ft. er« 
halten foHte, einen £of ju ©pfenbaufen, ben 3$rg 2Warr baut, um 
298 fl, bann brei fl. jährlichen 3in$, »ieber einen £of unb Singer 
i»ifcben ©ebaflian 27lajj unb 3atob SWüUer gelegen, um 30 fl. ; bann 
einen £of ju .Raufring, ben Sluguflin Raut baut, um 400 fl. 90 ) 

33om Sabre 1513 bid 1536 foramt $an6 Jpaibenbucber ju 
Raufring alö Pfleger, £anb« unb ©tabtriebter ju ©cbongau bor. 
2)iefer bergleicbt £errn 2Jticbael, SIbt ju ©taingaben, unb £errn i 
Urban, ben Slrcbibiacon ju Otaitenbucb mit ber ©emeinbe ju $ei* 
tingen »egen 23enüpung be6 fyoltfi 01 ), (gefebehen anno 1536.) 

3m nämlicben Sab«/ am üflittwoeb nach ©t. ©eorgen (26. 
Slpril) bertaufte ber SIbt Michael bon ©taingaben unb ber @on* 
bent bafelbfl an ben Jpand Jpaibenbucber, ber 3eit Pfleger in ©cbon« 
gau, 20 Sagwerl SBiefen auf bem Obern £ecbfclbe unb noch anbere 
SBiefen. ") 

Anno 1535 tommt 2?tang £aibenbucbev al$ Raflner bon £anb$« 
berg bor. 98 ) 

3m Sabre 1539 berfaufte ßbriflopb Oteicblin einen Jpof ju 


88) 3Crd)iiö JCaufring. 

89) 7Crd>it> .Raufring. 

90) 2Crct)iü Raufrfng. 

91) Dberb. ?(rct)io 58. IV» #. II. p. 196» 

92) 2Ccd>ft> .Raufring. 

93) 9lr<$i» .Raufring. 


A 


Digilized by Google 


288 Bit ^afmarrl] Äanfrinj , f fätrdoif «nt ftclf. 

> / 

m ' ' 

Jtaufring an bett ©altbafar £arbter. $erjog ffiilbflm belüget 
biefen .Rauf, unb gab bem ©altbafar Jparbter tiefen $of ju £ebe n. 
Dit. 11. Senner. 94 ) 

Anno 1540 fommt jum (Jrftenmale Oteinbarb £aibenbucber 
t>or ; biefer ftubirte bamalO auf ber Untaerfüät Sngolflabt, unb 
»ar ber ©obn beö Jpanfen £aibenbucber ,5 ). @r ^>etrot|>ete nach* 
ber bie Barbara ©aßnerin, unb würbe EurfürjHicber ßajtner in 
Sanbeberg unb ^ofmarcb^berr ju Äaufring. 

2Dir »erben fpdter noch mehrere« oon ibm boren. ©eine ©cfcwe* 
fter, »tlcbe $etena »ar an ben @rnft £b«nreuter perbeu 
raibet anno 1596. *•) 


9i) Kredit) Jtaufrinfl. 

85) Mederer Aanales Jngolst. 1. p. 158. 

N) Gamtnlung tiftor. ©(triften non grepbetg SBb. HI. p . 406. . , 


(©eblui folgt.) 


Ö&er&«9ttif4>e$ Streit) 

t 

rav 



% ' • 

Ijerausgegeben 

5 / 

9«n bvm 


I)! pari fd) eti IDervin t 

+ ♦ 

•fit unb fBr 

r 

©bvrbtttjvrn. 


Neunter SBanb, 
dritte« $eft. 

\ 


'W’ 


/. 


Ütürtcljfn, 1848. 

fcrtitf wnb 9 trUa poti @ e 9 r 0 franj. 


i 


I 


0 

f 


Digitized by Google 


\ 


h* 


i 


♦ 


\ 


* 


. s ? 




% 



t 


« 


» * 


f 



i 





Digitized by Google 


Pi* | o f in n r d) | a s { r i n ' 

0 

, ?)fan:borf am 8 ed). 

93on 

Jfoadjim PtUingrr, 

Pfarrei* unb Sa mm er er in 2BefUing. 

, ($ortfebung unb®c&lu&.) 


<3m 3ofcr* 1541 erfcheint in ben Urtunben wieber £an$ 
£aibenbucber al$ |>ofmarchOberr gu Kaufring, unb felbfl anuo 1550 
!ommt er noc^ al$ Kaflner oon £anb$berg oor. 

Unter ihm würbe bie Slaferne, welche gur £errfcbaft geborte, 
gang neu erbaut, nach&em ba$ alte $auö, wie eine Slafel im 
2Birtb$bau$ bezeugt, 750 Safcre geflanben ifl. 3)aö 58appen, weis 
cbeö auf biefer Safel fleht, führten bie Speer, welche bamalä auf 

ber Wafern häuften, anno 1541. 97 ) 

* 

3m -felben 3ab™ gibt Jpergog SBilbelm einen &of mit 12 
3ucbert 5Jcfer unb 1 3uct>crt SGDißmab, ben weilanb Subwig »on 
©ennen inne gehabt, bem Sb^iftian Dfatb, feinem Selretär, ju 

ßeben. München ben 11. 3uli 1541. 98 ) 

* 1 / 

Slifabetb Olennerin oerfaufte mit SQBijfen unb Olatb ih«* 
23ettero 2luguflin Kaut, (Sohn bed oben febon erwähnten $peter 
Kaut) ihren tiefer an ben Jpanö Jpaibenbucher, Kaflner ju ßanbd* 
berg unb ©utöberrn flu Kaufring, um 19 fl. rbeinifch. Siegler 
Sonrab 23ogt, £anbs unb ©tabtridpter gu Üanböberg. Dat. 2<mbOs 
berg am ©onntag nach ‘Zlßerbeiligen anno 1542 ") (5. 9*ooemb.) 

£an$ £nibenbucber fiegelt am Sonntag Trinitatis (30. Map) 
1543 ben 93rief, in welchem Melchior <Pecf tion München unb 
2öalburga, feine Schweflet, Ulrich £ei0, Sürger oon Qlugäburg, 

unb Margaretha Karlin oon Sgling, feine ©chwefler, Ulrich unb 

- * 


97) Original. 

98) 3Cr<fcn> Äöufrfng. 

99) Ttrdfrto JSaufring. 

IX. 


19 


Digitized by Google 


290 


/ 


JDir Ijofmord) fitiufrinjj, 

/ 

5Inbra bie £afen Den Kaufring unb 50?« vqaret^a Ceuninger, 5Sf* 
berin j« ßanttfberg, olle 93cttei* unb ©afeit, ibten Urbthfil, fccn 
fte Don bcr (£lifabetba Oiemurin Obrer Mutter Schwerer) erhalten 
haben, nümlich einen Jpof, Jpauö unb tiefer, an ten 523eit Srieb 
Don (Sgling unb SWagfcalena »Pfcf, feine Jpauäfrau, um 100 ff. 
Derfauften. 10 °) 

Jpand £aibenbucher taufte im nämlichen 3ahre Don Sluguflin 
«Raut von Kaufring unb 2lnna, beflen (S'^etrcib, ihren eigenen tiefer. 

3m Kaufbriefe/ ber am St. ©eitötag 1543 auflgefleüt trurbe, 

; • « 

rnirb fpan* £aibenbucher alö Kaftner in üanböberg unb alö jpof* 
mard)6herr oon Kaufring bezeichnet. 101 ) 

91m felben Sage veifauften ©eit Srieb Don Gfgling unb Mag# 
balena, fein C5‘^ptt?etb / ihr &auö in Kaufring, baö auf ber Siefhur 
Jpofjlatt fleht, unb ihre Werter an ben £an$ £aibenbucher ju 
Kaufring, Kaftner in fianbbberg. Siegler ift Ulrich Dan Sangen; 
dichter jit tanbäberg. Dat. 15 3uni 1543. 104 ) 

(5hri|lian Olath, fürfllicher Secrctar in München unb Oticbtcr 
in Schäftlarn, unb beflfen £au6frau Margaretha, Derfouften ihren 
Jpof, ten Wugufiin Kaut inne hatte, an fccn Cfrharb Kraler, ©ür* 
ger Den i’anböberg, um 608 fl. Dat. München 10- 5>:br. 1545. 103 ) 

5lm 11. Slpril bedfelheti 3abree pcrFauften @'rbarb Kraler unb 
©arbara, feine Jpauefrau, ben Kautifchen jpof trieber um 60S fl. 
an ben ©ernharb KnoUer Don ©ergen. 104 ) 

©enebift, 9lbt Don SBefiobrunn, unb baö (SonDent bofelbft Der* 
tauften ihren Jpof ju Kaufring, ben £anö ©ueber haut, mit ber 
©egtet unb allen Olechten, mit ber jährlichen @ilt Don 1 Schaffet 
Jpaber unb 6 Schilling Münchner Pfennige an Jpa nd Jpaiteru 
fcuef) er. 2)tefe ©ermebrang te$ ©efihthumd an fcic jpofmareböherren 
gefchoh ben 1. Mai anno 1547 . lQb ) 

(Sine neue ©ermchrung fanb im 3aht*e 1550 ftatt, U'o fpanö 
*Pid)ler, ber $ifcher Don Kaufring, feine Werfer in ollen trei Selbem 
an ben Jpanß £aibetibucber Derlaufte. 3>en Kauf (icgelte Ott« 


100) !Crd>i» Äoufring. 

101; 7(r<J)io .ftaufring. 

102) 2£rdj lt> J?aufring. / 

103) 21 ctbtt? ftaufring. 

f 104) 2Cr<bt\) Jlaufring. / » . 

105) 2Cr$iu .Raufring. 


pforröorf am ferl). 


291 

♦ :> > 

mar von Hernien, ßanbrifbter von Canböberg. Dat. am 2. 2ttap 
1550. ,06 ) 

t i 

3 » tiefem 3 afcre mug Jperr jpanß £aibenbud>er geftorben' 

# * * 

fein. Anno 1550 namlicl) erfebeint ein ÜJtar Jpaitenbucber, 

* * 

M?eld?er ein ©etter beß £anfen unb 9??ang geroefen mar. liefern 
* bezahlte £erjog 2 Bolfgang bic jUagefleiber, »elfte er für bie 
Suneralien feiner fetter ft 4 ) angeffbaffr batte. ,07 ) 

, 0 o lagt ftcb alfo bei £cb beß Raufen ipaibenbudm* ge»ig in 

baß 3abr 1550 fe$en, unb fein ©ruber Wang mug ibm »cbl 
veraußgegangen ober fogleicb nad;gefolgt fein, »eil ibr ©eiter 
2 J?ar ftc beibe besagte. 

^olgenber Slußjug euß einer Urfunbe, bie mir ein guter 
Steunb mitiheiUe, mag »obl baß niebt umfloffcn, »ad id> über 
ben $eb beß Raufen Jpaibenbudm* gefagt habe. 9?ad> tiefer Urs 
Funbe bat mlmlicb 9Jteld)ior ©egt von Oberfinning ju (£refing 
feine ©ogtei über ben £of 511 Täufling, ber bem Kiofter IHaitens 
bueb geborte, unb bortbin giltbar war, unb bnrüeenborb 2 >a|j baute, 
um 44 fl. mit fammt ben Dlecbten, namlifb 1 0rb. Jpabei unb 16 
0cb. Slugßburger Pfennige, an ben Jpanß jpaibrnbueber, Kaffiter 
in Üonbßberg, verFauft. Dat. 30. ÜJtai 1552. lüS ) 

2>tefe UrFunbe iff gan$ gleid)lautcnb mit ber, »elfte oben 
fftou angeführt »urbe; nur 3atr unb Datum beß SWonatß jinfc 
vevfebieben. @ß iff »obl ein unb biefelbe Jponblung. 23eld)eß 
Datum aber baß rifttige unb »abre fei, lagt fitb niftt fo fftncCt 
entfeteiben. $ür baß 3abr 1322 moftte ber Umfianb niftt fpre» 
eben, »eil um tiefe Seit ^elfticr ©ogt von Oberfinning noft 
nid)t $u SreHng faß. £icr feteint ein 0 d)reibverfeten ffattju* 
ffnben. -lüenn man aber baß 3abr 1552, in »elftem ^elftior 
©ogt von Oberfinning $u (Freiing getroffen »irb, alß baß »atre 
annimmt, fo Faun Jpanß jpaibcnbucber »otl niftt fd>on i550 tobt 
gemefen fein ? 2>enncd> 'mochte ifb gerabe biefeß 3a ti’ 1552 alß 
baß rid)tige gelten laffen, eben begbalb, »eil iftelfbior ©ogt ba< 
rnalß auf (£reftng fag, unb bie 9 J? 6 glifbfeit ba iff, bag biefer £anß 
Jpaibenbudjer, an ben er bie auf bem Otaitenbucber Jpof außgeübtm 


106) 2frdiio Äaufring. 

107) Sammlung fcijl. S^riften ton grc);6frg sßb. III- p. 400. 

~ 10ü) Originale. 

• - 19 9 


I 


N 


Bit ^•(maccl) fiauftcnj, 


,292 

✓ 

S3ogteirecbte t>erfaufte , ein anberer, al$ ber £ofraarcb$b*rr ju 
Äaufring gewefen fei. 34> führte aber beibe 2>aten an,, weil ich 
fle eben fo vorfanb unb feinen unbebingt verwerfen wollte. 

2)em £an6 Jpaibenbucber folgte Oteinbarb £>aibenbucber al6 
£afmarcb$berr nach. 

2öa6 (leb unter ihm Nichtiges jugetragen, wollen wir, in* 
foweit e$ ju unferer .ftenntnifj gelangt ift, 21He$ vortragen. 

3m S^bre 1555 fommt ein 2Bilbelm $aibenbucber vor; brefer 
flarb 1560 ale ©chlcf pfleger in £anb$but, unb liegt bei benSran* 

jidfanern bafelbjt begraben. ,09 ) 

• * 

Cfr ift wabrfcbeinlicb ein SBruber 9teinborb6 gewefen. @o 
wenig icb aber ben 23erwanbtfcbaftägrab jwifeben QBilbelm unb 
betn Jpofmarcböberrn Oteinbarb £aibenbucber anjugeben weif, ebenfo* 
wenig fann icb eö bei ©ilbelm, ber 1581, unb SBaltbafar Laiben* 
bueber, ber 1571 flarb. lie ) " • 

3m 3ab « 1558 treffe icb ben Oteinbarb $aibenbucber alä 
Äaftner ju ßanböberg. Orr flegelt am 16. 3uni ben Kaufbrief, 
in welchem Äafpar Jpeljmann unb Sbriftine, beflen @be»*ib, ibre 
5lecfer in ben brei Selbem $u Äaufring an ©toffel Oteifer unb 
fein @bew«ib Agatha um 120 fl. babin gaben. ,n ) 

Um bicfe3eit fommt in ber Jpoftnarcb Äaufring bab Grrflemal 
eine 2Jrt jweiter Jpofmarcb vor, unter bem tarnen' „£offenberg." 
2)iefe lag im fublicbeit 2b*ii* beö 2>orfe$, wo man anfing ein 
anbereä ©cblof $u bauen, welches fpäter ber ©i£ ber vereinigten 
£ofmarcben würbe. £anö £acfen, Burger von £anb$berg, ^atte 
nämlich einen eigenen Jpof ju Äaufring, genannt „£offenberg", 
welchen anno 1558 ©eorg 93otter von Qlugeburg unb feine JpauS» 
frau Slnna Dliferin fauften. ©eorg 236tter verglich im felben 3^* 
mit Oteinbarb Jpatbenbucber ben &ofmarcb6berrn wegen biefeS 
£>ofeö. "*) 

2)a wir e6 je$t mit eigentlichen $ofmarcb$berr*n, welche jur 
3eit bie &aibenbucbcr waren, unb mit fogenannten Schloß b^rrcri 
(Herren be6 neuen ©cbloflfeS £>offenberg) ju tbun b^en, fo wollen 


109) Sep. Franciac. Landahut, Gera, franelac. 11, p. 453. 

110) Originale. 

111) TCrdjlo .Raufring. 

112) Originale. 


pforrfeorf an CrHj. • f , 293 . 

• * 

wir biefe beite £errf#aften fonbern, unb juerft Pon bet wei- 
tern Bilbung Jpoffcnberg* bi* jur Bereinigung mit ber ölten 
£ofmar# er^fclen , unb fobonn bie ©ef#i#te ber gestern wieber 
oufnetmen. 

N f 

il) 3n Äaufring entfielt bie 4>ofraard> ^offenbetg. 

\ 

2)er erfte un$ f#on betannte Beftper be$ Jpofeä, fpäter 
©#lofie$ £offenberg ift £an$ fcacfen, Bürger ju ßanböberg, ber 
biefed @ut anno 1558 nn ©ecrg Botter, 3eugmeifter »on 2lug$> 

' bürg, perfaufte. 9?ur jwei Sabre blieb ©ecrg Botter im Beftp 
be$ Jpofeö j f#on om 3. Sdnner 1560 Pertauften er unb feine £au$* 

- frou 5lnna Dliferin bie alte unb neue Jpofftatt fammt aller 3u* 
gebor bem ©ering ju SJugöburg unb beflfen £au6frau 

©abina um 3000 fl. ,,s ) 

ßbriftopb ©ering perwanbelte ben £of in ein CuftfcMof, wel* r 
#eö anno 1593 in einem fo würbigen ©tanb gewefen fein foH, 
bajj ein baprifcfcet £erjog hier eintebren tonnte. 

% Anno 1579 ben 25. Suli Pertaufte (Sbriftopb ©ering fein 
Cuftfcplofl £offenbcrg an ben ßorenj Bauhof ben Süngern, Bür* 
ger, pon $Jug6burg, um 4000 fl. liefen Äauf jtegelt Otein^arO 
#aibenbucber ber £ofmarcb$b*rr. 1,4 ) 

ßorenj Bauhof ju £offenberg perfpri#t am felben Sage bem 
Gbriftopb ©ering, er wolle alle Sabre 500 fl. bejahen, bi$ bie 
Äauffumme pon 4000 ff. getilgt fei, um welche er £offenberg 
getauft b^ttc. n5 ) 

ßorenj Bauhof permebrte feine ©üter in Äaufring, unb all* 
mdblt9 bilbete ft# $offenberg ju einer befonbern £ofmar# aus. . 
@r taufte f#on 1580 am 11. 9?opember Pon SWartin Ba#er unb . 
beffen (Jbeweib 2lnna ihre ©olbe, an ber deinen gelegen, um 166 ff. 
unb 4 ff. Dteutauf. 2>eit Brief flegelte Oteinbarb f>aibenbu#er, ber 
©utdberr. ll6 ) 

ßoretij auf ber £a#en perfaufte feine ©olbe, welche norblicb 
pon ber be$ SWartin Ba#er lag, an ben ßorenj Bauhof ju £of* 


113) tfrd&iü .Raufring. 

114) Vnftfo Äaufring. 

115) Titdjtti JCaufrtng. 

116) 9d$it> Äaufrtng. 


\ 


Digitized by Google 


294 Dir fjofnmcf) iftaufrhig, * 

^ \ ,9 

• . v * ' 

fenbirg. Shiifi tiefen Srijf fiegiitc SJteinfciiib $aifctntm($cr fcett 
11. 9fe». 13SO. 

, I 

Wnno 1593 ifi im 93efih von £offenberg ©ibi)fla von Stetten, 

bie Söittme bed 3<>k. (^brtflopb ©eriitg, 93urgerd von Slugdburg. 

\ 

3hr C^^fvjemabt hatte bad Srtilojj jpeffenberg anno 1587 gekauft, 
unb nun vertauft fie anno 1593 ben 24. 3^-i lieber ihr #aud, 
©tabel, ©arten, gifcfcgrub, unb bie ^wei Kolben an ber Seinen 
näcbft «Raufring, genannt £cffenberg, mit allem 3itg*b5t an ben 
©rafen ©ehwiefer von #elfenftein, $reiherrn von ©unbclftngen, 
unb bej^en Stau ©einablin. 'JJtaria, eine geborne von Jpobcn« 
jedem, bamaligen Pfleger in ßanbdberg. 

{)offenberg mufj (ich nicht rentirt haben, tr eil cd fo oft ver* 
Fauft mürbe, unb noch liberbiejj von nun an im greife fiel. - 

©raf ©ehwiefer von jpdfenjtein taufte ben ©i$ um 2300 fT. 
tiefer ©raf ©rbwiefer von Xpelfcnftein ijt berfclbe, ber 1570 bad 
ßodegium ber 3efuiten in ßanödberg gegiftet, unb ftch fonjtige 
SUerbicnfle um biefe ©tabt erworben hat. ; 

Unter ibm gefdnib ed, ,bafl ein baperifeber Jperjog in ipeffen« 
berg einfcljrte. tjd ijt aber nicht, wie eine ©chrift auo bem ^farr« 
arct)iv ju Äaufring angibt, Jperjog Wibrecht ,ber ©oojmuitbige 'ge* 
loefen, fonbern cd muß fein ©obu UBilbctm geraffen fein, ba Jpcr* 
jog Wibrecht V. ober ©rojjmiitbige fd>on 1579 ftarb. 

2>a jperjog 5ßilbclm befanntlirb ein fo großer Söeforberer ber 
3efuiteu Witr, fo bidt er ftd> gern in üanbdberg auf, tvo ©raf jpel*- 
fenftein erft unlangft ein ßodegium gelüftet batte, grau 9J?aria 
©raftn von fpelfenftein, geb. ©rajüt von jpobenjodem, hielt fid) 
häufig im ©cbletje f>offenberg ju Itaufring auf. 2)ort medte fte 
ber iperjog befugen, unb fchiieb ihr tepbalb ein 3ettca<foen folgen« 
ben3nbaltd: 

„$lm ÜJJonbtag werbe ich mit meinem ©ohn ju bir aufÄauf* 
ring tommen, muft bir aber feine Sofien machen, wir tonnen und 
nicht aufhalten/' $iefed Bdtdcbcn nrit rothem $Bac&d verftegtll, 
befanb fich nod> bie Aufhebung ber 3°fuitcn im Kollegium. 118 ) 

3>iefe §rau ’IHaria ©räftn von £elfenftein vermachte bad 


1)7) Erdjfo JCaufring. 

118) Ulte ®<tyritttn tu. Äaufring. 


yjfofrbojf om £fcjj. 

. 

©cfclcjj £offenberg< bpi Kaufring bem ^rcbaiionöhauö bet Sefuts 
ten $u Canböberg. (Sie wirb wohl ihren ©emabl ©cbwicfer, bet 
1599 florb, überlebt haben. Scibe blieben in fegenvoflem »#nben*. 
fen, befonber$ für bie (Stabt L\inb6bera. 

• i 

Sic 3 c f^iten aber va tauften es anno 1622# fo wie fie e$ 

» * * 

übcrfommen Ratten/ an ben ©cbaftian (5'chinger v,oii <ßol&beim um 
3350 fl. unb 50 fl. Dteufauf. Dat. 2anbSberg ben 29. tflpril 1622. n9 ) 
©ebaftiaiv Qchinger von *pol$heim, bei bainalö Pfleger in 
i’anbau war, verkaufte feinen ©ii; £cffenberg mit afl<m 3ugo* 
bor unb Rechten um 3350 fl. an ben £crrn Soacfcim von SonnerSs 
berg. Dm. ben 19. 3uli 1624. 12n ) 

3m folgenben 3ahre (1625; ben 26. üftürj quittirt ©ebaftion 
<5cbinger, baf; er von 3oaef)im »cn Sönneröberg ba$ ®elb für 

ben ©in Äcffenbcrg erhalten habe. ,21 ) 

r . • * 

(£o raufte Joachim von Sonneröberg, nacj)bem er $uvor bie 
ipDfmarcbbberrfcbafi $u Täufling an fiel) gebracht hatte, auct) ben 
©i£ jpcjfenbera, unb fd)lug bafelbft Von nun an feine ^Dehnung auf. 

2öir haben nun wieb:r bie ©efchichte ber alten /pefmard) ju 
Kaufring anjubinben, wo wir fie abgebrochen haben, unb wollen 
in eigenen >2lbfchnitten ta$ erzählen, waö fiel) in berfelben vom 
3al?ve 1559 bi$ $ur Bereinigung mit &offcnberg jugetragen hat. 

12) SBaö nod> von ben Jpaibenbucf)etn al6 JjpofmarchShepren 

von Äaufring gu erjagen ifl. 

Bur 3eit als ipoffenberg entflonb, unb (ich auSbilbete, war 
ned) £ofmarcb*herr, wie wir gebort haben, Oteinbarb Ipaibenbucher. 
Unter ihm ereignete ftch nun vom 3al>i*c 1559 an, wo wir ihn 
verladen haben, brS gu feinem Sobe SolgenbeS: 

»21m 7. »lipril 1559 gab Urban, tropft von Otaitenbuch, unb 
ba$ Konvent bem 2eonl>arb Kn oller von Kaufring eine £cfflatt, 
hie ßeonbarb ©ebufter beftanbroefo inne halte; bagegen gibt 2eon* 
harb ÄnoUer 5 Sagwert SBiftmab auf bem Cechfelbe an ba$ 
Klo|"ter. l22 ) 

119) ?lrd)it> Äauftfng. 

120) Urcbiu .Raufring. 

„121) ttrd)it> .Raufring. 

122) 3Ct$i» .Raufring. 


206 


Sie ^cfmarclj Äaufrnig, 

✓ 

ßbriflopb Dleifer bon Kaufring berfaufte feine 5lecfer an ben 
Dteinborb £aibenbucber, Kaflnerju Canböberg unb £ofmorcb6berni . 
ju Kaufring. Siegln* ifl £>anb Jpdrfcbl, ©aflgeber ju Kaufring, 
Dat. Kaufring ben Üflonbtag bor St. ®eorgen*2ag. ,,a ) 

Anno 1560 unb 1578 fiedelt eine 23erfauf$ s Urfunbe ber eble 
unb fefle Oteinbarb &aibenbucber $u Kaufring, fürfllicper Kaflner 
ju £anb*berg. m ) / 

Anno 1561 ben 25. $lpvil belebnt Otto, 23ifcbof bon 2Iug$* 
bürg, ben Sfteinbarb £aibenbucber mit ber $ifcberei jwifeben £anb6* 
berg unb £alten,berg. ,25 ) 

(Sbriftopb Oteifadjer, Puffer ju Kaufring, unb Wgatba, fein 
(Jberoeib, berlauften it>rs Dörfer um 60 (I. än Oleinbarb Jpaiben* 
bueber, Kaflner ju £anb*berg. 2)en 33rief flegelte 57?atbiaö Sogt, 
Bürger ju £anb6berg. Dat. 30. Sunt 1564 in Üanböberg: ,26 ) 

ßorenj £aj bon Kaufring unb Apollonia, fein (5be»eib, ber* 
laufen ibre SJecfer im Dberfelb an iHeinbarb £aibenbucber, ©utä» 
berrn bon Kaufring unb Kaflner ju Canbäberg. Siegler: £an$ 
£aibenbucber, 93ürgermeifler in £anb$berg. ,27 ) 

Barbara Knofler, (£rbarb Krdlerä 2Dittwe, berfauft ibrett 
£of an öleinbarb Jpaibenbucfcer ju Kaufring, Kaflner infianböberg, 
um 1000 fl. Dat. 2Jug$burg ben 24. 3dnner 1572. 128 ) 

Oleinbarb £aibenbu<$er ju Kaufring , Kaflner ju £anb6berg, 
berfaufte feinen eigenen Jpof bem ^bornaö Otecber bon SBinfeL 
2)iefer £of gibt ©ilt 3 ©cbdffl Korn, 6 Scbdffl Dtoggen, 3 Scbdffl 
©erfle unb 6 Scbdffl £aber unb 8 ©ulben. Dat. am 12. 3uli 
1574. 129 ) 

2>ad Sifcbleben, melcbeö Dteinbarb £aibenbucber bom Sifcbof 
Otto bon Slugöburg erhielt, befldtigt ben 6. 3um 1576 93ifd;of 
ÜTtarguarb toieber. 1S0 ) 

3m felben %a\>xi berfaufte £an$ SBibemann an Kafpar SftogiS 
feine 3 nieder im Oberfelb um 34 fl. Siegler: Dteinbarb £aiben* 


123) .Kaufring. 

124) Dbttbaper, ttrc&iü V. 58. 11. #. p. 201. 

125) Xnfciö .Kaufring. 

126) 2TT<S>tt> .Raufring. 

127) tfrdjio Jtaufring. 

128) Tfrdjio .Kaufring. 

129) tftdjiu .Kaufring. 


/ 


, * ' ,* 

pferrbirf am Ceti). 297 

« ^ 

bucker, Raftner infianbSberg unb j^ofmarcbd^err in Rnufring. Dat. 

30. 3uni 1576. 1#1 ) ' . ' 

©ebaflian QBibemann »erlauft feine jwei Qlecfer, im Dberfelb 
an Rafpar JRogiS um 200 fl. ©iegler ifl Jperr iReinharb jpaiben* 
buchet, Raflner in ßanbSberg unb JpofmarcbSberr. Dat. ben 20. . 

3<$nner 1580. 13a ) 

ßhnfloph Schlinget ju $aftenberg unb bie ©emeinbe Kauf* 
ring flrittcn (leb längere 3eit um ben ffliehtrieb ober S3lumbefud> 
unb um bie <Pferbetränfe. 2)iefer ©treit mar eigentlich nur eine 
Erneuerung cined frühem ^>io^eflfe6. ©cbon 1484 führte 3a?ob 
Otthlinger, Meters ©ohn, mit ber .Raufringer ©emeinbe über bie 
SDeibenfcbaft <projeß, unb bamalS febon würbe ber Streit $u 
©unften beS DleblingerS entfebieben. Wucb ber £ofrathSabfcbieb 
»om 7. Senner 1581 lautete babin , ba§ bem $briftopb SReblinger 
ber äJiehtrieb auf bie Raufringer ©emeinbe geflattet fei; berfelbe 
aber ben Raufringern eine JRoßtränle auSjujeigen höbe. Oteinharb 
Jpaibenbuicber unb bie ©emeinbe befebwerten (ich gegen biefen $of* 
ratbSabfcbieb. Es erfolgte am 28. üttärj 1585 wieber ein an* 
berer ®efcbluß »on ©eite beS JpofratbS, welcher bie ftreitenben 
^artheien auf ben 1581 auSgefprccbenen jpofrathSabfcbieb »erweist 
unb benfelben betätigt 133 ). So burfte alfo ber Oteblinger nach* 
her wie »orber fein 23ieh im Raufriuger ©emeinbeholj weihen. 

Ein 9luS$ug aus bem 93lumenthalifcben ©aalbuebe »on 1582 
benennt folgenbe ©üter, welche bic 2)eutfd)herren in Raufring be*, 
faßen: Einen Jöof mit SuriSbiftion (ÜJtaleftjhänbel ausgenommen), 
bann 19 Werfer im Dberfelb , 12 2Jecfer im mittlern Selb , 12V a 
Werfer im S3racbfelb; bann 19 2agwerf SBiefen unb 15 $agwerf 
Jpol$. Es mußten jährlich 2 ©ebißing Pfennige , 6 ©chäffl Dtoggeu, 
unb 1 SRe^en Jpaber, 2 ©änfe, 4 kühner, 150 Eier unb ein 
Saftnacbthuh« an baS £auS SDlumenthal entrichtet werben. 134 ) . 

>2lm 26. 3uli 1585 erhält SReinharb £aibenbucber »om ^er^og 
SBilhelm ben (SonfenS, baß er wegen großer ©cbulben * Saft bie 


130) ttrdbto Äaufrfitß. 

131) ITrt^iö Jfaufung. 

132) Ertöt» Jtaufrfng. 

133) Originale. 

134) Ettöi» Äatifring. 


i 


298 JOir ijofmard) ßaufciug, * 

• / 

£ofmnrd> ju aufring an biß (Stabt £anh6berg petlnufen 
fcüife. 135 l 

t 

liefen 23erfauf ber &ofmard> überlebte Dleinbarb nicht lange. 
(Schon am 21. 3uni 1505 war ihm feine jpauäfrnu töarbgra 
in baö Scnfeitd poraubgegangen ; er folgte* ihr am 4 Xe^embev 
1585 nad?. 

3m ©locfentmufe be$ .JUrtht&urine* $u Äaufriitg b?ftnbei flct> 
eine alte Safel nen Jfpcl$, worauf eine peinlich gefd)icfte jpanb fo(* 
genbe* ©ilb gemalt bat. 23or einem ©ruciftrbilbc Iniet rechlö ein 

t 

porr.eljm geleiteter Jperr mit ber 3Iuffchrtft : „Anno Domini— 85 
3ar ben 4 2)e&embri6 ftarb ber ©bei nnb Pefi fteinbarbu* jpai* 

/ 

benbucher, für|llicher Äafinfr $u ilanteberg unb jpofiwarch&berv 
tfaufringen bem ©ett genabig ©ein weU. gfinen." i'inlä fniet eine 
Patrone mit ihrer S'ochtir, beibe ben 9lojenfran£ unb einen Sacher 
in ben £>5nben mit ber Ueberfc&rift: „Anno 1565 3ar ben 21. 3uni 
flarb bie ©bei unb tugenbfcafte Stau 33arb.ua Jpaibcubucher, Win 
gewejle ©affnerin ber ©ott genebig <Sepn well. Stuten." 13ß ) 

Oteinbarb .<paibenbud)er hinterließ 5 Kinber mit tarnen: Jbanä 

j 

Oteinbarb, ©reger Öieinbarb, äftaria SaJobe, 5Waria ©atome, 
SOtaria Xleopba. 2>ie 23ermünber biefee Äinber waren S^bann 
jUoppel unb Utlexanber ^erwangcr 2anb$berg. 2>iefe beurfun« 
ben, baß ©tbpfla Pen (Stetten bie $ofmarchöre<hte in jpoffenberg 
an (Schwiter pou $clfenfiein «erlauft habe. D«t* Uonfcebcrg ben 
28. Slu gujt 1593. m ) 

Dbfchcn mit 9tein(mrb$ 2*b auch bie £aibenbucher pom 
©chauplah ber ©efchichtc Jfcaufring* abtreten fonnten, fo wellen 
wir bctl) nod; jene pon biefem ©efchlechte anführen, bie unmit* 
telbav nach biefem 3eitpunftc Porfommen , unb (ich bafcer noch 

pon Kaufring fetreiben. 

\ 

3cbann ©corg £aibenbucher pon Äaufring flubirte 1593 auf 
ber ilniperfitat 3 n g°i^ il ^t. ,38 ) 

Anno 1596 erf&eint 9ieinl;ntb, be6 Raufen f>aibenbuchet$ (Selm, 


135) Originale. 

13«) Äafel in t>fr Äird&f ju Äaufrtng. 

137) 2Cr<fciü .^aufring. 

13d) Mederer Auuales Ingolstad, II. p. 13®. 


1 


Digltized 


I 


Pforrtorf am frei). 200 

unb Jpelena , • Weinharb* Scbw.efier,: grau bed (Jrnft $bwt* 
veitcr. 13S ) 

Anno 1601 tommt <Ureogbr Raiten bucker von .Raufving al$ 
3<»g e uor *« ßreirung beä (fehrifiopb ^eitinger jum $cctor. 
«im 31. riuli. 14 °) 

• ' ♦ • 

• ■ 3^bonn @rrgw fiarb beti 7. gebruar 1615. Qt war ein Sobn 

* 

be$ j£>ei*rn Oleinbavb Jpaibenbucber r unb würbe Äammergericblä* 
öfiVfior iu Spcter. Seine S-cbwefier s 3ftagbalena war $Ibti|Ti»t jU 
(Shtemfet, wofelbft fie in ihrem Hagebuche ben £ob ihre* trüber* 

i \ *- 

anmerfte. 14, j 

s Jt7«av)bi)leiia jpaibenbueber würbe geborwi ju Äaufrtng anno 
1576/ legte ihre $rofefi ob ju grauciwbicmfee,. anno 1590. 'Sie 
mufi eine ausgezeichnete grau gewefeu fein, weil fie fehen, not b j 
benv fte vorher bereits X'echantin öeö jUofier* war, muh bem £cbe 
ber grau Sabina «Jinjntorfcf am 24 Tarnung 1609 jur «Ibtiffin 
gewählt , unb am 24. «ipril beffelbcn 3^hre^ vom fal^buigifihen 

.«üeihbifchof dlautiub benebicirt würbe. . 

• * • • • * 

3>ie Schwefle* tiefer «IbtifTin, mit 9?anu’n ÜÄavia JUeopha, 
würbe «Jbtifjüi im JUofler 9iieberfcbonfclb. anno 1616 ten 14. 
Scpt. tarn tiefe auf ihrer giuchi Verben Schweben mit 7 grauen 
unb Schweftern in (öhiemfee an, wo fte bis $um 12. «Ipril 1647 
blieb, ^öcic e foUen Swifling&fcbweflern gewefen fein. '.Warta 'Wag = 
’ balena flnrb nach einem mühevollen, aber fegcnsreid>en üeben am 
29. 'llugufl 1650 im 5Uoficr Ghicmfee, wo fie 41 3ahre «Uuijjin 
gerrefen. l42 ) 

wäre meiner «Ibficht fremb, bicfcS ©efchlecbt ber jpaibem 
bucher weiter ju verfolgen, ich will baber boflolbe verlaffen, unb 
$ur ^efehiepte ber nachfelgenten £ofraar<h6berren fcl>reiten. 

* 13). 2)ie Stabt Sanböberg iß Sntiaherin ber f s 

matd) äaufring. • ' 

So wie jperzog «ßilbelm ber gromme bem Dtoinbarb jpaiben? 
bucher öen Gonfenß gab, ^aufring zu verlaufen, fo bewilligte er 


139) Sammlung biftorifd>er Si'rifl»'» toon Jritpfwfg' 3J&. Ul. p. 406. 
14üj Hiklimh- August. Alph. 1. pars II. de voce Peutiagcr. 

141) Mauuscript. 

142) Manarcript. ...» i 


800 


•if J$ofoarrl) Äaufrttig, 


auch am 30. $\\U 1585 ben £anb*bergern , baß fie bie $ofroar$ 
füuflich an ftch bringen, unb jugleid), baß ftc ju tiefem 93ebufe 
4000 fl. aufnebmen bürften. Dat. in Sflünchen. ,43 ) 

<?$ fcheint tief Don Seite De* £er 4096 gegen bie Stabt eine ©egün* 
ftigung gewefen ju fein für bie 2)ienfte, welche biefelbe befonberd 
jur £ubwig$ bei 93aper$, unb auch fonft öfter* in Jlriegö* 
feiten ben baperifchen Jperjogen geleiftet batte. So wie bie £erjog e, 
Don Üubwig IV. angefangen, ber Stabt bafür ftch banfbar erwiefen, 
baß fte ibr tyriDilegien unb Dtechte erteilten, beren ftct> wenige 
anbere erfreuen burften, fo tonnte auch Jpevjog 2Öilbelm ber ©tabt 
£anb*berg ibr ©efucb nicht abfchlagen, unb ertbeilte ihr baber 
bie ©rlaubniß, bie Jpofmarch Äaufring ju taufen. 

Unter ber £errfchaft ber ©tabt Canbdberg bat ftch nach ben 
mir oorliegenben Urtunbcn Solgenbe* ereignet. 

Jpan* ©tief Don Äaufring unb Katharina , fein ©bero**^ 
ülbamai ÄnoÖer Don Weichling, Barbara fein ©beweib, 23eit 2Bibe* 
mann Don Äaufring, Barbara feil) ©beweib, unb Ceonbarb SSÖie* 
benlochcr ju Schongau unb Apollonia fein ©beweib, hänfen SQBibe* 
mann* Don ßaufring fei. ©rbeit, Dcrfauften ibrc Werfer, % Sucpert 
im obern unb % Sichert im untern Selbe, an Äafpar ©eper $u 
£ aufring um 139 ff. Dat. ben 22. fltfai 1587. Siegler Sobann 
£l6ppel, Äaftner ju Üanbiberg, unb Wlexanber tyerwanger, Söor* 
münber ber £aibenbucherifcben Äinber. 144 ) 

. 3w Sab™ 1^89 Dertaufte £an* ©chlogenbofer, £ofmarch*s 
wirtb in Äaufring, an ben 23ürgermeijter ju üanbiberg 3 Werfer 
im Äaufringerfelb um 120 fl. Siegler war 3*«mia* £auinger, 
dichter. Dat. üanbiberg ben 23. Sebr. 1589. 145 ) ‘ 

3m felben 3^br« am 1. September Derglichen ftch Wbt 3& s 
bann Don ®enebittbeuern, Urban, tropft Don Dtaitenbucb, unb 
Ulrich/ tropft Don liefen, fo wie auch bie Srau ©lifabetba , Wb* 
tiflm jura Wnger in München, unb bie beiben Spitalpfleger Don 
Canböberg unb WBeilbeim wegen ber Scharwertc ihrer Untertba* 
nen mit ber £ofmarcbab«rfcbaft (Stabt £anb*berg) babin, baß 


US) Äaufting. 

14i» Krcbftt Jtaufring. 
146) Jtoufrfng. 


I 


pfurrdotf am Cect). 301 

* 

jeber Untertban obengebacbter ©runbberrfchaften ber £ofmarchd» 
herrfchaft jährlich 8 Sage Scharwert (etflen , bie £errfchaft aber 

ed ihnen anfagen muffe. 146 ) 

« » 

9Jud biefem 2)ofumentc lernen wir einmal mehrere ®runb# 
herren, bie bamald in jtaufring noch neben bem ©utöbcrrn waren, 
lenften, unb fehen jugleich bad ©effreben ber ©runbherrfcpaften, ffch 
in Mflem ootn Jpofmarchdherrn unabhängig ju machen, fo wie 
, und auch bad Streben bed Sefetern, (ich über alle übrigen bomi* 

, nirenb ju erhalten, nicht entgehen fann. 

Philipp Jpaltenbcrger, ©auer ju Äaufring, unb ©arbara feine 
£audfrau oerfauften 5 Sagwerf 2Diefcn, bie fit pon Sebaffian 
Äirchmaier getauft hatten, an bie §rau GHifabetba, 2lbtiffin bed 
Älofferd Singer ju München, um 60 ff. Dat. am 17. SWdrj 1590. ,47 ) 

2Bie bie Älofferfrauen am Singer, fo fucht auch ber SKagiffrat 
ber Stabt ßanbdbcrg feine ©üter unb ©eftyungen, |>ofmarcbd* 
unb @runbherren*lHechte $u erweitern. 

Slm 9. SDJärj beffelbett Jahred perfaufte QJtichael Scheter in 
Äaufring fein ©ütlein mit ©arten an ben ©ürgermeiffer ber Stabt 
fianbdberg, ben Verwalter ber £ofmarch Äaufring, um 140 ff. 148 ) . 

©nlthafar Schmib unb Slnna fein Eheweib pon .Raufring 
Perfauften ihren SJcfer, % 3uchert im mittlem Selbe, an ben 
©ürgermeiffer unb Otath ber Stabt ßanbdberg, ber auch bamald 
©runb * unb £ofmarcbdherr in .Raufring war, um 40 ff. 2>en 

% 

©rief ffegelte Seremiad £auinger, £anb* unb Stabt*fftichter ju 
Canbdberg. Dat. ben 24. Oft. 1590. ,49 ) 

Shomod Brunner gibt fein Jpaud unb 3ugebor bem ©abriel 
3iegler, ber ihm fein $aud unb baju 190 ff. aufwechfelt. Siegler : . 
£and SBalch, ©ürgermeiffer Pon Canbdberg, unb Ulrich ÜJtaier, 
IRathgeber bafelbff unb perorbenter Verwalter ber £ofmarch 
Äaufring. l5 °) ' 

2)ad Datum bed ©riefed fehlt. (5d mufl aber jwifchen 1590 
unb 1600 gewefen fein. 

* 

g 148) 2lr<bh> Jtaufring. 

147) ICrdjiö Jtaufring. 

148) Brdjiti Jtaufring. 

149) 7Cr4>ft> Jtaufring. 

150) *r$i» Jtaufring. 


Digitized by Google 


.Die f)O f murch Äaufri»g, v 

9?ur biö juni S^r« <602 frebietteu bi« &mböberger bie £of* 
marefc in ^Bejty. 2>er üRagifirot toerhufte biefclbe noch, im 3abr« 

i 

1602 am 4. ’lftai mit furfUicbem ßonfen*, fowie er fit von ben - 
j£>«ifcenbu<bern übertemmen batte, mit >2Iu6nabme brr jum jpoeb* 
$ifi ‘}lug*burg»lebnbaren $if<ber«< an ben jperjcg üftarmilian 1. ,51 > 
t 0o fe^ett wir nun ben £er$o<j Carinii tan J. im SSefipc ber 

gofnuuefr. 

• » 

14) ^erjog SRaxrlmÜiaa I. alö £ofmard)$inbabcr 

3u Äaufring 

$er jperjog ließ bie #ofmar<b bureb eigene Verwalter, bie 
er wabrfebeinlicfc augleicb für ^td>:eul}erg bejlellt batte, txeifcben, 
unb $war in ber $erfon ber jeweiligen tfajtner ju 2anb*berg. 

fommt anno 1615 in einer Urfunbe al$ Siegler oor: 
£an$ 3 fl ^b (5renbtrger, Äaftner $u Üanbäbcrg unb Verwalter ber 
Jpoftnarcb Jtaufring. Dal. 22 Sfjember; unb anno 1624 ftnbe i$ 
ben 2Bolfpcmg ©ebnen, Jtajtncr ju üanbbberg, Verwalter $u Hieb* 
lenterg unb ber jpofmard) Jtaufring. 1S2 > 

2Bn6 fonft btr Jper^og für bie jpefmareb Jtaufring getban bat/ 
ba4 »ft mir unbefannt. OJur einige 23erfauf*sUrfunben finbe icb, 
bie unter ber Verwaltung feiner Pfleger a^tSgejlelU worben waren. 

0o wiiaufte ($lifabtib, 2Sittwe beö itfiicbael 2fttcbl von Jtauf* 
ring, ibre ©olbe (Vebaufung unb garten) an ben ipanö 2Diebe- 
mann, $3iitb von jtaufring, um 305 fl. Dat, am li. Sebruar 
1605. 1M ) 

2)ie 2Öittwe tc$ jpan$ feiten von Jtaufring., mit tarnen 
(Jlifabetb, verlauft« 2 3uc^ert 'Ziefer um 210 fl. an ben ipane 2Bicbe* 
mann/ 2Birtb von Jtaufring. Dat. 26. ÜJtai 1605. 154 ) 

©eorg Olegeo von Jtaufring unb 'Jlnna, feine jpatiefrau, ver* 
»taufen an ben jpatiö ©peer, 2ßirtb bafelbft, meb»ere 'Zlecfer um 
620 fl. unb 7 fl. Dtcufauf. Dat. ben 22. 5cbr. 1612. $erfelbe ver* 
tauft mit GrinwiÜigung feined Qfbeweibce 3 / 4 2agwert im Unter* 


157) tf-djic Kaufrirg. gafcrtS neue 8tuatefanjtei p. 50. 317. 

152) ?ltd»io Kaufring. 

153) *. d)i» .Kaufring. 

151) 2lr$i» Kaufring. * 

/ i 


Digitized by Google 


f 


- ’ r , fjfnrrbor^ om ffecl). ' 

• * • - » t • / 

fctb a m STlieb * unb ßech*3Beg an ben £an« Speer, 2Öirth 51 t 

Äöufrhig, um 76 fl. Dat. ben 21. M5rj 1615. m ) 

®covg ölege« verlauft barm wieber feine 2 Juchcrt Olef er im 
Dbcrfclb an ben £an 6 2 Beij}, ©urger unb Otifhftirtb in £anb«berg, • 
um 215 ©ulfccn. liefen ©rief fiedelt .fpän« Jalob (Sbvenbergcr, 
Kaftner in £anb«berg unb Vermalter bei* £ofmarchen Üicbtcnberg. . 
unb Kaufring. Dat. 22. 2 >e$. 1615 tn 2anb«berg 156 ) 

3m 3^>bre 1624 VerFaufte Maxmilian I., frubcv £>er$og, nun 
Kurfurft von Köpern, an bcn Joachim bcn Sonnevcberg auf • t 
Jgling> Pfleger ju Jettenborf, ba« 2 )otf unb fcie Jpofmard) Kauf» 
rincj mit allem 3 ugeh 6 r unb OTecbten, mit 2 lu«nahme ’be« 2 Dilb< . 
banne«, ber hoben unb niebern Jagbbaifeit, unb be« gemauerten 
SDilbbanncrhaufe« , mit ber SBerpflichtung , bofj ber ©utoberr bie 
Unterthanen $u ben FurfurfH. Jagben fd>icfe, um 13,000 fl. Dat. 
am 25. Jänner 1624. 3>er in Kaufring Vorbanbene ©rief bat be« 
Kurfürften Maxmiliah eigene Untcrfcprift. m ) 

2 )en Empfang ber Kauf«fummc von Joachim von 2 >onner«* 
berg quittirt ber Jturfürft am 26. Sehr. bcffelben Jahre«. ,5S J 
•3)a« Sßtfbbonner * ober Jägevhau« in Kaufring gehörte bem 
Kurfürften, fowie auch ba« Jagbrecbt, unb bie Untertanen waren 
verpflichtet, bei £reibjagen $u erfebeinen. » 21 m 26. Sehr. 1624 
fdjenftc Kurfurfl Maximilian ben Sßilbbannerbof , ben er vorher , 
fchon einmal an ben jpan« Öleinharb ipaibenbueper gegeben hatte, ' 
bem Joachim von 2 >onner«berg, forberte aber, bofj er feine Unters 
thanen ju Sreibjagen brauche, welche ber Kurfürft haltet. Mün* * 

- chen ten 26. Sehr. 1624. ,59 ) 

8 o ftnb nun bie Donner«herg £ofmnrcb«berren in Jtaufring 

* 

geworben, ©exnebmen wir, Wa« (ich unter bem(Jtflen au« biefem 
eMen unb hochverehrten ©efcblechte ^getragen hat. 

15) 3oad)im von Doniwöberg, £ofmard)öhcn: in Äaufring. 

(Jbe wir ben Stammvater bc« gegenwärtig noch bluhenben 
©efchlechte^« ber Freiherren von 3)omm«berg hanbelnb in unfere 


155) 9lrd)iö Äaufring.' 

15G) ?lrd'ft> jTaufring. 

157) 21rd)i» Äaufring. 

15**) 9lr*io iCüuftfng. • > 

159) ’ätdjio Äau’ting. £rHfr$&erg ^)atr.sQ5rti^töbotffit tott'lBovcrn. 64 ic. tc. 


Digitized by Google 


Die ^ofmarctj Äoufrtng, 


304 

v 

®efcfcic&tß einführen , muffen wir bod> etwa« über ben Urfprung 
biefe* ©efchlechte*, fowie über bie tyerfonlicbfeit unfern £ofmarch** 
berrn fagen. £ang fagt in feinem 5Jbel*buche be* £6nigrei<b* 
©apern: 2)ie 2)onner*bevg flammen au* Deflreich. Rubere halten 
fte für Bürger non 2flün eben. 2)a* ©enefteium be* ©ern« 
barb in Wicbacb flifteten bie ©aulrappen unb Brenner, non benen 
ba* 9>atronat*recbt auf bie tfammerer, JBürger non 2licbacb, unb 
non biefen auf bie 2>onner*berg, ©ürger non ^München, überging. 
2>ie §rau Slnna Äammefin ndmlicb war eine geborne non 2)on* 
ner*berg, Grhegattin be* Äafpar Äammerer, Bürger* unb Btathe* 
ju Wicbacb, unb flarh ben 25. Jpornung 1640. ,60 ) 

2Ju* ben eben angeführten 2>aten Idft ficl> nunSolgenbe* ab« 
nehmen: 2>ie 2)onner*bevg flammten au*> Deflreicb , wofelbfl fte 
wohl begütert unb febr angefeben gewefen fein müffen, weil fle ftcb 
in ©apent fo febneö emporfebwingen fonnten. @ie famen gegen 
(£nbe be* 16. Jahrhunbert* nach SWüncben, erwarben ftcb bafelbfl ba* 

V 

^Bürgerrecht, unb erbten nach bein £obe Äafpar*, be* Äammerer*, 
ba* <Patronatdrecbt auf ba* oben erwdbnte ©enefteium in Miebach, 
fowie fte überhaupt anftngett, ftcb t um (Jbien, Blechte unb ©eftp* 
tbum im neuen ©aterlanbe ju bewerben. 

Joachim oon 2)ottner*berg brachte feinen Stamm erfl recht ju 
(Spren. 2)urch feine ©erbienfie um ben Jperjog unb nachmaligen 
jjtorfürflen ^Maximilian I. erhielt berfelbenacp unb nach »ergebene 
Remter. Bfacbbem er fchon juoor Ooctor Juris geworben, füllte 
er auch bie ©teile eine* geheimen Biatb* beö Äurfürflen au*, unb 
würbe fobann Dberfh&anjler, Pfleger oonSMarquartflein unb fpd* 
ter Pon Jettenborf. Anno 1635 erhielt er für ftcf> unb feine fieibe*« 
erben bie (5belmann**§reiheit fammt bem Jnbigenate, unb Äatfer 
Serbinanb II. bcfldtigte bie Sreiperrnwürbe am 15. Juni 1624. 
Anno 1620 war Joachim von £onner*berg Qlbgeorbneter an bem 
©unbeötag ju Ulm. 161 ) 

©leichjeitig mit Joachim jeiepnete ftcb auch «in Btutolf oon 
$onner*herg au*, ber wohl ein ©ruber be* Joachim gewefen fein mag 


160) gangS 2lbelßbu$ vomifonigt. S3ai;ern p. 114. SBraun £opograp&ie be§ SBigtlj. 
Slugäburg 1. p. 424. ©rabftein in 9Rün<!&«n. 

161) Sang 3tbel6bu(& vom Äonigtef^ Sapern p. lH.^eUerSbftg ^att.;@eri<Vt6b, von 
SBapern. p. 54. 60. 66. ®ef$. SKap 1. von SBolf unb SBrrptr. IV. p. 196. - - * 


' flfarrtarf «m Ceti), v 805 

liefern würbe ben 23. *Wä rj 1622 als Ober^ofrid>tcr in $lb« 
wefenb*it beS tyräftbenten unb ©irepräfibenten pro interim ba$ 
2)irectorium im Jpofrot^ übertragen. ©päter würbe Slubolpb Pon 
2)onnerSberg £auptmann in ©urgbaufen, unb anno 1633 am 18. 
3änner furfürjtlicber Kämmerer. Anno 1634—38 batte er ben 
fcbwebiftben ©eneral Sorftenfon in ©urgbaufen ju Perwabren. 
(Jr flarb 1641 als (etyter fianbeSbauptmann in ©urgbaufen. 

Stach biefer <5pifobe febren wir wieber $ur ©efcbichte Kauf* 
ring6 unter bem eblen ©tammpater bed 2>onnerSbergifcben ©efcplecb* 
te6 jurücf. 3cb muf aber fogleicb bie ©emerfung machen, bafl 
man in ben folgenben Slbfchnitten feine pottftänbige Genealogie ber 
Herren Pon $onnerSberg ju erwarten habe. 3$ fcbreibe eine 
©efchichte ber £ofmarcb, unb führe baber nur baS an, was $u 
meinem 3mecfe mir tauglich fdjeint, ohne in bie inneren Familien* 
S3erbültnt(fe biefeS ©efchlecbteS weiter ein$ugeben, als eS eben bie 
.ftofmarcbSgefcbichte erfoibert. 

Anno 1611 ben 26. ttflai perfaufte Kurfürft üftarmilian an 
ben S^acbim pon 2)onnerSberg ©chlof unb Jpofmarch 33Üng um 
30,000 fl., bapon würben ibm aber anno 1612 am 9. Senner 15,000 fl» 
gefcpenft. Stachbem er anno 1624 bie £ofmarch Kaufring um 
'13,000 ff. getauft battte, eignete er ftch auch noch ben 8. 3ult 1829 
bie§ofmarch (Jrpfting burch beren (Jinperleibung mit Saling ju. ,öa ) 

©om 3abre 1625 an babe ich Kaufbriefe im 2!rchiP $u Kauf« 
ring gefunben, aus benen wir erfeben tonnen, wie unfer £of« 
marchSberr feine Güter unb Siechte ju permebren fuchte. 

(Jiner pon biefen Briefen betätigt blof}, wie @eorg ©raun* 
mutter oon Untermüblbaufen unb ßbriftopb Riggenbach, üflütter 
pon (Jpfenbaufen, (£rben beS 'ZIbam ©raunmütter, ihre V/ 2 Sichert 
2Iecfer im Kaufringerfelb an ben £anS ©peer, ttßirtb bafelbft, per« 
. taufen. Dat. am 23. 3uni 1625. 163 ) 

©iele anbere ©riefe aber, bie in bem 2JrcbiPe aufbewabrt ftnb 
führen ben #ofmarcbSberrn ftlbft entweber als ©iegler, ober als 
Käufer an* 

©chon am 16. Sluguft 1625 Pertaufte ©imon, $robft pon liegen, 


161) Sang 2lbel6&u<$ vom J^6nigc«i(p SBapirn p. 114, $eUet$&er8 
bötleittn ton ©aipern p. 64. 60 . 61 , 

166) Kttyio .Kaufring, 

IX. 


20 


I 


3Ö6 Dir Ijofrotul) Htmfrfitf, 

unb bat §o nnent bafelbfl mit furfürfllicbem §onfen* 2 £öfe unb 
7 4>offli5tt€n in Äaufrtng an ben #errn 3oacbim non 2>onner*berg 
um 2300 fl. 1M ) . 

3m folgenben 3ab« nerfaufte Kan* 3*frtnanger, ©ürger unb 
©aflgeber ju 2anb*berg, feine 2 Suc^ert Werfer an ben 3®a<bi*n 
non 2)onner*berg um 275 fl. Dat. 4. Äug. 1626. ,i§ ) 

©ott biefer Bett an flnben wir in Äaufring öftet* einen £of 
erwähnt, ber ein ©eutelleben be* Äurfürflen genannt wirb. 2>iefer 
£of geborte ebenor bem (Sommentbur ber $eutfcbb«rr«n in ©in* 
mentbal. 2>afür batte ber Äurfürfl einen anbern in Wielenbach. 
Anno 1626 taufebte Soacbim non ®cnner*berg, ber mit biefer $of* 
mar(b belehnt worben war, benfelben gegen ben *wf in Äaufring 
au*. Wo würbe alfo ber $of in Wielenbach ©lumentbalifebe* 
(Jigentbum, ber £of aber, welcher norber bem Jpa ufe ©lumentbal 
gehörte, erfebeint nun al* ein lurfürftlicbe* ©eutelleben. ßeben*» 
inbaber aber war 1626 Soacbim non 2)onner*berg auf Äaufring 
unb Saling. ©on nun an betamen bie KofmarcbÄhrtten biefen £of 
ju Ceben, unb bezogen bafür bie jährliche Wtift unb ©ilt, unb 
batten anbere {Rechte, bie ihnen gegen ein £eben*reicbnifl nom 
Äuvfürften gugeflanben würben. ,aö ) 

2>er ©ebauer biefe* |>ofe6 in ben oben angegebenen 3abren 
biefi ©eorg *Pauer. ©on beflen Nachfolger, £an* $auer, führt ber 
Kof noch gegenwärtig ben Namen: „jurn £an*bauern". 2Dir 
haben noch öfter* bie ©elegenbeit non bem £an*bauerif<ben ©eu* 
teileben (Erwähnung ju machen, wollen aber je^t wieber ju einem 
anbern ©egenflanbe übergeben. 

3ur £ofmarcb Äaufring tarn bidber auch immer ba* §ifcb* 
waffer jwifeben £anb*berg unb Kaltenberg, welche* nom ©tfcbof 
non Äug*burg gu Ceben ging. 

* 

Äucb Soacbim non 2)onner*berg nimmt nom ©tfcbof Keinritb 
biefe* Sifcbwaffer jü ßeben. Dat. 28. flflai 1627 . in ) 

©i*ber batte biefe* Sifcbwafler 3obann Klöppel, Äafhter gu 
£anb*berg, Inne, berfelbe, ber mit Äleranoer tyerwanger ©ormün* 
ber unb Pfleger ber £aibenbucberifcben hinter war. Weit biefer 
3eit, alfo circa feit 1588 ober 1589, war bie gifeberei, welche bie 


164—187) lt$io Äaafrtef, 




307 


i 


Jßfqrttarf am Crct), 

N 

jpaibcnbuc^er ju ßehen erholten batten, bei ihren Cormünbent . 
geblieben, unb Weber bie ©tabt fianbbberg, welche inbeffen $of* 
marchbinbaberin war, noch ber äurfürft Maximilian haben fte am 
gefprochen. ,68 ) 

Joachim von OonnerÄberg, ber nun bie fdmmtlichen £of* 
marcb*rechte fammt bem 2Bilbbanne unb ber §ifcherei inne hatte, 
beftrcbte (Ich, auch feine ©runbherrlichfeit ju vermehren burch3lnfauf 
von ©ütern in unb um Äaufring. 

3lm 14. 3lpril 1628 taufte er von ber 2Ragbalena Springerin, x 
SBittwe unb 3iegterin ju Äaufring, ihre jweimäbige SBiefe im 
9laum in ber ©cpecbe unterhalb ber untern SWüble um 53 ff. 
Dtt. ben 14. 3lpril 1628. liefen Äauf bezeugen ber dichter 
2homa6 Sflaper unb bie 2>orffübrer 3ofeph Koffer unb ©eorg 
©afll ju Äaufring. 169 ) 

3m felben Sabre ben 11. SWai verkauften Michael Hermann 
unb ©ebaftian Jpainle von &aufring;im tarnen ber Gbriffopb $bal» 
maierifcben ä'inber eine SBiefe im obern Otaura an Svacpim von 2>om 
neröberg. Sbomaö üftaper, ber Richter, war unter ben 3«ugen. 17 °) 

S)en 33rief, in welchem jpanö tyremauer unb 3lnna beffen 
(Jheweib von (Jpfenhaufen mehrere 3Jecfer um 150 ff. im .Rauf* 
ringer Selb an ©eorg ©cherer von (Jpfenbaufen vevfauften, flegelte 
Soachim von 2)onnereberg auf Äaufring unb 3gling. D«t. ben 
25. ©ept. 1628 in Äaufring. 171 ) 

31m 20. November ^.628 machte £err Saachim von 3)onner6* 
berg eine neue Erwerbung in bem 3lcfer im Sftitterfelbe, ben er 
von bem ©eorg ©cherer von ©pfenhaufen um 150 ff. taufte. 

_ i x 

(Sbenfo, alb 3<>bann ' ©peer, 2ßirtb von Äaufring, 13 Suchert 
3Jecfer an ben $ofmarchbh«rrn abließ. 2)iefj gefchah am 8. 
9?ov. 1629. 

SBieberum übergab $an* 3lumüHer feine ©olbe bem $errn 
Soachim von 2>onner6berg gegen einen tfauffcbifling. S)ieß gefchah 
um biefelbe 3«it. 31 in 29. Oftober anno 1630 enblich taufte 
Soachim von 2>onner6berg von ©eorg SIrieb unb 93arbara feiner 
£au$frau % Suchert 3Jcfer, bie $älfte im Oberfelb, bie anbere 
#<5lfte im Unterfelbe, um 92 ff. m ) 


168—171) 3tr<bio Äaufring. 

. 20 # 


i 


Digitized by Google 


308 ' ®ic Jfsfmarcl) Äaufring, 

t 

23 on bem £of e, welchen ba6 ßloffcr Singer in SOTänchen ju 
Äaufring l>cfaß , haben wir fchon gebort. 3<fc finbe eine ©efcpreibung 
beö jpofeö , welche anno 1638 unter ber SIbtifffn ©ufanna gefer* 
tiget worben ift. Oiefe6 ®ut bauten nach einanber $eter Äaut, 
bann ©eorg 2homan unb enblich Sranj Jpainble. Oie Slecfer, bie 
bei bem @ute waren, enthielten 1021 $ifange. Oa6 ©iemab 
war 6 2agwerf grof. ©eim £aufe ffanb ein ©arten mit einer 
©uit. Oie Abgaben an ben ©runbherrn waren jährlich 23 ff. 
©iit unb 8 Pfennige ©tift. Sur bie £offfabt jahlte man an ben 
Pfarrer unb Jtircpenprobff jährlich 7 Pfennige, bann 1 ff. ©ilt, 

2 f)eHer ©tift. 

• , 

liefen Jpof berfauften anno 1638 bie Slbtiffin ©ufanna unb 
ber Gonbent am Finger mit furfärfflicpem ßonfenö mit allen 9tech* 
ten um 440 ff. an £errn Joachim #on Oonnereberg. Dat. üflün* 
cpen ben 14. 3uni 1638 . xU ) 

2116 Urfache be6 Verlaufes ffnb bie geringen (Jrträgnifle am 
gegeben. Oa6 lägt fleh wohl glauben, wenn man bebenft, in welche 
tlage bamnie Äaufring bureb ben fcprecflichen ©cpwebenfrieg ber# 
fe£t war. 

Um biefe 3*it fällt auch ein ©Weit, ben bie ©ewobner JCauf# 
ringe mit ben ©urgern bon SJanbebtrg wegen einer ©eibenfe&aft 
auf bem Cechfelbe hotten. Oie Uanbäberger behaupteten, ffe hätten 
bae ©eiberecht bie $u bem ©ege, ber bon Äaufring nach Unter* 
3gling fuhrt. Oie .Raufringer aber fagten, ba§ ffe mit ben *!anb$# 
beigem im fogenannten Oerach weibeit burfen, bie jum ©eg, 
ber bon Eanbbberg nach Cberigling fährt. Oer $>ofmarch6herr * 
(egte ffch ine Mittel, unb berglich bie ©emeinbe unb bie ©tabt 
bahin, baff bie £anb6berger bae Oerach allein weihen burfen bie 
$um 3wolfergraben, bie .Raufringer aber ade ©eibe unterhalb 
bem 3w6(fergraben benäpen follen. * Unter ben Slbgeorbneten bon 
©eite .Raufringe waren bie 4 Oorffährer, Slbam ©ailer, SWel* 
chior ©ibmann, beibe©auern, ©imon $ett unb ©atthäue ©cham* 
per, beibe ©otbner; bann Jofeph £ofer, ©auer, unb ©arthlmä 
tyerchtolb, üftäfler. Dat. 22. Oft. 1638. Oie SWarchffeine würben 
gefegt anno 1639. XM ) 

Oiefee ÜJlarch befiehl heut $u Sage noch unbeffritten. 

m~lT4) tfrcfciö JCaoftina. 

i 


f 


Digitized by Google 


309 


ptawborf am Ctrl). . 


2)af um tiefe Beit #err Soachira ton ÜDonnerdberg noch 
functionirenber ßanjler bed Äurfürften üttarimilian I. war, bad 
beweifet ein bed tflofterd Srauenchiemfee. 

2)icfed iUofter bot nüralich burcb eine bringenbe Berorbnung 

% 

bed Jtanjlerd Joachim ton S&onnerdberg bie (Jrlaubnif $u einer 
lieferet erbalten. Dat. 16. ©ept. 1640. ,79 ) 

% 

Schon torbin baten mir bed ©chwebenfrieged Ermahnung 
getban. 2)a Äaufring am £ech fo tiel ben Äriegdcalamitäten aud* 
gefept war, fo wollen wir in einem eigenen Slbfchnitte burchfübren, 
»ad ficb in Solge biefed Jtrieged in .Raufring jugetragen, ober 
auf bad ©cpicffal Raufringd unb bed £ofmarchOberrn (Jinfluf 
gehabt bat. 


16) $arte ©chicffale ber £ofmard) Äaufring mdbvenb bed 

breipigjdbrigen Äriegeö. 

t 

SGBenn »ir bie £age Äaufringd ind 5luge faffen, fo rauf und 
gleich beim Ententen an jene ©reueltbaten, »eiche bie geinte 
unfered Baterlanbed unb ©laubend in ßanbdberg oerübten, auch 
für unfere £ofmarch bange werben. 

2Bie im lebten franjoflfehen Rriege bie geinbe allemal, fo oft 
fie über ßanbdberg jogen, auch notb»enbig bie nur eine ©tunte 
ton tiefer ©tabt entfernte Brücfe paffiren muften, fo tonnten 
bie ©cbweben, ober bie taiferlichen Gruppen, wenn fte ben ßech 
überfetyten, unb ßanbdberg auf beiten ©eiten belagern wollten, 
tiefen Uebergang unb biefe Belagerung nur baburch ind 2Beif 
fe$en, baf fte .Raufring berühren unb oerbeeren rauften. 2>ie§ ift 
fo natürlich, baf fepon in ben frühem Kriegen, wie wir felbft in 
unferer ©efchichte ternoramen haben, bie in biefe ©egenb ge- 
fpielt würben, Äaufring auch immer in bad ©piel gezogen werben 
mufte. 

<5d war bad Jahr 1631, welched und bie Schweben bad 
Ghrftemal in bie ©egenb ton ßanbdberg führte, unb fchon bei 
tiefem erflen Buge mufte bie $ofmarcb febr oieled (eiben. Raum 
war bie fürchterliche tyeft, welche befonberd ton 1628—1630 febr 


i 


1T6) Originale. 


Digitized by Google 


f 


I 


310 'Bit jjo(matcl) Äaufrtng, 

wüthete, vorüber, alt matt fchon wieber bie Qfnndfeerung ber ©chwe* 
bcn fürchten mußte. 

Anno 1631 ließ Äurfürft üttarimilian EanbSberg befeftigen, 
unb jenen großen EDall, ber ftch toom ©anbauertbore bie 
jum ^Poffinger^ jpiigel binjiebt/ aufführen. Die Arbeiten, welche 
bie umliegenben Säuern habet ju Ieiflen^ unb bie (Jrnäh* 
rung be$ £eere$, welche* ber Äurfürft in bie ©tabt legen 
ließ, btücften ba* Soll febr, unb hoch war biefe* nur ber 
Anfang. . 

Anno 1632 (amen bie ©chweben, unb jogen oon Elugöburg 
her gegen £anb*berg, wobei fte .Raufring bebrängen mußten. ©ie 
forbertett bie Sürger bon £anb*berg jur Uebergabe auf, ober fie 
foQten (ich mit 8000 ©ulben lofen. Elm 4. SJtai übergab ber 
SWagiftrat wiber EBiflen ber Sürgerfcbaft bie ©tabt an bie ©chwe* 
ben. Diefe plünberten bann biefelbe, unb raubten allen Sorrath 
bon ©etreib, ©alj u. f. w., unb legten fürchterliche Sranbfcbap* 
ungen auf. ©ie jogett auch in bie benachbarten Dörfer, berbeer* 
ten biefe, unb führten 'Sieb unb ßebenömittel unter korben, 
Srennen unb anbern ©cbanbtbaten mit fleh fort, fo baß bie Se* 
wobner be* Cechrainö gezwungen mürben, bie #üufer ju berlaflen, 
unb in bie EBälber ju jieben. Da* fo nabe gelegene Jtaufring 
mußte babei wohl am meijten gelitten haben. 

Die Kroaten, unter ber Einführung be* .Rrabiu* jogen heran, 
unb entfetten bie ©tobt. Elber fic waren ben Sewobnern unb 
benachbarten Säuern (ein ©ebujj, fle plünberten uno fettgten 
ebenfalls. 

Darauf am 23. 3uli (amen bie ©chweben »icber, unb befe$* 
ten BanbSberg $um 3weitenmale. Chtblich rücfte am 9. Elug. 
©eneral Otto Jpeinrich Sugger, ber Pfleger bon ßantSberg 
war, unb nun eine Elrmee commanbirte, mit feinen Seuten, 
wobei wieber bie Kroaten al6 (aiferliche £ilf*bol(er waren, bor 
bie ©tabt, unb befe^te fte. Die Umgegenb mußte bie Sefapung 
erhalten. 

Elm 23. Dftober 1632 mußte bie ©tabt wieber an bie ©chwe, 
ben übergeben werben. Jperjog Sernharbbon EBeimar plünberte 
fle gegen fein Scrfprechen. Elm 18. De$. (amen bie Sapern 
mit ©eneral Elltringer bor CanbSberg, jogen aber halb wieber 


Digitized by Google 


m **fk' 3ii 

ab;. erfk ata 2 & Dezember formte btt Fugger bie ©Sweben 
befiegen. 178 ) 

2)a* 3abr 1633 war qlfo für fianbdberg unb bie Umgegenb 
ein bäfe$ 3a^r. 93ei allen tiefen 3ügejt, ^lünberungen, korben 
unb trennen auf Äaufring unter allen anbern Dörfern ba$ 
ütteifie gelitten haben. s v 

3m 3abre 1633 im $Jprtl famen bie ©Sweben wieber unter 
©enrral 3<>hanne$ 2orfienfon, unb bie ßanboberger verloren un* 
geartet btt tapferfien ©iberfiaobed ber Bürger 400 SRann unb bie 
©tabt burcp £ift. Ritten in ber ©tqbt fielen bie ©chwebett über bie ' 
Bürger ber, unb fcbonten fein ©cfchlecht unb fein Filter. 2>ie 3ung» 
(rauen unb Leiber würben gefchänbet, tiefe fiürjten ft 4) aber, um 
ihre @bre ju retten, von ben Reifen herab. 9?acfe Verübung beä 
fchrecflichen ©reuelö jogen bie ©cbweben wieber ab. >2lm 29. ©ept. 
famen wieber anbere an, unter bem ©eneral ©peerreuter, plün* 
berten auf ein Weueö, unb führten mehrere Bürger al6 ©eifein weg. 
Dafielbe £ooO traf $wei $rie(ter ber 3efuiten. 

3m felben 3 fl hre am 30. ©ept. machten auch bie 5Jug$burger 
einen 3lu$faU auf bie ©egenb von £anb$berg, plünberten mehrere 
Sage, unb marterten unb quälten bie £eute fchrecflich. 93ei S3ri* 
bricbing würben biefe wilben Freibeuter von ben faiferlichen über? 
fallen unb ihnen bie ©eute abgenommen. 

©ei allen tiefen harten ©treichen, bie auf £anbäberg fielen/ 
war äaufring nicht verfchont. Qluch hier würbe geplünbert unb 
geraubt, unb bie £eute fehr geplagt unb ganj auOgefogen. m ) 

Um bie arme ©tabt vor künftigen Ueberfällen ber Feinbe ju fcbüfcen, 
legte im 3*bre 1635 ber fturfürft 3Kax -I. eine ©efa^ung nach ' 
£anb*berg. Da bie auOgeplünberte ©tabt nicht 2Ule6 leiften fonnte, 
unb ber fturfürft auch nicht im ©tanbe war, feine ÄriegOlcute 

ju ernähren, fo mußten bie umliegenben dauern beijteuern- 178 ) 

* 


178) ©a8 £&ntgrefc& SBa^ftn in (einen alterttyumlid&en ©<b6nf)eitfn. VII. Vlll, p. 16. 28 * 

u. f. w. Leataer hiit Weeaofont. p. 425—428. ftrlebt/ ®cf<bf#te bwi fianbäberg 
Weiciejbeck Ckron. Donod. 1. p. 235. II. p. 294—298. 

177) gtiebl, ©rf<bi<&te bon ßanbObrrg. Sopogt. flatifl. £anbbud> für Dberbapern 
p. 116—118. ö&rontf bon Stling unb Xnbed&g bon 8er<bl. Da« Äonigretd) SSapern in 
feinen altettljuml. ©(bon^eiten VII. VIII. p. 162 u. f. W. Loutner hist. Weasofont. p. , ' 
426—427. 

178) Meickelkeck Chronic, Bened. II, p. 303. 


✓ 


Digitized by Google 


312 


i 


Mit ^ofmarri) Äuufrinj, 

©o tonnte alfo Äaufring, obfcbon jept ber Seinb 13 Jahre 
auSblieb, ftcb bennocb nicht erholen. 3) er dichter unb Verwalter 
ber 2)onner*bergifcben £oftnarcb, Johann üflujerharb, mug ira 
Jahre 1641 noch ben Säuern, ber ben Jefuitenhof baut, anbatten, 
bag er bem ^Probierbaufe ber Jefuiten in ßanbäberg feine Bitten 
unb Stiften bejahten fode. ,79 ) 

@o arm waren bamal* bie ßaufringer, bag jte ihren Pfarrer 
faum ernähren tonnten. Johanne* OWanfiel mugte wegen ju ge« 
ringer (Jinlünfte feine Pfarrei perlaffen, unb ba6 Äloiter liegen 
pon bem ®ut*berrn angegangen werben, e$ fade bie (Jintünfte ber 
Pfarrer aufbeffern. 180 ) 

Mehrere Schriften, bie ich im ArchiP ju .Raufring fanb, geben 
ßunbe, wie ber fo bebeutenbe 2Bibbum*hof beö «ftlojhr* liegen 
ganj perfcbulbet war, unb bie auf bemfelben fügen, fleh nicht er« 

fchwingen tonnten, unb beftänbig Pon ben ©erichten jur ßeiftung 

* 

ihrer Schulbigfeit angehattett werben mugten, 

So war atfo burch biefen Rrieg, unb bie porauggegangene 
$ungergnoth unb *peft ber Ort herabgetommen , unb 9?oih unb 
(Jlenb in ade SÖerbättniffe eingebrungen. , 

2)reijehn Jahre fam fein Seinb mehr in bie ©egenb bon 
fianbgberg, unb bie armen ßeute fchienen ficb wieber etwa* ju er* 
holen. 2)och bag (Jlenb fedte noch fein (5nbe nehmen. Jm Jahr* 
1646, eg war am 5. Scpt., verbreitete fleh fchon bag ©erüebt, bag 
bie Schweben in Auggburg feien, unb Adeg floh# big auf jene, 
bie nicht* ju verloffen hatten, unb batb tarnen auch einige grei# 
beuter, fielen in ber Perlaflenen ©tabt ein, unb raubten in ber 
Umgegenb gegen 700 tyferbe. Jtaurn waren barnacb bie Sürger 
wieber jurücfgefebrt, fo tarnen bie Schweben in S3erbinbung mit 
ben 5ranjofen unter ber Anführung ber ©enerate dörangl unb 
Surenne, unb befefcten im Monate September noch bie Stabt. Sei' 
Annäherung eine* taiferlichen Jpeereg wichen jeboeb bie $einbe 
Wieber jurücf. Am 23. Oltober 1646 gingen bann bie taiferlich« 
baperifeben Gruppen über ben Sech, rücften in Schwaben ein, unb 
perfolgten bie Schweben. Acht Sage barauf gingen bie Schweben 


1TB) ttrdbtt) Äaufrfng. 
ISO) Original. 


/ 


gHorrborf am fcdj* • 




813 


au* Ueberfeben ber Oeflreict>cr unb Samern bei ftaufring über 
ben gech, fchnitten bctt Saperifchen ben 2Beg ab, unb plünberten 
bie ganje Gegenb vom gech bi* jur 3for. 2>i eß gefcpab Anfang* 
be* ÜRonat* November, ganb*berg mar jept mieber ben «Scbmeben 
prei*gegeben, unb bie Sürger, fo wie bie Umgegenb, Ratten Siele* 
}U leiben. 2>arau* entfhinb eine fo große £unger*notb in ber 
etabt, baß täglich 15 Sftenfchen ftarben. (Jnblich jogen bie geinbe 
mieber ab nach SWünchen. 5Juf ihrem Otücfiuge, ber in golge 
eine* verlornen Treffen* ftattfanb, jogen jie mieber über ganba* 
berg unb itaufring unter SJlorb unb 2ob, unb führten ^rieftet 
unb Sürger nach ©chmaben ab. 181 ) 

Sei biefen Uebergängen ber ©chmeben mürbe von benfelben 
im Oberfelbe $u Äaufring ein gager aufgefcblagen, unb bei biefer 
Gelegenheit aüe* niebergerijfen unb abgebrannt. 

2)a* Seutelleben, rnelche* ber Äurfürft bem £ofmarch*b*rrn 
ju gehen gegeben hatte, unb ju biefer 3«*1 von Georg Sauer 
gebaut mürbe, litt babei großen Gehaben, unb tarn fehr h er# 
unter. 1M ) . 

tfaum mar ber 2Binter vorüber, fo brannte mieber aQentbal* 
ben bie Striegäfacfel, auch am gech* 51m 20. Sftärj 1647 überfepten 
gegen 300 febmebifebe [Reiter bei ftaufring ben ßecp, unb nahmen 
ben 5(ug*burger ßaufleuten, bie nach ganb*berg auf ben 9Watft 
jogen, unb einigen Säuern ihre $ferbe rneg, unb jogen bann 
mieber jurücf. 

3n biefem Sabre lehrten fie mieber in ganb*berg ein, unb 
plünberten bort bie Getreibläften, unb raubten alle* Getreibe, ba* 
bem Stlofter Senebiltbeuern gehörte, unb plünberten bann bie 
Säuern ber Uragegenb l83 >. Son nun an ging e* etma* beffer. 

9focp im Sabre 1647 machte ber Äurfürft mit ben geinben 
ben tyrivatvertrag, baß ftch bie geinbe be* [Raube* enthalten, unb 
von ben Säuern ben Unterhalt begehen füllten. £aburcb mürbe 
freilich nicht jeber Sftißfianb aufgehoben, ba bie Säuern viel 


181) Leutner hi«t. Weisof. p. 427. ff)a0 Äonfgrridb Samern in feinen altrrt&uml. 
©«bönfteiten. Qfjronit t>on (Srling ». JjJeiligenbfrg V. gerty. Meichelbeck Chronic. 
Bened. II. p. Sil. grfrbl, ®ef<&lc&te oon Eanböbrrg. 

182) TCrdjft JTaufring. 

182) Molchelbeck Chron. Bened. 11. p. 211. Qftronil ton (Srling unb teil* Berg 
ton 8*r$t. 


914 


■ ' . 

4 

ücr ^ofmordj Äoafttng, 

r • . 

* jablen unb liefern rauften; man tonnte aber bocb mieber an ben 
Selbbau benten, ber in gefäbrti<b«t 3*it«n ganj unterbleiben 

• raufte. 1#4 ) 

(Jnblicb fab man bem $lu*gang be* Striege* entgegen, unb 
bie lebten ©chmeben gingen 1648 im Ottober non kapern t>er* 
trieben bei Jtaufring Aber ben fiech, unb balb barauf mürbe ber 
Triebe gefcbloffen. 186 ) 

SBdbrenb M breif igjäbrigen Äriege* mar auch ber £ofmarch** 
berr 3oa<bim von 2>onner*berg nicht berfchont. @cbon im 3abre 
i ' 1632, al* bie ©chmeben ba* (Jrftemal nach ßanbbberg tarnen, mürbe 
er bon flaufring unb Sjjüng vertrieben, unb feiner ©üter beraubt, 
©uftab Slbolpb, Äonig bon ©cbmeben, bergab bann feine $of* 
marcb Äaufring, Ober* unb Unterigling an ben Satob 3«emiaÄ 
bon ©tenglin, meinen ^atri^ier bon 9!itg6burg, (utberifcber §on* 
feffion, ber bamal* 93ürgermeifler ber ©tabt flug*burg mar, unb 
bei ber burch ©uftab 5Itolpb beinhalteten neuen 2Babl mit 
ßubmig SRebm ©tabtpfleger, aber anno 1635 ben 20. tyuguft bon 
bem Aaifer mieber abgefe^t mürbe, nacbbem $lug*burg an ben 
faiferl. ©eneral ©afla* übergegangen mar. 2 )a aber ber Ärieg 
anno 1633 mieber in anbere ©egenben gefpiett mürbe, fo trat 
3oäcbim bon 2)onner*berg balb mieber in feinen 33eftyungen oU 
$err auf, unb ©tetten tbeilt in feiner ©efchichte bon $lug*burg 
mit, 3<rt®* 3<f«mia6 bon ©tenglin habe menig ober gar nicht* 
bon ber £ofmarch genoffen. 2>erfelbe bat alfo mabrfcbeinlicb bon 
feiner gefchcnfon £ofmard) niemal* SBeftp nehmen tonnen. 186 ) 

2)o cb litt ber £ofmarch*b<rr bei biefem Kriege fo febr, baf 
er ben Bitten ber Untertbanen, er möchte ihnen, meil fte burcb 
SBranb, Itrieg unb SÖermüftung ber Selber gar fo biel gelitten, 
9tacblaf in ber ©ilt geben, nicht entfpreehen tonnte. WT ) . 

911* im flWonat ©eptember 1646, mie mir gehört haben, bie , 
©cbmeben unter ©eneral SSPrangel 2anb*berg befe$t batten, fläch* 
tete (ich ber 85 3ab?e alte Oberftfanjler 3®achira bon 2)onner** 
berg mit feinem @nfel Sranj 3®achim, feiner £au*frau üttaria 

184) Leo t oer hist. WeMofont. p. 428. 

185) Gtroni! tion Grling unb J&eiUgen&etg non fcerfy. 

186) ©tftten abflt(fcr ®ff<ftlec&ter non tfugSburg p. 304. 4)ißori« beä föfgimentl 
ber freien 3t«t<t>4ftabt Vugätarg ton ©a*lb ßangenraantel p. HO. 

187) 3U$iu Äaufring. \ 


0 ' 


Digitized by Google 


fKouborf «n Cecl). SIS 

% ^ 

fathartna , einer geb. oon ßeonrobt, unb beren Sc&wefler 5lnna 
SBiftoria von ßeonrobt, mit 6 Wienern, 5 SSefcfclieferinnen unb 16 
<pferben in« Älofler Shiemfee, wo er oon ber 9Jbttffin ©agbalena 
oon £aitenbuc&, bie, wie wir oben oernomraen, eine geborne 
ffaufringerin war, bi 6 jum 20. £ornung 1647 trefflich oerpflegt 
würbe. Der £cfmarchsherr bezahlte aber QlQe6. ,w ) 

3« jener 3*it, wo man jebeS ©efep mit §tlf}en trat, war eS 
auch Sein ©unber, wenn bie 93auern auf ihren ©ütern anfingen, 
eigenmächtig ju b^nbeln. Die 93efchwerben, welche tyrobft Simon 
oon liefen gegen bie ffaufringer erhob, baß fie ihre ©runbflücfe 
unter einanber oerfauften, unb bem ftlofier als ©runbberrfcbaft 
feinen 9lb* unb 3 u 9 an 9 gäben , ifl ein beweis beS ©efagten. ,8# ) 

17) §Bon bem TfuSgcntge be§ @d)webenfriege5 bis $um $ob e 
beS 4? ecrn Soac^im non Donnersberg. 

ftnum war bie ©cfcrecfenSperiobe vorüber, als unfer $ofraar<b6« 
berr fcpon wieber bebacpt war, feine ^errltct>en Wechte ju per« 
mehren. » 

©eorg SEhoma, gewefener ©ibbumbauer oon Jtaufring, perfauft 
an 3oacbira Pon Donnersberg 3 3u#«ft liefet um 160 fl. Dat. 
ben 24. ©ai 1649. 190 ) 

Äarl «premauer, Solbner in Äaufring, pertauft % Sichert 
91cf«r im ©itterfclb um 26 fl. bem 3oa$im Pon Donnersberg. 
Dat. ben 7. Sept. 1649. «>) 

©atthäuS Scfcamper, Solbner, Perfauft fein S6lbhauS unb 
©arten um 25 fl. an ben 3oa$im oon Donnersberg. Dat. 10/ 
Sept. 1649 . "*) 

91m 15. September perfauft JpanS ©afll, ©annenmacher in 
äaufring, 2 Dagwerf Cechfelb- ©iSmab um 21 fl. an ben 3oa$im 
pon Donnersberg. ,93 ) 

9lm 20. September beflelben 3°fci'«ö perfauft $an6 kumulier, 
Solbner in äaufring, an ben 3oa<bim pon DonnerSberg feine 
Solbe, beflehenb in £auS unb ©arten um 20 fl. 1M ) 


188) Originale. 

18!)) SBrtrfe in Äaufring. 
190—194) 2lt<$in Äaufring. 


/ 

i 


Digitized by Google 


•« Ijo(morcl) it auf ring, 


SIS 

I 

51 m 30. September btt ndmlicbcn 3abred Perfaufte ©eorg 
JReule feine ©ölbe ju Äaufring, eine unb ©arten um 

25 ff. an 3oa<t>im pon Domterdberg. ,95 ) 

(Srnblicb Perfaufte am 23. 2>e$ember im felben Sabre 1649 
Martin £altenberger, Väcfer in Jtaufring, an ben Soacpim pon 
2>onnerdberg 1 3u$*rt tiefer im Mitterfelb um 5i ff. ,f6 ) 

liefen {leben angegebenen Käufen unb Vermehrungen ber 
grunbberrlicben Otecbte, welche fämratlicb im 3ab*e 1649 ffatt* 
fanben, folgt noch ein folcper Rauf anno 1650. 

©eorg 2boma, ebemal. Mibbumbauer in .Raufring, jejjt in 
Canbdberg anfdfig, gibt ndmlicb jwei 5lecfer, ein Sichert im 
Dberfelb am tyulacber 2Beg, bad anbere im ilnterfelb gegen eine 
Äauffumme pon 110 ff. an ben Soacbim pon Donnerdberg. ,f7 ) 

Mit biefen urfunblicben £anblungen muffen wir nun bie 
©efebiebte bed langen unb tbatenreicben gebend bed £errn 3oacbitn 
pon Donnerdberg, Jpofmarcbdberrn Pon Ober« unb Unterigling, 
(Jrpfting unb jfaufring, ber fo lange unb mit Otubm bat Oberff* 
fan$ler*5lmt bed Äurfürffen Maximilian 1. perwaltet bat, befcbliefjen. 
«Derfelbe ffarb ndmlitf) am 18. ©eptember 1650, in einem 5llter 
pon 89 Sabren, unb btnterliejl bie f>ofmarcb feinem ©obn 5ran$ 
3oacbim. 198 ) 

51 n ibm perlor nicht bloß bie £ofmarcb Äaufring einen guten, 
portrefflicpen £«rrn, fonbern auch ber Äurfürff einen tüchtigen 

Mann, ben er ffetd febr boeb geachtet batte. 

* 

18) gran$ Soacbim pon $)onnerdberg , #ofmarcb$b**c in 
Äaufring, unb fein Vruber 3öna$. 

2)iefer war im 3ab« 1649 unb noch 1651 tyffeger in Maffer* 
bürg. 34) ffnbe pon ibm eine ©cbweffer, mit tarnen ©ibpOa, 
unb einen Vruber, ber 3<jna$ bieg, beurfunbet. ©ibpDa pon Don* 
nerdberg war bieSrau btt 3obanu Sbriffopb Pon ölumfforf, $ffe* 
gerd ju 2Dafferburg, unb ffarb 1635 ju SBafferburg an ber $eff. 
Von Sgnaj wollen wir weiter unten reben. 199 ) 


195—197) 2lr<fciö Äaufring. 

198) ®rabflein in DbrrigUng. 

199) TCrd^it» Ätofl&erg. 


V 


Digitized by Google 


Pfanrftfrf an Ctrl). 


317 • 


\ 


Unter bem Otegimente be! granj 3cad>im von 2)onner!berg 
habe ich Aber bie #ofmarch Äaufring golgenbe! gefunben. 

©m 5. ,gebr. 1651 gibt Äurfürft Maximilian von ©apern 
ba! ©euteflehen, feinen eigenen £of in Äaufring, ben £an! 
$auer baut/ bem granj S^achim von 2)onner!berg, ©emalthaber 
feine! ©ruber! Sgnaj, ju £eben. ©egeben in München. 

3)ie £ehen!taxe foftete bamal! 53 ft. unb 28 fr. 

9?acb ©bfterben ihre! £errn Maximilian gab Jturfürftin Slnna 
bem 3gna^ von 2>onner!berg burch feinen ©ruber granj 3&achira 
ben lebenbaren Jpof ju .Raufring, ben £an! tyauer baut, al! 
£eben. Dat. ben 17. ©ept. 1652. Siefer £of ift angefchlagen mors 
ben auf 900 ft.; bie ßehenltaxe ju 54 ft. mürbe entrichtet am 11. 
9?ov. 1652. 

/ 

£an! $auer, ©ohn bei ©eorg tyaur, befennt, baff er ben 
(ebenbaren $of, ben ber Jpofmarch!herr 3oacbim von 2>onner!berg 
(cbon vom Äurfürften Max I. erbalten batte, freifiiftig übertommen 
habe. Dat. ben 29. $ej 1653. ü0 °) 

2öie mir feben/ fo ift ber £ofmarch!b<tr unb baber Machthaber 
feine! ©ruber! £err granj Soachim von 2)onner!berg. ©ein 
©ruber Sfinaj aber erhalt ©ntheil an bem ßehenhof, ober tiefer 
ift vielmehr felbfl, nachbem juvor granj Soacpim belehnt morben 
mar / nachher von biefem unb ber Äurfürflin $lnna bem Sgnaj 
übergeben morben. 23on ber gifcherei, melche, mie mir fchon öfter! 
gehört haben, ein Sehen ber ©ifchofe von ©uglburg, habe ich au! 
biefer ^eriobe nicht! gefunben. ©tahrfcheinlich ift ber £ofmarch!* 
herr felbfl bamit belehnt morben. 

Anno 1560 befchmert jtch ber Magiftrat von ©teilheim öfter!, 

' baff ber Matthäu! ©ftetfch, ©rduer von£anb!berg, ben jum ©pi* 

• . 

tal in SDeilheim gehörigen Jpof ju Äaufring ohne ßonfen! brei 
3ahre lang fchon inne habe. <5! liegen in Raufring biefe Rlag« 
fchriften vom 21. Senner, 28. Senner unb 3. gebr. vor. 2§1 ) 

2)ie ©efchichte biefe! £ofmarch!berrn muffen mir nun mit ber 
©ufjdhlung eine! £iebe!mer!e! fehlten. 2)erfelbe intercebirte nam* 
lieh 1663 für be! |>anfen ©aftl! ©ohn, Mathia!, ber ben meinen 
©u!fa$ hatte, baf er mochte in! Seprofenbau! ju £anb!berg auf« 


20 «— 281 ) Xr$i» JUufrteg. 


Digitized by Google 


318 


8ie 4*foarri) Äotifring, 


v 


genommen »erben unv fein Vermögen, boö 40 -50 fl. ftarf ift. 
@rff mit SEÜieberbolung biefer ©Ute bewirfte er (Jrbbrung. 204 ) 
93alb barauf muß Jperr Sranj 3oacbim geftorben fein. 2>enn 
icb lefc nirbtä mehr bon ibm. SJucb bon feinem 0ruber 39 na$ 
finb mir aus Mangel an Duellen alle ferneren ©cpicffale unbe* 
fannt geblieben. 

19) £ie Sinter beS granj 3oad)im bon Donnerßberg erben 

bie Jpofmard) Äaufring. 

, Sranj Soocbim bon 2>onnerSberg binterlicfl folgenbe ffinber: 
§ranj Soatbim, 3<>ftpb Sjjnaj, £anS ©eorg, Sllbrecbfc ©igraunb, 
(5ufebiuS ÜJuguftin, Üflaria $Jnna $berefia, ü?laria % @opbia unb 

/ 

Üflaria ©ibonia. liefen gibt anno 1673 ber ffurfürft gerbinanb 
Üflaria ben lebenbaren £of ju ffaufring. JOiefe ffinber muffen 
aber in biefem 3<*bre grofjtentbeilS noch unmünbig gewefen fein, 
»eil Corenj £ocfen, Siebter ber£ofmarcb, an ihrer flatt ba$ £e* 
ben übernimmt. 208 ) 

§ranj %Qa(b‘\m, ber ältere, flubirfe anno 1671 auf ber Uni* 
berfität, unb »irb boeb erff anno 1673 boöjdbrig geworben fein. 
2>erfelbe be!am febon 1665 eine tyrdbenfce im 2>omfapitel $u §rei* 
ftng, unb genojl biefe bis jum S^bre 1677. (St trat in biefem 
3abre in ben (Jbejtanb unb reftgnirte bie $r<$benbe 204 ). 0eine 
ferneren ^djicffale finb mir unbefannt, unb »abrfcbeinlicb auch 
ber ©efebiebte unferer Jpofmarcb fremo. 

Anno 1679 ben 13. Oktober berlei^t ÜJlarimilian WlipP/ 
Söruber beS Äurfürjten Jerbinanb ÜJlaria unb $lbminiffrator beS 
SurfürftentbmS 93apcrtv bem £anS 33auer bie SreijttftS ©eiecbtig* 
feit, gemdj welcher er ben 8 Sinbern beS Sranj 3oa$ini von 

2) onnerSberg jährlich 17 1 /® Ir. unb 6 (Scbäffl Dtoggen, 6 ©cbäffl 
$aber unb 1 Sweben; bann jwei ©änfe, jwei Saflnacbtbennen, 
4£ubner unb 100(5ier, bann bon einer Ctcbfelbwiefe 1 Gcbifling 
5 Pfennig geben mujj. Dat. «München ben 13. Dftcb. 1679. 20fl ) 

3m 3^bre 1680 ben 9. ÜTlai empfangt 3of*Ph S^naj bon 

3) onnerSberg für ficb unb feine ©efcbwijlerte baS Sehen beS £an$* 
baurifeben f>ofeS unb bejaht 225 fl. 26 fr. 2 bl- 206 ) 


201—203) 2lr<$fü jtaufring. 

204) JNanufeript aui bem gtdftngtt 8lr$to. 
200—206) 3ir$ib Jtauftlng, 


Pfarrborf tnt Ceclj* 


819 

2>iefer 3ofetf> 3flnöj war eigentlich £err bon 3dl*ng, unb ftar b 
anno 1701 tinberloö, worauf fein SBruber Sllbrecpt ©igmunb, ber 
bamalö hofmarcpeherr in äaufring war, auch bie £ofmarcp 3<r 
ling erbte. 

23on feinem SBruber Jg>and ©eorg habe ich nichts mehr gelefen, 
unb .bon (Jufebiuö Qluguftin bloß, baß er in 3ngolftabt bie 
Uniberfttdt anno 1683 befuebt habe, unb (leb „auf 3al»ng" 
feprieb. *”) 

% 

2)ie brei ©cpwejlern, flflaria QJnna ^berefta, ÜRaria ©opbia 
unb ÜJtaria ©ibonia, blieben ber ©efepiepte äaufringö fremb. 2Öir 
haben alfo nur mehr mit bem vierten ©ohne beö $ranj3oacpim bon 
$onneröberg ju tbun, mit Sllbrecpt ©igmunb, ba biefer von nun 
an unfer §ofmarcb6berr ift. 

20) 2Hbred)t ©igmunb, $ofmard)öperr #on Äaufring. 

9?acpbem $ran$ 3<>acpira bon 2>onneröberg, ber ältere Q3ruber 
beö ^ICbrecht ©igmunb, anno 1677 feine $rdbenbe beim SDomtöpitel 
greijtng reflgnirt patte, unb in ben Grhejlanb eingetreten war, er# 
hielt biefe ^rdbenbe Wibrecht ©igmunb. 2lber auch er reftgnirte 
anno 1680 biefelbc, unb verehelichte ficb bann mit einer freien 
bon 2Huggentbal. fl08 ) 

Q6 fepeint, baß um biefe 3eit 5ran$ Soacpim geftorben fein 
muß, unb weil wir bon jpane ©eorg gar niebtö lefen, auch biefer 
mit $ob abgegangen fein fann. 2)arum erblicfen wir balb barauf, 
wie wir ben 3&fepb 3gna$ auf Sgling gefehen haben, auch ben hier* 
ten trüber, Sllbrecpt ©iguiunb, alö hofmarepöperrn bon äaufring. 

3m 3abr* 1682 gab ihm ber SBifcpof 3°bann (Sprifioph bon 
5lugöburg baö S3ifcben^ ju äaufring alö liehen. 2)iOingen ben 
20. Slpril 1682. 20 ») 

2)er h^fbau beö ©cplofieö äaufring muß um biefe 3ett 
biele äoflen berurfaept haben, weil £err »Ibrecpt ©igmunb ben« 
felben auf brei 3ahre# bon 1684—1687, an ben 2lbam ©cpneiber 
um 50 fl. japrlicp ©tift, bann 3 ©cp. äorn, 4 ©cp. loggen, 
4 ©cp. ©erfte unb 6 ©cp. habet verpachtet pat. 


107) Mederer Annal, IngolaUd. III. p« 48. 
208 ; ÜRanufcrfpt. 

208 ) Äaufring, 


320 


Äic ^dmorctj Äoufring 


Diefe Verpachtung, resp. Vergiftung, nahm ber £err Varon 
Wibrecht Sigmunb auch fpäter noch öftere por, j. V. pon 1699 bi$ 
1702. 2)a Wöam Scpmib fcbon anno 1674 de Vaumeifter bee 
jpofbouee erfcbeint, fo «fl wohl bie Vergiftung auf unbeftimmte 
3eit fcbon früher üblich gewefen. 4, °) 

3tun trollen wir erzählen, wae fonft noch SWerfwürbigeS unter 
ber £errfcbaft bee Wibrecht Sigmunb pon SDennerOberg in ber 
$ofmarch {ich jugetragen hat 

Anno 1692 perfchreibt üflicbael Steher pon Beuerbach für eine 
Scbulb pon 150 ft, bie er ber Kirche Kaufring fcbulbet, feinen 
l 1 /, Slagwerf großen Wcfer im ßicbtenbergerfelb, welcher ber .Kirche 
Söeuerbach eigentümlich ift Oat. 13. 5ebr. 1692. an ) 

Um biefe Seit muffen bie Kaufringer rechte Sftaufbegen ge> 
wefen fein, bae beweifen bie (Schriften, welche in biefem ^Betreff 
Pon bem Verwalter Stfühlicb, ber bejMnbig barüber ju flagen unb 
$u ftrafen hatte, (ich noch Porftnben. Vefonberä im 3 fl hre 1698 
waren biefe SRaufhänbel auffaUenb bäuftg. Wucb (tagt im felben 
3ahre ber Verwalter Üftathiad SDlühlich bei bem Kafiner in ßanbS* 
berg ben Saget Jpunb pon ßiebtenberg breimal wegen poljfreoel 
im WBeflerbolje, ba$ ben Kaufringern gehörte, an. a,fl ) 

3m felben 3ahre erfuchte ©ilbert, ^>robfl juSHaitenbuch, ben 
üftatbiaö fmühlich/ Verwalter unb dichter ju Kaufring, baß er 
einen Kaufbrief auäftefle über 3 Sichert Werfer per 400 fi., welche 
SJlatthäuö ©ailer Pon Kaufring mit einer jährlichen Stift Pon 
12 ff. gekauft hat. Dat ben 12. 2>ej. 1699 in Olottenbuch. 2,a ) 

Anno 1701 flarb, wie wir aber fcbon pernommen haben, £err 
Sofeph 3gna$ Pon 2>onner*berg auf 3gling, unb fein Vruber 
Wibrecht Sigmunb würbe nun, ba 3ofeph Sgnaj feine Kinber 
hinterließ, auch £err Pon SgÜng. 2)ie 28ittwe be6 Verdorbenen, 
SWaria Wnn«, geb. Pon ^Pernborf , fam fpäter mit Wibrecht Sig« 
munb überein, baß fit um eine gewifle Summe ©elbed bie $of* 
march unb Sibeicommiß Kaufring pachten wolle. £err Wibrecht 
Sigmunb muß -aber ben Vertrag nicht recht gehalten haben, unb 
weil er Por WuSgang ber spachtelt ba* ©ut Kaufring felbft wieber 
bejog, unb bie VJittwe baburch in einen Schaben Pon 400 fl. 


110-411) Siegle Xanfdng. 


flfarrtoif an Ceelj, • 


i 


brachte, forbellagt fic^ bicfc beim Äaifer 3oftpfr> unb bittet ihn; 
tt trolle ihren ©cbwager jum ©ebabenerfab bermbgen. Dat. £<mb$* 
berg ben 23. 3<ta. 1710 2H ). 2>ie Verfügung be* ÄaiferO ifl bem 
JÖerfafler biefer ©efebirbte unbefannt ; eb febeint aber, bajt fleh beibe 
Sbeile gütig vertragen haben, weil bon biefem £anbel nicht* »ei« 
ter mehr borfommt. ; . 

2) ie §ofmarcb Jtaufring mar bemnacb um biefe 3*it febon 
ein gibeicommig, unb btefeö Majorat beftanb in ber £au** 
wirthfebaft. 2>er 3nhaber beffclben . aber anno 1701— 1710 war 
Wibrecht ©igmunb^ Freiherr bon 2>onner*berg. * 15 ) 

3m folgenben 3ahre (1702) würbe ber Kofmanb*h*rr unb 
fein (Richter Mathia* Mülicb bom Äurfürjten Mar (Jmanuel auf* 
geforbert, einige ©auern bon Jtcufring »egen ©etreib* Zauberei 
$or ©eriebt ju forbern. * ,e ) ciä'trjjto,:;' : \s.. •“.* *; 

Xi 2>ie gifeberei auf bem fieebv .»eiche #err Wibrecht ©igmunb 
bon 2)onner*berg, Jperr auf Äaufring, 3al*ng, Urpfting, March, 
3efl unb Wu febon bon ©ifcbof Sohonn ßhriftopb jußehen erhalten 
hatte, wirb bom ©ifebofe Wleranber ©igmunb, Jperjog bon ©apern, 
9>fal$graf bei Olhein u. f. »., bem Sllbrecbt ©igmunb neuerbing* 
$u Cehen gegeben. **,- • « . . ; 

3) iefe gifeberei erftreeft ftcb nach ber Urfunbe bom Mühlgraben 
neben ber £anb*bergerbrücfe bi* jur Mabau bei Kaltenbergs 3)a* 
mal* hatten biefe ©ereebtigfeit gegen jährlichen «Pacht im ©eftanbe 
^imon 2>eHinger unb 3&fepb ®<biffmann, gif eher $u Äaufring. 

Wug*burg ben 14. 2>e$. 1709. * 17 ) :• 

3m Sabre 1712 würbe bon bem Sanbgericbte £anb*berg bie 
©renje beb ©iebtriebe* jwifeben Jtaufring unb <5pfenbaufen he* 
flimmt. * 18 ) ' 

. Slucb bab ©euteßeben $u Äaufr.;g, bon bem febon oft bie 
Stete war, gab Äurfürjt Mar (Jmanuel 1713 ben 23. 3uni bem 
Wibrecht ©igmunb bon 2>onner*berg unb feinen ©rßbern, beren 
Machthaber er war, ju ßeben.* , *pi •* ' 

■* v« ; 3m Sabre -1716 befebwerte ficb ber Stichler, gelir ©cbnabel 
bon Kurlacb, bei bem Kofinarcbbbetrn. Wibrecht ©igmunb bon 
2>onner*berg , baf bie jtaufringer am Cecb ein ©efebläebt gemacht 


rr 


214—119) 9U$ib Jlaufttag. 

IX. 


21 


Digitized by Google 


829 ' Hit ^ohuI) lUitfttttg, 

> ' , 

(oben# welche! tat $urlac&ern ©(haben bereitet, weit e$ ben 
2Baflerjug auf bie Äaufring entgegengefefcte ©eite, welche ben 
£urlachern gehört, getrieben bat. 

Ob biefer ©efchwerbe abgebolfen mürbe , iß mir unbetannt. 
Unblich atu 1& S>e^ 1719 ßarb ber eble Freiherr Wibrecht 
©igmunb t>on Eonnerlberg auf Jtaufring, S^ing, <fr?ftntg> Ward>, 
3eÄ unb 2(u,* #1 ) 

©eia 7ta$fo(ger iß Sobann Heinrich hinten »an 2)cn« 
ncrlbtrg. 

. , ; * 

21) Sodann Jg>einttd> Tfnton von SDowterSberg, 

< £ofmarci)ß&*n:> 

turfurß War (Jtnanuel gibt bem 3*batut £>etnricb 8nte« 
»Ott 3)onner!berg unb ben Ämtern bei beworbenen Wbrecbt @ig» 
munb, ndmltcb Stfepb ^brißopb Wnton, 3«bann 8ron$ ©erabarb, 
3gna|, 3obaun $etnri<b Äarl, Sofepb Slnton, 5ran§ Union Äarl 
Spfepb 3iina$ ^Biibelm, bann Waria Barbara ©cholaßifa Jtatba* 
rina, Warta Unna (Jleonora Wargarüba ©arbaca 3of<Pba, Ware* 
gran^la, Warta Sofepba SE&ereßa Äartmtfiana, einen gebühren* 
ben $beil be! ©euteUebenl ju Äaufring. 1 ' 

3m fetben Sabre gibt WariraiUatt <?manuel auch bem 3*b*nn 
£«nri<h Unton oon 3)onner!berg, bem ©ewaltbaber beb ©ohne! 
ber ©tbonia non ©leiffentbal, ben anbem gebübrenben Slttetl bei 
Dofef, Dat* ben 97, ©ept. 17*0. “«) 

3©fepb Unton ßbrißopb bon 2>ottner!berg ßubirte fcboet 1700 
in Sngoißabt, unb erfcbeint noch fpdter einmal 1748. 

3»bann Sranj ©crnbarb war anno 1708 mit {feinem ©ruber 
Sobann £eittri(b Unton in 3ngoIflobt infcribirt. aM ) 

Waria Lintia (Sleonora ÜÄargaretba ©arbara 3®f*pba mar 
Äloßerfrau (u ©cbonfelb, anno 1748, unb lebte bafelbß noch anno 
1748, Uucp ihre ©cpweßer Waria Sranjtefa', Waria 3ofepba 
, Jbereßa Warimtltana, fo wie ibf ©ruber 3ofepb Unton Sbrißopb 
lebten noch 1758. 3>en Srronj hinten Äarl ab/r werbe icp fpdter 
banbelnb einfübren, fowie auch ben $ranj Hin ton Söilbelm, ***) ' 

■ 1 ' - ■ ■ " ■' 1 1 — ~* r , r' ■" vi » » F iiv ir 

H9—2TJ) Hr<$iö Jtaufring. . 

• 1*3) Mcderer Anaal. lofolat. III. p. IT. 

114) lr$H> JUufting. 


Jßfmborf am Ctct) v 


323 


3o^anti Srön$ ©ernbarb befara 1724 bte $omprdbenbe, 
unb würbe 1730 2)omprobß in Srcißng, wo er ben 13. 27»drj 1768 
flarb. 22Ä ) • 

©on ben Uebrigen fonnte ich nicht! ©efenbere! mehr ßnben. 
ßöir feeren baber jur ©efebichte bei* jpofmareb jurücf. 

Anno 1721 würbe oon bem ÜÄaurermeißer ©eorg Kafleber 
unb bem Binuntrmeißer ©ernbarb ©ergbammer »on Kaufring bie 
(Srfldrung abgegeben, baß ba! (Schloß baafdßig fei, unb ein neue! 
©ebdube bergeßeflt werben muffe. 126 ) 

3<>bann 3af*b ton 25urgau, £err ju Jörgen, fünbigt ben 
Kaufringern bie »ßuämarcbung ber halber in feinem ©ebitte an, 
unb erfldrt fle al! wahre (Jigentbümer terfelben, obfebon fte tiefe 
SBdlber jwar feit unfürbenflichen 3riten, aber ohne Sittel befeffen 
haben. Dat. 20. Oft 1722. aft7 ) • 

Karl Sllbrecbt, Kurfürß pon kapern, belehnt ben 3cbatm 
ipeinricb Wnton pon 2)onner!bcrg unb feine ©eßbwißerte mit bem 
£ofe 5U Kaufring, ber ein furfürfUid^ed ©eutefleben iß. Dat. 
üttünchen ben 11. Slug. 1727. 

\ 

Srattj Slnton ßöilbelm pon 2)onner!berg erbdlt tiefe! 93eu* 
teßeben, welche! bamal! ©ernbarb ßöalch baute, zugleich mit 
feinem ©ruber. 828 ) . . 

Anno 1731 befahl KarlSJlbrecbt bem 3<>bann Heinrich Slnton 

✓ 

Sreiberrn pon 2)onner!berg, baß er bie ©rücfe ju Kaufring, welche 
eigentlich $ur ©efuchung ber ©iebweibe unb jur Ueberfubr be! 
£ol$e! erbaut war, benjenigen fperren fi-fl, welche mautbare 
2Baare führen, weil ihm babureb ein großer Schaben jußieße. Dat. 
München ben 20. @ept. 1731. 229 ) 

£err Sobonti Heinrich Slnton, £ofmar<h!berr $u Kaufring, 
ßeßte anno 1733 ben 19. 3dnner in Kaufring eine ©emeinbe* 
.Orbnung b«r, in welcher folgenbe durfte angegeben waren. 

1 ) 3<bcr 2>orf!fübrer bat fein Manuale ju halten , welche! 
übereinßimmenb fe^n muß. ^ 

2) ©oßen aße Einnahmen unb 5lu!gaben fpejißcirt unb 
feparirt eingetragen werben. : .. 


225) Mederer Annale* Ingoist. 111. p, 07. Mauuicr. Frinnf. 
226— 220) Äaufring. 


21« 


i 


32* 


Bit jQofaarct) Ätufting, 


3 ) @inb #»t ©$lie«ung bet 3 «e$nung «Oe «u«(»Änbe ein« 
iUbtin 4 ) fflenn in bet SWnung et»«« «tt, mW'« e« bie 

i« «• •—** «■ <** *“ *" 

neuen $ül?rern audbeja^t werben fofl. 

6) Set Schein ifl mit 2 Schiffern ju »erwabren , »oben 

ein Schliffe! bem micbtet , bet «nbere ben Borfbfubrern emje- 

VÄnt,ä ‘ T) re £enn fC bU Sotfbfibtet Selb brauchen, fo *>««» * 
fot^rt «baUtn-n ^ ^ ^„erechnungen auf ©emeinbefoften 

** r.« * «- *«** 1 - 

b ’ Ct ‘loTebU eingefcbtitten »erben gegen $cl 4 t>etf*»enbung, pb, 
hi, 3 le foSen U»egen abgefchaff. «*«• 

3ro#ec 1 o r i f :;^;;^i?; f s^en r } 

-■yAÄcrfg 

t«n fie ,4 au4 ibtetn Vermögen bejahten. 

f 13) Surfen bie Untertanen feine geheimen Sufammenfünfte 

b91 “ U) SoBe bet «Intrag ber Sanern »eiche 

bei ©emeinbe« Umlagen gieicbbeit.icb 

wie ber 3Ieicb, geben foUe, b.rmcrfen fern. ®« {“"* 

fntt 4 fl ber halbe 30 fr. unb em »auiotbnei io . 4 

uit Ln Seerer^ bet ni<&t4 ju bauen ^at, 7 ft. 2 Pfennige j« **' 

l#bl< Si!fe b ®‘meinbe=Dfbnung ging bcn $««n 3<*«« 

■ « n „n Ln Sonnerbberg au4, «nb »urb, «cm m.cbter t* 

SofepV 5Be$ ber @ emeinl>c mitgetfreilt, aai ) 

lJ0) „ o4> ... ,l»l # .« 3.*« 8*6 man i» ««(«*» “* »e 1 *'" 

„„„ bi. 8<ut. in bl. ttüffe 6<b<" 

231) *t$i» Äaufring. 


JJfarrborf a«t C«lj. 


325 


v 


• 3obann Heinrich Wnton ton Donner6berg muß noch oor bem 
3«&re 1743 geftorben fein, weil ich fchon ben Sran$ Platon# feinen 
®obn, um biefe 3«it ^16 3nfaber &« £ofmarch ftnbe. 

t 

p 4 

22) granj 2Cnton üon Donneröberg alö $ofmard)$ben:. 

2)erfelbe flubirte anno 1731 auf ber Uniperfltdt Sngolftabt, 
trat nach . bem 2obe fctned ©aterd Sobonn Heinrich 2lnton in 
feine Nachfolge al$ £ofmarch*b*rr in jtaufring, unb erfcheint 
mir al* folcber in ben ölten ©Triften unb ©ächern bi$ junt 
Sabre 1759. 239 ) 

<?$ fommt um biefe 3cit auch $ran$ Sfnton ©ilhelrn al$ 
£ofntarch8berr »or. 2)erfelbe erbdlt 1746 ben 21. 2flai ba$ ©eu* 
tefleben, welche* ©eorg 2Balch baut. ' 

3m ndmlicben 3 fl bre aber belebnt ©ifchof S^fepb Pon 9Iug$* 
bürg ben Sranj $lnton oon 2)cnner*berg $u .Raufring. 

3n ben folgenben Sohren 1752/ 1756 unb 1759 wirb blefer 
§ran^ Slnton wieber al* Jpofmarchöberr bezeichnet/ unb wieberum 
beißt ber Jpofmarch*berr 1748 5ran$ 21nton ©Jilbelm. @8 ift 

aber mobl eine unb biefelbe tyerfon, bereit 9?amen manchmal burch 

» ♦ 

Sluölajfung etncd rninber wefentlichert »erfüll würbe. * 35 ) 

< Anno 1748 lebte noch ber ©ruber be* toielcrwäbnten 3&bonn 
Heinrich Sfaton, mit tarnen 3ofepb Slnton ßbriftoph bon 25on< 
neTäberg auf Ober«, Unterigling unb Äaufring. 2)erfelbe wirb 
belangt/ baß er feit bem 3°bre 1740 einen 3i*3«lftobel in Äaufring 
beft^e, ber bem ©aron Heinrich felig geholt, unb alfo ein (5rb* 
ftucf beffen Rinber gewefen wdre. 

5)iefer Btegelflabet würbe $u 4000 ff. angefcblogen, ba er jäbr* 
lieh 20 ff. abwirft. Dat. ben 17. 3«ü 1748. * 34 ) 

3m felben 3 fl bre b*n 13. 3<*nner wirb ein anberer ©ruber 
be* S^bonn Heinrich hinten oott 2)onncr*berg, mit tarnen Sranj 
5lnton Rarl 3°f e Pb 3$naz 2Dilbefm, nachbem 3&bonn Heinrich 
Slnton geftorben war, unb beiber Schwerer SWaria (Jleonora 
in 9tieberfch6nfelb $rofeß abgelegt hotte, mit bem ©eutefleben $u 
Raufring belehnt as6 J. 2Bie fchon einmal erwähnt würbe, fo hotten 


231—235) Jtaufrlnfi. 


t 


I 


Digitized by Google 


326 


J, V 

$i t 4»f«avth ft aufring, 

/ 

feie £«wren bb« 2>onnerbberg bab ©euteß<h<n gewöhnlich 6*mein# 
fchofllich, unb eb würben enttteber aße hefonbcrb ober einer 
im tarnen afler belehnt. ßßenn bann biefer Sftachthaber feiner 
©efchwifierte ftarb, ober bie ßflittheilhaber in einen Orben traten, 
fo würbe ber überlebenbe ©ruber ober ©etter, wenn er nicht jubor 
febon belehnt war, eigene auf feine ^erfon belehnt. 2)ab war um fo 
mehr noth»enbig, Wenn noch ein ©ruberbfohn lebte, wie hier, ba 
ber, £ofmarchbheri* granj 9lnton ebenfaöb auf bab ©euteflejjen 
feine ©elehnung erhielt. 

,,3nt 3«^re 1749 waren bie Kaufringer im Streit mit ben 
£urlacbern wegen ber ßBeibenfchaft unb $>ol$fdßung in ber©urgau. 
2>er Jpofmarcbbherr §rnn$ Sluton nahm ftch ber Sache lebhaft an. 
Dat. 23. Olt. 236 ) 

Unter ber f>errfchaft beb jperrn $ran$ SInton würbe in ber 
/ Jpofinarch Kaufring ein Slrifchauffchlag eingeführt. A»no 1756 
ben 18. Sfuguft ftnfcc ich eine £ifle in ben £ofmarchbpapieren, 
welche biejenigen Jpofmarchb * Untertanen enthielt, bie bereitb an 
bie £enfcbaft ben §leifchauff<hlag befahlt hatten. §ür ein Schwein 
mußten 10—30 !r. entrichtet »erben. 237 ) 

$Jm 14. 2)e^ember 1758 würbe ein tyrotofoß über bie £olj* 
faßung, über bie ©emeinbewiefen u. f. w. $u Kaufring abgefaßt. 
9tach bemfelben enthielt bab ©emeinbeholj 5230 Schritte in 
bei* Cange unb ©reite, alfo 150 Slagwerf. 3)ie ©emeinbcfchehen 
(©rabboben) enthielten 24 $agw., unb gaben jährlich 10 §uber 
£e u, 10 Suber ©rummet ; bab Sechfelb, »elcheb ber ©eraeinbe gehört, 
beftanb oub 15 Slagwerf einmütigen 2ßtefen, bie bloß 19 guter 
§eu abwarfen. 2)ie ©emeinbefrautgarten enthielten 7 $agwerf. 238 ) 

$ie lebten ßebenbjahre beb £*rrn §ratt$ $lnton bott Eomterb* 
berg liefen ab, ohne baß ich etwab Üfterfwürbigcb aub benfelben 
uvfunblich nachweifen fann. ßöemt er mit &ob abgegangen, habe 
ich eben fo wenig ftnöen tonnen, tiefer Sobebfafl muß ftch jeboch 
ohne 3»cifel im 3ahre 1763 ereignet haben. »eil am 25. Sehr. 
1764 £err ©ernharb 2lnton Freiherr bon 2>onnerbterg auf SgUng 
unb fein ©ruber granj auf Kaufring borforamen. 


136—118) Äaufttag. 


23) 8erti(HRfc taten , ^ofhwr^ö^rr non Sgting , unb fein 

SSruber gran# auf Jtaufting. 

Anno 1734 würbe $err Sernbarb Slnton am 28. Sag be* 

SHonatS 9?ooember geboren. Serfelbe erhielt fpdter bie 2Dürbe 

• 

eine« Kämmerer* unb £ofratbS, unb julc^t bie£ofmarcb 3ät*ng, 
»elfte er bie in fein 8i* SebenSjahr oerwaltete. £r erwarb auch 

• , r% * ** • M < * ^ 

$u bem bisherigen Somplere ber SonnerSbergifchen Güter baS 

■ 

0cblojj gering bei ©ipling, welche* ben Jperrn oon tyernborf 
gehört hatte. 

SHavia Wnna oon tyernborf ju tyoring, bie lebte ihre* ^tam* 
m«S, ftarb 1777, unb weil Gcrnharb Slnton ihre* 23aterS ©<bwe* 
fters^ohn war, tarn tyoring unb Kipling an bie Herren oon 
3)onnerSberg. aw ) 

* . • \ * ' 

3m 3ahrr 1764 trat Gernharb Slnton oon SonnerSberg bie 

Regierung ber beibfit £ofmarcben an. 93ei biefer Gelegenheit 
gratulirte ihm ber Verwalter ber SonnerSbergifcben 23eftpungen, 
3ohann 3 gna$ (joljfchuher, unb ermahnte ihn zugleich, bie 2luS* 
ftdnbe eintreiben ju laffen. M# ) 

Anno 1769 ben 18. 3uli belehnte War 3°feph Hl., Jturfärfl 
oon kapern, ben granj oon SonnerSberg mit bem SSeuteßeben, 
fo wie auch feine trüber unb fetter, bereu Cebenträger er ifl. 
Dat. (München. a41 ) 

Siefelbe Belehnung an Sranj oon SonnerSberg unb feine 
93rüber, Sernbarb hinten unb 3 gnau fo wie feinen fetter 3°bann 

. - fi 

Slbara oon SonnerSberg würbe oom Kurfürften Karl Wibrecht 
Wieberholt ben 17. Oft. anno 1778. Ma ) 

» ’ * r t < > 

* 0 • 

©efagtei 3obann 2lbam oon SonnerSberg würbe anno 1758 
in 3ngotfiabt auf ber Unioerfität unter ben 3nfcribirten gefun« 
ben. Qi mujj auf Kaufring gebürtig, unb ein ©ruberSfobn bei 
Sranj Wnton oon SomterSberg gewefen fein. 843 ) 

23cm 3ahr« *780 ftnbc ich ein Schreiben oon ber £ebenSoer* 
waltung ber pfettnerifchen Güter, aus welchem ich erfehe, baf 

— r 

239) Stfti» Äaufting. ötafcftein in 6i(lin|* 

140— 242) treftf» Äaufting. 

241) Mederer Anntl. logoUUdt. 11L p. 242. 


f 


838 Di* Aanfrittg, 

©ernharb ©tolcfr, welcher ba$ ©euteUehen ju Kaufring im« 
auch lebnbaie ©runbfiücfe von bem. ©aron von ^fetten gehabt 
habe. M4 ) 

©lit bemfelben ©euteUehen «erben anno 1793 am 10. ©uguft 
belehnt von Kurfürft Karl 2heobor £err'©nton ©ernharb von 
2)onner*berg $u Sgling unb feine ©rüber granz unb Sijnaz* 245 ) 
Cf* fcheint, baß ihr ©etter 3<>bann ©bam um biefe Seit nicl)t 
mehr gelebt höbe. 3» biefer Urfunbe ift auch auVgefprochen, 
baß $err ©ernharb ©nton ©«(tper unb 3nbaber ber Jpofmarch 
3gling gewefen, granz aber wirb in ber folgenben al* eigentlicher 
$ofmarcb^b«rr bon Kaufring bezeichnet. 

3m 3 fl br« 1800 nämlich ben 3. Senner fchreibt ber König üflari* 

1 * • ^ 

milian 3<>fepb bem $errn granz von 2)onner*berg, baßer baö ©eutel* 
fehen in Kaufring bem Dberftlehenhof jur Verfügung gefleöt höbe, 
liefen £of hotte bamalö ©ernharb SEBalch mit greijlift6r©erechtig» 
feitinne; er beftanb in einem ©Johnbaufe, ©tabel, ©taflung, ©aef* 
ofen, Jpolzhütte unb £ofreitung, bann 7a 2agw. ©arten, 3674 
2agw. ©ccfer in brei gelbem unb 11 $agwerf 2Biefen, unb gab 
Stift 11 fl. 12 fr., unb ©ilt 6 Sch. loggen unb 6 ©ch. Jpaber. M6 ) 

3m felben 3 a h« am 12. ©pril verleiht König ©fax ba* ©eu* 
teileben auch wirflich bem ©ernharb ©nton unb feinen ©rübern 
granz unb 3anaz. 

jperr ©aron granz befaß auch bie £ofmarch £urlach. 
©IV er aber finberlo* flarb , erbte £)urlach feine grau, von 
welcher biefe Jpofmärch fäuflich an ben $errn ©aron von Kar« 
winVfp fam. i 

j f 1 , ' 

Kaufriug fiel an ben £errn ©ernharb ©nton, welcher bei fei- 
nen Lebzeiten noch bem älteften feiner ©ohne, granj von 2)onner*t 
berg, bie £errfchaft über Kaufring abtrat, felbft aber bi* z u feinem 

* •, t # i 

$obe, ber erft anno 1815 erfolgte, bie £errfcbaft Saling, ben ©e« 

fifc von Qrrpfting, tyoring u. f. w. (ich vorbehielt. 

• . ... 

©on ©aron Sjjnaz von 2>onner*berg, bem britten ©ruber, fonnte 

ich weiter nicht* mehr ftnben; ich weiß bloß/ baßer ebenfall* 

linberlo* geftorben fep. 


, 244—247) 5Sr<fci® Äuufrfng. V-*. «.»• 


Digitized by Google 


' flfar*b*»f o« Crclj. r 829 

24) grönj t>on SDonneröberg auf Äaufting unb 3gHng ' 

* <• 

unb feine SBrüber. 

• r 4 * i 

(Je war im3jfcre 1807/ wo £err 23aron $ranj bonÄaufring 
unb f)urlac& flarb, unb ber altere ©cbn feitie6 trübere / ber 
ebenfa0e granj biefl/ bie £ofmarcb Jtaufring antrat. 

Anno 1808 gibt bann ÜJtarimilian Sofepb/ Äonig bon 93apern, 
bem 5ran$ bon2>onnereberg auf&aufring baeSifcfcenj, bae bon ter 
©anbauers23rücfe beiganbeberg bie in bieflftabau bei.^aftenberg gebt, 
unb ebemale bem Q3ifcbofbon Wugeburg gehörte, nun aber bom £aufc 
Samern ju geben rübrt, für ft4> unb feine trüber ©ebaftian, 3° s 
bann, 5lloie, 2lnton unb ©tanieiaue. SWüncfcen ben 29. 3<$n. 44S ) 

2$on biefen ©rübern weibten (leb £err ©ebaftian, Jperr Scb^mt 
unb £err ©tanieiaue bem ffriegebienfte. Anno 1800 ftnbe icf> 

£errn 53aron ©ebaftian §reiberrn bon 2)onnerebcrg a(e (5om* 

* 

mentur bon. (Jngenrieb, tyrofeffue, bee Sob^nniter^Drbene Witter, 
£auptmann bee ©eneral @raf preifingifeben 3nfanteries01egimentee 
unb lurfürftlißen JUmmerer. (Jr flarb anno 1834 ale Oberfl in 

i t « i 

Sngolftabt. 24# ) 

23on bem Jperrn S^bonn bon SDontteieberg unb feinem 53ruber 
©tanieiaue ift mir nickte für unfere ©efebiebte Sntereflantce be* 

, , i » * 

fatint worben. 

93on £errn 93aron Wlcie wollen vWir fpäter noch reben. 

53aron Slnton flubierte Rheologie, würbe *Priefter, berfob mehrere 

* 

Sabre bie Pfarrei Unterigling , unb flarb ale $omcapitular in 
gfugeburg. 

.. 93on bem f>ofmar<fceberrn §ranj bon fconnereberg aber führen 
wir je$t noch an, wae wir in ben ©Triften bon ihm gefunben 
haben. ' • 

$ran$ ©erapb, Oleicbefreiberr bon $onnereberg auf 3ßling 
unb Äaufring, war furfürfil. wtrllie&er £ofratb anno 1792, £<lm» 
merer anno 1793, Ototb beim £ofratbö#2)ieaflerium anno 1800, 
unb $ule$t würbe er 23ic:*2lppeflatione*<prü(tbent beb Oberbonau- 
lreifee. 3n* 3<*bro 1811 ben 22. ©ept. berlieb Äbnig ÜJlaximi* 


248) Häufung. 

SS.;, 249) £of« unö ©taaiöfalfnbrt von 1800 p. 16 J. 


i 


« 


Im ' 9b Jjitotnlj Aittfttsg y 

Itütt Sofe^b bem gran* oon 2>omter6berg M ©eutodepen ju 

jtaufring ganj allein. M0 ) 

(Ü6 im Sopre 1815 fein 23atcr ftavb, evpielt ec aucp 3gling 
unb ade baju geborigen ©eftpungen. 3m 3 a bre 1817 gab &6nig 

» * 9 

üftarimilian bem jtämmerer unb 9ippeflation6gericptö * ^räftbenten 
granj oon 2)onneräberg auf Saling gegen eine ©umme oon 50 ff. 
baö ritierlebnbare gifcpenj bei Äaufring ju taufen , fo bafi ec 
bamit panbeln tann, tote er wid. Dat. dflüncpen ben 5. ©ep* 
tember 1817. 

©o lam baO ben ©ifcpofen oon Slugeburg geborige gifcprecpt 
in Jtaufring juerft au ba6 Jpauö kapern/ bann an bie $ofmarcp$* 
perrfcpaft felbfl. 

©ie $um 3 apre 1815, alfo wäprenb ber 3<it, al$ £err§ranj 
Oon $onneröberg bloß £ofmarcpöperr oon Jtaufring war, würben 
ibm feine Äinber, bie gräulein ©oppia, dlugujta unb dlbelpeib 
unb £err ©aron $>errmann, fein einiger ®opn, unb jwar £ep* 
terer in jtaufring felbfl geboren. 

3n fpäteren Safcren, tur$e 3 eit oor feinem Cebenäenbe, oer* 
Äußerte Jperr ©aron Sranj ade feine ©üter in Ober* unb Unter« 
Sgling, dpfting unb anbern Orten an ben gegenwärtigen ©efiper, 
£errn ©rafen oon ©pauer auf Boggcnburg; ©ipling aber, reap* 
Vortag, bebielt er für fiep al$ döittwerfip, u nb lebte bafelbft mit 
feiner Samilie bi$ ju feinem 2cbe, ber in bad 3op* 1835 ftel. 

25) ftloif greiperr oon Donnetäberg unb bie $ofmatcb 
Äaufring in ben jüngflen Beiten* 

Bacpbem im 3<*b*e 1815 ber ebte greiperr ©ernparb dlnton 
geflorbett war, unb £err $ran$ oon ©otmerOberg SgCtitg über* 
fommer« patte t ftel jtaufring an feinen ©ruber dllotj. Dtefet 
war Oorber Canbricptec ju Battenberg in 2pro(, unb fpätec 
Sanbricpter in Begenftauf, würbe aber in Unterer digenfepaft 
penfionirt. 

©on biefer Seit an hielt. ft<p £err QlloiO oon 2)onner6berg 
wäprenb ber ©ommerfyeit auf feinem ßuftftplcflfe jtaufring, unb 
* im döinter in dlug$burg auf. 

©or einigen 3af>?en oertaufte er bie ©ericptObarteit, bie er 


t 


26#) ¥r$it> Jtaafring. 


fiTorrvort m htctj. 


38t 


in Jtaufring botte , oti bett Staat, unb fo fiel Kaufring bem 
ßanbgericbt ßanbbberg ju. 

2>ie ©runbborfcit unb ade ßehenSbcrhd Kniffe, bie mit Ut 
Kofmarch berbunben waren, befielt er. 2>a* Schlot aber, 
welche* fcbon 1760 abgetragen worben war, weil man e* nidit 
mehr reßauriren woflte, unb nur in einem ßußbaufe unb Defo* 
nomiegebdube beßattb, würbe gdnjlich bemolirt , aöe Steine, fommt 
©arten, §ifchweiber unb anbern ©runbßücfen berfouft, unb na* 
bem Oefonomie*©ebdube ein ©Mein gemacht, ba* nun ein £orft* 
bewobner bebaut. 2)a6 war ba* (5nbe be* alten ^offenberg*. 

3m Sabre 1844 flarb ber eble Sptxx 9lloi$ Freiherr bon ©on* 
ner*berg, unb hinterlief feine trauernbe ©attin, bie eble Freifrau 
Sofepha bon'3nthof/ tinberlo*. • 

2»er 2Wa jorat* . (Jrbe ift gegenwärtig ber einige Sohn bed 
fei. Varon $ran$ Sreiherrn bon 2)onner*berg auf Kaufring unb 
Sgling, tyrdfibenten be* fcbwdbifchen greife*, ber eble £err Ker* 
mann, Freiherr bon 2)onner*berg, bec eine Dffijierftede in ber 
baperifchen Qlrmce begleitet. 


3nbem ich jejt bie ©efcbicbte ber JpofmarchSberren fchlicfe, 
habe ich noch Einige* bon ber §ofmarch felbß ju erjdblen. 

Circa anno 1825 hat ftd) ber Streit, welcher unter Jafob 
Dtehlinger bon Kaltenberg unb 3 fl fob Schmalholj bon Kaufring, 
unb beffett ©emeinbe ftch entfponnen, ber ju ©unßen be* SReh* 
linger* anno 1484 entfchieben, ber bann 1581 unb 1585 wieber 
evwecft würbe, unb ebenfofl* $u ©unften ber Veftper bon Kalten« 
berg aubftel, wieber entwickelt. 2)ie Kaufringer wollten, ba ber 
©emeinbemnlb abgetheilt, unb jebem Kauäeigentbtimer fein Sbeil 
jugewiefen worben wor, bem gegenwärtigen Veflper bon Kalten* 
berg, 3&bann Vouer, genannt ber Vogelbauer bon Kaltenberg, 
ben Viehtrieb in* 2öeßerhol$ berwehren. 

tfach ungefähr iehnjdhrigem Streit, welcher fowohl bem Ve* 
fljer bon Kaltenberg, al* auch ber ©emeinbe Kaufring fe btcle 
unb grofe Koften berurfachte, tarn man enblicp jum Vergleich, 
gemdf welchem ber Veflper bon Kaltenberg ben Viehtrieb für alle 
Bnlunft unterlaßen foße, bie Kaufringer aber 8000 fl. al* <5nt* 
fcpdbigung ju leiflen hatten. 

dtoch bor einem halben Sahrhunherte heflatib bie Kof mö rch 



938; fit J§ 0 fmartl) JUttfrhtf, 

, i 

Äaufring aud folgenben ©ütern : 4 ganzen §ofen, ii Dreivterteld* 
Vofen # 5 falben £6fen, 4 2lchteldhofen unb 86 3«hnteldhofen. 
Diefer @üter*Kompler befielt jwar noch/ aber burch Äauf unb 
Saufet) , 3«trümmerungen unb anbere Söeränberungen haben bie 
23erbältniffe ber £ofe, namentlich ibr Slächeninbalt, (ich ganz an« 
berd geftaltet. Die ganzen Jpofe ftnb verfchwunben, unb an ihrer 
©teile b^lbe unb S3ierteldhäfe entftanben; bie ©olbner bagegen 
haben (ich burch Slnlauf ber zertrümmerten ©üter ju 23ierteld* 
bauern, bie lieerhäudler zu ©olbnern unb Gütlern aufgefchwungen, 
freilich bie meiffen mit einer bebeutenben ©cpulbenlaff! 

(5ine grofje Caff, unb hoch nothwenbig zum allgemeinen 23er* 
(ehr fowohl, ald für bie Bewohner bce Orted zum betrieb ber 
Oefonomie, ift bie SÖrücfe über ben £ech. Kd wirb zwar non ber 
©emeinbe ein ©rücfenzoll erhoben, unb ber Züchter biefed 3oQeö 
hat bisher jährlich 30—48 ff. ald spachtfcpißing an bie ©emeinbe 
entrichtet, unb biefe tyacblfummc wirb wohl auch je$t um ein 
9?ambaftef geftiegen fein; aber bie häufigen Slnfcbweßungen bed 
£ecbed, bie fo groß ftnb, baff oft aßed £anb umher überfchwemmt 
wirb, machen bie törürfe fehr fofibar. Nehmen wir ben ©epaben, 
ben bie ©emeinbe burch biefe ©rücfe währenb bed lepten ßrieged 
gelitten hat, unb fepen wir noch bazu jene Kalamitäten, welche 
Äaufring bei ben Durchzügen ber Sranzofen hat ertragen müffen, 
bann rnufj man fiep wunbern, wie ber Ort (ich nochmal erholen 
fonnte. Diefe fepneße Erholung ber jtaufringer* ©emeinbe hat 
ihren ©runb grojtentpeild in ber Srucptbarteit bed lobend. 

2Bir haben je^t Slßed, wad wir in betreff unferer £ofmarcp 
Äaufring in alten ©ebriften, Urfunben unb Monumenten ftnben 
fonnten, treulich erzählt, ©oflten fte vielleicht nicht genügt haben, 
fo wolle man bad Mangetnbe ja nicht unferm guten ßÖiflen, fon* 

VT ' fe'pjf' 

bern vielmehr unfern fchwachen straften unb bem Umftunbe zu» 
fepreiben, bafj von mancher SPeriobe bie Oueflen und nur fparfam 
geöffnet worben ftnb. 

2Bir tonnen aber hoch non dtaufring noch nicht Slbfcpieb nep* 
men, ohne etroad über ben Ort Oberbeuern zu fagen, welcher in 
neuerer 3*it immer ald eine Parzelle ber Jpofmarcp Äaufring an* 
gefehen worben iff. 2lucp ftnben wir ed nicht ungeeignet, von ber 
$farrct bed Orted unb ben Pfarrern felbft Erwähnung z u ma* 


ftfarrbtnrf am Crcl(» 


333 


eben. 51m ©cMuffe ober mosten wir noch einige berühmte äRdnner,. 
fo wie auch dichter, Verwalter unb SQöilbbanner von Jtaufring 
anführen. 

. ' • . • ' . . , . • . r 

2G) §8on Oberbeuern.« • * . 

2)iefer Ort liegt im fonigt. Canbgericbt ßanfcäberg, unb bie 
bent b*iiigen Wntoniu*' geweihte ßapefle gehört in bie tyfarret 
Oberfinning. 2)ie ©runbherrfebaft ift bermaleit ber £ofmarcb*b*N: 
von Kaufring/ unb Oberbeuern ift gleicbfam eine giliale ber £>of* 
mareb .Raufring. * « •. 

23on biefer Filiale ber Jpcfmarcb .Raufring will ich nun 5lfle$ 
berichten/ wo* ich im .Raufringer 5lrcbiü gefunben höbe. 

Ulrich Jglinger, gefeffen ju ßanbäberg, übergibt feinen £of 
$u Oberbeuern, ben Jpan* ber Jglinger, fein 93ater, fchon befeffen, 
ober ßafpar $ottenberger unbilliger 2Beife on ftch gebracht/ ben 
er ober wieber an (ich gezogen, bem Sßolfgang tyruefer, '©ecretür 
be* £erjog* 5llbrect>t, Dat. ©am*tag nach ©t. ©ilgentog 1498 
8. ©ept. # ' 

©ebaftian Jglinger, gefeffen ju Slofj, übergibt einen £of ju 
Oberbeuern feinem ©cpwager 2Dolfgang <Prucfer, brrjogl. ©ecre* 
tar. Dat. ©t. ©ilgentog 1498 1. ©ept. ,,l t 

i 

liefen $of hot fein SÖater Jpan* an ben Rafpar £nltenberger, 
93ürger von SWüncben, bcrfauyt, ©ebaftiatr abet wieber jurücf* 
genommen. 

SSBolfgang <Prucf<r, ©ecretär bc* £erjog* 5Hbrecht übergibt 
ben 2Bait>bof in Oberbeuern, ben ihm bie 93rüber Ulrich unb 

i 

©ebaftian bie Jglinger übergeben hoben, an £anfen ben galten« 
berger, ben Jüngern , ben ©oha be* vorgenannten Rafpar, mit 
allem Bugebor. Dat. (Srchtag ber ^ettt^en ^Pftngftferlen 1529 am 
21. 9flai. ... 

2)iefer QQBaibhof ju Oberbeuern ift ein gehen be* £erjog* 
Von kapern gewefen. Anno 1533 ben 6- 2>ejember gab fcerjog 
2öilbelm bem Joachim ©locfer, be* SSenebift ©locfer* ©ohn,* ben 
SSDaibhof ju liehen. •' ,;n 

£erjog Uöithelm betätigt anno 1535 ben 18. 'Oftober, bajj 
Joachim ©locfer, Bürger von München, ben J lehenbaren #of, 
ben er von feinem 23ater ererbt, on feinen ©cbwager 93lafi Stoppen, 


I 


\ 


334 Bi* ^o(morrl) jfcntfrtnf , 

0 

* 

, Bürger in SRümben , unb {Regina fein (5&ewetb , »erlaufen bürfe 
um 820 fl. 

Jperjog 9Ubre<bt Pon Ober» unb 9?ieberbapern gab bann bera 
93lajtu$ {Rappen, 93ürger Pon München , ben 2Baibfcof bet Obers 
beuern ju fielen. Dat. 15. üRai 1550. 

3m 3ab** 1587 gab £er$og tdlbrecbi ben SDatbbof ju Ober* 
beuern bem SReinbarb &aib*nbud>er ju Kaufring unb Kaftner ju 
ßanbäberg, $u lieben. Dat. am 2. 3<*nner beö genannten 3^bre5. 

$fal|graf 2Bilbetm gab benfelben Jpof ebenfalls bem {Reinbarb 
fjaibenbucper ju lieben. Dat. am 8. Scbr. 1580. 

, 23on biefer 3«it an iftUer Jpof bei ber §ofmard> Kaufring, 
unb ber Jpofmarcb$berr würbe jeber$ett Pom £er$og belebnt. 2)ejj* 
batb gab auch £er$og (fpdter Kurfürjt) 2Rarimilian I. pon kapern 
ben 2Dai&bof bem ÜRagtflrate üanböberg ju lieben. (5r tragt 
45 fl., 12 Jpübner, 2 ©dnfe,, 12 9>fb. £aar ober §lacb$ ober 
lg % für ba* $fb., unb 200 $ier. Dat. 1599 ben 14. Oft. ;, 
■•/sh @o gelangte ber 2Daibbof aud) an ba$ ©efcblecbt ber 2)on* 
neräberg/ unb jwar an biejentgen ©lieber ber $ftmitie, welrbe auf 
Kaufring t>cfmard>Srecbte übten. 

3m S^bre 1686 gab ber Kurfürji SWaximilian ben SonfenS 
üuv 2Biebererrict>tung ber ©t. Qintoniui »Kapelle in Oberbeuern, 
unb bewilligte, bajj Pon bem ©otteöbaufe $u Kaufring 150 fl. 
bergelieben werben bürfen, unter ber Sebingung, baß jdbrlitb 
15 fl. jurücfbejablt werben foHen. 3ur 23er(tcberung würben bie 
Kapitalien ber ©t. Slntonifnpelle unb bret 3n$crt tiefer Per* 
f^rieben. Dat. ben 24. 3nli 1686. *. 

3nt S^b« 1710 befd>werte ftcb Sllbrccbt ©igmunb pon Don« 
nerSberg, bafl ba$ Canbgerirbt lianbäberg feine Jpofmard)* redete 
JU Oberbeuern unb Kaufring perlept habe. Dat. ben 19. Oft. 1710. 

Um biefelbe 3 e it führte bie Dettenbofer ©emeinbe mit ben 
tOauertt Pon Oberbeuern einen ©treit wegen ber JÖiebweibe. 3)ie 
©eraeinbe Dettenhofen bewies, baf fie neben ben Oberbeurern bie 

x * * ' • 

©iebweibe felbfl auf ben $onner*bergifcben ©rauben auSüben 
bürfe. ' - * fp 

v . 3m folgen ben 3<»bre entflieh aber ba$ £ofmarcb$geric&t ge* 
jen tiefen aufgefteflten SeweiS. 

.r " 3m 3«bfr 1717 beföwerten jtcb bie ©eftyer ber SBauernbPf« 


Digitized by Google 


pffltttoff am frdj. , 836 

i / 9 . 

in Oberbeuern , nämlich ©telchior SWaper , £an* ftappacfc unb . 
frie brich ^artnwwi, bei bem Sorftmeijier in 2 >ie 0 en, bafi ihnen 
her 3^3** »on Utting bin 23(umenbefuch »erbieten woU«, ben fie 
feit unfurbentlichen 3 eiten gehabt haben. * • 

Qi ftheint, bafl ber 2Daibljof , welch«- »om Jpaufe kapern 
311 £eben ging, um biefe Seit in brei £ofe geteilt war, weit ?*&t 
brei üflaier auf Oberbeuern genannt werben, bie ben 2>onner$* 
bergen gehörten. ***) 

6 onft konnte ich wn Oberbeuern nichts Sflerfwärbiged finben. 

* 27) $)ie Pfarrei Äaufring. 

3 m ÜHittelalter gehörte bie Pfarrei Äaufring, re«p, ber 3 «h*nt 
berfelben, baS ^rdfentationS* [Hecht unb bie Kirche fammt ihren 
Gütern unb 23ogleien einem eigenen ©efchlechte. liefen Som* 
plex ber Pfarrei, genannt ber Äirchenfup, »eitauften bie ©ohne 
(JberharbS »on bem Shor, wie wir fchon ausführlich bei ber @e» 
fchichte ber £ofmarch gehört haben, an baS Älofter. liefen. 23i* 
'fchof Heinrich »on Augsburg betätigte biefen .Rauf, unb »erleibte 
im 3 fl bre 1342 bie Pfarrei bem Älofler 2>ief}en ein., tyapft 9?ifo* 
laus V.„ betätigte biefe Einverleibung am 20. Wpril 1453. 2M ) 

Oer ältefte Pfarrer, ben ich ftnben tonnte, war: 

Oragebote. &er$og 2öelf ber VI. gibt ein @ut in Oftern* 

# * 

borf bem Älofler Jolling. Unter ben 3*ugen ber barüber aus* 

\ i • % 

gefertigten Urtunbe fleht Tragebote, piebanu« de Chufering. Actum 

* , « « * 

3Bt$erge(tingtn in domo Welfdilis Ducis. anno 1172. VII. Caleud. 
Febr. (28. Sinn«). 5M ) 

▼« ' ‘ * » I 

5luflerbem ftnbe ich folgenbe Pfarrer: 

Äonr ab »om Ohor (de Poria), ein ©ohn (JberharbS unb 
ber ©ertraut, würbe GanontcuS in Sreiftng unb $robft $u ©t. 
23eit bafelbft. (5r war auch tyfarrherr ju Äaufring, unb concebirte 

bem Älofhr Oiejen ben Äirchenfap unb ade [Hechte $u Äaufring 

» . 

anno 1332 am 1. SWai. (Jr ftarb als Pfarrer »on Äaufring unb 
tyrobft $u Sreifing am 8 . Üflai 1338. m ) 


251) Streit» Äauftmg. 

252) Mod, Boie. VII. p. 284 etc. 284 ete. J&unt> Ctaramfc. Tom. II. p. 269 et«. 

253) Moa. Bote. X. p. 25, 

254) Oefele «cript. rer. Boie. II. C«le>4. Dioos, p. «61. #unb GtammfcuQ U. 
f, 221. Freiberg Regest« V1L p. 15. 


1 

336 J Die 4*fmarflj Aan(ring , 

Ulrich- liefen ftnbe ich a($ tyriejter unb Pfarrer in .Kauf* 
ring. @r flarb anno 1358. Qt mu$ (in KloftergeifHicber not) 
liegen gewefen fein, weil ibn ba6 Calendarium biefed Jtlofter6 
nennt: frater noster. M5 ) / 

Ulbert war; in ber ^weiten £älfte M »ierjebnten 3abr« 
bunbertö Pfarrer, unb fag anno 1370 am 30. 9?o». im £anb* 
fapttcl $u-£anb$berg. 266 ) - * 1 

Ulrich i|l ber einige Pfarrer, ben ich au$ bem 15. 3^r» 
bunberte ftnbe. Unter feiner ©eelforge (1433) würbe in Kaufring 
bie Srubmeffe geftifiet. 2)er erfie.Svtibmefler Spanne* &autb 
war wahrfcheinlid) ein geborner Kaufrtnger. 867 ) 

3m 16. 3flt)r|?unberte erfebeinen folgenbe Pfarrer in ben 
Schriften : 

tyeter (Jntbarb ober (fntfecr leitete im 3ab« 1518 bie 
$eerbeGl?rifh in Kaufring, wo er felbft geboren war. (Seine Brüber 
biefjen £an$ unb Cienbarbt. 3m 3al?re 1518 ben 22. 3 uni oerlor 
er, wie wir oben febon er^ablt haben, gegen bie Slbtiflfin Katharina 

Slbelmann am Finger &u München einen ^Pro^eg^ wegen einer (£rb* 

• , * 

febaft infoweit, bag er bie Sofien tragen mugte. 3^ ftnbe biefen 
tyeter $ntber alö Pfarrer biä $um 3ab« 1529. £r ftiftete in 
ber Kirche ju Kaufring einen Sabrtag mit Sboralamt. 2M ) 

3 o banne $ C t n b e r Verwaltete bie Pfarrei oon 1534 biö 
1552.«*) ’ 

3ofepb Cinber, ein Verwalter be$ vorigen, ber Sobn 
eine$ Sfticbtcrö bon liegen, blieb bid jum 3abre 1563 Pfarrer. 

2>erfelbe taufebte in Bereinigung mit ben Kircbenpräbften 
um einige £offtätten mit ©eorg Botter, 3*ugmeifhr oon $lug$* 
bürg, unb Sbrifbpb ©ering. 2)er ^probfl ßeonbarb oon 2>iegen, 
SDecbant Ohfio unb baä ßonoent heutigen ald Herren bed Kirchen* 
fa^eö biefen 2aufd) anno 1563, unb auch ber jpofmareböherr 
Oteinbarb £aibcnbucber gibt baju feine Gfinftimmung. 260 ) 

Bon biefer 3*it an ijt mir fein Pfarrer mehr befannt worben 
bie jum 3abre 1638. 3n biefem 3 fl bre wirb 


*>«» « ■ ' -9 i ' - . « « .i ' v 

255) Oefele «cript. r er. Doic. II. . >* i: 

15$) Leuiner hist. Wesiof. p, 80. . - * . • • . > 

151— 2C0) $U$h> jtaufring. *• - -• * . • »4* .... <j 

l 

I 

\ 


/ 


Digitized by Google 


))f«rrifrf am Ctrl). 


837 


SWathiad Füller aufgeführt.- 2)erfelbe »erließ aber bie 
Pfarrei halb wieber, unb jwar wegen ber ju geringen (2rin# 
fünfte. 261 ) 

C5t t a ö 233 u rin b war auch febon anno 1840 nicht mehr 
Pfarrer. (5d wirb ihn bie nämliche Urfache vertrieben haben, 
wie feinen 23orfahrer. 2fl2 ) - , 

Sohanned anfiel fonnte eben fo wenig. ;auf biefer 
Pfarrei leben, unb »erlief biefelbe febon im Sabre 1641. * 

Um biefe Seit, circa 1640, befebwerten fi4> bie ©tiftüngdpfle* 
ger »on Äaufring, Sartbolomäud tyercbtolb unb £and 3iegler bei 
bem Jpofmarcbdberrn, baß fte bem Pfarrer für bie Srühmeffe an 
©onn* unb Feiertagen jährlich 32 fl. geben müßten, obfebon feit 
langer 3*it feine Frühmeflfe gehalten werben wäre. Slucb waren 
fic barüber ungehalten, baß bad JFUofier ließen felbft ben 3*h*nt 
»on ben Slecfern, bie jur .Kirche gehörten, ber gegen 36 @4). allerlei 
©etreibarten trug, einfexe, unb bem Pfarrer blöd 5 @chfl. 9log« 
gen unb eben fo »iel ©cbfl. Jpaber »erftatte. 2)arauf beflggte 
(Ich beim Abgänge bed *Pfarrerd 3ohanned Sttanfiel, »on ber @e* 
meinbe angetrieben, ber £ofmarcbdberr, £err 23aron 3<>acbim »on 
2)onnerdberg, gegen ben Sprobft ©imon »on ließen, unb bat, ed 
mochte bad (Jinfommen bed *Pfarrerd »ermehrt werben. $Jucb 
fhöte ber £>ofmarcbdberr bem fprobft €>imon »or, wie bisher 
ofterd gefebehen, baß bie spfarrfinber ben 3*hent bem Klofter neh* 
men unb einjiehen, unb bafür ben Pfarrer felbjt halten wollten, 
wad fte auch gethan hätten (uno in jenen gräuelooUen 3*iten 
hätten leicht tbun fonnen), wenn fte »om gnäbigen £etrn nicht 
baran »erbinbert worben wären. 2)ad Klofter ließen hat wohl 
auf biefe Klagen unb 23orfteHungen bie Pfarrei aufgebeffert, weil 
wir niebtd mehr ba»on lefen, baß bie Pfarrer wegen geringer @in« 
fünfte abgegangen waren, unb einige Pfarrer fogar wegen ber 
Frühmeffe einen .Kaplan halten fonnten. 263 ) . 

3afob 23anberl war ber Nachfolger bed 3&banned SWan« 
{lei, unb erfüllte fein 2lmt »on 1641 bid 1644. liefern entzog bad 
Älofter 2)ießen wegen feined fttienlofen 2Banbeld ben 3«b*nt, unb 
fefcte ihn bann ab; 264 ) •* 


.161-164) 3lr<fri» Äauftirtfl. 

IX. 


22 


388 8U ^rfwatclj lUaOrntf , 

* » 

$ominicu* ©utmann, geboren au* £anb*berg, erfüllte 
beb Abgewogenen tyoften oom 3®bte 1844 bi* 1830. Unter feiner 
<Paftoration*geit enbigte ber ©treit, welchen ba* Älofler liefen 
mehrere Sab« lang mit bem bifcbäfl. Drbinariate ton Augeburg 
wegen bee Sebent* jener Ae cf er führte, bie ber Strebe eigen ge# 
hören. tiefer Sebent fiel nun bem älofto gu. £* waren aber < 
137 V a Sucbert $a ba* JUofler liefen bem Pfarrer Salob 23on» 
berl au* ©träfe ben Sebent entgogen, aber benfelben auch anno 1648 
bem Pfarrer JDominicu* ©utmann noch nicht gurücfgefieöt batte, 
fo befebwerte ß<b barüber ber Siebter SWatbia* 3ftübtt<b beim 
SBeibbifcbofe in Aug*burg. Datum 1848 am 24. fcecember. M ) 

®eorg © «beite, ein geborner £anb*berger. tiefer war 
88 Sabre $elan be* Äapitel* ©cbwabbaufen , unb oerwaltete bie, 
Pfarrei 46 Sabre, fammelte ftcb um biefelbe febr oiele SBerbienfte, 
unb al* er anno 1696 fiarb, war er oor Alter unb SWübe ©ergebrt, 
unb nahm ba* föerbienft eine* trefflichen ©eelforgtr* mit fleh 
in* ©rab. 

©eorg @<beHe ^telt wegen ber Srübmefle einen Jtaplan. 
Sgnag Siegler, au* äaufring gebürtig, arbeitete mit feinem War« 
rer 5 Sab re lang mit allem Sifer, unb würbe aueb SBobltbüter 
gur 9)f«rrtir(be, befonber* gum Oelberge. 

!Die beiben obengenannten Pfarrer, 2>ominicu* ©utmann unb 
©eorg ©cbcHe, arbeiteten oiet um bie ©efolbung ber 32 fl., welche 
früher bie ©emeinbe für bieSrübmefle begablt, nun aber entgogen 
batte, unb für welche ber Pfarrer jährlich an ba* btfcboflicbeOrbi* 
nariat pro commiasione ennua 1 fl. 2 fr. entrichten mußte. 

2)er Verwalter «Watbia* «Wüblich nahm fich be* Pfarrer* an, 
ura bemfelben feine <£infünfte wieber gu oerfchaffen, unb fchrieb 
fogar anno 1664 wegen be* 3ebent* unb bt* Srübmeßfolar* an 
ben Äurfürjten §erbinanb «Waria. 86Ä ) 

$ür ©eorg ©cpeUe wirb auch ein Sabrtag in ber q>farrlirche 
gu Äaufring mit £)igil unb ©eelenamt gehalten. 

93itu* Aumann war anno 1697 im SWonafr Sünner bet 
Nachfolger; be* oerbienfiooöen ©eorg ©ebene. <£t war geboren 
in Nomentbal bei 2>iefien, unb oerwaltet« feb©« einige Seit bie 


If6— til) Äaoftiug. 

I 


i < 


Digitized by Google 


( ' 


/ ' 1 

fHotriorf am Cerlj. . 839 

q>forrei Scbonborf, ehe er nach Äaufring Jam. 2lucb belleibete 
er bie 2Bürbe cineö 3>octor$ ber Sl^eoloflie. 9lld er im 3ab*e 1704 , 
mit £ob abging, oermacbte er in feinem Sefiamente »om 21. 3an* 
ner folgenbe Legate: 5ür Uefung pon heil. SWeffen 50 fl.; ber 
23ruberfcbaft 10 fl. ; bei jebedmaligem ©otteöbicnfte feilten bie 
Firmen 1 fl. befommeto. Sein baareö Vermögen mar blojl 
60 fl.; auferbem batte er noch £au*fabrniji unb ©etreibe. 
©eine (Srben maren feine SRutter, unb nach beren 2ob (Jgibiu* 
$lumann, fein trüber. 2)iefer mar Jjpoffammerratb in ÜRüncben, 
unb fiiftete für ficb unb feine (gJtern unb ben 93ruber 23itu$, 
penf. Pfarrer in Äaufring, unb feine ganje Samilie, femie alle 
©uttbäter einen Sabrtag mit mehreren heil. ÜReffen. 287 ) 

QonrabSeblmapr, ein geborner Uttinger, ber bie jum 
3abre 1704 ©icar in Scbonborf gemefen, folgte bem 23itu$ 2lu* 
mann im SRonat gebruar beffelben 3abre6 nach, unb perfab bie 
Pfarrei bid jum 3ab« 1727, mo er fle pertaufebte mit: ai8 ) 

Äarl von SIbalbofen. >2fucb er blieb ni(bt lange im 

©eelforgeramt, fonbern binterlief baffelbe bem: 269 ) 

* . 

3 o fep b 2öi bemann. 3# Permutbe, er fei ein Äaufrin* 

“ » . * * *> 

ger gemefert. 2)iefer blieb bis ju feinem $obe, ber am 13. Senner 
• 1756 ftflttfanb, auf feinem Sofien. 

4 • * * 

Crr fliftete ficb einen 3abrtag mit 23igil,. Seelenamt/ eine 
heilige ÜReffe unb statio in clioro. 27 °) 

3 o fep b &uber, ein geborner fianbSberger, ber juoor 9>far* 
rer in £ecbenbotf 6 Sabre, unb Pfarrer in Scbonbovf 7 3ab« 
gemefen mar, regierte ben Weinberg ©otteö $u Äaufring bie $um 
19. 2Rai 1774, mo er ale Slffiftent be$ Äapftele Scbmabbaufen ftarb- 
25em gleifje biefeS 2ttanneö haben mir grojltentbeild bie »oranges 
benbe Sleibe ber Pfarrer unb manebeä Slnbere,. ma$ in ber ©e* 
febiebte Pon Äaufting Porfommt, ju perbanfen. 3ofepb $uber 
fliftete für ficb unb feinen 23ruber, ^bomaö Jpuber, Bürger unb 
©cbäfjler in £anbberg, fomie aueb für feine ganje greunbfebaft 
einen Sabrtag mit 23igil, ©eelenamt unb Orgel famt statio ad 
tumbam et ossarium; eben fo eine Duaiembennefle* * • 


267—270) Slrd&ft» Äauftlnfl. 

M » « •» 

22 * 


/ 


Digitized by Google 


✓ 


840 1« ^ofmorrf) Äaufring, 

f 

Unter ber 2lrat«maltung be« 3<>f*PP £uber fanb ein Saufcp 
be« SPfavrbcfed flott. SBorper ftonb ber Sffarrpof am $uße be« 
93erge«, fübtoeftltrt) an ber §ortfepung be« £ügelrücten«, bon bem 
ber Söurgfel ein Qludtdufer ift. 5)er 28eg bon bem alten $farr* 
pofe au6 in bie Kircpe mar im SOinter befcpmerlicp unb etma« lang, 
darüber besagte fiep ber tyfarrer, unb meil ein ÜHann mit Otamcn > 
Norbert (Streb bereitmiOig mar, feine Solbe, bie er auf bem 
28erge, mo bie Kirrpe felbft ftanb, befaß, abjuireten, fo bereinigte 
ben S^aufcp fomopl ber ©ut«perr, 93aron §vanj Litton bon 2)on* 
ner«bcrg, al« auch ber $robft tyercptolb unb ba« (Sonbent bon 
ü&iejfen. 2>tefe6 gefepap am 5. September 1760. * 71 > 

93ernparb 3Ü9*tPuber folgte fepon am 20. 3uni 
anno 1774 feinem Vorgänger in ber Seelforge. <?r mar geboren 
ju Utting/ Canbgericpt« £anb«berg, unb jubor fepon einige Sapre 
Pfarrer in Stpmiepen. 

21 m 13. $e&ember 1782 bertaufepte er feine Pfarrei mit bem 
beffern 3<nfeit«. Qi mirb für ipn ein Sflprtag mit Süigil, Seelen» 
amt unb einer peil, üflefle in ber tyfarrlircpe $u Kaufring ge* 
palten. 87a ) 

Sranj BEaber £eiß trat am 11. Sänner 1788 feinen 
tyojten an. 

<5r mar $u Kaufring gebürtig, unb arbeitete in ber Seelforge 
biö ju feinem 2obe mit rüpmlicpem (Jifer. Seiber ftarb er fepon 
ben 13. 3«ni 1797 in feinem 47. 3<*Pr** SlnbenFen be« @e* 

f 

reepten bleibt im Segen. 2>a« erfüllt fiep boflfommen an biefem 
treffliepen Seelenpirten. 5?ocp mirb Sranj Xaber£eiß mit (5pren 
genannt, unb bie alten ßeute miffen bon iprn nur £ble« ju er* 
jdplen. ©ie Samilie, au« ber er entfproflen, ift noep gegenmdrtig 
eine ber acptbarflen in Kaufring. 

Sein Söprtag mirb mit 93igil unb Seelenamt gefeiert. * 78 ) 

2)orainicu« (Jibel mürbe am 7. 3ult 1750 in Sbieffen ge* 
Poren, mar 14 S^re ^Pfarrer in Scponborf, bann 6 3op« §rüp* 
meffer in ©ribrieping. 3n Kaufring mar $ominicu« Qibti niept 
bolle brei 3^pte Pfarrer. 

3m 3apw 1800 ben 18. 3ünner ftarb er. 


tn-tTt) Xt*f6 Äaufring. 


V 


i 


Digitized by Google 


I 



{Mnrrborf «m Ctrl). 


341 


Die Urfache feine* ^obeö war bie Vntunft eine* fran^o(ifct>ert 
peere*. £err «Pfarrer Eibel flüchtete fleh, wie olle Dorfbewohner,, 
unb fuchte fleh einen Slufenthalt in bem von jeber ©träfe abge* 
legenen Dorfe Sribricbing. 

SBeil er fleh fur$ bor feiner §lueht on einem §uße jur «ber 
geloffen hotte, ging auf ber Slueht feine «berlaßwunbe auf, unb < 
bie §olge war ber Sob. 

i 

Er würbe auch in Sribriching begraben. 8T4 ) 

- 9tifolau* ©interboller, .geb. in £>offletten, £bgcbt*. 
£anb*berg, bearbeitete ben 2Bcinberg ©otte* in Äaufring gegen 
20 3ahre. Derfelbe war aber bie £<$lfte feiner «mt*roaltung in ' 
ßaufring großtentbeil* tränt, unb mußte baber immer Äapläne 
halten. Unter biefen nenne ich mit Sorjug ben gegenwärtigen 
$errn Seneffyiaten 3<>f c Ph Fächer in f)ohemoarth. «uch fein «n* 
benfen ifl in .Raufring im ©egen, unb mit Dantbarfeit fpreehen 
. bie Älteren Dorfbewohner pon bem „lieben £errn 3ofeph* // £err 
Pfarrer 9tifolau* ©interhotler flarb im Sabre 1820 ben 15. ©ept. tt78 ). 

§ran$ Xaver ©eiger, geboren in SKurnau in Dberbapern 
anno 1749, hatte bereit*, al* er nach&aufring tarn, bie Pfarreien 
Eching unweit $reiflng , ,unb Entraching, £bgcht*. £anb*berg, 
paflorirt, unb zählte fchon 72 Sabre, al* er bie «Pfarrei antrat. 
Dennoch lebte er noch 21 Sabre, unb flarb im 93. 3 fl bre feine* 
«Iter* am 16. Oft. be* 3ab«* 1841. granj $aoer ©eiger war 
ein gelehrter unb wiffer.flhaftlich gebilbeter 2Hann, unb hatte fleh 
ben üflagiflergrab erworben. Er hat fleh auch al* ©chriftfteder 
Otuhm erworben; unter allen feinen ©chriften ifl au*ge^eichnet 
fein 2Bert über bie Obflbaum^ueht. 2Bo er immer war, hat er 
Denfmäler feiner pomologifehen QBirffamfeit hinterlaffen. SDegen 
feiner mehr al* fünfzigjährigen SBirtfamteit in ber ©eelforge per« 
biente er fleh auch ben 2ubwig*orben. 9?achbem er im Sah« 
1831 erblinbet war, mußte er fleh einen Sitar halten, unb fünf 
3abre fpäter reflgnirte er bie Pfarrei, ba feine Äorperfräfte fleh 
immer mehr aufgul6fen begannen, ©ein ©eifl aber war fräftig 
unb Reiter bi* in bie testen 3*it«n feine* fieben*. 


JT4— 115) Zv$io Äaufcing. fc 


i 




I 


Digitized by Google 


342 Die % offoatf!) Äaufrtng , 

• i ' 

3o^ättn ©eorg Ziffer# geb. ben 9. Wpril in Ober* 
Sgling, ßbgchtä. CanbSberg, würbe fein Nachfolger. Seit bem 
6. Oftober 1836 leitet £err Pfarrer Koffer mit Pielem @ifer bie 
spfarrgemeinbe in Äaufring. 

2>iefer ©efepiebte ber Pfarrei, refp. ber Pfarrer, füge ich noch 
einige bebeutenbe 3afcrtfl9*fWungen bei, bie in Jtaufring gemacht 

r 

Worben ftnb. 

3m 17. 3 rt t^unberte würbe ein Sohrtag gegiftet für £errn 
3oh«nn Ghnftoph o. Numflorf unb beflen ©emahlin Sibplla, geb. 
P. 2>onner$berg, mit SBigil unb ftgurirtem Seelenamte. 

Anno 1758 fliftete ber eble unb gelehrte £err Slnton üflüeble 
pon SlpSlingen, gewefener Sefretär beS £ofmarcb$b*tni ju Äaufring, 
einen 3a^rtag ju 45 fr. für ben »Priefler, 4 fr. bem Nteßmer, 
unb ben beiben Äircbenprobften 4 fr.; bann 1 fl. 37 fr. ber Jfirche. 

Beugen ftnb: 3gnaj ffiagner, Slboofat in Nfünchen, unb 

\ 

§erbinanb Uebelherr, (Shorregent in Äaufring. 

S3on ber tyfarrfirche felbft weip ich au$ Qlften nichtö Nterf* 
WÜrbigeS anjugeben. (Sie ift auch nicht febr alt, aber fo fepon 
gebaut^ bap ftc pon wenigen Kirchen/ bie auf bem platten Canbe 
flehen, Älofiers ober Stiftsfircpen ausgenommen, übertroffen wirb. 
Üttan fagt/ biefe Kirche foH früher weiter gegen ben 15cct> hin ge« 
ftanben feptt, unb $wei 2hürme gehabt hoben. 2>er gegenwärtige 
Shurm ift mit feiner impofanten Kuppel eine 3i«&e für bie 
gan^e ©egenb, unb wirb Piele Stunben weit gefehen. 

3n ber Äircpe felbft flehen 5 Slltäre, pon benen ber (Sporaltar 
bem heil. 3<>bonn bem Käufer, bie 2 Seitenaltäre rechts, ber eine 
bem heil. 23itu$, ber anbere ber SWutter ©otteS, bie jwet Sei* 
tenaltäre linfs, ber eine bem heil. 3ofcph, ber anbere wieber ber 
SWutter ©otteS geweiht finb. Wucp flnb bie Stufatur^rbeiten in 
biefem ©otteSpaufc ausgezeichnet unb einige ©emälbe, bie fiep in 
ber äirepe beftnben, ftnb wahre Nleifterflücfe. 

2)ie ^farrfirepe hot $wei Tochter, nämlich bie (üblich am £nbe 
be$ OorfeS flehenbe St. ßeonharbS'ßircte, unb bie jtapeHe ber 
heiligen 2Dalburga, welche eine gute 23iertelfiunbe oflwärtS Pom 
2)orfe entfernt ift. 


Mfefffcif f mi £fdt« 


Die «rflere foD einen wunbervoHen Urfprung haben. Die 
Gage lautet fo : (Sine* 2age* — e* war in ber ^weiten $älfte 
be* flebenjehnten Stfhrhunbert* — fchwamm auf ben SBogen be* 

* r . 

reife nben fiecbflrome* ein b^mee Dilb be* heiligen ßeonbarb 
herab. Der $tuf warf ba* ®ilb einige hunbert Schritte oberhalb 
beb Dorfeb and ßanb. (Sin SWann fanb ed, machte in einem 
Daume eine f>6h(ung, unb fleflte e* barin auf. Eluf einmal mar 
biefe* 9311b »erfchwunben , unb man fanb e* wieber auf einer 
SBiefe (icgenb, bie nicht fehr weit non bem $lafe entfernt war. 
Obfchon man ba* 93i(b wieber auf ben erflen 9(af jurütffltHte, 
fo lag e* am anbern Äorgen fchon wieber auf ber ©iefe am 
nämlichen Orte, unb ba* wieberholte (Ich öfter*. Dief hielt man 
für eine Einbeulung, baf ba* ©ilb auf ber SBiefe wohnen woQe, 
unb man baute bafelbft eine Kapelle, bie in ein nicht unbeträcht* 
liehe* Kirchlein umgewanbelt würbe. 2Hag man von biefer Dag e 
benfen , wa* man will, foviel ifl gewif , baf bie Kaufringer ben 
heil. £eonharb flet* hoch verehrten, unb baf fie au* befonberm 
Vertrauen biefe Kirche erbauten, felbfl gut botirten, unb «fljeit 
, bei 93iehfeuchen hier ihre $i(fe fuchten. * '■ 

Die Kapelle ber heil. Eöalburga ifl ein uralter Dempel, um 
ben eine flauer läuft,’ bie einen ®otte*acfer umgibt. Die Grab* 
hügel ftnb jwar noch bemerkbar, aber Denfmäler fann man nicht 
mehr finben. Die allgemeine unb auch gan& wahrfcheinliche SWei* 
nung ifl, ber Gotte*acfer, ber mitten auf bem Selbe lag, habe 
nicht blof ben Kaufringern, fonbern auch ben benachbarten Ort* 
fchaften, 2Beil, (Spfenbaufen unb SRüblhaufen jur ©eerbigung ber 
tpeftfranten (circa 1630) gebient. §ür bie bafelbfl begrabenen 
würben Ouatembermeflen gefliftet, bie noch gehalten werben. Silan 
glaubt allgemein, biefer fleine Dempel fei fehr alt, unb habe wohl 
gar fchon ben Reiben ju ihren Gojenopfern gebient. Die Sftauer 
be* Kirchlein* ifl fehr bief, am Eingang führen Dtufen abwärt* 
in bie Kirche hinein, unb ber $(afonb befiehl in einer fchwarjen 
h&I&ernen Decfe. Elitär unb Gemälbe, üttangel ber genfler unb 
ade* Uebrige beutet auf ein hofe«* Ellterthum. Da* Kirchlein war 
guerfl ben b«il* Elpofleln ^P^ütppuö unb Safobu* geweiht; fpäter 
aber tarn bie h'il. SBalburga in Verehrung. 93ci welcher Gelegen* 


344 


üte $o(o*Attl} Äaufrtng, 


\ 

beit fonr» hier angegeben »erben. (5(>e id) biefe$ Kapitel 
DoUenbe, erwähne id) noch etwad von ber <Sd)ule, bie bei bet 
Pfarrei Kaufring ftd> febon feit Dielen 3a(>ren beftnbet. 

Karl (Stücfl ift ber erfte (Scbulraeijter, ben icb in ben Briefen 
be$ 5lrcbiDe6 old 3eugcn antreffe jwifcbtn 1711—1724. 

9fad)her, ndmlicb anno 1758, ift gerbitfanb S^ber (Schullehrer 
unb (Santor. . 2)effen Sohn §ranj 93orgi ai Sblljer »ar ber ßebrer 
beö 23erfajfer6 biefer ©efchichte. »fluch gegenwärtig unterrichtet 
bie (Schuljugenb Don Kaufring ein 2!flann aud bemfelben ©fc» 
fchlecbte, nämlich Norbert 3Mber, SruberOfobn beögranj 23orgia$. 

(So war alfo .Kaufring febon feit 130—140, oielleicbt febon 
feitf mehreren Sabren, mit einer (Schule Dcrfeben. 

Qjucb berühmte Banner au6 bem <Stanbe be6 ßlerud, fowie 

auö bem fiaienftanbe bat Kaufring aufjuweifen. 

, * N . » 

28 ) Söerübmte SHdnner au$ Kaufring. 

3n ber ©efchichte eineö Orte* lann man jene üflänner nicht 
Derfcbweigen, welche allgemeine unb öffentliche Slnerfennung , 

wegen ihrer Talente unb üeiflungen Derbienen. 5Jucb Kaufring 

* 

hat folcbe JWänner aufjuweifen. x 

1) Michael Jpeiß, geb. ben 17. ^ept. 1652, war berechn 
be$ 23altbafar Jpeiß, (Scbmibö $u Kaufring unb ber Slnna, beffen 
Eheweib. ©r war ein fehr gelehrter 2J?ann, unb erlangte ben 

, i 

©rnb cincö Üicentiaten ber Rheologie, @r regierte 5Q 3°bre lang 
ben SGBcinberg be6£errn JU ©ottmannäbofen, Derwaltete 273ab*e 
lang baö 2lmt eineö KapitelfammererO, unb 17 3abre fianb er 
bemfelben Kapitel ald 2>efan Dor. 2)ie lebten Sage feinet hebend 
Derlebte er auf einem Q3eneft$ium ju SBertingen. 23on ihm fagt 
eine ©ebrift, bie ich in Kaufring fanb, baß er in einem 5ilter 
Don 81 3ahren anno 1733 geftorben, unb ein 307 n fl e r im 2Borte, 
'im Umgänge, in ber Siebe unb Keufcbbeit gewefen. ©in wahrhaft 
würbiger tyriefter Derbient gewiß ein 2>enfmal, unb ieb freue 
mich, meinem ßanbötnann ein folcbeö fetyen .ju fonnen. 9lu$ 
bemfelben ©efcblecbte, au$ bem 9Jiicbael £eiß flammte, war auch 
ber naebherige, oben erwähnte Pfarrer unb eifrige (Seelforger, 

Sr. £aoer £eiß. 276 ) 

• ^ * 


276) 2U<&io Äaufrfnß. 


■> ftotttarf am Ced}. 


345 


2) 3ö«ötiuö Siegler, geb. im 3o|>re 1068 ju Äaufring, 
€>obn beö «Peter unb ber ßbriftina 3‘egler, würbe «Priefter, unb 
war &om3abre 1692 biö 1697 ber f>ilf6priefler beö ©eorg ©cbefle, 
«Pfarrer* ju Äaufring. Ofacbber würbe er Pfarrer in ©ottmannö*- 
bofen, »o fein ßanbömann üflicbael £eifl febon gewefen. dx war 
ebenfalls ein würbiger ©eifllicber, unb ein 2Bobltb<$ter für bie 
Äinpe Äaufring. ©ein £ob ift mir unbefannt. 

3) 3<> banne* «Dtaul, ber ©obn be* Slnbrea* unb ber 
Barbara ÜJtaul »on £aufring, war geboren am 13. 3um 1692. 
dx würbe (Sanonieu* in 5Beiffcnl;ovn, unb ftarb unter bem tarnen 
P. Saturninus Ordin, St. Norbcrti anno 1734. rn ) 

4) 3gnaj Giebel, ©obn be* 3abann ÜTticbel unb beflen 
(Jbeweib Groa in jtaufring, würbe geboren anno 1692, unb fam 
anno 1712 in bie ©cfeQfcbaft 3efu in ßanböberg. 2)afelbft blieb 
er 48 Sabrebig jur Vertreibung ber Sefuitcn. 3m Sabre 1769 
tarn er wieber nach ßanböberg jurücf, wo er auch im (Sollegio 
ben 22. Senner 1780/ alfo in einem Elfter Pon 88 3abren, 
jtarb. 278 >. 

5) 3 o bann Vapt. 3*egler würbe geboren ju Äaufring 
am Cecb ben 3..2Rpi 1693. dx wirb al* ein febr gelehrter £err 
gefebilbert. v 3*n Äloflcr Otebborf oerfab er 6 Sabre lang bie 
©teile eine* «Profeffor* Philosophie ,et Thcologiac, unb fpäter 
bociite er auch im JUofter ju ©t. 5lnbrä unb SRang in ©labt 
am $of, wo er im Drben war, bie Sbeologie. 5116 befonberer 
ßiebbaber ber Vücber unb §reunb ber SBiffenfebaften , permebrte 
er bie Älofter* Vibliotbef $u ©t. Wnbrä unb SWang mit ben au*» 
erlefenften unb nübltcbften ßßerfen. 3*n 3 Q b*e 1728 würbe 3<>b» 
S3apt. 3iegler infulirter >2lbt be* ßlofter*, unb al* folcber wirfie 
er febr Viele* jum Vorteil beffelben. Unter, ibm würbe ba* 
bermalige neue jUofter ju bauen angefangen, unb bieju im 3 a bre 
1730 ben 5. 3uni ber erftc ©tein gelegt. Qrr bat auch ba* Jus 
praxandi in bem jUofier, ba* jur 3eit beö ©cbwebenfriege* einge* 
fcblafen war, wieber refufeitirt. Sngleicben erhielt er anno 1736 
auf ein 'J?eue* ben ©ebrauep ber 3nful für ftd> unb feine 9iacb* 
folger. 3m Sabre 1746 im 2)ejember würbe er in bie ^oct>l6i>lict>e 


177—278) Krcfcto Äaufting, 


/ 


846 £tc 6M4rtn|, 

/ 

V 

* ßanbfchaft Unterlanb* kapern 0 I 6 ^>r<5Iatcn # (Steurer aufgenom* 
men, welche hohe ©teile er aber nicht lange begleitete, inbem er 
»egen vieler in bem lebten .Kriege au*geftanbenen 2)rangfale, 
aflwo er ju 3 tt?«tniolen fammt allen feinen Oleligiofen ba* Älofler 
wegen be* aUbort aufgefcblagenen Äran!em@pitale 6 unb anberer 
unerfchwinglic&en Slnforberungen be* §einbe* ju perlaffen ge» 
jwungeti worben war, erfranfte, unb nach einer langweiligen 
Kranfbeit anno 1751 ben 28. Senner biefe* 3eitlicbe fegnete. (5r 
lebte fomit blofl 58 Sobre/ »nb jwar 23 3obre al* tyrälat feine* 
Orben*, unb liegt in ber ßoretto* Kapelle begraben. 279 ) 

6) Karl 3 0 f e p b 2Bt bemann, geboren ben 26. 5Iugu|t 
1708 in Kaufring, war ein 23erwanbter b e* fpfavrerö 2Bibemann. 
SDiefer Karl 3ofcp|> trat in ben Sranjiötaner * Orben, unb fam 
nach (Salzburg, wo er im 3obre 1763 ftarb. <J* follen noeb 
Piele ©cbriften an ben Pfarrer 3<>fepb 2Bibemann oon biefem 
Orben*geifMicheu porbanben gewefen fein. (Sein Kloftername 
war 3o(imuö, unb fein 9iuf ift biefer: „Qr war ein fluger unb 

-febr frommer 2ttann. 26 °) 

% 

7) 3 gnaj SDagner würbe geboren ben 29. 3uli 1726 in 

Kaufring. Gr erhielt ben ©rab eine* üicentiaten utriusque Juris, 
unb Perfab eine 3*itlong ba* $lmt ciueö SIboofaten in SWünchen. 
2JI* folcher bot er aber wegen feine* fehlsten unb einfachen 

(Sinne* febr fchlechte ©efcpÄft* gemacht, darauf jog er fleh ouf 

fein Bauerngut, ba* er in .Raufring ererbt hotte, jurücf. 3« 
feinem ©anbei geigte er ftch ol* einen bochfl einfachen 2ttann, 
fo baj man fagen !ann, er fep ein 23er<$cbter feiner filbft ge* 
wefen. 2>ie lepten Sage feine* fieben* lebte er ganj für ftch/ 

nachbem er juoor fein ©ut oeräuflert hotte, unb ftarb im 

3obre 1802. *«»). 

8) So f e p 2ßalch ift ben 11. 2>e$ember 1749 geboren, unb * 
würbe, al* er in ben Orben ben bei!. 5ranji*fu* trat, ©arcelinu* 
genannt. ©ann später 9ftarcelinu* geftorben, unb wo er fleh 
aufgebalten, ift mir nicht befannt geworben, fo wie auch weiter 


*79) Soft. Äarl ^atriciuS $i(i. 9la$ri(fetfn »on ben JNoftern in «RegenSburg. 
9lt<${» Jtaufring. 

280—281) .Raufting. I » ’ ' 


Digitized by Google 


ffmbetf au frdj. 


S4f 

nicht* mehr ben fernen Schicffalen. ©ein ©efchletht Mfibt noch, 
unb ifl baffelbe, ba* auf bera oft erahnten furfürfUicpen ®«u< 
teUe(>en bau*t. Mtt ). \ 

29) 0?td>ter unb Sertuatter bet J^ofmard) Äaufring. 

i 

23en ben Siebter» unb Verwaltern bec SDonneröbevgifchen 

% 

£ofmarch habe ich Solgenbe im 9Ird>iü &u Kaufring gefunben. 

2)tr ültefie unb wabvfcheinlicb bec erfte {Richter wdbrenb bec, 
$onner*bergifchen {periobe ift 2Rap r, bec jtch, fcho« am 

18. Dezember 1625, unb wieber am 14. Slpril unb ebenfo am 
41. 9Rai 1618 beurfunbete. 

23 on biefec B*it bi* $um 3^1>rc 1634 fam mic fein {Richter 
mehr bor. 3n biefem 3o&re, unb bann febr oft in ben fol« 
genben 3abren erfebeint bt* 1656 3°b<mne$ SWujerbarb in Vrie* 
fen unb Urfunben. 

Vom 3afcre 1663 an ftnbe icb al* Verwalter bec £ofmarch 
3ofob Corenj £>ogg; berfelbe beifit am 22. 3uli 1676 {Richter unb 
ebenfo 1677. Anno 1664 bi* 1670 wirb al* {Richter eben berfelbe 

i 

angeführt. Von anno 1682 bi* 1690 lefe ich in ben Kauf* 
briefen unb anbern Schriften ben 3<>&* 2fli<h<tel Vibling ol* 
{Richter bon Kaufring. 

Venebict £errfchl ifi im 3af>re 1693 Verwalter bec £ofmarch 

/ 

unb {Richter berfelben. 

SWatbia* ÜRublich ftnbe ich am 24. 2Rai unb am 30. 9Rai, 
fowie am 5. 3uni 1698, ebenfo anno 1699 unb noch im Sabre 
1702 al* Verwalter. Um ba* Safcr 1701 ift {Richter §ran$ 
üRenbl. SIber anno 1705, 1706, 1707 unb 1711 ift SRatbia* 
üRüblich {Richter bec £ofmarch. 

©ein {Rachfolger im {Richteramt wirb wobt ©eorg (Jrlacher 
gewefen fein j biefen ffnbe ich noch anno 1715 am 27. üftai; bann 
aber gleich am 27. September beffelben Sabre* lefe ich ben Ss^i 
$aib, £anbgericht*procurator in £anb*berg, al* £ofmarch*ricbter 
bon Kaufring. 

3m 3abr« 1717 wirb granj Sofepb 28ech al* {Richter ge* 


* 81 ) Xtdbfö jtaafrlrtfl. 


348 * Bie J$ofaarcl} JUufrtaj , 

nannt; berfelbe ift oon biefem Sohr* an biü 1759 fehr oft 
beurfunbet. 

. 5)er lepte dichter, ben ich in beit ©cbriflen, bie ich gelefen, 
fanb, war Martin ©chmibj biefer ifl am 26. 2lprill738 urfunb« 
licp oorgejleHt. 3S3 ) 

Diefe dichter unb Verwalter höben i»oh>rfct>einlic^> nicht .äße 
in jtaufring felbft gewohnt. 2Benigften6 ift e$ bei ben teueren 
ber 5al(, welche meiftentbeilö irgenb eine ©teile in £anböberg 
befleibeten, unb ba$ dichter« ober 93e:walteramt nebenbei auO* 
übten, ©o hotte auch her im zweiten 2)ecennium biefe$ Sohr* 
hunbertd oerflorbene Verwalter ©chweiger, unb nach ihn* S>err 
Äirchenabminiftrator 23ieninger, nebft jtaufring auch Sgling unb 
noch mehrere £errfcpaft6güter im 2anbgericpte ßanb6berg ju 
oerwalten. 

s 

* I 

. 30) Die SBilbbannec in ber {)ofmarch Äaufring. 

% * 

Sra ©erlauf ber ©efchichte unferer £>ofniarch ifl fchon gcfagt 

worben / baf b«d SGBilbbannerhauä unb ba6 Sagbrecht in jtauf* 
ring bem jturfürften SWarimilian gehörte, ynb bafj bie' Unter« 
thanen ber $ofmarch oerpflichtet waren, bei $reibjagben &u 
erfcheinen. 

2)er jturfürft gab baö ßBilbbannerbau* bem $an$ £aiben* 
bucper, unb fpäter, nämlich anno 1624, fchentte eö üTlarimilian 1. 
bem Soochim hon 25onner$berg, forberte aber, bajl er feine Un* 
terthanen ju Sreibjagben fieöe, bie ber jturfürft holten würbe, 
©on benjenigen aber, welche alö hirfürfHicpe SBilbbanner ober 
Säger in jtaufring angefieUt waren, höbe ich Solgenbe urtunblich 
gefunben. 

(£he bie £ofmarch an ben £errn Soochim oon 2)onner$berg 
gelangte, behauptete fleh auf biefer furfürfllichen ©teile bie in 
Äaufring feit mehr al$ ^wei Sahrhunberten fo zahlreiche Samilie 
ber 2)eHinger. 

Anno 1612 ftnbe ich ben $an£ 2)eflinger alö ßOilbbanner; 
bann wieber benfelben in ben Sohren 1615, 1616 unb ftulept 
1626 am 19. 272 ärz. 


>83) Xr$it> Äaufring. 


" / 



ßubwig $ellinger t>erfo^ biefeß $Imt ebenfalls, unb ift 16& 
beurfunbet. *• 

3m 3ab« 1699 am 16. OTat ift 3ofrpb ©<i# alß SBilbbanner, 
unb im felben 3<>bre 3<>bann Dßler alß Säger aufgefübrt. Anno 
1702 ben 8. 9DM rj 'beiratbete Slbomaß £eifl bie Ötoßna Dßler, 
beß Sob^nn Dßlerß dBittwe, unb trat fornit an beflen Stelle. 
5Bon biefem 2.b«>maß £eiji aber lefe icb 1711, 1716, 1723; er 
führt ben tarnen 3äger ober döilbbannertnecpt. Sein {>err war , 
Sofepb ©ei$ ber eigentliche SBilbbanner, ber noch tm 3abrel720 
portommt. 3« gleicher 3eit erfcheint auch £ieronpmuß Xrerabl alß 
SBilbbanner. 34 ) Permutbe, er fei ebenfaflß nur Knecht' ge# 
Wefen. 2lu4> er befaß ein ©ut in Kaufring, wie Sobann Dßler 
unb $bomaß £eif. 5luß biefem Umßanbe fcheint ju erhellen, 
bajji bie eigentlichen 2Bilbbanner in Kaufring fleh folche ©ebilfen 
nahmen, bie im Orte anfdfßg waren, unb baber leichter befolbet 
werben tonnten. Anno 1731 wirb Sbomaö $ei$ wieber alß 
gew. ©ilbbanner bezeichnet, unb Sofepb ©eirer ift wirtli4)er, 
im Slmte fiebenber. 

2>er lebte, ben ich in ben Schriften, bie mir jur <£in* 
ficht in bie £änbe fielen, alß churfürftlicher Säger gefunben höbe, 
ift Sugußin SDtüfler anno 1746. 284 ) 

5luß trabitioneßen Duellen aber |>abe ich entnommen, baff 
bie Nachtommen beß ^lugußin 9D2üQer biß zum Anfang unfereß 
3abrbunbertß hinab bie SffiilbbannerßeHe behauptet haben. Neffen 
Sohn Xbabbduß war SGBilbbanner in Kaufring, unb Pon feinen 
brei Söhnen, 3Eaoer, ©eorg unb 3obann 93aptiß, war BEaper 
9Dlüder fein Nachfolger. 3n ben erßen 3abren beß gegenwär# 
tigen Säculumß (circa 1806) würben bie brei SDilbbannerßeHen 
Kaufring, jpaltenberg unb ßichtenberg mit einanber oerein’gt, 
unb zu einem foniglichen Sorßamte creirt, unb ber $orßer fchlug 
Pon ba feinen Si$ in £i4)tenberg auf. Nacpbem aber ber 9te« 
Pierforßer Sbumbach im 3«bre 1829 geßorben war, bezog ber 
neue ftörßer Sflat tbäuß 3tau4> wieber eine 2Bobnung in Kaufring. 
SDtattbäuß Nauch ßarb am 19. 9DMrz 1837. Sein <£ibam unb , 


*J4) Äaufrfng. 


V ' * 


Digitized by Google 


/ 352 Jtr ^ofmorelj Äaufring, 

v , i 

als 9ftannSfehen ou6gelie^>en würbe... £atte einmal Äurfürft 

27?ar I. (1612) Jpaltenberg unb bie JRei&erbetye inne,. fo wirb er 

/, 

wohl ju feiner . Urgoblichfeit 6fterö in biefera Schlöffe 'ober in 
ßichtenberg (leb aufget;alten höben, unb »oh ba aus (1624) mit 
£errn Jochim non Donnersberg um Äaufring oerhanbelt höben, 
ba biefer bie fjofmard) unb Sgling wahrfcpeinlich burch feine Se? 
fuchebei bemKurfürften, bejfen Dberftßanjlerer war, tennen lernte. 

2)er bem Älofter Diesen gehörige Kiebbof, non bem wir fchon 
(Erwähnung tbaten, liegt auf ber fublichen ©eite be$ Höefler« 
holjeS, non lauter £aufring«r ©runben umgeben. .(Erliegt baher 
fowohl im tyfarrs als ©emeinbefprengel ber £ofmarch. 

2>ie ganje §lur non Äaufring , welche nom Cechfluffe burch« 
ftromt wirb, mift ber £änge nach, welche bem Saufe bed gluffed 
folgt, ungefähr 2 geographifche ©tunben, unb bie ganje Sreite 
non Oft gegen 32)e(ten mag man in einer ©tunbe faum burch« 
. meffen. 

2>oS 2)o rf felbft, welches an einem Jpügelabbang beS ojNichen 
Ufers beS nielgenannten CechfluffcS gar freunblich baliegt, jdblt 
gegenwärtig 113 £äufer, bereu Bewohner theilS nom Slcferbau 
(Ich nähren, theilS auch Jpanbwerfe treiben. SlUmählig nerfchwin« 
ben bie alten hölzernen Raufer, unb bie Bewohner wetteifern in 
ber 23erfch6nerung ihres Dorfes. 

2)ie 2oge beS DrteS ijt ber Dbftbaumjucht ziemlich günflig'; 
baher fe&t ßaufring wohl aus allen Dörfern rings h«um baS 
meijie Obfl nach SanbSberg ab, unb eblere unb beffere Dbftgat* 
tungen mochten wohl im £anbgerichte £anbsberg nicht leicht $u 
ftnben fepn. 

Die Q3ienenjucht wirb auch nicht nernacbläfliget, unb ba bie 
SJuen an ben Ufern beS CecheS eine ziemlich gute Jponig; unb 
2ßachSernbte in ftch bergen, fo betreiben einige Bewohner nicht 
ohne Erfolg biefen Defonomiejweig. 

50?it biefen 93emerfungen fchliefe ich meine ©efchichte, unb 

lege meine gebet mit bem SIrofle nicber, bofl ich in Cfrforfdmng 

. * * * 

unb Sammlung ber Denfwurbigfeiten meines ©eburtSorteS 2We$ 
aufgeboten höbe, was ich vermochte. , 

SBepling, ben 8. ÜJtai 1847. . * 

Soachim DeHinger, ’ 

. . Pfarrer unb (Sammerer. 


» 


» 


» 


X. 

# # 

fl r t t r ff 0 e 

ÄUt . 

SebettOgefdbtdite <£erjog SubtoigS 6 c§ 9 tdcfiett, 

nebfl ungcbrucften Strgffltn unb einem 3tinerarium betreiben. 


»Ott 

Kauft totiff, 

SBenefici flten bei 9t. $eter in 9ftünd?en unb Jtaplan am 
t. SWilitän Äranfenbaufe bafcibjl. 


$erjog ßubwig ber SReic&e würbe 1417 ben 21« $>orn. *) in 
bem (Schlöffe ju ©urgbaufen geboren. 2)ie Sage feiner Sugenb, 
bie fcbänfte 3«i* feines 3WanneS*$UterS raujtte er traurig unb obe 
in bem (Schlöffe ju ©urgbaufen Einbringen, ©ein farger ©ater, 
ber reiche f>er$og Heinrich, entjog ibm beinabe baS Ofotbwenbigfte ; 
wdbrenb er täglich an bem Sturme vorbeiging, ber feines ©aterS 
aufgebäufte (Scb<5$e faum $u faffen vermochte, litt er Mangel an 
©elb unb Kleibern. Dentin erjäblt uns er habe ju feinem ße* 
benSunterbalte beimlicb IRotbwilb gefcboffen. @o vergingen ibm 
33 Söbre, bis fein ©ater 1450 am 30. 3«Ü $erjog ßub* 

wig ju bem ©eff$e ber @chä$e feines ©aterS, unb jur Oiegierung, 
bes fünften ^^eileö hon ©apern gelangt, warb beffctt wenig froh, 
benn nichts vermag, bem üJlenfchen bie freubenloS verlebten Sage 
ber Sugenb ju erfejpen. ©on einem tbatenlofen ßeben hinweg, 
warf ibn baS ©chicffal in einen ©trubel von ©eföäften, bie ibm. 


1) Der Zag feiner ©cburt war biöfter unbelannt, »ufte ibn ia ber -Verjog felbfl 
nicht, bie er ftd) bet^alb an ben tfbt Softann non SRaitenbaetaib, brr alf ptrochao loci 
non iBurgbaufen > ßierü&er bie befie Jtunbe hoben mufie, wanbte. 3$ habe bin ben 
Sajinacßttag für ben Dominien Eeto mihi genommen, j 
I) Chronic p. 842. 

ix. es 


\ 


Digitized by Google 


354 


irittSfe )ur CrbfniftCdjicIjif t 

l 

* > 

wodte er in benfelben nicht untergeben, wenig von feinem Sfteicb- 
tbum genießen ließen. (£r mußte ade feine Kräfte anwenben, um 
feine# £aufe# verlorene ©üter mietet ju erlangen, bie vorbanbe* 
nen ju vertbeibigen , neue ju erwerben. ©eiche üflübe wanbte er 
nicht an, um $onauwortb/ bie ©cbanlung König Konrabin#, wie« 
ber an ba# £au# kapern jurücfjubringen? ©eiche Kämpfe be* 
flanb er nicht mit bem dRarfgrafen Wibrecht von Sranbenburg, 
mit ben 9ieicb#fiäbten, für' bie ©erecbtfamen feine# £aufe#; biefe 
ju behaupten, achtete er felbft be# Kaifer# Ungunfl geringe. 

dtacbbem er ad biefe Kämpfe für feine# ©efcblecbte# @bre 
nach außen fiegreicb beftanben, fo fucbte er bei feine# ©tamme# 
©liebem ben vielfach getrübten Srieben nach 3n«en ber^ufteden. 
(St vermittelte ben (Streit, welcher fleh unter feinen Settern, ben 
£erjogen von SapermdRünchen, erhoben. 3 uw Seften feine# £an« 
be#, ju ber ©iffenfebaft pflege, grünbete er bie Univerjltät 3ngoU 
ftabt. 25er 9?ame £ubwig be# Gleichen ging ebrenvod von SWunb 
ju dRunbe burch 2)eutfcblanb# ©auen, er fab bie ©erechtfaraen 
feine# Jpaufe# feftbegrünbet , er hatte Otube nach dlußen, Trieben 
nach 3nnen gewonnen, unb bennoch war er nicht glücflich. 3bm 
nabte {Ich einSeinb, ben er nicht ju beflegen vermochte, jene Sage, 
von benen bie ©chrift fagt, fle gefaden un# nicht. 3n bob^m dllter 
betam er ba# $obagra *) unb mit bemfelben ein #eer von Kran!« 
beiten, ©o war ber von ganj 2>eutfcblanb gepriefene Surft un« 
glücklicher al# ber ärmfte feiner Untertanen, benn ba wo er feiner 
Arbeit Srüchte hätte ärnten tonnen, warb er von ©cbmerjen ge« 
peinigt, e# übertam ihn ba# bange ©efübl, wie Kde# biefe# enben 
würbe. ©ar e# wohl einem Sürften, beffen 3u<J«nb fo freubenlc# 
vergangen, ber fo viel gelitten, ju verargen, wenn er fein £eben 
ju verlängern trachtete? Son dtatur au# ju bem Ungewöhnlichen 
geneigt * 4 ), fucbte er bei ber bamcl# fo beliebten dlftrologie $ülfe. 
2>ie ©eftime fodten ihm fagen, wie feine Krantyeit enben, wie lange 
noch fein £eben#faben laufen würbe. <?r wanbte fleh baber 1478 
ben 26. £om. # ) an feinen dtatb Unb Ordinarius Medicinae ju 


S) OefeU I. INI 

4) Aventin lib. Vlll. p. 611. 
% 6) Sfilaflf A. 


Digitized by Google 


355 


v 


t\tt}o g fubwtg’» bli Rf!fl)fn. 


Sngolftabt, (Jrbarb SDinbfperger °), bem er 3 55ücber, »opon ba$ 

erfle ein gemiffer 23ichtelperger Perfafjt, überfanbte, unb trug ihm 

• * » 

ouf/ibm bie9?atioitdt ju fteUen. 2)abei lag ein3«ttel be$ WbteöSobann 
pon (Raitenbaölach, »oraub $olgenbe$ b«roorging ’): $e$ £er$og$ 
23ater Jpeinrich b^be 1412 am ffatbarinentag, ab ber große 2öinb 
ging, gebeiratbet, £ubwig ber £Rei<t>e felbfl fei 1417 6 7 8 9 ) am 23aß* 
nacht 2ag geboren 8 ), fein ©obn @eorg aber am Sreitag bem 
Frauentag in bem £>aberfcbnitte®). 2)er 2>oftor 28inbfperger un* 
terbracb nun feine 23orlefungen, unb (teilte mit Pieter üflübe bie 
(Sonfteflation ber beiben Jper^oge £ub»ig unb ©eerg. 9?acb einem 
halbjährigen Stubium gelangte er &u fotgenbem ötefutate, tag 
bie ©ebecfung ber (Sonne unb be6 üttonbe* unb bie Ecclipsis in < 
bem Sabre 1478 bem £erjoge £ubwig in bem loramenbem SBinter ‘ 
eine fch»ere Ärantbeit porberfagen, bie berfetbe fchwerlicb über# 
(leben »erbe. 

2)iefeö (Jrgebniß feiner Arbeit übergab nun £err SBinbfperger; 
aber ber treue Wiener tbat noch mehr für feinen Jperrn, er, einer 
ber berühmteren ÜJerjte feiner 3*it, bereitete $lr$neien, bie ba$ 
Uebet perbuten jolten. SWit btefen nun begab er {leb 1478 am S3ar# 
bara* 2age nach üanb^but. @r »urbe bafelbfl übel empfangen, 
feine 2Ir&neien »urben pon etlichen (Käthen Peracptet, befonber5 
aber Pon einem üTeeifler Jpeinrich Pon £cibelberg, einem 9llcbpmU 
ften, ber burch ben ^erjog £ub»ig auö bem ©efdngnifle be* 93i# 
febofeö pon (Regenäburg, barin er piete Sabre gelegen, befreit 
»orben »ar. 2)afür Perbieß biefer bem £erjoge, ungleich bem 
SOinbfperger, eine £eben$bauer pon 10 Sabren. 

$erjog £ub»ig fe$te nun fein Vertrauen auf S07eiflcc f>ein# 
rieh/ unb @rbarb 2Stnbfperger mußte unoerriebteter Sache pon 
£anb*but abjieben. 2>er Erfolg entfprach aber leiber nur ju febr 
feiner 23orberfagung , benn £erjog £ubwig ber (Reiche (tarb halb 


✓ 


6) (Sc war ft&on 1470 ^rofeffor ju Sngolftabt. Mederer Annalea I, 11, 

7 ) Seilagt A. 

8) Vide Nro. 1. 

9) SSenn ber 2fbt angibt, ber «perjog ®«org werbe 1478 am Frauentage 21 3a$rt 
alt, fo ift biefei ein offenbarer Söußofj , weit nur in bem Sabre 1455 brr Frauentag in . 
bem <$abeTf<bnitte, ober ber 9Raria<pimmelfabrt$tag. an einem Frettage fiel. Ucbcrbief 
ifl bai 3abr ber ®eburt bei J&erjogi #eorg unbejweifelt 1455. 



Digitized by Google 


356 


fttttrife für £rb*u*geftl)trt)tr 


barnacb 1479 om 19. 3üntier. 2)al le$te 3ab* feind £ebenl 
»erging ibm wabrfcbetnlicb in Jfranfbeit, bettn fo weil bie Duellen 
reifen, bat er 1478 10 ) £<ui$lbu’t nicht oft mehr »erlaffen. Slber er - 
blieb bil an feind £ebenl (5nbe tbütig, benn noch wenige 2age 
»or feinem fcobe fucbte er ben (Jrjbifcbof ©ernbarb ju ©aljburg 
ju bewegen/ bafl er &u ©unften bei 3&bann *Pecfenf<bläger, 
(Jrjbifcbofd in ©ran 10 »), bal ©riftift ©aljburg reflgnire. 
Wiefel jtnb bie wenigen ©eitrige/ welche ich ju bet £eben6ge« 
Wieble £erjog ßubwigl bei Weichen hier bar$ulegen bie @b« habe. 34) 
füge auch noch eine Weibe ungebruefter Wegeften u ) unb ein aul 
Urfunben- unb anbern Duellen jufammengcflelltd Itinerarium 
beflelben bei 18 ). 3<h bin jeboeb weit entfernt, bei beiben auf 
©cüfhSnbigfeit ßlnfpruch ju machen. 25enn wenn Win ©älterer 
mit Wecbt fagt, d fcp «Sache ber göttlichen SJUwiffenbeit , ade 
gebrueften Urfunben ju fennen, fo ifl biefel um fo mebt bei un* 
gebrueften Duellen ber gaH. (51 feilen nur ©eitrüge fepn, bie 
ihre ©eroodflünbigung oon einem glücflicberen Sorfcher erwarten. 
Wur bal füge ich noch bei, baf ich feine SOlübe unb Sorgfalt 
gefpart, um bal/ wal ich gegeben, mit b'fiprtfcber $reue bar« 
iulegen. 


©eilage A. 

, V 

✓ 

Ludwig Von gottes gnaden Herzog in nydern und Ober 
Baiern Untern Grust zuvor Hochgelehrter Lieber getrewer wir 
achicken euch hiemit drew Pucher hit das ein mit der gruen 
und roten getchrift der Viechtelperger gemacht , und die ander 
zway zwen astronomy der Namen wir itz nit wissen, haben auch 
darinnen ein Zedel unsere alters, und an wellhen tag wir gebor- 
ren sint, aber nit aigenlich wissen wir umb welche Stund, doch 
lassen wir uns bedüncken an der Vaschanng nacht zwischen 
ailffen und zehn nach dem allen wisset euch zu richten und in 
ewr Kunst darnach sehen. 


10) Yide fein Stfneraeium »»Uage C. 
10«) Yide Beilage B. 

11) Yide Beilage B. 

IS) Yide Beilage 0. 


• » • . 

Cubvtf’* bra fUtdjnt. 357 

» s ' 

Datum Landtzhut am Sonntag nach Sanct paulus Bekerung 
anno LXXVIII (id est 1478 den 26. Jänner.) 

Dem Hochgelehrten unaern Lieben getrewen Rat Er- 
härt windspergrr Docktor und Ordinarien in der 

Ertzeney unser UniVersität zu Ingolstadt zw sein Iiant, 

, \ 

Zeddei gnedig Her als man zalt nach Cristi gebürt tausend 

* 1 

Vierhundert und in den zwelfften Jare an sandKathe- 
rinen tag ist gewesen der gross windt und zw der- 
selben Zeit hit ewer gnaden Vater Herzog Hainrich 
Löblicher gedächtniss Hochzeit gehabt. Item da man 
zalt Von Cristi gepnrt tausend Vierhundert und sie- 
benzehan ist Ewer gnaden geporen worden an der 
Vasnacht. 

. * » 

Item am freytag unser Lieben Frawen tag In der 

Haberschnit zwischen Siben und sechsen ist geporen 
worden ewer lieber Sone Hertzog Jörig und wördet 
ytz an unser Lieben Frawen tag anno LXXVIII 
(1478) Eins und zwaintzig Jare alt. 

E. f- f. 

gehorsamer Capellan , 
Bruder Johans abbts zw 
Raitenhasenlacb. 

i 

Item auf solich BeVelch hat der Docktor das Lesen zu Zeiten 
lassen ersten und sich gefliessen mit schwerer Müe für sein f. gd 
gesunthayt, gearbeyt auch die Revolution der gburdeu beder 
seiner gnedigen Herreu Hertzogs Ludwigs Löblicher uud seeliger 
' , Gedachtniss, auch Hertzog gorgens gepraktiziret, auch aus 
der Revolution Hertzog Ludwig gebarrt Vor der Ecclipsis und * 

. Bedachung payder Sun und Man lu dem LCCVUI (1478) Jare 

* 

Verschienen. Dan sie bedeuten seiner f. g. ain schwere totlichen 
krankhait auff den winter, wo solichs seine genad nicht wird 
Vorkumen, mit mer Warnung seit als sich auss dem juclicio seine ' 
gnaden eia halb Jare zuVor ubergeben warlich erfunden hat und 
auff solichs zu Vorkumen füget sich der Docktor gen Landtzhut 
mit etlicher notwendiger Ertzeney , auff Barbara welche artzeney 
, und judicium Von etlichen seiner gnaden Reten alsdan Veracht 
wurden auch Insunderhait Von ayuen alkymisten der sich nennet 


/ 


$ 


Digitized by Google 


358 


fttürife jur ftbrnigtfrlprht* 

i 

Maister Heinrich Von Ileydolberch der zu Regenspurg in des 
Bischofs Hoffstnm ain lange Zeit gefangen gelegen und durch 
Hertzog Ludwig Löblicher Gedechtnuss Vorbois ‘ ausgelassen und 
zn den Zeiten bey seiner f. g. am Hof zu Landtzhut war, der- 
selbige Vertröst seiner f. g. noch zehen Jar zu leben, dadurch 
des Docktors Warnung Veracht und der obgenant Hochgeboren 
furst Hertzog Ludwig auff den XVHU. tag Januarii LCCV1I1 in • 
, des genanten Doktors Erhard abwesen gestorben denn got gnad ! 

i 

V. sub voce 
Hobeneicheriana. 


Beilage B. 

t 

UngebtucFte iMegcfieit <£erjoß SufctoigS 

fcets Reichen. 

. Bet ©ammlung biefer Dtegeften batte ich vor Äffern bie 
Slbffcht, (in urfunblich begrünbeted Itinerarium btefeö dürften $u 
geben« $iefe6 fuchte ich buvcb moglichfie ßürje ber Angaben $u 
erreichen. $u*fübrlicber ftnb jene Latenz »f!d)e bie Sopograpbie 
unb ©efchichte Dberbapern« betreffen , unb etliche anbere Urfun* 
ben , bie mir »on befonberer SBichtigfeit fchienen, B. bie 
projeftirte £eiratb Jpcrjog ©eorgö mit ber bobmifeben &onig6« 
toebter Cubmißa :c. Slnberen Sbeiled »eßte ich feine Angabe 
Perloren geben laffen, mochte fie JDienfibriefe ober Schulbcbliga* 
tionen betreffen/ benn auch fie geben ein Bilb beö Schaltend unb 
2Balten6 biefeO großen üflanneö. 2Beil biefe Dlegeften nur Unge* 
bruefted enthalten foßen, fo flnb jene 2>ienftbriefe übergangen/ 
bie $>r. Dr. unb qjrofeffor Slnbrea* Büchner fchon gegeben.' 
Bon ben 0cbulbbriefen flnb eine SWafle nicht angeführt/ »eil fte 
bet 5Juöfteflung6orteö ermangeln. SBürbe man bie oielen Obli- 
gationen, »eiche bie Neuburger Sopialbücher enthalten/ nach 

ihrem Betrage jufammenfteßen/ fo »ürbe bie ßöclt über bie 

\ 

i 

i v 


% 


Digitized by Google 


\ 


Cttbvig’f b4ß fUidp«. 350 


Summen flaunett , wel 4t (xrgog ßubwig bei feinen Kriege« «er« 
teenbete. Um bei Angabe ber Ouellen 2)eut liebfeit mit Äürje ju 
eerbinben , bebiene icb mich folgenber fdt jeicpnung : 

I. Urfunben be* t {Reich* * Slrcbibe*. 

II. {Reuburger §opial'93ücher ebenbafelbft. 

UI. Manuscripta bavarica ber !. $ofbibliotbef. 

IV. {Regiftrötur be* Orbinariate* München. 

V. ©amralung be* (p. t.) £errn 3>ompropfte* Martin een 
SDeutinger. 

VI. Mittbeilungen be* ftdbtifcben ßlrcbibar* in Slug*burg, $errn 
Xbeobor £erberger. 

2)ie nicht hierunter begriffenen CtueUen finb befonber* an* 


gegeben 

1450 

4. Olt. 

1450 

17. Oft. 

1450 

' 30. Oft. 


1450 

31. Oft. 


1450 

13. flott. 


1450 

15. flott. 


1450 

19. Ho«. 

1450 

19. flott. 


ß. b. {R. beftdtigt bie Freiheiten ber ©tabt SBurghau* 
fen. Dat. 1450 »urghaufen ©onntag nach Michael. 
I. (Sopia. 

ß. b. IR. beftdtigt bie Freiheiten be* Marfte* ffiofen* 
heim. Dat. 1450 (Rofenbeira ©amftag nach ©aflu*. 
111. Klütflifcbe Manufcripta <Rr. 335 p. 7. 

ß. b. 9ft. beftdtigt bie Freiheiten bet ©tabt (Srbing 
unb fügt benfelben noch binju, ba$ lein Bürger anber** 
»o gerichtet »erbe, auf er in ber ©tabt <(£rbing.. Dat. 
1450 ßlerbing Eienjtag bor Urfula. Originale b. ©tabt 
Ufrbing. 

ß. b. {R. beftdtigt bie Freiheiten ber ©tabt SBaffer* 
bürg, befonber* ben ©abbrief be*$>er$. ßubttig*, ©rafen* 
ju Mortani fei., ben Marltjoll betreffenb. Dat. 1450. 
ßlerbing an ben 11000 Maibentag II. u. IV. 

ß. b. {R. bergleicht ben Pfarrer ©eorg ju (Rofenbeim 
mit £ann* ©tier, Burger bafelbft, »egen be* bon biefem 
gegifteten Benefijiura*. Dat. 1450 ßanb*hut «Pfinjtag 
nach Martin. IV. ßopia. v 

ß. b. IR. post resignationera Hainrici Segenschmid 
ad ecclesiam parochialem sancti Martini in Aindling, 
Augustensis Dioeceseos, fratrem ejus Joannera Segen- 
schraid praesentat. Dat. 1450 Landshut Dominica post 
Martinnm I. 

ß. b. {R. befldtigt bie Freiheiten be* Klofter* Baum* 
bürg. Dat. 1450 ßanb*but am <?l*bettag. I. (Sopia. 

ß. b. IR. betätigt bie Freiheiten be* Klofter* ©ott** 
jett. Dat. 1450 ßanb*but am <Jl*betentag. ßepia. „ 


I 


* 


Digitized by Google 


360 

1450 

27. 3Rob* 

1450 

80. Stob* 

1450 

11. S)ei. 

1450 

II. $e 3 . 


1450 

18* $* 3 . 

1450 

97. ®ej. 

1450 

31. $c 3 . 


1451 

25. 3dn. 

1451 

9. $ont. 

1451 

34. a*rit. 

1451 

C. 9la$. 


1451 

13. SJlatj. 

1451 

39. Släq. 


1451 

7. 3«n^. 


4ri*r8je fut Ccbfnegffcljtdjte 

, i 

£. b. 9!. beftdtigt bie Freiheiten bedKlofter« Siebpacb. 
Dat. 1450 Canbbhut Freibtag nach .Katharina. I. ßopia. 

Wilhelm* ©rafen $u Oetting ©chulbbrief gegen ben 
£>erj. £ubroig um 6000 fl. Dat. 1450 Canbdhut Wonbtag 
£>t. 2Jnbrea6tag. II. 9tr. 34. p. 97 b. 

£. b. 9t. beftdtigt bie Freiheiten bev ©tabt ßanbdhut, 
Dat. 1450 £anb6hut Freibtag por £ucia. 111. Jüachierp 
9tegefta. 

£. b. 9t. erlaubt f. Warfchall, rat unb pfleget ju 
Wühlborf, Odwalt SEärringer, bieweil er Pfleger ju 
Wüblborf ift, in ben Forften (Jflerwalb, pranbt, mölborf* 
fer barb unb h^mperfberg bad rotwilb ju jagen, ba e6 
ihm £rjbifchof Friebrich auch erlaubt ^abe» Dat. ßanbd* 
hut ©amftag por ßucia 1450. 11. 9?r. 34 p. 55. 

ß. b. 9t. beftdtigt bie Freiheiten bed Klofterd (£ber*> 
berg. Dat. 1450 ßaubdhut Freibtag nach ßucia. 1. Orig. 

2. b. 9t. fchveibt an f>annd Oteigfer, BoDner ju 
Oetting. Dat. 1451 (nobis 1450) ßanbdhut 3ohann*tag 
$u Weihnachten. 11. 9?r. 34 p. 207 b. 

ß. b. 9t. betätigt bie Freiheiten b. Klofterd ©t. 3eno. 
Dat. 1451 ßanbdhut fPftn^tag ©t. ©ploeftertag. Nostro 
calculo 1450. Sigillam laesum ad mandatum ducis Michael 
Rieder Praep. et Cancellarius. 

Wagbalena bie SIbtiffin ju ©älbenthal betennt, bafj fie 
bem £er$.2ubwig P.Sapern 280 $fb. bl. fchulbig fep. Dat. 
1451 ßanbdhut tyftnjtag $au(i Belehrung. 11. 9tr. 34 p. 99. 

ß. b. 9t. betätigt bie Freiheiten bed ©tifted Wood; 
bürg. Dat. 1451 £anbehut £rtag @t. ßlppoloniatag. 1. Orig. 

2. b. 9t. perleiht Wilhelm bem $aptenbofer ein @ut 
Woodburger Bericht. Dat. 1451 ßanbdhut SWonbtag nach 
Misericordia. 11. <J?r. 34 p. 205. 

ß. b. 9t. erlaubt 3»bft bem £erberger, Pfleger ju 
Kraiburg, in (Jjelerwalbe unb Wiühlborfer £arte jagen. 
Dat. 1451 ßanbdhut ^Pftnjtog 3®hanndfag ante portam 
latinam. 1. Orig. 

2 . b. 9t. wegen ber Wünje ju ßanbdhut. Dat. 1451 
ßanbdhut am tyanfrajientag. 11. 9?r. 34 p. 279 b. 

2 . b. 9t. Perleiht $eter bem Teufel etliche ©üter ju 
ftieberpaurn. Dat. 1451 ßanbdhut $ftn$tag nach Urban. 
1. Orig. 

2 . b. 9t. gegen ihn vernichtet fleh Walburg bie ©urgauer, 
Klofterfrau $u ©chonfelb, aller 5lnfprüche. Dat. 1451 9tain 
Wonbtag nach Auffahrt. 11. 9?r. 42 p. 237. 


1451 

14. 3unt). 


1451 

17. 3unl). 


1451 

17. 3umj. 


1451 

26. 3 um). 


1451 

17. 8ug. 


1451 

15. ®tpt. 

1451 

14. Oft. 

\ 

1451 

16. Oft. 

1451 

23. Oft. 


1451 

28. Oft. 

1451 

27. 9io*. 

1452 

2. J&om. 


1452 

2. ^om. 

1452 

9. SMtj. 


4tr}<>0 Cubwig’a fct* Hitzen. 361 

* , 

1451 am tyfingftabenb gegeben . ©«briet bem Dtibler 

9 flL 7 ©rofcben auf 5 <Pferben, 4 Sage gegen ßauingen, 
ben Jperjcg ßubmig ju empfahlt unb gegen SJudgburg $u 
laben. 93auamtd*Dtecbnungen ber (Stabt Slugdburg VI. 

. £ b. 9t. betätigt bie Freiheiten ber gtabt §licbacb. 
Dat. 1451 ©cbrobenbaufen spftnjtag nach ^ftngften. Sepia 
b. biftorifcfcen 23ereined sub Dtr. 1132. 

1451 2)ennerftag nach 23itud ©eorgen Frillnger ge* 
geben für ben Äopf, ben man £erjog ßubtpig gen Frieb* 
berg fcbanlte, batte 10 V a üJtarl lamm jebe ÜJtarl auf 
14 ft. unb bie V 9 Sftarl auf 7 ft. 93auamtd*Dtecbnung 
ber @tabt Slugdburg. VI. # 

ß. b. Dt. perleibt £annd bem Grngelbart bad @ifenürjt 
in Äitjbücbler ©er. Dat. 1451 93urgbaufen ©amftag nac^ 
Frobnleicbnam. II. Dtr. 34 p. 273. 

ß. b. Dt. perleibt ben Franj Ärimmer ben Äaften ju 
Srcftberg, pon nücbftem Cicbtmeffen arr, auf ein 3abr* 

1451 sine loco (Jrtag por 23artbolm<$. 

ß. b. Sft . überlüflt £annd bem £ fl ufner ba* ©cblofl $u 
Äonftein. Dat. 1451 ßanbdbut ÜJtitüeocb na(b 5tr*u$»(shrs 
böbung. II. Dtr. 34 p. 186. 

ß. b. Dt. DJtünjorbnung für DBolfgang Scfer, 9Jtün|* 
meifter ju ßanbdbut. Dat. 1451 ßanbdbut ^ftnjtag por 
©aliud. II. Dtr. 34. p. 282 b. 

ß. b. Dt. befreit bie Äaplanei $u 3angberg pon ber 
DJtaut. Dat. 1451 Canbdbut am ©aßudtag. IV. Sop. 

ß. b. Dt. nimmt ßDilpolt ben SBertbaimer ju ©naben 
auf. Dat. 1451 ßanbdbut ©amftag nach n /m maibentag. 
II. Dtr. 34 P . 462. 

ß. b. dt. an bad ßanbgeridjt $ierfperg. Dat. 1451 
ßanbdbut tyftnjtag ©imon unb 3uba. II. Dtr. 34 p. 214. 

Sllbrecbt, ß. b. Sft. betätigen bie Freiheiten bed ©tif* 
ted Äempten. Dat. 1451 ^Pfaffenhofen ©amftag nac$ 
Katharina. II. D?r. 34 p. 459. 

ß. b. Dt. Perleibt Odrnalb bem SEorringer, feinem SWar* 
fdjaU unb Dtatb/ bie pflege SEroftberg auf ein 3 fl br. 
Dat. 1452 ßanbdbut ßid)tmefjtag. J. Sop. 

ß. b. Dt. 93rief um ©uljbacb, ©cbmangborf, £emmau. 
Dat. 1452 ßanbdbut ßicbtmefjtag. II. Dtr. 34. p. 48 8. 

ß. b. Dt. beftütigt bie Freiheiten Pon ßauf unb £ip* 
poltftein. Dat. 1452 ßauf bei Dtürnberg *pfin$tag nach 
jReminiscere. 111, Sop. 



tfxtttftft jur febrnigrftljuij 1 * 


1452 

II. OJMrj. 

1452 

II. SRArj. 

1452 

II. Sprit. 

1452 

23. Sprit. 

, 1552 

17. Slug. 

1452 

8. Oft. 


1452 

9. Oft. 

1453 

7. 3 An. 

1453 

II. $orn. 


1453 

25. $örn. 

1453 

28. $«rrt. 


1453 

10. 5Wrj. 


1453 

22» Sprit. 

1453 

9. ©tap. 


J^annl ti. Raufen tierjfchtet gegen ben $tn. £ub©ig 
aller 2lnfprüche. Dat. 1452 £auf ©amflag tior Ocult. 
II. 9?r. 38 p. 485. 

2. b. 31. tierleibt bem $annö tiott Raufen bol ©chlof 
Ronflein. Dat. 1452 £auf ©amflag tiorDculi. II. 9?r. 34 
p. 413. 

£. b. 3t. an Ulrich ©Jchfel 3^germeifler tior bem 
©ebirg. Dat. * 1452 SSurgbaufen ^flnjtag nach Dflern. 
II. 3?r. 34 p. 462b. 

£. b. 3t. ifl Hann« in bem $ol$ 100 fl. rb. fchulbig. 
Dat. Surgbaufen ©amflag tior ©eorg. II. 9tr. 34 p.461b. 

2. b. 9?. 93rief für bie ©tabt 9?orbling. Dat. 1452 
£anb*but 97litt»och nach 971. Himmelfahrt. II. 9?r. 34p. 442. 

£. b. 3t. befennt, bafl er 3origen 2orringer jum 
$ercbtenflein 1000 fl. fcbulbig fei. Dat. 2anbtibut ©amflag 
nach ©t. Sranjiöfentag 1452. II. 9?r. 34 p. 437. 

Heinrich tion ©taubach ju äolenpach tierfauft bem 
Herjog £ub©ig bad % Sifchleben ju 9?ieberaichbacb. Dat. 
1452 £anb*but am 2>ionp$tag. 11. 9tr. 48 p. 8 

£. b. 3t. an (5ra6m. 97?apnberger , 3lentmeifler $u 
£engfelb. Dat. 1453 . £anb$but ©cnntag tior @rbarbi. 
U. 9tr. 34 p. 492. 

£. b. 3t. 923appenbrief für granj Rrpmer, flaflner 
unb 3oHner ju S'roflberg. Dat. 1453 93urgbaufen ©eifjen 
©onntag. II. <Kr. 94 p. 439b. 

£. b. 3t. ernennt ben£un$@raf $u feinem ©chlofler. 
Dat. 1453 £anb^but Reminiscere. II. 9?r. 31 p. 337. 

£. b. 3t. erlaubt / bafj ber 91bt ©corg tion ©rcnp 
9Ibaufen 80 fl. £eibgebing an J^ctnrtct> ©tiolin ©ürger 
ju Ulm tierfaufe. Dat. 1453 3tain 97litt»ocb nach Ocali. 
II. 3tr. 32 p. 284. 

2. b. 3t. tiergleicht baö Älofler ©chepern mit ber 
©tabt 3tain um ba6 Selb unb Slctergut, ba$ ÜJtantlach 
genannt. Dat. 1453 3tain ©amflag tior Laetare. II. 
9?r. 32 p. 283. 

2. b. 9t. quittirt ben ßonrab 2engfelber 3tentmeifler 
$u SGBepben. Dat. 1453 £anböbut Jubilate. II. 3?r. 34 
p. 337b. 

£. b. 3t. an bie ©täbte unb dürfte 3tain, Sriebberg, 
©t. £eonbarbt unb Surgbaim, baf man bie 93ürger tion 
Sngolflabt, ©eiche bie Sabrmürtte belieben, baran nicht 
binbere. Dat. 1453 Sngolftabt 2Jtitt©och tior Auffahrt, 
VJ. 9?r. 32 p. 287b 11. 9?r. 18a p. 94. 


/ 


Digitized by Google 


1453 

27. 3 uni). 

1453 

5. 2uft. 

1453 

20. Bug. 

1453 

27. 2ug. 

1453 

3. ©ept. 

1453 

3. ©cpt. 

1453 

4. ©fpt. 

1453 

29. ©cpt. 

1453 

II. Oft. 

1453 

16. Oft. 

1453 

29. Oft. 


1453 

11. Sfto». 


1454 

17. San. 

1454 

14. J&orn. 

1454 

2. SJtdrj. 


i 

£ul»i0** b*9 tUte^en. 868 

• t 

2. b. 91. beftdtigt bie Freiheiten be6 beutfchen Örben« 
in feinen ßanben. Dat. 1453 2Borm$ ütfittwoch nach 
©umvenben. 11. 9?r. 34 p. 400. 

ß. b. 9t. verleibt Heinrich bem Slonborfer ba$ ©chlofl 
unb £errfcbafl 3faregg. Dat. 1453 ßanbehut am 05- 
»albötag. II. 9?r. 34 p. 448b. 

2. b. 9t. ©rief ber ©tabt 9?orbling. Dat. 1453ßanb6# 
but ÜJtonbtag nach SJtaria Himmelfahrt. II. 9?r. 34 
p. 441b. 

ß. b. 9t. betätigt bie Privilegien beö Ptarfted ©ei# 
fcnhaufen. Dat. 1453 ßanb$hut 27tonbtag nach ©artho* 
lomd. III. Copia. ' / 

ß. b. 9t. gibt an bie ©tephcm$!?rche ju ©raunau 2 
Hdufer. Dat. 1453 Üanböfcut üÄonbtag nach ©ilg. II. 9?r. 
34. p. 440. 

ß. b. 9t. vertvechfelt mit Sllban bem Älofner etliche 
©öter. Dat. 1453 ßanb*hut Grrtog nach (Jgib. II. 9fr. 
34. p. 441. 

2 . b. 9t. vertaufcht mit Sllbanbem Älofner ju Qlnftorf 
etliche ©ölten im ©er. Gfggenfelben. Dat. 1453 ßanbehut <5r* 
tag nach <5gib. II. 9tr. 48 p. 11. 

ß. b. 9t. beftdtigt bie Freiheiten beO Plarlteö (©il«) • 
©iburg. Dat. 1453 ßanböh^t Pftnjtag nach 2Jtatheu6. 
III. Copia. 

2 . b. 9t. ©rief um ©il$ecf. Dat. 1453 ßanb*hut 
Pftnjtag nach 2>ionp6tag. II. 9?r. 34 p. 500b. 

2 . b. 9t. ©rief um ßengfelb. Dat. 1453 ßanb#hut 
©oüentag. II. 9?r. 34 p. 491. 

2 . b. 9t- Freiheit ber Fifcher ju Sngolflabt unb 9feu* 
bürg , unb allenthalben auf ber 2)onau. Dat. 1453 3n» 
goljtabt ©imon unb 3uba$. II. 9?r. 34 p. 508b. 

ß. b. 9t. verleiht Henrich bem $onborfer bie ©efte 
SBeichering. Dat, 1453 3ngol(tabt am üftartinätag. II. 9tr. 
34. p. 447. 

2 . b. 9t. reverfirt ben £6nig ßabiölauä von Ungarn 
um einige verfaufte jUeinobien. Dat. ßanböhutl454 am 
2lnton$tag. II. 9?r. 6. p. 80. 

2 . b. 9t. betätiget äße 9techte unb H«rlommen bed 
©tifteö Wtotting. Dat. 1454 ßanbehut Pftnjtag ©. ©al# 
ileinötag. 1. Copia. 

ß. b. 9t. beftdtigt bie Freiheiten ber ©ogner in bem 
ßanbfchreiberamt ©urghaufen. Dat. 1454 ©urghaufen 
©amftag vor invocavit. 11. 9tr. 34 p. 542. / 


i 




J 


Digitized by Google 


864 


OtitrSg* für Crbenfftfrijuiite 


1454 

6 Sidrj. 


1454 

9. tyril. 


1454 

14. Äpril. 


1454 

19- Suty. 


1454 

19. 9ept. 


1455 

15. fern. 


1455 

2. PprÜ. 


1455 

l). aipra. 

1455 

10. 3ul«. 

1455 

24. 3uty. 


1456 

29. 5»4rj. 


fi. b. SR. perleibt ©eorg bem üWaroltinger, Pfleger ju 
©pi$, bte SBeinberge bafelbft. Dat. 1454 ©urgbaufen am 
Slfchermittwoch. II. 9?r. 34 p. 518. 

ß. b. 81. Perleibt £annfen bem (Jrlbecf ein Sreifchiff 
auf ber ©aljach auf 3 3«bre lang. Dat. 1454 ©urgbaufen 
(Jrtag nach Judica. II. SJ?r. 34 p. 324. 

2 . b. SW. 2>ie ©chifffabrt auf ber ©aljach ju ©urg* 
baufen betreffenb. Dat. 1454 ©urgbaufen (Jrtag nach 
tyalmtag. II. . 9?r. 34 p. 326. , 

x ß. b. SW. pcrleibt Slnbrd unb 3alob feinen Srumetern 
ba$ (Spielgrafenamt. Dat. 1454 ßanblbut ÜWittwocb nach 
üWaria ÜWagbalena. II. 9?r. 34 p. 506. 

£er$og ßubwig Pon ©apern beftötigt bem £ann$ 
Slmbranger $u ©onbermanning bie jwei ©riefe, bie er Pon 
Jperjog ©tepban unb Sofcann unb pon $erjog Heinrich 
über bie 2afern ju ©onbermanning bat. Dat. 1454 Surg® 
baufen Vffn$tag nach (St. ßamprecbtltag. Originale 
im@r4flic& Sorringifcpen Sirebio. 

1455 einem ©oten gegen Ulm 10 ©rofcben gegeben, 
al$ man perffinbet, bafl $erjog ßubwig ju ßanb gefom* 
men war auf bem fcpmaljigen ©amflag. ©auamtMWecb* 
nung ber ©tabt 2lug$burg VI. 

Heinrich Pon ©taubach, ©eatrix pon ©eixenflein 
feine £au$frau, $boma$ 2rembecfb ju SBalbberg, ©ar# 
bara feine £au«frau, SGBilbelm Sräfcbel* fei. Tochter, 
perfaitfen bem £erjog ßubwig etliche ©uter. Dat. 1455 
ßanbdbut <?rtag nach tyalmtag. II. 9?r. 48 p. 13. 

ß. b. SW. ©rief für Heinrich Pon ©taubach# ©eatrix 
feine #au*frau. Dat. 1455 ßanblbut Ouaflmobo. II. 
SWr. 34 p. 200. 

ß. b. SW. Perfauft bem ©eorg pon SBolfftein ba$ 
©(bloß $lller6perg. Dat. 1455 Sngolftabt tyftnjtag por 
gftargaret. II. SWr. 34 p. 408. 

ß. b. SW. quittirt bie ©rafen Ulrich unb QBilbelm 
©ehr., unb ihren ©etter ßubwig pon Oetting um bezahlte 
©cbulb. Dat. 1455 ßanbObut ^Pftnjtag 6t. 3atob6« 
Slber.b. II. SWr. 34 p. 519b. 

ß. b. SW. Perleibt Heinrich bem £ertenberger ba* 
$au6 bei ben ©aljftäbeln ju ßanböbut, $elbling genannt. 
Dat 1456 ßanbObut ÜWontag nach Oftern. II. D?r. 34 
p. 446. 


jgrvw €ut»tg’« de« Keidjeu. 


365 


1456 

20. Xpril. 


*1456 

17. ÜJiaü. 


1456 

2 . SuIjj. 


1457 

14. 3an. 


1457 

6. $otn. 

1457 

13. 3ulij. 

f 

1457 

5. S7o». 


1457 

5. 5Ro». 


1457 

12. 2>fj. 


1457 

19. 55«j . 


1458 

12. 9JMrj. 


1458 

27. SRdrj. 


ß. b. 9t. nimmt ben üReifter Heinrich 3oHner all 
feinen 2lr$t auf 2 3ahre auf. Dat. 1456 ßanb6hut feria 
III. post Jubilate. II. 9?r. 81 p. 11. 

Derjog ßubwig pon 9tieberbapern an ben Pfleger ju 
Sroftberg OSwalb ben Sorringer, bof er bie Unterband* 
Umg Pon ben 2Jtälen wegen in Sal ju Cornberg, bem 
Pfleger ju Äraiburg Friedrich ßampfrijheimer aufgetragen 
frabe. Dat. 1456 ©urghaufen am Slchajientag. Sigillum a 
tergo irapressum. I. Orig. 

ß* b. 91. pereinigt bie Gefäße ber Äirche ju Sunten* 
Raufen auf ba* 9?eue mit bem Älojter Steuftift. Dat. 1456 
ßanböbot Frauen • Sag Sisitationis. Sigillum laesum» 
ß. b. 9t. Gegen ihn perjichtet Otuprecht ber Äamerauer 
ju Otieberporing aller Slnfpruche auf bie 3übifchheit ju 
9tegeneburg. Dat. 1457 ßanddhut Freitag per Slnton. 
11. 9fr. 9 p. 88. 

ß. b. IR. an $annfen (Jrlbecf 93urger ju SBurghau* 
fen bie Schifffahrt an ber Saljach betreffenb. Dat. 1557 
ßanb*hu* Sonntag £>orotheentag. 11. 9?r. 34 p. 323. 

ß. b. 9t. betätigt bie Freiheiten unb Gewohnheiten 
be$ ÜRarlteS Srojtberg. Dat. 1457 Gurghaufen am 9Rar* 
garethentag. 5Jrchio be* SWarfted Sroflberg. 

ß. b. 9t. perleiht Sorgen bem Qlpfentaler, Subherrtt 
unb 9tath Pon 9teichenhall, baö Fifchwaffer bie Gliben 
genannt, mit aller 3ugeborung, bem Ärumpacb unb 2Ratrap, 
welche* auf ben Äaften gegen ORarfartjtein gehört. Dat. 
1457 Surghaufen Samjtag por ßeonharb. I. Orig. 

ß. b. IR. perleiht Georg bem Frofchel, «flath u. ©ubherrn jn 
9teichenhall, einen 2Jntheil an bemfelben Fif$ma(fer. Dat. 

1457 Q3urghaufen Samftag por ßeonharb. 1. Originale, 
ß. b. 9t. Perleiht bem Äonrabpon Gumppenberg ba* 

Gericht unb bie fcofmarch 9tehling. Dat. 1457 3ngolftabt 
2Ronta g por ßujia. Urfunben ju Binnenberg. 

ß. b. 9t. überläßt im 9tamen be* £er$. 9tuprecpt fetne6 93et* 
ter* bem Ofifolau* p. Äinberöperg, 2)ombechant ju 9tegen$* 
bürg, bie 23erwefung be* Q3i*thum* 9tegen*burg auf I3ahr. 
Dat. 1457ßanb6hut SWonbtag Por Shomaö. II. 9fr. 6 p. 169. 

ß. b. 9t. ifl bem @ra*m. Pon 9tinb*maul, SRargareth 
beffen $au*frau, 800 ft. fchuldig. Dat. 1458 ßanb*hut 
Sonntag Laetare. II. 9?r. 34 p. 490. 

ß. b. 9t. 2>ienftbrief für ßeonharb Scbärtel. Dat. 

1458 Söurghaufen ÜRontag nach tyalmtag. 11. 9tr. 
81p. 7. 


868 


ticttrSgt für frbfttiftfcljtcljtt 


' 1459 

29. ®tpt. 


1459 

16. Oft. 

k , 

1459 

17. Oft. 


1459 

18. Oft. 


1459 

19. Oft. 


1459 

22. 9loo. 


1459 

29 unb 30 
Slo». 

> 1459 

21. $Cj. 

1459 

21 $ej. 

r 

1459 

26. ®ej. 


1459 

27- $ej. 


©eorg £6mg von ©obmen erteilt bem £er$og 2ub* 
wig, ber auf ben Sonntag vor OaHuö (14. Oft.) nach 
tyilfen, ju itjm reifen will, freie* ©eleit. Dat. 1459 
tyulfenfjatn am üflicbael*tag. li. 9?r. 30 p. 43b. 

2. b'. 9t. fcfclicßt mit bem Äonig ©eorg von 23obmen 
auf 2eben*bauer ein ©ünbniß. Dat. 1459 9feu#tyilfen 
(5rtag ,St. @aöu*tag. 11. 9?r. 30 p. 44. 

2. b. 01. unb ©eorg Äonig ju ©obmen verfprec&en 
ihre beiberfeitigen Spruche auf ibre 2eben*bauer ruben 
$u taffen. Dat 1459 9?eu Hilfen 27littwocb narb ©aflu* 
11. D?r. 30 p. 46b. 

2. b. 91. ibm verfcbreibt ber £onig ©eorg von 936b* 
men gegen 30000 fl. bie £>errfcbaften unb Scbloffer $arf* 
flein / SBepben, £eer*brucf, 2auf, $( 00 / ©obenftrauß, 
£ocbenftein unb 9?eibflein. Dat. 1459 9?eupilfen Sreibtag 
nacp ©aflu*. 11. 9?r. 30. p. 48b. 

2. b. 91. überläßt eine Sorberung von 1600 2)ufaten, 
welche flöpelanb von Sreiburg an ber Stabt ^Pttfen ju 
forbern gehabt , unb er geerbt, an San 3olta von Stein; 
fperg gefeffen ju Olabenftein. Dat. 1459 §bam Samftag 
nach ©aflu*. 11. 9?r. 30. p. 63. 

2. b. 91. an ben ßaifer Sriebricb, baß er feinen 915# 
tben $u (Jger Snflruction gegeben wegen be*£anbel* mit 
bem SWarggrafen Ulbert. Dat. 1459 ©urgbaujen Sreibtag 
St. ßlementtag. 11. 9? r. 12 p. 377. . 

2. b. 91. Snjtruction für feine 9tdtbe gegen SWontau. 
Dat. 1459 ütf uneben in vigilia Audreae — am 2lnbrea*tag. 
11. 9?r. 39 p. 77 unb 80b. 

2. b. 91. „5lu*fcbreiben unfer* ©(impfe* wiber" bie 
gegen ibn ©erbünbeten. Dat. 1459 ©urgbaufen am £bo* 
ma*tag. II. 9?r. 39 p. 103b. 

2* b. 91. fcfcreibt an alle Stänbe be* Oleicbe* wegen 
feiner Sprüngen mit bem üttargg. Ulbert jc. Dat 1459 
©urgbaufen am £boma*tag. 11. 9?r. 12 p. 413. 

2. b. 91. an ben SWarggrafen Ulbert, er überlaffe bie 
^Beilegung ber S^ng mit ber Stabt 2>infel*bübl bem 
ftaifer. Dat. 1460 (nobis 1459) 2anb*but Steffen*tag 
ju Söeibnacbten. 11. 9?r. ä2. p. 405. 

2. b. 91. an ben flflgg. Ulbert, er bob* bem Äaifer 
felbfl wegen 2)infel*bübl gefebrieben unb boffe, baß ber# 
felbe bamit jufrieben fein werbe. Dat. 1640 (nobial459) 
ßanbebut am 3obanni*tag ju SBeibnacbten. 11. 9?r. 39 
P. 47. 

• * « * 

» * . 


4 


l 


« 


Ijfrjog futotg'a bet Hcidjert. 


1459 

15. ®ej. 


1459 

15. $«j- 


1459 

19. 3>ej- 


1459 

20. $«a- 


1460 

26. £®rn, 

1460 

17. J&om. 


1460 

2t» $orn. 


1460 

21 4?ont. 

1460 

21. $om. 


1460 

21. J(?orn. 


369 

/ 


ß. b. SH. an ben Äaifer ^riebritt> r cd wunbere ihn, 
worum ber jtoifer nun (de dato 1459 2Bien Sreibtog por 
©imon unb Subod 26/10) befehle , bog er bic SBerfcbreu 
bung über 2>infeldbübl beroudgeben folle, bo Heb ber 
Kaifer perf6nlid) gegen ibn in biefer Sßerbanblung bege* 
ben. Dat. 1459 Söurgbaufen ©omHog noch ßueio. II. SHr. 
59 p. 6. 

* ß. b. SH. an ben Äaifer griebrieb, er habe befien 
3rief, ben SHargg. Qllbert betreffend de dato 1459 28ien 
Sreitog oorCimon unb Subod (26. Olt.) om SHittwocb 
P o v ©t. SHifoloud (5. 2>e$. inßanbdbut erapfon« 
gen. Dat. 1459 SÖurgboufen ©ornftog noch ßueto. 11. 
SHr v 12 p. 399b. 

ß. b. SH. on 2>ietricb ben Gfrjb. ju 5Hoin$, ben 
SPfofeg. ßubwig ju Selben#, ben SWorgg. Ulbert, ben 
©rofen Ulrich ju SEBürtemberg, bie ©oebe jwifeben ibm 
unb . ben ©tobten 2)onouwortb unb 2>infeldbübl, gebe 
ben Äoifer unb nicht He an. Dat. 1459 Surgbaufen OHitt* 
woeb Por Xbomod. 11. SHr. 12 p. 407. 

ß. b. SH. on ben ISrwüblte« Pon SWoinj, ben ©rofen 
ßubwig pon Selben#, ben üHorggrofen SUbert unb ben 
©rofen pon XBürtemberg, wegen SEBerb unb 2)in!eldbübl. 
Dat. 1469 Surgbaufen 2Hittwocb Por ^bomod. 11. SHr. 
3» p. 97b. 

ß. b. SH. JDienBbrief für £iltpront pon ©effenj mit 20 ge? 
röHeten SHeitern. Dat. 1460 ßonbdbut ©omflag no<b 23a» 
lentin. 11. p. 158. 

ß. b. SH. 2)ienHbrief für Heinrich unb jtodpor bie SHotb» 
baft ju SZBernberq, ©ebrüber, mit 100 gerügten SHeitern. 
Dat. 1460 ßonbdbut ©onntog noch 23olentin. II. SHr. 23 

p. 180. ' 

ß. b. SH. $ienHbrief für 2Ben#lo tyolenfclo unb $fif o* 
toud ©alcber mit 50 gerüHetcn SHeitern, etlichen $uf» 
Inedjten unb 50 Xrobonten. Dat. 1460 ßonbdbut ÜJtitt» 
woep Por Cathedra Petri. 11. 9ir. 23 p. 182. 

ß. b. SH. S)ienHbrief für fein £ofgeHnb. Dat. 1460 
ßonbdbut ^HngHtag Por Cathedra Petri. II. SHr. 23p. 184. 

2. b. SH. XienHbrief für SRü#o pon Sanobi#, gefeffen ju SHos 
fenberg, mit 200 SHeitern unb 300 Xrobonten. Dat. 1460 
ßonbdbut ^Hnflfttog por Cathedra Petri. II. Nro. 23. 
p. 185. 

ßubwig b. (H. an bie ©tobt Wtborf unb alle perfam* 
melten SHitter unb äneebte bafelbft, Ulrich Sreuben» 

IX. 24 


370 


i 


ftttttSft jur frbettfgeOriprlpt 


» , 

1460 

27. £otn. 


1460 

3. 9J}<irj. 


1460 

3. SJtdrj. 


berger/ Pfleger ju Slltorf, unb feinem £auptmann £an$ 
t)on tyarfpcrg $u gebord?en. Dat. 1460 2anb6bui tyeter*: 
tag ad Calhedram. II. 9?r. 33 p. 143. 

£. b. 91. unterrebet (Id? perfonlicb mit bem £erjog 
Ulbert Pon Oeflcrreicb ju ^öffau. Aano 1460 Gfrtag nach 

Esto mihi. II. 9?r. 38 p. 235. 

• 4 # • ” 1 • 

2. b. 9t. 2)ienftbrief für (£rbarb unb OflatbeuS bie 
Srawtenberger mit 40 gerüfteten Weitern. Dat. 1460 
2anb6but Montag nad? OHntbiaö. II. 9?r. 23 p. 187. 

2. b. 9t. 2>ienftbrief für Sirgil 2lfd>ad?er mit 12 
9teitern. Dat. 1460 2anb6but 2/tonbtag nach Invocavit. 


II. 9?r. 23 p. 139. 


1460 

4. 3Jidrj. 

1160 

4. ©tdrj 

1460 

6. SDtÄrj 

1460 

6. ©iirj. 

1460 

8. SJlirj. 

1460 

13. SJiarj. 

1460 

13. aJidr*. 

1 • 

1460 

16. SPldrj. 


1460 

J 8. mit j. 

1460 

19. SJMrj. 


2. b. 9t. 2)ienftbrief für ©eorg 2amprecbt6böimer mit 
23 Weitern. Dat. 1460 2anb$but (Jrtag nach liivocavit. 
II. 9?c. 23 p. 140. 

2. b. 9t. 2)ienftbrief für 9t. Scbtoarjenberger. Dat. 
1460 2anb^but (Jrtag Por Rcminiscere. II. 9?r. 81 p. 20. 

2. b. 9t. antwortet an ben ©rafeit pon Selben# auf 
beflen Sriebendbrief. Dat. 1460 2anb$but tyflnftag Por 
Reminiscere. II. 9?r. 39 p. 118. 

2. b. 9t. 2)ienftbrief für £info pon ©utbp mit 100 
Trabanten. Dat. 1460 2anböbut ^ftnftag por Reminiscere. 
II. 9tr. 23 p. 141. 

2. b. 9t. 2)icnftbricf für Senoß pon .RoHobracb mit 
100 gerüfteten 9leitern unb 100 Trabanten. Dat. 1460 
2anböbut Samftag nach Invocavlt. II. 9?r. 23. p. 189. 

2. b. 9t. 2)ienftbrief für &anö Stcttperger mit 27 
gerüfteten 9teitern. Dat. 1460 ßanböbut üHitttoocb nad? 
Reminiscere. II. 9?r. 23 p. 187. 

2. b. 9t. 2)ienftbrief für ben ©rafett (Sigmunb pon 
Scfcaumberg mit 100 gerüfteten 9teitern. Dat. 1460 
2anbßbwt tyftnftag Por Oculi. II. 9?r. 23. p. 188. 

2. b. 9t. Sebbebrief gegen ben ©rafen Pon 23ürtem* 
berg. Dat. 1460 2anb$but Sonntag Oculi. II. 9?r. 23 
p. 133. 

2. b. 9t. 2)ienftbrief für 9?ifoIau$ Safd?mann unb 
©ppriebt 2DaQman mit 11 gerüfteten Weitem. Dat. 2anbd* 
but (Srtag nad? Oculi. II. 9tr. 33 p. 189. 

2. b. 9t. 2)ienftbrief für £info ©utfp unb 3‘in 2Bol* 
lobi# mit 37 gerüfteten 9teitern unb 214 Trabanten. Dat. 
1460 2anb$but SWittwod? Por Laetare. II, 9?r. 23 p. 190. 


% 

* l 


Cuba#« btt ttmlptt. 


. 871 


1460 

o. andtj. 


1460 

3i. anärj. 


1460 

33» SBdrj. 

1460 

24. SDldrj. 


1460 

25. mx j. 

1460 

26. SJldrj. 

1460 

26 unb 27. 
SRdrj. 


2. b. 91. Dienftbrief für ©igmunb £ob«ntbaner mit 
10 gerüjieten Weitern. Dat. 1460 2anb$but tyffnftag 
Laetare, II. Wr. 33. p. 191. 

2. b. 3t. Dienftbrief für Wifolaud Rappier bon ©U' 
(awip , gefeflen ju QEBunberberg, mit 270 gerieten Wei* 
tern, 35 Trabanten unb 21 3B5gen. Dat, 1460 2anbt« 
but greiblag vor Laetare. II. Wr. 23 p. 193. 

2. b. W. befennt, baf er, bem ©rjb. ©tgmunb bon 
©aljburg 6000 ft. fcbulbig fep. Dat. 1460 ßanblbut ©amt 

flog nörf) Reraini8cere. 

2. b. 3t. ©cbablogbrief für Ulrich bon ©aben, £anl 
bon JDcgenberg, San £o!upp ju SRattigbofen, feine #aupt* 
teute. Dal. 1460 2anb*but üttonbtag nach Laetare. II. 
Wr. 23 p. 194. 

2. b. W. an ben üflgg. Ulbert »egen ihrer Strungen. 
Dat. 1460 2onblb«t grauen ©erfünbungltag. II. tftr. 
39. p. 13. 

2. b. W. 2>ienftbrief für ^jibijf ©ibattauer bon 
tylabip mit 345 Trabanten , 3 gerüfteten Weitern, 7 SBü- 
gen. Dat. 1460 2anb*but ffitaria Annonciatio. II. Wr. 23p.l95. 

2. b. W. an ben ©ifcbof ju giftet, baß er ibm in 
bem beborftebenben Rriegc £ütfe leifle , ober botb wenig* 
ftenl flta flpe, unb feine Seinbe weber heimlich noch 5f* 
fentlicb unterftüfce. Dat. 1460 2anb*b«t SBittwocb noch Lae- 


1460 

28. ®Mrj. 


1460 

29. SWdtj 

1460 

29. 3Rdrj. 


.1460 

30. «Didrj 

1460 

M. 9)tdi|. 


tare. II. Wr. 39 p. 135. 

Sinai lern in raodura an ba6 Eomtapitel JU Giftet. Dat. 
1460 2anb$but ^Pftnjtag bor Judica. II. Wr. 39. p. 136. 

Sobann, ©ifcbof ju (Jiflet, an ben £er$og2ub»ig bon 
©apern , ungezwungen »erbe er an beffen beborftebenber 
Sebbe mit bem 2Rgg. Sllbert nicht Sbeil nehmen; fonft 
werbe er tbun wal feine Pflicht fep. Dat. 1459 (giftet 
Sreibtag bor Judica. II. Wr. 39. p. 1366. 

2. b. W. Bienftbrief für 2B. ©otip mit 100 Grabau* 
ten unb 3 2B5gen. Dat. 1460 2anb*b«t ©amftag bor Judiea. 

2. b. W. 2)ienfibrief für 2obenb*ft bon Wamfperg, 
gefeffen ju SIrmj, mit 169 gerüjteten $ferben, 1014 Zxa* 
banten unb 44 2B5gett. Dat. 1460 2an8übut ©amftag 
bor Judica. II. Wr. 23 p. 196b. 

. 2. b. W. erfuebt ben ©rafen 2ub»ig bon Dettingen 
um £ülfe gegen ben ÜJtgg. Gilbert. Dat. 1460 2anb*but 
Dominica Judica. II., 9?r. 39 p. 138. 

2. b. W. ©efebl an feine #auptleute wegen bei Jlrie* 

. "... : ‘ 24 * 


372 

I 


Anträge jur Cebrn«gef(l)i(f)tt 


1460 

tl. 3JMrj. 


1460 

31. SR&rft. 


1460 

1. Kprit. 

9 • 


1460 

2. april. 


gel mit bem OTarggrafeti von 93ranbenburg. Dat. 1460 
ßanblbut ©onntag Judica. II. 9?r. 23 p. 135« 

ß. b. an. warnt ben SBifcbof von giftet , bajj er fei* 
neu geinben f>ülfe leifte. Dat. 1460 ßanb$but 9Jtonbtag 
noch Judica. II. 9?r. 39 p. 17f. 

ß. b. an. Dienftbrief für f>anl von ffiieffng mit 100 
Trabanten. Dat. 1460 Eanblfcut 2Jtonbtag nach Judica. 
II. 9fr. 23 p. 198. 

ß. b. 91. Dienftbrief für ben ©rafen ©igmunb von 
©cbautüberg mit 200 gerüfteten Oteitern, 246 Trabanten 
unb 12 2Bagen. Dat. 1460 £<mb*f>ut @rtag nach Judica. 
II. 9?r. 23 p. 199b* 

ß. b. St. Dienftbrief für (Jberbarb ©rünberger mit 
66 Trabanten. Dat. 1460 3ngolftabt üftittwocb nach 
Judica. I. 9?r. 23 p. 200. 


1460 

3. april. 


*1460 

4. 9lpri(. 


Sobann 93if(bof ju giftet; er bube bem £er$og ßub* 
wig ein Gebreiben gegen ßanblbut gefcfcicft, bad ibn aber 
bort nicht mehr getroffen; er hoffe, baf berfelbe eö jept er* 
halten habe. Dat. 1460 giftet Donnerffag vor, bem tyalm* 
tag. II. 9?r. 39 p. 1806. 

ß. b. 9t. an bo6 Domfapitel in (£i(tet> wenn ber 
©ifcpof (ich rubig verbalte, fo »olle er beä Stifte* fcbonen. 
Dat. 1460 Sngolftabt greibtag vor *palmtag. 11. 9tr. 39 

p. 182 . 


1460 

4. apni. 

« 

4 * 

v. ; 

j-. ' 

■ 1460 

I- Vpril. 


1460 

4. Slprit. 


1460 

•a. JCprjl. 


ß. b. 9t. Dienftbrief fürßbriftopb unb SBenebict bie 
Kbaimer, £artlieb $ucbperger, SBoIfgang von Kammer, 
3aIob von Kammer, ©abriel Dacb*auer, Jpann*, Sacbaria*, 
Sigmunb bie tyrüninger. Dat. 1460 3ngolftabt greibtag 
Vor $atmtag. 11. 9fr. 23 p. 201b. 

ß. b. 9t. Dienflbricf für ©artbolomd Gafcenbofer, 
mit 5 ^pferben, <5b*iftopb Gcbongra* mit 4 $ferben, jpann* 
Drafwib mit 2 tyferben, 9?ifolau* 3abicper mit 7 tyfer* 
ben. Dat. 1460 3ngolftabt greibtag vor tyalmtag. 

ß. b. 9t. Dienftbrief für 9teinifd> von Koppau unb 
Sigmunb ^ernftemer, mit 74 gerüfteten Leitern, 132 $ra# 
banten unb 7 2Bägen. Dat. 1460 Sngotflabt greibtag 
vor tyalmtag. II. 9?r. 23 p. 204. 

ß. b. 9t. an ben 93ifcbof 3obann v. grepftng, baf er 
bem93if<bof Sobann v. (giftet angetragen, er wolle gegen 
ibn in b. Kriege gegen ßllbert v. ©ranbenburg ffiH fipen. 
Doch biefer b<5tt ihm geantwortet, er feg mit b. 93ranben# 
.burger verbunben. Da er wieberbolt 93oten an ibn ge* 
fcbicft, fo fepen biefe ohne Antwort entlaßen worben. Da 


A 


1460 

6. ÄptH. 

1460 

6» Bpril. 


1460 

<. fyril. 


1460 

6. SprU 

1460 

6. Xpril. 


1460 

6. XpTil. 


1460 

11. aprfl. 


1460 

ti. aptii. 

1460 

14. Xpcil. 


1460 

19. Sprit. 


1460 

27. Sprit, 


1460 

•. SDl ap. 


%€*)« % Cubwig’a br« fDtdpit. 



fep er nun beflen Seinb geworben. Bat* 1460 Sngolftobt 
Gonntog Palmarum. V. 

ß. b. 9t. Seinbe!brief gegen ben ©tfebef pon (giftet. 
Dat. 1460 3n<jol|labt am $almtag. 11. 9?r. 39 p. 183. 

ß. b. 0!. JDienflbrief für 9luprecbt Äamtnerauer mit 
5 Werben, (Sbriftcpb SWartin mit 5$ferben, ©eorg ©cber* 
nur mit 2, unb @eorg @f(belbecf mit 1 ^Pferb. Dat. 1460 
3ngolfhtbt am tyalmtag. 11. 92r. 23 p. 206. 

2. b. 01. SDienftbrief für SKatifa pon 3anowip mit 
451 gerüfteten 9teitevn, 452 Trabanten unb 50 SDügen. 
Dat. 1460 Sngolftabt Sonntag Palmarum. II. ' 9?r. 23 

p. 208. 

ß. b.9t. 2>ienflbrief für Ortolpb ©teiger mit 25 Änecb* 
fen. Dat. 1460 3ngol(iobt tyalrotag. II. 9?r. 23 p. 198. 

2>ienftbrief für SBilbelm @raf von Oetting mit 60 
gerüfteten Leitern. Dat. 1460 Sngolflabt die Palmarum. 
li. 9?r. 23 p. 208. 

ß. b.9t. befennt, baf ibm bcr©rof ©ilbelm PonOetting 
Deffnung feine! ©tblc|fe6 perfebrieben. Dat. 1460 3ngol« 
ftabt die Palmarum. II. 9tr. 23 p. 207. 

2. b. Ot. erfuebt bie©tübte ©ingen, Ulm ic. um £ülfe 
gegen ben 2ttgg. 2llbert. Dat. 1460 im ©elbe Por giftet 
am bl* Obarfreitag. II. 9tr. 39 p. 141. 

Dienftbrief für SBtlbelm ©mffenftorfer mit 1 $ferb. 
Dat. 1460 Selb por Giftet am Oflertag. II. 9?r. 23 p. 209. 

ß. b. 9t. an b. «Rarbinal p. 9lug!burg, er wolle fab 
mit bem ©ifcbof pon (giftet aubfobnen. Dat. 1460 im 
©elb Por Giftet am Dftermonbtag. II. 9?r. 39 p. 185. 

ß. b,9t. anOOWalb Sorringer, Pfleger ju Srofperg, 
bajl er pon ben armen ßeuten in feinem ©eriebt, fo 
felbe ©oit Untertbanen flnb, leine ©teuer legen laffe! 
Dat. 1460 im Selb bei ßanbegtb ©arnftag por Quasimodo. 

ß. b. 9t. an ben ßaifer Snebri<b, obwohl f<bon auf $J?ar« 
tini $u $ger unb in ber SBafan ju Nürnberg pergeben! $wi« 
feben ibm unb bemflJtgg. 2Jlbert gebanbelt worben, fo wolle 
er, auf be! Jtaifer! Cinlabung, ben neuen ©übne*$ag ju 
Nürnberg, SWonbtag Por Urban 0 9 / &.) befebiefen. Dat. 
1460 im ©elbe bei 9!ot dominica Misericordia. II. 9fr. 39 
p. 248. 

@eorg, Jtonig pon ©obmen, Perfprübt feine Slocbter 
Cubmifla, ©eorg, bem 6obne M £erjogö ßubwig pon 
©apern, jur <?b« ju geben. (Jr will feiner 2o<bter 40,000 
Zutaten, eben fo Piele ber lurjog feinem ©ohne wieber* 


\ •* 


- 374 *citt*je für £rfcfa»gt(rl)tytc 

* 

leget!» Ueberbieß miß fterjog ßubmig, anßott feine* ©ob* 
ne*, 15/000 2>utaten öl* ßftorgengabe geben. 2>iefe ©um* 
men nun oerfchreibt er ber Jungfrau fiubmifla auf bie 
» £errfchaften, ©chloffer tc. flfteichenbafl, Slraunßein, iro§* 

berg, ßJtarquartßein unb ßBilbenmart, mit aller Bugebor tc., 
jährlich 6000 2)utaten betragend Der Honig miß feine 
Tochter tünftige SWichaeli über 8 Jahren (1409) ben 
ötätben be* Jperjog* Submig $u tyrag ober Hilfen über* 
geben. 3ß fle in SSapern angelangt, fo foß bie Jpeiratb, ’ , 
nach Orbnung ber heiligen Htrche, oor fict? geben, unb 
jmar binnen 14 Sagen. Bur ©tunbc, nacbbem ber £er$og 
©eorg, in ber 9facpt, bei Cubmifla gefcblafen, miß ber 
Honig feiner Tochter bie ßBiebertage au*be^ablen. Beugen 
auf ©eite be* Honig* ©eorg : Jperjeg Grrnß oon Sroppau, 
Johann oon Otofenberg, £aintich oon $lap, oberßer £ef> 
meißer, ©minfo Jpapo von Papenburg, oberßer dichter, 
£ainricb oon SKicbelfpurg, oberßer Hammerer, ^rofopp 
pon SRabenßein, Händler be* Honigretdje* 93obmen, Sobann 
pon Sftabenßein, $ropß $u 2Bif<herotb/ Harl p. ßBloffm, 
Unterfammerer be* SWarggrafentbum 23obmen, 3an Pon 
3ogtmap, Pon Hunßabt unb ©emiflomip, ßDilbelm pon 
Otpfenberg unb oon Otaben, 3eben!o Hoßfo, 2Rün$raeißer 
auf bem Hutbenberg, $aron pon (Sipcp, oberßer ©cbreiber 
ber £anbtafel ju Sobmen. Sengen auf ©eite £er$og 
£ubmig*: £ainricb Wbfperger, Dompropß ju Sftegen*burg r 
©eorg Hlofner ju Jpirfcparn, ßBilbelm Srauenberger ju 
#aibenburg, $ar$ifaß ^icpberger ju Ü)iooä, SWaißer 2)r. 
griberich ^auerftrcher, ßbrißopb Corner, Hantier. Dat. 
1460 $rag SDonnerßag nach Jubilate. II. 9?r. 30 p. 66. 
Ttr. 31. p. 209. £ubmißa mürbe (nach ©ebbarbi, ©enea* . 
. logifcbe ©efcpicbte 111. Sabeße ju ©eite 96) am 20. Ott. 
1456 geboren, unb foß fcbon 1401 93raut be* pofnifcbeit 
Honig* Uplacf gemefen fepn, bod> auch biefe Jpeiratb tarn 
nicht &u ©tanbe. 211* ße ber polnifcbe 9>rinp £abi*lau* 
Perfcbmdbt batte, Permdblte ßcb ßubmißa 1475 mit bem 
£erjog Sriebricb oon £iegnip (nach obigem ©ebbarbi 106.) 
Wu* biefem nun mirb e* flar, baß bie £eiratb nicht bef* 
megen unterblieben, meil £ubraifla frühzeitig geßorben, 
benn ße ßarb erß 1503 ben 23 . 3^nner; mahrfcbeinlich maren 
e* bie forperlichen (Sigenfchaften ber piei oerfchmäbten 
Cubmißa, bie bem $erjog Cubmig biefe £eiratb feine* 
©ohne* unermünfcbt machten. (Sine ß/tißßimraung zmü 
fcben ben Weitem machte biefe projeltirte £eiratb ß<b« 


% 


1 * * 


Digitized by Google 


tk 


JQtrjof Cubtütfl*» bffl find)««. - 375 

% 

1 ni4>t rücfgüngig , benn Äßnfg ©eorg non ©ohmen Hieb 
bin an feinen £ob (1471 ben 22. $!l& rj), wie oun biefen 
Otegeftcn beroovgebt, ber innigfte Srcunb £er$og ßubwign 
b. Speichen. II. 9tr. 30. p. 70. 

ß.b. 9?. fcf>liefjtmit bem Äbnig ©eorg non ©obmen eirte 
Erbeinigung. Dit. 1460. $rag 2>onner(lag itacb Jubilate. 
II. 9tr. 30. p. 74 b. 

2 . b. 01. fehltest mit bem ä6nig ©eorg non ©obmen 
ein ©ünbnif. Dat. 1460. $Prag ©amftag nor Cantate. 
II. 9?r. 30 p. 72. 

Sobann ©ifcbof ju SBürjburg. Seinbenbriif gegen 
ben äftgg. Ulbert. Dat. 1460. 2Bür$burg 2>ienflog nach 
Cantate. II. 9tr. 39 p. 269 b. 

ß. b. SU. oerfpricbt bem ©ift&of 3®bann ju 2Bürj* 
bürg, bof fte bte ju mac^enben Eroberungen unb ©eute 
tbeilen wollen. Dat. 1460. Nürnberg ©onntog Jucunditas 
II. 9?r. 39 p. 262. 

ß. b. 3t 2>ienftbrief für 9t üöticfnütfcb non Stalin, 
gefeffen $u 2öitiJ. Dat. 1460 im Selbe bei Otot ^Pftnj- 
tag nach 3<>bann ©apf. II. 9?r. 81 p. 81. 

ß. b. Ot 2>ienfibrief für Dann« «Pernawer mit 78 
Sujtfnec&ten. Dat. 1460. 3ngriftabt SWittwocb nach Ulrich. 
II. 9?r. 23 p. 248. 

2. b. 9t. 2>ienftbrwf für &inbenitcb non 2flettelffo 
mit 50 gerüfteten 9teitern unb 200 Trabanten. Dat. 1460 
ßanbbbut ©amftag nach Vincula Petri. II. 9?r. 23 p. 212. 

ß. b. 9t. befcbwert fleh bet bem 2ttgg. Ulbert gegen 
ben ©rafen Onwalb non SEierftain, ber fein Dtecbt neracbte. 
Dat. 1460 3ngolftflbt Ertflg nor Assumptionis Mariae. 
II. 9?r. p. 117. 

ß. b. 3t. berichtet bem ^erjog SBilbelm non ©acfcfen, 
böf ber Etyurfürft Sriebricb ft4> mit bem n. ©elbenj unb 
SBürtemberg oertragen. Dat. 1460. 3ngolftabt vigilia 
Assumptionis Mariae. II. 9?r; 27 p. 151b. 

ß. b. 9t. an ben 97?gg. Ulbert, bafl Dnwalb non Zhx> 
jtain feine ßeute befähigt. Dat. 1460 ßanbnfcuf am 
©artbolomd £ag. II. 9?r. 27 p. 150b. 

ß. b. 3t. gibt ben SEBaltber n. Jt6nig*ecf auf ben 
57tonbtag nach Urfula (27. Oft.) freien ©elait nach ßanbn* 
but, $ur ©ergleichung ihrer 3^ rt 6 en * Dat. 1460 ßanbn* 
but. Mittwoch nach SJtaria ©eburt. II. 9?r. 27 p. 236 b. 
ß. b. 3t. an bie ©tänbe M 9teic&en „©lirnpf" wi- 
to. •ei&jber ben ©rafen Onwalb non Slterflain. Dat. 1460 ßanbn* 
vjhut OWittwocb nach 2ttaria ©eburt. II. 9tr. 27 p. 156. 


h-:t. 

-v'UV 
. < 

1460 

8 . SH 09 . 

1460 

10. WlaSq. 

1460 

iS. 9t<ty. 

1460 

18 . 3 J?a*j. 


1460 

26 . 3 un$ 

* • ; 

1460 

9. 

1460 

**2 tfuguft 

I • 

1460 

' 12.‘Auguft 


1460 

M.Sigufi 


1460 

24.Hugujl. 


1460 

10 . ©f^t. 


1460 


4 


Digitized by Google 


I 


376 


1460 

u. 


1460 

14. ©ci>t. 


1460 

14. ©cfct. 


1460 

. 15. Cept. 

1460 

25. Oft. 


1460 

' 20. Oft. 

/ 

1460 

21. 9to» 

1460 

27.28.®cj. 


1460 

2. 34n. 


1461 

5. 3<Sn. 


1461 

13. 3<Sn. 


1461 

20. 3dn. 


Anträge jur Crbcnsf rfcl)rci)tc 

«* - 

£. b. 9t. befchwert fleh gegen bcn SWgg. Sllbert, bog 
Die bon Wei)fl>nburg ba$ ©elait ju *Rot umgeben. Dat. 
1460 £ant$but ^flnjtag nach Nativitas. II. 9fr. 27 p. 136 

£. b. 91. erlaubt feinem 2Jr$t/ Weifter 3oflner, in 9fürn» 
berg ju mobncn. Dat. 1460 &onb*but Sonntag Jtreuj» 
@rbobung. II. 4 Jfr. 81 p. 44. 

£. b. 91. erlaubt, baß man ben £>ann$ Stoljenober, 
ber mit bem SWgg. Ulbert in 23ebbe ift, in feine £änbe 
fluchten (affe. Dat. 1460 £onb$but Sonntag Äreuj* 
(5rbobUng. II. 9fr. 27 p. 181. 

2. b. 91. beantwortet fleh gegen bie 2lnfcbulbigungett 
beb Grafen Obmalb bon Sjerflain. Dat. 1460 £onbbbut 
Wonbtag noch Äreuj*(5rb6bung. II. 9fr. 27 p. 186. 

2. b*.9i. an f. Beamte, fte feilen fleh erlunbigen, in 
welchem Schlöffe beb Wgg. Sllbert fleh Obrnalb bon 2ier; 
flein beflnbe, ber ibn mit Worbprant befchdbigt. Dat. 1460 
üanbbbut Samflag bor Simon unb Subab. 11. 9fr. 27 
p. 181b. 

£. b. 9t. an b. 97?gg. Ulbert, er h^e ben Stoljem 
ober, wie btefer ben bon Slterflatn unterflüpt. Dat. 1460 
«pftnjtag nach Simon unb 3«bab. II. 9?j. 27 p. 183. 

£. b. 9t. 2)ienflbrief für Wilhelm Äofchinger. Dat 
1460 2anbbhut greibtag bor Katharina. 11. 9fr. 81 p. 81b. 

£. b. 9t. beflogt fich gegen ben Wgg. Wbert, baß 
berfelbe wiberrechtlich Margaret bie Ullenftorferin bor 
©ericht geloben. Dat. 1461 (nobis 1460) £anbbhut Sam« 
flog Johannistag ju Weihnachten/ Sonntag lonocentiura 
ii. 9fr. 39 p. 350 b u. 351. 

£. b. 9t. bereinigt fleh mit ben Stdbten 9f6rbling 
unb S3opftngen. Dat. 1461 £anb$but Sreitag nach bem 
neuen Jahr- 11. 9?r. 38 p. 197. 

£. b. 9t. bcrfchreibt Heinrich bem Qfothhaft um 
2000 ft. ba$ Schloß £ail$berg pfleg$weife. Dat. 1461 
ßanböhut Wonbtag bor bem Dberflen. II. 9fr. 48. p. 469. 

£. b. 9t. (5r wolle bie Ullenftorferin/ welche nach £auf 
gehört, perfontich bernehmen. Dat. 1461 £anb$hut @rtag 
nach <£rharb. IJ. 9fr, 39 p. 354. 

£. b. 9t. berfauft f. 9tath Ulrich/ £errn $u £aber, 
bad Schloß u. ben Warft £aber mit 3ugeh6r/ wie folcheA 
fein 2)atef/ £erj. Heinrich fel.,bon ßafpar b. £aber / be$ 
Ulrichs fetter, erfauft. Dat. 1461 £onb*hut (Jrtag ga= 


Digitized by Google 


377 


4461 

21. 3dn. 

1461 

24. £crn. 


1461 

11. SJMrj. 

1461 

14. S)J4rj. 


1461 

10. aprit. 

1461 

16. april. 


4461 , 

27. aprtt. 


1461 

1. SHatj. 


1461 

1. 27iap. 


J^cqog Citbwrg’f ftt« lUtcljfn. 

bian unb ©ebaftianbtag. H. 9?r. 9. p. 82. unb II. 9?r. 
48 p. 256. , 2 

2. b. 91. 3bw vertreibt Ulrieb ber £err ju 2aber 
Deffnung beb Schlcffcb, A3olfbecf. Dat. 1461 2anbbbut 
am Agncbtag. 11. 9fr. 9 p. 86. 

2. b. 91. an feine Beamte, bnf jte ben Seinbcn beb 
9)farggrafen feine jpülfe mehr leiften, noch benfelben Auf* 
.enthalt in feinen Uanben gejtatten foUen. Dat. 1461 
Nürnberg am Sföatbiabtag. II. 9fr. 27 p. 190. 

2. b. 91. 2)ienflbrief für Anbrä Schweiber alb Jpar« ' 
nafebmeifter. Dat. 1461 2anbbhut am ERittwoch vor ©re» 
gor. II. 9?r. 81 p. 52. 

2. b. 91. an (Jrabm. ©4>mahbaufer , Stfc^meifler in 
bem ^Ipieinfee ^ er habe bem 2)ompropfi ju Salzburg er* 
laubt, 2 Sifcbgräben bei bem ßhiemfee ju haben, unb bie 
Sifcbe baraub zu verlaufen. Dat. 1461 Salzburg ©am* 
(lag vor Laetare. 11. 9fr. 19 p. 85. 

2. b. 91. 2)ienfibrief für Albrecfct von Dlietbaim. Dat. 
1461 93urgbaufen Sreibtag vor Üua(tmobo II. 9fr. 81. 
p. 52b. 

2. b. 91. an ben (Jrjbifcbof Oietrich ju SWainz/ ber* 
felbe mochte bem Obwalb von $ier(iain ben Aufenthalt 
&u Sumerau nicht mehr geftatten. Dat. 1461 2anb*but 
^ftnjtag vor Misericordia. II. 9fr. 27 p. 201. 

2. b. 91. an ben 9flgg. Albert ; er forbert ©enugtbuung 
um bie unziemlichen 5ßoite, bie ber 2ftgg. in bem vor« 
jährigen Kriege gegen ihn aubgeftoflen, unb ©chabenerfafc. 
Dat. 1461 ganbbhut SWonbtag nach Jubilate. II. 9fr. 39 
p. 339. 

2. b. 91. an ben £rjb. von ÜJfainz, er habe bem 06» 
tvalb von $ierjtain ofterb 91ecbt vor feinen 91ätben ange* 
boten, btefer ihn aber verachtet unb mitSBranb unb *piün* 
berung überzogen. 2)aj ber (Shurfürft felbfl in biefer 
©acbe fprecfcen mode, fonne er nicht annehmen, inbem e6 
brauch in bem Oleicbe, bagjeber, ber Sprüche gegen einen 
Surften habe, vor beflVn 91ätben 91echt nehme. Auch 
mochte ber ßhurfürft bem von Slierflain ben Aufenthalt 
in feinen 2anben nicht fernerb geftatten. Dat. 1461 2anbb* 
hut ^bilippt unb 3afobitag. 11. 9fr. 27 p. 202. 

2. b. 91. verlangt von bem üflgg. Albert auf bab 
9fcue ©enugtbuung ber unziemlichen ^Sorten. Dat. 1461 
2anb6hut ©amjlag vor Kreuz *£rfinbung. II. 9fr. 39 
p. 340. 


378 


ititrSgr für Jf cbf n#$cfcl)icl)tc 


1461 

1. 9JIa)>. 

1461 

6 . 

1461 

15. (Dia);. 


1461 

15. (Dlai. 


1461 

8. 3uh«. 


ß. b. *K. verleiht Ulrich bem £eimberger ba$ 2)orf. 
geriet 511 £offtetten. Dat. 1461 ßanb*but unb 

Safobitag. II. 9?r. 23 p. 332. 

2. b. 83. cm bcnüJtg.J. Albert; er wolle ben 2ag $u(5ifiet 
fünftigen ©onntag (10/3) befchicfen. Dat. 1461 Sngolftabt 
97tittwocb nach Cantate. II. 83 r. 39 p. 341. 

ß. b. 93. an ben (Sburfdrften Sriebricb, baß er feinen 
itan^Ierfcbreiber ©abriel Jparbacber an ben £er$og ßub» 
wig von 23elben$ abgefanbt h^be. Dat, 1461 üfleiningen 
Jreibtag post Asconsionem Domini. II. 9?r. 23 p. 357 
ß. b. 9t. banfet bem (Shurfürften Von üftainj, baß er 
bem @r. Odtvalb von Üierftain ben Aufenthalt in feinen 
ßanben aufgefagt. Dat. 1461 SWeiningen Sreibtag nach 
Auffahrttag. II. 9tr. 27 p. 204b. 

ß. b. 9t. 2>ienftbrief für 2öolf von Söefterftetten. 
Dat. 1461 Ulm SJiontag vor Corpus Christi. II. 9?r. 81 


1461 

11. 3«»w. 

1461 

13. 3unfy. 


1461 

15. 3unty. 

1461 

23. 3un^. 


1461 

26. 3unt>. 


1461 

27. 3«n)j. 


1461 

28. Sitnü. 


p. 31b. 

ß. b. 9t. gibt ben 9t<$tbm be* 8Wgg. Albevt ein freie* 
©eleit. Dat. 1461 Sngolftabt tyfinjtag vor S3itu*. ll.ftr. 
39 p. 342. 

ß. b. 9t. an ben Äaifer Sriebrich, er wolle mit ihm 
ohne feine Sreunbe nicht unterbanbeln. Dat. 146l3ngob 
ftabt ©amjtag vor 23itu*. II. 9tr. 2 p. 17. 

ß. b. 9t. an ben üflgg. Albert, baß berfelbe feine 
D?<Stbe auf SJtittwoch $u Stacht* ju ihm nach Nürnberg 
fehiefe. Dat. 1461 Derching am Montag 23iti. 

ß. b. 9t. an ben Shurfürften Sriebricb, ber ©raf 
Ulrich von SBürtemberg habe in feinem ßanbe ein Aufge* 
bot gethan, unb ber Sflarggraf Albrecht befejtige feine 
©chlofler. Dat. 1361 Sngoljtabt in vigilia Johann 23apt. 
Sag. II. Str. 23 p. 347. 

ß. b. 9t. verfpriebt bem ßhurfürften Sriebrich, gegen 
ben bet ©raf Ulrich von SBürtemberg Riehen wolle, j u 
helfen. Dat. 1461 ßanb*hut Sreibtag vor tyeter unb 
«Paul. II. Str. 23 p. 350b. 

ß. b. 9t. an ben ©rafen Ulrich ju ffiurtemberg, er 
fei nochmal* bereitet, ihn unb ben §hurfürften §riebricb 
ju vergleichen. Dat, 1461 ßanb*hut ©amftag vor tyeter 
unb ^|>aul. II. Str. 23 p. 351b. 

ß b. 9t. an bie 83ifchofe von 93amberg unb 2Dür$* 
bürg, baß fie ihren 9t5then nach Altorf 3nftruetion fchi» • 
efen mochten. Dat. 1461 ßanb*hut ©onntag vor tyeter 
unb 9>aul. H. Str. 39 p. S48. 


\ 


Digltized by Google 


4cr}0g Cn&wig’» kt# Bttdjeit, / 379 


1461 

29. 


iir. 

1461 

30. 3nnty. 


1461 

4 — 5. 3ul* 


V: 


1461 

0. 3uty. 


1461 

16. 3ulij. 


1461 

20. 3«ty* 


1461 

28. 3uty< 


1461 

11. 58uij. 


1461 

12. 8ug. 


1461 

13. 3lug. 


ß. b. 9t. an ben Grafen Ulrich von SEBürtemberg wes 
gen feine# ©ünbniffe# mit bem Jperjog ßubwig ju 23ct* 
benj, gegen ben Gburfürflen griebtich. Dat. 1461 ßanb#' 
but Montag *peter ur.o $aut. 

. ß. b. 9t. an ben (Sburfürften griebrich von bet tyfalj. 
©raf Ulrich von Montfort, ^Pfleger ju £)ochftet, höbe ibm 
gefchrieben, bajj ber (Sburfürft im gelbe Don üTIcifen^ 
beim mit bem ©rafen ßubwig ju ©elbenp unb benenvon 
ßeiniugen ftch gütlich vertragen. 2)erfelbe mochte ibm 
eilenbd barüber berichten. Dat. 1461 ßanb#but (£rtag 
nach ^Peter unb tyaul. II. 9?r. 23 p. 357. 

ß. b. 9t. an ben Gburfürften von Main$, beflcn ©rief 
wegen bei von Üierftaln habe er erft ge|iern, am Ulrich#* 
tag, ju ßanbßbut erhalten. (5r fet) nicht eher geneigt, 
mit bemfelben §riebe flu machen, all bi# er fleh aller feiner 
Reifer entfcblage. Dat, 1461 ßanbßbut ©onntag nach 
Ulrich. II. 9?r. 27 p. 206b. 

ß. b. 9t. an ben (Sburfürften Sriebrich wegen fei* 
ner Unterbanblung mit bem Mgg. Ulbert. Dat. 1461 
ßanbßbut 3)onnerftag vor Margaretha. II. 3?r. 39 
p. 349. 

ß. b. 9t. fagt bem flaifer au# Dielen Urfachen bte 
^Pflicht auf. Dat. 1461 ßanb#but spftnjlag nach Margaret. 
II. 9tr. 12 p. 21. 

ß. b. 9t. verbinbet (ich mit bera Äonig ©eorg ju 
©obmen, baf feiner ohne be# anbern 2öiffen einen ©e- 
rieht von bem Äaifer annebmen wolle. Dat. 1461 tyrag 
Monbtag vor Maria Magbalena. II. 9?r. 12 p. 25. 

ß. b. 9t. verantwortet fleh bei ben ©täbten gegen ben 
Äaifer. Dat. 1461 ßanb#but (Jrtag nach 3afob. II. 9?r. 
12 p. 25b. ' 

ß. b. 9t. unb ©eorg, ber ©ifchof ju ©amberg, verei* 
nigen 'Philipp ben älteren unb ^Philipp ben jüngeren ©rafen 
$u 9tcinecf mit £an# von Mo#bacb unb beflen geifern. 
Dat. 1461 Nürnberg 2)ienftag nach ßorenj. II. 9fr. 9.p. 58. 

ß. b. 9t. erfucht mit ben ©ifchofen ©eorg ju ©am* 
berg unb Sobann $u Mürjburg, unb bem £erjog Otto 
ben *papft um ©ermittlung ihrer Srrungen mit bem Äai* 
fer. Dat. (sine anno, aber lieber 1461) Norirabergae die 
XII. Atigustias« II. 9fr. 12 p. 70. ^ 

ß; b. 9t. verantwortet (ich gegen be# Mgg. 5llbert 
©efchulbigungen. Dat. 1461. Nürnberg 2)onnerjlag vor 
Maria Himmelfahrt. II. 9fr* 12 p. 58. 


380 


1461 

23. *ug. 

'•.ruf, ; 

1461 

14. &tpt. 


1461 

18. ©ept. 

f'ili * 

. »/*"- 

1461 

2. Oft. 


1461 

11. Oft. 


1461 

14. Oft. 


0*itrftf( Jur frbrti«fr(cl)i(l)t* 

^ i > 

\ z i 

ß. b. 9t. fchreibt bem Jperjog Ulbert von Oeflerreich 
»«gen beffen SluSfohnung mit bem Inifer. D»t. 1461 
3 ngoljlabt ©onntag vor ©artbolomä. II. 9?r. 12 p. 109 , 

ß. b. 9t. ermahnt bi« ©labt Qlugölwrg, feinen Sein* 
ben nicht beijufteben. Dat. 1461 Oteuftabt um Äreuj. 
(^r^D^ungötag. VI. 

ß. b. 9t. an feinen 23etter ben SJbminijtrator ju 
9tegen$burg »egen bisheriger 23er»efung feines SBiSthumeS. 
Dat. 14S1 in vdt vor ßangenjen Sreibtag nach Sftathei. 
II. 9?r. 6 p. 174. 

• * . * r * 

ß. b. 9t. an bie ©tobt DtegenSburg, baß felbe bem 
2lbminiftrator 9tupert bie verwahrten tfleinobten übergäbe. 
Dat. 1461 in Veit vor ßangenjen Sreibtag vor SranciScuS. 
II. 9?r. 6. p. 174. 

ß. b. 9t. an ber ©täbte ©entboten, bie je$o auf 
©aflt ja @ßlingen verfammelt ftnb.‘ Dat. 1461 in velb 
bei £ann ©onntag vor ©alluS. II. 9?r. 12. p. 194. 

2. b. 9t. verantwortet (ich bei allen ßiebhabern ber 
©erechtigfeit, bie $u aller (Jrbarfeit wohl geneigt ftnb, ge* 
gen ben SWarggrafen Ulbert. Dat. 1461 im 23elb bei Samt 
Mittwoch Vor ©alluS. II. 9?r. 12. p. 188. 


1461 

18. Bio*. 


1461 

5. Dtj. 

1461 

7. ®tj. 

l . 7 

1461 

10. JDfj. 

v r t 

, r 

1461 

14. S)cj. 

1461 

16. £ej. 


i rJ 




ß. b. 9t. an ber ©täbte botfebaft, welche am ©enn* 
tag fchierift in (Jßlingen fleh verfammeln. Dat. 1461 3m 
golflabt Mittwoch vor (Slifabet. 11. 9?r. 11 p. 21 ä. 

ß. b. 9t.^ verbinbet fleh mit ben f)erjo£«n 3oh<mn, 
©igmunb, Wibrecht, (Shnflvph unb SBolfgang. Dat. 1461 
ßauingen ©araflag vor OticolauS. 1. Copia. 

ß. b. 9t. verfpricht ber ©ta bt München, baß bie nach 
©chwaben führenbe ©aljftrape bei München über bie Sfar 
gehen foU nach ben Privilegien, bie ihr gegeben. Dat. 1461 
ßauingen SHonbtag nach ©. 9?if. 2lrch. b. ©tabt München. 

ß. b. 9t. an ber ©täbte ©entboten }U Ulm, baß man 
feinen Stinten feine £ülfe leifte. Dat. 1461 ßauingen 
Pftn^tag (nach) Conceptioni* Mariae. II. 9?r. 12 p. 274. 

ß. b. 9t. ©limpf wiber JBalther von äonigSecf. 
Dat. 1461 9tain SWonbtag nach ßueia. II. 9tr. 27. p. 240. 

ß. b. 9t. an feine Pfleger unb Dtichter, baß fte »egen 
bevorftehenber Sehbe jwifchen ihm unb bem üfiargg. Ulbert 
ihre ©chloffer :c. wohl in Obbacht nehmen, aber fonfl 
nichts unternehmen foQen. Dat. 1461 9tain Pflnjtag vor 
Thomas. 11. 9?r. 11 p. 77b. 


.vv 


381 


1461 

17. <Dej. 


1461 

19. $><§. 


1461 

27. JDej. 


1462 

7. 34«. 

1462 

18. 34«. 


1462 

18. 34«. 


1462 

21. 34«. 

1462 

21. 34«. 

\ 

1462 

21. 34«. 

1462 

23. 34«. 


1462 

24. 34«. 

1462 

27. 34«. 


$er jog Cutotg’» bts Reicljen. 

ß w b. Ot. ott ben fPfol^rafen/ er »olle mit bem jtcrfs 
fer unb bem SJfarggrafen Wlbert nochmals unterbanbeln. 
D«t. 1461 Otain tyfinjtag nach fiucia. II. 9fr. 11 p, 79. 

ß. b. 01. an ben Äoni'g üon ©übmen, ba berfelbe 
jwifchen ihm unb b*ra Äaifet unb ben ÜJlarggrafen, auf 
(St. fchomaötag, nochmals unterbanbeln wolle, fo fep er 
gefonnen, bis babin bie $ebbe nicht $u beginnen. Dat. 1461 
Otain Samftag bor SlbomaS. 11/ 9fr. 11 p. 77. 

ß. b. 01. fenbet bem .König bon ©obmen feine ©präc^e 
an ben ßaifer. Dat. 1462 Sngolffabt (Sonntag in ben 
SDeibnachtbfeiertagen (»obis 1461). II. 9fr. 11 p. 79b. . 

ß. b. 9f. an ben £6nig bon ©obmen wegen ben ©ran« 
benburgifchen 3rr««6«n. Dat. 1462 3ngolftabt tyfinitag 
nach Epiphanie. II. 9fr. 11. p, 84. 

ß. b. Ot. an ber Stabte Sriebboten auf ben $ag ju 
Ulm, ba ber ÜTfargg. Wlbert bie ©rnffcbaft ©raisbacb übers 
jogen unb gefcb’cbigt, fo mochte man bemfelben feineJpülfe 
(eiften. Dat. 14623ngolftabt Samftag bor Wnton. II. 9?r. 11 

p. 120 b. 

ß. b. Ot. an bie gemainen Wibgenoffen wegen feiner 
Sache mit bem üJfargg, Wlbert. Dat. 1462 3*tgolftabt 
ÜJfonbtag nach Wnton. II. 9fr. 11 p. 123. * 

ß. b. Ot. „bewarung gen ÜJtarggraf Wibrechten nach 
bem bericht ju brag getan/' Dat. 1462 3ngoljlabi $fin&* 
tag St. WgneStag. II. 9fr. 11 p. 128. 

ß. b. Ot. an bie Stübte Ulm, WugSburg, 9foibling, 
ben ÜTtargg. Wlbert nicht ju unterjtü$en. Dat. 1462 3n* 
golftabt tyftnjtag <St. WgneStag. ' II. 9fr. 11 p. 127 b. 

2>ie Stabt WugSburg faget bem Jperjog ßubwig ab. 
Dat. 1462 2)onnerftag bor ^>auli ©efebrung. II. 9fr. 11 
p. 130. * ' - 

2. b. Ot. an ben Äönig bon ©obmen, ,er bittet ihn 
um ©eiftanb in beborftehenbem Kriege mit bem SHarggra* 
fen. Dat. 1462 Sngolftabt Samftag bor $auli Setehrung. 
II 9fr. 11 p. 95 b. 

ß. b. Ot. ©cwahrung gegen bie 33 OteicbSftäbte, bie 
ihm abgefagt. Dat. 1462 3ngo!ftabt Sonntag bor tyauli 
©efehrung. II. 9fr. 11 p. 132. 

3ohönn ber ©ifchof $u 2öür$burg entfchulbiget fleh 
gegen ben £er$og ßubwig, bafl er ihm baS berlangte 
raiftge 3*ug wegen übler 2Bege nicht fenben fonne. Dat. 
1462. SBürjburg Mittwoch nach $au(i ©efebrung. II. 
9fr. 11 p. 142. 


fritiSgf }*x Crbmgtfripclite 


1462 

28. 3dn. 


1462 

31. 3d«. 


1462 

31. 3dn. 

. 1462 

3. $om. 


1462 

24. $otn. 

1462 

2. flJJdrj. 

1462 

10. SMrj. 


1462 

12. ®Wrj. 

1462 

13. 9JMrj. 


2. b. 91. wieberlegt bie ©efchulbigungen bed üflargg. 
Ulbert gegep ihn. Dat. 1462 Sngolflott 9>ftnätag oor 
lariae Purificatio. 11. Dir. 11 p. 135b.* 

2. b. 91. berichtet bem König von ©obmen, baji 33 
9teichfldbte (tch gegen ihn mit bem üftargg. HUbert oerbin* 
iet, baf biefer unb bie @r. oon HDürtemberg unb Oetting 
Ich mit großer HJlacht 2 ober 3 teilen oon ihm gelagert. 
Dat. 1462 3ngoIflabt ©onntög oor ßichtmeffen. 11. 91r.il 
p. 132. 

2. b. DU. erfucht bem König oon ©öbmen um JJilfe 
gegen ben Dttargg. Hilbert. Dat. 1462 Sngolflabt ©onntag 
OOr Purificatio Mariae. II. 9?r. 11 p. 139. 

* t 

2. b. 91. an ben ©rafen oon HDurtemberg unb ben 
£errn oon ©achfen „©limpf nach bem «Bericht $u $rag" 
Dat. 1462 3ngolftabt DTlittwoch ©t. ©laffentag. lL91r.ll 
p. 148. 

" 2. b. 91. on ben Keifer wegen be$ Sttarggrafen. 
Dat. 1462 in oelb bei 97?onbaim. Hflittwoch ©t. 9Jtat|)ia$* 
tag. II. 91r. 11 p. 206. 

2. b. 91. 2)ienflbvief für Dlilolau* ©leiflenthaler mit 
9 91ai(!gen unb 18 Trabanten. Dat. 1462 3ngcljtaM 
SWonbtag in ber ©ajhtacbt 11. 91r. 41 p. 249 b. 

2. b. 91. tbeilt bem ©ifchof ju Hlugdburg unb @i|tet, 
unb ber ©tabt Nürnberg ben Hlbfag*©rief be$ Konigd 
©eorg oon ©ohmen, de dato 1462 ©ubwei$ ^reibtag oor 
Invocavit (%), gegen ben SWargg. Hilbert unb bie 9Uicb** 
ftäbte mit * Dat. 1462 2anbdbut SWittwocp nach Invocavit 
II. 91 r. 11 p. 174. 

2. b. 91. erfucht feine ©unbeSgenoflen um £ülfe. 
Dat. 1462 2onb6but Sreibtag oor Reminiscere. 11. Dir. ii 
p. 175. 

2. b. 91. ©limpf unb ÜJlannung wieber ben DRargg. 
Hllbrecpt Dat. 1462 2anb$hut ©amflag Oor Reminiscere. 
II. 9?r. 11 p. 192. 


1462 

18. bi« 
19. üJtdrj. 


1462 

31. 3JMrj. 


2. b. 91. an bie ©tübte unb ©tünbe be$ 91e$e6 »e» 
gen feiner Sehbe mit bem DRargg. Hilbert. D*t, 1462 
3ngol(labt am tyftnjtag unb Sreibtag oorOculi. 0. 91r.li 
p. 197. 198. . 

2. b. 91. ©rief an alle ©tdnbe wegen feiner 3* runf 
gen mit bem DRargg. Hilbert o. ©ranbenburg. Dat. 1462 
3ngolflabt Dominica Oculi. 11. 91r. 11 p. 214. 


i 

l 


! 

i 

i 

i 

i 

i 

i 


i 


i 


i 


Digitized by Google 


1 


1462 

25. SMrj. 


1462 

*>. ©Mrj. 

1462 

20. a*mr. 


1462 

4. Qftaty. 

1462 

8. ©laty. 


1462 

9. SWaö. 

.1462 

25. ti* 
26. SWa^. 

1462 

25. fi Kai}. 


^erjog £utotf> Ir# KwljtiL. 688 

T " *’ 4 * ‘ , * ’ t 

/ 

2. b. 9t. 2)ienflbrief für Surian von ©utenftem 'bin 
jungem mit 229 $ferben, 278 Trabanten, 4 Sftcntmeifhrn. 
Dat. 1462 ©hont üft. 23erlünbigung$tag. 11. 9?r. 41^ p. 264 b. 

2. b. 9t. £>ienfibrtef für Sllbrecht 9tab unb ©onforten. 
Dat. 1462 3ngol(lflbt ©rtag nach Laetare. 11. 9tr. 41 
p. 264. 

2. b. 9t. ba in betn vergangenen Kriege, wegen 2^ei» 
lung ber Seute grojje 3«*ungen gewefett, fo fept er für 
ba$ fcfcon ©ewonnene unb noch ju ©ewinnenbe folgenbe 
Drbnung. ©r behält 64 allein bevor alleStöbte, @4lö6er, 
SBefeftigungen, 6* mögen erobert fevn ober 64 ergeben 
haben, ebenfo bie (Befangenen. 2)a6 Klauenvieh gehört 
jur ipdlfte fein, }ur £dlfte beffen, ber e* gewonnen ; von 
feiner £älfte will er feinen £auptleuten V a geben, jebo4 
barfHtiemanb jeinen 5Inth«l vor bem fcedJperjogS verfau* 
fen. ©r bchült 64 ba6 Kü4en6«if4 für feine KÜ4* ganj 
bevor. ffienn einige, mit feiner ©rlaubnif, auf Olben* 
treuer auöjiehen, fo foH ihnen bie $<Hfte ber Seute g u 
hören. 5Iöe «pferbe, |>au6blunber gehört bem ©ewinnen* 
ben, ben £auptleuten ba$ Seflhaupt. Son jeben ©efange* 
nen, wenn 6i f4Öpbar 6nb, will ber £erjog einen 5Da4* 
©ulben geben, bie dauern unb armen 2eute aber behült 
er 64 bevor. Sille ©efangenen foU man fog(ei4 anfagen 
unb ni4t ^«tmlid> fdja&en. 3)er ba6 Jpauptpanier führt, 
foH na4 ben £auptleuten baö Q3efth>nupt von bem Jjporn* 
Vieh t>aben, bei ©treiff, ber wel4*r ba$ Söhnblein h<*t. 
2)ie 3ieg«n füllen ben Knaben unb Otennern bleiben. Dat. 
1462 2auingen ©am6ag vor ipalratag. II. 9?r. 41 p. 290. 

2. b. 9t. „3n6rultion auf ben $£ag,ber auf ben ©onn* 
tag Jubilate &u Ulm gehalten worben i6." Dat. 1462 
9tain Sreibtag nach Kreuj*©r6nbung. 11. 9tr. 11 p. 233. 

2. b. 9t. iDienflbrief für etli4e £auptleute, 73 9tei» 
ter unb 428 Suflgünger, unb 4 SDdgen. Dat. 1462 
Otain ©am6ag vor Jubilate. 11. *Jtr. 41. p. 266. 

2. b. 9t. faget ben tyfaljgrafen ßubwig von Selben} 
ab. Dat. 1462 9tain Sonntag Jubilate. 11. 9?r. 11 p. 184. 

2. b. 9t. 2)ien6brief für $riebri4 $u4er unb tyeter 
9teunburger mit 73 Trabanten unb 2 ^ferblein. Dat. 1462 
9tain Sam6ag vor Cantate. ’27tittWo4 na4 Jucunditas. 
U. Otr. 41 p. 266 b. 267. 

2. b. 9t. ©i4erheitdbrief für bie beutf4*n Raufer 
©Hingen, Nürnberg, ©f6enba4 unb Sierfperg. Dat. 1462 
9tain am Urbanetag. II. 9tr. 41 p. 258. 


\ 


«84. 

ifitröjf jur Ccbf««jffrl)icljte 

^ * 

» 4462 

4. 3unt>. 

% 

2. b. 9t. 2)ienftbrief für ©cbweitbart Ueberdcfer mit 
20 geraiflgen tyferben. Dnt. 1462 9tain Sreibtag noch 
Rxaadi. 11. 9?r. 41 p. 268. 

1462 

7. Sunp. 

2. b, 9t. an feinen ©cbwager 28ilhclm, £erjog $u 
©ncbfett, wegen feiner Srrungen mit bem Ottargg. $llbred)t 

||i 

T % 

i o • Sranbenburg. Dat. 1462 Etfnin «Ptonbtag in ben 
tyffngftfeiertagen. 11. 9?r. 23 p. 288. 

+ 1462 

7. 3utt;. 

1462 

10. 3unt?. 

i * i « 

2. b. 9t. Glimpf an bie 7 Derter ber (5ibgenoffen. 
Dat. 1462 9lain Ütfonbtag nach ^Pftngflen. ll.Otr. 11p. 223. 

2. b. Dt. ©cbirinbrief für bad .ftlofler £eilöbron. 
Dat. 1462 9tain tyfinjtag in ben tyfingftfeiertagen. ll.9tr.41 
p. 236 b. 

1462 

13. 3unty. 

2. b. 9t. antwortet bcr ©tabt 5lug$burg auf ihren 
Qibfagbrief. Dat. 1462 Dtain ©onntag Trinitas. 11. 9tr.ll 
p. 152 b. 

1462 

14. 3i0it?- 

2. b. 9t. 2>ienftbrlef für £annö 9D?utini^a , Dtottmeis 
fter mit 70 Trabanten. Dat. 1462 9tain SWonbtag noch 
Trinitas. 11. 9tr. 41 p. 314. . * y. 

1462 

Ifi. 3unv. 

2. b, 9t. 2)ienftbrief für 9tubin ^tiebmann mit 14 ju 
$uj. Dat. 1462 9tain Mittwoch vor Srobnleicbnnm. 

1462 

24. 3unty. 

II. 9tr. 41 p. 318. 

2. b. 9t. ©cbirmbrief für bie @r<5ftn 2lgne$ von £eb 
fenftein/ SBittwe. Dat. 1462 Otain am ©ubcnttag. Jl.9tr.4i 
p. 237. 

1462 

25. 3unty 

»' • « I 

• 111*4 V 

2. b. 9t. ©cbulbbrief gegen ©eorg von Kammer, 
Pfleger ju 9t ei cfcerjfro fe tt , um 146 tyfb. unb 
125 fl. rhn. Dat. 1462 9tain §reibtag nach 3<>h* 93opt. 
11. 9t r. 24 p. 101. 

1462 

20. 3unl). 

2. b; 9t. weifet bie von2auingen an, ihre ©tabtfteuer 
an Eftubolf von Jpürnheim ju befahlen. Dat. 1462 Dtain 
©amftag nach 3<>b- 25apt. 11. 9tr. 24 p. 103. 

1462, 

1. 3uüj. 

% 

2. b. 9t. ©cbulbbrief geqeit Dtubolf von $ürnbeim 
um 1843 V# fl. rbn. Dat. 1462 9tain tyfinjtag nach 9>eter 
unb *paul. 11. 9tr. 24 p. 101b. 

1462 

2. 3uty. 

2. b. 9t. ©cbulbbrief gegen öurion von ©utenftein 
um 1000 fl. Dat. 1462 9tain Sreibtag Visitatio Mariae. 
11. 9tr. 24 p. 104. 7 / . 

1462 

1J. 3uli). 

^ * • 

2. b. 9t. ItSßt burch tyetcr tyorgler, Dtottmeijter , 100 
Trabanten, welche er bem Jperjog ©igmunb von Oeflers 
reich nach ©chwabett fchid'en will, anwerben. Dat. 1462 
2anb6hut (Jrtag EDtargaretha. 11. 9tr. 41 p. 333. 

• 

. 

✓ 


% 


Digitized by Google 


I 


1462 

14. 3ult. 


1462 

18. 3u!i. 


'1462 

I. 5lu§. 


j. 1462 

1. Äug. 


1462 

1. Äug. 


1463 

M. Äug. 


' 1462 

5. 2 uv). 


1462 

, 5. Äug. 


1462 

7. Äug. 


\ 1462 


Cutoig’a ftr# fUtHjrtt. 385 

i 

ß. b. 9t. l<Sfjt burch ©tejfan ©roß uhb ©abriel 
£arbocher 200 2tabanten werben. Dat. 1462 CanbÄfcut 
fttn ©onntag in vigilia Jacobi in ber Dtacht. II. D?r. 41 
p. 336. 

ß. b. 31. ©chirm unb ©icherbeit«brfef für bie ©träfe 
bon Slumberg (Slmberg, ®. Sürf^eim) unb bie ©üter 
i»ifcben bem 2e<* unb ber Söertach, unb bie 5)orfer 
©erftbofen unb Canfweib, bon ba über bie ©chmutter 
gegen $ifenprecbt«bofen , unb hinauf bi« an ben ©anb* 
berg, unb wa« jroifchen bem ©anbberg unb ber SBertach 
liegt, fammt bem 2)orfe ßechbaufen. Dat. 1462 in um 
ferem $eere bei Slugdburg Sflonbtag 3<rtob. 11. D?r. 
41 p. 241. 

£. b. 9t. ©chulbbrief gegen ©tepb<m Sürlbecf, ßanb* 
richtet ju ©rieibach , um 140 fl. Dat. 1462 in 93elb bet 
2>onauwcrth. ©onntag 93rncula tyetri. H. Dtr. 24. 
P. 113. 

£. b. 9t. berfchreibt bem ©imon lauerer, ©ürger 
ju 23il«bofen, um 300 fl. ba« Äajtenamt ju 93il«bofen, 
bon lommenben ßichtmeflen an. Dat. 1462 im 23elb bei 
2)onaun>6rtb. ©onntag ©incula $etri II. Dir. 24 p. 113b. 

ß. b. 91. berfchreibt bem Äonrab ©aier um 32 ff. 
bie ©ericht«fchreiberei ju @rie«bach. Dat. 1462 im 23elb 
bei Donauworth ©onntag 23incula $etri. II. Dir. 24' 
p. 114. . 

ß. b. 9t. berfchreibt ©eorg bem greifen, ©tabt' 
fcbreiber unb Umgelber $u Sßafferburg, gegen 100 fl. ba« 
Umgelb bafelbft. ? ri Dat. 1462 im' 23elb bei 2)onauw6rth 
©onntag ©incula tyetri; II. D?r. 24 p. 111b. ' 

ß. b. 9t. berfchreibt bem tyeter 9tegnolb um 200 fl. 
bie pflege 2Binjer Dat. 1462 tyftnjlag Oöwalbi im £ecr e 
bei 2Wore«heim. II. Dtr. 24 p. 118. 

ß. b. 9t. berfcfcreibt bem Heinrich SImbranger um 
100 fl. ben Soll $u 2raunjtein. Dat. 1462 im £eere bei 
59?ore«heim ^pf'njtag D«»albi. II. Dir. 24 p. 116b. 

2. b. 9t. ©chirmbrief für 2 ©etwaigen in bemßänb, 
beren eine ©abriel 9tibler bon Slug«burg geboxt. Dat. 
1462 im $eere bei $ünffletteit ©amjtag nach 0«wa(b. 
II. 9?r. 41 p. 238. • ' 

ß. b. 9t. ©chirmbrief für bie ©eftyungen te« SBolf» 
gang SJIarfchaB, jwifchen bem ßech unb her 2)onau. Dat. 
1462 in unferm $eere bei 2Beilh«im auf ' bem 3ä!?en 
Montag bor ßorenj II. 9Rt 41 p. 239, 


Digitized by Google 


886 


' Beiträge jur f cbfiujdcijicljtc 


1462 

11. Rüg. 


1462 
17. Rüg. 


1462 

29. Rug. 


1462 

29. Rüg. 


1462 

l. Stpt. 


1462 

2. ©f*t. 


1462 

7. Gept 


' 1462 

24. ©c^t. 


1462 

25. Gert. 


1462 

30. Gcpt. 


1462 

2. Oft. 


1462 

6. Dft. 


2. b. 0?. ©#irmbrief für 2 £ofe ju ©ailenba# 
unb bic üflüble bortfelbff, ' n>el#e bem $©n 9Irgon gebö* 
reit. Dat. 1462 in unferm £eere bei ©#»einenfpeuut 
SMttoo# nach 2oren$. II. 9tr. 41 p. 239b. 

2. b. 91. üermabrt ft# bei ben 9tei#6ffäbten gegen 
ben Äaifer. Dat. 1462 Sngolflcibt ©rtag noch SWaria 
Himmelfahrt. II. 9?r. 12 p. 88. 

2. b. 9t. ©#ulbbrief gegen Slbomab ben $ir#inger 
um 90 ff. Dat. 1462 3ngplffabt ©onntag na# Sluguffin. 
II. 9tr 24 p. 149. 

9>eter, Äarbinal unb 93if#of ju 2lug$burg, $ieronp# 
mu6, ©r$b. ju Äreta, be6 tyapffe* ©enbboten, Solenn, 
©igmunb u. Ducea Bavariae, f#reiben jt»if#en bem Äaifer 
unb bem £er$og 2ub»ig bon Q3apern, bon $reibtag na# 
93ar#olomä bi$ ju ©t. 2Ri#ael$ einen ffiafferffiflftanb 
aub. Dat. 1462 Nürnberg ©onntag na# 93artbolomü. 
II. 9?r. 11 p. 266. 

2. b. 9t. ©#ulbbrief gegen UIri# Srunbfperger um 
590 ff. Dat. 1462 3ngolffabt tyffnjtag na# ©gib. 11. 9?r. 

24 p. 158. 

2. b. 9t. ©#ulbbrief gegen £an6 2apminger, *Pfle* 
ger ju 2Bafferburg , um 600 ff. Dat. 1462 3ngoIffabi 
©onntag na# SJuguffin. II. 9tr. 24 p. 117b. 

2. b. 9t. ©#ulbbrief gegen bie ©tabt 9tain um 
500 ff. Dat. 1462 2anböbut ©rtag U. 2. §r. ©eburtb* 
abenb, II. 9?r. 24 b. 118b. 

2. b. 9t. ©#utbbrief gegen bie ©tabt 2Bafferburg 
um 600 fl. Dat. 1462 23afferburg am ©t. 9tupre#tbtag. 
II. 9?r. 24 p. 135. * 

2. b. 9t. berlnuft bem 2)omfapitel ju 9tegenbburg 

25 $f. bl. @&lt aub bem Waffen ju &eifpa#. Dat, 1462 
2anb$but ©amffag na# ©mrneran. 11. 9tr. 24 p. 217. 

2* b. 9t. an feinen Srentmeiffer ju 923afferburg, £ann6 
©ttlinger, bafl berfelbe feinem 23ruber 5Jnbrä ©ttlinger, 
Bürger ju 2anböbut, 400 ff. aubbejable. Dat. 1462 
ßanbebut Srfiötag na# 90ti#ael. 11. 9tr. 25 p. 129. 

2. b. 9t. ©#ulbbrief gegen ©eorg ben ©riflnger, 
9ti#ter unb jtaffner ju 9teifpa#, um 100 ff. Dat. 1462. 
2anb6but ©onntag na# ü/ti#ael. II. 9?r. 24 p. 130. 

2. b. 9t. u. 53urgbarb6, ©r$bif#ofb ju ©aljburg, 
Q3rief um bab 23ünbnijl, fo ffe gegen! eilig abgef#(offen / 
de dato 1462 ©aljburg 2)tittwo# na# granjibfub. Dat. 
1462 (sine loco) §reibtag na# granjibfub £H0 1. Orig. 


887 


1462 

9. Oft. 


1462 
26. Oft. 


1462 

36. Oft. 


1462 
21. Oft 


1462 
29. Oft. 


. 1462 

29. Oft. 


1462 

f. Utoe. 


1462 
15. Zlov. 


1462 

7. Ro». 


1462 

6. ©ej. 

1462 

9. ©ej. 


Ijfrjog futotg’* In Rftfljett* 

ß. b. 9t. nimmt ben «Weiftet J5>einri<p etaffelfteiner, 
2)r. ber Slrjnei, «16 feinen Slrjt auf. Dat. 1462 ©aUburg 
©t. 2>ionp$tag. 11. Kr. 81 p. 72b. 

ß. b. 9t. verfcpreibt ©abriel bem ©riefenauer um 
600 fl. bie «Pflege unb ba6 Raftenamt SWarguartftein. 
Dat. 1462 (sine loco) «m ©aflentag. II. Kr. 24 p. 137. 

ß. b. 9t. ecpulbbrief gegen ©igmunb ©ibmann, 
©örger ju 9tegen6burg, um 1500 ft. Dat. 1462 9tegen6burg 
£rtag vor eimon unb 3uba6. 11. 9?r. 24 p. 225. 

ß. b. 9t. erlaubt $an6 bem ßeb6fircper, Bürger ju 
9tegen$burg, von bem 93erg»erfe ju 9tattenberg ©über 
einjufaufen. Dat. 1462, 9tegen6burg $ftn$tag eimon unb 
3uba6 1J. Kr. 24 p. 227 b. 

ß. b. 9t. 2)tenftbrief für eepfrieb £eß. Dat. 1462. 
9tegen6burg, Sreibtag nacp eimon unb 3uba6.i 1. Kr. 81 
p. 73. 

ß. b. 9t. ecbulbbrief gegen ©eorg Älofner, «Pfleger 
ju ßanbau, um 200 «Wart ©über. Dat. 1462 9tegen*< 
bürg Sreibtag nacp ©imon unb 3uba6. II. Kr. 24 
p. 227. 

ß. b. 9t. betennt, baß er $ann6 Sogeltveiber für 
20 §uber 2 firner Oftertvein 770 fl. fcpulbig fep. Dat. 
1462 9tegen6burg Sreibtag Vor ßeonparb II. Kr. 54 
p. 24a 

ß. b. 9t. belennt, baß bie etabt fflafferburg für ipn 
gegen etlicpe Söürger ju 9tegen$burg um 2000 fl. fiep ver* 
bürgt habt. * Dat. 1462 9tegen6burg Ktonbtag nacp «War* 
tin. 11. Kr. 20 p. 239. ‘ * 

2. b. 9t. ecbulbbrief gegen ©eorg von ©umppenberg 
ben ültern um 2000 fl. Dat. 1462 9tegen6burg ©onntag 
vor Martin. II. Kr. 24 p. 229b. 

ß. b. 9t. 2)ienftbrief für Kitolau6 von ÄinbÄptrg. 
Dat. 1462 9tegen6burg am Kifolauätag. II. Kr. 81 p. 75. 

2. b. 9t. vertrügt aI6 ©cpiebVricpter jtvifepen bem 
93ifcpof 9tuprecpt von 9legen*bufg unb $ann6 bem 
Svauenberger «Waffenpaufen unb £ag alfo: 

a) ber ©ifcpof fofl bem SrauenPerger bie «Pflege Jpopen* 
bürg am 3nn lafien; 

b) bie armen ßeute in beiberfeitigen $ertfcp. £openburg 
unb £aag foßen fiep in ©üte vertragen. 

Dat. 1462 9tegen6burg tyflnjtag naep Kitolaul. Sigillnm 
faesum. 1. Orig. 

ß. b. 9t. ©cpulbbrief gegen Sriebricp «Parfperger, 

25* 

' . N ' 


1462 
9 . Di). 


388 

■» 

■. ‘ »■ 


, > 


h 


1*62 

41. 2>q. 


« » I • - 


1*62 

15. S>tc. 


. TV ... 

1*62 

19. 35q. 

, 1*61 

1. 3 in. 


1*63 

3. Sin. 

.. 

1*63 

5 . Sin. 

«♦ ■ 


1*63 

I. 3in. 


1*63 

lt. Sin. 


1*63 

17. Sin. 


. 1*63 
II. Sin. 


1463 

19. Sin. 


1463 

19. Sin. 


1*63 

20 . Sin . 

i 

V 


iciträff }ur Cdcn«§cfd)idpe 

‘ . - jT -i‘v 

Pfleger ju £>er$brucf, um 300 ff. Dat, 1462 96egen6burg 

«Pffnjtag nad) ßonccptio «Utariä. 11. 36r. 24 p. 121. 

.... Äarbinal unb Sifcpof ju Slugöburg, 3©&ann 

u. ©igmunb, Duces Bavariae, »erlegen bie 23erbanblungen 
jwifcfcen bem £er$og £ub»tg unb bem tfaifer auf lünfti# 
gen ©eorgentag na# Nürnberg. Dat. 1462 96egen6burg 
©amffag n a# fconceptio üttariä. 11. Dir. 11 p. 329. 
y. &. b. 96. gebietet @ern>ig bem @üf $u «Prenp, baf 
er bie neue Srücfe über bie $ren$ abffefle. Dat. 1462 
£anb6^ut 2Jtitt»o# na# £u$i a. U. 9tr. 31 p f 170. 

£. b. 96. ©#ulbbrief gegen ©tepban ©#ürbitiger um 
1000 ff. Dat. 1462£anb6but$boma6tag. 11. 9?r.24 p.244b. 

£. b. 96. ©#ulbbrief gegen SBern non 96e#berg, 9>ffe* 
ger ju £eibenbeim, um 400 ff. Dat. 1463 £anb6but am 
neuen Sabrettag. U* 9?r« 24 p. 249b. 

£. b. 96. ©#ulbbrief gegen etliche IBbbmen, um 
277 ff. Dat. 2anb*but üflonbtag nach Sircurariffo. 11. Wr. 
24 p. 250b. 

£. b. 96. will bin neuen ©übneoerfu# ju Nürnberg 
bef#icfen. Dat. 1463 £anb*but SWittwe# vor Spipbanie. 
II. 96r. 11 p. 336. 

£. b. 96. »erf#veibt £ann$ unb 3Bolf ben £a$lan* 
gern ©ebrübern ba$ @cD(off ffarlffein bei 96ei#enbaQ. 
Dat. 1463 (sine loco) am Gfrbarb6tag. H. 24 p. 251. 

£. b. 36. @#ulbbrief ^onrab tyoBinger «« 

1000 ff. Dat. 1463 ßanbbb«* ©amffag »er Slnton. 11. 
9?r. 24 p. 25t. 

£. b. 96. @#ulbbrief gegen £an* f>ager um 129 ff. 
unb £ainj £egel um 68 ff. Dat. 1463 £anb*but SWentag 
Qlnton. 11. 9?r. 24 p. 252. 

2. b. 96. ©#ulbbrief gegen SBilbelm ©epflinger um 
50 «Pf. bl. Dat. 1463 2anb$but $rtag nach Slnton. II 
96r. 24 p. 272b. 

£. b. 96. 2)ienffbrief für ÜHeiffer $an* »on Ulm, ge* 
nannt ©palt. Dat. 1463 £anb$t)Ut «TOI» c# »or ©e* 
baffian. 11. 9tr. 81 p. 28. 

£. b. 96. »erfcbreibt bem $Zlbre#t Wotbbaf* b n 
gelburg um 1200 ff. ba$ ©#lcf unb bie $>errf#aft $il* 
feräperg. Dat. 1463 tanbtbut 2Hitt»c# na$ «ntort. 
11. 3?r. 24 p. 281. 

2. b. 96. ©tbulbbrief gegen £a«6 ?Ptfffmger $um 
©teg um 100 «Pf. bl. Dat. 1463 Sanbtbut 9>ffn*tag na# 
$lnton II. 9lr. 24 p. 273 b. 


4 


,* 


Digilized by Google 


4463 

SO. 3<J*. 


4463 

31. 3dn. 


1463 

33. 3 an. 


1463 

25. 3dn. 


1463 

35. 3än. 


1463 

37. 34n. 


1463 

37. 3dn. 


1463 

39. 3dn. 


1463 

3.$orn. 


1463 

3. $oni. 


1463 

3.. $ora. 


1463 

4 . $orrt. 


1463 


jet } p$ Cufcvtj’a bt$ lUirlj*«. 389 

. ' . ■ * W 

* 

2. b. 31. ©cbulbbrief gegen (5ra6m. ^fronborfer um 
20 fl. Dat. 4483 2anb$but tyffnjtag 61. ©ebaflianötag. 
II. ftr. 24 p. 273. 

2. b. 3t perfcfcreibt bem 2ula$ SEuemaier, SDiemujt, 
beflen £au*frau , um 200 fl. ba6 ©cplofl unb bie £ern 
fcbaft £cf. Dat. 1463 2anb$but greibtag nach ©ebaflian. 
II. ftr. 24 p. 262. 

2. b. Ot oerfcpreibt bem SWarquart £injenbaufer um 
800 ff. bie $errfcboft ffofcping. Dat. 1463 2anb$but' 
©arnflag ©incenti. II. 9tr. 24 p. 283. 

2. b. 3t. ©cbulbbrtef gegen 2lppel ben 6cbenl um 
100 fl. Dat. 1463 2anb*but Sonoerflo «pauli. il. 9tr. 24 
p. 274c. 

2. b. 3t. perfcbreibt (5ngelbart bem 9totbbaft um 
660 fl. unb 150 $fb. bl. 2anb*but, bo6 ©cplo# unb bie 
^Pflege Stottenburg. Dat. 1463 2anb6but in Conversione 
Pauli. 11. 9tr. 24 p. 139. 

2. b. 3t. an fielet ben 2eibeIflorfer , 2anbricbter ju 
(£ggenfelben, ober Slnton Dttenberger, fünftigen 2anbri$t 
ler ju (Sggenfelben, ein @ut ju «Pettfletten betreffend 
Dat. 1463 2anb$but SPftnjtag nach tyauli ©elebrung. 

I. (Sopia. 

2. b. 3t. ©cbulbbrief gegen Oöwalb Oetltinger um 
70 fl. Dat. 1463 2anb6|)Ut tyftnjtag nacp Conrersio Pauli* 
il. 9?r. 24 p. 276. 

2. b. ft. ©cbulbbrief gegen 2>iepolb ben Oteigfer um 
200 fl. Dat. 1463 2anb6but ©amflog öor 2icbtraeflen. 

II. 9tr. 24 p. 284. 

2. b. 3t. ©cbulbbrief gegen Ulrich ben Bftarfcball ju 
©tumpfPberg, Pfleger ju Slicbacb, um 2000 fl. Dat. 1463 
2anb*but 2icptmefjtag. 11. 9tr. 24 p. 286b. 

2. b. 3t. »erlauft Grra$m, öbriflopb unb ©eorg ben 
$btrfpecfben ©ebrübern ba$ ©cplsf unb bie ©efle fteufnrn 
im ©ericbte ßircpberg. Dat. 1463 2anb#hut ^flnjtag 
6t. ©laflentag. 11. 9?r. 19 p. 84. 

2. b. 3t. ©cbulbbrief gegen ©talfgattg SDalbegler um 
200 fl. Dat. 1463 2anb*!>ut Sreibtag nach ©laff. II. 9tr. 
24 p. 278. 

2. b. ft. ©cbulbbrtef gegen $an6 Üteitbaufer um 
26 fl. Dat. 1463 2anb*but spffajtag na(b Purificatio 
Mariae. 11. 9?r. 24 p. 278. * 

2. b. 3t. perfcpreibt 5ftar bem Sluemaier, ©arbara, 
beflen $au*frau, um 200 fl. bie pflege Cetting (bei 


890 


1463 

S» £cnt. 


1463 

11. $orn. 


1463 

16 . $ortt. 


1463 

16. Oorn. 


1463 

II. $ont. 


1463 

B. Qora. 


1463 

ti. Qcrn. 


1463 

t. situ. 


1463 

V. fftdrj. 


1463 

10. ffMrj. 


1463 

11. BJldtj. 


1463 

tt. SBfrj. 


;/ 


ititr&ft jbt Ccbm#§t(cljiri)tf 

« • * 
i 

3ngoIflabt). Dat. 1463 £anb*but Gamftag tfgatyft 23ir* 
gini!. 11. 9?r. 24 p. 287b. 

2. b. 91. ©tfculbbrief gegen £eonbarb BeQer um 
20 $f. bl. Dat. 1463 £anb!but Grtag nach Dorothea. II. 

9?r. 26 p. 277b. 

£. b. 91. ifl Jpann! bem £ejj!ircper, Bürger ju 91e* 
genlburg, 600 üflarf ©Über! fcpulbig. Dat. 1463 SBaffer* 
bürg Sonntag vor Valentin. II. 9?r. 24 p. 141. 

2. b. 91. ©cbulbbrief gegen £an! Kucbmeier um 
40 $f. bl. Dat. 1463 £anb!but Sflitttvocp nach Valentin. 

11. 9?r. 24 p. 278. 

£. b. 91. ©cbulbbrief gegen CSbriflopb SBölten&ofer 
um 50 tyfb. bl. Dat. 1463 £anb6but Sreibtag nach io* 
vocavit. 11. 91r. 24 p. 278b. 

£. b. 91. Scfculbbrief gegen £an! 2Beic&enperger um 
10 $fb. bl. Dat. 1463 fianblfcut Samflag Vor Remi- 
niscere. 11. 9?r. 24 p. 279. 

2. b. 91. Scfculbbrief gegen <5berbarb von 2icptenftein 
um 1500 fl* Dat. 1463 2anb!fmt ÜTlitttvocfc vor 97la* 
i&ia! II. 9?r. 24 p. 279b. 

2. b. 91. 2)ienftbrief für üJleifter ®eter Süc&fenmeifler 
ju £er!brucf. Dat. 1463 2anb6&ut Freitag vor Invocavit. 

11. 9?r. 81 p. 19. 

2. b. 91. Scfculbbrief gegen bie ©tobt 2Woo6burg 
um 200 6- Dat. 1463 2anbl&ut 2Hittwocb nach lnvocavit. 

!l. 9ir. 24 p. 278 b. 

2. b. 91. Scpulbbrief gegen £einri(& 9?otbboft iu 
2Bernberg ben dltern, öijtbum ju Straubing, um 200 ff. 

Dat. 1463 2anb0but SDlonbtag noch Reminiscere. 11. 9?r. 

24 p. 279b. 

£ubtvig, £er$og in 9?ieberbapern, an ©rjbiftbof 93urg. 
(>orb von Salzburg, ba§ er $ur Beilegung ber flrittigen 
$untte feinen Pfleger von Rraiburg auf ben $ag nach 
Ottmaning abfenben »erbe. Dat. 1463 2anb!fcut $ftnj* 
tag naep Reminiscere. Sigillom impressum. 1. Orig. 

2. b. 91. 2BiHbrief eine! Raufe! von 3000 fl. bem 
©otte*bau6 ^pren^^aufen gegeben. Dat. 1463 2anb!but 
SftitttVOCp vor Laetare. V. 

2. b. 91. Scbulbbrief gegen SEBilbelm 2euprecfctinger 
um 65 fl. Dat. 1463 2nnb!but Sßittfoocp naep Laetare. 11. 

Ttr. 24. p. 280b. 


\ 


Digitized by Google 


148« 

U »Arj. 


1463 

14. »Arj. 


1463 

SO. »Ar|. 


1463 

SO. »Ara- 


1463 

19. Sprit. 


1463 

19. 24>rif. 


1463 

Sl. Sprit. 


1463 

33. Sprit. 

1463 

IT. Sprit. 


146$ 

18. »ai. 


1463 

*1. »ai. 


1463 

1. 3uni. 


1463 

4. 3uni. 


1463 

8. 3uni. 


^erjog futorj» br« fUtrljnt. 391 

£. b. 91. ©chulbbrlef gegen ©rjotb *Pelhaimer um 
100 fl. Dat. ßanb*hut, • 9>fln$tag por 3ubiea. Jl. 9tr. 
34 p. 281. 

ß. b. 31. ©chulbbrief gegen Sfrnolb ©anbiSjetler um 
160 $Pf. bl. Dat. 1463 ßanbäbut fpfln^tag por üJlarid 
23erfünbigung. II. 9?r. 24. p. 281. 

ß* b. 91. befcbttjert fleh gegen ben 83ifchof pon ©iflet, 
bflj berfelbe etliche feiner Änechte, bie auf feinem QGBilb* 
bann gejagt , gefangen. Dat. 1463 3ngolflabt Mittwoch 
nach 3ubica. 11. 9?r. 20 p. 219. 

ß. b. 91. ©chulbbrief gegen ©ambrecbt Gronauer 
um 559 tyf. 5 0. bl. Dat. 1463 ßanbäbut ÜJtitttPOch nach 
üttaria 23erfünbigung. II. 91r. 24 p. 270b. 

2. b. 91. ©chulbbrief gegen dafpar ben 91otbbaft* 
Dat. 1463 ßanböhut (5rtag nach üuaftmobo. 11. 9?r. 24 
p. 140b. 

ß. b. 91. ©chulbbrief gegen ®eoifg ©epboltflorfer um 
56 fpf. bl. Dat. 1483 ßauböhut @rtag nach &uaflmobo 11. 
9?r. 24 p. 282 b. 

ß. b. 91. ©chulbbrief gegen ütfartin ßlugheimer um 
100 >Vf. bl. Dat. ßanbdfcut *Pfln$tag por ©eorg. 11. 9?r.24 
p. 290. 

ß. b. 91. SDienflbrief für *>an$ 9lei<benberger. Dat.’ 
1463 (Jrbing in vigilia Georgii II. 9?r. 81 p. 21. 

ß. b. 91. ©chulbbrief gegen Jpann* ©chmalholj ju 
ßanböberg um 23 9>f. bl. Dat. 1463 ßanböbut Mittwoch 
nach ©eorg. 11. 9?r. 24 p. 289. 

ß. b. 91. ©chulbbrief gegen ©igmunb pon Sreiberg, 
Pfleger ju 91a$enbofen, um 70 *Pf. bl. Dat. 1463 ßanb$# 
hut/ Mittwoch Por Auffahrt. 11. 9?r. 24. p. 282. 

ß. b. 9t. ©chulbbrief gegen 93ern&arb tylanl um 
80 fl. Dat. 1463 ßanb$hut ©amflag Por £xaubi. 11. 9?r. 
24 p. 291 b. 

ß. b. 91. ©chulbbrief gegen SInbrü tyagfenborfer um , 
60 $f. bl. Dat. 1463 ßanb$hut tyflnjtag Por (5ra6mub. 

11. 9?r. 24 p. 292. 

ß. b. 91. ©chulbbrief gegen üttartin ©attelboger ju 
ßichtenegg um 75 tyf. bl. Dat. 1463 ßanb*bu* ©amflag 
Por SrinitaO. 11. 91r. 24. p. 292. 

ß. b. 91* ©chulbbrief gegen Ulrich Teufel $u Eichel 
um 56 fl. Dat. 1463 ßanbbfcut Mittwoch Por GorpuöGbrifti. 

11. 9tr. 24 p. 292b. 


1 

\ 


* 


1 


\ 


Digitized by Google 


392 


tcüttyt }«sr lebfiwfcfcljtctjt* 


1463 

ll.Sunp. 

1463 

14« 3uny, 

..Hi. 

1463 

lB.Suap. 


1463 

20. 3unij. 

•,«r : I 

1463 

21. 3unip. 


1463 

17. Sunp. 

' : • 

1463 

30. 3un$. 

• 1463 

30. 3uni(>. 


1463 

8. 3ulp. 

1463 

8. 3ulo. 


1463 
16. 3ulo. 

1463 

18.3ulo. 


1463 

1. äug. 


1463 

5. Kug. 

1463 

7. äug» 


i 2. b* 9t. $ienftbrief ffir2eonparb 23ogelwaiber. Dat, 
1463 2anb*put ©amftag noch 23itu6. II. 9tr. 81 p. 326. 

2. b. 9t. ©cpulbbrief gegen £aug pon ^arfperg ju 
Uttenbcrf um 2000 ft.. Dat. 1463 2unb6but (Jrtag por 
©t. S3eit. II. 9?r. 24 p. 293. 

2. b. 9t. Pergleicpt ©ilpelm ben 23ogt mit $rip ben 
©rafenegfer. Dat. 1463 2anb6put ©amftag por @t. Seit. 
II. 9?r. 23 p. 319. 

2. b. 9t. $ienftbrief für £ann$ $rei§, Pfleger ju 
^allein. Dat. 1463 2anb$put 2Ronbtag nach S3itu$. 11. 
9?r. 82 p. 93 b. 

2. b. 9t. ©cpulbbrief gegen bie Suben ju 9tegen6* 
bürg um 600 ft. Dat. 2anb$put @rtag nach ©t. 23eit. 11. 
9tr. 24 p. 297 b. 

2. b. 9t. ©cpulbbrief gegen San £olupp ju flJtattig* 
tofen, Pfleger ju Sribburg (im Snnpiertel) um 300 ft. 
Dat. 1463 2anb£put ÜJtonbtag Por Ulricp. 11. 9?r.24 p.296b. 

2. b. 9t. ©cpulbbrief gegen £ann6 Pon 23urgau um 
161 ft. Dat. 1463 Sauingen 2)onnerftag nach $eter unb 
tyaul. II. 9tr. 24 p. 289 b. 

2. b. 9t. ©cpulbbrief gegen Ulrich 3<>flrter, 95urger $u 
ßauingen, um 60 ft. Dat. 1463 2auingen 2)onncrflag nach 
Sßeter unb *paul. II. 9tr. 24 p. 298. 

2. b. 9t. 2Bappenbrief für £ann6 Slufcpf, ©ergricp* 
ter $u Otattenberg. Dat. 1463 2anb6put greibtag ©t. jti* 
lianetag. 11. *J?r. 34 p. 497 b. 

2. b. 9t. antwortet bem 2Baltper pon £6nig*ecf auf 
beffen 93efcpulbigungen- Dat. 1463 2anbbput greibtag ©t. 
Äilianetag. 11. 9?r. 27 p. 247. 

2. b. 9t. ©cpulbbrief gegen Ulrich SJppfperger um 
55 $f. bl. Dat. 1463 2anb4put ©amftag nach SDtarga* 
reta. II. 9tr. 24 p. 298 b. 

2. b. 9t. ©cpulbbrief gegen S3ernparb 23altenfteiner 
um 84 fl. Dat. 1463 2anb*put SWonbtag nach Sllexi. 11. 
9tr. 24 p. 298b. , 

2. b. 9t. ©cpulbbrief gegen £an* QBirtp Pon 9tain 
um 30 $fb. bl. Dat. 1463 2anb6put ÜTtonbtag Vincula 
Petri. 11. 9?r. 24 p. 299. 

2. b. 9t. ©cpulbbrief gegen SBolfgang ©albegter um 
100 ft. Dat. 1463 2anb$put greibtag nacp Vincula Petri. 
II. 9tr. 24 p. 299. 

2. b. 9t. perfcpreibt £ann* bem 2pjjfircpner, Öurger 
ju 9tegen6burg, um 1000 fl. ba6 S3ergwerf ju Otattenberg. 


t 


\ 


Digitized by Google 


1463 

20. Slug. 

1463 

21. Äug. 

1463 

22. Bug. 

1463 

39. Xug. 

1463 

9. <Stpt. 

1463 

9. ®ept. 

1463 

9. Gtpt. 


1463 

9. ©cpt. 


1463 

II. @rpt. 

1463 

28, ©»pt. 


1463 

29 . e«pi. 


1463 

9. Oft. 


1463 

19. Oft 

1463 

18. Oft. 


4 tt) 9 f CulNtg’* 9f0 Reifljtn. $93 

Dat. 1463. SBaflferburg ©ontag Vor Laurenti, 11. 9lr. 34 
p. 267 b. 

2. b. 9t. bereinigt ben $fal$grafen Otto von Samern mit 
^brion v. ©utenffein. Dat. 1463 ©rbing ©rtag narb 
93artbolomä. H. 9tr. 9 p. 69. 

2. b. 9t. ©cbulbbrief gegen etlicbe©rbinger um 69$fb.bl. 

Dat. 1463 ©rbing ©onntag vor 5luguffin. 11. 9?r. 24 p. 807. 

2. b. 9t. ©cbulbbrief gegen £ann6 geicbtner. Dat. 

1463 ©rbing SWonbtag vor ©artbolomä. 11. 9fr. 24 p. 307 b. 

2. b. 9t. verpönt bem Sllbrecbt 9totbbaft/ tyffeger ju 
£ilterfperg, enbalb ber 2>onau ju jagen. Dat. 1463 <5t* 
bing ©rtag nach Sluguffin. 11. 9fr. 81 p. 35. 

2. b. 9t. 3)ienffbrief für tyeter ©d>wann. , Dat. 1463 
©rbing ©onntag nacb ©gib. 11. 9fr. 81 p. 36. 

2. b. 9t. 2>ienffbrief für Äonrab ^racher von 2Dan* 
gen, unb Jponng Gelbling von 3ur<b. Dat. 1463 2)ingol# 
ftng Sreibtag nacb SWaria ©eburt. II. 9fr. 81 p. 36 b. 

2. b. 9t. ertldri (leb bereit, ben Kaifer griebricb mit 
bem £er$og ©igmunb von Oefterreicb augjufobnen. Dat. 

1463 2>ingolffng greibtag nacb SWariö ©eburt .11. 9?r. 11 
p. 379 b. 

2. b. 9t. ©cbulbbrief gegen £anng 9tuelanb,um 200 ff. 

Dat. 1463 2)ingolftng Freitag nacb SWaria ©eburt. 11. 

9fr. 24 p. 300 b. 

2. b. 9t. ©cbulbbrief gegen ©eorg Älofner, Pfleger 
ju 2anbau, um 500 ft. Dat. 1463 2)ingolffng ©onntag 
nacb SWaria ©eburt. II. 9?r. 24 p. 307. 

2. b. 9t. 2>ienftbrief für SBilbelm ©cbenl von ©epern. , 
Dat. 1463 3ngolffabt9)iittWO(b nacb Matthaei Evangelistae. 

II. 9?r. 81 p. 35 b. 

2. b. 9t. berichtet bem tyanfraff ©lanfbenffeiner , ba$ 
berfelbe in bem grieben, welchen ber Derjog mit bem Äat* 
fer $u $rag gemacht, eingefcbloflen fep. Dat. 1463 EBepf* 
fenburg am SRUbaelttag. 11. 9fr. 11 p. 383. 

2. b. 9t. ©cbulbbrief gegen $aulu$ 3«ng*r um 200 6. 

Dat. 1463 3ngolftabt ©onntag ©t. 2>ionpg. 11. 9tr. 24 
p. 308. 

2. b. 9t. ©cbulbbrief gegen ©eorg ©aretg um 300 ff. 

Dat, 1463 Sngolffabt $ffn$tag Colomani 11. 9fr. 24 p. 309. * 

2. b. 9t. verleibt bem$abemarvon2aber, ^ombeebant 
ju ©aljburg, bag ©cblof unb ben Warft 2aber, auf befi 
fen 2ebengbauer. Dat. 1463 Sngolffabt am ©onntag ©t. 
©aHentag. II 9?r. 48 p. 285. 



Digitized by Google 


894 


4483 

18. Oft. 

4463 

M. Oft. 

' 4 
* 

r l\ f . 

V' ' 

4463 

IT. Oft. 

4463 

12. 9to«. 

* i 

1463 

22. 9*0t>. 


1463 

28. 9lot>. 

1463 

8. 2>cj. 

1463 

B. $ej. 


4463 

II. 2)(j. 


1463 

11. 5 )tj. 

1463 

81. S>ej. 

..•«SWf.- 

1464 

4. 3i*. 


1464 

4. 3an. 


1464 

T, Sin. 


iritrSgc jtt» ftbtn«gefcl)icl)tt 

* 

8. b. 9t. befennt , bafl ibm Shomab üßalbner, öti<&» 
ter ju grauen* ßbierafee, 300 ff. befahlt (mbe. Dat. 1463 
Sngolflabt Sonntag nach 11,000 ÜJfaibentag.. V. 

2. b. 9t. an 28altber Pon Konigbecf, er fep bereit, 
mit ihm, por bem Keinen ??atbe ju Ulm, 9techt &u nehmen. 
Dat. 1463 Sngolflabt Sonntag nach Urfula. II. 9tr. 27 
p. 253. 

2. b. 9t. Schulbbrief gegen Steffan Slamberger, ÜJtaut* 
ner ju Schärbing, um 600 fl. Dat. 1463 3ngolft*bt tyfinj» 
tag por Simon unb 3uba6. 11. 9fr. 24 p. 309 b. 

2. b. 9t. Schulbbrief gegen Xpeinrich £amperger, 3°B' 
ner $u Sngolflabt, um 300 fl. Dat. 1463 Sngolflabt 
Samflag nach SJtartini II. 9fr. 24 p. 310 b. 

2. b. 9t. Schulbbrief gegen «Paul £amperger, Pfleger 
ju Kratburg, t um 300 fl. Dat. 1463 3«golflabt 2Jtitt» 
mocb Por .Katharina. II. 9?r. 24 p. 311. 

2. b. 9t. 2)ienflbrief für Jperrn Kuppel Pon Stein. 
Dat. 1463 £ochflett 9Jtonbtag por Slnbreab. Ii.9ir.81 p.44. 

2. b. 9t. pcrgleicht bie Stabt $infelfpüb«l mit 2orenj 
Knauer. Dat. 1463 Jpochflet ‘pflnjtag nach 2lnbreab. II. 
9fr. 9 p. 72. 

2. b. 9t. ertbeilt bem SCBaltber Pon Konigbecf, auf 
St. S'bomabtag, freies Seleit nach Ulm. Dat, 1463 9tain 
<£rtag St. 9?itolauStäg. II. 9fr. 27 p. 256. 

2. b. 9t. Schulbbrief gegen 95altbafat Spielberger um 
1200 fl. Dat. 1463 Sngolflabt (2rrtag 2ucia. II. 9?r. 24 
p. 312. 

2. b. 9t. perlauft £annS bemtyüchfenmeifler unb21nbrü 
b. Unterfleiner 2 £>5ufer $u 2anb6but im 2ocb unter bem 
$erg. Dat. 1463 Sngolflabt am 2boma6tag. II. 9fr. p. 79. 

2. b. 9t. perlauft ber Kirche U. 2. §r. ju (£cf, SerichtS 
KranbSberg, 31 $f&* bl. unb 13% fl. jährlicher ©ült, 
au6 bem ju 2anb$but. Dat. 1463 Sngolflabt tyflnj* 
tag nach $homa$. 11. 9fr. 24 p. 312 b. 

2. b. 9t. Perleiht Seorg bem Seberlein, 99urger ju. 
St. Ceonharb, ben 3_<hent am SWopenhofer 93erg. Dat. 
1464 Sngolflabt üJUttwoch nach bem neuen 3ahr* «• 
sigillo I. ' . ' ► 

2. b. 9t. Schulbbrief gegen Steffan 2amberger um 
268 $Pfb. bl. Dat. 1464 3ngolflabt ÜJtiUtvoch Por Epi- 
pbania. 11. 9fr. 24 p. 314. • ♦ 1 ‘ 

2. b. 9t Schulbbrief gegen Konrab Jperrn ju £aibecf, 
SibpUa btffen$au$frau a) um 1000 fl., bie er ihm felb* 


1464 

7. 34m 


1464 

7. 3äo. 


1463 

11. 3äm 

1464 

iS. 34m 


1464 
11. 3&n. 

1464 

13. 34n. 

1464 

14. San. 


1464 

15 bi« 18. 
34*. 


1464 

18. 34m 


1464 

». 34m 


1464 

23. 34m 


1464 

25. 34m 


4 fr l °9 Ctttoif’" *t* Rrtcljfn. 395 

fielt geliehen, b) um 450 ff., bie berfelbe anflatt bei J£>«rj. 
Ulrichen 3«ier, Äaflner $u 2anbau bejablt, <0 200 ff. »egen 
ber ©otfcfcaft rtacb ©enebig, d) 4000 ff. für $»ei Sabrelfolb» 
Dat. 1464 Sngolflabt Samffag nach bl. 3 Könige. II. 9fr. 
24 p. 318. 

2. b. 9t. Scfculbbrief gegen ©eorg bon Kammer ju 
3?benborf, um 70 ff. Dat. 1464 3ngolflat Samftag nach 
Epiphania. II. 9fr. 24. p. 300 b. 

2. b. 91. »iß gegen JBaltber bon Königlecf auf bal 
9feue an bem ©if4>of bon Konflanj, bem 2Wlg. b. ©oben, 
unb bem ©rafen bon JBürtemberg 9lecbt nehmen. Dat. 
144 Snflolflabt Samflag bor (Jrbarb. II. 9fr. 27 p. 279 b. 

2. b. 91. ©cbulbbrief grgen ben SDfarft Dflerbofen um 
250 $fb. bl. Dat. 1464 3ngolftabt ÜRittwocb nach (Sr* 
barb. II. 9fr. 24 p. 315. 

2. b. 91. bcrfauft benen bon ©unbelflng ein 2eibge* 
bing. Dat. 1464 Sngolflabt 2)onnerflag nach <5rbarb 1. 
Copia. 

2. b. 91. Scfculbbrief gegen ben ÜRarft Dflerbofen um 
106 ^>fb. bl. Dat. 1464 Sngclfiabt Sreitag nach (Jrbarb. . 
II. 9?r. 24 p. 315. 

2. b. 91. S)ienffbrief für 3Bolf bon $opping. - Dat. 
1464 S^golffabt Sreibtog nach (£rbarb. II. 9lr. 81 p. 45 b.' 

2. b. 91. 2>ienflbrief für ©raf Konrab bon Reifen«' 
flein. Dat. 1464 Sngolftobt Samflag bor $lnton. II. 9fr.- 
81 p. 46. 

©eorg £<HUr ber ältere, Utel, ©eorg fein ©ruber, 
3afob ©eper, berfprecben bem £erjog Cubwig, ffcb 
»egen bei ©efängnifiel nicht ju rächen. Dat. 1464 
fianblbut ÜRonbtag — (5rtag bor ©ebaflian. 11. 9fr. 27. 
p. 229, 230. 

£. b. 91. berfchreibt ©eorg bem Stroßenfelfer um 
400 fl. bie pflege 9leicbenegg. Dat. 1464 Sngolflabt 57titt« 
»och nach 2Jnton. II. 9fr. 24 p. 317 b. 

£. b. 91. ©chulbbrief gegen ben (5r$bifchof ©urgbarb 
$u Salzburg um 4000 ff. Dat. 14643ngolflabt Sreibtag 
©t. Sebaflian. II. 9fr. 24 p. 317. 

C. b. 91. »egen feine! Streite! mit QBaltber bon 
Königlecf. Dat. 1464 Snflolfla&t ©onntag ©t. ©injenl. 
II. 9fr. 27 p. 279 b. , 

£. b. 91. ©cpulbbrief gegen bal Stift ÜHeolburg um 
200 fl. Dat. 1464 Sngolftabt Conversio Pauli II. 9fr. 24 
p. 316 b. 


IM 

14*4 

S. $or. 


1464 

3. Jj? or. 


1464 

4, $ox. 


1464 

6. $or. 

1464 

sr. $©r. 


1464 

6. 5Rdr|. 

1464 


1464 

14* flHÄrj. 


1464 

It.SßitA. 


1464 
tt. anin. 


1464 

M.anin- 


1464 

n.Kdn* 


_ i 

. imrdjr pur £tktn$§e(c^tdite 

£. b. 91. »erfept ©abriel bem ©riefenauer bie pflege 
©larguartflein um 600 $fb. bl auf ein Sob* lang. Dit. 
1464 «ine Joco grauen ßicbtmeftag Sigillura avulsuro. 

ß. b. 9t. 2)ie ©rafen Döwalb unb SBilbelm von $ier» 
fletn ©ebrüber bereinigen ffcb mit bem £erjog um ibre 
gorberungen. Dat. 1464 Sngolftabt am ©taria ßicbtmef* 
tag, — ©amftag nach £i<btmeffen (4. £or.), — greibtog 
nach Cicbtmeffen (3. $or.), — * ©amftag »or Invocirit 
(18. £or.), ©onntag lnvocavit (19. £or.), — Äunigunba» 
tag (3. ©törp. 11. 9?r. 27 pag. 217 , 218 , 220 , 224. 

£. b. 9t. an (5ra$mu$ ©tainberger, 9tentmeifter im 
Oberlanb, bafl berfelbe bem £aug »on ©arfperg ade 
Sabre am 23itu«tag 100 ft. 3*n$ bejable. Dat. 1464 
Sngolftabt ©amftag nach ßicbtmefien. II. 9tr. 24 p. 321b. 

£. b. 9t. ©cbulbbrief gegen ©abriel ©lefein, Pfarrer 
bei U£fr. in Sngolftabt, um 268 ©fb. bl. Dat. 1464 
Sngolftabt ©onntag nach fiiebtmeffen. n. 9?r. 24 p. 322b. 

fi. b. 9t. beflimmt bie 3**t bid Dftern, »or bem 
Keinen 9tatbe ju Ulm, ju bem 9tecbte jwifcben ibm unb 
bem SBaltber »on RonigOecf. Dat. 1464 Sngolftabt ©tonbi 
tag nach Reminiscere. II. 9fr. 27 pag. 267 b. 

ß. b. 9t. ©cbutbbrief gegen SDilbelm 23e^er um 180fL 
Dat. 1464 £anb$but ©amftag nach Äreuj * Grrftnbung. 
II. 9?r. 24 pag. 329. 

ß. b. 9t. ©cbulbbrief gegen San Jpolupp ju ©fattig* 
bofen, Pfleger ju gribburg, imSnn»ierte(, um 1300 ft. Dat. 
1464 Sngolftabt @rtag na(b Äunigunb. II. 9tr.24 p. 324 b. 

£. b. 9t. ©cbulbbrief gegen griebricb ©arfperger, 
©fteger ju £aibegb, um 600 ft., unb 179 ©fb. Pfennig.' 
Da t. 1464 Sngolftabt ©ftnjtag nach Laetare. 11. 9?r. 24 
pag. 324. 

£. b. 9t. »erlegt ben ©übnetag jmifc&en ibm unb bem 
dBaltber »on Äonigäecf. Dat. 1464 Sngolftabt ©tonbtag 
nach Judica. II. 9?r. 27 pag. 268 b. 

£. b. 9t. ertbeilt bem dDaltber »on £©nig$etf freiem 
©eleit nach Ulm. Dat. 1464 Sngolftabt $ienftag ;nacb 
Jadica. II. 9t ro. 27 pag. 270. 

£. b. 9t. ©cbulbbrief gegen $ann6 ©rantner, Pfleger 
ju gloi, um 90 ft., unb ben 2jdbrigen 3*n6 »on früher 
bargeliebenen 900 Dat. 1464 Sngolftabt (frtag nach 
Judica. 11. 9tr©. 24 pag. 325. 

£. b. 9t. ©cbulbbrief gegen $einricb $af(anger ju 


Digitized by Google 


I 


I . 

jfer}0§ fahrig'« tos RftHjrn. 



» £afi lanfreit um 40 *Pfb. tyf. Dat. 1464 Sngolflabt §reib» 

tag tot J)almtag. II. 9fro. 24 pag. 325 b., 

1464 ß. b. 9t. ©cbulbbrief gegen $riebric& ^arfperger um 
»♦ 8ipru. 100 ff. Dat. 1464 ßanblbut Mittwoch nach Quaalmodo 
cum ftigiilo et sabscriptione propria ,,j£>U frepft mtd)." 
11. 9?tO. 24 pag. 331. 


1464 

1«. Sprtt. 


1464 

18 . Vptil 


1464 

at. **>»«. 


1464 

84. Jfpril. 


1464 

M. Äptrt. 


1464 

18. Jtpril. 


1464 

*T. XprU. 


1464 

1. SJlap. 

1464 

8. «Ray. 

# 

1464 

6. Wap. 


ß. b. 9t. au bal £aften*?Imt 2anb$but, baö Erbrecht 
bet Urbardsßeute betreffend Dat« 1464 ßanblbut 
tag nach Quasimodo 1. Copia. 

» 

ß. b. 91. »erlebt bem £etnri<b ton ®umppenberg ba6 
©ericbt unb bte Jpofmarft gu 9tobltng, bie S3ogtei gu 
SUmeringen unb bei £ergogl Finger in Slicbacber unb 
Slinlinger ©er. Dat. 1464 Sngolftabt Monbtag nach 
Miaericordi». Urfunben gu 3tnnenberg. 

ß. b. 9t. beftatigt bem $lbte gu 93reng* Raufen bie 
Privilegien. Dat. 1464 Sngolftabt Sreitag tot ©eorg. 
V. Copia. 

2. b. 9t. ©cbulbbrief gegen $rau <5ngelburg, ttlbrecftt 
bei 9totbb<*ftl, Pfleger! gu £itt«rfperg, ©ittme, um 
300 fl. Dat. 1464ßanbö|?ut am ©eorgentag. II. 9?ro.24 
pag. 327. 

ß. b. 9t. terfcbreibt £ecftor bem ©<b&nfteter, Pfltgtf 
gu ©ilbenwart, .400 ff. auf beffen pflege. Dat. 1464 
ßanblbut om Marrtog. II. 9?r. 24 pag. 326. 

ß. b. 9t. ©cbulbbrief gegen Äontab ütinblmaul, 
Pfarrer gu Äallweil, um 329 fl. Dat. 1464 ßanblfcut 
^flnjtag nach ®eorg; II. 9?r. 24 pag. 326 b. 

ß. b. 9t. an |>einrid> Slmranger, 3oöu« gu ^raun» 
fleht, baft berfelbe Margareten, J^annfenO ©c&eblingerl 
Tochter, (5ralm. b. 9tinbOraaul ©ittwe, 58 fl. jdbtlitb 
gu begabien* Dat. 1464 ßanblbut Sreibtag na(b ©eorg. 
11. 9?ro. 24 pag. 325. 

ß. b. 9t. ©cbulbbrief gegen §ranb£ammerpecf, 93ur* 
ger gu ßanbObut, um 107 fl. unb 90 Pfb. bl. Dat. 1464 
ßanblbut Philipp unb Salobtag. W* 9fr* 2 * PH* 333. * 

ß. b. 9t. terleibt bem ©ilbelra 23ejer bal @cb(of 
©artflein pflegltteife. Dat. 1464 ßanblbut ©amflag 
nach Äreug s (Jrflnbung. 11. 9?ro. 81 pag. 49. 

2. b. 9t. ©tbulbbrief gegen £annl ©eilbaraer a) um 
21 Pfb. bl. wegen bet ÄeQerei; b) um 44 fl. für gwet 
Pferbe. Dat. 1464 2anb*b«t SWonbtag tot HuffabrMg. 
11. 9tr. 24 p. 332 b. - 1 ' r 


i 


\ 


Digitized by Google 


\ 


m 


Äfitrögt ;ut CfbcnagfCrijiclj** 


1464 

11. iRaip. 


1464 

». Siap. 


J 


1464 

tf. Wlai. 


2. b. 0t. ©chulbbrief gegen <?rbarb ©teinpocf um 
100 fl. Dat. 1464 2anb«but Sreibtag jiach SluffarL II, 
D?r. 24 pag. 329 b. 

2. b. 9t. ©chulbbrief gegen $riebrich tyarfperger, 
Pfleger ju Jper«brucf, um 800 fl. Dat. 1464 2anb«but 
Sreibtog vor tyftngflen. 11. 9tr. 24 pag. 330. 

2. b. 91. ©chulbbrief gegen Slleranber 3Bilbenfleiner 
um 200 fl. Dat. 1464 2anb«but ©amflag vor Trinitas. 
11. 9?r. 24 pag. 329 b. v 

4 2. b. 9t. Tienflbrief für ©tepban {mfnagel. Dat 

1464 2anb«but SWonbtag nach Urban. 11. 9ft\ 81 p. 61b. 
2. b. 9t. Tienflbrtef für tyeter ©chmann. Dat 1464 

2anb«but ©onntag nach (5gib. 11/ 9?r. 81 pag. 36. 

2. b. 9t. betennt , bafj ib»n ©eorg Soberlein^ Bürger 
ju ©t. 2eonbarb, für ben Sebent am üttofcenperg einen 
jpof ju SBeilach, ©chrobenbaufet ©er., lebenbar gemacht 
Dat. 1464 2anb«but Mittwoch nach @t. SWicbael. 1. Drig. 

2. b. 9t. ©cbulbbrief gegen bie ©tabt 93raunau um 
264 fl. Dat 1464 2«nb«but ©onntag nach SUlerbeiligen. 
11. 9tr. 24 pag. 333 b. ^ 

2. b. 9t. Tienflbrief für 2eonbarb SWülip. Dat. 1464 
2anb$b«l ^flnjtag Por Martin. II. 9tr. 81 pag. 58. 

I UM | 2 . b. 9t. febreibt für bie Mntertbanen be« faljburgi* 

u.5to to . jß en 93 0 tt de ricl>t6 OTüblborf eine ©teuer au«. Dat. 1464 
2anb«but Tflnjtag nach Martin. 1. Copia. 

;-2. b. 9t. febreibt in bem »oitgeriepte ürtüblberf eine 
©teuer au«. Dat. 1464 2anb«but ©amflag nach Slnbrea«. 
1. Copia. 

2. b. 9t. an Ulrich Pon $repberg um bie Äunfl nicht 
wunb ju werben. Dat. 1464 SSurgbaufen ©amflag Por 
Sboma«. Tiefe Uvfunbe ifl in bem Oberb. SlrchiP 5 pag. 
142 enthalten, aber mit ber irrigen 1444, unb 

bem irrigen üflonatötag ben 20. Te$. 

2. b. 9t. Tienflbrief für £ann« 95an Pon 2lug«burg. 
Dat. 1464 Sngolflabt ©onntag nach Lucia. 11. 9?r. 81 
pag. 59. 

2. b. 9t. Tienflbrief für ©ebaflian tyaierflorfer. Dat. 

1465 3ngolflabt Sreibtag flJaul Setehrung. II. 9?r. 81 

p«s. 58b. i( : . _ ; ' , ■ ,, _ 

• 2. b. 9t. Perleibt bem Äenrab Sorfler ju ©räfen- 
Tegernbach, £ebroniböttfcr tyfarr, 3 n ^ofer ©eriept«, einett 


1464 

*8. «Kap. 

1464 

- 

I. Citpt. 

V i T, 

1464 

S. Oft. 


1464 

«. fton. 

Uli ' 


1464 

0. 9to». 


^ 1464 

J, ©f|. 


, : ,> 


1464 

IS. ®«|. 

•t' 1 ' 


1464 
16 . Oft« 

1465 

9S. Sin. 

L'U; 

1465 

1«. $01. 


Digitized by Google 


1465 

10. £or. 

1465 

18. £or. 


1465 

*1. $or. 

.1465 

4. 9Hd rj. 

i 

1465 

8. STtdrj. 


1465 

lO.gRdr*. 

1465 

». awdc 4 . 

1465 

i. Sprit 

1465 

5. 2Jkp. 

V 

1465 

2-3unp- 

1465 

1465 

2. 3ul*>. 

1465 

H. 3u». 


1465 

28. Sulp. 


I * 

v / 

a . 

' * i 

Cu&wig’o b« Rticljrn. 399 

* 

Jpof ju ©räfenbegernba#. Dat. 1465 ßanb$but ©onntdg 
nach 2>erotbea. Copia. 

2. b. 91. ©cbulbbrief gegen ben ©rafen 2ub»ig pon 
Ceucptenberg, Pfleger $u *J)a riffein, um 1000 fl. Dat. 1465 v 
2anb$but ©otintag ©cbotaffilntag. II. 9?r. 24 pag. 334 b. 

2. b. *K. ©(fculbbricf gegen Urban ©lopel um 150 fl. 

Dat. 1465 2anb$but Üflonbtag nach Oalentin. II. 9?r. 24 
pag. 335 b. 

2. b. 91. 2>ienffbrief für 2)ietricfc ©tfcaibfelber. Dat. 

1465 Nürnberg üftittwocfc Por Invocavit. ii. 9fr. 8t p.48. 

2. b. Sft. perfcfcreibt S3ernbarb bem ' *peufc&er ju 
©anflbeim, um 1000 ff., bie «pflege Slicpacfc. Dat. 1465 
Sngolffabt SDfonbtag nach Invocavit. II. 9?r. 124 p. 337. 

2. b. 91. 2>ienffbrief für jtonrab 91otenpecf $u 9l6ten« 
ffabt. Dat. 1465 Nürnberg 57tiit»ocb nach Invocavit. II, 

9?r. 81 J)Bg. 61 b. 

2. b. 91. 3)ienffbrief für £errn griebricb Oluratfcer. 

Dat. 1465 Nürnberg Reminiacere. 11. 9?r. 81 pag. 62. - 

2. b. 91. 2)ienffbrtef für U$ £ofmnir. Dat. 1465 
Sngolffabt Sreibtag Por Judica. II. 9fr. 81 pag. 62. 

2. b. 91. ©cfculbbrief gegen 21fem ©erfpeunlner, 3©H» 
ner ju Empfing, um 50 ff. Dat. 1465 2<wb*but (Jrtag 
nach tyalmtag II. 9?r. 24 pag. 337b. 

2. b. 91. an ben 2Ibt $u '2Ilberfpa<& , »egen ber. b*ei 
feinem Älcffer incorporirtcii Pfarreien. Dat. 1465 2anbd» 
but ©onntag nach Äreuj* (Jvfinbung. V. 

2. b. 91. entbinbet @eorg Jpoöer ben ültern ber Oer» 
binblicbfeit, bie bcrfelbe in feiner Urpbebe gegen ibn ein« 
gegangen. Dat. 1465 Nürnberg am «Pfingfftag. II. 

2. b. 91. U3efebl »egen ©icfcerbeit ber ©aljffraffe. 

Dat; 1465 2nnbdbut ©amffng ^peter unb tyaul. I. Copia. 

2. b. 91. beffdiigt bie incorporation ber jttrcbe Lünten» 
baufen (Sitnbenbaufen, ©.Srepffng) mit bem Äloffer 9?ea* 
ffift bei Srepffng. Dat. 1465 2anb$but Mariae Viaitationis. 

2. b. 91. 2)ienffs unb ©cbufcbrief für 93irgil £ofer 
auf 53abf«» Dat. 1^65 2öafferburg Ölittwocb nach Ofar* 
garetba. II. 9?r. 81 pag. 63. 

2. b. 91. belebnt Jpeinricb ben (£bram mit einigen „ 
©ütern ber $errfcpaft 91oblingen, »ie ffe Äonrab 
unb 2ienbarb bie Giumppenberger innegebabt. Dat. 

1465 2anb^but ©onntag nach 3at»b Slgillum «liquid 

laesum. • . 


Digitized by Google 


I 


400 

1465 

5- $lug. 

1465 

10. Xug. 


1465 

15. Äug. 


1465 

20. ‘JlU0. 


1465 

22. tfug. 


1465 

1«. ©rpt. 


1465 

2. Oft. 

I ' r 


1465 

22. Dft. 


1465 

28 . JDIt. 


' 1465 

»0. ßft. 


1465 


itttrife |«r CfbntffcfHitrijtr 

• • / 

2. b. 8t. fchreibt an bic ©tabt 2lug$burg ©treiffen* 
falber. Dat. 1465 Sngolftabt £rtag Oäwalbi. VI. 

£. b. 8t. befennt, bafl er ber ©tobt 2auingen, tion 
©olbnern, Olafen unb Wienern wegen, in bem »ergangenen 
Kriege 522 $fb. 5 ©chU. 12 bl. unb in ©olb 77 fl. faul, 
big geworben. Dat. 1465 ßanbafcut am ßorenjentag. II. 
9?r. 38. pag. 199. 

£. b. 8t. »erleiht bem Heinrich »on ©umppenberg ben 
H°f $u 2Beibenborferau. Dat. 1465 2anb6hut tyflnjtag, 
Frauentag. Originale. 

2. b. 8t. Dienflbrief für ^)annfen ^uel. Dat. 1465 
Canböfcut greibtag nach SWaria Himmelfahrt. II. 9tro.8i 
pag. 63 b. 

2. b. 8t. gibt ber ©tabt Sngelflabt baö 8techt, gegen 
2Biberruff auf ihren liefen, Slecfern unb ©Arten ju 
pfänben. Dat. 1465 2anbähut Sreibtag »or 33artholmd. V. 

>2. b. 8t. Dienflbrtef für (Jbolt 3tocfenburger. Dat. 
1465 2anb$hut üTtonbtag nach Hreujs (Erhöhung. II. 8tr. 
81 pag. 64. 

2. b. 8t. ernennt ben £ann$ tycrfhaimer, Domherrn 
in Otegenlburg, ju feinem 8tath. Dat. 1465 2anb$h«t 
SWittwod) nach Michael. II. 8?r. 81 pag. 65 b. 

2. b. 8t. entfcbulbigt fleh gegen ben H cr S°3 WliPP 
»on Surgunb, bofj er ben SDergleichätag , auf St. Remigii 
ju ©peper, jur ?lu$fohnung jwifaen bemfelben unb bem 
.König 2abi6lau6, wegen teö H^iogthumO 2ü$elburg, ber 
©raffchaft (Ehimai unb ber $ogtei im GHfafl, nicht per* 
fonlich befucht habe, ba er ju ©cppingen bamalä ®e> 
fchafte gehabt. Dat. 1465 Sngolftabt Mittwoch nach Urfula. 
II. 9fr. 38 pag. 270. 

2. b. 8t. »erfchreibt Ulrich bem ©tocfel um 500 fl. 
bie pflege 2Bilbenwart. Dat. 1465 2anb$hut ©amftag oor 
©imon unb 3ubaö. II. 9tr. 24 p. 339 b. 

2. b. 8t. fchreibt an bie ©tabt 2Jug$burg wegen 
einiger Seinbe ber ©tabt, bie ftch in baä ©chlofl ju 
2Bafferburg flüchteten. Dat. 1465 2anb$hut Mittwoch »or 
2lflerheiligen. VI. 

2. b. 8t. Perleiht ©igmunb bem ©nelreuter ju ©nel* 
reut ba6 Sifawaffer b. Silben mit 3ugehor, welche* ju 
bem Haften im Sftlarlartflein erbrechtlich ift. Dat. 1465 
^urghaufen am (JlObetentag. Sigillam laesum. 


Digitized by Google 


I 


4 


* t 

, Jjtiftf Cntetg's bt§ Rncfjcn, 401 

« 


.1465 


1466 

8. 3dna. 

■ 

1466 

H. Sinn. 

1466 

14. 3&nn. 

1466 

17. 3dnn. 


1466 

1. «Pom. 

1466 

8. -Oora. 


1466 

10. £ots. 


I486 

s.nict. 

1466 

»1. SRdrj. 

1466 

11. SKo*. 


1466 

11. 9 Rap. 

1466 

15. SR 09 . 

i486 


ß. b. 9t. 0chulbbrief gegen ©abriel ©riejenauer um' 
600 fl. Dat. 1466 (nobio 1465) 93urgbaufen ORcnbtag 
nach aller äinbleintag. 11. 9fr. 24 pag. 340. 

ß. b. 9t. ernennt ben Jpannb ponOtamung, Domherrn 
in 2Iug6burg, ju feinem 9iatb. Dat 1466 ßonb*but 
ÜJtitttooch nach bl» 3 Äonige. II. 9tr. 8i pag. 67 b. 

ß. b. 9t. 2)ienftbrief für Ulrich 0al$burger. Dat. 1466 
ßonblbut ©rtag nach >2Jnton. 11. 9?r. 82 pag. 80 b. 

ß. b. 9t. perfchreibt bem 2ufa6$ürmaier, um 200 ft., 
bie pflege 33il6bofen. Dat. 1466 2an06but greibtag por 
tyaul S3efebrutig. 11. 9?r. 24 pag. 341. 

ß. b. 9t. enthebt ©eorg £döer, ben dltern, ber 23er* 
binblichfeit, ibm ein üflonat lang mit 24 geraijtgen $fer» 
ben )U bienen. Dat. 1466 2anb*but 2Ronbtag nach <Spaut 
(Belehrung. 11. 9?r. 27 pag. 234. 

2. b. 9t. 2>ienftbritf für 0ixt non 0cbin. Dat. 1466 
(München am 2ichtrac$tag. II. <Rr. 81 pag. 73. 

ß. b.9t. u. ©igmunbf perj. iniB., vertragen unb Vereinen 
bie Streitigkeiten, fo ftcb jtoifchen 3 o b a u n p. S r a u e nb e r g 
$um Jj>aag unb ©eorg bem Sorringcr, Pfleger ju 
Äirchberg, fchimpfltcb Schreibend (>alb erhoben. Dat. 1466. 
9ftn|tag S)orotbea. sine loco. Sigillum a tergo Impressum. 

2. b. 9t. Perleibt $ann6 bem tyrantner bie SBefte 
9?eibftein, »eiche berfelbe von 3afob Kemnater getauft. 
Dat. 1466 ßanbebut »Monbtag ©chotaftila. 1. Copia. 

2. b. 9t. £ienftbrief für Wotbe6 3immermann ot6 
IBrücfenraeifter $u Dngolftabt. Dat. 1466 2anbbbut@araftag 
por tyalmtag. 11. 9tr. 81 pag. 73 b, 104. * 

ß. b. 9t. 2>ienftbrief für ©eorg ©lonacber. Dat. 1466 
2anb*but ’JOTonbtag nach 9>almtag. II. 9tro. 81 p. 74b. 

2. b. 9t. gebietet, bei Strafe ber Defraubation, baf 
man ba6 nach ©chwaben gebenbe 0a 1} nur $u München 
über bie 3far fa|?re. Dat. 1466 9?euburg (Sonntag por 
©crpajiu*. 1. Copia. 

ß. b. 9t. nimmt $anfen 2ürt pon (JberOberg ol$ 
feinen (Büchfentneifter auf. Dat. 1466 ßanbebut üftcnbtag 
nach Sucunbital. II. 9?r. 81 pag. 108. 9tr. 82 p. 78. 

ß. b. 9t. S)ienftbrief für ßubwig pon £abbberg. Dat. 
1466 3ngo(fhbt am »ZluffartMag. 11. 9tr. 81 pag. 75 b. 

ß. b. 9t. unb 2conborb, (Jr^bifebof pon (Salzburg, fehlte« 
fen gegenfeitig ^rieben, unb perfpreeben bie aflenfaflftgen 
Streitigkeiten burch ben (Bifchof Pott grepfing beenden $u 
(affen. Dat. 1466 ©aljburg (Wonbtag nach (Peter unb (Paul, 
IX. 26 




t 


t 


1 


m 

im 

*?• 

1463 


4463 

k. aug. j 


4466 | 

1. Cept. | 


1466 

*. oft. 

4466 

io. ott. 


4466 

%. W- 

4466 

*. DtU 

1466 

& 9lo». 


1466 

t. 3 *op. 


1466 

io. fto». 


icittip für 6»bf«»fHtytd)t* 

2. t. 91. 2>tenflbrief für £ann$ von Sßolfflein. Dt(, 
1466 2anfc4&ut ©onntag no<t> Sotob. 11. 91r. 82 pag. 80. 

2. b. 91. erlaubt ben Burgern ju Slmberg mit ibretn 
£ifen 3 Sabre lang vor Sugolftabt vorjufabren. Dat. 1466 
Sngolflabt Renntag nach Bflaria Asaumptio. II. 91r. 6 
pog. 65 lv ..... 

2. b. 91. febreibt an bte ©tabt 2iug6burg wegen eine6 
3Rorbc$, an einem ihrer Bürger begangen. Dit. 1466 
2anb6but ÜRonbtag nach QJaribolomä. VI. 

2. b. 91. an bie ©labt Slugeburg wegen einiger gu 
$ccbftet befangenen. Dat. 1466 2anb*but £rtag nach 
<£gib. VI. 

2. b. 91. unb fein ©obn beorg vertragen ficb mit 
bem SMfcbof ®tlbeltn ju ©icbftäbt. Dat. 1466 2anb6but 
Sreiblag nach II. 9ir. 25 pag. 1. 

2. b. 9t. ©pruebbrief jwifeben bem (Jrgbifcbof von 
Galjburg unb beffen Untertbanen gu Pongau , ber armen 
2eute wegen. Dat. 1466 ©algburg Sreibtag nacb $ran* 
jibfuö. V. 

i 2. b. 91. 2>ienftbrief für Srtebricb brafen ju Reifem 
flein. Dat. 1466 2anb*but ©araftag nacb baflu*. 11. 
v Jfr. 81 pag. 70 b. 

2. b. 91. 3)ienflbrief für 2(nbrä ÜÄainberger. l P»t. 
1466 2anb*but Sföonbtag nacb balltil. II. Wr. 82 p. 83. 

2. b. 91. an ben brafen 3Bilhe(ra von Oetting, »e* 
gen b offen Wiener , ber mit einer S9ü4fe bi6 2)onauw4rtb 
beleit gegeben, unb von bem Pfleger ju ©roidbacb ge* 
fangen würbe. Dat. 1466 2anbbbut ^flugtag ©t. Ceonfcarb. 
U. 9lr. »t P»g. 843 b. . . ‘ ; *»* 

2. b. 91., ba er auf Martini nacb Sorberung btftJtaifcr* 
flcb nacb . Nürnberg verfüge, fo ernennt er beu beorg 
JUofner, Pfleger gu 2andau, beorg Mbatraer, Pfleger ju 
fceifpacb, unb £tuutd> 91otbbaft ben Altern aI6 feine ©tatt* 
balter im 9lentaratc Canbäbut. Dat. 4466 2anb6b»l Sonn» 
tag vor ÜRartin. II. 91r. 92 pag. 72. 

2. b. 91., ba Sobann ber tyrovingial, $ann* Äüfter bet 
Üuarbtan unb dufter ber tyarfüffer gu 2anb*but bem 2eo 
£ocfcenegger, 91entmcifler gu 2anb6but, einen ©eierabgetie* 
ten, tbm auch einen bang auf bem äußeren Äreuggang ver* 
gönnt, unb bie trüber ber Obfervang einen neuen 95er* 
trag barüber abgefcbloflen , fo betätigt er bitfen neuen 
Vertrag» Dat. 1466 (sine loco) Sftonbtag vor SRartin. 
1» Origin, 

•* ♦ 

i * 


Digitized 


4ff)0| £ntoi|V tc* Äräljm. 


1466 

lt. Dr|. 


1466 

n. © ej. 

1467 

19. Sin. 


1467 

8.$oro. 


1467 

1«. 4?otn. 

1467 

21. 4?om. 

1467 

M. «Vorn. 


1467 

M. 4?otn. 

1467 

II. SRoxft. 


1467 


1467 

9. XptU. 


1467 

27. Xpril. 

1467 

2. «Rap. 


1467 

1«. «Rap. 


403 

■ ß. h. 9t. tfreilt ber ©tabt 21ugöburg «in an ibn 
ergangene* faiferlicbe* ©Treiben mit. Dat. 1466 tanM» 
but $reibtag vor Slbonta*. VI. 

C. b. 9t. berietet bem Äoifec §riebricb, bag et an 
bie ©tobt 2lug*burg getrieben. Dat. 1466 ßanb*but 
©amffag bot Sboma*. VI. > 

ß* b. 9t. berfebreibt Jßeinricb bem SWaroltinger um 
1000 ff. bie pflege Slicbacb. Out. 1467 ßanb*but $ftnj* 
tag bor ßicbtmeffen. II. 9tv. 24 p. 342. 

ß. b. 3t. ©djulbbrief gegen Ulrich Sttarfcbalf ju 
©tumpfsberg, um 1000 ff. Dat, 1467 ßanbebut ©onn* 
tag Esto mihi. II. 9?r, 24 p. 344. 

ß. b. 3t. 2)ienffbrief für SDiguIeuÄ 9tüfenbacb. Dat. 
1467 Sanböbut Sreibtag bor Reminiscere. ll.,9?r. 82 p. 84. 

ß. b. 9t. entfebeibet ben ©treit jwifeben bem 2)omtq* 
pitel tn Sreifmg unb ben armen ßeuten ju ßauterbacb unb 
Freiing wegen be* 23iebtriebe* auf bem ©rabenbolj. Dat. 
1467 ßanböbut ©amftag bor Reminiscere. V. 

©eorg ber 3^ngberger befennt, bag ibm ber £er$og 
ßubwig bon ©apern 100 ff. geliehen. Dat. 1467 2anb<* 
but ©onntag Reminiscere. II. 9tr. 24 p. 342 b. 

ß. b. 9t. ©ebu^brief für Ulrich Remnater , 2)cm* 
berrn *u $repffng. Dat. 1467 ßanb*but (?rtag ©t. Üflas 
tbialtag. II. 9?r. 82 p. 84 b. 

ß. b. 9t. 2)ienffbrief für 2Di(be(m bon Dtietbeim ben 
jüngern. Dat. 1467 ßanb6but ^Pffnjtag bor tyalmtag. II. 
9tr. 82. p. 85. 

ß b. 9t. berfebreibt bem @ra6mtt6 2)ieper*fircber bie 
tyffege ÜRebriiig. Dat. 1467 2anbbbut tyßnjtag bor *Palm* 
tag. 111. Copia. 9?r. 2222. 

ß. b. 91. bertrdgt ffcb mit ber ©tabt Nürnberg. Dat. 
1467 ßanböbut ^ftnjtag bor Siburti unb Skleriani. 11. 
9tr. 25. p. 5. 

ß. b. 9t. Dienffbricf für £>einp £ilbebranb, ben man 
nennt tyfoft. Dat. 1467 Sngolffabt (Jnag nach ©eorg. 
H. 9?r. 82 p. 87 b. 

Sötlbelm, ©ifcbof bon (Jiffet, fobnt ben £erjog ßub* 
wig mit bem ©rafen Ronrab bon £elfenffein au*. Dat. 
1467 3ngolffabt ©amffag nach ^P^tlippi unb 3alobi. 11. 
9tr. 42. p. 82 b ' 

ß. b. 9t. ©cbupbrfef für Heinrich unb ^>eter bie SWeicbf* 
ncr, ©ebrüber, unb SDUbdm unb £einrub bie Otummef 

26* 


404 


flnftftfr jur 4tkm»|eCri|iH)te 


1467 

li. Sulp. 


1467 

1. *u g . 


1467 

1. Bug. 


1467 

\ 

ß. tfug. 

1467 

JT.Xuß. 


1467 

U. 0fpt. 


1467 

29. Cfpt. 


1467 

1468 

1. Sin. 


1468 

«. $or. 


1468 

I. 5Mr*. 

1468 

18. SKirj. 

1468 

N.OTdri- 


©ehrüber, olle 4 Äauffeute. Dat. 1487 2anb«hut Domi- 
nica Exaudi. II. 9fr. 82 p. 93. 

2. b. 91. überweifet Äarl b. Ädrgl, Canbfctjreiber ju 
2anb6but, eine Älage be$ ©ruberS ju ©rub, (Jctenfelber 
©er., gegen ba$ dtlofler 93aumburg. Dat. 1467 53urgt>au* 
fen grcibtag nach Ulrich- 

2. b. 91. beftdtigt ber Stabt Arnberg ba$ 91ecfct mit 
(Jifen ber Sjngolftabt borjufahren. Dat. 1467 Nürnberg 
Samflag Vincula Petri. II. 9fr. 9 p. 65 b. 

2. b. 91. $ienflbrief für 2Bilbelm bon 91ecbberg unb 
Jpann6 bon 2Berbcnfhin. Dat. 1467 Nürnberg ©omftag 
^eter6tng ad vincula. II. 9?r. 82 p. 87 b. 

2. b. 91. 2>ienflbrief für $eter SSebaim bon SHietbaint. 
Dat. 1467 Nürnberg ^ftn^tag nachDäwalb. II. 9?r. 82 p. 88. 

2. b. SK. lägt bie 2Dalbungen um Jpippoltflein befebrei* 
ben. Dat. 1467 2anb*but ^pftnjtag nach 33artbolomd. 11. 
9?r. 30 p. 92. j* . i 

2. b. 91. reberfirt ftcb gegen bie Stabt 2ar.b*but »egen 
2ibm auf 10 Jabre überladener ©läben bor ber 2enb. Dat. 
1467 2anbßbut Sreibtag bor SDticbael. Originale im Stabt* 
Archiv $u 2anb*but. 

2. b. 91. berleibt 2ubtrig bem Jpummel 2 Steinbrücbe 
ju 9feuburg an ber 2)onau. Dat. 1467 Sngolflabt SDlonb« 
tag St. 2Hichae!*tog. II. 9fr. 124 p. 299. 

2. b. 91. berleibt ber Stobt SSraunau ben *Pflafler* 
jofl. Dat. 1467 2anb*but am Übomafttag V. 

2. b. 91. SDienflbrief für £ann$ ^>c<f ri^er als SGBtlb* 
treiber unb Schiefer. Dat. 1468 2anb*but am neuen . 
3abr6tag. II. 9?r. 81 p. 109 b. 9?r. 82 p. 90 b. 

2. b. 91. ertbeilt ber Stabt 5Iug6burg einen ©eleitl» 
brief. Dat. 1468 2anb$but §reibtag bor Cathedra Petri 
Ul. et VI. 

2. b. 91. an bie Stabt 5Jug$burg tregeit 93ranb* 
fchah*@elb. Dat. 1468 SDlünchen ÜJfonbtag bor Oculi. 

VI. “ • ,, ' , ’ mt 

2. b. 91. SDienflbrief für Ulrich Steiger, 2)rcch6ler ju 
Salzburg. Dat. 1468 2anb6but Sreibtag bor Oculi. II. 
9?r. 81p. 108. II. 9fr. 82 p. 89 b. 

Ulrich ©raf $u Detting belennt, baf ifcm ber £erjog 
2ubtbig 15,500 fl., bie Äauf6fumme für bie Stabt 2Berabbing/ 


I 


I 


X < 


405 


1468 

m. mti. 


1468 

6. 2l*ril. 

1468 

18. 5Kap. 

♦ • 

1468 

IS. «Map. 


1468 

i . 3uni. 

% 

1468 

•. 3unp. 


1468 

II. 3unp. 

i 

1468 

?2.3unp. 


1468 

M. Sunp. 

1468 

1. 3ulp. 

■ 

i 

1468 | 

6. 3ulpJ 

I 

1468 ; 

1». Suip.j 

1468 

18. 3ölp. 


I - 


4tr|»f Cabwij'i btt SUcc^rtt. 


/ 

. i » 

b ejablt habe. Dat. 1468 2autngen SM. ©etlünbigungä* 

‘Ubenb. II. Dir. 40 p. 231 b. / 

2. b. 91. 3)icnflbrtef für Rafpar pon Srepherg; ber; 
felbe foU ibm baO ©cblof Böbingen offen halten. Dat... 
1468 2anb*but üttittmocb na(b Laotare. II. Dir. 82 p. 2. 

2. b. M. Urlunbe für ba$ Älofter R6nig$bron. . Dat. 
1468 2anb6but ^Mittwoch nach Judica. V. 


2. b. Dl. pn b. £Mfg. Ulbert pon ©ranbenburg, »egen 
feiner Diente über Oetferftmübt. Dat. 1468 2anb$but 
‘JMittmocb nach Cantate. II. Dir. 91 p. 186 b: 


2. b. Dl. ernennt ben Heinrich Jpeitenberger ju feinem 
$ofmeifter. Dat. 1468 2anb$but am 2Juffabrtö*31benb. 
II. Dir. 82 p. 99. 

2. b. 91. behauptet gegen ben SMfg. Sllbrecbt ba6 
grepgeriebt unb ben DBilbbann ju DeggerftmübC Dat. 
1468 ©oefing SMitttrcch nach Exaudi. II. Dir. 91 p. 83 b. 

X 

2. b. M. an ben Rurfürften griebrich, fo halb er 
au 6 Dejierreicb nach ©ebdrbing gekommen, 
habe er ein Aufgebot gegen ben SMarlgrafen Sllbredjt er# 
laffen. Dat. 1468 ©urgboufen DMonbtag na# <?ra*mu$ 
II. Dir. 26 p. 232 b. 

2. b. 91. fenbet an ben Rurfürften griebri# ben 
$Infon pon fZBitflat ab. Dat. 1468 2anb*but SMonbtag 
Por ©t. ©eit 

2. b. 91. an ben Rurfürften griebri# , bafl er mit 
greube pernommen, berfelbe habe fl# mit SMapnj, Reffen 
unb ©aben pertragen. (Jr fetbfi habe an b. SMarfgrafen p. 
©ranbenburg feine 9ldtbc gefenbet. Dat. 1468 2anb$but 
SMittwo# Por Sobann ©apt. II. Dir. 26. p. 237 b. 

2. b. 91. perft#ert ben Rurfürften griebri# feiner 
$üffe. Dat. 1468 2anb6(?ut SMonbtag por UIrid> II. Dir. 
28 p. 243. 

. 2. b. 91. fenbet ben £annd tyduf#er an ben .Rur* 
fürjlen griebri#. Dat. 1468 2nnb$but greibtog nach tyetec 
unb tyaul. II. Dir. 26 p. 242. 

2. b. 91. 3 n ft r w^*on für Otto ben tyienjenauer an 
b. Rurfürflen griebri#. Dat. 1468 ganböbut UWittwo# 
nach Ulrich. II. Dir. 26 p- 246. 

2. b. 91. u. 2Ilbre#t b.©. Canb*©ebot gegen bie ©tabt 
‘UugOburg. Dat. 14682anb0butD>finjtag nach DMargaretb. III. 

2. b. 91. perleibt ber ©tabt £eibenheim einen DBoc&en* 
marft. Dat. 1468 £anb*hut SMonbtag por SMagbalena. V. 


\ 


\ 


/ 


s 


/ 


Digilized by Google 


406 


intriff }*t ithntpidfiäfke 


1468 

20. 3utj>. 

1468 

25. 3utc- 


1468 f 

25. 3ulp. 

1468 

lü. Sulip. 

1468 

29, 3uip. 

1468 

1t. Dtt.' 


1468 

29. 3ul9* 


1468 

1. Äug. 

1468 

26 . 

4 


1468 

11. 5>ej. 


1468 

14. ©q. 

1468 

17. ©rj. 


1468 

18 . ©cj. 

1468 

i». ®fj. 


4 


£. b. 9?. lüflt burch <5rharb $oifil ßeute »erben. Dat. . 
1468 2anb*but üflitt»o<h nach Sller. II. 9?r. 41 p. 328. 

£ b. 9t. Iä$ t burch tyaului Banger, Pfleger ju (|>i* - 
po(t) etein in (5bam 2eute »erben. Dat. 1468 2anbibut 
am 3a fob «tag. II. 9?r. 41 p. 331. 

£. b. 9t SDienftbrief für $cter tyrogler, gtentmeifter, 
mit 164 Trabanten. Dat. 1468 Sngolftabt SKonbtag ©t. 
Safobitag. II. 9?r. 41 p. HO- 

£. b. 9t. 25ienftbrief für £anni £aug unb beffen @e* 
feilen. Dat. 1468 3ngolftabt <5rtag nach 3afobt. I Copia. 

. £. b. 9t. £ienftbrief für ©erbarb 2Balcf>. Dat. 1468 
3ngolftabt greibtag noch 3 fl fob. *!• 9Jr. 41 p. 1196. 

£. b. 9t. 23efebl an ben Pfleger $u Sroflberg, 2BiL 
beim Sruchllacbinger, bag er in feinem ©cricht bte $um 
©(haben bei SWarftei gefchebenen gürfaufe abfteQen fofl. 
Dat. 1468 23urgbaufen ©amftag nach ©imon unb 3ubai. 
Originale b. BRarfhSIrchioei in Sroftberg. 

£. b. 9t. ernennt ben BBolfgang £orn ju ©cbwars 
jenburg ali feinen 9tatb. Dat. 1468 2anbihut greibtag 
nach 3af©bi. 11. 9fro. 82 p. 101 b. 

£. b. 9t. Dienftbrief für SBernlem fcuber, ali 9tottmeifter. 
Dat. 1468 3ttgolfiabt SWonbtag Cathedra Petri. 11. 9?r. 41 
p. 111 b. 

2. b. 9t. an bie ©tabt ßanbau, baf felbe bii am 
©onntag ©t. 93arbara*2ag 100 gerüftete Ceute nach öili* 
bofen fteBe. Dat. 1468 2anbi|>ut ©amftag nach Äat!)a* 
rina. 11. 9tr. 36 p. 288. 

£. b. 9t. fenbet ben Heinrich Sonborfer, Pfleger ju 
3ngoIftabt, an ben 23ifchef ju Giftet* D» 1 - 1468 3ngoU 
ftabt ©onntag vor Lucia. II. 9tr. 26 p. 301. 

£. b. 9t. gibt ber ©tobt Slugiburg einer, ©eleitibrief 
für einen gütlichen Sag na 6 München. Dat. 1468 £anb6* 
but üftittwod? nach Lucia.- VI. 

2. b. 9t., bafj bie 500 gufffnechte, »eiche £anni ©e* 
wolf für ibn in Oeftreich geworben, burch feine unb'ni<ht 
burch £erjogi Sllbirt 2anbe jiehen. Dat. 1468 2anbih«t 
©amftag oor Sbomai. 11. 9?r. 41 p. 384 b. 

£. b. 9t lägt burch Heinrich Sonborfer, Pfleger ju * 
3ngolftabt , Trabanten »erben. Dat. 1468 Panbibut 
©onntag nach Lucia. 11. 9?ro. 41 p. 344. 

£. b. 9t. fcbreibt an feine <?beBeute, bafj fte fleh auf 
ben @rtag nach bem neuen 3ab* (1469) ju ©ogen ver* 


Digitized by Google 


1468 

85. S>t|. 
1468 

17. ©fj. 

i486 

«.©ej. 

1466 

a.®ej. 


4468 

2t. ©c|. 


1469 

2 3Än. 


1469 

1. Sin. 


1869 

1. Sin. 

1469 

■ 6 . San. 

1469 

13. San. 

1469 

15. Sin. 

% 

1469 

1*. $er. 


1469 

W. Sfot. 


Jtftftf Hi Sl«tr%rft. 4 Qf 

fammelm Dat. 1468 £att96|nt Wonbtbg por $boma*. H. 
9tr. 41 p* 350. 

£. b. 91. an fpeirtrieb 2otiÖorfer, tyfTeger ju SngoJ* 
ftabt, baf berfelbe 120 Trabanten anwerbe. Dat. 1468 
£anbl|mt Sonntag ben hk «hrlftag. II. 9tr. 26 p. 292. 

2. b. 91. ntj S^n Jpolupp / er bebürfe ttiir mehr 120 
2rabankn. Dat. 1469 fnobis 1468) £anb*bUt 3°l?4ttrt6# 
tag |U ffieihnachten. II. 9ti\ 26 p. 297. 

£• b. 91. l<Sf}t bie neuen Trabanten muftern. Dat. 
1469 (nobis 1468) £<mbtyu* STtittrooch afler Äinbleintag. 
II. 9fro. 26 p. 295. 

2. b. 91. fleHt ben 3on £olupp all £«uptmann btr 
Gruppen auf, welche er bem £erjog Silber* $ur ©elage* 
rung vor Slltennujfberg fenbet. Dat. 1469 (nobis 1468) 
ilanblbut SDtittWoch por Cirüumcisio. 11. 9fr» 26 p. 298. 

£. b. 9t. forbert feine £anbfeflen auf # SMennufberg, 
welcheö ber Jfperjog Silber* belagern wolle, &u petlaffen. 
bat. 1469 (nobis 1468) £anblhut äftitttrocb aBer ßinbiein* 
tag. 11. 9tr. 26 p. 297. 

; C. b. St. läflt Pulper unb Steine pon 9?euburg unb 
3ngplftabt nach Straubing fuhren. Dat. 1469 £anb*hut 
üßonbtag nach bem neuen 3<*hr. II. 9fr. 26 p. 300. 

£. b* 9t- an Jjan Jpolupp, wenn bemfelben auf ber 
Sammlung ju S5ogen mehr all 100 tyferbe angetragen 
würben, fo foB er bie Uebtrjahl jurücffchicfen. Dat. 1469 
Canbebut üflonbtag nach bem neuen 3a.hr. H< 9tr. 26 
p. 298. 

£. b. 9t. Slulfchreibung an bei 9teichel Surften we* 
gen ber SÜtünje. Dat. 1469£anblhut £rtag nach bem neuen 
3ohr. II. 9?r. 36 p. 301. 0 , 

£. b. 3t. JDienftbrief für $annl $ofd). Dat. 1469 
ßanblhut am hl. 3 Äonigltag. II. 9?r. 82 p. 108. 

. £» b. 9t. 2)ienftbrief für Michael .Knorr. Dat. 1469 
£anblhu* Sreibtagnach (Jrharb. II. 9tr. 82 p. 108. 

£. b. St. 2>ienftbrief für Klaul 3«nler unb Jpanttl 
2)aierv Dat. 1469 £anblhut Mittwoch *paul Belehrung. 
II. 9t r. 82 p« 111b. 

£. b. 9t. ernennt ben @3eorg Slbaimer ju Hagenau 
all feinen 9tath. Dat. 1469 £anblhut ^ftnjtag nach 
Invocarit. 11. 9fr. 82 p. 40. 

£. b. 9t. 3)ienftbvief für ©corg Cfrlbecf ju Sicfenbaeh. 
Dat. 1469 Nürnberg Sftonbtag nach llemmiscere. 11. 
9t r. 81 p. 13 b. 

• * r 


408 


Intrige jat Cfbrtt#§efci)tel)U 


✓ 


1469 

3. 2H4r j- 

1469 

4. Äpr. 


1469 

22. 2tpr. 


1469 

lf; S 71 ar) 

1469 

17. 5J!alj. 


1469 

14. SKag. 

4 

1469 

3. 3ung. 

1469 

t: 3unp. 

i 

1469 

17. 3ung. 


1469 

17. 3unp. 


1469 

12. 3tt It). 

1469 

23. 3alg. 


1469 

*3. 3u»p. 


ß. b. Dt. vergleicht 64) mit bem £erjog Ulbert »egen 
bei ©eleitei. Dat. 1469 ßanbihut 9>ftn^ta^ nach Remi- 
niscere. 11. Dir. 41 p. 105 b. 

ß. b. Dt. 2>ienfibrtef für 0enft ali feinen 

©alfcicrer. Dat. 1469 ßanbihut (£rtag nach Dflern. li. 
Dir. 81 p. 88. 

ß. b. Di. benötigt ben trübem von ber Obfervanj 
ju ßanbihut bie DBafferleitung an bem 93erg, ober ihrem 
Äloftcr , fo wie felbe bie tyarfotten gehabt. Dat. 1469 
ßanbihut greibtog vor ®eorg. 1. Copia. 

ß. b. Di. verträgt bai «Rlofler (Jberiberg mit ben 
©rafeVt von Crtenburg wegen ber S3ogtei. • Dat. 1469 
ßanbihut (Jrtag nach Exaudi. V. 

ß. b. Di. belennt , ba§ ihm ber @raf von ^Berbern 
berg 1000 fl. geliehen, welche er bem Jtaifer ali ßiuffchlflg 
wegen ber Jperrfchaft 0pifc befahlen mufte. Dat. 1469 
ßanbihut Mittwoch nach ßluffahrttag. H. Dir. 30 p. 29. 

*ß. b. Di. $ienfibrief für 9?. DBeberfp unb £ontti 
Mermofer mit 250 gerüfleten Dieitern. Dat. 1489 ßanti* 
hut Mittwoch nach ^flngflen. II. Dir. 41 p. 380. 

ß. b.'Dl. verlangt wegen bei ©eleitei von Donau« 
worth biö an ben Marbach genauen Bericht. Dat. 1469 
ßanbihut $rctbtag vor (Sraimui. 11. Dir. 91 p. 364 b. 

ß. b. Di. flellt ber 0tabt Slugiburg einen ©eleiti« 
brief nach ßanbihut oui. Dat. ßanbihut Mittwoch nach 
(Jraimui. VI. 

2. b. Di. hebt mit bem Jperftog Gilbert gemeinfam bai 
ßanbgebot gegen ßlugiburg auf. Dat. 1469. ßanbihut 
0amflag nach 0t. 23eit. III. Copia. SBacbierp Regest«. 
IV. Dir. 569. 

ß. b. ft. verfpriebt ben Vertrag mit ber 0tabt ßlugi# 
bürg. „1469 ßanbihut am 0t. DJeittag" (vide ßori ßecb* 
rain p. 197) genau ein&uhalten. Dat. 1469 ßanbihut 
0araflag nach 0t. 93eit. III. Copia. 

<£thart ber ßlbt ju (Jberiberg verlauft bem f>er$og 
ßubwig bie $ofmartt ßlnjhofen. Dat. 1469 Gberiberg 
am Margareten $ag. II. Dir. 48 p. 14 b. 

ß. b. Dl. nimmt ben ©eorg tyeufeber in fein £of« 
geflnb auf. Dat. 1469 ßanbihut 0onntag vor Sotob. 
II. Dir. 81 p. 82 b. 

ß. b. Dl. theilt bem $erjog ßllbert 3 „ungütlicb" 
Schreiben Jpanni bei Diufpergeri mit. Dat. 1469 ßanbihut 
0onntag nach Magbalena. II. 3 p. 324. 


N 


Digitized by Google 




1469 | 

M. 3 alp. 

1469 

». 3ulp. 


1469 

m «»fl. 


1469 

S. ©ept. 


1469 

4. 6«pt. 


1469 

li» e*pt 


1469 

t Ott. 


1469 

II. oet. 


* %• 

1469 

it. Oft. 

i 

1469 

i» Del. 


1470 

T. 3dn. 


1470 

II. 3in. 


1470 

II. 3Än. 


4fr, tomtf', Nf lUuljctt* 409 

N 

ß. 9. 01. $ienftbrief für <3eorg ^eufcher. Dtt. 1469 
ßanblhut ©onbtag vor Sflfob. II. 9?r. 82 p. 117 b. 

ß. b. 91. verweifet £ann* bem 9tufperger bie unge* 
bührlichen ©orte, bie berfelbe, bei Schloffel .Kolmberg 
wegen, gegen ben £er$og Wibrecht gebraucht. Dat. 1469 
ßanblhut nach 3afob. 11 3 p. 327 b. 

ß. b. 9t. an b. Jperjog Ulbert wegen ber Klage bei 
£annl 9tufperger. Dat. 1469 ßanblhut grtag nach ©aria 
Himmelfahrt. 11. 3 p. 334. 

©eorg, König ju S6hmen, erneuert, auf Sitte bei §erj. 
ßubwig von Sägern, bemfefben bie Serfchreibungen über 
$aibecf. Dat. 1470 $refj bürg am (Jgibientag. Il.'Jtr. 94. 

p. 20. , ' ’ , 

ß. b. 9t. an $annl 9?ufperget, baf berfelbe (ich mit » 
bem |>erjog Ulbert wegen Kaimberg vereinige. Dat. 1469 
fcanblhut ©onbtag nach Sgtb. 11. 3 p. 335b. 

ß. b. 9t. an b. £er$og Sllbert, ob berfelbe geneigt fep, 
bem 9tufperger einen 2ag nach Sb am anjufepen. Dat. 
1469 ßanblhutftreibtag nach Kreuj=(5ihobung. II. 3 p. 340. 

ß. b. 9t. an b. £er$og Sllbert; will' bie Sache be6, 
9?ufpergerl am ßujien»$ag $u Sbam vornehmen. Dat. 1469 
ßanblhut Sonntag nach ©ichael. II. 3 p. 347b. 

ß. b. 9t. fünbet bem $>annl 97ufperger an, baf et , 
in feinem Streite mit bem JJ>er$og Ulbert auf St ßucien* 
tag nach Sbani feine 9tdtbe fenben wolle. Dat. 1469 
ßanblhut (Jrtag nach 2>iongl. 11. 3 p. 353. 

ß. b. 9t. an b. Jperjog Sllbert, baf berfelbe ben $ag 
ju (Sbflnt wegen ber 9tufpergifchen Sache befcpirfe. Dat., 
1469 ßanblhut ©ittwoch nach 2>iongl. 11. 3 p. 354. 

ß. b. 9t. an $annfen 9tufperger, baf er bie Sereint' 
gung ju Sbam, vor bem ßu&ientag, ba Jperjog Ulbert 
©efchüften halber aufer ßanbei fleh begebe, auf Conver- 
sioiiis Pauli verlege. Dat. 1469 ßanblhut $reibtag nach. 
>2lnbreal. 11. 3 p. 357. 

ß. b. 9t. theilt bem $annl 9?ufperger bal freie ®e* 
teit bei £er$ogl ‘tllbert auf Conversionis Pauli nach Sh fl nt 
mit. Dat. 1470 ßanblhut Sonntag nach hl* 3 König. 

II. 3 p. 369« 

ß. b. 9t. forbert ben 9tatb ju ßanblhut auf ben <5r* 
tag fchierift (16/i) vor fich wegen ber ©effe, welche Katta« 
rina £ain$elmann nach St. ©artin geftiftet. Dat. ^470 
ßanblhut ©onbtag vor 2lnton. IV. Originale. 

ß. b< 9t. $ienftbrief für Ulrich ©arfchaH von St* 


Digilized by Google 


m 


w: * 

1470 

M. 3dn. 

Ji. *V-< . > 

WM 

1470 

». 3än. 


1470 

5. J&orn. 

.■ 

1470 

]•. 4?orn. 

jfii; ■ 

«an- 

1470 

14. $orn. 

1470 

II. SR&t). 

V * 

1470 

n. «n&n. 

r:f • 

<n: 

14?0 

1470 

31. SKdrj. 

1470 

31. ®ldrj- 


1470 

4» Xptil 

1470 

8« 3l*>tÜ. 


ittttift für C 4kfn#|d(i|iri)t4 _ ' 

berbatp. Dat 1470 2anbbput $abian unb ©ePaftiantag 
II. 9fr. 81 p. 83. 9fr. 82 p. 118 b, Uifc4 J* 

b. 91. an Jpannb Ofufperger; er liefert ein 
frei«« Geleit auf 40 Sage ju bem $ag ju (Spam. Ott., 
1470 2anbbput 9Jlittwecp _ por Convemio Pauli. 11. 3 
p. 362 b. 

£. b. Ol. will beit neuen Za$ ju Olegenbburg, wegen 
ber 9fufpergifcpen @acpe, befepitfen. Dat. 1470 2«np*put 
£rtag naep Convereio Pauli. II, 3 p. 367 b. 

2. b. 91. 3)ienjlbrief für Jpeinricp $affurter, 33urger 
ju Supern. Dat. 1470 2anbbput am gigatpatag. II 
9lr. 81 p. 81 b. II. 9?r. 82 p. 49.., 

2. b. 91. fpriept flttjifcpen bem ^faljgrafen Otto, bera 
flbte 9fitolaub p. SBalbfaflen, mit Durian p. ©utenftniW, 
§errn ju 23raiten|tein. Üat. 1470 OlegenbPurg am ?lpol* 
lonia.Jflg. il. 5h. 9 p. #| bj 

2. b. 91. PerDipt bem £annb 2üngel einen £of |i 
Obernborf, in ber £err|cpaft glog. Dat. 1470 2anbeput' 
am 6t S3alentinbtag. il. 9?r. 111 p. 41b. 

2. b. 91. pertrdgt ftep mit bem Klofler Olopr wegen 
beb 3«P*ntb ju SJltpeim. Üat. 1470 2anb6put greiötog ' 
naep Gregori Papae. V. 

2. b 91. nimmt ben Ulricp Sailer, Bürger ju 2auingen* 
weleper ben ©<org 6toljenober, beb Jperjogt 2)iener, er* 
fepoffen, ba er für beb SDerfiorbenen Seele ffiaflfaprten unb 
anber SOIoglicpeb getpati, wieber ju ©naben auf« Dat 1470 
2anbbput ^Pftnjtag naep lteinimscere. il. 9fr. 82 p. 125. 

2. b. 9t. 2)ienftbrief für Martin Dfdbinger aub tyaffau. 
Dat. 1470 2anbbput §reibtag Per Laetare. ■ il. 9lr. 82 
P« 127 b. , qftlt 

2» b. 91. an ben 93ifcpof ju Sreifing wegen beb 
tageb ber Äatparina Jpainjelmannin bei 0t. Martin in 
2anbbput. Dat. 1470 2anbbput ©amftag Per Laetare. 
IV. Originale. 

2. b. 9t. fenbet &annb ben SDeftenborfer, Pfarrer bei 
©LSoboct u. £annb §cf er, 9ti(pter, ju 2anbbp., gemeinfepaft* 
liep mit beb Jperjogb Ulbert Oldtpen ikKp Olegtnbbiirg wegen 
Oieformation ber &lo(ler Ober« unb 9fwber müitfter, un& 
6t. ty*ul in Olegenbburg. Dat. 1470 2anbbput ©antfli»} 
POr Laetare. II. 9fr. 27 p. 38. 

2. b. £R«. $ienflbrief für ©eorg pon tyinbwang. üat. 
1470 2anbbput ÜJlittwocp naep Laetare. IL 9fr. 82 p 128* 

2. b. 9t. an ben ©ifcpof #einricp ppn OlegenbMj# 


V 


I 


1470 

8. Vpcil. 


1470 

10. Vpc il 


W 

1470 

IS. aprit. 


1470 

lt. Xpcil. 


1470 

jo. vpcil. 


1470 

SS. Vpcil. 

1470 

SS. Vpril. 

1470 

SO. Vpcil. 

1470 

4. *SJlax). 


Cabvrf’o teo fUui^ni. 441 

• • 

baß er (leb »«gen bed Scbar»er!ed, fo bie armen 2eut b.§o(&/ 
(hfted [Hegendburg vom Schlöffe £o&enburg am 3nn in 
kapern leiften müßten, genau erfunbigen »olle. Dat. 1470 
2anbd|>ut an Sonntag Judica. Sigillum im press uro. 

2. b. 91. an ben Jperjog Ulbert, von ben 3 .Rio* 
(lern &abe (leb nur (Riebermünjler bi« Reformation burch- 
ibre beiberfeitigen Commissari,* auctoritate apostolica, gefall 
len laffeit. Dat. 1470 ßanbebut Sonntag Judica. II. 6fr. 
27 p. 40. 

Ulbert b. 91. an ben Jperjog 2ub»ig, er habe bera ®t* 
fc&ofe von 91egendburg »egen Oieformation unb (8i(ltation 
ber JUojler lieber* u. DbersSWünflet unb St. (Paul in 91e* 
gendburg gefebrieben* Dat. 1470 üflünepen @rtog nach 
Judica. II. 9?r. 27 p. 43. 

2. b. 91. an ben (Sifchof f)einrich $u 91«g«ndburg, «r 
banft ibm für bi« Unterftü^ung ber Reformation ber 3 
Olegendburgifcben Jtlofler. Dat. 1470 2anbd|?ut ^futytag 
n ad) Judica. II. 9?r. 27 p. 4a > 

2. b. 91. an ben £er$og Ulbert, er habe mit bem 93U 
febof ipeinricb von Olegendburg, ber in ber Vorbern '.Wacht,, 
(12. dlpril) bet ihm in 2anbdbut getvefen, »egen 9tefor< 
matton ber 3 Olegendburgifcben Klofler gerebet. Dal. 1470 
2anbdbut $reibtag nach Judica. II. 9?r. 27 p. 49. 

2. b. 91. an @eorg Drdchfel, Domherrn $u Olegend* 
bürg, Pfarrer $u Decfenborf, unb Ulrich (Parth/ Domherrn 
$u ftegendburg unb (Pfarrer ju Wtbaim, baß felbe bem 
SWagifler Olofenbetmer, feinem unb bed Jperjog Sllbertd 
Procurator, in ber Oieformation ber 3 91egendb. Älofler 
33eiflanb leiflert füllen. Dat. 1470 ßanbdhut üflitt»och 
nach (Palmtag. II. 9?r. 27 p. öS. 

2. b. 91. Snflruftion für £annd (2rbran, Oberricpter 
jußanbdbut, »egen ber 3 Olegendb. Jtlofler. Dat. 1470 
2anbdhut ÜHonbtag in ben Ojlerfeiertägen. II. 9?r. 27 p. 57- 

2. b. 91. Dienfibrief für SWcifler 3afob Senft ald 
(Balbierer. Dat. 1470 2anbdbut SWonbtag nach Oftern. U. 
'Jfr. 82 p. 132 b. > . 

2. b. 91. berichtet bem Jperjog (Ulbert/ »ad bidber in 
ber Oleformajion ber 3 Olegenöb, Älofler gefcanbelt »orben. 
Dat. 14702anbdb- OWonbtag nach Quasirnodo. 11. 9?r. 27 p. 621». 

2. b. 91. an Ulrich (*bran, baß er (Ich noch einmal 
ju bem Oifcbof von 9legendburg, »egen ber 3 Üloflcr, 
verfüge. Dat. 1470 2anbdfcut greibtag nach ßreuj*(£tfn* 
bung. II. 9?r. 27 p. 69. 


1 


41& ' iftttife für 

/ 


1470 

11. Vlap. 

1470 

3. 3uni). 

1470 

(■ 3un$. 

1470 

ft. 3unij. 


1470 

14. 3un)j. 

1470 

ST. Sun)}. 

1470 

II. 3*np. 


1470 

1. 3ut$. 


1470 

s. 3uhj. 


1470 

14. Bug. 


1470 

31. ©fpt. 


1470 

29. ©fpt. 


* vj ■ t . i t. m> . . . * i i <• w’ *i r «•. » r » • 

£. b. 01. laßt mit bem Otathe ju 01egen6burg, wegen 
ber £eiligtbümer , unterbanbelit. Dat. 1470 ßanbehut 
greibtag nor Jubilate. 11. 9fr. 27 p. 70. 

ß. b. 91. an b. ®r. Ulrich nonDctting, er wolle tef« 
fen Sa;be in ßanbebut nerbnnbcln. Dat. 1470 ßauingen 
Sonntag St. (Jraemue. II. Oir. 91 p. 369. 

ß. b. 01. Scbupbrief für Jjpeinrich non Stambeim ju 
©albfirchen, ben jungem. Dat. 1470 Oleuburg SJfittwocb 
nach (Jraemue. 11.9fr. 81 p. 81b. II. 9fr. 82 p. 129 b. 

ß- b. 01. an ben ©ifcbof ju Olegeneburg, baß berfelbe 
bie Oieformation ber 3 Olegeneb. «Klofler förbere. Dat. 1470 
ßanbebut am Wntlajtag. If. 9fr. 27 p. 84 b. 

ß. b. 01. 2}ienflbrief für ÜTfeijter tyeter non §eibelberg 
all ©üchfenmeifter. Dat. 1470 ßanbebut Sonntag 3o* 
hann Baptistae. II. 9?r. 82 p. 131 b. 

ß. b. 01. oerleibt bem (jberharb tWiftelbccf bal Dient« 
meifteramt 5Beibin. Dat. 1470 ßanbebut Mittwoch nach 
Subenten. II. 9fr. 82 p. 112. 

ß. b. 01. an ben ©ifchof n. greiftng wegen be$ Sabrtagel 
ber Katharina Jpain^elmannin bei St. Martin in ßanbe* 
but. Dat. 1470 ßanbebut greibtag tycter unb *Paul. IV. 
Originale. 

ß. b. 01. u. mit ihm ber Jper$og ßllbert fenben ben frater 
Chrintoph, Ordini* de Observantia, an ben 9Japft Wegen 
Oieformation ber 3 Otegeneburgifcben Klofter. Dat. 1470 
ßanbebut 1. Sulp. H. 9fr. 27 p. 73. 

ß. b. 01 unb mit ihm ber Jperjog ßllbert geben bem 
©ruber G&brijtopb bee ©arfüffer-Orbene Snfltuftion, wae 
er in Olorn $u hanteln. Dat. 1470 ßanbehut Viaitatio 
Mariae. II. 9fr. 27 p. 80. 

ß. b. 91. an ben Pfarrer non Torfen, baß er ftd) mit 
tyeter ÜJIaper non Jpin0maning, einem armen JOfann, gütlich 
nertragen mochte. Dat. 1470 ßanbehut (Jrtag U. ß. grau 
2Jbenb Assumptionis. 

ß. b. 01. berichtet bem £>er$og Gilbert, bie Älofler 
Obermünflcr unb St. tyaul haben einen Schuhbrief b<6 
Jtaifere, wegen ihrer Oieformation/ beigebracht. Dat. 1470 
ßanbebut am 9JIattbüuetag. II. 9fr. 27. p. 83. 

23ilhelm ber 2rauner, Pfleger $u Dlafdjcnberg , ner* 
lauft bem Jperjog ßubwig non ©a\)ern a) ben 3 c b«ut> 
welchen »fJchaj ber 2öifpecf inbat, b) bae jpacfelgut ju 
gribolftng, c) 2 ©üter ju (Jberbarbing , d) 1 @ut ju 
Düttling, alle« Sittmaninger ©nicht, um 1000 fl. Üflit* 


\ 


j 


Dlgjtized by Google 


I 


* _ V 

/ 


1470 

*0. Gept. 

1470 

t. Olt. 

1470 

t. Olt. 


1470 

io. ott. 


1470 

10. Mo». 

1470 

io. 9lot>. 

1471 

1. 2Dt|. 

1471 

1.34». 

. \ 

1471 

l»3äo. 


1471 

. 11.34a. 


1471 

11. 34a. 


1471 

tS.34n. 


1471 

18 . Ztpt. 


4er^j fotoifY tri Ritr^ra. 413 

% 

ftegler ©Jilbehn p. @rei§, 3dgermeifler ju 2anb«&ut. Dat. 

1470 2anb$but @1. ©iitbaelätog. 1, Originale. 

©tilbelm b. brauner ertrabirt bera £erjog 2ub»ig p. 

kapern obige @üier. Dat. 1470. 2anb*but Sonntag na$ 
©ticbael. 1. Orig. 

2. b. 9t. nimmt ben 2)ompropft ju Salzburg, Kafpar, 
ju feinem Dtatb auf. Dat. 1470 2anb$but ©tonbtag oor 
$ionp6. 11. 9fr. 81 pag. 88 b. 11. 9fr. 82 134 b. 

2. b. 9t. fe$t bem Grafen Ulrich ju Detting, »egen • 
bcd ©eleltel oon 2)onau»6rtb bi6 ©tarbacb / einen 9te<bt6« 
tag auf ttnbrea* nach 2anb6but an. Dat. 1470 2anb4» 
but Qhrtag 2>ionpft. II. 9?r. Öl pag. 365. 

2. b. 9t. 2)ienftbrief für Äafpar ©anicbner, mit 5 
©ferben. Dat. 1470 Grcfenfelben Sonntag Simon unb 
3uba$. 11. 9?r. 81 pag. 90. 9?r. 82 pag. 138. 

2. b. 9t. 2)ienftbrief für 3ahb ©raun. Dat. 1470 
©urgbaufen Samftag nad> 2eonbarb. II. 9fr. 82 p.!45b. 

2. b. 9t. Scbujjbrief für ©teifter ßonrab ©Jurtenber# 
ger oon Geringen/ »egen feiner Jtunjt. Dat. 1470 2anb6« 
but Sreibtag ©nbrd. II. 9fr. 82 pag. 137. 

2. b. 9t. $ie»ftbrief für $ann6 oon Sparrenegt ' 
Dat. 1470 2anblbut Samftag na<b ©nbreal. ll.9tr.82p. 135. 

2. b. 9t. Sienflbrief für Stepban Hufnagel. .Dat. 

1471 2anb*but «m neuen 3<>Mtag. II. 9?r. 81 pag. 92. 

11 9?r. 82 pag. 141 b. 

2. b. 9t. an U(ri<& Durcbjifber, Saljmeifter jn 9tei« 
cbenbaB, »egen ber neuen Sa^orbnung. Dat. 4471 
2anb*but Samftag nach <5rbarb. I. Orig. 

2. b. 9t. nimmt ben tyeter ©tite oon Capraniio, 2icen* 
tiaten unb ©rdceptor ber beiben Jpdufer unb Spitdfer St. 
Slntonien . Orben* ju ©lemtningen unb ©tompeßier, in 
feinen Stbu#. Dat. 1471 2anb*but ©littwocb porllnton. 

II. 9tr. 82 pag. 140. 

2. b. 9t. fenbet feine SRdtbe nach Salzburg jur Unter« 
banblung »egen be6 SaljeO ju ffieicbenbafl. Dat. 1471 
2anb*but ©finjtag St. ©ntonfttag. 1. Orig. 

2. b. 9t. erbdlt einen ©erlebt über ba6 Sal$»efen ju 
9teicbenbaQ. Praesentatum 1471 2anb*but ©?itt»c<b nach 
©incenj. 1. Orig. 

2 b. 9t. an $annö ©runner, 3oßner ju Obing, baf 
berfelbe pon ben ©urgern ju ©Jaflerburg fein Umgelb 
mehr fertere. Dat. 1471 2anb*but Samftag na<b Seba# 
ftian. 11. 9?r. 9 pag. 68b. . 


\ 


Digitized by Google 


1 


JAi jftttriit nt Ctfcmit feh M tf r 


1471 

3. $orn. 

1471 

6. 4?orn. 

1471 

15. 4?orn. 

1471 

13. £orn. 

1471 

II. -vorn. 

1471 

16. $orn. 


1471 

l.WArj. 


1471 

t.SWAtj. : 


1471 

17. «Kdrj. 


1471 

ai.QJlirj, 

9 

1471 

95. 9lpril. 

1471 

18. Sulp. 

1471 

Sl. 3 uh). 


2. b. 9t. »erleibt bem 2Bilbelm ©alborfer ba$ Jfoftem 
amt Srigolflabt. Dat. 1471 ßanbebut am ßicbtmejjtag. 

II. 9?r. 124 pag. 148 b. 

ß. b. 9t. nimmt ben ßtenbarb ©riefenauer in feiitftof* 
geftnb auf. Dat. 1471 2anb$but Mittwoch »tr 2)orotbeo. 

11. 9?r. 81 pag. 91b. 

2. b. 9t. crl^t eine neue ©aljorbnung ju 9teicben* 
ball. Dat. 1471 £anb$|?ut (5rtag nach ©cbrlaftifa. 1. Orig, 
cum aigillo. 

2. b. 9t. beftimmt ben ßobn ber Holzarbeiter ju 
9teicben^aQ. Dat. 1471 2anbebut üflittwocb noch Hc^o* 
laflifa. I. Orig. 

2. b. 9t. 2)ienjtbrief für ©abriel ©riefenauer mit 4 
tyferben. Dat. 1471 2anb*but Mittwoch nach 2>orotljea. 

11. 9tr. 82 pag. 141. 

ß. b. 9t. verträgt ftcb mit 2öilbelm »on ©cbwabfperg, 
ber einen dauern au$ bem ©er. Jpeibenbeim gefangen, 
babin, bajj biefer ibm auf 3 Sabre biene. Dat. 1471 * 
£anb$but Sreibtag nach Hcbolaftita. II. 9?r. 82 p. 143b. 

2. b. 9t. 2)ienftbrief für Ulrich ©teiger, 2>recb*ler 
bon ©aljburg. Dat. 1471 £anbbbut$reibtag »or lovocavit. 
11. 9tr. 82 pag. 90. 1 

ß. b. 9t. »erjeibt bem (Sbriftopb 2inb, SSurger ju ©nlj» 
bürg, biejrrungen, welche berfelbe mit ©olfgang £oben» 
taner, etwan BoUner $u Braunau, gehabt. Dat. 1471 
£anb$but ©amftag »or Reminiacere. 11. 9?r. 82 p. 144b. 

2. b. 9t. erlaubt ben Burgern $u (Jrbing , auf bem 
Sifcbwaffer bie ©emein genannt, fo weit bab 9tecbt ber 
©tabt bierju gebet, ju ftfeben, jeboeb füllen bie §ifcbe 
nirgenbb all auf ber Sifcbbanf ju £rbing »erlauft wer* 
ben. Dat. 1471 ßanb6but 2)onnerftag nach -Reminiacere. 
Copia b. ©labt (Jrbing. 

2. b. 9t. ©ienftbrief für £ann$ »on 9tinacb mit 5 
tyferben. Dat. 1471 Sngolftabt ©onntag Judica. II. 9tr. 
82 pag. 147. 

2. b. 9t. 2>ienflbrief für £ann$ »on 9tinacb. Dat. 
1471 2anbbbut ^Pfünjtog nad) ©eorg. 11. 9?r. 81 p. 130. 

2. b. 9t. $ienftbrief für ÜHatbeö 2Dalicben. Dat. 1471 
9tegenöburg tyftnjtag nach Diviuionis Apostolorum. 11. 
9tr. 82 pag. 156. , . 7 V 

2. b. 9t. ernennt ben 9)?atfler ßlbrabam, einen 3irt en ' 
berühmt wegen ber 21r$nei!unft, ju feinem 2lrjt. Dat. 
1471 9tegcn$buvg 2flittwocb nach Salob. 11. 9tr. 81 p.23. 


f 


Digitized by Google 


1471 

St* 3l«ß. 

* 1471 

15. Gtpt. 

1471 

8. Oft. 


1471 

• 5. DH. 

1471 

14. Ott. 


1471 

18. Ott. 


1471 

18. 9U». 

1471 

18. 9lot>. 


1471 

t. SDej. 

1471 

11. Ocj. 

« 

1471 

IS. £t|. 


$et}*g C«bwij , 0 iei Rwljni. 


411 


ß. b. 91. $ienftbrief für 2ienharb ßiebhart, ©urger 
$u Schdrbtng. Dat. 1471 2anblhut SJtonbtag nach 33ar* 
tholomd. II. 9tr. 81 pag. 114. 

2. b. 9t. fenbet feine 9tdtbe an ben Äaifer. Dat. 1471 - 
tyaffau Sonntag nach 5treuj-'(5rh6hung. H. 9?r.3i p. 217. 

2. S. b. 9t. man foll in 3ulunft geweihte tyerfonen, ' 
bie gefänglich ju halten finb, fogleich bem tyropfte in 
Naumburg aulliefern, unb fte nicht juvor plünbern unb 
berauben. Dat. 2471 ßanblhut *Pfln$tag nach Michael. l.Cop. 

2. b. 9t. verleiht ben Bürgern Scpärbing bie 
3Rauth bafelbjt. Dat. 1471 2anböhut tyftn^tag nach 
Michael. V. 

ß. b. 9t. an ben ©rnfen Ulrich von£)etting, er wolle 
fleh nächftenl in bal Oberlanb verfügen, unb ihm von 
ba au* wegen ihrer 3rrungen fchreiben. Dat. 1471 2anbl* 
but ÜÄonbtag vor ©allul. II. 9tr. 91 pag. 369 b. 

2. b. 9t. „vermerlft bie orbnung ber ein jeber unfet ' 
©emähel hofmepfter, fuchenmepfter unb Pfleger $u 35urf* 
häufen gegenwärtig unb fünftig fürton bep unjern Stuel* 
fnappen unb Wächtern — nachgeen foHen." Dat. 1471 
93urgbaufen Drehtag nach Simon unb 3uba6. 11. 9?r. 24 
pag. 224. mit Siegel unb eigenhänbiger Unterfcprift * 
ß. b. 9t. 2)ienftbrief für Stephan 9t. all J£>ofmaurer. 
Dat. 1471 2anblput Mittwoch nach tDtartin. 11. 9tr. 81 
pag. 110 b. 

• ß. b. Sft. befiehlt, auf bei Äaiferl SBorbitte, feinem 
itaftner ju Äranblberg unb 93erwefer ju ßlltmünfler, ber 
Dteigferin, etwan ßlbtiffin ju ßlttomünfter, aul bei JCto« 
fterl ©ulten, auf ihre 2eben6bauer, jährlich auf ©ticpaeli 
0 $fb* bl. ju reichen. Dat. 1471 ßanblput ©rtag vor 
(Sorbinian. II. 9?r. 82 pag. 149. 

ß. b. 9t. betätigt bie Freiheiten ber Stabt ßauingen. • 
Dat. 1471 2auingen Sonntag nach'Jtitolaul. 111. 9tr. 3075. 

2* b. 9t. betätigt bie Freiheiten ber Stabt ßlicpach. ’Dat. 
1471 ßlichach Mittwoch nach 9fifolai. Copia b. ^tflorifc^en 
S3ereinel. sub. 9tr. 1133. 

2. b. 9t. Scpupbrtef für Stephan £allanger unb 
beffen Schloff 9tanach. Dat. 1471 jngolftabt Sonntag 
nach ßueia. II. 9?r. 81 pag. 117. 

ß. b. 9t. beftdtigt nach bem $obe bei ©rafenßonrab 
ju £aibeef bie Freiheiten ber £errfcpaft bafelbft. Dat. 
1471 3ngo!ftabt nach ßueia. 11. 9tr. 94 pag. 24. 


I 



ft (träft für ftbnt#gtfri)trl)!t 


/ 


1472 

i. 3&n. 

1472 

« 

9. 5Dl&rj. 

1472 

9.**>r«. 


1472 

8. S Jtap. 


1472 

18. 3un. 


1 


1472 

t. 3utp. 


1472 

91. Sulp. 

1472 

91. Snlp. 

« 


1472 

* 

II. ©rpt. 


1472 

14. ©.pt. 

1472 

•. Oft. 


2. b. 9t. beftdtigt baß Klofter Sllberfpach in bem 
23efip ber 3 incorporirten Pfarreien. Dat. 1472 2anbßhut 
©onntag nach Circumcisio Domini. ' V. 

2. b. 9t. erlaubt ber (Stabt #aibecf, bie bortigen 
©tabtgrdben auf 3 S^bre ju benupen. Dat. 1472 2anbß* 
put üftonbtag nach Ocuü. 11. 9?r. 94 pag. 27b. 

2. b. 9t. perbietet bem tropfte pon Saumburg/ ohne 
feinen SBiffen eiwaß $u perfaufen, noch auf ewig ju per« 
(eiben. Dat. 1472 2anbßbut Freibtag nach ben Öfter* 
feiertagen. 

2. b. 9t. an ben Pfleger ju Kling, Gigmunb 2ap» 
minger, unb Ulrich ©tofhl, Pfleger ju 2Bi Iben wart, 
etlicher Urbar tpegen in ©er. 2öilbenwart. Dat. 1472 
3ngolflnbt $reibtag nach Aucenaio Dmni., 

2. b. 9t. nachbem bie sparfüffer bie 9tegel ber Dbfer* 
panten angenommen unb alß folcbe lein Gigentbum befipen 
burfen, fo jiebt er ben ©arten, welcher ben minbernSrit* 
bem gehörte, unb oor bem Slpore &u Sanbßhut gelegen ift, 
ein, bewilligt aber bafur ben Obferpanten baß in ihrem 
©arten entfpiingcnbe 2Baffer. Dat. 1472 2anbßhut üftonb* 
tag ©. S3eit. 

2. b. 9t. Perleiht auf Slbfterben $. £>annfen pon $rep« 
{Ing anftatt ©arbara (unb HRargaretb ihrer ©cfcwefter), ber 
£außfrauKafparß pon $hum, bemfelben baß Jpalßgericbt 
unb bie 2eben ju 2lu. Dat. 1472 3ngol{tabt 2. 3ulp. 

2. b. 9t. beftdtigt bie Freiheiten beß SRarfteß $6traef. 
Dat. 1472 3ngol|tabt 2flonbtog nach Ulrich* Copia. 

•2 b. 9t perleiht Slnbrd bem ©ajfner pon 9tuepolbing K. 
baß ©efchwant unb 9?eugereut, bie ©trän genannt, }U 
ben ©chwarjwälbern beß ©aljerjteß 9teichenhaU gehörig, 
in bem üfliefenpacb, 2raunfteiner ©erichtß. Dat. 14722anbß« 
hut SWonbtag nach 3afob. 1. Copia. 

2. b. 9t. an £annß tyerlbofer, 9tentmeifter &u Söaffer« 
bürg, berfelbe fofl {Ich inßgeheim ertunbigen, waß bie ©tabt 
2Bafferburg Pen bem 1 Pfennig 300, welchen fle pon 
jeber ©cbeibe ©aljeß erhebt, eigentlich gebauet. Dat. 1472 
2anbßbut ©amftag nach Kreuj« Erhöhung. 1. Orig. 

2« b. 9t. an bie Statthalter ju Slnfpacb, ipannß pon 
©ecfenborf, pon ÜReren, fep fein 2anbfd(fe. Dat. 1472 
©urgboufen am 9tuprechtßtag. 11. 97r. 91 pag. 29. 

2. b. 9t. an tehriftopb Pon Frepberg, Pfleger ju 
Kufftain, bajj berfelbe nach bem Sobc beß 21nbreaß 
HÖiefer, bem Kilian $ranbt bie potsesa auf bie Vfarret 


i 


i 


Digilized by Google 


1 


»i. Kridjcn, 4if 


1472 

3. 21 ov. 

1472 
1. £<(• 


1473 

21. 3in. 

1473 

26. 3<in. 

1473 

31. San. 


1473 

3. Jporn. 

1473 

12. £orn. 

1473 

19. J£>orn. 

1473 

22. Jporn. 


1473 

12. Üttärj. 

1473 

2S. üHdrj. 

1473 

, 11. April. 


&ir<bbu(f>e( ect^eiU. Dat. 1472 Dlegenbburg G?rtag na$ 
Sran&ibfub. 1. 

ß. b. 91. an bab jtlofler 93aumburg , Sürbitte für 
bi e Aufnahme beb $#ter £><$cfl alb sptrüntter in bab 
Jfclofter. Dat. 1472 Sngoljlabt (£rtag nach Aßfr^eiligen. 1. 

2. D. öav. ermahnt bab JUcfler Naumburg, baß eb 
bie fcbulbige ßanbfleuer an Dlenhnetfler (?raem. 

ßjfatnberger ju ©urgbaufett be^a^U. Dif. 1472 SWitt* 
road) oor Barbara. 1. 

ß. b. 91. 2)ienflbrtef für SHetricb 0(&aibfelbir. Dat« 
1473 3ngol|labt am Agnebtag. II. 9fr. 81 pag. 127 b. 

2. b. 91. Oerleibt Deuiricb bem .Kammerberger tu 
pflege ©erolftng. Dat. 1473 Sn^oCflatt $re¥bt { ag na<& 
‘Paul Sefebrung. II. 9fr. 124, 241. r:,.\»y 

2. b. 91. an £annfen 28erlicb, Pfleger juERoobbtfrg, 
baß berfelbe bic ^riejler ber >2)ecbanei ju 3®Öing mit 
0d)avrocrten oerfcbone. Dat. 1473 Sngotflabt Üftittmocp ' 
nacp *pauli Belehrung. Sigiitum a tergo impressura. IV. 

ß. b. DU 2)ienftbrief für ©igmünb 3immermann. Dat. 
1473 Sngolflabt am ifllaflentag. II. 9?r. 81 pag. 78. 

2. b. 91. 2)ienftbrief für heißer tyeter von £eibelberg 
alb ©üdjfenmeifler. Dat. 1473 Ongolftabt ÜHonbtag nach 
Dorothea. U. 9fr. 48 pag. 128. 

2. b. 91. wegen cineb $u SEpalmafflttg gefangenen 
üJfanneb.’ Dat. 1473 3ngolflabt Üflittwocb nach Valentin. 

II. 9fr. 91 pag. 87 b. 

2. b. 9t toiQ mit bem £>er$cg Ulbert Wegen beb ©als 
jeb ju DteitfcenbaU urtterbanbeln. Dat. 1473 3ngolftabt 
Üftonbtag Cathedra Petri. 1. Orig* , ‘ 

ß. b. 91. oerleibt bem £annb oon ©ecfenborf, genannt 
Aberbnr, einen £of ju ©unboljtetm. Dat. 1473 3ngoD 
jlabt Sreibtag nach InVocavit. II. 9?r. 48 pag. 239. 

2. b. 91. 2)ienflbrief für £cinri(b 2onborfer. Dat. < 
1473 3ngoljldbl ^Pftn^tag Oor Laetare. 11. 9fr. 81 p 129. 

ß. b. 91. 2)ienfU>rief für ©abriel önbuber.. Dat. 1473 
3ngolfldbt Sreibiag 0t. ©eorgentag. II. 9fr. 81 p. 126. 


1473 

8. ÜJiap. 


1473 

25. AM«?. 


ß. b. 9t. an SBilbelm 9 Bün <bauer, 91 itpier ju 
Ki&bücbel, baß Derfelbe bie Appellation beb. ©tepban 
DJfittermofer »egen beb ©uteb $u BRpfcn/ Kipbütbler ©er./ 
Kircbborfer $farr, unterfucpe. Dat 1473 Ougolfta&i $rlAB 
nacp Cantate. I. 

ß. b. 9t. 2>tinfU>riif für Sobublo, $errn auf ©(fetoan* 
IX 27 


V 


Digilized by Google 


fc träft )«r Cfktitift(c^t«)|tt 


4 # 

fr i 

1473 

t. 3 tnip. 

<* 

1473 

». 3 unp. 

»nife : 


,j u 

1473 

•. 3 unp. 

< * i l + } 

/*■ * . 


1473 

t. 3 unp. 

'i 

. f 4 
■ '.t <■ 

1473 

Ci. 3 unp. 

■ • ■ »• it h-i 

1473 

i. 3 uip. 

<■ 1 j : • 

1173 

I. 3 uip. 

J *• 4 

1473 

4 . 3 ulp. 

-I'ii-r;; 

1473 

I. 3 u!p. 

4473 

8 . 3 ttlp. 

% 

1473 

18 . 3 u(p. 

; ■ | 

1473 

II. 3 uip. 

1473 

SS. 3 u(p. 


t 

farg* unb 2>obrufu4 Pon Äamfperg auf Sring. Dit. 1473 
3ngoIftaM am Urbanftag. II. 9fr. 81 pag. 151. 

Ul £• b. SR. perfpricpt bem $>er$og (Spriftcpb p. ©apern, 
«bm 10 3<*br« lang beijuflepen, wenn tr f!4> mit feinem 
©ruber Jperjog $llbrecpt Pergleicpe. Dal. 1473 3ngolftabt 
tyftnjtag per tyftngften. 111. Copia. 

£• b. SR. an (Spriflian Scperenegfer, BoQner )u tüten« 
marlt, man foR alle, welche ungewäpnlicpe 5Bege brauchen 
tpoden, fejtnepmen, ben Üanbfturm gegen fleaufbieten unb fie 
Perwabren. Dal. 1473 3ngolftabt Monbtag nach tyfingften. I. 

b. SR. an ben Jperjog tllbert, er mode ftep über 
bab Stecpt ber Stabt Müncpen, ipr Salj wo immer gu 
taufen, ©eriept erfiatten laffen. Dat. 1473 3»igolflabt 
Mittwocp nact> <5rafmu6. 1. Orig. 

2. b. SR. an (JraOrauO Mapnberger, SRentmeifler ju 
©urgpaufen, bag er bab Klofter gurftenfelb bei ber 
Boflfreipeit Pon Sal$ niept irre. Dat. 1473 3*tgol(tabt 
Mittwocp in ben ¥ftngjtfeiert4gen. Sigillum & tergo im- 
preaaum. 1. 

v £ b. SR. 2>ienfibrief für £lau$, ©urger ©opftng, 
a(* ©üepfenmeifter ju 2ßembbing. Dat. 1473 RDembbing 
(£rtag ^eter unb $au(. U 9fr. 81 pag. 140. 

£. b 31. £ienftbrief für peinriep unb pann* bie 9tau<p 
©ebrübtr ju Singolting. Dat. 1473 3ngolflabt ^ftn^tag 
naep Apeler unb $aul. U. 9?r. 81 p. 139. 

£. b. SR. fepreibt an ben per^og tUbert wegen gegen« 
feitiger Sprüngen. Dat. 1473 3ngolftabt Samftag naep 
ViaiUtio Mariae. 11. 9fr. 18 a p. 107. 

t. b. 9t. perleipt bem Michael Dlieberer fu tyaar ben 
grojjen unb flcinen 3epent ju 9?ieber*$aar. Dat. 1473 
3ngpl(labt Sonntag Ulricp. 1. 

£. b. 9t. Sienftbrief für peinriep 9?otppaft. Dat. 1473 
3ngo(flabt (Jrtag naep Ulricp. 11. 9fr. 8i p. 140 b. 

£. b. SR. erlaubt bem §rig tlmberger, ©urger ju 
Slmberg, Saliter $u fuepen. Dat. 1473 3ugolftab! Vflnj« 
tag naep ©tflibalb. 11. 9fr. 81 p. 140b. ' ; rtMC 

£. b. SR. an ben $er)og tllbert wegen belberfeitfger 
3rrungen. Dat. 1473 3ngolflabt Samftag por Margareta. 
11. 9fr. 18a p. 112 

£. b. 9t. $ienftbrief für Ulricp RBolf, genannt $<m« 
tpug. Dat. 1473 3ngolftabt Sonntag por Margaret. 11 
9fr. 81 p. 143. 

£. b. 9t. 2>tenftbrief für ©eorg Storcp unb Partmann 


1473 

*1. 3«lO- 


'1473 
ss. xug. 


1473 

93. Äug. 

1473 

8. ©rpt. 


1473 

so. <£«pt. 


1473 

SO. ®ept. 


1173 

22. ®cpt. 

1473 

15. DJt. 


1473 
s». Drt. 

1473 

V. Jfto». 


1473 

15.9to». 


1473 

88. 9to». 


4 *r} 0 g Cobwig’i btt Rtifljen. 410 

9lotauer. Dat. 1473 $ocbftet tyfinjtag SWagbalenatag. 11. 
9fr. 81 p. 146 b. 

£. b. 91. erlaubt ben Bürgern ju Ilmberg, bi* jur 
Ausgleichung ber Sache, ihr (Jifen vor 3ngolftabt bor* 
jufübren. Dat. 1473 2Bilbpab bei Kalb Samflag bor 
Vincula Petri. JJ. 9fro. 9 p. 66. 

8. b. 91. $ienftbrief für ßubwtg bon Knoring. Dat. 
1473 ©unbelflng Sonntag bor ©artbolomü. 11. 9fr. 81 
p. 147. 

£. b. 91. neue 93efhillung fürßubwig bon Knflringen. 
Dat. 1473 Mißlingen Montag bor 93artbolomä. 9fr. 81 p. 147. 

£. b. 91. bcfleöt ben 28<ibbifcbof 3*>bann ju OlegenS* 
bürg, episcopura Jieropolit&num, ju feinem 91atb* Dat. 
1473 8anb$but ERaria ©eburt. 11. 9fr. 81 p. 183. 

£. b. 91. 'bolljiebt bie Stiftung einer ewigen üTleffe 
in U. £. grauen Kapelle auf S. 9Rartin$ griebtbof ju 
£anbebut burd? (Jlifabetba bie grunböpergeriti, gcborne 
grauenberger weilanb, unb nennt Komab ben Äägwafer 
als bon ber Stifterin noch ernannten Kaplan. Dat. 1473 
8anbebut ÜRonbtag bor 3Riittb>Üue Evangelist«. IV. 

8. b. 91. $ienflbrief für 2Bilbelm unb griebttch bon 
Slettaw ©ebruber. Dat. 1473 £%mbebut i» vigilia Matthaei 
evaugeliatae. 11. 9fr. 81 p. 186. 

£. b. 91. bewilligt benen bon 5Burman*quicf einen 
ABocpenmarft. Dat. 1473 £nnb6but Mittwoch nach üJlat* 
tbüi Apostoli. V. 

£. b. 91. betätigt bie greibeiten ber ©ewanbfchneiber 
unb Kramer in bem 9fieberlanöe. Dat. 1473 8anb*but 
üRonbtag nach ber 11.000 'DlaibemSLiig. V. 

£. b. 91. 93rief ben SOcbern in 9fieberlanbe gegeben, 
wegen beS (ginfaufe* bed ©arneS. Dat. 1473 £an06but 
fljfonetag nach 11,000 3ungfrauen. V. 

£. b. 91. will mit bem £>erjeg Albert ber ©aljjlrafie 
wegen nach ber Docpjeit feine* Sohne* unterbanbeln. 
Dat. 1473 8anb6but flJlonbtcig nach Ueonbarb. 11. 9fr. 18a 
p. 113 b. 

£. b. 91. beflütigt bie greibeiten ber Stabt unb be*> 
Spitaler ju ’ffietnbbmg. Dat. 1473 £anb*but am Jtatba* 
rinentag. II. 9fr. 40 p. 288 et 290. 

8. b. 91. will feine frühere Sorberung gegen ben 
$erjog Ulbert erläutern. Dat. 1473 £anb*but Samflag 
nach Katharina. 11. 9fr. 81 p. 114 b. 


87 ♦ 


I 



iritrflgr fvr fibe — fridprfrtf 


1473 

T. 2)<§. 

1473 

U. £>q. | 

1473 

18. 2>tj. 


1474 

*. 3önn. 


1474 

11. Sänii. 


1474 

U. $Ann. 


1474 

2. Ji?otn. 

1474 

1. Jporn 

1474 

1. 4?orn. 

1474 

f. $orn. 


1474 

t. 4?orn. 


1474 

1. 97lAtj. 


1474 

7. ilNdr*. 


ß. b. 9t. Dienftbrief für Ebriftepb ©rener. Dat 1473 
ßanbebut Ertag nach Otifolaue. II. 9?r. 81 p. 191. 

> ß. b. ft. 2>ienftbrief für Wifolaue ©rc| ben jungem 
uon Nürnberg. Dat 1473 ßanbebut 'Jftittroocb nach Lu- 
tia. II. 9fr. 81 p. 191b. 

ß. b. 91. an bie etabt ffiafferburg, bie ÜJlürfte 9tofen* 
beim, $rc(|berg, Äraiburg, 'Nltenmarft unb bae jUcjlcr 
‘.Saumburg, (le mochten ibrer iSeite flbgeftinbte jur »Set* 
I«gung ber 3rrungen bet* armen ßeute im <pfUg ©er. Jtliitg 
mit bem Pfleger bafelbft, ©igmunb ßapminger, abfenöen. 
Dat. 1473 ‘Surgbaufen Samftag nacb Lucia. I. 

ß b. ft. perleibt bem ipeinri(t> pon Jpertenberg. bie 
pflege auf bem Schlojl ju ßanbebut auf l 3abr. Dat. 
1474 ßanbebut ^TtittiPOCh in vigilia Kpiphaniae. II. 9fr. 
81 p. 193 b. 

ß. b. 91 $ienftbrief für tyaulue Äal ale ^chirmeifter. 
Dat. 1474 ßanbebut ‘Jftitltpocb nacb Erbarb. II. 9fr. 81 
pag. 195. 

?. b. 91. perorbnet, aufÄIage be^^iopfleöin 93aum» 
bürg, gegen ben Pfleger $u 2roftberg, »regen gebinberter 
Sicheret ju ‘fluffenitetn an ber ‘2il$, eine Unterfuchung 
an. Dat. 1474 ßanbebut (Sonntag por ßichtmeffen. I. Copia. 

ß. b. 91. beflellt ben hochgelehrten Dr. jpannfen ‘Sa* 
reut auf 3 3 fl bre h n feinem ‘2Jrjt. Dat. 1474 ßanbebut 
am £icbtme$tag. II. 9fr. 81 p. 198. 

ß. b. 91. Perleibt bem Jpanne pon $rauenberg bie 
pflege 9feuburg an ber 2>onau. Dat. 1474 ßanbebut am 
ßichtmegtag. II. 9fr. 124 p. 17 b. 

ß. b. ft. 2>ien|tbrief für ßup ben Schott. Dat. 1474 
ßanbebut am ßicbtmejjtag. II. 9fr. 81 p. 7 b. 

ß. b. 91. an ben £>er$og ßubtrig p Selben#, bafl ber* 
felbe feine Erläuterung ber beiberfe’tigen «in* 

fenbe. Dat. 1474. Sftüncben ‘Jttonbtag nach Dorothea. 
II. 9fr. 18 a p. 115. 

ß. b. 9t. an ben £er$og Ulbert; er erwarte, por Ein* 
fenbung feiner Erläuterungen, eine Antwort auf bie frübern 
Sorberungen. Dat. 1474 ßanbebut ‘Jfliltirocb nach 2)ero* 
tbea. II. 9?r. 18 a p. 117 b. 

ß. b. 9t. nimmt ben 3ot1W pon 5Bolffte ; n, nacbbem 
beffen 23ruber ‘2ßilbelm pon 2Bclfjtein ju 2ribel ( am 
2)ionpetag 1473) geftorben, in feine 2)ienfte. Dat. 1474 
ßanbebut ‘Jftittwoch nach lnvocavit. II. 9fr. 81. p. 170. 
ß. b. 9t. fcbü&t bae JUofter Ebereberg in ber freien 


i 


i 


\ 


# 


1 


Digitized by Google 




Jjerjag fab»rg*a bra Ariel)*"« 


421 


1474 

1 . «Btir». 


1474 

IO. 


1474 

10 »idrj. 

1474 

23. 0R4 rj. 


1474 

30. SDldrj. 

1474 

14. Kpril. 

1474 

38. «peil. 

1474 

SO. 9pr. 

1474 

1. 2Hap. 

1474 

4 . SRap. 

1474 

13. Map. 

. 1474 

li. SRap. 


1474 

4 - 3unp. 


RuffteHung ber Äoftenoogt« gegen bi« ©röfen bon Orten« 
bürg. D«t. 1474 ßantobut SRonbtag oor Oculi 1. 

ß. b. 91. an ben ©ifcbof ju Speper; er erwarte, baf 
ber £erjpg Ulbert felbft einen Hag $u Beilegung ber 3** 
rungen bei ibm fudje. Dat. ßanbbbut Montag nach 
Reminiscere. II. 9fr. 18 a p. 117. 

ß. b. 91. IJfi burd> SDdfgang bon £opptng, Pfleger 
ja ©embbirg, bn6 Scblof} ©albern, bad er bbn bem ©ra* 
fen Utrict> ju Oetttng getauft, in ©efty nebmen. Dat. 1474 
ßanbefeut <pfln$tag bor Oculi. II. 9fr. 40 p. 270 b. 

2. b. 9t. 2)ienftbrief für Stepban Hornberger, Pfleger 
$U Jpaüein. Dat. 1474 ßanbebut Dominica Laetare» II. 
9fr. 81 p. 20Sb. 

ß. b. 9t. nimmt ben 3°&°nn bon Rbentberg unb 
beffen Sobn 9tifolauö in feinen Sd>u$ auf, jeber foQ ibm 
mit 14 ober 16 gerüfteten ^ferben bienen. Dat. 1474 
ßonbOiput Mittwoch bor ÜRaria ©ertünbigung. III. 9fr« 
2297 I. p. 40. 

ß. b. 9t. 3>ienflbrief für ©eorg Rmmatt. Dat. 1474 
ßanbbbut SJlontag nach Jüdin. II. 9fr. 81 p. 198. 

ß. b. 9t. Dienftbrief für Rnbrä Sauer. Dat. 1474 
ßanbbbut am Georgentag. II. 9fr. 81 p. 200. 

ß. b. 9t. 2)ienitbrief für jpannb Oiaucb bon Sonolting 
Dat. 1474 ßonbobut tyfinjtag nad) ©eorg. 11. 9fr. 81 p 201 . 

ß. b. 9t. Scbirmbrief für ÜJtargareta bon (Jbetibelm, 
2Bittwe. Dat. 1474 Sanbebut Samfiag bor Jubilate. II. 
9fr. 81 p. 203. 

ß. b. 9t. beflütigt bie ^freibetteit ber Stabt SBeiffem 
born. Dat. 1474 banbebut *Pbtlippi unb Safebptag. ü. 
9fr. 9 p. 28. 

ß. b. 9t. befteflt ben $ann6 Rittberger flu feinem 
9iatb. Dat. 1474 2onb*but SJIitlwocb nacb Äreuj <5rftn» 
bung. 11. 9tr. 81 p. 203. 

ß. b. 9t. 2>tenfibrief für 3«foi> unb ©eorg bie $aanl« 
berger. Dat. 1474 ßanbtbut $reibtag nacb Cantate. H. 
9fr. 81 p. 202 b. 

ß<t b. 9t an ben 9tentmeifter ju ©urgbaufen, bat er 
bie ÄUge bet $r*pfteft in ©aumburg gegen ben <Pftegtr 
in Hroflberg, wegen ber $ifd>erct in ber auf bat neue 
unterfuebe. Dat. 1474 ßtmbebut Samftag nacb ßiaudi. 

1. Copia. 

ß. b. 9t. £ienfibrieffücStlau*$D*lf# genannt ©(bramm* 


t 


Digitlzed by Google 


422 


1474 

17. 3unp. 

1474 

12. 3ulp. 

1474 

2t. 3u.ip. 

1474 

I. 6fpt. 

1474 

II. Oft. 


1474 

27. Dtl. 

1474 

11. 9lot>. 


1474 

11. 9loo. 


1474 

21. SRoe. 


1474 

1* £ej. 


1474 

9. 3)«}. 


1474 


1474 

II. ®f|. 


0rt träfe fur 

$u gürnfelb bet £ailbrunn. Dat. 1474 2anb*but ©famflag 
vor Trinitas. 11. 9fr. 81 p. 209. 

2. b. 91. orbnet bie ©iptbumbünbel. Dat. 1474 2onb$* 
but greibtag nach ©ituö cum sigillo. 11. 9?r. 17 p. 138. 

2. b. 91. vertreibt bcm ©igmunb9f. ouo ©naben 5 fl. 
©elb. Dat. 1474 2anb*but am SRargaretem&ag. 11. 9fr. 
81 p. 79 U. 

2. b. 91. Utfunbe für ben SRarft (Jrgoltfpacfr b<6 
gutterfammelnb unb be6 bloßen 3apfen6 »egen. Dat. 1474 
2anb6but (gitag nach 3atobp. V. 

2. b. 91. 2>ienflbrief für 'Ifleifler 2b<oboru6. Dat. 1474 
?anb*but greibtag nach SÄarta ©eburt. II. 91r. 91 p2J0b. 

2. b. 91. all ©orrnunb bef ©rafen 2ub»ig von Del* 
ting, baß man bemfelben in ber ©raffcbaft Oetting bul* 
bige. Dat. 1474 3 n 30lfiabt Urtag nach Gallus. II. 9fr. 
4 p. 386 

2. b. 91. neue $inf<bürfung ber gifc&erorbnung am §b:«nu 
fee. Dat. 1474 Canbebut ^ftn^tag vor ©itnon unb 3ubal. 

2. b. 91. an feinen Pfleger unb 2anbricbter $u Sltcbacb, 
3obann von grauenberg unb Martin tyranb, bie ©ijibum* 
bdnbel betreffend Dat. 1474 2anb6but am ‘Dlartinbtag. 
Copia beb l>itlortfct>en Vereine sub 9?r. 1134. 

2. b. 91. tbeilt bem Ulrtd) £ernflorfer, 2anbri*ter ju 
Äircbberg, leine neuen Olecbtbarttfel mit. Dat. 1474 2anbl* 
but am ÜTlartinbtag cum sigillo. II. 9fr. 38 p. 202. 

2. b. 91. an bentyropfl von ©aumburg ; aufftlage ber. 
gifcfeer vonircflberg befühlt er, baß man alle neu angericbte* 
ten fflubre in ber $11$ alfo abbrecfce, fo baß man auf bem 
SDafler mit einer 3tß* »obl fahren möge/ Dat. 1474 
2anb6but $ftn&tag Michael Sroßberg, Pfleger. 

2. b. 9t. fetyt in ber 3nnng, fo flct> j»if<ben bem 
Pfarrer von £aberefircf)en unb bem Älofler ©aumburg 
ergeben, auf ^ftn^tag nach <5rbarbi einen Sag nach 2anbl* 
but an. Dat. 1474 2anblbut <Pftnjtag nacb Slnbrü. 

2* b. 91« betennt, baß er bie neue ©teuer ben falj« 
bürg. Untertanen in feinen ganben nur mit ©ewifligung 
beb C5rjb. ©urgbarb aufgelegt habe. Dat. 1474 2anb6* / 
but ©amflag nach glnbreal. 

2. b. 91. an ©igmunb 2apminger, Pfleger ju Äling, 
»egen bei JUoflerl (Jberbberg Untertanen in ber $of* 
marf glbaim. Dat. 1474 2anb*but greibtag nach 91i# 
tolai. 1. 

2. b. 91. beftellt ben 2ienbarb ©orjler auf 10 3<>btt 


» 


Digilized by Google 


I 


•J 


1474 

17. B<|. 


1475 

' 1 «. 34 «. 


1475 

IS. 34n. 


1475 

SO. 34n. 


4475 

33. 34n. 

1475 

36. 34n. 

1475 

S.4?orn. 

1475 

37. .porn. 


1475 

3. SUlärj. 

1475 

8. 9l4t|. 


1475 

If.K4r|. 


/ 

% 

tyx ) og ftpiwig’» Iti Rcirijm. 


423 


all (Buchfenmeifter ju iBurgbaufen. Dat. 1474 Janblhut 
am ßujtentag. II. Mr. 81 p. 224b. M 

ß. b. 9t. an ben (Prepft p. (Boumburg , er foD ben 
au! bem Klofler entwichenen 3obonn (ZBeftacher einjieben 
(affen unb wob( betrafen, auf bof (leb anbere baoor bä* 
ten. Dat. 1474 ßanblbut @amflag nach Luzia. I. 

NB. tiefer löeflacber war 23 auferßonbel, for* 
berte bann pon fernen ©rübern bal (5rbtbei(, jo g bann nach 
9tom, unb /am von ba jurücf, um fle von neuem )U qud» 
len; auf (Bitte, beffen (Drüber erlief nun ber Jperjog ßub» 
wig obigen (Befehl. 

ß. b. 9t. befledt ben Dr. Medicinae Ulrich (Hof auf 
3 Sabre $u feinem 2fr^t. Dat. 1475 ßanblbut $rtag nach 
(?rbarb. II. Mr. 81 p. 213. 

ß. b. ÖL, baf feine (Beamte , bie KaftemUntertbanen 
bei jper^og Sllbertl, pon feinen Jtaflnern nicht befteuert 
werben fallen. Dat. 1475 ßanblbut (Mittwoch nach 2fnton 
1t. Mr. 18 t p. 144 b. 

ß. b. BI. ernennt ben £ann! pon Stein ju feinem 
9tatb. Dat. 1475 ßanblbut $reibtag Sebaflianltag. II. 
Mr. 81 p. 215. 

ß. b. 91. orbnet bol Saljfleben \ u 9teicbenbaQ. Dat. 
1475 3 n 90lflabt (Monbtag nach Cathedra Petri. I Copia. 

ß. b. 9t. 2)ienflbrief für (Burgbarb £arb Pon ßBeif* 
fenborn. Dat. 1475 ßanblbut (pftnjtag nach (Paul (Be* 
lebrung. II. 9Ir. 81 p. 224. 

ß. b. 9t. perleibt bem SBilbelm ßlufboimer bol @e< 
rieht $aibecf. Dat. 1475 ßanblbut am ßicbtmeftag. 11. 
9tr. 124 p. 61 b. 

ß. b. 9t. an (Jngelbarb p. SSBeicbl, (Pfleger ju (Mar» ' 
quortflein, biefer foU bal Klofler (Baumburg in feinen 
rechtlichen ßlnfprücben gegen Ulrich b. (Maüfel fchüfen. 
Dat. 1475 ßanblbut (Menetag nach Oculi. 

Otto D. B. (Pfaljg. Quittung bem $er)og ßubwig wegen 
ber Stabt ßlltorf gegeben. Dat» 1475 Meuraarft $rcibtag 
nach Oculi. V. 

2. b. 9t. an ©ngelharb Pon dBeichl, Pfleger ju 
(Marquartflein, er foll bal Kloßer ©aumburg in ben bi!» 
berigen ßlnfprücben gegen Ulrich ben Vtdufel ju Weber» 
felf f chüpen, im Uebrigen bei einer neuen Klage jebem 
2betl fein 9techt angebeipen laffen. Dat. 1475 ßanblhut 
(Mittwoch nach Laetare. 

ß. b. 9t. $ieflbrtef für Uflein SWüfler, all reitenben 


Digilized by Google 


m 


1475 

*7. £74ri. 

1475 

ft. April. 


1475 

1«. Iprü. 


1475 

IS» April. 


1475 

24. April. 


1475 

24. April. 


1475 

•» 9Rap. 

1475 

12. $Kap. 

1475 

IT. SJiap. 


1475 

16 ffltap. 

1475 

26 . aJiap. 


1475 

24. SKap. 


brttr«fe jsr ftkrnajrfcljfcijtr 

Sottn. Dat. 1475 2anbbhut Shreibtag bor tyalmtag. Ii, 
9?r. 81 p. 227. 

2. b. 91. Urfunbe für bab Sllofler (Jbetbberg. Dat. 1475 
2anbbhut üftonbtag nach Dflern. 1. 

2. b. 91. Eicnflbrief für Martin Don ffiilbenftein. 
Hat. *475 fcmbefcut 9flitt»cch n ach Quasimodo, II. <)ir. 
81 p. 231. 

2. b. 91. forbert, ba§ bab Jtlofter 33aumburg, alb 3n* 
baber beb *9tarfteb ttlteninarlft, einen 33ücbfenfcbüpen nach 
9Iatenberg fenbe, am SlufFabrttag beö $errn, um Damit 
bem £erjog ©igmunb in »elichen 2anben ju £ülfe jiebeit 
|U tonnen. Dal. 1475 2anbbbut Sreibtag nach Misericordia. I. 

2. b. 91. »iebetbolter Q3efeb( an Jpannfen SBarlich, 
Pfleger juÜJloobburg, bic $ricfter beb Decanates ju 
Solling mit ©chartterch $u berfchonen. I>at. 1475 3ngel» 
flabt ©amjlag bor Jubilate. IV. 

2. b. 91. ba ibm bon ben Gtänben eilt £eiratbgut 
jugefagt ttorben, fo befiehlt er, biefe ©teuer bon bert um 
mittelbaren ©ulten ber ©etfllicbleit nicht &u nehmen. Dal. 
1475 2anbebut Üftonbtag ©eorgi. IV. 

2. b. 91. 5)ienflbrief für 4>etnpen Cchb ju ©unjem 
borf. Dat. 1475 2anbbhut am ©eorgentag. Jl. 91r. 81 
p. 233 b. 

2. b. 91. fcienflbrief für $annb bon (Stein. Dat. 
1475 2Beif[enhorn Ghrtag nach Exaudi. II. 91r. 81 p. 217b. 

2. b. 91. »egen feiner Swingen mit fcem Jperjog 
2Ubert. Dat. 1475 2anbbhut Sreibtag bor $ftngflen. II. 
9lr. 18a p. 225. • 

2. b. 91. befleQt ben Ulrich ©teiger, genannt 2)recbfel, 
alb feinen 95üchfe:imeifler ju 95urghaufen. Dat. 1475 
2anb*hut üflittrooch in ber ^ftngfbÜuatcmber. IL 9fr. 81 
p. 231b. 

2. b. 91. forbert bon Heinrich Äünperger, gollner ju 
93raunau, Bericht über ben ©al^ofl bafelbft Dat. 1475 
2unbbhut Sretbtag nach Corpus Christi. I. Originale. 

2. b. 91. fenbet feinen Sügermeifler 2BilbeIm ©reif 
unb UBolfgang Äolberger, Äanjletfcprciber, auf ben ittib* 
tag fchierifl (2/6) nach äfloobburg jur Unterbanblung mit 
Den ftütben beb £erjogb Ulbert. Dat. 1475 Sreibtag muh 
Urban; II. 9tr. 31 p. 173. 

2. b. 91. nimmt bab ©tift ©t. Ulrich unb 2Ifro in 
flugbburg in feinen ©chup. Dat. 1475 2anbehut Sreit* 
lag nach Urban. . Ih 9fr. 25 p. 18. 


I 


i 


Digitized by Google 


Ijrrfeg £ubvt$'f beo K<ici)fn. 


m 


1475 

Sl. SDiutj- 

1475 

2- Sunt) 

1475 

14. Sunp. 

1475 

27.3unp. 

1475 

27. Sfrnp. 

1475 

9. Sulp. 
10. Salio- 


1475 

2. 3(ug. 

1475 

13. !Jlu 0 . 


1475 

20. ÄUfl. 

1475 

10. ©ept. 

1475 

19. ©f.t. 

1475 

22.£fpt. 

1475 

29. t. 


1475 

8. Jüft. 


2. b. 9t. empfingt einen ©erirbt über ben ©afjjoU 
ju ©raunau. Dat. fianbdfcut üJtittwocb nad) Urban. I. 
Origin. 

2 . b. 9t ©cbu&brief für feinen Wiener ©ebauer. Dat. 
1475 ßanbdbut Sretbtaq por (Sradinud. II. 9?r. «1 p. 238. 

2. b. 9t. 2)ieuftbrief für 2ub»ig 3ater pon ©lein in 
£>efterr«id). Dar. 1475 2anbdb®* SJtittwocb Por ©itud. 
lf. 9tr.* 81 p. 193. 

2. ,b. 9t. ©tiftungdbrief für bie gu 2nnbdbut neu 
eingefübrten granjidfaner. Dat. 1475 Canoebut @r$tag 
nad) ©ubenten. I. ' * 

2. b. 9t. fliftet auf ben teil. Kreup^Iltar bei ©t. 3o* 
beef in Canbdbut eine ewige SW«ffe. Dat. 1475 2anb*but 
£rtag nach ©ubenten. Il.,9tr. 42 p. 83 b. II. 

2. b. 9t. ©eorg fein ©obrt Perlragen fi<b mit bet 
©tabt 9tegendburg auf 10 Sabre. Dat. 1475 2anbdbut 
©amftag ©I. Kilian u üftonbtag narb Kilian. II. 9tr. 25 
p. 13-17. 

2. b. 9t. ©(fcubbrief für bie Kinber bed 9tuqer pon 
SQSrfternacb ju 2unpenperg. Dat. 1475 2anbdbui SJIittwocb 
nad) Viucula Petri. II. 9?r. 81 p. 217b. 

2. b. 9t. an bie Bürger ber ©labt QDafferburg, b afl 
er B«ter ber Baumgartner in feinem ©treite mit £annd ' 
Jparer einen $ag an Bftnjtag nad) Stöaria ©eburt na<b 
2anb*but angefept babe. Dat. 1475 2anb*but am ©pnn> ' 
tag Por Assumptio Mariae. 

2. b. 9t. 2>ienftbrief für ffafpargaber, genannt ©ebnei* 
berfneebt. Dat. 1475 2anbdbut ©onntag nach üJtavia $ittu 
melfabrt. II. 9?r. 81 p. 217. 

2. b. 9t. 2)ienflbrief für Baulud Singer. Dat. 1475 
ganbebut ©onntag nach Üflaria ©eburt. II. 9ir. 81 p. 245. 

2. b. 9t. Perlangt Pon bem Klofhr ©aumburg $ur 
Jpodjjeit feined ©obned ©eorg einen Kocb. Dat. 1475 
2anbdbut (Jrcbtag por ÜTtattbiu# I. 

2. b. 9t. febirft bem Pfleger ju Sraunftein, 2Dilbelm 
bem 3>ud)tlad>inger, bieflrenge Jpevbaltung ted2anbgeboted 
ein. Dat. 1475 2anbdbut Sreibtag nad) Btattbiud. 

2. b. 9t. fenbet ben ©tepbau ©eflboljer narb Hrnberg, 
bafl er pon bem bortigen ©ütbfenmeifier Gattin Btirj 
bie Runft bed ©ücbfenfrbieiend mit großem © rf, ^vuer 
werfen unb anbere Künfte erlerne. Dit. 1475 Canbdtbut 
am Sttitbaeldtag II. s Jfr. 79 p. 31. 

2. b. 9t. ber Bropft von ©aumburg fott feinen Änetbt 


426 


0tttr9ff für €*fcftif9r(Vi)tfl]tr 


1475 
». DK. 


1475 

IS. Df 4. 

1475 

14. Df j. 

1476 

1». Sin. 

1476 

17. 3&n. 
S. $orn. 


1476 

C. 4?orn. 

1476 

17. 4?orn. 

1476 

21. SRdrj. 


1476 

». SR&rj. 


1476 

1. TCprfl. 

1476 

I. XprÜ. 

1476 1 

4.Vpril. 


mcbt braun , fonbern in £erjog Seorg« ^farbe Kelten 
loffen. Dat. 1475 93urghaufen Sonntag Der Dionpl. 1. 

2. b. 91. £)ienjUnef für SDenjlau 2Bult$iegf Don 
3rnau unb $u Dieben. Dat. 1475 2anb!|mt Simon unb 
3uba!tag. II. 9?r. 61 p. 281. 

2. b. 91. 2>ienflbrief für Jtonrab flftcefenfperger. Dat. 
1475 2anb!hut <5*rtag Dor 2ucia. II. 9?r. 81 p. 218. 

2. b. 91. Urfunbe für ba! JUofter (5ber!berg. D«t. 

1475 2anb!hut $reittag Dor Ducia. J. 

2. b. 91. 2>ienftbrief für Ulricb ben Sftarfcbatt Don 
tyappenbeim. Dat. 1476 (Jiftet SHonbtag Dor Litton. II. 
9tr. 81 p. 125. 

2. b. 91. befchwert (ich bei bem üftargg. Gilbert gegen' 
Michael 93aier, ber einen armen 9Wonn Don JBembbing, 
welcher etliche Scheiben Salje! nach Sranten geführt, in 
'IBaffertrübingen all befangenen behalten. Dat. 1476 
Sngolflabt Samftag nach $au( Belehrung. Dat. 1476 
3ngolftabt Samjtag St. QMaflentag. I. Origin. 

2. b. 91. 2)ienftbrief für $ann! Brettl. Dat. 1476 
Sngolftabt €rtag Dorothea. II. 9?r. 81 p. 250. 

2. b. 91. 2)ienflbrief für £ann! Don Stetten. Dit. 

1476 Danblhut ^pftnjtag Der Esto mihi. 11. 9tr. 81 p. 251. 

2. b. 9t. an ben £erjog ßbriftopbf er fep bereit, 
mit bem £er$og 2llbert noch weiter! ju unterhandln. 
Dat. 1476 2anblhut ^pftn^tag Dor Laetare. II. 9fr. 18 a. 
pag. 287. 

2. b. 91. an ben £er$cg Qllbert, er habe mit 53ebau* 
ern au6 beffen Schreiben, de dato München Samflog Dor 
Laetare, Dernommen, bafj biefer am tyftnjtag ( Ä1 / 3 ) Don 
München nach 2Jnbech6 geritten, unb auf bem Surucfweg 
nach München, am Sreibjag barauf ( 9 %) ba! tyferb mit 
ihm gefaQen, fo baß berfelbe mit 2eibe6 Slobigfeit beld* 
jhgt werbe, unb ben 2ag ju $repftng nicht befuchen 
tonne. (Sv wolle alfo bie 93embigung ber Sache ben 
beiberfeitigen "Käthen überladen. Dat. 1476 2anb!hut 
Sumftag Dor Laetare. 

2. b. 9L 2>icnflbrief für Ulrich Stocfel. Dat. 1476 
93urghaufen (Jrtag nach Judica. II. 9?r. 81 p. 253b. 

2. b. 9t. Urfunbe für ba! JUofter £ber!berg. Dat. 
1176 Surgbaufen (Jrtag nach Judica. I. 

2. b. 9t. fenbet bem tropfte jtafpar Don Saumburg 
eine neue Sagetagung in feinem Streite mit ©eorg bem 


427 


1476 

16- 3tpc. 

1476 

10. 3Raö. 


1476 

IS. SD 'lat). 


1476 

•. SXRaip. 


1476 

IX Sun. 

1476 

U.Sunp. 


1476 

4. Sulp. 

1476 

IX Sulp. 


,1476 

1. Xug. 

1476 

X Äug. 


1476 

11. Äug. 


1476 

17. Xug. 

1476 

17. Äug. 


• 0 

4 

tnbniQ’i Ir« R/irtjrn. 

i 

SJorringer »egen ber Dttenmühl ju .- Dat. 1476 ©urg< 
häufen $ftn$tag noch Judica. 

ß. b. 9t. Urlunbe für bab Jtlofler <5berbberg. Dat. 
1476 ßanbbbut (Jrtag in ben Dfierfeiertagen. 1. 

ß. b. 9t. an ben 'flbt ©ebaftian ju (Jberbberg, bag 
er bem Pfleger $u Ältng befohlen, ben Leuten feineb 
©ctteebaufeb $u ßlbaim auf 3obanni einen 9iecbtbtag 
anjufepen. Dat. 1476 ßanbbbut $reibtag nad) Jubilate. I. 

2. b. 9t. an ben ßlbt beb JUofterb (Jbereberg, ©eba* 
ftian, bag er bem ^fteger ju .Kling befohlen hohe, beit 
Leuten feineö ©ottebhaujeb $u ^l^attn bib ©t-Sobannbtag 
einen Dtechtbtag anjufepen. Dat. 1476 ßanbbput Sreibtag 
nach Jubilate. Sigiilum impreaaum. 1. 

2. b. 9t. 2)ienßbrief für (Stephan 9fot $u ©ifman* 
häufen. Dat. 1476 SBeifflnborn Mittwoch nach Kxaudi. 
II. 9fr. 81 p. 255. 

2. b. 9t. £ienftbrief für $erman ©Jinpmann. Dat. 
1476 2Beiffenhorn ©amflag por tyftngften. II. 9fr. 81 p. , 
255 b. 

ß. b. 9t. llaget gegen ben üttargg. SJIbert ton ©ran# 
benbuvg, baf man bie ©aljfubrleute &u SBaffertrübingen 
unb ©unjrnhaufen beunruhige. Dat. 1476 3ngolftabt 
Sreiblag nach Corpus Chtisti. I. Orig. 

2. b. 9t. ©ienftbrief für SWicpael 3^ger. Dat. 1476’ 
3ngolftabt am Ulricpbtag. II. 9fr. 81 p. 258. 

2. b. 9t. entbinbet ben ©rafen Db»alb pon Sjerflein 
aller ©erbinblichleiten, bie berfelbe gegen ihn tingegangen. 
Dat. 1476 ßanbbput Sreibtag 2Wargareta Virginia. 11.9fr. 
27 p. 224 b. 

2. b. 9t. SDienfibrief für ©urgbarb £arper. Dat. 
1476 ßanbbput ^ftngtog Vincula Petri. II. 9fr. 81 p. 280b. 

2. b. 9t. fleült ßpriftian ben SrautmüHer alb ©erg« 
ricbter $u Kijjbücpel auf. Dat. 1476 ßanbbput Sreibtag 
nach Vincula Petri. II. 9fr. 9 p. 202. 

Kunj@raf, ©chloffer $u2anbbput, perlauft bem £er« 
$og ßubtpig ein f>aub ju ßanbbput. Dat. 1476 ßanbbput 
©onntag nach ßorenj. II. 9fr. 48 p. 63. 

ß. b. 9t. an ben £erjog ßflbert »egen ber ©aljftrajje. 
Dat. 1476 2anbbput am ©amftag nach üftaria $imme(» 
fahrt. I. Orig. 

£annb unb ßlnbrd bie ßümpel ju München in ber 
©u perlaufen bem $erjog ßubttig eine ©tiefe, genannt 
©anblragen, in (ftigenpeler ©farr, 9tottenburger ©er. 


Digilized by Google 


428 


1476 

SB. Vug. 


1476 

IS. ©ept. 


1476 

S6. @rpt. 


1476 

SS. ©ept. 


1476 
n. ©et. 


1476 

si. ©et. 


1476 
s. $tos. 


1476 

8. Ros. 

1476 

1t. Ros. 

1476 

SO. {Ros. 


1476 

SS. Ros. 


, Jritrftjc fttr fttaiafefdpdpt 

D«t. 1476 ßanbbput Samflag noct) STtariü £imraelfa&rt. 
II. 9fr. 48 p. 129. 

ß, b. 0t. 2)ienftbrief für #annb Simon Äaib Den 
£openflein. D»t. 1476 ßanbbput Sftittmocp Augustini. 
II. 9?r. 81 p. 283 

ß. b. 91. befteb-’t bem Pfleger Don SSraunau, bie j»ei 
aub bem Sal^b. ßanbe (Befangenen bem 91entmeifler ju 
■Eurgpaufen &u übergeben. Dat. 1476 2anbbput Sonntag 
nach Äreuj.Gfrpopung. I. 

ß. b. 91. fenbet feinen 3<$germeifter SDilpelm ©raib 
an ben £er$cg QUbcrt jur Unterpanblung. Dat. 1470 
2anbbput ^ftnitng nacp ftuprecptetag. 1. Urig. 

ß. b. 91. beftcßt ben 9fifolaub 91otenburger $u feinem 
StplcflVr. Dat. 1476 ßanbbput am SWirpaelbtag. II. Kr. 
81 p. 287. 

2. b. 91. an ben (Jrjbifcpof Don ©aljburg, baj er 
ben £anbel ber jtrei (Befangenen $u Braunau unb bed 
©efucpeb beb £ubmalb (bei Kiänfee) bem ftentmeifter ju 
SJurgpaufen übergeben habe. Dat. 1476 ßanbbput ^Pftnj* 
tag nach ©aflub. 1. 

ß. b. 91. Deifpricpt ben Äl6flern Jperren» u. Srauencpiem» 
fee unb Naumburg eine neue fjifcporbnung an bem ßpiemfee. 
Dat. 1476 ßanbbput (Jrtag Dor Simen 3ubab. I. 

2. b. 91. entlaßt ben 5Bopunfla Don Jtraflolwip feiner 
2>ienfte. Dat. 1476 2anbbput Sonntag narb 'flüei pciligen. 
II. 9?r. 81 p. 179. 

ß. b. 91. 2>ienftbrief für Sßilpelm Klofftnger. Dat. 
1476 ßanbbput Sreibtag Dor Martin. 11. Kr. 81 p. 270. 

ß b. 91. $ienftbrief für ÜHeifler #annb fyiflrr. Dat. 
1476 ßanbbput Sonntag Dor Martin. II. Kr. 31 p 270b. 

ß. b. 91. Conditio für feinen 3üfl*rmeiOer 99ilpelm 
©reib an ben £er$og Ulbert. Dat. 1476 ßanbbput (Witt* 
moep Corbinian». I. Orig. * 

ß. b. 91. banlet bem £er$cg Klbcrt, bajl berfelbe 
in bie Vertagung beb auf 21nbrü nach §repfing beflimm* 
ten $ageb eingewifligt. (?r habe btefeb aber rnegtn $lo* 
bigfeit feine© ßeibeb getpau, unb er beforge, ba§ Me 
Sa<be feinen Fortgang nehmen m6(bte>. men i (ie betbe 
in '“perfon niept jugegen mären ba er aber jept $um $Ber* 
ben ftmab ungefepieft , fo tvoQe er eb ipm befhmmen, 
„albbalb mir aber fcpirijlen unferb ßepbf patber mögen/' 
Dat» 1476 ßanbbput St. Klemcntentag. 1. Orig, 


im 

14. 3dn. 


1477 

IS. 34*. 


1477 

*2. 3an. 

i . 

v 

1477 

39.34«. 

1477 

16. vorn. 


1477 

2*. -Vorn. 


1477 

24. 4?orn. 

1477 

10. UN&rj. 


1477 

18. »pril. 


1477 

19. 24 >ril. 

20. — 


1477 

T. ajiao. 


1477 

15. 3H-0. 

1477 

10. Sföap. 


< £ub»ig‘* br# tUtdjrn. 420 

- . 

i ß. b. 91. betätigt bie Cenaion be* Älofier* ber ©ar# 
fuffer in ßanbebut , 2 jpäufer an ßeo bem $obenecfer, 
9tentmeifter ßanbebut. Dat. 1477 ßanbebut $rtag 
nach £rbarö. 

ß. b. 3t lägt burcb SÄeifter ©igmunb ba* ©iblog ju 
©cbärbing bauen. Dat. 1477 ßanbebut ©littaocb »or 
hinten. II. Ofr. 81 p. 273. 

©eorg, ©rof £u £elfenftein, »erforicbt bem £er$og ' 
ßub»ig für bie Jpanblung, bie fein ©rüber on bem ©cbnei* 
ber, .Rnecbt »on £uethng, begangen, ein 3abr lang ju 
bienen. Dat. 1477 £anbeb«t 97Mt»ocb nach ©ebafttan. 

II. 9fr. 81 p. 1801». 

2 b. 9t Urtunbe ba* ©aljwefen ju Sfteicbenbafl be* 
treffenb. Dar. 1177 ßanb*but Uftittwocb nach *paul ©e* 
februng. I. Orig. 

ß. b. 9t. an Jperjog Ulbert, er wolle genaue (?rfun* . 
bigung ju 9teufcenbafl einjieben, bag man in" ftrepfing 
befto beffer unterbanble. Dat. 1477 ßanbebut Üflcnbtag 
tiocb Esto mihi. I. Orig. 

ß. b. 9t. ernennt ben 2)octor #ann* ©olbner, ^om> 
beim ju 9legenlburg, 511 feinem Otatb. Dar. 1477 ßanb** 
but Sonntag »or Iteminiscere. II. 9?r. 81 p. 277 b. . 

ß. b. 9t. an ben Jperftog Ulbert, feine 9tätbe »erben 
am Sonntag Oculi (%) nacb OteicbenbaU tommen. Dat, 
1477 ßanbebut Ütfonbtug nad) Invocavit. 1. Orig. 

ß. b. 9t. lägt bie 91ecbnungen be* jUofter* grauem 
ßiepbeim unlerfucben. Dat. 1477 ßanbebut ÜJtonbta^ na# 
Oculi. II. 9?r. 6 p. 282. 

ß, b. 9t nimmt ben (5nbre* §eigf , ©urger $u $0#* 
ftet, al* tropft be* Älofter* ßipböm auf. Dat. 1477 
ßanbebut greibtag na# &ua|tmcbo. II. 9tr. 6 p. 282b. 

ß. b. 9t. empfängt am ©amftag »or Misericoniiaa 
ju 2ant*but ein betreiben be* £erjog* ßllbert, worin 
berfelbe eine neue Untcrbanblung »egen be* ©oljwefw* 
»orfcplägt; tr »ifligt bnju ein. Dat. 1477 ßanb6but 
©onntag Miscricordias. I. Orig. 

ß. b. 9t. 2>ienftbrief für £ann* »on Änürringen ju 
Jtrumbacb. Dat. 1477 ßant*but ÜJhttwo# nacb Cantate. 

II. 9fr. 8i p. 279. , 

ß. b. 9t. ernennt ben 3*bann Don Srauenberg in 
£ag ju feinem 9htb. Dat. 1477 ßanb*but Sreibtag nacb 
Auffahrt. 11. 9?r. 81 p. 279 b. 

ß. b. 9t. an ben $erjog ßllbert, tr wolle bie €acfet 


1 


i 


Digitized by Google 


43P 


1477 

M. ®t ap. 


1477 

15. SRap. 

1477 

5. 3uni. 

1477 

8. 3unp. 

1477 

t.Sunp. 

1177 

14. 3unp. 

1477 

15. 3unp. 


1477 

II. 3«np. 


1477 

II» 3ulp. 


1477 

1t. 3uip. 

1477 

II. 3ulp. 

1477 

34. 3»(p. 

1477 
4. *ug. 


.‘iettiSfr jar CebettffcCrlprlpf 

bei ben Slulfprücben ber beiberfeitigen Oldt^e betoffen. 
Dal. 1477 Uanbebut Sonntag tixaudi. 1. Orig. 

£. b. 9t. fenbet ben Jg>einrtet> bon Dtedjberg jur 93er« 
banblung nach globberg »egen ber berlaffenen Jpabe beb 
©rofen Ulricp von Dettingen. Dat. 1477 £anb*but (?rd>tag 
nach Kxaudi. II. Dtr. 4 p. 367. 

2. b. Dt. 3>ienflbrief für Sigmunb Ctbenf bon Scpen* 
tenjlein ju Jpotbftet. Dal. 1477 ganblbut Urbönitag. 
U. Dtr. 81 p. 272 b. 

£. b. Dt. 2>ienflbrief für £info £errn ju Schwänen* 
Wert £U ber Jpaib. Dat. 1477 £anbebut Corpus Christi- 
tag. II. Dtr. 81 p. 279. 

£. b. Dt. er »iU auf ben ©artbolomütag 16 DtÜtbe 
nach grepjtng fcbicfen. Dat. 1477 ? £anbebut Sonntag 
nach Corpus Christi. I. Orig. 

£. b. Dt. 2)ienjlbrtef für Stepban bon Scbwangau. 
Dal. 1477 2anb*but Sonntag nach ©ottebleicpnam. il. 
Dtr. 81 p. 18. 

£. b. Dt. Cfinigunglbrief wegen bei Sutterfammelnl 
juDticb. Dat. 1477 39urgbaufen Scmflag bor St. JDeit.V. 

£. b. 9t. berorbnet, böf feine Untertbanen,' bie ira 
Saljburger ©ebiet iMnbereien befipen, bafelbfl bie aulge* 
fcpriebene 2ürtenfteuer geben feilen, ebenfo forbert er aber 
aud) bon ben fai^burg. Untertbanen, bie in feinem ©ebtete 
£ünbereien beftpen, bie &ürfen|teuer. Dat. 1477 SBurgbau* 
fen am 6t. JDeitetag. 

£. b. Dt. besaget flcf> gegen ben SWargg. gllbert, baf 
beffen 2eute einen in feinen #ol$ern jagenben Wiener ge« 
fangen. Dat. 1477 ganbebut tyftnjtag naep 2$itul. II. 
Dfr. 91 p. 99. 

£. b. Dt. an ben $er$og gllbert »egen bei Saljel ju 
Dteidjenbafl. Dat. 1477 £anbobut §reibtag bor UJtarga« 
retba. 1. Orig. 

£. b. Dt. 2)ienftbrief für ©eorg bon Sabocf. Dat. 
1477 ganblbut am SWargaretentag. 11. Dir. 81 p. 210 b. 

2. b. Dt. Sienflbrtef für £ienborb 2>reper unb 3afob 
Dettinger. Dat. 1477 üanbebut Sonntag nach Margaret. 
II. Dir. 81 p. 287 , 288. 

£. b. Dt. fenoet feinen Sefretür 2Bolfgang üolberger 
an ben $er&og gllbert. Dat. 1477 lianbebut ^pftnjtag 
bor 3atobp. J. Orig. 

*« £. b. Dt. an ben £er$og gJlbert, er wolle mit bera 


1477 

5. Xu«. 

1477 

11. au«. 


1477 

11. Xu«. 

1477 

11. Xu«. 


1477 

18. Xu«. 

1477 
15. ®fpt. 

1477 

15. ®«pt. 


1477 

10. «<pt. 


1477 

15. ©e,t. 


1477 

Ä. ©rpt. 


1477 

so. ®»pt. 


1477 

1 i. Olt. 


fit }» | Cutotg’f tff RtuVn. 43| 

i 

• « ' 

(Jrjbifcbof pon ©aljburg wegen ©cbwenbung ber JDdlber 
unterbanbeln. Dat. 1477 2anbPput SWontag nach Stephan 
tfrftnbung. I. Orig. 

2. b. 31. an ben £erjog Sflbert, er wolle feine 91ütbe 
auf ©oflup n ach Srepfing fchiden. Dat. 1477 2anbPhut 
<Jr(tag OPWalbi. 1. Orig. 

2. b. 31. JDienflbrief für STtarguart pon ßonigPed 
unb £annP 3engcr ju SrauPnip. Dat. 1477 3ngolflabt 
^flnjtag par ©artbolomü. II. 9fr. 81 p. 293 , 294. 

, 2. b. 31. SDtenflbrief für £annP ©lieber pon 3legenP* 
bürg. Dat. 1477 3ngolftabt Sreibtag por iSartholoraü. 
II. 9tr. 81 p. 294 b. 

2. b. 31. an Ulrich 2)urc&jieber , ©aljtneijler ju 9iei* 
c&en&afl, er foH pon jebem guber gebrochenen ©aljep, 
baP ju 31eichenbaH jum untern $hor auogeht, 1 bl. Sfrerung 
nehmen. Dat. 1477 3ngol|labt §reibtag por ©artholmü. 
I. Orig. 

2. b. 31. 3)ien(lbrief für §annP Jperwart ju ©let. 
Dat. 1477 ßauingen tyftnjtag Qluguflin. II. 3?r.8l p. 298. 

2. b. 31. 2)ienflbrief für 2)ietrich Pon 2Beiler. Dat. 
1477 ©oppingen v JWonbtag nach Äreuj * Erhöhung. II. 
9tr. 81 p. 295. ' 

> 2. b. 31. $ienflbriefe für ©eorg pon Slbtfperg unb 
£annp pon 9feunbaup, iDogt $u ©cbornborf, Dat, 1477 
©opping üflonbtag nach Äreuj« Erhöhung. II. 9fr. 81 
p. 251, 252 b. 

2. b. 31. nimmt baP Älofter ju 9?euburg a. b. 2>. 
in feinen ©cbup. Dat. 1477 9teuburg ©amflag nach 
tixaltatio Crucit*. 11. 9?r. 42 p. 36 b. 

2. b. 9t. an ben Slbt (?berbarb ju 9?erePbeim, Ulrich 
Pfarrer ju Xrpningen, SBolfgang p. £opping, Pfleger 
|u 2Bembbing, ba$ fte über bie Sehen beP ©rafen Ulrich 
p. Oetting in feinem 9tamen unterhanbeln. Dat. 1477 
3ngolftabt ^ftn^tag nach Mauritii. II. 9?r. 4 p. 370 b. 

2. b. 31. 2)ienflbrtef für £annP ©eben? pon $ohen* 
bürg. Dat. 1477 3ngolflabt ^pftnjtag ppr Michael. 11. 
9?r. 81 p. 297. 

S. b. 31. benennt bie 16 3Uthe, welche er auf©aHuP 
nach Srepftng fchiden will. Dat. 1477 3ngoljlabt <?rtag 
nach Michael. 1. Orig. 

2. b. 31. an ben $erjog Sllbert, er wolle bie ©acht 
wegen etlicher armen Seute &u 9tieber*9feud>ing unter# 


48 » , 


1477 

8. Oft. 

»* » ^ > 


1477 

10. Oft. 


1477 

1J. Oft. 

1477 

14. Ott. 


1477 

1*. D«t. 

■4477 
16. Ott. 


1477 

H. Ott. 


1477 

Si. ott. 


1477 

20. 9lott. 


1478 

t. 3 An. 


1478 

IS. 3&H. 


•titfife jur Crbrn«9rfrl)irf)ir 

*' * 
i 

fucfcen (affen. Dal. 1477 Sngolftabt Elonbtag nach §ram 
5t6tu6. I. Orig.- 

ß. 6. DU 2)ienflbrief für 2>ietrid> von Ulm, old £of» 
jimmermann ju Jngclftobt Dat. 1477 Sngolflabt Btilt» 
woch nach Sranjidfud. II. Dir. 81 p. 307. 

ß. b. Dl., ba berÄaifer von ibm £ütfe gegen ben fle* 
nig von Ungarn verlangt, fo wolle er fich am S. 2eon* 
baroetog mit feinen Stdnben $u tanbdbut beratben, taju 
nun fortert er ben propfl von Naumburg. Dat. 1477 
ßanbebut Sreibtag nach XMcnpd. 1. 

ß. b. 31. wegen bed SaljauffcMaged $u DleichenbaÖ. 
Dat. 1477 ßanbebut Dftonbt.ig nach 2)ionpd. I. Originale. 

ß. b. Dl. an ben Jperjog Ulbert, ed habe ibm ju 
Pfaffenhofen auf ber Dleife feine äraiifbeit, bod pebagra,, 
an einer $anb anfonimen, unb befebroere tbn immer mehr; 
bie ßlerjte berichten, wenn er fiel) bewege unb nach 5rep» 
fing verfüge, fo würbe bad Uebel immer drger, fo bojj er 
ee nicht auebalten mochte. Daher lonne er auf ©aliud 
nicht noch Srepfing fommen, ber £erjog Ulbert möchte 
fleh alfo ju ihm nach ßanbebut verfügen. Dat. 4477ßanbd« 
hut (Srtag nach Dionpd. 1. Originale. > 

2. b. 31. £)ienflbrief für Dfleifler ©eorg priffel. Dat. 

1477 ßanbdhut Mittwoch vor ©aliud. 11. Dir. 81 p. 298b. 

2. b. 31. Vereinigt jtch mit bem ©ifchof 2Bilhelm $u 
©ijlet wegen ber Schnitter unb anberer Sprüngen ihrer 
Untertanen* Dat, 1477 Sngolflabt am ©aflentag. 11. 
Dir. 20 p. 124. 

ß. b. 31, bie Oefonomie bed Älefler ßiehbeira betref* 
fenb. Dat. 1477 ßanbdhut ©rjlag nach ©aliud. 11. Dir. 
6 p. 283. 

ß. b. 31. Dienflbrief für DTlichael Plattner ju 2Jugd# 
bürg, gebürtig aud Braunau. Dat. 1477 ßaubehut Sonn» 
tag nach Urfulo. II. Dir. 81 p. 301. 

ß. b. 31. Ulrich ftrhr. juD? befennt, bafj ihm ber£>er$og, 
für ben Kaifer §riebricb, 6 000 fl. befahlt habe. Dat. 

1478 ßanbdbut pfinjtag Oorbiniani. II. Dir. 30 p. 34. 
ß. b. 3U $ienftbrief für £>annd Äraud von PaffaU. 

Dat. 1478 ßanbehut Samflag nach Circumcisio. 11. Dir. 
81 p. 308 b. 

ß. b. 31. übergibt bem Chibred §eigf, Prcpfl bed 
Ätoflerd ßie^beim, bie Ökonomie biefed Kloflerd gdi^licb. 
Dat. 1478 ßanbdhut ©rtag nach ©rbarb. 11. Dir. 7 p.284. 


Digilized by Google 


1478 

17. 3dn.' 


1478 

14. Son. 

1478 

1. $oxn. 

1478 

3. #om. 

1478 

11, «Porn. 


1478 

17. 4?orn. 

1478 

4, mdrj. 


1478 

4. aJldrj. 

1478 

1. ÜJl&rj. 

1478 

27. 3)idr*. 

1478 

2. 3lptÜ. 

1478 

i2. ipt«: 

1478 

23. «pr«. 

1478 

3. map. 

1478 

® — 10 . 

: »ap- 


IJerjof CnbaHg’s 3t« Retdjtn. 433 

i * 

2. b. Sft. an bte ©tabt ©chärbing tbegen bet SOtaut. 
Dat. 14782aub$but am 2Intoni«2ag. V. . 

2. b. 9t. 2>ienjtbrief für ©eorg ©cprot. Dat. 1478 
2anb*but ©amftag por $aul ^Belehrung. II. 9tr. 81 p. 303 b. 

2. b. 9t. oerleibt bem 2ubtt>ig oon Jpabfperg eie 
pflege SDeifienborn. Dat. 1478 2onb$but am 2icptmef* 
tag. II. 9?r. 124 p. 71 et 212. 

SBilbelm, SDifcbof $u Giftet, »erlauft bem£er$og 2ub# 
wig oon 23apern tat $orf ©teinbeim. Dat. 1478 Giftet 
am SMafteniag. II. 9?r. 42 p. 1. 

2. b. 9t. oergleicbt bie ©rafen Söolfgang, Sriebricb, 
Sobatin^ ©ebrüber ju Detting, mit ihrem 93etter S^^cbim 
©rafen ju Detting, beflen S3ormunb Administrator er ift. 
Dat. 1478 3ngoljtabt ©nmftag nach Rerainiscere. II. 9?r. 

4 pag. 372 b. 

2. b. 9t. $ienflbrief für $annl 9tapfl. Dat. 1478 
Sngolftabt Sreibtag vor Oculi. II. 9tr. 81 pag. 312. 

2 . b. 9t. befennt, baji ibm ber QDtarft Seifpach per# 
gönnt fyabt, einen 93runnen in ©imannäberg. ju feinem 
£aufe, tro berßaftner fipt, ju führen. Dat. 1478 2anD6* 
but üflittmoeb nacb Laetare. II. 9tr. 42 p. 147b. 

2. b. 9t. betätigt bem SJlarfte Scifpach bie Freiheit 
ber IBocbenmürfte. Dat. 1478 2anb6but. ÜJlitttoocb nach 
Laetare. V. 

2. b. 9t. $)ienftbrief für Gberlin ©entner. Dat. 1478 
Sugolftabt 9Jtonbtag nach Judica. II. 9?r. 81 p. 311b. 

2. b. 9t. oerldngert ben Termin jur 9technung6«2Ib# 
löge ber 2lbtif[in Ottagbalena ju 5rauen*2iebb*inu Dat. 1478 
ßanbObut Sreibtag nach Ojtevn. II. 9tr. 6 pag. 285. 

2. b. 9t. erlaubt bem 2oren$ Rogner, feinem 2>iener, 
auch au*n>drta $u bienen, nur nicht gegen ihn, Dat. 1478' 
2anböbut ^Pftnjtag nach Quasimodo. 11. 9?r. 42 p. 10. 

2. b. 9t. unb fein ©obn ©eorg fehiefen ihren ©elre* 
t5r £ann$ jUejjbeimer mit einem Krebenjfchreiben nach 
2lug6burg. Dat. 1478 2anb$but ©onntag Jubilate. VI. 

2. b. 9t. ernennt ben SBilbelm 9tottauer, Pfleger in 
93iIöbofen, ju feinem 9tatb. Dat. 1478 2anbebut 9Äitttooc& 
nach Cantate. II. 9?r. 81 p. 313. 

2. >. 9t. Pertrdgt (ich mit bem £erjog 9llbert um 
beifcerfeitige Jrrungen. Dat. 1478 2anb<bwt Grtag nach 
ffreu^Grftnbung. 11. 9tr. 18 a p. 88. 

2. b. 9t. fteflt bem tyfaljgrofen Otto einen Oteoer* 
aus, baf berfelbe bie ihm (sub dato 1478 2anb6but tyftny 

IX • “ *8 


m 

.tHftsr 

snt .! 

m 

15. tDlap. 

'Am 

1. Sunp. 


Am 

§ &unp 

. ; i 


* t‘ 


r- i 

< r * 

o 

_s 

i ; 1 , r 


1 1478 

9* 3unp. 

♦i- • 


U78 

U.3u^ 

. ■? : 

eit, - 

£478 

ft. 3unp. 

14*6 

1. iuip. 

.K 

£478 

io. 3utp. 

c, . 

£478 

14. *ug. 


1478 
n. Hufl. 


iriträge |itr jf<fc<rn«gctrijt*i)ti 

Ug £?t. tlcacliifctag) »ertauften Scbiof $ar!flein unb feiabt 
©eiben wieber einlöfin bürfe. Dat. £478 ßanbabut §reib» 
tag nact> Acaclus. II. 9?r. 42 p. £07/ £10. 

Jtafpar tyoljter, Burger $u Siiebiburg/ »erlauft bem 
$erjog ßutroig fein $aua bafelbft an ber 9iingmaütr, 
bem bezogt. Jta|ten gegenüber. Dat. 1478 ßanbabut Üflonbp 
tag nod? Srobnleicbham. I. Orig. 

ß. b. 51. 2>ienftbrief für 0igmunb B3aIIer ala &ücb* 
ftnmeifter. Dat. 1478 ßanbabut JRonbtag nach Urban. 
II. 9?r. 81 p. 313 b. 5 

ß. b. 91 beenbet ben Streit jwifcben ben £of»ifcbern 
$u SBafferburg unb Utofenbeim alfo: bie jpefpifcber ju 
BSafferbuvg bürfen »ifcben ben wafferftrom bea 3 l tna »on 
ber 9toü angefangen bie» * unb jenfeita k\6 on ben ©ra* 
ben ju ^fun^en, wo baa jtlinger unb 9tofenbeimer ©e« 
rid?t aneinanber fto»ert. 

2)ie Otofenbeimev »tfcber bürfen »ifcben ben ^nnftrom 
bilberfeita gegen 2Dafferburg bittab bia an bie 9tott, al$ 
baa 2B.nJerburger unb 01 o fe n ^ e t ai e r ©er. oneinanber ficjien. 
Dat. 1178 ßanbabut £rtag »er (Jraam. Sigillum laesum. 1. 

ß. b. 9t. bewilligt ben Bewohnern bca 'lflarftea 9to» 
ftnbeim bie Freiheit/ baa ©etraib jur 2Dajferfabrt ärtjli* 
fcfcütten, boeb un»ergolten be$ 3ofl<4. Dat. 1478 ßauba* 
tut Üflittwod} (Jraamuatag. 111. 

ß. b. 9t. an $»bolD »Uuer, ßanbric&ter ju ©rie«l*6$, 
baf bie ßeute ohne $ferbe bei ihren Xpälifern »erlaufen 
dürfen, bat. 1478 ßanbabut Sreibtag »or fet. Seit W. 
ttr. 42 p. 137 b. 

ß. b. 9t. Dienflbrief für Wifotaue »on 9tabegf. Dat. 
1478 ßanbabut OHonbtag «Peter unb «Paul. 11. ttröl 
p. 236. 

ß. b. 9t. »erbietet ba$ bie (^ßneiber in bem ©eriebte 
Kifrbücbel fleb be6 Surbfcberen* annebmen. D«t. 1478 
ßanbabut HJtittwocb nad) Ulrich. H. 9fr. 42 p. 136 b. 

ß. b. 9t. verleiht bem ßlenbavb 2Dald> etliche ©rünbe 
ju ßauingen. Dat. 1478 ßanbabut Sreibtag nach Hiliatt. 
II. 9ir. 42 p. 138. 

ß. b. 9t. ernennt ben Sbriflopb £ßac&ner, J)om^errtt 
^affau unb Srtdjfen/ ju feinem 9tatb. H at * 

ßanbabut am ?lbenb SWatia Jpimmelfabrt. H. & 

p. 269 b. f . - . f jf lieu 

2. b. 9t. beflcßt ben «Benifch/ ^ttxn »on ber IDett- 

müH, Burggrafen ju jtarlflein^ oberften SJtün^meifter be£ 


Digilized by Google 


futeij’f ftr« Ittirljrn. 


435 


\ 


1478 

i. ©fpt. 


1478 

)1 ©fpt. 


1478 

I. Oft. 


1478 

e. oft. 


1478 

18. Ott. 

4 ' 

1478 

17. Ott. 

1478 

24. Olt. 

1478 

It. Ott. 


1478 

2. 9lot>. 

1478 

U.«0D. 


Äönigreich* Sofernen, ju feinem Koth. Dit. 1478 
tut »UJenbtag nach «Warta ©ehtrrt. II. Kr. 81 p. 230 b. 

2. b. 91. nimmt bie beutfchen Käufer ju 2>enauworth/ 
Ulm, Äapfeuburg in feinen Setup. Dat. 1478 $eibelt*rg 
Sonntag oor (Waria ©eburt. II. Kr. 42 päg. 9 b. 

2>egenbarb ber Srofdjct, ©igulejuS unb Sriflram 
feine Siüber, Sobne £errn ßubroigS be$ alten Sröfcbel, 
verlaufen btm Jperjog üubwig *on 93apern ben «Warltjoll 
ju Dleicbenball. Siegler ^einricb £ertenberger , Pfleger 
ju ßanbSbut, ©entiüor «Pfäffinger, £ofmeifler ju ©olbert* 
tbal. Dat. 1478 Klitttroch nach Äreujr (Erhöhung. Nota: 
Obwohl hier ber ’iHusfteOungS.Ort nicht genannt ift, fo 
erhellet bocb auö ben ©ieglern unb bem Itinerar, bag bie 
Jpanblung ju ßanlehut gewefen. Itf. Copia. Ktf. 1297. 

ß. b. 91. nimmt ben ÜftatheS 3t«gler in fein jpofge* 
finb auf. Dat. 1478 ßanbehut (£rtag nach $ranjiblu6 
II. Kr. 81 p. 315. 

ß. b. 91. lägt auf VorfleQung be$ SifchofS bon Cfi* 
fiet bie 91ecbnung$s Unlerfucbung be$ jUeflerS ßicpheitn 
beruhen. Dat. 1478 ßanbSput Örtag nach SranjiefuS. 
11. Kr. 6 pa ff . 288. 

ß. b. 91. 2)ienfibrief für Äonrab ©ebenbofer oon 
Unboljing, 91ottenburger ©ericbto. Dat. 1478 ßanbSbut 
Sreibtag ©aßi. II. Kr. 81 pag. 286 b, 

2)ien(tbrief für Jpannö Vormüßer als ©eiermeifter 
ju©oflenjach. Dat. 1478 ßanbsbut Samflag nach Gallus. 
Jl. Kr. 81 pag. 298. 

ß- b. 91. erlaubt bem «Paulus Strobel unb Äonforten 
Saliter ju fuchen. Dat. 1478 ßanb6but Samflag nach 
Urfula. II. Kr. 81 p. 218. 

ß. b. 91. theilt bem tyropfte bon Saumburg ein In- 
tercessions s ©chreiben ber Stabt «paffau für Urfula bie 
©elbrunerin (_de dato 1478 Sonntag bor ©arimilian ), 
einen #of ju ©rielbach, Sleifpacher «Pfarrei, betrrffenb, 
mit, unb forbert benfelben ju Verantwortung auf. Dat. 
1478 ßanbSbut ftreibtag bor ©olfgang. I. 

ß. b. 91. bericht £annfen bem Schweiger einen £of 
ju ©aben. Dat. 14782antSjmt ©onfctag nach Slßerpeiligen. 
IV. Officialatss^llten. 

ß. b. 91. an ben «Propft bon Saumburg, er fep mit 
bem Vergleiche, ben berfelbe mit Urfula ber ©elbrunetin 
getroffen, jufrieben. Dat. 1478 CanbSfcut Tftnjtag nach 
©artin. 1. . * • 


28» 


436 


triftige fnr £*krn»frfrljtei)ft 


<478 

14. ftoe, 

1478 

21. !Kot. 

1478 

11 . ®fj. 

2-9. 34». 


1179 

14. 3&nn. 


£. b. 01. orbnet ben £obn ber Mitarbeiter ju 9tei* 
(benbafl. Dat. 1478 Canbtbut ©amjtag nach Martin. 
I. Copia. 

2. b. 9t. entlüft ben 2)ietricb v. dDepler feiner 2>ienfte. 
Dat. 1478 Uanbtbut ÜJtonbtag nach ®lifabetb. il. 9?r. 81 
P«g. 275. 

2. b. 9t. ^(butybrief für SBienant v. £ol$. Dat. 1478 
2anbtbut ©amftag vor $bomat. 11. 9tr. 81 p. 316 b. 

2. b. 9t. unterbanbeit mit bem (Jrjbifcbofe SBernbarb 
$u ©oljburg wegen beflVn 9tefignation *u ©unften bt$ 
*pecfenf£blägert, (Jrjbifcboft ju ©ran. Dat. 1479 i*anbfc 
but — ©amflag nacb bem neuen Sabre */i — 'Utonbtag 
natb bem neuen Sabr 2 * 4 /, — 3flittwod> nacb beil. brei Jionigen 
% — ©amftag nach b>eil. brei Königen. 1. Originale. 

2. b. 91. nimmt ben ©igrnunö von 97leroftowi$, ge* 
nannt ©ebor, ju (Jlflnt, in fein Jpcfgeftnb auf. Dat. 1479 
2anbtljut tyftnjtag nach (Jrbatb. 11. 9tr. 81 p. 317 b. 


» 

- y 


Supplement a. 

Obige 9tege|ten waren febon bit ju bem 3^« 1463 gebrueft, al< 
teb noch nacbfolgenbe aufgefunben, bie icb b>termtt alt Supplementa 

folgen laffe. 


* 


1450 

1. 3(ug. 


1450 

20. <Sfpt. 

1450 

28. ®fpt. 


1451 

26. 3in. 

' 

t 

1451 

21. 9Kap. 


2. b. 9t. übergibt feinem Mlbcrfämmerer, 9tugerbem 
9?ujltorfer, 1450 ©amflog'^peterttag ad vincula ju v 3urg* 
baufen fein ©ilbergefcbirr. 3* ©eorg 3angenberger, ^ftc* 
ger ju Suibatb, S^bolt 9teigfer, 9tentmci{ter, £ann< 
9)u$ner, £anbfdyreiber $u 95urgbaufen. 11. 9?r. 92 p. 62. 

2. b. 9t. betätigt bie Srcibeiten bet, ÜJtarflet 9te* 
nerjbofen. Dat. 1450 2nnbtbut ©onntng vor üflattbäut. Ul. 

2. b. 9t. nimmt am ©t. 2Ricbaelttag*2lbenö 1450 ju 
©urgbaufen bat ©ilbergefebirr aut bem $burme bafelbft, 
unb übergibt et bem 9tuejtorfer unb Otulanber, feinen 
©ilbertanimerern, um et nach 2anbtbut gu führen. 11 
9?r. 92 p. 58. 

2. b. 9t. Verleibt bem SWicbael 2Bibmann bie 2Bolf$* 
jagb im 9tottenburgev ©eriebt. Dat. 1451 2anbtbut Sr» 
tag nach tyaul ©efebrung. II. 9?r. 34 p. 328b. 

2. b. 9t. 2>ienjlbiief für ben ©rafen Konrab von 


437 


4er}tfg fubwig'i b» Keicljen, 


/ 


1452 

9. 3unp. 


1452 

4. DU. 

1453 

4. ÜJidrj. 

1453 

16. ÜHa»>. 

1452 

18. 2)iag. 

1453 

4. iiliUj. 

1453 

20. Xug. 


1454 

5. SRo». 


1454 

10 . 

1454 

21. SKao. 

1454 

13. 3unp. 

1454 

1. 3ulo. 

1454 

«. 3 uI 9 . 


1454 

T. 3 tag. , 


4><ffctifletn. Dat. 1451 2auingen Der $ftngftett. 

II. 9?r. 82 p. 225 b. 

2. b. 9t. 2)ienftbrief für $iepoIt ©i t$, 2Bil&eIm Geben! 
öon ©epern, itonrab Don Stuben, Jpann« Slrucbfäfl, WiU 
beim Don Suntbeim. Dat. 1452 2auingen Sreibtag nach 
Corpus Christi. U. 9tr. 82 p. 226 b. 

C. b. 9t. 2)ienftbrief für Heinrich Don jtoiobrat, £errn 
ju2tebenfiein unb ‘Pjibrif. Dat. 1452 2anb*but am $ran*- 
jibfuotag. II. 9tr. 82 p. 227. 

2. b. 9t. 2)ien{tbrief für griebricb Geben! Don beging. 
Dat. 1453 3ngolftabi Sonntag Oculi. 11. 9?r. 82 p. 228. 

2. b. 9t. SDienjtbrief für £einricb Don (Jüerbaeb ju 
Neuenbürg, 9titter. Dat. 1453 2auingen ORiltwocb Doc 
tyftngflen. II. 9fr. 82 p. 228. 

2. b. 9t. 2>ienflbrief für TOlbelm Up. Dat. 1453 
£auingen Sreibtag Dor «pfingften. II. 9fr. 82 p. 228b. 

2. b. 9t. 2)ienftbrief für Heinrich 23oit wegen feine« 
23ater«, ber Sreigraf in ©eflpbalen ift. Dat. 1453 2Burmb« 
Üftittwoeb Dor Xilioni. II. 9fr. 82 p. 229 b. 

2. b. 9t. an SÖolfgong 2>ürenbacber, Pfleger ju Äip* 
bücbel, wenn bie Pfarrei Äircbborf in 2eucfentbal, bureb 
Abgang be« Jpannfen ©oügfer«, Pfarrer« bofelbft, lebig 
wirb, fo foU man fte bem tropfte Don St. 3eno überant* 
Worten. Dat. 1453 2anb«but SWonbtag nach SOTarta £tm* 
melfafcrt. II. 9fr. 82 p. 179. 

2. b. 91. 2>i<nftbrief für £ann« Utelbofer Don Siet« 
ning. Dat. 1453 Sngolftabt ÜTtonbtag nach 2lflerl?ciligen. 
II. 9fr. 82 p. 229 b. 

2. b. 91. £ienftbrief für SDilfeem Sttucfentbaler. Dat. 
1454 9tegen«burg (£itag nach Cantate. II. 9fr. 82 p. 230. 

2. b. 9t. $ienftbrief für itticbael £errn $u Scbwarjen* 
berg ben Jüngern. Dat. 1454 2anbe|>ut ©amftag nach 
‘ftuffabrt. II. 9fr. 92 p. 230. 

2. b. 9t. 2)ienftbrief für ßobenj Don Otecbberg. Dat. 
1454 2ticbacb noeb tyftngften. II. 9tr. 82 p. 331. 

2. b» 9t. 2)ienjtbrief für Sobann Jjperrn ju Sebwar» 
jenberg. Dat. 1454 Sreiburg im $rei«gau, Gonntag nach 
UIrttb. II. 9tr. 82 p. 230b. 

2. b. 9t. 2)ienftbrief für #ann« ©rafen Don SttJern* 
berg. Dat. 1454 Hallingen (in SBürtcmberg) Sreibtag 
2?targaretens21benb. II. 9?r. 82 p. 230 b. 

2. b. 9t. 2>ienjtbrief für Diele SIbelicbe au« Schwaben. 
Dat. 1454 ©oppingen am Slffratag. 11. 9?r. 82 p. 234 b. 


# 


438 


4<ürägt jur jWwjcfcJjMpe 


1454 

8. Ku0« 

1454 

11. tfufl. 


1454 

8. eept. 

1454 
15. eept. 


4454 

•. 34nn. 


1455 

1. Jporn. 


1455 

26. 4?orn. 


1455 

9. 3)idtj. 


1455 

21. iPidrj. 

1455 

n.mxi. 

1445 


1455 

8. SÜUp. 


1455 



2. b. 9!. 2)ienftbrief für £ann« Pon £ofburg. Dat. 

1454 ©oppingen üTtittmoch por 2cren$. 11. 9fr. 82 p.233 b. 

2. b. 9?. $ienftbrief für Heinrich Slruc^fd# Pon $o * 
fingen. Dat. 1454 2lug*burg Sonntag nach 2orenj. II. 
9?r. 82 p. 331. 

2. b. 91. S)ienflbrief für 2Irnolb pon Söißenfelß, ju 
©cbönfircpen. Dat. 1454 2anb$hut £rtog nach SRaria 
©cburt. 11. 9fr. 82 p. 235 b. 

2. b. 9t. forbert pon bem Pfleger ju 9teichenhaH unb 
$raun(tein Sericht über bie neuen Abgaben ; welche ber 
<§r$bifchof pon Saljburg pon ben au$ kapern kommen, 
ben Perlonge. Dat. 1454 ©urghaufen ©onntag nach Jtreup 
Sfbobung. 1. Originale. 

2. b. 91., Sriebricp tyföljgraf perbinben {ich mit bem 
©rofen Ulrich oon SCBürtemberg. Dat. 1455 2auingen am 
heil. 3 Äonigtag. 1. Copia. 

£.b.9t. ernennt ben 27teifter£annfen fieuburg, utriua- 
qne joris Doctor, 2)ompropft in 9faumburg, $u feinem 
Sflotb. Dat. 1455 Srepburg Sreibtag Por ßicptmcffen. U. 
9fr. 82 p. 236 b. 

jtonrab, £err $u £aibecf, ©pbilla Po« Drtenburg, 
feine £>au$frau, btfennen, bog jie bem £er$og 2ubwig Pon 
löapern 50,000 fl. fcbulbig feien; bafür perfchretM er©cblof 
unb £errfcpaft jpaibecf. 11. 9fr. 94 p. 

2. b. flft. ©ienflbrief für Johann ©tauffer beu Ment, 
21 fern tyraitenfteiner, Äonrab Sfluracper ju Senedberg. Dat 

1455 9tegendburg (Sonntag Oeuli. 11. 9fr. 82 p. 231b. 

2. b.- 9t. 2)ienflbrief für £ann$ $o*auer. Dat. 1455 

Conbbbut §reibtag noch Laetare. II. 9fr. 82 pag. 232 b. 

2. b. 9t. fcbreibt bie £ulbigung für bie £errfhaft 
£aibetf auf ben ^almfonntag au$. Dat. 1455 2anbdbut 
(Sonntag Judica. 11. 9fr. 94 p. 10 b. 

2. b. 9t. fenbet ben 9Bigelejud Pon SBeicpä, 
ju £ippoltftein, ben ©eorg pon Kammer, Pfleger ju 3n* 
golfhbt, ben Shnfloph 2>orirer # feinen Äanjleifcbreiber, 
nad) fcaibecf, um bort in feinem 9?omen bie jpulDtgung 
einjunebmen. Dat. 1555 2anbbhut ^Pflngtag por 9>almtag. 
11. 9fr. 94 p. 11. 

2. b. 9t. 2>tenflbrief für ©eorg Pon SDolfflein $u öl» 
lerdberg. Dat. 1455 2anb$hut ^flnjtag nach Cantate. II. 
9?r. 82 p. 282 b. 

i 2. b. 9t. 2>ienflbrief für tyeter pon flBeflernach 1» 

i ' ■ 


Digitized by Google 


1455 

13. 3un$. 


4455 

6. ICuß. 

1455 

Ü. 6ept. 

1455 

ti. cit. 


1455 

IS. iDr|. 


1456 

t 

1. 4?orn. 


1456 

14. -Vorn. 


1456 

l.Vidr«. 


1456 

I. SRdrj. 

1456 

II. ©i'asj. 


1456 

16. fDtaQ 

1456 

li» 3uip. 


||| 439 

Srugenbofen. il$5 ßaui^gen am f{t|ffabrfÄtag. II. 

9fr. 82 p. 232. 1 

2. b. 9t. 2)ienftbrief für (Jrnfl von SBelbeit. D«f. 
1455 ßauingen 9 Jionbtag am (gubent.flbenb. 11 9fr. 82 
p. 232. 

2 . b. 9 t. verbinbet f!ct> mit bem Jperjog ßllberi tja« 
53 ö^«m unb bem perjog £igtnunb von £)e(terreic^ Qat. 

1455 grepflng am D«tralb$fag. I. Copia. 

ß. b. 91. 2 )ienflbrief für 2 fleifter ©eorg ©apflep. 
Dat. 1455 ßanb«but flJiitftvpcb noch $gib. U. 9fr. 82 p. 237. 

ß. b. 9 t. an ffonrab ©rafen *u £aibecf: ßlnna von 
pornfiein, geborne von 0ted)berg, behaupte, bajl ibr 3*00(1. 
auf paibecf verf<fcrieben, berfelbe foö barüber befic&ten. 
Dat. 1455 ßanb«but$reibtagiü vigilia pmqium aanctgpuot. 

II. 9fr. 94 p. 13 {>. t 

ß. b. 0 t. an ßlmta von ^>ornflaitt^ ber voq f>albccf 
babe ibm geantwortet, bafi (le auf Jpaibecf nicht« ju fpr« 
bem babe. Dat. 1455 ßgqb«bftt greibtag Vor Lucia. U. 

9fr. 94 p. 14, . • . 

ß. b. 9t. ernennt ben SPteijter «Peter SWettlingej ju 
feinem »Zirjt. Dat. 1456 ßanb«but am ßieptmeftag. II. 

9fr. 82 p. 237. 

ß. b. 9 t. vereinigt fsct> mit bem £>erjog Ulbert von 
©apern, bafl fie i^re 3 rrungen burd) ed>ieb«rid>ter, am 
9 J?onttag nad) ©eorg 411 grepfmg, beilegen laflfeni wollen. 
Dat. 1456 üMndjen Örtag vor Oculi.- I. Copia. 

ß. b. 9t. nimmt ben feiltet jpartpiann £d>ebel, Dr. 
Medicinae, ju feinem Wiener unb in fein £ofgefmb auf. Dat. 

1456 9Wand)en @rtog nad) Oculi. II. 9fr. 82 p. 237 b. 
ß. b. 9t. ernenat ben ©ifdjof Sobann von greptfng 

4U feinem 9tatb. Dat. 1456 grepjing ÜJtittwocb noch Oculi. 
II.' 9fr. 82 p. 334. 

ß. b. 9t-, ibm wirb eine «JJroteftotion ber 9titter von 
0icfingen prdfentirt, worin btefe behaupten, ©raf&onrab 
^u jpatbeef babe feine £errfd>aft, ebne ©Jiffen feine« 
©ruber«, feine« Schwager«, feine« ©rüber« £obne, ver« 
tauft. H. Dat. 1456 ßanb«but in vigilia Pentecostea. II. 
9fr. 94 p. 15. 

ß. b. 9 t. forfcert ben ©rafen Äonrab von paibeef jur 
©erantwertung wegen ber von Dietingen ©ebauptung 
auf. Dat. 1456ßanb«but am ^ftngfttag. II. 9fr. 94 p. 16. 

g. b. 9t. bcfUtigt bie grcibeiten ber ©tabt £er«brucf. 


440 


1456 

2$. Slug. 

1456 

24. Cr). 

1456 

1». Cr). 

1456 

10. f>t). 

1456 

18» Cf). 


1457 

0. ©Idr). 

1457 

10. Ypr. 


1457 

18. 3ut>9. 


1457 

10. SuDp. 


1457 

11. Crpt. 


1457 

1|. Crpt. 


lemSfc für CrbrnogcMjtrlpt 

Dat. 1456 ßanb$but ©amftag Por Margaret. II. Dir. 91 
p. 303. 

ß. b. 91», baß man bie bem £er$og Otto fcbäblicben 
ßeute einfange. Dat. 1456 ©urgbaufm in vigilia Bartho- 
iomaei, II. Dir. 82 p 262 b. 

ß. b. 91. 2>ienflbrief für DTIicbael, £errn $u ©cbwar* 
jenberg ben jungem. Dat. 1456 9legen6burg 2>ien(tag 
nach Lucia. II. Dir. 82 p. 230. 

ß. b. 91. (Saplanatöbrief für DJleijler £ann$ ©acb$. 
Dat. 1456 Diürnberg 2Witt»ocb nach Lucia. II. Dir. 82 
p. 236. 

ß. b. 91. $ien(tbrief für 2boma6 $irlbainier. Dat. 
1456 Diürnberg $ftn$tag nach Lucia. II. Dir. 82 p. 237. 

ß. b. 91. ernennt ben ©ifcbof Ulrich Pon ^öffau $u 
feinem IRatb. Dat. 1456 (nobis 1455) ßanb$but SWitttoocb 
nach Äinbleintag. II Dir. 82 p. 233. 

ß. b. 91. 2>ienflbrlef für Stephan 2)ornfleiner mit 3 
^ferben. Dat. 1457 ©urgbaufen Dominica luvocavit. II. 
Dir. 82 p. 198. 

fpeter, ber ©ifcbof Pon ßlugäburg, miß bie©acbejrrb 
feben bem Jperjog ßub»ig Pon ©apern mit bem ©rafen 
pon Oetting prrmitteln. Dat. 1457 Süßen am ^almtag. 
II. Dir. 91 p. 367. 

ß. b. 91. Perträgt (leb mit bem £erjog SJlbert bon 
©apern, »egen ber ©aljflraße über bie 3far, gegen ©ebraa* 
ben, ben JÖilbbann unb ben Sorlt $u äofebing, ba$ ©eriebt 
ju ©aimerebaim. Dat. 1457 Srepftng ©amftag por ©un* 
wenben. I. Copia. 

ß. b. 91. erfuebt ben ©ifcbof pon 2lug«butg, baß er 
feine 3rrungen mit bem ©rafen pon Oetting beilege. 
Dat. 1457 ßanb$but ©amftag Por Cathedra Petri. II* 
Dir. 91 p. 366 b. 

ß. b. 91. forbert perfonlicb Pon bem Äonig ßabialau*/ 
baß berfelbe in bie ©erfcbreibuug be$ ©rafen Äonrab oon 
£aibecf willige. ©ei ibm »aren Däwalb iorringer, 
febafl; ©eorg jtlofner, ©eorg pon ßlbaim, ßlnbrä ßober, 
Äanjler; £err Ulrich ber ©ifcbof ju ^aflau. A. D. 1457 
in ber ©urg ju 9öien, DTionbtag nach STIaria ©eburt. H* 
Dir. 94 p. 18 b. 

ß. b. 91. bittet ben £6nig fiabialau*, baß er feine 
(Jinwißigung, als Äonig ju ©obmen, »egen be$ S3er* 
laufe* pon Jpaibecf nicht perjogere. Dat. 1457 ©t. 
am Sreibtag por ©t. ßampreebt. 11. Dir. 94 p. 18b. 




Digitized by Google 


1457 

IT. ©ept. 


1457 

21. 9toe. 

1457 

11. S)t S . 


1457 

14. 


1458 

5.$orn. 

» 


1458 

21. 4?orn. 


1458 

29. SBlirj. 


1458 

fl. 3ulo. 


1453 

28. ttprU. 


1463 

28. 3unp. 

1476 

17. 3 &it. 


• • _ , • '* A • ^ 

tyrjog Jfubwig’i Iff Kwljen. 441 

» 

* 

£abi$lau$, König pon ©obmen, an ben £erjog Cubwig, 
er willige in ben ©erfauf pon Jpaibecf, unb wolle ben 
©rief barüber auäfertigen laffen. Dat. 1457 2öien am 
St. Üamprechtötag. II 9?r. 94. p. 19. 

ß. b. 91. 2>ienflbrlef für (Sbriflopb Pon EBolfftein $u 
9?ieberful$burg. Dal. 1457 gnjjoljlnbt 2Hittwocb Por 
Katharina. 11. 9?r. 82 p. 330 b. 

2. b. 91. ernennt ben ßanbgrafen 3ob^ nn *on 2 e uch* 
tenberg $u feinem 91atb. Dat. 1457 3ngoljlabt Sonntag 
nacp 9fifolau6. II. 9fr. 82 p. 223. 

91uprecbt, ßlbminiftrator ju 9tegen$burg, empfiehlt 
bem Jperjog ßubwig Cb. 91eicpen) Pon ©apern bie Mbmi* 
niftraticn bc6 ©i*tbum6 91egen6burg, in temporalibus. 
Dat. 1457 91eichenbach üflittwoch nach Lucia. 11 Copia. 
9?r. 6 p. * 267. 

2. b. 91. prüfentirt bem 2)cmfapitel in Srepfing, nach 
5Jbfierben beö ^Peter ßlbemftorfer, $boma* unb Ulrich bie 
ßlbemfiorfer, befien S6bne / $ur ^propjlei ©erolböbach, 
©ericbte ©cbrobenbaufen. Dat. 1458 2anb$but Sonntag 
nad> 2ichtmefien. Ul. 

2. b. 91. ernennt ben 9??eifler tyeter Knor ju feirfem 
9tatb- Dat. 1458 Nürnberg ©rtag nach Invocavit. II. 
9fr. 82 p. 198 b. 

2. b. 91. an Ulrich Kaftner $u Äamb, bafj 

er bem Stepban Eornfieiner feinen Solb auäbejable. 
Dat. 1458 ©urgbaufcn Mittwoch nach ty<Umtag. II. 9fr. 
82 p. 198. 

2 . b. 91./ ba ihm feine Stiefmutter SDafferburg unb 
Kling abgetreten / fo weifet er ibre ©infünfte ju 2>onaus 
wortb an. Dat. 1158 Konftanj ©rtag nach Ulrich. l.Cop. 

2 . b. 9t. entfcheibet mit feinen 9l5tben ben Streit, 
ber ftch über bie ©ertaffenfcpaft beö ßlnbrd 2obelbaimer 
fei. erhoben. Dat. 1463 2anbebut in bem 3oUb<>u6 ^Pftnj* 
tag nach @eorg. c. sigillo. 1. 

2. b. 91. Aufgebot jur jtriegtfrüftung. Dat. 1463 
Sanbebut am tyeter unb 9>oul6 ’flbenb. Oberb. 3Jrchio 1. 
p. 411/ wo aber bie 3abreöjabl 1460 irrig. 

2. b. 91./ mit ihm, ber perfonllcp $u ©ifiet war/ uu« 
terbanbelte ber ©ifchof ©Jilbelm $u ©tfiet , wegen beffen 
Qrrungen mit bem £erjog ßllbert, bad Salj, welche* 
nach Schwaben gebt/ ben Pfennig/ ben man Pon jebcr 
Scheibe Salj $u Oetting unb ©urghaufen erhebt, be* 
treffenb. A. D. 1476 — SWittwoch St. 2lnton4tag ( ,7 /j), 


442 ftitrftff für jCfbrüigrfc^rljU ferpg Cob» tj$ b, K. 

— tyftnjtag nac& SInton ( ,s /,) — üflonbiog £t. 23tnjni$» 
tag ( 2 */i)/ — SWittwocb nach (£t.23injen$ ( M /|). $atna$ 

' überftel ben #er$og fiubtrig bie Jtranfbeit, ba6 tyobagra 
genannt, unb er begab ftcb oon titlet nach 3ngoljtabt, 
SBorgenö barnacfc ( 25 /i). M« 9?f* 18a p. 238. 

1477 2>ie £er$oge (Sbriftopb unb 2Dolfgong oon Sapern 
6-t>orn. kommen 1476 am (Jrtag <£t.2)orotbeentag ju bem Jperjog 

£ubt»ig nach 3ngolftabt, unb unterbanbeln mit ibm »egfn * 
btt Jperjogö Ullbert. £ie fe$en biefe Unierbanblung mit 
bemfelben 1476 SÄittmc# nach Oculi ( 9 %) ja £anfc&but 
in bem Jparnaf$*$flufe fort. 11. 9?r. 18a. p. 269, 27p. 


Digilized by Google 


\ 


/ 




jbtinerorttim 

<Qcr$Oß SuOtuifl’3 be$ Otcicfccn. 


Um bei ber QIngobe ber üuellen bie mögliche Äürje ju er* 
langen, ebne ber Seutlic&feit ju Traben, bebiene icb mii foU 
genber CIbfurjungen : 

93 u <t> u <rz= 5\rieg$eriog Cubmig’l bei Weichen mit bem SWarfgrafep CNbitfel, 
oon Dr. ttnbieal ®ucbner, inbeu flbpanblungeu brr biftcrifebeu Älafie brr 
in ben baprr. Slfabemie brr SEBiflfenfcbaften. III 93b. 9lbt^. II* 1842. 
Chron. Lun el. = Chronicen Lunelacenac. 
f alt eil fl ein — Antiquitatea Nordgaviense«. 
fff lg = ©efebiebte oon Wicbaelbeuern. 

®anberl&. ~ ©anbrrö f>ofcr'Ä ©efebidjte brr 6tabt Cftoolburg. 

©era einer = Cpronif oon JRcgrnÄburg. 

#anfbaler = Recenaua genealogico- diplomaticua ex ArcbiTO Campt* 
liiienai. 

Hist. Norimb. = SBölfern, Hiatoria Norimbergenaia diplomatica. 
Ineditum = jene Urfunben, oon brmn icb nur bat Saturn notirt. 

Jtrrmrr, ©efcbidjte bd €^>urfarfleti fcrirbritb bei Siegreichen oon ber 
^farg. , 

Cicbnomlfp, ©rfebiebte bei £aufd #ablburg, bie (r^te Safcl ffl bie 9tr. 
brr bortigrn Regeata. 

Sipo ml ft), fllmanacb brr baper. Wafionalgarbe. 

Cbt. ^ Ärenner, baperifebe Canbtagl » S3«&anfclungtn. 

Ci nt/ Annalet Zwetlenaea. 

Cori, 5t. W. = Cori; Kreil : Wecbt. 

Cori, C. W. = Cori Crcbrain. 

Cori, SW. W. = Cori, SWün^Wecbt. 

Med. Ann. = Mederer, Annale« Ingolatadiensia Acadeiniae. 

SWeb. 3«g. r= ©leterer, ©rfcbicbtr bfr Stabt 3ngolflabt. 

M eiche 1b. =: Meichelbeck, lliatoria Friaingenaia. 

Metrnp. = liundiua, Metropolit Saliaburgenais, edilio Gewoldiana- Mo- 
nachii. 1620. 

Mon. B. = Monuraenta boica. 

SW ü Iler, Wricbetug^ibeata- unter fltifer friebricb. 

9t. Cop. = Weuburger Copial • SDüc^ep bei Wcicpl-SircbiDel, moraul icb nur 
bal Saturn notirt. 

Cb. 2h<b. = Wjcbio bei biflorifcben ffiereinel pon unb für Oberbapern. 

, Reg. = Sie in ber Beilage B. enthaltenen Wege(i«n; ifl nach brnielben eine v 
3abrjabl mit SWottatltag enthalten , fo ift biefr nucbjufepcn. 

9totb == 9?örnbergl $anbel. * 

Sattler, SEBürtembetg unter bin ©rafen. 


\ 


Digitized by Google 


444 


Stinerariu* 


6 a * f f S b. — Senkenberg , Selecta jnrii et hbtsritran. 

6 t et reu, fcbronit pou «ugfburg. 

S D P P 1. = Supplemente ja ben, in Beilage B. enthaltenes Regeren. 
€ tauben r. = ©tanbeuraul, gbronit pon Eanb4b»t. 

©eftenr. = Beiträge dos SBeflenrieber. 




1460. 

1*8. 

1. 

Burgbaufen Oefelcll 766. 


3. 

Saublbut do. 

6ept. 

9. 

do. Ebt. VII. 3. 


9. 

do. QReicfeeib. II pan 



inatr. 284. 


10. 

do. ^antbaler 22. 


11. 

do. ©taubenr. II 160. 


SO. 

do. Sappl. 


28. Burgbaufen Sappl. 

Oft. 

3. 

£anb*but£b.21r<b.ini78. 


4. 

do. Ob. Irdj.VIlI. 418. 


6. 

do. Oefefe II. 766. 


17. 

Rofeubetm Reg. 


80. ©rbtng „ 


21. 

do. fi 


29. 

EanMbutMon B.XVII 69 

Reo. 

2. 

do. Mon. B. V. 276 


7. 

do. Melrop. 111 840. 


18. 

do. Reg. 


16. 

do. ft 


19. 

dö. ff 


20. 

do. Eori, E.:R c l62. 


27. 

do. Reg. 


80. 

do. ff 

Bej. 

11. 

do. „ 

• 

12. 

do. ,f 

» 

16. 

£rbing Eet. 1 191. 


18. EanNbot Reg. 


31. 

do. 


14*1. 

36*. 86. fanblbut 6uppl. 


23. 

do. Reg. 

29. 

do. Mon. B. XU 498. 

$orn. 3. 

do. ©anbet 1b* 66. 

8. 

do. $t(j 848. 

t. 

do. Reg. 

28. 

do. Oefele II 766. 

Vttri 14. 

do. do. * 


81. Eauingcn Buppl. 

86. 2aublhut Eori 8.«R. 163. 


R?ap 3. 2anblh*t 0fn{g3Bi(beriog65. 



10. 

do. Corrigenda. 


12. 

EanHbut Reg. 

• 

27. 

do. Reg. rid. Corrig. 

3**9 

6. 

Reuburg B. Metrp. II 627. 


6. 

Rain M. B. XVI 494. 


7. 

do. Mon. B. XVI 604. 


9. 

Eauingen Raifer 76. 


10. 

do. Ineditum. 


12. 

do. Corrigenda. 


17. 

6<brobenbaufen Mon. B. 



IX 276. 


17. 

$riebberg Reg. 


23. 

Eanbftbut Ob.ttrtb. III 106. 


26. 

Burgbaufen Reg. 

3*ib 

2. 

Eanblbnt Mon. B. XI 547. 


2. 

do. Senkenb IV 495. 


2. 

do Eori, E R. 163. 


26. 

do. Metrop 11 244. 

6ept. 

16. 

do. Reg. 

Ott. 

18. 

do. lnedüam. 


14. 

do. Reg. 


16. 

do. Reg. 


18. 

do Ineditaio. 


22. 

do. Mon. B. VI 307. 


28. 

do. Reg.' 


28. 

do. Reg. 


Rpp. 27. Pfaffenhofen Reg. 


Bej. 17. Eautngen Iremer I